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Thema: Neue Welten

  1. #1
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    Standard Neue Welten

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    Hallo Forum,
    Nun ja, der Mars mag schon interessant für eine Besidelung sein.Habt Ihr schon mal an den Mond Europa gedacht??? Da sollten wir mal graben. Die NASA verhandelt darüber ob sie ein Mini-U-Boot mit einer Sonde schicken sollen.

  2. #2
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    Standard ..eiskalt da

    Hallo Supernova 1a,

    dein Vorschlag ist einfacher gesagt als getan. Eine vollautomatische, weiche Landung auf einem fremden Mond ist in meinen Augen immer noch eine anerkennenswerte Ingenieursleistung. Man hat sich daran gewöhnt und jeder glaubt, so etwas müssen immer klappen wie die Landung eines Passagierflugzeuges auf einem Flughafen.

    Mit dem Mini-U-Boot wird es noch schwieriger. Dieses müsste sich erst einmal durch eine kilometerdicke Eisschicht durchfräsen oder durchschmelzen. Man wäre ja schon froh, wenn man soetwas auf der Erde realisieren könnte, beispielsweise zur Erforschung des arktischen Eises.

    Auf jeden Fall sind damit schon einmal Minimalwerte für die Nutzlast einer Sonde festgelegt, die damit weit über dem liegt, was heutige Trägersystem ins All hieven können. Damit wären wir schon bei einer Zusammenschraublösung aus mehreren Modulen, die man nacheinander in den Orbit bringt und von dort aus starten müsste.

    Zum Schluß gibt es auch noch ein Kommunikationsproblem. Die Radiokommunikation mit einem tief tauchenden U-Boot ist auch auf der Erde immer noch ein Problem und ab bestimmten Tiefen überhaupt nicht mehr möglich. Geht ja wahrscheinlich um die Übertragung von Meßdaten. Kamerabilder machen wohl kaum einen Sinn dort unten. Könnte allerdings sein, dass bei genügend Licht gerade ein Hai in die Linse lunzt.

    Gruß SirToby

  3. #3
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    Standard

    Hallo Ihr beiden,

    Zitat Zitat von SirToby Beitrag anzeigen
    Mit dem Mini-U-Boot wird es noch schwieriger. Dieses müsste sich erst einmal durch eine kilometerdicke Eisschicht durchfräsen oder durchschmelzen. Man wäre ja schon froh, wenn man soetwas auf der Erde realisieren könnte, beispielsweise zur Erforschung des arktischen Eises.
    diese Phase wird ja auch schon in die Planung mit einbezogen. Der Wostok-See in der Antarktis soll da die Generalprobe liefern, weil man dort vermutet, dass es dort Lebensformen gibt, die seit Millionen von Jahren vollkommen von der restlichen Welt abgeschnitten sind und sich dadurch völlig unabhängig weitereintwickelt haben könnten. Und wenn das mit dem Mini-U-Boot im Wostock-See klappt, dann will man diese Technologie auch auf dem Mond Europa anwenden.

    Zitat Zitat von SirToby Beitrag anzeigen
    Zum Schluß gibt es auch noch ein Kommunikationsproblem. Die Radiokommunikation mit einem tief tauchenden U-Boot ist auch auf der Erde immer noch ein Problem und ab bestimmten Tiefen überhaupt nicht mehr möglich.
    Das sehe ich auch so. Aber bis es soweit ist, werden sich die NASA-Leute schon etwas einfallen lassen ...

    Einfallsreiche Grüße von
    Toni
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

  4. #4
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    Standard

    ja, überhaupt mal so nebenbei gefragt:
    wie funktioniert denn eigentlich die kommunikation mit den U-booten?
    ich kann mir vorstellen, daß das Seewasser (und das Wasser auf Europa ist vermutlich auch salzig) wie ein Faradayscher Käfig wirkt.
    Man müßte immer ein Antenne an die Oberfläche aufsteigen lassen oder per Schallwellen bis zu einer Relais-Boje kommunizieren.

    radarmodulierte Grüße von Ispom
    Gruß von Ispom

  5. #5
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    Standard

    Zitat Zitat von ispom
    ja, überhaupt mal so nebenbei gefragt:
    wie funktioniert denn eigentlich die kommunikation mit den U-booten?
    Ich poste mal den entsprechenden Abschnitt aus Wikipedia U-boot Kommunikation:
    Die Kommunikation mit getauchten U-Booten ist sehr problematisch. Ausschließlich die Supermächte verfügen über die Technologie, wenige Daten zwischen U-Booten und Flugzeugen über große Entfernungen auszutauschen, indem beide sehr lange Antennen hinter sich herziehen. Um große Datenmengen auszutauschen, sind U-Boote gezwungen, sich der Wasseroberfläche zu nähern und sie mit konventionellen Antennenmasten zu durchdringen. Dies wiederum erleichtert ihre Ortung. Versuche, das Kommunikationsproblem durch satellitengestützte Laser zu lösen, wurden wahrscheinlich nach dem Ende des Kalten Krieges aufgegeben. Mit einem getauchten U-Boot zu kommunizieren ist fast unmöglich, da nur extrem langwellige Radiosignale das Wasser durchdringen können. Die USA benutzen extrem leistungsstarke Längstwellensender mit Frequenzen um 20 kHz, um Nachrichten an getauchte Boote auszusenden. Die Datenrate ist extrem gering. Es können nur einige Zeichen pro Stunde übertragen werden. Meistens wird das U-Boot dadurch zum Abrufen von Nachrichten vom Satelliten aufgefordert. Längere Nachrichten an ein U-Boot werden auf einen Satelliten gespeichert und heruntergeladen (in Sekundenschnelle!), wenn das Boot knapp unter der Meeresoberfläche einen Antennendraht hinter sich herzieht. Ansonsten gibt es für ein getauchtes U-Boot noch die Möglichkeit, eine Funkboje mit der gespeicherten Nachricht aufsteigen zu lassen, die dann zum Beispiel an einen Satelliten gesendet wird. Das ist das übliche Verfahren bei Notsituationen, in denen das Boot auf den Meeresgrund gesunken ist und Hilfe von außen benötigt wird.

    Über sehr kurze Entfernungen können akustische Unterwassertelefone (Gertrude) zum Einsatz kommen. Außerdem lassen sich Informationen durch Sonar in Form von Morse-Nachrichten austauschen. Bei zivilen Tauchbooten bietet es sich oft an, auf eine Kabelverbindung zurückzugreifen.

  6. #6
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    Standard

    Also dieses Kommunukationsproblem lässt sich ganz einfach lösen. Wenn die Funkwellen nicht zu uns kommen, dann müssen wir eben zu den Wellen. Das Gewicht ist sicherlich ein Problem, aber wir brauchen ja kein rieseiges Atom-U-Boot schicken. Ein kleines Boot, welches eine Wasserprobe nimmt und danach wieder zur Erde kommt. So machen wir das oder nicht?
    Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.

    Goethe

  7. #7
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    Zitat Zitat von jonas Beitrag anzeigen
    Ich poste mal den entsprechenden Abschnitt aus Wikipedia U-boot Kommunikation:
    danke, Jonas
    da war ich ja gar nicht so schlecht mit meiner Vermutung (wie immer )

    raumfahrerinstinktive Grüße von Ispom
    Gruß von Ispom

  8. #8
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    Hallo Supernova,

    Zitat Zitat von Supernova 1a Beitrag anzeigen
    Das Gewicht ist sicherlich ein Problem, aber wir brauchen ja kein rieseiges Atom-U-Boot schicken. Ein kleines Boot, welches eine Wasserprobe nimmt und danach wieder zur Erde kommt. So machen wir das oder nicht?
    das mit dem "kleinen Boot" ist sogar noch übertrieben! Es soll lediglich eine kleine Sonde sein, die sich, aus dem Bohrkern entlassen, selbstständig durch die restlichen Meter des Eises frisst, dabei völlig steril bleibt, anschließend durch's Wasser fährt (eben wie ein Mini-U-Boot) und einige Proben nimmt. Wie dabei aller dings Funkkontakt gehalten werden soll, ist mir auch schleierhaft. Dies Szenario ist übrigens schon mehrfach im Fernsehen gezeigt worden.

    Wie immer informative Grüße von
    Toni
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

  9. #9
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    Hi folks,
    nachdem hier so viel über die ollen Ägypter mit ihren hypothetischen Kenntnissen über Metallurgie gestritten wurde,
    und mir der nun Kopf schwirrt vor negativer energie, und ich jetzt noch mehr verunsichert bin als vor der Diskussion, ob das Universum nun aus dem Nichts entstanden ist,

    da habe ich beschlossen, meine Freizeit einer erfreulicheren Thematik zuzuwenden und diesen thread nicht verkümmern zu lassen:

    was könnten wir mit der Kenntnis moderner Technologie und dem bisherigen Wissen über unser Sonnensystem nicht für großartige Zukunftsprojekte schmieden:

    die gewaltigen Wasservorräte auf dem Mars,
    die kürzlich entdeckten natürlichen Höhlen (als erste Schutzbauten für Marsionauten),

    oder unser Wissen um den „Wassermond“ Europa müßten doch eigentlich unsere Phantasie beflügeln:
    über die künftigen Marsianer haben wir schon mal diskutiert:
    imho aber noch nicht über die

    Oceanids (or Europids) unter dem Rhadamantic Ocean
    http://www.asi.org/adb/06/09/03/02/037/oceanids.html

    und ihre Überlebenstechniken.
    Ich war überrascht, daß es schon workshops gegeben hat über

    "living off the Ice on Europa"

    ich bin darauf gestoßen, als ich den Beitrag von
    Ajax Woji in
    http://www.redcolony.com/forum/viewtopic.php?t=1790

    gelesen habe.

    themawechselnde Grüße von Ispom
    Gruß von Ispom

  10. #10
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    Standard ..sollen hinfliegen und nachgucken ..

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    Hallo,

    das ist ja superspannend was da unter oceanids.html steht. Sie sollen hinfliegen und nachgucken, was unter dem Eis ist!!!
    Manchmal geht mir der technische Fortschritt nicht schnell genug. Würde auch dem internationalen Ansehen (ich drück mich mal vorsichtig aus) der westlichen Hemnisphäre gut tun, wenn wir die ersten wären. Aber 2 bis 3 Meilen Eisschicht sind natürlich auch ein Wort. Eigentlich undurchdringlich, wenn ihr mich fragt. Es handelt sich ja um sehr kaltes Eis. Soll hart wie Beton sein.

    Wie kommt es eigentlich, dass Europa soviel Wasser trägt, wenn er doch sogar kleiner als der Mond ist? Ich dachte immer, dass Wasserhaltigkeit und/oder Atmosphäre allein eine Frage der Gravitation also letztlich der Größe eines Mondes ist?

    Ungeduldige Grüße

    SirToby

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