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Thema: Wie real ist die Welt?

  1. #1
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    Standard Wie real ist die Welt?

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    Wer hat ihn nicht schon mal gehört, den kritischen Einwandt:

    "Woher wissen wir eigentlich, dass alles was geschieht real ist, und dass wir nicht nur einen unglaublich intensiven Traum durchleben?"

    "Ich denke, also bin ich" kann ja ebenfalls in jedem besseren Traum vorkommen und beweist nur, dass ich etwas Denkendes bin, doch nicht was ich bin. Es beweist mir nicht, dass ich ein Lebewesen aus Fleisch und Blut inmitten einer realen Umwelt bin - genauso könnte ich auch nur ein Traumkonstrukt sein - oder auch etwas ganz anderes.

    Dies Thema ist zugegebenermaßen ein philosophisches, und man könnte fragen, was dieses bei Astronews verloren hat; Aber je mehr sich die Quantenphysik auch in diesem Forum breitmacht, desto angemessener wird die Frage nach der Realität.

    Wir können die Geschehnisse im Universum anscheinend nicht allein mit unserem Realitätsbegriff erkläre. Brauchen wir etwa einen neuen?

    Wie real ist das Universum, wenn es sich letztlich über virtuelle Teilchen, komplexe Zeitebenen, unbegreiflich Zusatzdimensionen, unmögliche singuläre Objekte, unbestimmte Zustände oder sonstige "Wunder" definiert.

    Lässt sich überhaupt etwas finden, dass wenigstens im Ansatz als unumstößlich real beweisbar ist?

    Ist nur real, was sich physikalisch-mathematisch eindeutig beschreiben läßt? Dann allerdings muss unser Bewusstsein nicht-real sein.

    Ich denke, dieses Thema dürfte auch für jene interessant sein, die sich nun nicht gerade übermäßig zum Philosophieren hingezogen fühlen. Bin mal gespannt.

    Mit herzlichen Grüßen, Euer Marspilot.
    [QUOTE][/Das erste Ziel der Menschheitsentwicklung ist: Alles zu erreichen, was nur möglich ist.
    Und es gilt: alles ist möglich, solange es nicht gegen die Naturgesetze verstößt.
    Ist dieses Ziel erreicht, dann werden wir uns dem zweiten und letzten Ziel widmen: Dem Ersinnen und Erlassen neuer Naturgesetze.

  2. #2
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    Standard

    An einen Traum muß man ja garnicht denken.
    Es gäbe eine durchaus "realistische" Wahrscheinlichkeit einer virtuellen Welt.

    Angenommen, in 500 Jahren hat sich die Menschheit noch nicht ausgerottet, der technische Fortschritt geht weiter und hat zu wirklich schnellen Computern und Netzwerken gefuehrt. Auch mal angenommen, Moral und Ehtik ensprechen immer noch den Werten von heute. dann ist es naheliegend, anzunehmen, dass der Spieltrieb immer noch ein beherrschendes Element der Freizeitgestaltung sein wird.

    In solcher Situation wäre es doch sehr naheliegend, eine Simulation „ich bau mir ein Universum“ zu starten und zu beobachten, was dabei rauskommt. Die Physik wird ja wohl inzwischen die richtige Weltformel zusammengebastelt haben, um durch eine Simulation im Computer ein richtiges Universum mit Leben entstehen zu lassen. Und wenn noch ein bißchen Chaos oder Zufall dazugehört, wäre das ja auch kein Problem, der User kann die Parameter ja etwas veraendern.

    Woran koennten intelligente Bewohner der Simulation anhand ihrer Beobachtungen, Messungen, Physik usw. erkennen, daß sie nicht real sind?

    viele Grueße Peter

  3. #3
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    Standard Follow the white rabbit

    Hallo

    wie absolut ist Realität?!
    Und, stellen wir damit nicht schon wieder die Frage nach einem Schöpfer?

    Realität ist immer an den individuellen Wahrnehmungshorizont gebunden. Selbst wenn wir feststellen würden, dass wir nur virtuelle Existenzen sind, würden wir doch nicht aufhören zu existieren. Nachwievor wären wir an die uns einschränkenden Gesetzmäßigkeiten gebunden, an unsere Realität.
    Bloß, wie sollten wir jemals Gewissheit darüber erlangen können, dass unsere Welt nur subreal ist? Wenn es vom Systemadministrator gewollt ist, dann sollten wir eines Tages die Schnittstelle nach 'Außen' finden und sie auch als solche erkennen.
    Wenn nicht, müssen wir mit dem zurechtkommen, was wir haben.

    Grüße
    AdMon

  4. #4
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    Standard

    Über sowas nachzudenken finde ich ..naja will nicht sagen sinnlos, denn wenn es so ist macht es ja keinen Unterschied. Real ist für mich was ich tagtäglich erlebe, dabei is mir das ziemlich egal ob das jetzt auch wirklich alles genau so vor sich geht wie mans erlebt oder nur ne Projektion, Einbildung , was weiß ich ist. Fakt ist schließlich dass wir es als real empfinden und solange das so ist ist es für mich auch real, alles andere wäre gefährlich, man hätte keine Perspektiven mehr. Denn wenn ich glaube ich bilde mir die Welt nur ein, dann hätten ja Gesetze, Freunde, Familie, Liebe keine Bedeutung mehr. Ausserdem wäre ich dann ziemlich erschüttert über meine kranke Phantasie, wenn ich so die "phantasierten" Nachrichten im Fernsehn seh, wie überall gemordet, abgezockt, beschimpft und beleidigt wird.

    mfg

    garvey
    „Knowledge is power.“

  5. #5
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    Standard

    Hi..


    Also ich behaupte, das es völlig gleichgültig ist, ob eine Existenz real oder nur virituell von statten ..

    Man sollte nicht dem Fehler erliegen, zuviel über ungelegte Eier nachzudenken, das macht einen nur Irre..

    Ein bischen Vertrauen an die Existenz muss man also schon mitbringen und etwas Glaube daran natürlich auch...

    Es hilft also im Grunde nur unsere eigene Tolleranz, damit klar zu kommen, ohne uns dabei gegenseitig fertig zu machen..

    Und dabei rede ich zuallererst mal von der Tolleranz sich selber gegenüber!

    Nicht jede Frage die "Hier komm ich" schreit,muß beantwortet werden..

    Manche Fragen gehören einfach nicht gefragt..oder zumindest nicht in den falschen Momenten, da dieses schon oft fatale Auswirkungen zeigte...

    Hier an dieser Stelle kann ich nur feststellen, wie sehr unsere jeweiligen Realitäten von unserer Selbstdisziplinierung abhängig sind, die uns beherrschen lassen, wie wichtig ich eine Realität nehme oder auch nicht..

    Finden wir also ein gesundes Mittelmaß und die Sache ist in Ordnung.

    JGC

  6. #6
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    Standard

    Hallo

    natürlich kann man annehmen, daß die Frage ansich überflüßig ist und uns nur noch mehr verwirren kann.

    Was aber ist, wenn die Frage durchaus Konsequenzen haben würde? Nicht in Bezug auf unsere Existenz aber doch auf unsere Fähigkeit physikalisches richtig zu deuten.

    Wie oft fliehen Physiker und andere in höherdimensionale Räume aus Mangel an Erkenntnisfähigkeit aus unserer 4dimensionalen Raumzeit heraus? Gäbe es in realen Universen überhaupt die Notwendigkeit höherdimensionaler Räume? Vielleicht sind genau das die Fehler/Unlogik in der Matrix.

    Die Frage nach unserem eigenen Sinn kann man durchaus ausblenden, sie steht höchstens metaphysisch zur Debatte.

    gruß Peter

  7. #7
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    naja..

    Schon, aber hast du schon mal mit an Psychose erkrankten Menschen zu tun gehabt? Die darfst du nicht unbedingt dazu fragen, dann können die ganz schön panisch werden...

    Schon manchem ist so ein "Wissenschafts-Trip" zur Hölle geworden, weil sie sicx in ihrer eigenen Existenz verlaufen haben und nicht mehr mit dem darüber Nachdenken aufhören konnten

  8. #8
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    Die Beschäftigung mit diesem Thema kann sehr erregend und faszinierend sein. Bei manchem kann sie geradezu zu einem Glücksgefühl führen. Wenn man sich gerne mit solchen philosophischen Dingen beschäftigt, ist dies auch ein schöner Zeitvertreib.

    Das Thema ansich birgt allerdings schon von seiner Natur her die Gefahr in sich, ernste Krisen auslösen zu können - Ängste und Verwirrungszustände inklusive. Man kann ja gar nicht anders, als sich darin zu verirren. Ein Begreifen des Ganzen ist weder mit Gewalt noch mit Ausdauer zu erzwingen. Zu Klären ist diese Frage aller Fragen ohnehin nicht.

    Wer also Spaß daran hat, dieser Art von Gehirnjogging zu fröhnen, der soll es tun - wem es probleme bereitet sollte sich davon fernhalten.

    Es ist wie mit der Achterbahn: Für manche ist es das größte Vergnügen überhaupt, und mir wird schon schlecht, wenn ich es im Fernsehn sehen.

    In diesem Sinne
    [QUOTE][/Das erste Ziel der Menschheitsentwicklung ist: Alles zu erreichen, was nur möglich ist.
    Und es gilt: alles ist möglich, solange es nicht gegen die Naturgesetze verstößt.
    Ist dieses Ziel erreicht, dann werden wir uns dem zweiten und letzten Ziel widmen: Dem Ersinnen und Erlassen neuer Naturgesetze.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Peho Beitrag anzeigen
    Wie oft fliehen Physiker und andere in höherdimensionale Räume aus Mangel an Erkenntnisfähigkeit aus unserer 4dimensionalen Raumzeit heraus? Gäbe es in realen Universen überhaupt die Notwendigkeit höherdimensionaler Räume? Vielleicht sind genau das die Fehler/Unlogik in der Matrix.

    Das ist keine Flucht, es ist eine verfeinerte Erklärung unserer Wirklichkeit.
    so, wie die sehr gegen den "gesunden Menschenverstand" sprechenden Erkenntnisse,
    daß Raum und Zeit relativ sind,
    daß die "Bestandteile des Lichts" Welle und Teilchen zugleich sind,

    so ist auch die Erkenntnis,
    daß es außer unsem gemütlichen 3-dimensionalen Heimatuniversum noch mehr gibt auf der Welt

    eine Erkenntnis, die zur umfassenden Beschreibung der Natur führt.

    Wohin gegen Fragen nach dem Sinn des Daseins oder seiner objektiven Realität nichts in der (Natur)wissenschaft zu suchen haben,
    auch nicht aussagen wie
    "wir werden es niemals wissen".

    antiphilosophische Grüße von Ispom
    Gruß von Ispom

  10. #10
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    Hallo ispom,
    Zitat Zitat von ispom Beitrag anzeigen
    Das ist keine Flucht, es ist eine verfeinerte Erklärung unserer Wirklichkeit.
    ich kenne und schätze Dich als vehementen Vertreter dieser 'Verfeinerungen'. Welche Tatsachen meßtechnischer Natur sprechen eigentlich für diese Theorie, und/oder welche Beobachtung könnte sie zu Fall bringen?

    Zitat Zitat von ispom Beitrag anzeigen
    so, wie die sehr gegen den "gesunden Menschenverstand" sprechenden Erkenntnisse,
    daß Raum und Zeit relativ sind,
    daß die "Bestandteile des Lichts" Welle und Teilchen zugleich sind,
    ich stelle die Frage deshalb, weil Du hier diesen Vergleich machst.

    Da meine Kenntnis über Multiversum, Stringtheorie ... sehr lückenhaft sind, eigentlich kaum über die Schlagworte hinaus geht, bin ich mir auch nicht sicher, ob die Indizien nicht auch spurlos an mir vorbei gegangen sind. So wie die Sache mit Gravitationskonstante und Hubblekonstante

    Im Gegensatz dazu bin ich mir beim zweiten Zitat aber ganz sicher, daß dafür meßtechnische Belege existieren.

    Herzliche Grüße

    MAC

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