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Thema: Moralisch ethische Gedanken zum 'Evolutionsdesign'

  1. #1
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    Standard Moralisch ethische Gedanken zum 'Evolutionsdesign'

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    Hallo,

    da ich einerseits die von Orbit in http://www.astronews.com/forum/showp...2&postcount=49
    angesprochene moralisch-ethische Sicht für sehr wichtig halte, andererseits aber, entgegen der Ansicht zahlreicher Mitmenschen meiner Generation, dass alles politisch zu sehen ist, nicht der Meinung bin, dass die Politik auch in einer technisch wissenschaftlichen Diskussion à Priori die Führung beanspruchen darf, schlage ich vor, diesen Bereich hier weiter zu diskutieren.

    Herzliche Grüße

    MAC

  2. #2
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    Rotes Gesicht Evolution beim Menschen is nich mehr ...

    Hallo MAC & all die anderen,

    genau der selben Meinung bin ich auch. Ich hatte dies ja schon mal in meinem ersten Post zu besagtem Thread angesprochen und gesagt, dass die Menschheit ganz sicher erst dann interstellare Raumfahrt betreiben werden kann, wenn die Menschen "reif" dafür sind, also sich moralisch und geistig so weit entwickelt haben, dass die heutigen irdischen zwischenmenschlichen Probleme keine Rolle mehr spielen.

    Es wird immer Wissenschaftler und Techniker geben, die den Menschen genetisch oder kybernetisch für das Weltallzeitalter (in welchem wir uns definitiv noch nicht befinden) "verbessern" wollen. Dies sind allerdings solche Forscher, die in den heute gültigen physikalischen Gesetzen eindeutig das Ende und den Gipfel jeglicher Erkenntnis sehen. Aber hier, denke ich, wird das Pferd von hinten aufgezäumt.

    Der Mensch hat in all den Jahrtausenden seiner rasanten zivilisatorischen Entwicklung immer versucht, sich die Erde Untertan zu machen. Warum sollte dies bei der "Eroberung" des Weltalls anders sein? Hat man jemals versucht, den Menschen als biologisch äußerst schwaches Individuum gegenüber anderen Tierarten, nur um sich besser in der menschenfeindlichen Umwelt behaupten zu können, biologisch (also durch Zucht, als man die Genetik noch nicht kannte) zu verbessern??

    Nun, das Weltall ist der menschenfeindlichste Ort, den man sich überhaupt vorstellen kann (mal abgesehen von den Oberflächen der Sterne, aber dort wird es ja sicherlich auch keine Lebewesen geben )! Warum also den Menschen als Individuum umgestalten, anstatt sich den Weltraum Untertan zu machen? Biologische Evolution wird es bei der Spezies Homo Sapiens sowieso nicht mehr geben, da wir durch unsere moderne Medizin bereits seit geraumer Zeit alles dagegen unternehmen und eine natürliche Auslese so nicht mehr gegeben ist. - Warum wollen hier manche Forscher selber Hand anlegen und künstliche "Monster", "Supermenschen" oder was auch immer erschaffen?? Ich glaube, diese Leute haben Forschung und Wissenschaft gründlich missverstanden.

    Evolutionäre Grüße von
    Toni
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

  3. #3
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    Standard

    Hallo Toni
    Hat man jemals versucht, den Menschen als biologisch äußerst schwaches Individuum gegenüber anderen Tierarten, nur um sich besser in der menschenfeindlichen Umwelt behaupten zu können, biologisch (also durch Zucht, als man die Genetik noch nicht kannte) zu verbessern??
    Wie meinst Du diese Frage?
    Du weisst ja, dass es einen solchen Zuchtversuch mit der arischen Rasse gegeben hat, und es ist zu befürchten, dass die Menschheit mit der Gentechnik einen neuen Versuch machen wird. Das ist einfach eine weitere Parallele zu damals.

    Gruss Orbit

    P.S. Eigentlich versuche ich nur, die Gedanken in meinen posts auf den Punkt zu bringen. Dass Du als Schriftsteller, der die Bedeutung der Pointe kennen muss, dies bei mir als Überheblichkeit taxierst, kann ich nur als persönliches Ressentiment verstehen.

  4. #4
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    Standard

    Zitat Orbit:
    Wie meinst Du diese Frage?
    Du weisst ja, dass es einen solchen Zuchtversuch mit der arischen Rasse gegeben hat, und es ist zu befürchten, dass die Menschheit mit der Gentechnik einen neuen Versuch machen wird. Das ist einfach eine weitere Parallele zu damals.
    Wenn es möglich ist warum sollte man den Menschen nicht verbessern?
    Wie z.B. eine höhere Resistenz gegen Krebserkrankungen, dass Leid was Menschen bei den Krebs diagnostiziert wurde ertragen müssen, ist jenseits jeder Realität.

    Dem Menschen solches Leid und Schmerzen zu ersparen kann ich in keinster Weise in Verbindung bringen, mit dem Züchten einer Herren-Rasse oder dem Einführen von Parallelen früherer Zeiten.

    Der in Deutschland kursierende Begriff „Unterschicht“ schon eher. Weil er mich irgendwie an den Begriff "Untermensch" erinnert und der spielte im zweiten Weltkrieg eine große Rolle.
    In jedem Wassertropfen befindet sich ein ganzes Universum, man muss nur genau hinsehen um es zu erkennen.

  5. #5
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    Standard

    Ich kann es kaum fassen, was hier geschrieben wurde. Gezüchtet wird Vieh, und wenn jemand den Menschen zum Vieh degradieren will, bitte. Derjenige soll sich aber dann nicht wundern, dass man ihm Verachtung entgegenbringt.

    Zur Zucht bringt man die Kuh zum decken zum Zuchtbullen. Wer immer noch Zucht als mögliche Verbesserung des Menschen ansieht, soll mal im vorangegangenen Satz "Kuh" und "Bulle" durch die Wörter Mutter und Vater tauschen.

  6. #6
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    @ Jonas

    Zitat Jonas:
    Gezüchtet wird Vieh, und wenn jemand den Menschen zum Vieh degradieren will, bitte. Derjenige soll sich aber dann nicht wundern, dass man ihm Verachtung entgegenbringt.
    Was ist daran so menschenverachtend ,den Menschen vor der Geburt im Mutterleib oder nach der Geburt „genetisch“ zu impfen, dass er danach krankheitsresistenter ist?

    Soll man aus falschen Stolz darauf verzichten ein Leben ohne Krankheiten zu ermöglichen, falls so was überhaupt realisibar ist?

    Wo im meiner Post ist das Wort Züchtung?
    Verbesserung der Krankheitsresistenz gegenüber Züchtung ist ein großer Unterschied.

    Außerdem Frage ich mich wie du auf die Idee kommst bzw. auf die Züchtung von Menschen kommst?

    Es geht hier um interstellare Raumfahrt und die Verlängerung der Lebensspanne eines Menschen, ohne einen Eingriff in die menschliche Genetik kann man sowas auch nicht ermöglichen.

    Das ist meine Aussage der ersten Post und nicht deine Interpretation daraus.

    MfG Daniel
    In jedem Wassertropfen befindet sich ein ganzes Universum, man muss nur genau hinsehen um es zu erkennen.

  7. #7
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    Da Du jetzt auch öffentlich postest gebe ich meine zweite Antwort PM an Dich auch in Diesem thread offen aus.
    Zitat Zitat von jonas
    Abgesehen davon, dass man im Nachhinein einen Menschen - auch als Fötus - nicht mehr genetisch manipulieren kann, führt genetisches engineering zu genau den gleichen menschenverachtenden Zuständen wie konventionelle Zucht. Schau Dir mal Gattaca an oder lies Huxleys "Brave new world". Im besten Fall werden alle Menschen dann gleich aussehen und dem jeweils herrschenden Idealbild entsprechen, im schlimmsten Fall werden Führer- und Arbeiterrassen genetisch herangezüchtet. Absolut verabscheuungswürdig!

  8. #8
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    Standard

    Was ist daran so menschenverachtend ,den Menschen vor der Geburt im Mutterleib oder nach der Geburt „genetisch“ zu impfen, dass er danach krankheitsresistenter ist?

    Soll man aus falschen Stolz darauf verzichten ein Leben ohne Krankheiten zu ermöglichen, falls so was überhaupt realisibar ist?
    "Genetische Impfung im Mutterleib" gegen Krebs wäre ja nur der Anfang, die nächste Stufe könnte Haarausfall, Karies, Sommersprossen sein, dann bestimmte Haar- und Augenfarbe, Größe, Aussehen, und zuletzt Intelligenz, Begabung, usw - der Weg zum perfekten Menschen
    Geändert von pauli (17.06.2007 um 18:19 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler

  9. #9
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    Standard

    Hallo jonas

    Ich kann es kaum fassen, was hier geschrieben wurde.
    Ja, Jonas, ich eben auch nicht.
    Meine kritischen Einwände waren primär sprachkritischer Natur. Der braune Kompost äussert sich zuerst in der Sprache. Vorerst noch unbeabsichtigt. Dann folgt die Sprachregelung und erst dann die Tat. Taten dieser Art, die in absehbarer Zukunft denkbar sind, müssen nicht Realisierungen des hier Geträumten sein. Meine Kritik gilt denn auch nicht primär dieser für meine Begriffe einfach kitschigen Startrek-Ersatzwelt, sondern dem Sprachgebrauch, der sich in deren Zusammenhang einschleicht und auch Dich erschreckt.

    Da und dort wird der Begriff 'Eugenik' bereits wieder verwendet, als ob er salonfähig wäre.

    Herzliche Grüsse
    Orbit

  10. #10
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    Daumen runter

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    @Orbit

    Zitat Orbit:
    Meine kritischen Einwände waren primär sprachkritischer Natur. Der braune Kompost äussert sich zuerst in der Sprache. Vorerst noch unbeabsichtigt. Dann folgt die Sprachregelung und erst dann die Tat.
    Erst war ich bei dir ein Zeuge Jehovas, jetzt werde ich als braunen Kompost bezeichnet was kommt als nächstes?

    Bist du nicht mal in der Lage eine sachliche Diskussion zu führen ohne andere gleich menschenverachtend zu beleidigen.
    Dir als Lehrer hätte ich ein höheres diskutables Niveau erwartet, aber wahrscheinlich hattest du früher irgend ein Traumata, was dein Benehmen erklären würde.

    Was willst Du mit Deiner konfusen Auflistung von Argumenten gegen meinen Standpunkt erreichen?
    Deine Interpretation meiner Meinung ist so was von verdreht da hätte ich dir wirklich mehr Grips zu getraut.

    Was ist an meine Meinung Menschen das Leid von Krankheiten zu ersparen brauner Kompost?

    Herzliche Grüße dein Daniel
    In jedem Wassertropfen befindet sich ein ganzes Universum, man muss nur genau hinsehen um es zu erkennen.

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