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Thema: Besiedlung Amerikas

  1. #1
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    Standard Besiedlung Amerikas

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    So, ich denke unter "Forschung allgemein" ist dieses Thema besser aufgehoben.
    Also, meine Ansicht zu der derzeit bevorzugten Auffassung, die Asiaten seien während der eiszeit über die damals freiliegende Beringstraße nach Alska gewandert:

    Eine solche Wanderung würde selbst heute für die Abenteurer eine harte Herausforderung sein.
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß Steinzeitmenschen während der Eiszeit das geschafft haben.
    Es ist ja nicht nur das Stück Landbrücke:
    Nordasien und Nordamerika waren vergletschert, es gab kein Holz zum Feuer machen, was haben sie gefressen....

    ungläubige Grüße von Ispom
    Gruß von Ispom

  2. #2
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    Zitat Zitat von ispom Beitrag anzeigen
    So, ich denke unter "Forschung allgemein" ist dieses Thema besser aufgehoben.
    Also, meine Ansicht zu der derzeit bevorzugten Auffassung, die Asiaten seien während der eiszeit über die damals freiliegende Beringstraße nach Alska gewandert:

    Eine solche Wanderung würde selbst heute für die Abenteurer eine harte Herausforderung sein.
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß Steinzeitmenschen während der Eiszeit das geschafft haben.
    Es ist ja nicht nur das Stück Landbrücke:
    Nordasien und Nordamerika waren vergletschert, es gab kein Holz zum Feuer machen, was haben sie gefressen....

    ungläubige Grüße von Ispom
    Doch Ispom, man soll das eine tun und das andere nicht lassen. Heisst für mich, dass die wissenschaftlichen Funde sehr wohl die Besiedlung Beringstrasse vor ca 12'000 - 13'000 Jahren belegen, nur waren die nicht die ersten. Um diese Kontroverse geht es den Verfechtern.
    Es gibt nun halt mal ältere Funde in Südamerkia, die eigentlich jeden seriösen Wissenschaftler eines besseren belehren sollten, nur geht es hier schon lange nicht mehr um seriöse Wissenschaft sondern um Rechthaberei

    Es gibt zwei Klassen von Wissen: das Wissen von dem was 'ist' und das Wissen vom dem was sein 'soll'.

  3. #3
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    Zitat Zitat von maru Beitrag anzeigen
    Es gibt zwei Klassen von Wissen: das Wissen von dem was 'ist' und das Wissen vom dem was sein 'soll'.
    Maru, ich bin völlig unvoreingenommen, was dieses thema betrifft,
    habe da keine rassistischen Präferenzen,
    aber ich finde jede andere Besiedlung( selbst mit Flößen über die Ozeane) plausibler, als einen monatelangen Fußmarsch durch kältestarrende lebensfeindliche Landschaften.
    (es sollten ja auch weibliche Urmenschen den Treck mitgemacht haben )
    Selbst wenn sie Dörrfleisch mitgenommen haben , sie hätten nichts trinken können, denn es gab keine Gelegenheit Schnee aufzutauen außer am eigenen Körper,
    und der sollte eigentlich schon bald zum eiszapfen werden.

    bei diesem Gedanken zitternde Grüße von Ispom
    Gruß von Ispom

  4. #4
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    Also die Ernährung dürfte kaum ein Problem gewesen sein, wie man an den Inuit sieht. Die haben/hatten auch keine Möglichkeit Feuer zu machen und essen Fleisch und Fisch roh, was den Vorteil hat, dass wichtige Vitamine etc. im Fleisch erhalten bleiben und auf pflanzliche Nahrung verzichtet werden kann. Und verdursten tun die Inuit auch nicht, aber auf welche Weise sie Eis und Schnee schmelzen weiß ich auch nicht, hätte auch auf Körperwärme getippt...
    An einen monatelangen Fußmarsch durch die Eiswüste glaube ich auch nicht. An der Eisküste entlang, evtl. nmit kleinen Booten, wäre sicher kein großes Problem gewesen...

    Gruß
    Anac

  5. #5
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    naja, als die Eskimos noch im Urzustand angetroffen wurden, hatten sie ja schon feste (besser gesagt: stationäre) Behausungen, feste Jagdgründe, permanente Feuerstellen (mit Tran befeuert)..
    das alles aufzugeben für eine Reise ins ungewisse ….und warum, und wieso nach Norden, wo es immer kälter und unwirtlicher wurde?

    oder war der Pazifik damals sehr weit nach Süden hin zugefroren?

    völkerkundlich sehr ungebildete grüße von Ispom

    ps
    was ist der Unterschied zwischen Eskimos und Inuit?
    sind die Inuit nur der grönländische Teil der Eskimovölker?

    so wie bei den Zigeunern, deren osteuropäische Varietäten sich Roma und Zinti nennen?
    Gruß von Ispom

  6. #6
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    Zitat Zitat von ispom Beitrag anzeigen
    Maru, ich bin völlig unvoreingenommen, was dieses thema betrifft,
    habe da keine rassistischen Präferenzen,
    aber ich finde jede andere Besiedlung( selbst mit Flößen über die Ozeane) plausibler, als einen monatelangen Fußmarsch durch kältestarrende lebensfeindliche Landschaften.
    (es sollten ja auch weibliche Urmenschen den Treck mitgemacht haben )
    Selbst wenn sie Dörrfleisch mitgenommen haben , sie hätten nichts trinken können, denn es gab keine Gelegenheit Schnee aufzutauen außer am eigenen Körper,
    und der sollte eigentlich schon bald zum eiszapfen werden.

    bei diesem Gedanken zitternde Grüße von Ispom
    Hi ispom, ich kanns auch nicht ändern.
    Die Beringstrassen-Einwanderung ist so sicher, wie die vielen Funde entlang des Mackenzie Korridors nach Alaska bis hin zu New Mexico und weiter nach Südamerika, Werkzeuge, Waffen aus Knochen und Stein, sowie Skelette von erlegten Tieren, mithilfe der Radiokarbon-Messmethode datiert von 12900 - 13 350 Jahre. Die Artefakte gleichen sich vorallem in Nordamerika über 400 Jahre lang so sehr, dass man wissenschaftlich von einer einheitlichen Kultur sprechen kann - von der Clovis-Kultur eben.
    Das wird von niemandem bestritten - ausser Dir

    Es geht um die Funde in Monte Verde und weitere Orte in Südamerika, die halt weiter zurückliegen und um Knochen-Funde, die nicht in die Ahnenkette der Indianer passen und von verbissenen Clovis first Verfechtern nicht akzeptiert werden. Aber auch diese werden sich früher oder später daran gewöhnen müssen, dass es eben noch andere, vorallem frühere Einwanderungen gegeben haben muss.

    Auf dem folgenden Gif der Beringia siehst Du die datierten Funde, die keinen Zweifel an der Einwanderungsroute zulassen.

    http://www.geo.de/GEO/kultur/geschichte/691.html?p=4

  7. #7
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    Hallo Ispom,

    nun, es ist ein Trugschluss, dass Nordasien vergletschert war. Dort war es zwar sehr kalt, herrschte Permafrostboden. Gab aber dennoch kurze Sommer, in denen die natur in kürzester zeit wachsen ließ, was wachsen konnte. An Nahrung hat's auch nicht gemangelt, wie die immer wieder gefundenen Tierkadaver und Knochen belegen. Dabei handelt es sich nicht nur um Mammute. Die Beringstraße war ebenfalls eisfrei und immerhin einige zig km breit, Tiere sind da auch gewandert. Die leute konnten sich durchaus Zeit lassen und zwischendurch zeitweise an einem Ort verbringen. Nordalaska und Nordcanada waren ebenfalls an den Küsten eisfrei. Der Wisconcingletscher bedeckte nur das Inland.
    Die angenommene Welle vor ca. 13´000 bis 12´000 Jahren, war wahrscheinlich die letzte. Vor ca 30´000 Jahren war sogar eine Passage nach Süden möglich. Zu diesem Zeitpunkt war ein Kälteminima zu verzeichnen, während vor ca. 20´000 bis 18´000 Jahren ein Kältemaxima herrschte bevor die Eiszeit langsam zu Ende ging. Es gibt Funde vom Fishermans-Lake (Nordalaska) die ca. 21´000 Jahre alt sind.
    Neuerdings gibt es vermutungen, dass auch der Seeweg genutzt wurde - über den Atlantik. Etwa 17´000 bis 16´000 Jahre alte Funde weisen sehr große Ähnlichkeit mit Solutrén-Funden auf.

    Gruß Aurora

  8. #8
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    Zitat Zitat von ispom Beitrag anzeigen
    naja, als die Eskimos noch im Urzustand angetroffen wurden, hatten sie ja schon feste (besser gesagt: stationäre) Behausungen, feste Jagdgründe, permanente Feuerstellen (mit Tran befeuert)..
    das alles aufzugeben für eine Reise ins ungewisse ….und warum, und wieso nach Norden, wo es immer kälter und unwirtlicher wurde?

    oder war der Pazifik damals sehr weit nach Süden hin zugefroren?

    völkerkundlich sehr ungebildete grüße von Ispom

    ps
    was ist der Unterschied zwischen Eskimos und Inuit?
    sind die Inuit nur der grönländische Teil der Eskimovölker?

    so wie bei den Zigeunern, deren osteuropäische Varietäten sich Roma und Zinti nennen?
    Bitte macht kein Durcheinander
    Die Inuit sind ca. 3000 v.Ch. in Kanada eingewandert, also lange nach der fraglichen Clovis-Einwanderungen.
    Eskimo ist der Oberbegriff der arktischen Bewohner, während Inuit jene Volksgruppen in Kanada und Grönland bezeichnet.

  9. #9
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    Zitat Zitat von maru Beitrag anzeigen
    Das wird von niemandem bestritten - ausser Dir

    ]

    ich bestreite es ja gar nicht, ich habe nur meine Bedenken artikuliert,

    und mich bisher auch nicht weiter dafür interessiert,
    der link hat mich überzeugt, daß es doch so gewesen ist

    wieder etwas schlauer gewordene Grüße von Ispom
    Gruß von Ispom

  10. #10
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    Zitat Zitat von Aurora Beitrag anzeigen
    nun, es ist ein Trugschluss, dass Nordasien vergletschert war. Dort war es zwar sehr kalt, herrschte Permafrostboden. Gab aber dennoch kurze Sommer, in denen die natur in kürzester zeit wachsen ließ, was wachsen konnte. An Nahrung hat's auch nicht gemangelt, wie die immer wieder gefundenen Tierkadaver und Knochen belegen. Dabei handelt es sich nicht nur um Mammute. Die Beringstraße war ebenfalls eisfrei und immerhin einige zig km breit, Tiere sind da auch gewandert. . . . . .
    Ja, Aurora, bin schon bekehrt,
    ich hatte von der Eiszeit im Norden von NA schlimmere Vorstellungen...

    dachte, es wäre so wie in Skandinavien damals...

    gemilderte eiszeitliche Grüße von Ispom
    Gruß von Ispom

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