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Thema: Ist Überlichtgeschwindigkeit mit einem Raumschiff möglich?

  1. #1
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    Lächeln Ist Überlichtgeschwindigkeit mit einem Raumschiff möglich?

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    Mal angenommen man hat die nötigen dinge um einen bemannten Überlichgeschwindigkeitsflug durch zu führen was passiert dann mit dem Licht das von den Displaybeleuchtungen etc. erzeugt wird? Wird es dann einfach dunkel, weil das Licht einfach "auf der strecke" bleibt und wenn man dann angehalten hat muss man so lange warten bis das Licht hinterher gekommen ist.
    Oder es wird sofort wieder "hell", da die Lichtqellen vor Ort Licht strahlen. Was passiert aber dann mit dem Licht dass "auf der Strecke" geblieben ist und nun hinterher kommt; sieht man dann von aussen ein raumschiff, das mit irrer geschwindigkeit ankommt und dann einfach weg ist, da das "wirkliche" Raumschiff langsamer weitergeflogen ist...

  2. #2
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    Mal angenommen, man baut eine Polarstation 2000 km südlich von Amundsen-Scott. Ist es da kälter als draußen?

  3. #3
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    hä? könnte es sein, dass dieser beitrag falsch gelandet ist?

  4. #4
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    Hallo KevinS,

    Zitat Zitat von KevinS. Beitrag anzeigen
    Mal angenommen ...
    ich schließe aus Deinen Fragen, daß Du gerade erst anfängst Dich für Physik und Astronomie zu interessieren. Es würde uns sehr helfen, wenn wir wüßten in welche Schulklasse Du gehst, oder wenn Du die Schule schon hinter Dir hast, was für eine Schulbildung Du hast.

    Vor rund 100 Jahren war man technisch so weit fortgeschritten, daß man die Lichtgeschwindigkeit ausreichend genau messen konnte und zur großen Überraschung und Ratlosigkeit feststellte, daß sich Licht immer genau mit Lichtgeschwindigkeit bewegt und zwar egal ob die Lichtquelle auf einen zu kommt oder sich von einem wegbewegt oder ob man sich selbst bewegt.

    Die Konsequenzen die sich daraus ergaben sind nicht sofort einleuchtend, im Gegenteil, sie sind eigentlich, auf unsere Alltagserfahrungen bezogen höchst eigenartig und kaum verständlich.

    Einige Konsequenzen daraus:
    Nichts kann sich durch den Raum hindurch schneller bewegen, als Licht.
    Alles was eine Ruhemasse hat, kann sich nur langsamer als mit Lichtgeschwindigkeit bewegen.
    Zeit läuft nicht überall und in jedem Bewegungszustand gleich schnell ab.
    Es gibt keine Möglichkeit festzustellen, wie schnell wir uns im Raum bewegen. Nur bezogen auf Objekte in unserer messtechnisch erreichbaren Umgebung können wir eine Geschwindigkeitsangabe machen.

    Mit unseren Sinnesorganen können wir das in unserer Umwelt nicht feststellen. Wir können aber fast alle diese Phänomene messen.

    Deshalb ist Deine Frage so nicht zu beantworten. Es geht weder lichtschnell noch schneller. Eine Antwort wäre also immer falsch.

    Die einzig richtige Antwort darauf wäre: Wenn Du Deine Umgebung nicht sehen (messen) kannst, wirst Du, egal bei welcher möglichen Geschwindigkeit, keinen Unterschied merken oder feststellen können.

    Nur Deine (nicht mitbewegte) Umgebung könnte Dir einen Hinweis auf Deine Geschwindigkeit liefern.

    Herzliche Grüße

    MAC

    PS:

    http://www.tempolimit-lichtgeschwind...ngen/tue0.html
    http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtgeschwindigkeit

  5. #5
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    hä? könnte es sein, dass dieser beitrag falsch gelandet ist?
    Nö, bloß unverständlich.
    Das Problem mit der Lichtgeschwindigkeit ist kein technisches, das man irgendwie überwinden könnte. LG als Grenzgeschwindigkeit ist fest eingebaut in die Geometrie unserer Welt. Schneller als Licht ist also genauso sinnvoll wie südlich des Südpols. Du erwartest keine Antwort auf Gegebenheiten südlich des Südpols, und solltest keine Antwort auf Gegebenheiten bei Überlichtgeschwindigkeit erwarten.

  6. #6
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    Reden

    hm,
    stimmt schon...
    aber wenn man sich (oder eine Lichtquelle) tatsächlich mit überlichtgeschwindigkeit bewegen würde (man würde es vielleicht nicht feststellen können aber rein theoretisch) was passiert dann mit dem Licht, was "auf der strecke" bleibt. Die Lichtquelle ist ja dann schon an ihrem ziel das licht ist aber immernoch auf dem weg, sieht man dann von aussen, wie sich diese lichtquelle noch bewegt obwohl sie stillsteht.

    PS:sorry, wenn ich dumme fragen stelle bin erst in der 7. Klasse aufm Gymnasium...Aber diese Frage beschäftigt mich schon einige Zeit...
    Und für Physik interessiere ich mich auch schon ziehmlich lange...

  7. #7
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    Mooooment

    wir schreiben das Jahr 2007.
    Seit Einstein ist fast die ganze Elite der Wissenschaftler der Meinung:

    Es geht weder lichtschnell noch schneller.
    Das ist definitiv eine Behauptung, sorry. Ob es wirklich auch so ist, können wir vielleicht in 100 oder mehr Jahren besser beantworten.

    Was aber sicher ist:

    Anfangs des 19.-Jahrhundert, als die ersten Dampflocks in England sich kriechend auf den wackligen Schienen bewegten, gab es die fest etablierte Meinung von namhaften Wissenschaftler, dass ab Geschwindigkeit 40 sich die Schienen durch die Reibung auflösen würden, also ergo eine grössere Geschwindigkeit niemals möglich sein wird.
    Von Flugzeugen und anderen Hirngespinsten war damals gar keine Rede.

    Also Vorsichtig mit so zementierten Behauptungen wie: "Es gibt für alle Ewigkeiten keine grössere Geschwindigkeit als die Lichtgeschwindigkeit."

    Ja, ja, jetzt kommt die geballte Macht von "Wissen" über mich elenden Zweifler.

    Habt erbarmen, denn Ihr seid auch nur "Wisser" auf Zeit.

    albert

  8. #8
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    Das ist definitiv eine Behauptung, sorry.
    Nein, mein lieber albert, es ist nicht bloss eine Behauptung, sondern mittlerweile eine empirische Beobachtung. Wie bei der Energieerhaltung ist es natürlich nicht per se ausgeschlossen, dass diese Beobachtung auch mal nicht zutreffen könnte - bloss ist das bisher nie geschehen.

    Anfangs des 19.-Jahrhundert, als die ersten Dampflocks in England sich kriechend auf den wackligen Schienen bewegten, gab es die fest etablierte Meinung von namhaften Wissenschaftler, dass ab Geschwindigkeit 40 sich die Schienen durch die Reibung auflösen würden, also ergo eine grössere Geschwindigkeit niemals möglich sein wird.
    Lustig, dass man immer das gleiche Beispiel liest, aber jedes Mal gibt jemand einen anderen Grund an, warum man damals glaubte, man könne mit einem Zug nicht schneller als mit 30, 40 km/h fahren.

    Man muss aber beachten, dass das etwas ganz anderes ist: selbst wenn die Aussage so stimmt, dann ist das ein ingenieurtechnisches Problem: jeder damals wusste natürlich, dass in der Natur auch sehr viel höhere Geschwindigkeiten vorkommen: Meteoriten, Sturmwinde, Wasserfälle, etc. Nirgends war von einem Naturgesetz die Rede, das höhere Geschwindigkeiten verbietet. Bei der Lichtgeschwindigkeit ist es jedoch so, dass diese nach der Relativitätstheorie nicht zu überschreiten ist - notabene ein Naturgesetz, immer und immer wieder bestätigt. Das heisst nicht, dass keinerlei Schlupflöcher existieren können: bloss, dass wenn diese existieren, wir sie heute nicht kennen. Und auf dieser Basis lässt sich doch sehr schlecht argumentieren. Zudem, was ich gerne wiederhole, bloss, weil es mal in der Vergangenheit Dinge gegeben hat, die man für unmöglich hielt und die dann doch möglich wurden, heisst das noch lange nicht, dass alle Dinge, die man heute für unmöglich hält, eines Tages möglich sein werden. Natürlich gibt es auch eine Menge Dinge, die schon die Eisenbahningenieure im 19. Jahrhundert für unmöglich gehalten haben und die wir auch heute noch für unmöglich halten, oder Dinge, die sie für möglich hielten, von denen wir jedoch wissen, dass sie unmöglich sind. Und so weiter.

    Habt erbarmen, denn Ihr seid auch nur "Wisser" auf Zeit.
    Das braucht "uns" niemand zu sagen - ich denke, alle sind sich der Vorläufigkeit wissenschaftlicher Erkenntnis völlig bewusst. Trotzdem gibt es basierend auf der heutigen Datenlage keinen Grund, ernsthaft davon auszugehen, Geschwindigkeiten über Lichtgeschwindigkeit seien möglich. Und das darf man ruhig durchschimmern lassen.
    Geändert von Bynaus (27.11.2007 um 20:32 Uhr)
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  9. #9
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    Hi KevinS
    Zitat Zitat von KevinS. Beitrag anzeigen
    PS:sorry, wenn ich dumme fragen stelle bin erst in der 7. Klasse aufm Gymnasium...Aber diese Frage beschäftigt mich schon einige Zeit...
    Gut, dass Du die Frage von Mac beantwortet hast, denn jetzt kann jeder auch gezielter auf Deine Frage eingehen. Ich greife nochmal auf, was mac in post #4 geschrieben hat:
    Zitat Zitat von mac
    Vor rund 100 Jahren war man technisch so weit fortgeschritten, daß man die Lichtgeschwindigkeit ausreichend genau messen konnte und zur großen Überraschung und Ratlosigkeit feststellte, daß sich Licht immer genau mit Lichtgeschwindigkeit bewegt und zwar egal ob die Lichtquelle auf einen zu kommt oder sich von einem wegbewegt oder ob man sich selbst bewegt.

    Die Konsequenzen die sich daraus ergaben sind nicht sofort einleuchtend, im Gegenteil, sie sind eigentlich, auf unsere Alltagserfahrungen bezogen höchst eigenartig und kaum verständlich.
    Diese durch Messung gewonnene Erkenntnis der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit musst Du einmal schlucken. Ich weiss, das ist eine verdammt fette Kröte Denn wenn ich in einem fahrenden Zug mit Taschenlampe nach vorne laufe, dann bin ich schneller als der Zug und viel schneller als die Spaziergänger entlang des Bahndamms. Warum sehen also alle den Lichtschein meiner Taschenlampe gleich schnell auf sich zukommen?

    Aus der Physik weiss man, dass Geschwindigkeit Weg pro Zeit ist, also v=s/t. Das ist eine logische Definition und damit von der Physik unabhängig und immer wahr. Man fragt sich zu Recht: Warum klappt das dann mit dem Licht nicht?

    Wenn der Spaziergänger draussen und die Fahrgäste im Zug mein Taschenlampenlicht gleich schnell sehen, obwohl ich renne, aber Gleichzeitig v=s/t gilt (mit v=c (Lichtgeschwidigkeit) = konstant), dann muss etwas mit s oder t passieren, oder mit beiden Grössen zugleich. Und genau das beschreibt die (spezielle) Relativitätstheorie:

    Die Fahrgäste im Zug empfinden die Zeit anders als Du, der du rennenderweise durch den Zug flitzt. Auch schätzen sie die Entfernung zu Deiner Lampe anders ein als Du die Entfernung zu ihnen. Und zwar genau um soviel anders, dass deine Laufgeschwindigkeit von - sagen wir 20 km/h - exakt kompensiert wird.

    Den Spaziergängern draussen geht es auch so, nur dass sie vielleicht 120 km/h durch anderes Zeit- und Streckenempfinden kompensieren.

    Und darin steckt der Schlüssel zum Verständnis der Relativitätstheorie: Abstände und Zeiten sind nicht absolut, sondern hängen vom Beobachter ab. Und zwar nicht irgendwie psychologisch als Zeitempfinden oder optischen Täuschungen, sonder als physikalisch messbare Veränderungen.

    Eine Taschenlampe kann daher ihren eigenen Lichtschein nie abhängen oder überholen, da das Licht die Lampe immer mit genau c verlässt.

    Du wirst noch etwas warten müssen, bis das bei Dir in der Schule drankommt. Aber Du kannst Dir vielleicht bis dahin merken: Relativitätstheorie heisst es deswegen, weil es darauf ankommt wer die Uhr und den Meterstab in der Hand hält. Verschiedene Beobachter messen damit völlig verschiedene Werte, je nachdem wie sie sich relativ zueinander bewegen, vor allem wie schnell.

  10. #10
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    Nochwas zusätzliches:
    Wenn man ein Raumschiff mit ungeheuer viel Treibstoff konstruieren könnte, das auf fast Lichtgeschwindigkeit (relativ zur Erde ) beschleunigen kann, so kann man innerhalb eines Menschenleben durchaus jeden Winkel der Weltalls erreichen.

    Nur: Wenn man zurückkommt auf die Erde, dann ist keiner mehr da, denn dann sind millionen oder sogar milliarden von Jahren vergangen, obwohl für Dich die Reise - sagen wir mal - nur 20 Jahre gedauert hat.

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