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Thema: Planetenbahnen

  1. #1
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    Standard Planetenbahnen

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    Guten Tag,

    Die Masse der Sonne ist entscheidend für die Planetenbahnen. Was wären die Auswirkungen auf die Erde, wenn die restlichen Planeten fehlten. Würde sie sich damit nicht aus der Ökozone entfernen?

    Vielen Dank für eine Antwort

  2. #2
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    Wohl kaum - die restlichen Planeten üben kaum eine Gravitationswirkung auf die Erde aus. Und selbst wenn, dann ganz bestimmt keine stabilisierende - wo nichts ist, kann nichts die Erde aus der Bahn werfen.
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  3. #3
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    Standard Planetenbahnen

    Hallo Bynaus,

    Danke für Deine Nachricht. Mir ist schon klar, dass die Masse der Sonne bestimmend ist. Aber es braucht ja nur wenig, um die Erde aus der Lebenszone zu bewegen. Daher könnte ich mir vorstellen, dass die gesamte Masse der restlichen Planeten soweit Einfluss üben könnten. Das müsste sich doch berechnen lassen.

  4. #4
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    Nein, die aufsummierten Kräfte aller Planeten sind dazu viel zu klein. Und sooo wenig braucht es schon nicht - einige Millionen Kilometer müssten es schon sein. Und eine solche Kraft kann über diese Entfernung kein Planet aufwiegen...
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  5. #5
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    Also, die Nachbarplaneten üben auf die Erde durchaus eine wichtige, wenngleich extrem kleine Kraft aus. Entscheidend ist dabei ihre Langzeitwirkung. Wie Bynaus schon sagte, wirken die Kräfte durch die anderen Planeten eher destabilisierend. So unterliegt beispielsweise die Exzentrizität oder der Periheldurchgang sekularen Änderungen, die auf ebendiese Störungen zurückzuführen sind. Wenn die Struktur unseres Planetensystems eine gänzlich andere wäre, so könnte die Erde unter Umständen die Ökozone tatsächlich verlassen, doch glücklicherweise sind die Verhältnisse seit vielen Jahrmillionen stabil. Die Stabilität ist keineswegs so selbstverständlich.

    Schöne Grüße,
    Emil

  6. #6
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    Hei,
    ihr habt den Mond vergessen. Der Mond sorgt nicht nur für Ebbe und Flut, sondern er hebt das Land auch immer um 1m. Nun, gut, die Erde wird zwar daduch nicht aus der Ökozone geworfen. Aber der Mond bewegt sich immer weiter weg von der Erde. Ab einem gewissem Punkt wird es für die Erde schwierig, da dann Überflutungen drohen. Der Mond stabilisiert mit seiner Bahn die Erde und die Wassermassen. Eine Auswirkung der Entfernung kann man schon in relativ naher Zukunft sehen. Es wird dann keine Sonnenfinsternis mehr geben. Hier kommt die Chaostheorie voll zum Tragen, da diese Bahnabweichungen durch ganz kleine Abweichungen entstehen.
    Die Cahaostheorie sagt, das Schlag eines Schmetterlings sich zu einem Sturm aufschaukeln kann.
    Amalthea

  7. #7
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    Zitat Zitat von Amalthea
    Hei,
    ihr habt den Mond vergessen. Der Mond sorgt nicht nur für Ebbe und Flut, sondern er hebt das Land auch immer um 1m. Nun, gut, die Erde wird zwar daduch nicht aus der Ökozone geworfen. Aber der Mond bewegt sich immer weiter weg von der Erde. Ab einem gewissem Punkt wird es für die Erde schwierig, da dann Überflutungen drohen. Der Mond stabilisiert mit seiner Bahn die Erde und die Wassermassen. Eine Auswirkung der Entfernung kann man schon in relativ naher Zukunft sehen. Es wird dann keine Sonnenfinsternis mehr geben. Hier kommt die Chaostheorie voll zum Tragen, da diese Bahnabweichungen durch ganz kleine Abweichungen entstehen.
    Die Cahaostheorie sagt, das Schlag eines Schmetterlings sich zu einem Sturm aufschaukeln kann.
    Amalthea
    Definitiv wird die Landmasse wohl nur um 0,3 m angehoben.

    Auf den Orbit der Erde um die Sonne hat der Mond keinen Einfluss, lediglich auf die Achsenstabilisierung.

    Die zunehmende Distanz zwischen Erde und Mond beruht auf der Übertragung von Drehimpuls von der Erde auf den Mond. Zur Zeit entfernt sich der Mond daher ca. 3,8 cm/Jahr. Dafür werden die Erd-Tage länger. Effekt: 1,6 Millisekunden/100 Jahre,

    Sobald Erde und Mond Korotation erreicht haben ist damit Schluss: keine weitere Entfernung, keine Ebbe-Flut-Phasen, aber auch kein Chaos! Höchstens Langweile beim Mondgucken.

    Die totale Sonnenfinsternis - das ist richtig - wird es dann nicht mehr geben. Der Mond ist bis dahin zu weit weg von der Erde, um die Sonne völlig abzudecken.

  8. #8
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    Sobald Erde und Mond Korotation erreicht haben ist damit Schluss: keine weitere Entfernung, keine Ebbe-Flut-Phasen, aber auch kein Chaos! Höchstens Langweile beim Mondgucken.
    Soviel ich weiss, wird es aber niemals soweit kommen: Korotation würde erst in rund 40 Milliarden Jahren erreicht...

    Ab einem gewissem Punkt wird es für die Erde schwierig, da dann Überflutungen drohen. Der Mond stabilisiert mit seiner Bahn die Erde und die Wassermassen.
    Das stimmt definitiv nicht: warum sollten dann Überflutungen drohen? Wie galileo2609 schon gesagt hat, das Land wird nur minim gehoben (und auch nur zeitweilig, nicht permanent!), das reicht nicht, um "Überflutungen" zu verhindern. Die Wassermassen werden auch nicht "stabilisiert", bloss etwas bewegt.
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  9. #9
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    Hallo Amalthea,
    galileo hat bereits die winzige Ergänzung in deiner Aussage gemacht, die mir ebenfalls aufgefallen ist: Es wird keine totalen Sonnenfinsternisse mehr geben, aber ringförmige und partielle schon! Darüber hinaus werden sie länger andauern. Es ist in der Tat ein glücklicher Umstand, daß wir überhaupt soetwas wie die Sonnenkorona von der Erde aus entdecken durften. Früher gab es sogar Spekulationen darüber, ob sie die Atmosphäre des Mondes sei...

    In einem anderen Forum, nämlich hier:
    http://forum.weltraum-shop.de/viewtopic.php?t=101,
    diskutieren wir seit gestern über das Thema Finsternisse. Im Jahre 1986 muß wohl eine sehr merkwürdige Finsternis stattgefunden haben. Hat jemand Ahnung, wie so etwas zustande kommen kann, wie dort im ersten Posting graphisch dargestellt?

  10. #10
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    Hei Emil,
    ich bezog mich auf eine Sendung, die ich vor einiger Zeit gesehen habe. Dort ging es darum, was man machen könnte, wenn der Mond zu weit weg wäre, um die Erde zu stabilisieren. Dort wurde auch gesagt, dass sich das Land um einen Meter hebt. Allerdings lasse ich mich gerne eines besseren belehren. Eigentlich ist es egal, ob sich das Land um einen Meter oder dreißig Zentimeter hebt. Ich finde es bemerkenswert, dass der Mond überhaupt soviel Einfluss auf die Erde hat. Innerhalb dieser Sendung wurde auch gesagt, dass wenn der Mond zu weit wäre, riesige Fluten drohten. Es gab Überlegungen, wie man das verhindern könnte. Eine Möglichkeit wären riesige Fluttore, eine andere einen neuen Mond in der Erdumlaufbahn zu stabilisieren. Das halte ich aber für Science Fiction.
    Was ist Korotation? Was ist Perihel?
    Ich weiß, es gibt einen Punkt, wo die Anziehungskraft der Erde aufhört. Das ist doch der Lagrange Punkt(?). Ich kenne auch die Koriolis Kraft, auch wenn ich sie nicht ganz verstanden habe, es hat etwas mit der Drehung der Erde zu tun.
    Was die Ökozone angeht, so weiß ich, dass sich unser Klima von Feuchtwarm zur Eiszeit gewandelt hat, da sich die Achse geneigt hat. Zur Zeit leben wir in einer Zwischeneiszeit, die aber schon sehr lange andauert. Es gibt auch die Theorie, dass unsere Erde schon mal komplett vereist gewesen sein soll und nur aufgrund der Vulkantätigkeiten wieder auftaute. Wir brauchen also, gar nicht aus der Ökozone "geschubst" zu werden, damit es hier ungemütlich wird.
    Viele Grüße
    Amalthea

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