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Thema: Dinosaurier: Ausgestorben durch Vulkanismus in Indien?

  1. #1

    Standard Dinosaurier: Ausgestorben durch Vulkanismus in Indien?

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    In nahezu jedem Schulbuch ist es nachzulesen: Schuld für das Aussterben der Dinosaurier war der Einschlag eines Asteroiden im Golf von Mexiko vor rund 65 Millionen Jahren. Doch längst nicht alle Wissenschaftler sind davon überzeugt: Für die Paläontologin Gerta Keller von der Princeton University etwa liegt die Ursache vielmehr in einer Phase gewaltiger Vulkanausbrüche im westlichen Indien. (1. November 2007)

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  2. #2
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    Für mich ist schon länger klar, dass Chicxulub nicht der alleinige Verursacher des K/T-Massenaussterbensereignis sein kann. Solche Riesenvulkanausbrüche wie die auf dem Dekkan korrellieren viel besser mit den Aussterbensereignissen als die Impaktkrater.

    Ein Kollege und ich hatten hier die Gründe dafür mal ausführlich dargelegt:
    http://www.planeten.ch/pages/terra/c...nde_der_Kreide

    Ich denke, der Impakt spielte vermutlich schon eine gewisse Rolle, vielleicht, in dem er den vom Ausbruch schon stark geschwächten Biosphäre den letzten Tritt gab.

    Schön, dass diese Sicht nun weiter bestätigt wird.
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  3. #3
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    Lächeln Impakt

    Wenn man sich andere Einschläge auf anderen Körpern ansieht,ist es doch sehr unwahrscheinlich das dies so grosse auswirkungen hat wie immer dargestellt!Generell jedoch sollten immer alle möglichen quellen identifiziert werden die die Menschheit oder das Leben auf diesen Planeten drastischen Reduzieren könnten.

  4. #4
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    Wenn man sich andere Einschläge auf anderen Körpern ansieht,ist es doch sehr unwahrscheinlich das dies so grosse auswirkungen hat wie immer dargestellt!
    Wie meinst du das?
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  5. #5
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    Moin Bynaus,
    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Für mich ist schon länger klar, dass Chicxulub nicht der alleinige Verursacher des K/T-Massenaussterbensereignis sein kann. Solche Riesenvulkanausbrüche wie die auf dem Dekkan korrellieren viel besser mit den Aussterbensereignissen als die Impaktkrater.

    Ein Kollege und ich hatten hier die Gründe dafür mal ausführlich dargelegt:
    http://www.planeten.ch/pages/terra/c...nde_der_Kreide

    Ich denke, der Impakt spielte vermutlich schon eine gewisse Rolle, vielleicht, in dem er den vom Ausbruch schon stark geschwächten Biosphäre den letzten Tritt gab.

    Schön, dass diese Sicht nun weiter bestätigt wird.
    eine spannende Geschichte, wohl wahr!
    ich verfolge das schon, seit ich mich bewusst mit Dinosauriern beschäftige (also irgendwann in den 70ern). Ich finde es absolut spannend, dass es bis heute noch keine eindeutige Erklärung für das Aussterben der Dinos gibt.

    Hier noch ein - nicht mehr ganz neuer - Link: http://www.scinexx.de/index.php?cmd=...f_id=43&rang=1,
    der deinen Standpunkt gut widergibt.
    cs, Frank
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  6. #6
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    Ich denke, der KT-Impakt war nur ein Aspekt unter vielen, der zum Massensterben vor 65 Mio Jahren führte, dieses vielleicht nur beschleunigt hat. Zu dieser Zeit vollzog sich ein gravierender Wandel auf der Erde, sowohl tektonisch als auch klimatisch, mit dem die, doch recht spezialisierten Dinos nicht so recht klar kamen. Ich habe gelesen, dass zur Zeit des Impaktes nur noch ein Bruchteil, der ursprünglich lebenden Arten vorhanden waren.
    Der Impakt war in diesem Zusammenhang nur ein Faktor unter vielen.
    Inwieweit derartige Impakte tatsächlich die beschriebenen Folgen auslösen oder im Gang befindliche Veränderungen verstärken, weiß ich nicht.

    Gruß Aurora

  7. #7
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    Interessant, man kommt wiedermal zu dem Schluß, das nicht nur ein Faktor an jene Katastrophe schuld ist.

    Wie sehr man das doch auch mit dem jetzigem Klimawandel vergleichen kann, Partei-A sagt CO2, Partei-B sagt Sonne, Randparteien sagen Microwellen von Satelliten und anderem Blödsinn.
    Und was nun wenn sowohl als auch, dann passt es doch schon ehr, aber gut das ist ein anderes Thema.

    Nun gut, ich wette sogar das nicht nur die Vulkanausbrüche zusammen mit dem Einschlag schuld ist, sondern das noch ein paar weitere Faktoren zum Massensterben beigetragen haben. (Ich schrieb die Satzeinleitung absichtlich in der Gegenwardsform).

    Leider wird immer nur ein Schuldiger gesucht. Der Titel sollte ehr "Mitschuld" beinhalten.

    Edit: habe irgendwie den Beitrag von Aurora nicht wahrgenommen, er beschrieb es ja schon sehr gut ^^
    Geändert von MichaMedia (04.11.2007 um 19:51 Uhr) Grund: Nahm letzten Beitrag nicht richtig war.

  8. #8
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    Tja warum jeweils nur ein Faktor für bestimmte Ereignisse verantwortlich gemacht wird weiß ich nicht. Massensterben, gab es in der Erdgeschichte schon öffter, das Aussterben der Dinosaurier vor ca. 65 Mio Jahren war nicht das erste, wahrscheinlich aber das spektakulärste.
    Nimmt man die Sache etwas näher unter die Lupe, hat auch die "Vulkanismus in Indien" einen Pferdefuß. Die Kreide/Endkreide war eine Phase in der Erdegeschichte als ein Superkontinent zerbrach, sich die heutigen Kontinente herausbildeten. Die Verschiebung der einzelnen Kontinentalplatten dürften dramatische klimatische Veränderungen und damit auch Veränderungen in der Vegetation nach sich gezogen haben. Neben schweren Erdbeben dürften auch schwere Vulkanausbrüche die Folge dieser geologischen Prozesse gewesen sein. Ich bezweifle in diesem Zusammenhang, dass es nur in Indien ( das vor 65 Mio Jahren noch gar nicht gab) zu schweren Vulkanausbrüchen und damit zu Anreicherung der Atmosphäre mit giftigen Gasen kam.
    Schon diese Szenarien dürften für Flora und Fauna verheerende Auswirkungen gehabt haben.
    In dieser Phase geologischer Umgestaltung ereignet sich der Impakt, der einer Theorie zufolge als Verantworlicher für das Massensterben heran gezogen wird.
    Ich denke daher, weder Impakt noch "Vulkanismus in Indien" waren die alleinigen Auslöser für das Massensterben vor 65 Mio Jahren.
    Betrachtet man die Karte der Kontinentalplatten, stellt man fest, dass die meisten Vulkane an den Rändern dieser Kontinentalplatten liegen.
    In Zeiten geotektonischer Aktivität dürfte auch der globale Vulkanismus stark zunehmen, so dass die o.g. Theorie auch wieder nur einen kleinen Teil des Gesamtszenarios beschreibt.

    Gruß Aurora
    Geändert von Aurora (05.11.2007 um 10:30 Uhr)

  9. #9
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    Ich bezweifle in diesem Zusammenhang, dass es nur in Indien ( das vor 65 Mio Jahren noch gar nicht gab) zu schweren Vulkanausbrüchen und damit zu Anreicherung der Atmosphäre mit giftigen Gasen kam.
    Die Vulkanausbrüche in Indien, diese Dekkan-Traps, sind keine "gewöhnlichen" Ausbrüche: sie entstehen, wenn ein Mantel-Plume (eine Säule aus heissem Material), der von der Kern-Mantel-Grenze aufsteigt, unter die Kruste prallt wie Rauch an eine Decke. Dann führt das dazu, dass die Kruste darüber grossräumig aufgeschmolzen wird und auf der Oberfläche entsteht darauf ein "Flutbasalt". Solche Ereignisse sind "selten" verglichen mit anderen Ausbrüchen. Am Anfang jeder Hotspot-Kette steht ein solcher Flutbasalt, so auch am Anfang der Hawaii-Kette (irgendwo in der Nähe Sibiriens), und die Hotspotkette, die von den Dekkan-Traps begonnen wurde, endet heute unter der Insel Réunion im indischen Ozean. Island ist ein weiteres Beispiel eines solchen Flutbasalts, der sich gleichzeitig fast genau auf der Grenze zweier divergierender Platten befindet.

    Man muss auch sehen, dass das Aufbrechen eines Kontinents und die dazu gehörenden Klimaschwankungen extrem langsame Prozesse sind - das Massenaussterben am Ende der Kreide war jedoch sehr schnell, dauerte kaum 100000 Jahre, vielleicht noch weniger. Das heisst, es muss schon ein "punktuelles" Ereignis (oder mehrere davon) gewesen sein. Schaut man sich die Erdgeschichte an, fallen Massenaussterben auffallend häufig mit Flutbasalten zusammen (auch das grösste Massenaussterben aller Zeiten, Perm/Trias, passt exakt zu den Flutbasalten in Sibirien), was schon darauf hinweist, dass da ein Zusammenhang besteht.

    Ich denke, die Kombination punktueller Ereignisse machts - oder dann der Flutbasalt alleine.

    In Zeiten geotektonischer Aktivität dürfte auch der globale Vulkanismus stark zunehmen, so dass die o.g. Theorie auch wieder nur einen kleinen Teil des Gesamtszenarios beschreibt.
    Auch wenn es tatsächlich gewisse Zyklen gibt, die Erde ist eigentlich ständig aktiv: jedes Stück Kruste, das irgendwo produziert wird, wird anderswo subduziert und speist Vulkane. Die Geschwindigkeit, in der dies passiert, hängt vor allem von der Inneren Wärme der Erde ab und die nimmt nur langsam ab. Für das Klima ist jedoch vor allem der Kohlenstoffkreislauf wichtig, und der wird tatsächlich von geotektonischen Prozessen stark beeinflusst, wie etwa der Anteil der Fläche hoher Berge, der Anteil der Fläche von Randmeeren etc.
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  10. #10
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    Hallo Bynaus,

    ich bezweifle doch den Zusammenhang mit dem "IndienVulkanismus" nicht, was ich bezweifle, ist dass es sich um einen Einzelfall gehandelt hat.
    In einer Sendung bei National Geographic (Titel "naced science") ging es um die Entstehung der Kontinente und um geotektonische Aktivitäten. Dort wurde die Theorie vertreten, dass es in der Erdgeschichte immer wieder zur extremen Zunahme von Vulkanismus (global) kam. Eine solche Periode fiel/soll gefallen sein mit dem Massensterben in der Endkreide zusammen.
    Ok, von Auswirkungen auf Flora und Fauna, war in dieser Sendung nicht die Rede. Da ging es ausschließlich um geologische Prozesse.
    Ich kann mir allerdings vorstellen, dass solche Prozesse katastrphale Auswirkungen auf das Leben auf der Erde hatten und diese Auswirkungen auch schnell "sichtbar" wurden.
    Wenn aber der K/T-Impakt, kein Faktor war, der das Massensterben begünstigte oder beschleunigte, obwohl er zeitlich in das Massensterben-Szenario passt, müssten dann nicht alle Szenarien, die als Folge eines Impaktes von der Größe des K/T-Impaktes simuliert werden, überdacht werden.

    Gruß Aurora

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