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Thema: Umweltfreundlichkeit der Ariane 5

  1. #1
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    Standard Umweltfreundlichkeit der Ariane 5

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    Zitat: Wir wollen die Ariane-Rakete erschwinglicher machen,
    und dafür denken wir intensiv über das Konzept der wieder verwendbaren Booster nach,
    die selbständig wie ein Flugzeug zurückkehren.
    Damit können wir die heute noch hohen Transportkosten in den Weltraum deutlich senken.
    Und damit rückt auch der Flug ins All für jedermann,
    der Weltraum-Tourismus, in greifbare Nähe,
    aber er ist dennoch eine große Herausforderung.

    sagte Dr. Hubert Reile,
    Programmdirektor Weltraum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR),
    auf der Konferenz Barcelona das 7. Internationale Symposium für Weltraum-Trägertechnologien
    (7th Symposium on Launcher Technologies) am Montag, den 2.4.2007.

    Vorteil dieses Konzepts mit den rückkehrfähigen Boostern sind die Verwendung
    nur eines Typs von Flüssigraketenantrieben an der Ariane 5 sowie die Umweltfreundlichkeit.

    aus:
    http://www.astronews.com/news/artike...0704-003.shtml

    Fazit:
    Was soll eigentlich Umweltfreundlich sein ?
    1.) Wiederverwendbare Booster ?
    2.) Verwendung nur eines Typs von Flüssigraketenantrieb ?
    3.) 2865 Tonnen Flüssigtreibstoff pro Turn zum Mond verbrennen ?
    4.) Das der Flüssigtreibstoff im Weltall landet anstatt in der Atmosphäre ?
    5.) Fällt mir gerade nicht ein.

    Kann mir jemand mit der Umweltfreundlichkeit helfen ?
    Ich sehe da nichts.

  2. #2
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    Hi Karl,
    willkommen hier im Forum!

    ich denke:
    das mit der Umweltfreundlichkeit von Weltraumraketen ist wie mit der Umweltfreundlichkeit von autos:

    ein heute gefertigter PKW ist umweltfreundlicher als ein solcher gleicher leistung von vor 50 Jahren,

    und die neue Ariane wird nicht umweltfreundlich sein, aber umweltfreundlicher sein als ihre Vorgänger...

    umweltfreundliche grüße von Ispom
    Gruß von Ispom

  3. #3
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    Standard

    nun habe ich gerade im Zweiten teil des Astronews-Artikels den Satz gelesen:

    Surfen und Segeln durch das Universum mit dem Lichtdruck der Sonne ist keine Utopie

    naja, das ist wohl so wie "mit dem Paddelboot durchs Weltmeer pflügen",
    ....immer schön am Strand lang.

    Wo soll denn der Lichtdruck jenseits des inneren Planetensystems herkommen? Ich denke, spätestens hinter den Gasriesen "drückt" da nichts mehr

    druckvermindernde grüße von Ispom
    Gruß von Ispom

  4. #4
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    hi karl.fabry,

    herzlich willkommen im Forum .

    Tja, mir fällt dazu auch nichts (sinnerfülltes) ein. Das ist eben mehr was in Richtung PR und Politik: Die Wissenschaft, Unzulänglichkeiten des menschlichen Verstandes auszunutzen, um diese gewinnbringend zu vermehren .

    Man könnte noch die sinnfreie Rechnung aufstellen, ab welcher Häufigkeit der immerwieder herabfallende Booster den gleichen Schaden anrichtet, wie die Prozeße und Nebenprodukte die bei seiner einmaligen Herstellung freigesetzt wurden - und was eigendlich 'Schaden für die Umwelt' ist. Aber wenn man einmal damit anfängt, wird die ganze Politik überflüssig und durch Logik ersetzt. Und wer will das schon?

    Gruß
    Gunter
    'Zwei Gefahren bedrohen beständig die Welt, die Ordnung und die Unordnung' - Paul Valéry

  5. #5
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    Hallo,

    danke für die schnelle Antwort.
    Ihr habt mir die Augen etwas geöffnet.
    Übrigens: Reisen mit Lichtdruck sollten mal mit Laserkanonen unterstützt werden (Idee aus den 70er Jahren, Problem war die Rückkehr).

    Zitat: Surfen und Segeln durch das Universum mit dem Lichtdruck der Sonne ist keine Utopie

    Fazit:Prima, aber nur in eine Richtung, und zwar weg und kommt nicht wieder.
    Bzw. nicht in absehbarer Zeit.

  6. #6
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    Zitat Zitat von karl.fabry Beitrag anzeigen
    Surfen und Segeln durch das Universum mit dem Lichtdruck der Sonne ist keine Utopie

    Fazit:Prima, aber nur in eine Richtung, und zwar weg und kommt nicht wieder.
    Bzw. nicht in absehbarer Zeit.
    die Erfinder des Lichtdruck-Segelns kennen vielleicht das
    "gegen den Wind-Segeln"
    aus Seefahrtsgeschichten oder vom surfen

    gegen den Lichtdruck segelnde grüße von Ispom
    Gruß von Ispom

  7. #7
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    Hallo Karl,

    willkommen im Forum.

    Zitat Zitat von karl.fabry Beitrag anzeigen
    Was soll eigentlich Umweltfreundlich sein ?
    1.) Wiederverwendbare Booster ?
    2.) Verwendung nur eines Typs von Flüssigraketenantrieb ?
    3.) 2865 Tonnen Flüssigtreibstoff pro Turn zum Mond verbrennen ?
    4.) Das der Flüssigtreibstoff im Weltall landet anstatt in der Atmosphäre ?
    5.) Fällt mir gerade nicht ein.

    Kann mir jemand mit der Umweltfreundlichkeit helfen ?
    Ich sehe da nichts.
    Die Verwendung von Flüssig- statt Festtreibstoff, nehme ich an. Der Festtreibstoff besteht zum größten Teil aus Ammoniumperchlorat, wodurch größere Mengen an Chlorverbindungen in die Atmosphäre gelangen

    Grüße UMa

  8. #8
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    Hallo,

    die zitierte Umweltfreundlichkeit sehe ich zunächst einmal als Marketingschlagwort. In einer Zeit, in der Satellitenstarts beinahe täglich erfolgen und der Himmel jedesmal mit dicken Rauchschwaden bedeckt ist, muß man sich natürlich im Vorfeld um die öffentliche Akzeptanz sorgen.

    Trotzdem frage ich einmal vorsichtig nach: Also ich dachte immer, dass bei Flüssigtreibstoff lediglich flüssiger Wasserstoff und flüssiger Sauerstoff zur Verbrennung geführt werden und dass zusätzlich flüssiger Stickstoff als Treibmittel zum Einsatz kommt, damit die Tanks schön gleichmäßig und vollständig geleert werden. Stickstoff ist sowieso in der Atmosphäre, der Rest verbrennt zu Wasserdampf. Wo gibt es da Umweltschäden? Es werden doch nur eine paar Wolken "gemacht". So meine einfache Vorstellung. - Aber das ist mehr eine Frage in die Runde. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren.

    Gruß SirToby

  9. #9
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    Hallo Tobi,

    es geht wie ein Vorredner schon gesagt hatte, um die Feststoffbooster, die den größten Anteil des Schubs in der ersten Startphase liefern. Diese setzten giftige und agressive Verbindungen in großer Menge frei. An der Zentralstufe gibt es nichts auszusetzen.
    Auch bei der neuen russischen Raketengeneration Angara wird gern das Schalgwort umweltfreundlich verwendet, da diese die relativ unproblematische Kombination aus Kerosin/LOX verwendet, im Gegensatz zur altgedienten Proton mit dem hochentzündlichen und giftigen UDMH/NTO. Die Proton hat übrigens vorgestern ihren 325. Start seit ihrem Erstflug 1966 absolviert, und den 40. für das das Satallitentransportunternehmen ILS. Glückwunsch!
    Booster mit flüssigem Treibstoff (Kerosin/LOX) hatte zum Beispiel die russiche Energija, die das Shuttle Buran und andere schwere Nutzlasten in den Orbit bringen sollte. Diese waren auch wiederverwendbar. Aus diesen boostern heraus hat man die Zenit trägerrakete entwickelt, dort hat man allerdings auf die Wiederverwendbarkeit verzichtet. Ist billiger. Auch die Wiederverwendung der Shuttlebooster dürfte wohl ein Verlustgeschäft sein.
    Die amerikanische Atlas V und die Angara verwenden übrigens Abkämmlinge des Zenit-Triebwerkes. Also war das Energija-Programm doch kein totaler Schuss in den Ofen.
    Mal sehen wie das bei der neuen Falcon läuft, deren Erstufe soll ja auch wiederwerwendbar sein, aber bis jetzt gab es bei zwei Testflügen nur einen Teilerfolg ohne Bergung der ersten Stufe.
    Zumindest in Richtung Wiederverwendung geht es auch bei der amerikanischen Pegasus XL. Diese nutzt eine LC-1011 als Startmittel, also ein Pasagierflugzeug. Bringt Höhe und Geschwindigkeit, ist also so einer Art erste Stufe.

    Martin

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