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Thema: Marsbesiedlung

  1. #91
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    Hallo Mars, schön, daß wir wieder beim Thema sind
    und Hardys Beitrag zur Kernenergie ist dazu auch hilfreich,
    denn wie wollen wir auf dem Mars ausreichend Energie erzeugen, wenn eine Station beheizt werden soll, wenn Wasser aufbereitet werden muß usw.....wenn später dort Raketentreibstoff hergestellt wird .....ohne Kernenergie geht das einfach nicht...

    ps
    ich hoffe, daß Galileo nicht wieder mit seinen unqualifizierten Bemerkungen dazwischen kommt

    Zitat Zitat von galileo2609 Beitrag anzeigen
    Hallo ispom,

    dass du mit deinen oft kruden Ansichten ......

    Du solltest endlich einmal lernen......
    Geändert von ispom (12.09.2009 um 12:14 Uhr)
    Gruß von Ispom

  2. #92
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    Zitat Zitat von hardy
    Ich bin mit Martin einer Meinung, dass es keine grösseren Mengen von U-233 gibt. Aus welchen Quellen auch?
    Aus bestehenden Atomreaktoren und Bombenprogrammen (lies oben, auch von mir gesetzte Links). Uran-233 ist übrigens in einem Thorium-Reaktor nur "Katalyt" - es wird nicht verbraucht, wird aber benötigt, um ihn zu starten.
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  3. #93
    pompat³ Gast

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    Wo kommt die Luft auf dem Mars her?

  4. #94
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    So wie bei Venus und Erde auch, ist die Marsatmosphäre bei der Formung des Planeten mit entstanden, ein Teil ging auf Grund der Starken Wärmeentwicklung (Auch Mars war wohl mal eine vollständig geschmolzene Gluthölle) verloren und wurde dann durch Ausgasung aus dem Planeteninneren ersetzt. So stand es zumindest in meinen Schulbüchern .

    mfg

  5. #95
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    Ich denke, die Frage war eher, woher man auf dem Mars die atembare Luft bekommt. Die Atmosphäre ist vorwiegend CO2, ein bisschen N2 und O2. Wenn man den Stickstoff selber mitbringt, kann man das benötigte O2 problemlos aus dem CO2 der Marsatmosphäre herstellt - oder direkt aus dem geschlossenen Kreislauf. Stickstoff ist aber durchaus ein grosses Problem beim Mars, und eines der Haupthindernisse, warum Terraforming schwierig werden dürfte (zumindest, wenn man eine erdähnliche, atembare Atmosphäre will).
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  6. #96
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    Stickstoff gibt es auf dem Mars viel, aber der Löwenanteil ist als Nitrate gebunden im Gestein.

    Auf der Erde gibt es Bakterien, die Ammoniak daraus machen (und oder oder umgekehrt)...
    Pflanzen auf der Erde können den Luft-stickstoff nicht nützen, darum nehmen sie Nitrate vom Boden auf (es muss mit Ammoniumnitrat gedüngt werden, bzw. Bakterien müsen Luftstickstoff fixieren, dass ihn die Pflanzen nutzen können). Dieser wird in ihre Biomasse eingebaut und beim Verrotten wird Stickstoff wieder frei.

    Summa Summarum: Bakterien könnten auf dem Mars Stickstoff freisetzen, wenn er eine dichtere Atmosphäre (flüssiges Wasser) hätte

  7. #97
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    Stickstoff gibt es auf dem Mars viel, aber der Löwenanteil ist als Nitrate gebunden im Gestein.
    Quelle? (bzw., klar gibt es etwas Stickstoff im Boden, aber es ist bei weitem nicht genug, um eine erdähnliche Atmosphäre zu bilden)

    Das Nitrat auf der Erde wird nämlich, wie du geschrieben hast, von Bakterien fixiert, die es auf dem Mars nicht gibt - Nitrate im Boden wären zumindest ein guter Hinweis auf Leben auf dem Mars.
    Die Venus etwa hat etwa 3 bar Stickstoff in ihrer Atmosphäre - genau der Stickstoff, der bei uns gebunden vorliegt. Der Mars hingegen ist zu leicht, um Stickstoff in der Atmosphäre dauerhaft zu binden - entsprechend liegt die Vermutung nahe, er hätte ihn ins Weltall verloren.
    Geändert von Bynaus (30.09.2011 um 09:32 Uhr)
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  8. #98
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    Standard Rote Rosen auf dem Roten Planeten

    Folgender Artikel aus einem österreichischen Wissenschaftsforum ist zwar schon etwas älter aber immer noch interessant:

    Um die Lebensbedingungen auf dem Mars zu erforschen, denken US-Wissenschaftler nun an Ungewöhnliches: Sie wollen die Reaktionen gentechnisch veränderter Pflanzen auf die Umwelt des roten Planeten beobachten.
    Pflanzen als Vorhut der Menschen
    Genaue Informationen über die Bodenbeschaffenheit des Roten Planeten sind enorm wichtig für das Vorhaben, in Zukunft menschliche Kolonien anzusiedeln.

    Rob Ferl und Kollegen von der Universität Florida haben deshalb Exemplare der Ackerschmalwand gentechnisch derart verändert, dass sie - je nach Umwelteinfluss - grün, rot oder gelb fluoreszieren. Manche färben sich grün, wenn sich zu viele Schwermetalle im Boden befinden sollten. Andere reagieren auf Hitze, Kälte oder Sauerstoffgehalt des Bodens. Ein automatisches Sensorensystem könnte die fluoreszierenden Signale messen und die Daten zur Erde schicken.

    Ferl, dessen Arbeitsgruppe von der NASA bezahlt wird, möchte die Pflanzen in einem Mini-Treibhaus aufziehen, das an Bord eines Landegerätes auf den Mars fliegt.

    Das Landegerät würde Marsboden aufschaufeln und den erhöhten atmosphärischen Druck innerhalb des Mini-Treibhauses aufrechterhalten. Nur so hätten die Pflanzen eine Überlebenschance, denn der Druck auf der Oberfläche des Mars beträgt weniger als ein Prozent von jenem auf der Erde.

    Chris Mc Kay, Wissenschaftler des Ames Research Center der NASA, geht noch einen Schritt weiter und kann sich auch das Aussetzen anderer Pflanzen vorstellen - rote Rosen inklusive. "Es ist ganz wichtig, dass wir verschiedene Pflanzenkeimlinge aussetzen, und dass sie auf das Sonnenlicht, die Böden und die Nährstoffe auf dem Mars treffen." Dies wäre ein mächtiges Symbol für die Expansion des Menschen jenseits der Erde.

    In weiterer Folge hofft die NASA, voll programmierbare Pflanzen zu verwenden, die via Fernbedienung kontrolliert werden können. Signale von der Erde oder von einer zukünftigen Marsstation könnten den Pflanzen Anweisungen geben: beispielsweise um die Synthese einer bestimmten nährhaltigen Substanz zu beginnen.

    "Ich bin ganz sicher, dass wir es schaffen, Pflanzen auf dem Mars überleben zu lassen", meint Ferl. "Das wird beweisen, dass Lebensformen, die sich auf der Erde entwickelt haben, auch auf fremden Planeten überleben können - ein wichtiger Beweis für die geplanten menschlichen Besiedlungen."

    Ferl veränderte das Genom der Ackerschmalwand, indem er Gene hinzufügte, die für die Herstellung fluoreszierender Proteine verantwortlich sind. Eine der Pflanzen produziert ein grün fluoreszierendes Protein, sobald Temperaturen über 30 Grad bzw. unter 10 Grad Celsius erreicht werden.

    Andere Pflanzen reagieren mit einer anderen Verfärbung, wenn der Gehalt an Sauerstoff in der Umgebung abnimmt und eine Hypoxie (Sauerstoffunterversorgung) droht. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind die Überprüfung von Salzen, Peroxiden und Schwermetallen im Boden.

  9. #99
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    Solche Überlegungen finde ich interessant und gut - aber undurchführbar solange man nicht hinreichend ausschließen kann daß im Marsboden irgendwelche Urmikroben existieren. Und das kann noch dauern.

  10. #100
    Monod ist offline Registriertes Mitglied
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    @ Major Tom:

    In weiterer Folge hofft die NASA, voll programmierbare Pflanzen zu verwenden, die via Fernbedienung kontrolliert werden können. Signale von der Erde oder von einer zukünftigen Marsstation könnten den Pflanzen Anweisungen geben: beispielsweise um die Synthese einer bestimmten nährhaltigen Substanz zu beginnen.
    Was ist denn das für ein Quatsch? Sorry, aber bei Stoffwechselveränderung auf Knopfdruck kann ich nicht mehr an mich halten ...

    Monod
    Das Universum trug weder das Leben, noch trug die Biosphäre den Menschen in sich. Wenn er diese Botschaft in ihrer vollen Bedeutung aufnimmt, dann muss der Mensch endlich aus seinem tausendjährigen Traum erwachen und seine totale Verlassenheit, seine radikale Fremdheit erkennen. Nicht nur sein Los, auch seine Pflicht steht nirgendwo geschrieben. Es ist an ihm, zwischen dem Reich und der Finsternis zu wählen.

    Jacques Monod - Zufall und Notwendigkeit

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