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Thema: Spitzer: Gewaltiger Galaxien-Crash

  1. #1

    Standard Spitzer: Gewaltiger Galaxien-Crash

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    Das Infrarot-Weltraumteleskop Spitzer hat in fünf Milliarden Lichtjahren Entfernung die Kollision von gleich vier Galaxien aufgespürt. Es ist eine der größten kosmischen Karambolagen, die je beobachtet wurde. Aus den vier Galaxien könnte einmal eine der größten Galaxien im Universum werden. Für die Astronomen sind die Beobachtungen eine seltene Gelegenheit, die Entstehung der massereichsten Galaxien zu verfolgen. (7. August 2007)

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  2. #2
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    Standard

    Anzumerken:

    5 Milliarden Lichtjahre entfernt, das heisst, die 4 Galaxien sind in Echtzeit bereits kollidiert: BUMM !

    Jetzt hätte ich noch ein paar Fragen offen:

    1. Wenn da ein paar Planeten mit (intelligentem) Leben drauf dabei sein sollten, was eigentlich statistisch durchaus sehr wahrscheinlich ist, wie wirkt sich das auf dieses Leben aus? Gar nicht, oder erst in X-Millionen Jahren?

    2. Angeblich ist ja die unbekannte, schwarze Materie mit über 70% im All verteilt:
    Wie wirkt sich diese Materie/Kraft auf die 4 Galaxien aus ?

    3. Wie können wir das jemals herausfinden?

    Oho, ganz einfache Fragen: Wer sagt was?

    Sehr neugierig

    albert

  3. #3
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    Standard

    Hallo albert

    5 Milliarden Lichtjahre entfernt, das heisst, die 4 Galaxien sind in Echtzeit bereits kollidiert: BUMM !
    oder wie vier Vogelschwärme durch einander hindurch geflogen und das vielleicht schon mehrmals.

    1. Wenn da ein paar Planeten mit (intelligentem) Leben drauf dabei sein sollten, was eigentlich statistisch durchaus sehr wahrscheinlich ist, wie wirkt sich das auf dieses Leben aus? Gar nicht, oder erst in X-Millionen Jahren?
    Mit grosser Wahrscheinlichkeit gar nicht. Guck hier:
    http://www.astronews.com/forum/showt...?t=1140&page=3

    2. Angeblich ist ja die unbekannte, schwarze Materie mit über 70% im All verteilt:
    Wie wirkt sich diese Materie/Kraft auf die 4 Galaxien aus ?
    Meinst Du mit 70% nicht die dunkle Energie? Der Anteil der dunklen Materie ist etwa 3 mal geringer. Aber sie ist es, die hier mit im Spiel ist. Guck zum Beispiel hier:
    http://www.astronews.com/forum/showthread.php?t=1476

    3. Wie können wir das jemals herausfinden?
    Wie Du siehst, sind wir dran. ;-)

    Gruss Orbit

  4. #4
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    Standard

    Hi Orbit

    Merci !

    Noch gegooglet:

    Das Standardmodell der Kosmologie, das Lambda-CDM-Modell ergibt in der Zusammenfassung verschiedener Ergebnisse der beobachtenden Kosmologie folgende Zusammensetzung des Universums: Etwa 73 Prozent Dunkler Energie, 23 Prozent Dunkler Materie, rund 4 Prozent „gewöhnlicher Materie“ (z.B. Atome) und 0,3 Prozent Neutrinos. Die „gewöhnliche Materie“ unterteilt sich dabei in selbstleuchtende (wie Sonnen) und nicht selbstleuchtende Komponenten (wie Planeten). Der Anteil der selbstleuchtenden Komponenten nimmt dabei nur etwa 1/10 der „gewöhnlichen Materie“ ein.
    Da haben wir aber noch gewaltig viel zu tun, gell!

    albert

  5. #5
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    107

    Standard Krachts?

    Hallo,

    die Frage von albert war ja, ob eine Galaxienkollosion Auswirkungen auf eventuell bewohnte Planeten hätte. Bei derlei Überlegungen spielen meines Erachtens Wirkungen der Dunklen Energie überhaupt keine Rolle. Die Wirkung der Dunklen Energie kommt doch erst bei den wirklich großräumigen Strukturen in Betracht. Galaxienkollisionen spielen sich doch meines Wissens immer nur in Galaxienhaufen ab.

    In diesen Größenordnung spielt die Dunkle Materie durchaus eine große Rolle, wenn nicht sogar die dominierende. Ich spekuliere jedoch vorsichtig und könnte mir vorstellen, dass trotz der überwiegenden Dunklen Materie in einer Galaxie diese jedoch in ihrer Dichte so dünn verteilt ist, dass ein Transit unseres Sonnensystems durch so eine Schwade DM kaum bemerkt wird. Man muß ja auch bedenken, dass sich so eine Galaxienkollision mit recht gemütlichen Geschwindigkeiten vollzieht. - Vielleicht ein bißchen vergleichbar mit dem Durchfliegen eines Flugzeugs durch eine Wolkendecke.

    Wirkung der baryonischen Materie: Diese ist größtenteils in Sternen gebunden. Die Kollisionswahrscheinlichkeit kann sich jeder selbst ausrechnen. Daumenwert: Sterndurchmesser/mittlerer_Sternenabstand. Die Kollisionswahrscheinlichkeit ist denkbar gering. Zwischen einzelnen Sternen liegen Lichtjahre. Gefährlich wäre auch ein naher Transit einer fremden Sonne, die damit die Bahngeometrie eines Planeten empfindlich stören könnte. Hier kann jeder selbst mal den Rechenstift ansetzen, um auszurechnen wie dicht ein fremdes Gestirn an uns vorbeiziehen darf, ohne am Bahngleichgewicht zu zerren.

    Gruß SirToby

  6. #6
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    Standard

    Die Wirkung der Dunklen Energie kommt doch erst bei den wirklich großräumigen Strukturen in Betracht.
    Nicht einmal dort. Die Milleniumssimulation kommt mit DM allein aus:

    http://www.astronews.com/forum/showt...?t=1686&page=2

    Und dort entstehen Strukturen, die immerhin einen Durchmesser von rund 1/23 des Weltradius haben. Die nächst grössere Struktur ist vielleicht bereits das sichtbare Universum als Ganzes.

    Gruss Orbit

  7. #7
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    Standard

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    Noch aus einem andern Grund kann man davon ausgehen, dass die DE bei Galaxienkollisionen keine Rolle spielt: Galaxien sind gravitativ gebundene System, in welchen keine Expansion des Raumes festgestellt wird, schon gar nicht eine beschleunigte, für welche die DE verantwortlich sein soll.
    Falls DE aber wirklich für die Beschleunigung der Raumexpansion verantwortlich ist, die seit 6-7 Milliarden Jahren in Gang sein soll, dann könnte dort draussen eine weitere, noch grössere Struktur auftauchen als die aus der Milleniumssimulation und den Survey-Projekten.
    Gruss Orbit

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