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Thema: Ausdehnung des Weltalls

  1. #1
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    Standard Ausdehnung des Weltalls

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    Es geht mir schon lange Jahre eine Fragestellung durch den Kopf:
    Das Weltall ist ein gekrümmter Raum: Das heisst, wenn ich in der Lage wäre exakt gerade aus zu fliegen, würde ich nach einer sehr langen Zeit wieder an der gleichen Stelle ankommen. Genau wie wir Menschen, wenn wir auf der Erde immer genau geradeaus fahren, nach ca. 40000 km wieder im gleichen Ort ankommen.
    Natürlich weiss ich, dass sich der Raum ausdehnt und ich niemals so schnell fliegen könnte: um wieder an den gleichen Ort zu kommen. Es ist ein theoretischer Ansatz.
    Ist diese Betrachtung richtig? Den zweiten Teil der Fragestellung möchte ich erst stellen wenn diese Überlegung richtig ist.


  2. #2
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    Es ist zurzeit unklar, ob das Universum sich wirklich in sich selbst zurück krümmt. Wenn ja, dann sind es mindestens etwa 150 Milliarden Lichtjahre, die du reisen müsstest, um wieder an den Ausgangspunkt zurück zu kehren. Es könnten aber auch beliebig viel mehr sein, inklusive der Unendlichkeit, das heisst, der Raum ist nicht in sich selbst zurück gekrümmt, sondern "flach".
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  3. #3
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    Standard menschliche Vorstellung

    Danke,
    das war mir bis jetzt so nicht bekannt. Einen gekrümmten Raum kann man sich eben nicht vorstellen.
    Wie kommst du darauf das das 150 Milliarden Lichtjahre wären? Meines Wissens gibt es das Weltall erst seid ca 12- 15 Millarden Jahre. Die größte Entfernung wäre dann eben auch in diesem Bereich. Wo hat meine Logik das Loch?
    Und ich habe einfach die Beschreibung Hoimar von Ditfurt kritiklos übernommen. War auch einfach zu verstehen. Leider muss es, nur weil es einfach ist, nicht automatisch richtig sein.
    Gut, jetzt mal zu meiner Theorie: Um beweisen zu können ob das Weltall in sich geschlossen ist oder ob es nicht so ist. Wie weit sind die am weitesten entfernten Objekte denn von uns weg?
    Ich habe etwas von 13 Milliarden Jahren gelesen.
    Wenn ich mir das Weltall von Nordpol aus betrachte gerade zum Zenit, und dann auf der anderen Seite vom Südpol genau das gleiche mache, müsste ich die gleichen Strukturen nur jeweils von der anderen Seite betrachten können.
    Hat das schon jemand versucht? Eine Korrelation herzustellen?
    Natürlich nur wenn das Weltall in sich geschlossen ist und nicht wie Du annimmst 150 Milliarden Lichtjahre dazwischen liegen.
    Ich weiss das es Studien gibt über die Verteilung der Materie im Raum.

    Bin sehr gespannt wo mein Denkfehler liegt. (Ich halte mich nicht für Einstein)

  4. #4
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    Hallo Kringel,

    schau mal in diesen Thread http://www.astronews.com/forum/showt...6920#post26920
    vielleicht hilft Dir das etwas weiter?

    Herzliche Grüße

    MAC

  5. #5
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    Ich schliesse mich mac's Rat an. Und um deine Frage zu beantworten, soviel ich weiss, ja, man hat solche Korrelationen gesucht (z.B. im Zusammenhang mit der Frage, ob das Universum wie ein unendlicher "Fussball" aufgebaut sein könnte), aber keine gefunden.
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  6. #6
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    Hi Mac, vielen Dank das du dich in meine Gedankenwelt eingedacht hast. Ich habe deinen mitgeschickten Artikel durchgelesen. Ich denke aber das war mir schon bekannt. Es ist mir klar das sich der Raum ausdehnt. Die Hubblesche Raumkonstante verstehe ich schon, leider ist deren genauer Wert unbekannt.
    Die Antwort von Bynaus trifft meine Überlegung genau: Wurde nach solchen Zusammenhängen gesucht? Wo kann man etwas darüber erfahren? Ich finde das hochinteressant.
    Auf jeden Fall vielen Dank für Eure Mithilfe

  7. #7
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Ich schliesse mich mac's Rat an. Und um deine Frage zu beantworten, soviel ich weiss, ja, man hat solche Korrelationen gesucht (z.B. im Zusammenhang mit der Frage, ob das Universum wie ein unendlicher "Fussball" aufgebaut sein könnte), aber keine gefunden.
    Hallo Bynaus, du hast mich auf jeden Fall schon mal richtig verstanden. Leider war deine Antwort unvollständig. Es waren eine Frage offen:
    Wie kommst du darauf das das 150 Milliarden Lichtjahre wären? Meines Wissens gibt es das Weltall erst seid ca 12- 15 Millarden Jahre. Die größte Entfernung wäre dann eben auch in diesem Bereich. Wo hat meine Logik das Loch?
    Gut wenn man im Kreis fliegt könnte man Durchmesser X Pi reinrechnen, aber 150 Milliarden dann wäre der Raum schon superflach.Und nur wenn man genau die Richtung der größten Ausdehnung nehmen würde dauert es so lange. Oder sehe ich das verkehrtß
    Danke
    Kringel

  8. #8
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    Hallo Kringel,

    hier
    http://www.mpe.mpg.de/~amueller/lexdt_d02.html#dode
    findest Du noch einige Informationen und Links zu Deiner Frage.

    Herzliche Grüße

    MAC

  9. #9
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    Das Problem der Geometrie des Universums

    Anschaulicher mit diesem Link

    http://home.vrweb.de/~gandalf/Uni/uni.htm

    MfG Daniel
    In jedem Wassertropfen befindet sich ein ganzes Universum, man muss nur genau hinsehen um es zu erkennen.

  10. #10
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    Wie kommst du darauf das das 150 Milliarden Lichtjahre wären? Meines Wissens gibt es das Weltall erst seid ca 12- 15 Millarden Jahre. Die größte Entfernung wäre dann eben auch in diesem Bereich. Wo hat meine Logik das Loch?
    Das Weltall gibt es seit 13.7 +-0.1 Milliarden Jahre (WMAP-Sonde, 2005). Das sichtbare Universum ist aber denoch gr&#246;sser, denn durch die Ausdehnung des Universums w&#228;hrend der letzten 13.7 Milliarden Jahre wurde das Licht "gestreckt", so dass wir Objekte sehen k&#246;nnen, die heute rund 47 Milliarden Lichtjahre entfernt sind (als das Licht ausgesandt wurde, waren sie uns noch n&#228;her). Daraus ergibt sich der Durchmesser des sichtbaren Universums. Die 150 Milliarden Lichtjahre als Minimaldurchmesser des gesamten Universums (nicht nur des sichtbaren) kommen aus einer Arbeit, bei der versucht wurde, die Raumkr&#252;mmung des Universums zu erkennen. Genauso wie ein "Flachl&#228;nder" (2D-Wesen) versuchen k&#246;nnte, den Kr&#252;mmungsradius seines Universums (einer Fl&#228;che) zu bestimmen, indem er die Winkelsumme von Dreiecken vermisst (<180 = Kugeloberfl&#228;che, =180 = Fl&#228;che, >180 = Sattel), kann man versuchen, die Kr&#252;mmung des Universums zu bestimmen (wie dies im Detail gemacht wurde, da habe ich leider keine Information dar&#252;ber). Dabei kam ein Wert heraus, der besagt, dass das Universum flach ist, also keine feststellbare Kr&#252;mmung aufweist. Da jeder wissenschaftliche Wert fehlerbehaftet wird, gibt es eine maximale positive wie negative Kr&#252;mmung rund um den Wert null, die mit den Beobachtungen immer noch vertr&#228;glich ist. Diese maximale Kr&#252;mmung entspricht einem Minimaldurchmesser von 150 Milliarden Lichtjahren. Diese Strecke m&#252;sste man also mindestens zur&#252;cklegen, um an den Ursprungspunkt der Reise zur&#252;ckzukehren, wobei es aber, je nach tats&#228;chlicher Geometrie des Universums, unterschiedlich lange oder aber in alle Richtungen gleich lang dauern k&#246;nnte, bis man wieder zur&#252;ckkehrt. Ist die Geometrie des Universums eher "fussballartig", dann gibt es k&#252;rzere R&#252;ckkehrwege, als wenn es eher "ballonoberfl&#228;chenartig" (Hyperkugel) ist.

    Eine sehr interessante Seite zum Thema, die ich bei solchen Fragen gern verlinke, ist das (englischsprachige) Cosmology Tutorial von Ned Wright, einem amerikanischen Kosmologen. Wenn du des Englischen m&#228;chtig bist, es loht sich sehr, dies mal durchzulesen.

    http://www.astro.ucla.edu/~wright/cosmolog.htm
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