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Thema: Schwarze Löcher und Galaxienkollision

  1. #11
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    @Sky Darmos
    Zitat Zitat von DanGer
    das was ich davor schrieb war nicht auf die diskussion innerhalb sondern auf die anfrage von hyppo bezogen.
    Jup, sorry für diese Abweichung vom Thema, war aber trotzdem sehr informativ. Also laß Dich davon inspirieren oder ignorier es bitte.
    ...und am Grunde stiller Wasser ruht oft ein dicker Fisch.
    Lächelnd, wohlwissend das er zu tief schwimmt und zu weise ist
    um je ein Opfer der Fischer zu werden.

  2. #12
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    Standard

    Zitat Zitat von Hippolyte
    @Sky Darmos
    Jup, sorry für diese Abweichung vom Thema, war aber trotzdem sehr informativ. Also laß Dich davon inspirieren oder ignorier es bitte.
    Ist ok ;-) Es ist aber auch klar dass sich um zwei Kollidierende Schwarze Löcher eine Galaxie bilden kann, wenn genug Materie da ist...

  3. #13
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    Daumen runter

    Wollte niemanden beleidigen, bin eben italienerin, ich denke ich bin jezt schlauer; DANKE für eure Meinungen.
    Kann mir Sky mal sein gekrümmtes Universum erklären-hab schon öfters davon gelesen, aber so ganz verstanden hab ich die Theorie nicht- bitte ohne Formel sondern in worten?

  4. #14
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    Standard Ist das Universum offen oder geschlossen?

    Zitat Zitat von sabinem
    Wollte niemanden beleidigen, bin eben italienerin, ich denke ich bin jezt schlauer; DANKE für eure Meinungen.
    Kann mir Sky mal sein gekrümmtes Universum erklären-hab schon öfters davon gelesen, aber so ganz verstanden hab ich die Theorie nicht- bitte ohne Formel sondern in worten?
    Keine Ursache...Es handelt sich dabei nicht um eine spekulative Theorie. Die sehr gut bestetigte allgegemeine Relativitätstheorie besagt, dass Masse und Energie den Raum krümmt. Somit gibt es abhängig von der Materiedichte, zwei Möglichkeiten: Entweder ist das Universum in sich selbst gekrümmt, in dem Fall würde es nach einiger Zeit wieder kollabieren, oder es ist offen und hat eine hyperbolische Gesamtkrümmung. Um sich das ganze bildlich zu veranschaulichen reduziert man gedanklich einfach unseren dreidimensionalen Raum auf eine zweidimensionale Fläche. Ist das Universum in sich gekrümmt, so kann man es als eine Kugelfläche darstellen. Das innere der Kugel existiert dabei nicht. Nur die Oberfläche dieser Kugel ist das Universum. Man kann also sagen dass das Universum die Oberfläche einer vierdimensionalen Kugel ist - also eine dreidimensionale Kugelfläche. Die Geometrie in einem geschlossenen Universum lässt sich dadurch charakterisieren dass ein Dreieck das sich über einen sehr großen Teil des Universums erstreckt, eine Winkelsumme von mehr als 180° hätte.
    Die Geometrie in einem offenen Universum hingegen ist durch eine Lobatschewskische Geometrie charakterisiert. Ein Dreieck mit kosmischen Ausmaßen, hätte in einem solchen Universum eine Winkelsumme von weniger als 180°. Hier ist keine gute Analogie möglich, da es keine zweidimensionalen Flächen gibt, die überall eine hyperbolische Geometrie haben. Ein solche Raumgeometrie wird aber oft durch eine Sattelfläche veranschaulicht, da es auf dieser lokal in der Mitte, eine hyperbolische Geometrie gibt.

    Die einfache Regel dass ein Geschlossenes Unversum wieder kollabiert und ein offenes Nicht, gilt möglicherweise nicht mehr wenn man Dunkle Energie mit einbezieht. Der Begriff "Dunkle Energie" steht einfach für dieses etwas das die Beschleunigung der Expansion verantwortlich ist. Das könnte die Vakuumenergie sein (was ich nicht denke).

    Man kennt die Materiedichte nicht genau genug um zu entscheiden ob das Universum offen oder geschlossen ist, doch gibt es keine Modelle um die Entstehung von allem zu erklären, bei denen das Universum offen ist.
    Die Lösung aus Einsteins Feldgleichungen die Li-Xin-Li und Richard Gott gefunden haben, setzt bespielsweise ein geschlossenes Universum vorraus. Und auch die Theorie dass aus jedem Schwarzen Loch ein neues Unversum entsteht, bezieht sich nur auf geschlossene Universen. Am Anfang der Universenkette gäbe es dann die Zeitschleife. Somit gäbe es keine ersten Zeitpunkt.

    Frag mich ruhig wenn du etwas nicht verstehst. Ich erkläre dir gerne alles ;-)

    Viele Grüße,
    Sky.

  5. #15
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    Frage

    Würde das mit der Zeitschleife dann nicht bedeuten das der Kosmos sich zyklisch aus sich selbst heraus neu gebiert?

  6. #16
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    Standard

    Zitat Zitat von sabinem
    Würde das mit der Zeitschleife dann nicht bedeuten das der Kosmos sich zyklisch aus sich selbst heraus neu gebiert?
    Nein, das was du denkst wäre ein oszillierendes Universum.
    Ich erkläre dir das mal an einer zweidimensionalen Analogie:
    Wir stellen das Universum zu einem Zeitpunkt mal als einen Kreis dar. Mit zunehmender Zeit nimmt der Umfang des Kreises zu. Irgendwann hört die Expansion auf und es kommt zum Kollaps. Stellt man das ganze in einem Raumzeit-Diagramm dar, hat man sowas wie einen Baseball. Betrachten wir jetzt mal den Urknall (die Spitze des Baseball). Wenn man diese Spitze vergrößert sieht man eine kleine Schleife, von etwa 10^36 Sekunden länge.
    Wir haben also beim Urknall ein Trichterförmiges Stück Raumzeit mit einem kleinen Torus. Es gibt hier keinen ersten Zeitpunkt. Wenn du den Trichter hinabwanderst, kommst du in die Schleife und bewegst dich wieder in richtung zukunft.

  7. #17
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    Idee

    Komplizierter gings wohl nicht...eine etwas umständliche Theorie und eigentlich dem entgegengesetzt was wir täglich erleben, denn alles in unserer Umgebung hat eienn Anfang und ein Ende, wird schwer sein das jemanden begreiflich zu mahen, der nicht studiert hat.
    Ist dir eigentlich aufgefallen, dass diese ganzen Theorien zum Urknall irgendeine Religio wiederspiegeln, in dem Fall wärs wohl ein atheisstisches Weltbild, denn es gab keinen Anfang im konkreten Sinn, das gefällt mir.

  8. #18
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    Zitat Zitat von sabinem
    Komplizierter gings wohl nicht...eine etwas umständliche Theorie und eigentlich dem entgegengesetzt was wir täglich erleben, denn alles in unserer Umgebung hat eienn Anfang und ein Ende, wird schwer sein das jemanden begreiflich zu mahen, der nicht studiert hat.
    Ist dir eigentlich aufgefallen, dass diese ganzen Theorien zum Urknall irgendeine Religio wiederspiegeln, in dem Fall wärs wohl ein atheisstisches Weltbild, denn es gab keinen Anfang im konkreten Sinn, das gefällt mir.
    Religion ist sowieso logisch inkonsistent. Ein Gott erschafft das Universum aus dem Nichts. Alles Klar. Das bringt ja voll den Erkenntnisgewinn. Wie soll denn Gott im Nichts allwissend sein wenn es denn nichts zu wissen gab? Wie sollte er etwas denken können wenn es nichts zu denken gab? Was hat er gemacht, bevor er die Welt schuf? Wenn es ihn schon immer gab, hätte er doch unendlich lange warten müssen, bis er die Welt schuf, somit hätte er sie ja gar nicht schaffen können! Stellt sich nicht jedes Kind die Frage "wer hat Gott geschaffen?". Also meine Mutter hat war ja auch gottgläubig und hat mir den ganzen religiösen Kram erzählt. Da ich ja noch so klein war, hab ich ihr das zwar geglaubt, aber seltsam fand ich das trotzdem. Hab mir dann immer versucht das vorzustellen. Nun, jetzt weiss ich ja dass es nur Unsinn war.

    Zurück zur Physik: Also ich stell mir das so vor dass es beim ersten Universum eine Zeitschleife gibt (warum wäre eine längere geschichte, aber wenn du willst kann ich dir das auch noch erklären). Aus den Schwarzen Löchern in diesem Universum entstehen dann einige andere Universen. U.s.w. Jedes Universum Endet dann wieder beim Endkollaps mit einer Zeitschleife.
    Somit wäre die Raumzeit endlich, aber dennoch Randlos!

    Diese Theorie setzt übrigens nichts vorraus außer die Gültigkeit der allgemeinen Relativitätstheorie. Lediglich an der Lösung mit den 10^36 Sekunden muss ich persönlich Kritik üben, da das davon abhängt, was das Quantenvakuum wirklich ist und ich denke dass die heutige Physik ein falsches Bild davon hat. Schließlich hängt auch eines der größten Probleme der Physik damit zusammen....


    Schöne Grüße,
    Sky.
    Geändert von Sky Darmos (11.05.2005 um 11:53 Uhr)

  9. #19
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    Eben wegen dem religiösen unsinn hab ich nie an die Urknall thorie glauben wollen/können, sagt ja im grunde das gleche aus. Erst war lange Zeit Nichts, dann boom warauf einmall alles da...
    Deine Theorie klingt da schon etwas logischer, aber ich tendiere mehr zu einem Universum, das immerschon da war und es auch ewig bleibt, warum mit der Relativitätsteorie ist das zwar nicht ganz kompartibel aber was st schon perfekt?

  10. #20
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    Standard Urknalltheorie

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    Zitat Zitat von sabinem
    Eben wegen dem religiösen unsinn hab ich nie an die Urknall thorie glauben wollen/können, sagt ja im grunde das gleche aus. Erst war lange Zeit Nichts, dann boom warauf einmall alles da...
    Nein, das sagt die Urknalltheorie nicht aus. Die Urknalltheorie sagt nur etwas über das aus was schon 10^-33 Sekunden nach dem Urknall passiert ist. Sie macht keine Aussagen über den Knall selbst. Wenn man aber einfach ohne Berücksichtigung von Quanteneffekten die allgemeine Relativitätstheorie verwendet, gibt es gar keine Zeit vor dem Urknall, weil dann die Dichte beim Urknall unendlich ist und die Zeit stehenbleibt, b.z.w.anfängt. Der Zeitpunkt vor dem Urknall auf den du dich beziehst würde gar nicht existieren. Ich weiß das ist verwirrend. Es wiederspricht einfach unserer allgtäglichen Vorstellung von Zeit, dass sie eine Dimension ist. Dein gestriges Ich ist genauso real wie dein heutiges. Es gibt Leute die sagen, die Zeit sei eine psychologische Illusion und existiere gar nicht. Andere sehen es als ein Problem der heutigen Physik an, dass sie nicht unserer Empfindung dass die Zeit verstreicht rechnung tragen kann.

    Zitat Zitat von sabinem
    Deine Theorie klingt da schon etwas logischer, aber ich tendiere mehr zu einem Universum, das immerschon da war und es auch ewig bleibt, warum mit der Relativitätsteorie ist das zwar nicht ganz kompartibel aber was st schon perfekt?
    Da, bist du dann aber sehr unwissenschaftlich. Man sollte schon dem Prinzip "Akzeptiere einen Beweis so lange bis du oder jemand anderes einen Gegenbeweis gefunden hat." folgen. Sonst werden Diskussionen ja völlig sinnlos da dann alle Beweise einfach übergangen werden. Roger Penrose und Stephan Hawking haben nun mal bewiesen dass es keinen Rückprall kurz vor dem Urknall (zeitlich rückwärts gedacht) gegeben haben kann, sondern dass es wirklich eine Zeit in der Vergangenheit gab, bei dem die Dichte so groß wird dass man zur Beschreibung dieses Zeitpunkts eine Quantentheorie der Gravitation braucht, d.h. dass es einen Urknall gab. Außerdem wurden bisher alle Vorhersagen der Urknalltheorie bestätigt. Das relative Vorkommen der ganzen Elemente im Universum. Z.B. Kann die Urknalltheorie vorhersagen dass es etwa 75% Wasserstoff und 25% Helium gibt. Von diesen beiden Elementen ist schon viel bei der Urknall-Nukleosyntese entstanden.

    Das statische Modell dass du favorisierst, ist bewiesenermaßen Logisch inkonsistent. Es würde eine genau abgestimmte Kosmologische Konstante vorraussetzen. Bei der kleinsten Störung würde es aber schon entweder Kollabieren oder sofort expandieren. Das gleicht dem Versuch einen Bleistift auf seiner Spitze zu balancieren.
    Zudem ist es ja seit spätestens 1930 bekannt (durch Hubble), dass das Universum expandiert.
    Es gibt viele kosmologische Modelle, aber in jedem kommt ein Urknall drin vor, da die Urknalltheorie eine genau überprüfte Theorie ist.
    Es ist aber auch klar, dass der Urknall nicht der Anfang der Zeit gewesen sein kann, wenn man die Quantentheorie mit einbezieht. Denn eine unendliche Dichte, ist nach ihr nicht möglich. Würde das universum sehr klein, etwa noch kleiner als die Planck-Länge (10^-35 m), so wird dessen größe unbestimmt, d.h. es hat mehrere Größen gleichzeitig. Jeder ist eine Bestimmte Wahrscheinlichkeit zuzuordnen. Ein Unendlich kleines Universum unendlicher Dichte wäre unendlich unwahrscheinlich. Nach einem Ansatz zur Quantengravitation, der Superstring- oder M-Theorie kann das Universum auch nie kleiner als die Planck-Länge werden da die Teilchen nach ihr schwingende Strings sind die diese größe haben (dies Schwingungen haben energie und entsprechen der Masse der Teilchen, die Strings selbst sind masselos!).
    Es ist also sicherlich so dass der Urknall nicht der Beginn der Zeit ist. Dies wird meist nicht erwähnt da man ungern über Dinge redet die Sache der Quantengravitation sind, die es ja noch nicht gibt.

    Zur M-Theorie: Ich denke man sollte sie nicht als die Theorie für alles ansehen. Allenfalls ist sie ein kleiner Teil von ihr.

    Schöne Grüße,
    Sky.

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