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Thema: Haben Tiere mehr als die uns bekannten Sinne?

  1. #1
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    Frage Haben Tiere mehr als die uns bekannten Sinne?

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    Hallöchen!

    Vor kurzem bin ich in einem der Threads über eine Aussage von „Henri“ gestolpert, die mich zum Nachdenken bewegte. Es hat zwar nichts mit Astrophysik im engeren Sinne zu tun, aber deswegen setze ich es ja auch ins Unterforum „Über den Tellerrand“ .


    Zitat Zitat von Henri
    Vor einem Erdbeben haben einige Tierarten funktionierende Biosensoren, die dahingehend warnen, daß ein Ereignis negativer Art ansteht. Es ist IMMER eine Frage der Sensoren bzw. Meßtechnik. Auch einige Menschen können Ereignisse "sehen", bevor sie tatsächlich geschehen. Das ist so klar wie nur irgendwas.

    Und einige Tierarten und auch einige Menschen können die zuerst eintreffenden Teilsignale eben besser messen, als die "Allgemeinheit". Mehr isses ja so gar nicht, und das kann doch auch niemand wachen Geistes bestreiten wollen??
    Was für Sensoren besitzen also all die Tiere, die sich bei einem Erdbeben in Sicherheit bringen??
    Wieso verstummen die Vögel, lange bevor sich das Beben oder der Vulkanausbruch bemerkbar macht??
    Wieso sind nach dem Tsunami vom Dezember 2004 keine toten Wildtiere gefunden worden?? Wussten sie etwa, dass nach einem Seebeben eine totbringende Flutwelle folgen konnte?? Wie spürten sie die Gefahr, lange bevor sie eintrat?
    Oder warum sind bei der Jahrhundertflut der Elbe im August 2002 keine Ratten aus der Kanalisation Dresdens ums Leben gekommen?? Warum fand man auch hier, genau so wie die gesamte Elbe oder Mulde entlang keine toten Wildtiere wie Wildschweine, Rehe, Füchse, Rotwild oder andere, die von Überflutungen zunächst eingeschlossen, jeder Fluchtmöglichkeiten beraubt worden wären? „Ahnten“ sie mithilfe unbekannter Sensoren die bevorstehende Flut und brachten sich deshalb beizeiten auf höher gelegenes Terrain in Sicherheit? – Das ist in einem breiten Urstromtal wie dem der Elbe nicht einfach! Die Höhenunterschiede sind minimal und betragen oft nur wenige Meter! Das Land ist meilenweit „flach wie ein Tisch“!
    Wieso haben Zugvögel wie die Störche, die auf das Nahrungsangebot der urwaldähnlichen Auwälder angewiesen sind, bereits 14 vor dem Eintreffen der Elbe-Flut ihre „Köfferchen“ gepackt und damit fast einen Monat früher als üblich das Land verlassen?? Da war in den Nachrichten oder Wetterberichten noch absolut keine Rede von sintflutartigen Regenfällen, die die Quellgebiete dieser Flüsse heimsuchen sollten! Die Störche wussten ganz einfach, dass demnächst ein riesige Überschwemmung bevorstand, die ihre „Jagdgründe“ auf lange Zeit überfluten und somit die Nahrungsgrundlage rauben würde. Wären sie länger hier geblieben, wären sie mit Sicherheit verhungert.

    Da frage ich mich doch allen ernstes: Wie und vor allem womit nehmen Tiere so etwas wahr???
    Wie können sie von (auch für sie) katastrophalen Ereignissen „wissen“, wenn es noch nicht einmal Anzeichen dafür gibt, oder unsere Meteorologen (trotz hochmoderner Satelliten-Technik) solche Dinge nicht vorhersagen können??
    Besitzen Tiere (und hier vor allem die Wildtiere) einen sechsten oder auch siebten Sinn, der uns Menschen während der Evolution, während des sprunghaften Wachstums unseres Gehirns abhanden gekommen ist oder zumindest so stark eingeengt wurde oder geschrumpft ist, dass wir uns dessen gar nicht mehr bewusst sind?
    Besitzen Tiere eine Art „Tachyon-Scanner“ , mit dem sie Signale aus der Zukunft empfangen und auswerten können??? Tachyonen sollen laut einer Theorie materielose Teilchen sein, ähnlich den Photonen, die sich allerdings schneller als das Licht, aber dadurch rückwärts in der Zeit bewegen! Das heißt, sie würden in entsprechenden Scannern ein Bild von einem bestimmten Ereignis erzeugen, welches noch gar nicht stattgefunden hat, das aber mit ziemlicher Sicherheit stattfinden muss, denn sonst wären ja keine Tachyonen ausgesandt worden.

    Tachyonen

    Tachyonen sind für uns nicht sichtbar, jedenfalls bis jetzt noch nicht. Sie sind auch lediglich nur hypothetisch beschrieben, verstoßen dabei aber nicht gegen Einsteins Relativitätstheorien.

    Unter uns Menschen gibt es ja auch ab und zu einmal einige Exemplare, die sich hellseherischer Fähigkeiten rühmen. Sicherlich mag dies auf den einen oder den anderen zutreffen (z.B. Nostradamus), jedoch hat der Rest der Menschheit diese aus dem Tierreich stammende Fähigkeit entweder verlernt oder verloren. Wenn es uns gelänge, diese Sensoren in uns wieder zu erwecken, würden wir Katastrophen wie Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Flutwellen mit ganz anderen Augen sehen.

    Hellseherische Grüße von
    Toni
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

  2. #2
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    Besitzen Tiere eine Art „Tachyon-Scanner“
    Was auch immer es ist, es sind mit Sicherheit keine Tachyon-Scanner: Geräte, die mit Tachyonen interagieren, kann es nicht geben, weil sie die Kausalität verletzten würden.

    Ich denke im generellen, dass Tiere, die ja ihr ganzes Leben draussen verbringen, intuitiv oder gar aktiv sehr viel mehr über Dinge wissen, die wir als "Zeichen" (etwa "Wetterzeichen") bezeichnen würden. Vor einem Erdbeben verändert sich z.B. lokal das Erdmagnetfeld, und (Zug)Vögel, die das Erdmagnetfeld spüren, dürften dies bemerken und entsprechen der Erfahrung (oder dem Nachahmen des Verhaltens anderer Tiere) handeln. Ich denke also nicht, dass es mit speziellen "Sinnen" zu tun hat, die uns abhanden gekommen wären, sondern schlicht und einfach damit, dass wir kaum Erfahrung mit dem Leben draussen haben.
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  3. #3
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    Hallo Toni

    Es gibt einen Bericht von einem Unwetter im Landkreis Osnabrück.
    Die Tiere hier, in dem Fall die Kühe konnten ein Unwetter nicht „voraussehen“.
    Hierbei handelte es sich um einen Schauer von bis zu 6 cm großen unregelmäßig geformten Hagelkörnern.

    Das Hagelunwetter vom 15. Juni 2002

    Am frühen Morgen des 15. Juni 2002 wurde der südliche Landkreis Osnabrück sowie das östlich davon angrenzende Nordrhein-Westfalen von einem außerordentlich starken Hagelschlag heimgesucht. Auf einer nur wenige km breiten aber fast 30 km langen Fläche wurden durch die Hagelkörner tausende Autos beschädigt, Scheiben zertrümmert, Bäume entlaubt und Menschen und Tiere verletzt. Das Maximum des Hagelunwetters wurde dabei zwischen Dissen und Wellingholzhausen erreicht, fotografisch konnten hier bis zu 6cm große Hagelkörner nachgewiesen werden.
    Die Vögel verstummten. 11 Tage später wurde in einem Zeitungsartikel der NOZ berichtet, dass durch diesen Hagelschlag mindestens 2000 Autos Schäden im Mittel 500 von bis 3000 € davongetragen haben. Wochen später sagte mir ein Versicherungsberater, dass es noch weit mehr gewesen Zwischen Wellingholzhausen und Küingdorf wurden Kühe einer sich im Freien aufhaltenden Kuhherde vom Hagel blutig geschlagen. In Panik haben diese Tiere den Weidezaun durchbrochen und sind in einen angrenzenden Wald geflohen. Wie ich erst 10 Wochen später erfahren habe, soll ein Lehrer in Dissen sogar ein 8 cm großen Hagelstein aufgelesen und eingefroren haben.
    Da es sich aber hier um ein Wetterphänomen handelt, ist wahrscheinlich der Instinkt der Tiere nicht in Kraft getreten.
    Außerdem sind Nutztiere im Vergleich mit Wildtiere nicht so empfindlich was die Sinne betrifft.

    Dieser Bericht der Forschungseinrichtung Anthropological Survey of India, stützt teilweise die Theorie von Tieren mit einem 6.Sinn, es geht um die Sunami-Katastrophe vom 26.Dezember 2004.

    Tiere verhielten sich ungewöhnlich

    Das Gezwitscher der Vögel und das ungewöhnliche Verhalten von Eidechsen und Delfinen hat die Eingeborenenstämme auf den indischen Inseln Andamanen und Nikobaren offensichtlich vor den tödlichen Tsunamis gerettet. "Unsere Teams sind mit ihren Booten hinaus gefahren und haben uns berichtet, dass die Stämme sicher sind", sagte der Direktor der staatlichen Forschungseinrichtung Anthropological Survey of India (ASI), V.K. Rao. Während Zehntausende in Südasien wegen eines fehlenden technischen Frühwarnsystems den Flutwellen zum Opfer fielen, folgten die Eingeborenen den Warnsignalen der Tiere - und überlebten.

    Signale der Tierwelt

    Sechs von einst zehn Stämmen leben auf verschiedenen Inseln im Golf von Bengalen. Zwischen 30.000 und 60.000 Jahre reicht ihr Ursprung zurück. Manche Stämme haben bis heute jedem Versuch getrotzt, sie zu zivilisieren. Sie sind Jäger und Sammler, von kurzer Statur und dunkelhäutig, ihre Herkunft ist ein Geheimnis. Seit tausenden von Jahren reichen sie ihre Erzählungen und Erfahrungen mündlich weiter. Von ihren Vorfahren lernten sie, auf die Signale der Tierwelt zu achten.

    Elefanten flohen brüllend auf Hügel

    Das Gebrüll wild lebender Elefanten, die sich plötzlich tiefer ins Innere der Inseln und auf Anhöhen zurückzogen, das Geschrei der Vögel, das auffällige Verhalten der Delfine und Eidechsen - all dies hat den Forschern zufolge die Stämme offensichtlich früh gewarnt. Sie hatten Zeit, sich in Sicherheit zu bringen, bevor die tödlichen Riesenwellen am 26. Dezember zuschlugen. Zwar soll es einige Tote unter den Eingeborenen geben. Doch entgegen ersten Befürchtungen haben alle Stämme überlebt.
    Die Tiere sind ein natürliches Frühwarnsystem.

    Wilde Tiere sind "extrem empfindsam"
    "Besonders wilde Tiere sind extrem empfindsam", sagte die Tierschützerin Debbie Martyr dem britischen Sender BBC. Sie arbeitet für ein Tiger-Schutzprogramm auf der indonesischen Insel Sumatra. Die Tiere hätten ein enormes Hörvermögen und könnten die Flut in der Ferne gehört oder die Veränderungen des Luftdrucks wahrgenommen haben, sagte die Expertin. Das erklärt vielleicht, warum es aus Sri Lanka, das mit am schwersten von der Flutkatastrophe betroffen ist, keine Berichte über tote Tiere gibt
    .

    Es heißt also Wildtiere sind empfindlich und könnten die Flutwelle gehört haben.
    Bei den Elefanten könnte ich mir das vorstellen bei so großen Ohren.
    Die Wildtiere müssen empfänglich sein für geringste natürliche Veränderungen.

    Keine toten Tiere gefunden
    Die Flutwellen waren bis zu dreieinhalb Kilometer tief zum Wildschutzreservat der Insel vorgedrungen. Während viele Touristen ertranken, wurden keine toten Tiere gefunden, berichtete die BBC und beruft sich auf Mitarbeiter des Yala-Nationalparks in Sri Lanka. Den Eingeborenen auf den Andamanen und Nikobaren ist der "sechste Sinn" der Tiere scheinbar seit langer Zeit bekannt. Forscher haben in den Überlieferungen der Stämme Hinweise auf eine frühere große Überschwemmung gefunden und auf Inseln, die kleiner wurden. "Es könnte sein, dass dies schon früher einmal passiert ist", so Rao.
    Was mir hier auffällt, sämtliche Tiere sind in die richtige Richtung geflohen bzw. in sichere Zonen.

    Was könnte man daraus Schlussfolgern? Die Tiere empfangen bestimme Frequenzen vom Epizentrum der Katastrophe, welche Menschen nicht wahrnehmen.

    Die Wildtiere haben ein viel besseres Gehör und nehmen so für Sie ernste Bedrohungen in weite Ferne war.

    Auf jeden Fall ist eins sicher die Touristen auf diesen Insel sind ums Leben gekommen und die Tiere haben überlebt.

    Zitat Toni:
    Besitzen Tiere eine Art „Tachyon-Scanner“ , mit dem sie Signale aus der Zukunft empfangen und auswerten können???
    Das glaube ich eher weniger, weil es mir zu utopisch anmutet.
    Das müsstest du mit irgendwelchen Indizien oder Beweisen untermauern, um diese Theorie zu stützen.

    Das was die Tiere empfangen haben, muss ein natürlicher erdgebundener Effekt sein.



    MfG Daniel
    Geändert von Daniel99 (24.05.2007 um 18:58 Uhr)
    In jedem Wassertropfen befindet sich ein ganzes Universum, man muss nur genau hinsehen um es zu erkennen.

  4. #4
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    Ob Tiere einen sechsten oder siebten Sinn haben, nein glaub ich nicht, ich denke eher das hat was mit Instinkt/Überlebensstrategie zu tun, auch mit ihrer Lebensweise. Zugvögel orientieren sich nach dem Erdmagnetfeld, werden also auch Veränderungen spüren. Veränderungen bedeuten Gefahr, sie reagieren darauf. Möglich auch, dass sie feinste seismische Schwingungen wahrnehmen können. Menschen haben auch die Fähigkeit Veränderungen in der Natur wahrzunehmen oder bestimmte Anzeichen zu registrieren. Ihre Intelligenz sollte ihnen eigentlich helfen sich besser als Tiere in Sicherheit zu bringen. Tun sie aber nicht, sie ignorieren diese Zeichen, zumindest heute, unsere Altvorderen reagierten sicher anders, sonst wären wir wahrscheinlich längst ausgestorben. Mensch fühlt sich als Herr über die Natur, ist technikgläubig und bagtellisiert gern – wird schon nicht so schlimm werden, mir wird schon nichts passieren.
    Es gibt Menschen, die haben „Vorahnungen“, was Veränderungen in der Natur anbelangt, die werden oft ausgelacht, dabei tun sie nichts anderes als die Veränderungen richtig zu deuten und zu erkennen, dass in irgend einer Art und Weise Gefahr droht.
    Habe ich auch gemacht, wenn meine Urgroßmutter plötzlich begann hektisch Aktivitäten zu entwickeln. Gut ich war Kind, später immer noch geschmunzelt, wenn Erinnerungen aufkamen – im Hinterkopf die technick wird’s schon richten.
    Heute ärgere ich häufig meine Nachbarn mit Wettervorhersagen, erst recht wenn die dann eintreffen. Hat aber nix mit „Vorahnung“ zu tun, sondern einfach mit der Tatsache, dass ich durch mein Hobby, insbesondere Wolkenformationen beobachte und daraus Schlussfolgerungen ziehe.
    Jeder kennt sie, die Zirruswolken, feine Wolkenschleier am Himmel (Zirruswolken = Eiswolken in der Stratosphäre) sie deuten eine Schlechtwetterfront an. In der Regel dauert es dann 72 Stunden, bis sich das Wetter ändert. Meteorologen nennen das eine Störung. Oder die so genannten Schönwetter- oder auch Haufenwolken Cumulusbewölkung. Sieht herrlich aus, wenn die aufquellen aber wehe die bilden eine Amboss, dann wird aus der Cumulus eine Cumulus-Nimbus, eine Gewitterwolke, Meteorologen sprechen von Überentwicklung. Dann gibt’s die kurzen heftigen Sommergewitter.
    Etwas komplizierter wird die Geschichte bei Annäherung eine Squalline (Gewitterfront bis zu 800km Länge und 100km Tiefe/Breite. An solchen Tagen herrscht Schwüle mit milchiger Atmosphäre und nur geringer Luftbewegung, die bei Annäherung der Front stetig abnimmt, bis zur völligen Windstille. Spätestens dann ist der Punkt erreicht, an dem ich beginne alles wetterfest zu machen. Denn dann dauert es nicht mehr lange bis die Böenwalze (Wind erreicht nicht selten Orkanstärke) , die jeder Squalline vorausgeht losbricht. Diese Gewitter können dann schon mal einige Stunden dauern, sie sind mit Starkregen und Hagel verbunden.

    So mal als Beispiel, woran Veränderungen im Wettergeschehen beobachten kann.

    Gruß Aurora

  5. #5
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    Aurora:
    Ob Tiere einen sechsten oder siebten Sinn haben, nein glaub ich nicht, ich denke eher das hat was mit Instinkt/Überlebensstrategie zu tun, auch mit ihrer Lebensweise. Zugvögel orientieren sich nach dem Erdmagnetfeld, werden also auch Veränderungen spüren.
    Was ist jetzt der Unterschied zwischen Deinem 'Instinkt' und einem 'sechsten Sinn', wie es Toni nennt?
    Als sechsten Sinn versteht jedenfalls auch die Wissenschaft diese Fähigkeit gewisser Tiere, sich am Erdmagnetfeld zu orientieren:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Magnetsinn

    zwei Zitate daraus:
    Erst 1972 wurden die Frankfurter Forschungsergebnisse durch ihre Veröffentlichung in der Fachzeitschrift Science gleichsam international anerkannt; [5] diese Veröffentlichung gilt heute gewissermaßen als die Erstbeschreibung eines neu entdeckten Sinnesorgans in der Tierwelt.
    Ein technischer Kompass weist die Richtung von magnetisch Nord nach magnetisch Süd mit Hilfe der Polung des irdischen Magnetfeldes aus, er unterscheidet also gewissermaßen zwischen Nordpol und Südpol. Der Magnetsinn der Vögel basiert hingegen auf dem Erkennen der Inklination des Erdmagnetfeldes: Vögel bestimmen den Neigungswinkel der Magnetfeldlinien relativ zur Erdoberfläche. Sie unterscheiden also zwischen "polwärts" und "äquatorwärts", denn am Pol weisen die Magnetfeldlinien senkrecht nach oben, während sie am Äquator genau parallel zur Erdoberfläche verlaufen.
    Die Erweiterung dieser Orientierungsfähigkeit durch Bynaus mit der Fähigkeit lokale Veränderungen wahrzunehmen, leuchtet mir ein. Zur Feststellung von Bynaus in diesem Zusammenhang
    Vor einem Erdbeben verändert sich z.B. lokal das Erdmagnetfeld,... .
    noch etwas mehr Hintergrundinformationen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Erdmagnetfeld

    Gruss Orbit

  6. #6
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    Was ist jetzt der Unterschied zwischen Deinem 'Instinkt' und einem 'sechsten Sinn', wie es Toni nennt?
    Genau genommen, ist es falsch, von nur fünf Sinnen zu sprechen. Alle Lebewesen verfügen über einen mehr oder weniger stark ausgeprägten Orientierungssinn, man sollte daher doch eher von „normalen“ sechs Sinnen sprechen. Wie dieser Orientierungssinn funktioniert, ob nun unter Ausnutzung geophysikalischer Gegebenheiten oder topographischer u..a. Besonderheiten, sei mal dahingestellt. Insofern wäre dann der Magnetsinn bestimmter Tiere Bestandteil des Orientierungssinns.
    Bliebe der Unterschied Instinkt/siebter Sinn, auch da – bei genauer Überlegung – hinkt der Vergleich zum „Orientierungssinn“ der Zugvögel. Tja, wenn ich jetzt Instinkt durch Trieb ersetze, provoziere ich wieder die Frage nach dem Unterschied, aber sei’s drum.
    Diesen angedachten siebten Sinn, der uns Menschen scheinbar verloren gegangen ist, würde ich doch dem Überlebensinstibkt/Selbsterhaltungstrieb zuordnen, einem von der Evolution „erfundenen“ Mechanismus zu Erhaltung der Population. Wie der nun genau funktioniert, keine Ahnung. Dieser Selbsterhaltungstrieb mobilisiert aber, im Normalfall, nicht verfügbare körperliche und geistige Reserven. Lässt uns, salopp gesagt, Gefahr spüren. Ich behaupte mal einfach auch Mensch ist in der Lage Gefahr zu spüren und sich in Sicherheit zu bringen, sonst wäre die Population Mensch schon lange ausgestorben. Dieses Gespür für Gefahr hat aber m.E. nichts mit dem Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Intelligenz zu tun. Ich denke, dass Mensch nicht mehr in der Lage ist Gefahr zu spüren, hängt mit der schon erwähnten Technikgläubigkeit zusammen und auch damit, dass sich Mensch als Herr über die Natur fühlt. Er ist schlicht und einfach zu faul zu beobachten, zu leichtsinnig geworden.
    Warum auch das Verhalten der Tiere oder der Natur beobachten und Schlüsse daraus ziehen, wenn wir doch über so ausgefeilte Technik verfügen.
    Ein evolutionäres Manko, nein dazu war m.E. die Zeit zu kurz, denn ohne die genauen Naturbeobachtungen unserer Vorgängergenerationen, würden wir heute weder über Kalendersysteme noch über Wettervorhersagen verfügen, hätten wir keine technischen Systeme zur Erdbeben- oder Tsunamivorhersage entwickelt und würden die auch nicht ständig verfeinern.

    Gruß Aurora

  7. #7
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    Ich denke, dass Mensch nicht mehr in der Lage ist Gefahr zu spüren, hängt mit der schon erwähnten Technikgläubigkeit zusammen und auch damit, dass sich Mensch als Herr über die Natur fühlt. Er ist schlicht und einfach zu faul zu beobachten, zu leichtsinnig geworden.
    Das ist sicherlich ein Grund. Es kann ein Sturm kommen, der Mensch geht trotzdem in den Wald.
    Noch schlimmer er sucht sich sogar die Gefahr, sonst würde es ja keine Motorrad- und Skifahrer geben.

  8. #8
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    Dass so wenige Tiere durch den Tsunami umgekommen sind liegt nach meiner Theorie an dem grundsätzlich anderen Verhalten des Menschen gegenüber den meisten anderen Wildtieren:

    Der Mensch ist fast das einzige grosse Säugetier, das die Nähe des Wassers liebt. Andere Tiere halten sich vom Wasser fern. Wasser ist grundsätzlich ein gefährlicher Ort, denn in der Nähe von Süsswasser halten sich Beutegreifer auf und die Salzwasserküste schneidet Fluchtwege ab (z.B. vor Feuer) und ist auch ansonsten nutzlos weil nicht trinkbar.

    Bei einer unspezifizierten Gefahr, wie es Tiere bei einem Erdbeben vielleicht empfinden, suchen sie möglichst sichere Orte auf, die ihnen alle Möglichkeiten der Flucht offen lassen. Wie oben beschrieben sind Seen und Küste wohl die letzten Orte, die Tieren ein Gefühl der Sicherheit vermitteln. Dadurch haben sie sich instinktiv aus dem Gefahrenbereich der Welle entfernt.

    Was die Anzahl der Sinne beim Menschen betrifft, so sind es in der Tat sechs Sinne. Den Orientierungssinn, wie Aurora ihn beschreibt, würde ich aber umbenennen in Gleichgewichtssinn. Dieser wird über ein Organ an das Gehirn vermittelt. Die Verarbeitung des Sinneseindrücke im Gehirn selbst, um sich in der Umwelt zu orientieren, würde ich jedoch nicht als eigenständigen Sinn bezeichnen.
    Geändert von jonas (26.05.2007 um 12:45 Uhr)

  9. #9
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    PS: Aktuell, jetzt N24 einschalten. Läuft gerade eine Doku über den Tsunami

  10. #10
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    Der Mensch ist fast das einzige grosse Säugetier, das die Nähe des Wassers liebt. Andere Tiere halten sich vom Wasser fern. Wasser ist grundsätzlich ein gefährlicher Ort, denn in der Nähe von Süsswasser halten sich Beutegreifer auf und die Salzwasserküste schneidet Fluchtwege ab (z.B. vor Feuer) und ist auch ansonsten nutzlos weil nicht trinkbar.
    Mensch liebt die Nähe zum Wasser, nicht zwangsläufig, seine ganze Lebensweise macht die Nähe zum Wasser erforderlich, zumindest seit er gelernt hat Feuer zu nutzen und seine Nahrung zu garen, von seinen hygienischen Gewohnheiten mal abgesehen. Eine Art Hygiene betreiben auch Tiere, auch Tiere nutzen Wasser nicht nur zum Trinken, auch zum Baden.
    Hinzu kommt Mensch steht an der Spitze der Nahrungskette, hat praktisch keine natürlichen Feinde. Dennoch gehe ich davon aus, dass Mensch in seiner evolutionären Entwicklung ebenfalls die Fähigkeit besaß und auch noch besitzt, durch Beobachtung Gefahren zu erkennen und sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Nur heute bleiben diese Fähigkeiten ungenutzt.

    Noch schlimmer er sucht sich sogar die Gefahr, sonst würde es ja keine Motorrad- und Skifahrer geben.
    Nee kann ich nicht zustimmen, Motorradfahren oder Skilaufen sind nicht gefährlicher als andere Sport/Fortbewegungsarten. Muss nur der Kopf eingeschaltet bleiben und das Risiko auf ein Minimum reduziert werden.
    Die Adrenalinjunkies sehe ich nicht als repräsentativ für die Menschheit, weil vieles was heute so praktiziert und betrieben wird nich unbedingt zur menschlichen Natur gehört, sondern als Bedürfnis künstlich suggeriert wird.
    Außerdem, statistisch gesehen sterben die meisten Menschen im Bett, ergo Bett ist enorm gefährlich.

    Gruß Aurora

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