Anzeige
Seite 3 von 8 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 74

Thema: Generationenschiff

  1. #21
    Registriert seit
    08.02.2005
    Ort
    in einer deutschen Kleinstadt
    Beiträge
    2.368

    Standard

    Anzeige
    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Das große Problem dabei ist doch, dass unsere Kinder nicht die selben Interessen haben müssen wie wir. Du und ich, wir finden z.B. das Weltall und den Anblick des ganzen Universums als hochinteressant. Ein anderer jedoch wird diesen ständigen Anblick zum Kotzen finden und würde sich viel lieber den Wind der Wildnis um die Nase wehen lassen.
    Ja, sie wissen ja nur aus der virtuellen Animation, was "Wind der der Wildnis" ist.
    Dem Vorwurf, daß sie zwangsweise auf dem Schiff sind, würde ich als Vater dadurch begegnen, daß ich ihnen sage:

    ich habe mich für ein solches Leben entschieden,
    ich hatte nun die Wahl: ein Kind in die Welt zu setzen, oder keins,
    wäre dir die zweite Variante lieber gewesen?

    Aber vermutlich werden dereinst die Kinder nicht mehr auf herkömmliche weise
    erzeugt, sonder durch Klonen oder aus Samen-und eizellen-Banken....

    das alles für möglich haltende Grüße von Ispom
    Gruß von Ispom

  2. #22
    Registriert seit
    22.08.2006
    Ort
    Dessau
    Beiträge
    1.384

    Standard

    Zitat Zitat von ispom Beitrag anzeigen
    Ja, sie wissen ja nur aus der virtuellen Animation, was "Wind der der Wildnis" ist.
    Und ich glaube, dass sie das nicht all zu lange befriedigen wird. Sie werden nach einiger Zeit fragen: "Ist da nicht noch mehr? Es muss doch noch mehr in der Welt geben, als nur solche syrrealen Landschaften?"

    Zitat Zitat von ispom Beitrag anzeigen
    wäre dir die zweite Variante lieber gewesen?
    Nein, wahrscheinlich hätte ich die erste Variante bevorzugt ...

    Zitat Zitat von ispom Beitrag anzeigen
    Aber vermutlich werden dereinst die Kinder nicht mehr auf herkömmliche weise erzeugt, sonder durch Klonen oder aus Samen-und eizellen-Banken....
    Das ist eigentlich das schlimmste, was der Menschheit passieren kann! - Eigentlich erinnert mich das an Aussagen von UFO-Entführungsopfern, die da unter Hypnose erzählten, dass die Außerirdischen, die von einem Planeten vom Doppelstern Zeta Reticuli kämen, aus genau diesem Grund die Erde besuchen würden! Ihre Spezies wäre nicht mehr in der Lage, sich auf herkömmliche Weise fortzupflanzen, weil sie durch ihre fortschrittliche Medizin schon zu stark genetisch verändert worden wären und nun nach fehlenden Gen-Sequenzen bei den Menschen suchten, um ihren Gen-Pool wieder aufzufrischen.

    Genetisch aufgefrischte Grüße von
    Toni
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

  3. #23
    Registriert seit
    05.03.2007
    Beiträge
    42

    Standard

    Hallo ispon
    So so, ein sehr gefragter User, dann hoff ich mal, dass ich all eure Erwartungen erfülle. Zu meiner Spezialisierung: Nach meiner Ausbildung arbeitete ich bei CERN, jedoch nur 1 Jahr lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Das war mir dann zu langweilig. Ich wollte mal was schaffen und entwickeln. Also ging ich zu einem Satteliten Hersteller, den ich nicht erwähnen mag. Ich entwickelte mit meinem Team eine neue Camera, der Vorgänger zu der die bei Mars-Express eingesetzt wird. Darüber verfasste ich meine Doktorarbeit und ging zurück in die Heimat nach Bayern-Bayreuth. Zur Zeit bin ich an der Uni tätig.
    Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.

    Goethe

  4. #24
    Registriert seit
    07.07.2006
    Ort
    Schweiz
    Beiträge
    103

    Standard

    Zitat Zitat von ispom Beitrag anzeigen

    Die (jetzt im wörtlichen sinne) Astronauten haben auch nicht das Ziel, auf einem extrasolaren Planeten seßhaft zu werden, sondern bestenfalls in eine Umlaufbauhn um einen anderen Stern einzuschwenken.

    astronautische Grüße von Ispom

    Das wäre auch richtig so. Doch würde ich dies bezweifeln, denn die Geschichte der Menschheit redet in einer anderen Sprache. Die Menschen der alten Welt hatten auch nicht das Recht, Eingeborene anderer Kontinente auszurotten, Menschen von Schwarzafrika als Sklaven zu bändigen.
    Genausowenig hätten wir das Recht, in biologische Aktivitäten ferner Planeten einzugreifen und trotzdem würden wir das tun.
    Wären dort menschenähnliche Spezies mit Kommunikationsmöglichkeiten ansässig, würde der ganze Schei.. von neuem beginnen.
    Nur mal so ein kleiner Zukunftsgedanke.
    Darum bin ich eigentlich froh, dass wir kaum jemals unser Sonnensystem verlassen können

  5. #25
    Registriert seit
    05.03.2007
    Beiträge
    42

    Standard

    Hallo Maru


    Zitat:
    Darum bin ich eigentlich froh, dass wir kaum jemals unser Sonnensystem verlassen können [/QUOTE]

    Also diese Mienung vertrete ich nicht ganz so wie du. Je früher wir interstellare Raumfahrt betreiben, umso mehr Zeit bleibt uns einen neuen Planeten zu finden auf dem wir uns nieder lassen können ohne damit wir anderen Lebewesen schaden können. Wir müssen interstellare Raumfahrt beteiben sonst wird die Menschheit aus diesem Universum verschwinden. Damit will ich auf die vielen Wletuntergangszenarien hinweißen, die uns jeden Tag treffen können.

    interstellare Grüße
    Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.

    Goethe

  6. #26
    Registriert seit
    11.03.2006
    Beiträge
    6.506

    Standard

    Hallo maru,

    Zitat Zitat von maru Beitrag anzeigen
    Die Menschen der alten Welt hatten auch nicht das Recht, Eingeborene anderer Kontinente auszurotten, Menschen von Schwarzafrika als Sklaven zu bändigen.
    Genausowenig hätten wir das Recht, in biologische Aktivitäten ferner Planeten einzugreifen und trotzdem würden wir das tun.
    Du stellst Dir hier etwas vor, was uns durch zahlreiche SF-Romane, Filme... immer wieder suggeriert wird. Das alles ist auf unserer Erde auch so geschehen. Da das aber alles innerhalb unserer Biosphäre, mit unseren allernächsten Verwandten ablief, jeder Ort der Erde mit einem geradezu lächerlich kleinen Aufwandt (auch damals schon) erreichbar war, lagen völlig andere Rahmenbedingungen vor, als wir sie wahrscheinlich bei den hier zur Debatte stehenden 'Reisen' erwarten können.

    Eine, wie auch immer, schon mit Leben 'kontaminierte' Welt, scheidet als 'Wohnort' für Menschen ziemlich wahrscheinlich aus. Würden wir es überhaupt überleben, dann wären wir ziemlich sicher nicht mehr so wie vorher.

    Meine etwas vorsichtige Formulierung (ziemlich sicher) kommt daher, daß wir so was wie Panspermie bisher nicht ausschließen können, auch wenn ich daran nicht glaube.

    Für viel wahrscheinlicher halte ich eine Besiedelung des Weltalls durch Habitate. Das wird, wenn überhaupt zuerst in unserem Sonnensystem geschehen, in einer viel breiteren Zone als sie für Planeten als habitabel gilt.

    An eine (herkömmliche) Besiedelung 'fremder' Welten ist ohnehin erst ernsthaft zu denken, wenn solche Habitate möglich sind.

    Die nächste Frage: Warum sollten wir das überhaupt tun? Die typische Bergsteiger-Antwort darauf "Weil er da ist" ist in einem solchen Szenario ein wenig überzeugender Grund, mehr Ressourcen ins Weltall zu schicken, als die Menschheit seit Anbeginn ihrer Existenz erwirtschaftet hat.

    Auch das Argument 'Lebensraum' im herkömmlichen Sinne, ist Unfug. Die gesamte Milchstraße würde in weniger als 10000 Jahren zu klein sein, wenn man die derzeitige Vermehrungsrate zu Grunde legt.

    Rohstoffe? Nichts was wir da draußen finden und wirklich brauchen, haben wir innerhalb unseres Sonnensystems nicht deutlich einfacher und extrem viel billiger.

    Herzliche Grüße

    MAC
    Geändert von mac (10.03.2007 um 15:00 Uhr)

  7. #27
    Registriert seit
    08.02.2005
    Ort
    in einer deutschen Kleinstadt
    Beiträge
    2.368

    Standard

    Zitat Zitat von maru Beitrag anzeigen
    Genausowenig hätten wir das Recht, in biologische Aktivitäten ferner Planeten einzugreifen und trotzdem würden wir das tun.
    Wären dort menschenähnliche Spezies mit Kommunikationsmöglichkeiten ansässig, würde der ganze Schei.. von neuem beginnen.
    Nur mal so ein kleiner Zukunftsgedanke.
    Darum bin ich eigentlich froh, dass wir kaum jemals unser Sonnensystem verlassen können
    Was "Recht" ist, wurde fast in jeder Generation und jedem Kulturkreis anders definiert.
    Sowohl damalige maurische Sklavenfänger als auch die Taliban heutzutage glauben, im Recht zu sein.

    Der Arzt, der vor dreihundert Jahren eine Leiche aufgeschnitten hat,
    um zu sehen, wie der Mensch funktioniert und mit dieser Erkenntnis Kranken zu helfen
    wurde nach damaligem Rechtsempfinden ebenso aus der gesellschaft ausgestoßen wie ein Mädchen mit einem unehelichen Kind.

    Der Haager Gerichtshof glaubt heute, das absolute Recht für sich gepachtet zu haben, aber in vielen Ländern wird das anders gesehen.
    Ist die Rechtssprechung nach der Scharia rechtens?
    für uns nicht, aber für Millionen von Moslems doch.

    Deshalb halte ich rechtliche Erwägungen im Hinblick auf die besiedlung von anderen Himmelskörpern
    für seeeehr subjektiv und vom derzeitigen Zeitgeist geprägt.

    rechtswidrige Grüße von Ispom

    ps
    im übrigen mit Mac gleicher Meinung
    Geändert von ispom (10.03.2007 um 15:16 Uhr)
    Gruß von Ispom

  8. #28
    Registriert seit
    07.07.2006
    Ort
    Schweiz
    Beiträge
    103

    Standard

    Hallo mac,

    eigentlich schreibst Du in etwa dieser Frequenz, wie ich es tat.
    Das mit dem verhalten des Menschen hat sehr wenig damit zu tun, ob das nun durch SciFi-Filme so suggeriert wird oder nicht, sondern eben mit dem Menschen selber. Die Geschichte der Menschheit steht da gerade dafür

    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen

    Eine, wie auch immer, schon mit Leben 'kontaminierte' Welt, scheidet als 'Wohnort' für Menschen ziemlich wahrscheinlich aus. Würden wir es überhaupt überleben, dann wären wir ziemlich sicher nicht mehr so wie vorher.


    Herzliche Grüße

    MAC
    Dein obiger Satz ist doch so treffend in meinem Posting zu Grunde gelegt. Aber gehst Du wirklich davon aus, dass es Planeten irgendwo gibt, die bestens fürs biologische Szenario vorbereitet sind und doch kein Leben beherbergen? Das sehe ich eben total anders. Dort wo Wasser und damit eine Bio-Sphäre vorliegt, dort gibt es auch Leben. Es muss ja nicht unbedingt von höherer Intelligenz sein, aber Leben wird es geben.
    Und der Mensch würde dort eingreifen, so wahr wie ich diese Zeilen in die Tastatur kloppe, SciFi-Suggestion hin oder her

    Habitate, die sehe ich auch als mögliche Parallelwelten, ob man mit diesen allerdings durchs Universum schippern kann, eher weniger.
    Meine Ansicht ist, dass der Mensch für immer an sein eigenes Sonnensystem gebunden sein wird. Geht die Erde kaputt, wird es auch der Mensch. Da ist ein Überleben auf Habitaten lediglich ein Verschieben des Untergangszeitpunktes.
    O.K. ich gebe zu, tönt nicht gerade optimistisch

    Carl Sagan hatte in seinem Buch "Blauer Punkt im All" die geniale Idee, dass man irgendwann mal Kometen aushölen und zu riesigen Habitaten umfunktionieren könnte. Und da die Kometen in der Ortschen-Wolke zu hause sind, hat er ein Szenario durchgedacht, das irgendwie plausibel klingt. Er ging davon aus, dass jedes Sonnensystem von einer Ortschen Wolke umgeben ist und sich zwei benachbarte Systeme ineinanderdrehen, wie zwei Zahnräder, ohne sich gegenseitig weh zu tun. Für ein solches Kometen-Habitat wäre es mit geringer Energie möglich, sich von einer Ortschen Wolke in die benachbarte zu driften und wiederum in die nächste. So könnte man mit wenig Energie durchs Weltall schippern, allerdings in Zeitdimensionen, die ich mir kaum vorstellen kann. Spekulieren sei erlaubt, jedoch ohne Garantie

    mfg maru
    Geändert von maru (11.03.2007 um 11:36 Uhr)

  9. #29
    Registriert seit
    11.03.2006
    Beiträge
    6.506

    Standard

    Hallo maru,

    Zitat Zitat von maru Beitrag anzeigen
    Das mit dem verhalten des Menschen hat sehr wenig damit zu tun, ob das nun durch SciFi-Filme so suggeriert wird oder nicht, sondern eben mit dem Menschen selber. Die Geschichte der Menschheit steht da gerade dafür
    Ich habe mich hier anscheinend mißverständlich ausgedrückt. Natürlich glaube ich nicht, dass Hollywood oder SF-Autoren uns zu dem machen, was wir sind. So war das nicht gemeint. Es ging mir um die typische Schilderung des Ablaufes eines solchen Unternehmens und dass es eben nicht so geht, wie die Eroberungszüge in der Menscheitsgeschichte.

    Wir können nicht zu einem bereits belebten Planeten kommen, schauen und siegen. Wir können ihn nicht einfach so besiedeln. Wozu sollten wir das denn auch tun? Was wäre denn besser daran, als weitere Habitate um die ‚neue’ Sonne herum zu bauen?

    Jeder Planet den wir besiedelbar machen könnten, würde nur in dem Fall, dass die Siedler aus irgend einem Grund in die Steinzeit zurückfallen, einen Vorteil gegenüber den Habitaten bieten. Dieser Vorfall darf sich aber erst ereignen, wenn der Planet bewohnbar gemacht wurde. Das würde auf einem schon belebten Planeten mit großer Sicherheit gar nicht, oder nur mit enorm viel größerem Aufwand (auch zeitlich) gelingen, als bei einem nicht belebten Planeten.

    Die in der 08-15 SF gebräuchlichen Beschreibungen von Kolonien im Weltall sind schlicht Mumpitz. Piratengeschichten in denen das Meer Weltall genannt und romantische Inseln Planetennamen bekommen und alles andere um Gottes Willen so bleiben muß, wie wir es kennen. Anders wäre nämlich kompliziert, sogar sehr kompliziert. Das wiederum verkauft sich schlecht an eine größere Anzahl von Lesern.

    Das nächste Problem: Nach derzeitiger Auffassung werden die meisten, auch nur entfernt erdähnlichen Planeten in der bewohnbaren Zone einer Sonne, die der unseren einigermaßen ähnelt, eine dutzende km dicke Wasserschicht haben, die den Planeten komplett bedeckt. Für Landbewohner auch nicht gerade ein Traumziel.



    Zitat Zitat von maru Beitrag anzeigen
    Aber gehst Du wirklich davon aus, dass es Planeten irgendwo gibt, die bestens fürs biologische Szenario vorbereitet sind und doch kein Leben beherbergen? Das sehe ich eben total anders. Dort wo Wasser und damit eine Bio-Sphäre vorliegt, dort gibt es auch Leben. Es muss ja nicht unbedingt von höherer Intelligenz sein, aber Leben wird es geben.
    auch wenn ich Dir derzeit nicht das Gegenteil beweisen kann, womit ich allerdings nicht besser da stehe, als Du, habe ich diese Verhältnisse weder ausgeschlossen noch bestätigt und gehe weder von dem Einen noch von dem Anderen aus, sondern differenziere nur die Konsequenzen für beide Fälle.



    Zitat Zitat von maru Beitrag anzeigen
    Und der Mensch würde dort eingreifen, so wahr wie ich diese Zeilen in die Tastatur kloppe, SciFi-Suggestion hin oder her
    natürlich kann ich nicht ausschließen, dass so was geschieht. Aber das Hauptmotiv für ein solches ‚Eingreifen’, Profitgier, sehe ich nicht als gegeben. In dieser Beziehung ist eben die Conquista nicht mit einem solchen Unternehmen vergleichbar.


    Zitat Zitat von maru Beitrag anzeigen
    Habitate, die sehe ich auch als mögliche Parallelwelten, ob man mit diesen allerdings durchs Universum schippern kann, eher weniger.
    hier muß man sicher zwei Bereiche unterscheiden. Autarke Überlebensfähigkeit über beliebig viele Generationen mit Energie und Rohstoffversorgung aus dem Sonnensystem und genau das gleiche, aber zusätzlich Transport und autarke Energieversorgung bis zum Erreichen einer beliebigen, stabilen Sonne. Die Habitate um eine Sonne herum, brauchen sicher keine autarke Energieversorgung und ein Antriebssystem, dass sie auf eine ausreichende Reisegeschwindigkeit beschleunigen und abbremsen kann. Aber alle anderen Probleme, die ein solches Raumschiff hätte, haben sie in gleicher weise.


    Zitat Zitat von maru Beitrag anzeigen
    Meine Ansicht ist, dass der Mensch für immer an sein eigenes Sonnensystem gebunden sein wird. Geht die Erde kaputt, wird es auch der Mensch. Da ist ein Überleben auf Habitaten lediglich ein Verschieben des Untergangszeitpunktes.
    das kann sein. Wenn es zu keinen nennenswerten Katastrophen kommt (Impact ausreichender Größe, SN1 a Sirius B, und noch eine Vielzahl weiterer bekannter und bisher unbekannter externer Unannehmlichkeiten) ganz zu schweigen, von den viel sichereren hausgemachten, dann kann das sogenannte höhere Leben auf der Erde noch etwa 500 Millionen Jahre existieren. In Habitaten im Sonnensystem allerdings erheblich länger. Irgendwann ist allerdings auch Ende der Fahnenstange im gesamten Universum. Ist allerdings kaum absehbar, welche Möglichkeiten für das Leben bis dahin existieren könnten.

    Wir sind allerdings die ersten im Sonnensystem, die für das Leben einen Lebensraum, der nicht auf Gedeih und Verderb mit dem Schicksal der Erde verknüpft ist, schaffen könnten. Wenn wir diese, vielleicht nur sehr kurze Zeit bestehende, vielleicht auch einmalige Chance, nicht wahrnehmen, werden wir unserer Verantwortung dem Leben gegenüber, so wie ich sie verstehe, nicht gerecht.

    Herzliche Grüße

    MAC

  10. #30
    Registriert seit
    07.07.2006
    Ort
    Schweiz
    Beiträge
    103

    Standard

    Anzeige
    Hallo mac,
    wie ich schon gesagt habe, Deine Ansichten sind nicht weit der meinigen entfernt.

    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    Das nächste Problem: Nach derzeitiger Auffassung werden die meisten, auch nur entfernt erdähnlichen Planeten in der bewohnbaren Zone einer Sonne, die der unseren einigermaßen ähnelt, eine dutzende km dicke Wasserschicht haben, die den Planeten komplett bedeckt. Für Landbewohner auch nicht gerade ein Traumziel.
    Dies allerdings ist mir neu. Ich weiss nicht, woher Du das hast. Erdähnliche Planeten würde ja auch heissen, es gibt dort Vulkantätigkeit, Erdbeben, Plattentektonik, Jahreszeiten. Dann sehe ich nicht ein, warum da nicht auch Kontinente vorkommen sollen. Das ist natürlich die Grundbedingung für eine biologische Entwicklung und warum soll sich diese nicht wiederholen. Für höheres intelligentes Leben allerdings sehe ich da nicht so die Normalität. Dazu waren die Zufälle von Bedingungen auf unserer Erde doch praktisch einmalig. Es brauchte immer Tod und Verwüstung, Änderung des Klimas, dass das Leben hier schlussendlich beim Menschen endete, ... bisher

    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen

    Wir sind allerdings die ersten im Sonnensystem, die für das Leben einen Lebensraum, der nicht auf Gedeih und Verderb mit dem Schicksal der Erde verknüpft ist, schaffen könnten. Wenn wir diese, vielleicht nur sehr kurze Zeit bestehende, vielleicht auch einmalige Chance, nicht wahrnehmen, werden wir unserer Verantwortung dem Leben gegenüber, so wie ich sie verstehe, nicht gerecht.

    Herzliche Grüße

    MAC
    Ich weiss nicht, ob wir Menschen da nicht unsere Existenz allzusehr überschätzen. Wir wissen durch die moderne Astronomie, dass es Systeme im Universum gibt und gab und geben wird, die dem Untergang geweiht sind oder waren oder es sein werden. So auch unseres in ein paar hundert Mio. Jahren. Es ist alles nur eine Frage der Zeit. Es ist ein Kommen und Gehen wie auf unserer Erde die Jahreszeiten.
    Die Astronauten, die auf dem Mond waren, hatten ihre tiefste Erkenntnis darin mit Blick auf die Erde, dass dieser wunderbare blaue Planet, der einsam in den Weiten des Kosmos ihre Runden um eine Sonne dreht, unser schützenswertes Zuhause ist, das es gilt, zu bewahren. Dies steht im krassen Gegensatz zu den hausgemachten Problemen der Bewohner dieses Planeten, die es nicht schnell genug erwarten können, in ihrem eigenen Chaos zu Grunde zu gehen.
    Ich meinerseits sehe keine Möglichkeiten, unser Sonnensystem jemals verlassen zu können, es sei denn, ein verwegener Haufen in einem Habitat, der einfach auf nimmerwiedersehen in den weiten des All verschwindet.
    Auch Habitate, gebunden an unsere Sonne wären den Privilegierten vorbehalten. Wieviele könnten denn da Platz finden ? ..... eine Million .... zehn Millionen ..... hundert Millionen ????

    mfg maru

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
astronews.com 
Nachrichten Forschung | Raumfahrt | Sonnensystem | Teleskope | Amateurastronomie
Übersicht | Alle Schlagzeilen des Monats | Missionen | Archiv
Weitere Angebote Frag astronews.com | Forum | Bild des Tages | Newsletter
Kalender Sternenhimmel | Startrampe | Fernsehsendungen | Veranstaltungen
Nachschlagen AstroGlossar | AstroLinks
Info RSS-Feeds | Soziale Netzwerke | Flattr & freiwilliges Bezahlen | Werbung | Kontakt | Suche
Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung
Copyright Stefan Deiters und/oder Lieferanten 1999-2013. Alle Rechte vorbehalten.  W3C