Anzeige
Seite 2 von 6 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 57

Thema: Reise im Winterschlaf

  1. #11
    Registriert seit
    11.03.2006
    Beiträge
    6.510

    Standard

    Anzeige
    Hallo Solitaire,

    Zitat Zitat von Solitaire Beitrag anzeigen
    Da das Raumschiff völlig frei im Weltraum hängt, muss alles extrem gut austariert (ausgewuchtet) sein.
    wie Du schon sagtest: Ohne Beschleunigung ist das Wurscht!

    Zitat Zitat von Solitaire Beitrag anzeigen
    Denn wenn die Masse nicht exakt entlang der Beschleunigungsachse ausgerichtet ist, fliegt das Schiff eine Banane.
    ist Dir bei den Aufnahmen vom Start z.B. der Shuttle's mal aufgefallen, daß die Antriebskammern beweglich sind? Was glaubst Du wohl warum?

    Zitat Zitat von Solitaire Beitrag anzeigen
    Schon allein die Reibung der Lager zwischen Rotor und Achse wäre ein grosses Problem.
    Und wenn es gar keine Reibung gäbe?

    Zitat Zitat von Solitaire Beitrag anzeigen
    Innerhalb kürzester Zeit würde das Schiff wild herumwirbeln und wäre kaum wieder unter Kontrolle zu bringen.
    Es kann nur mit der kinetischen Energie 'herumwirbeln' die ihm vorher aktiv zugeführt wurde.

    Zitat Zitat von Solitaire Beitrag anzeigen
    OK, der Muskelabbau ist ein Punkt den ich übersehen habe. Könnte man das evtl. durch elektro-stimulation in den Griff bekommen?
    Die Elektrostimulation könnte evtl. hilfreich sein. Ob man mit ihr alle, für die Gravitationstüchtigkeit nötigen Muskeln erreichen kann, weis ich auch nicht. Es gibt aber noch ein sehr viel wichtigers Problem: Knochenabbau. Ob man dem ausreichend wirksam nur durch Muskelkontraktionen begegnen kann?

    Auf einer Reise zum Mars während der Phase des freien Falles Schwerkraft zu erzeugen, stelle ich mir gar nicht so schwierig vor. Meines Wissens hat es dazu auch schon prinzipielle Versuche gegeben. Das Raumschiff wird in zwei Teile geteilt, die durch ein genügend langes Seil verbunden bleiben. Dieses System kann man in Rotation versetzen. Es könnte sein, daß das Erreichen der Marsschwere oder noch weniger, völlig ausreicht, um die Probleme von Muskel und Knochenabbau ausreichend zu entschärfen.

    Das löst aber noch lange nicht die Strahlenschutzprobleme.

    Herzliche Grüße

    MAC

  2. #12
    Registriert seit
    02.02.2005
    Beiträge
    64

    Standard

    Hallo,

    ist Dir bei den Aufnahmen vom Start z.B. der Shuttle's mal aufgefallen, daß die Antriebskammern beweglich sind? Was glaubst Du wohl warum?
    ...und das, obwohl die Passagiere vergleichsweise wenig Bewegungsspielraum haben!
    [Blödsinn an]
    Wenn genügend Passgiere an Bord eines genügend grossen Raumschiffs sind, müssten Sie sich wie Brownsche Teilchen verhalten: Sie sind praktisch immer überall gleichmässig verteilt.
    [Blödsinn aus]
    Zitat von Solitaire
    Schon allein die Reibung der Lager zwischen Rotor und Achse wäre ein grosses Problem.
    Und wenn es gar keine Reibung gäbe?
    keine Reibung? Also wenn z.B. das Schiff selbst als Ganzes rotiert?
    Hmm...würde das nicht die Astrogation erschweren? Alle Instrumente würden ja dann mit rotieren und müssten ständig nachgeführt werden. Knifflig.
    Idee: das Schiff hat eigene "Monde" dabei, die nicht mitrotieren aber immer in der unmittelbaren Nähe des Schiffs mitfliegen.
    Sie übermitteln dann alle Beobachtungsdaten per Telemetrie.
    => keine Reibung.

    Es kann nur mit der kinetischen Energie 'herumwirbeln' die ihm vorher aktiv zugeführt wurde.
    Klar. Von aussen betrachtet würde das Schiff noch einwandfrei auf Kurs sein. Auch die Geschwindigkeit stimmt noch.
    Aber das Schiff selbst würde schlingern, weil es z.B. durch Präzessionskräfte aus seiner Lage gebracht wurde. Man müsste also erst eine Lagekorrektur vornehmen, bevor man wieder beschleunigen kann.
    Eine ständige Korrektur wäre wohl sehr Energieaufwändig.
    Nach einer längeren Wartezeit dürften sich Effekte aus
    Reibung (so vorhanden),
    Unwuchten aufgrund sich bewegender Passagiere (die stossen sich ja immer wieder mal an den Wänden ab) und eben
    verschiedener Kreiselkräfte
    so aufsummiert haben, dass es knifflig werden dürfte, die alle auszugleichen.

    ****
    Aber mit dem Thema Reibung/Unwucht schweifen wir zu weit ab
    ****

    Also zurück zum Winterschlaf:
    Weiss jemand hier im Forum, wie es sich mit dem Muskelabbau bei Winterschlaf haltenden Tieren verhält?
    ich würde jetzt annehmen, dass ein Eichhörnchen vom ersten Tag an wieder schnell auf einen Baum flüchten können muss

    Gruß, Solitaire


    Gruß, Stefan S.

  3. #13
    Registriert seit
    17.09.2006
    Beiträge
    1.922

    Standard

    Also zurück zum Winterschlaf:
    Weiss jemand hier im Forum, wie es sich mit dem Muskelabbau bei Winterschlaf haltenden Tieren verhält?
    ich würde jetzt annehmen, dass ein Eichhörnchen vom ersten Tag an wieder schnell auf einen Baum flüchten können muss
    Positiv weiss ich es nicht, aber es dürfte nur unwesentlich zum Muskelabbau kommen, da dies ein aktiver biologischer Prozess ist (Fresszellen) und während des Winterschlafs jegliche biologische Aktivität auf ein Minimum reduziert ist.

  4. #14
    Registriert seit
    11.03.2006
    Beiträge
    6.510

    Standard

    Hallo Stefan,

    Zitat Zitat von Solitaire Beitrag anzeigen
    Klar. Von aussen betrachtet würde das Schiff noch einwandfrei auf Kurs sein. Auch die Geschwindigkeit stimmt noch.
    Aber das Schiff selbst würde schlingern, weil es z.B. durch Präzessionskräfte aus seiner Lage gebracht wurde. Man müsste also erst eine Lagekorrektur vornehmen, bevor man wieder beschleunigen kann.
    Eine ständige Korrektur wäre wohl sehr Energieaufwändig.
    Du hast eine völlig falsche Vorstellung von den Größenordnungen. Um das ganze Schiff auf die nötigen Geschwindigkeiten zu bringen, braucht man viele Größenordnungen mehr Energie, als für noch so aufwändige und häufige Lagekorrekturen.

    Zitat Zitat von Solitaire Beitrag anzeigen
    Nach einer längeren Wartezeit dürften sich Effekte aus
    Reibung (so vorhanden),
    Unwuchten aufgrund sich bewegender Passagiere (die stossen sich ja immer wieder mal an den Wänden ab) und eben
    verschiedener Kreiselkräfte
    so aufsummiert haben, dass es knifflig werden dürfte, die alle auszugleichen.
    Also, egal wie auch immer sich das Schiff dreht oder schlingert, es gibt immer nur drei senkrecht aufeinander stehende Achsen, deren Drehung auf 0 gebracht werden muß. Dazu benötigt man nur Kreiselkompas, einen simplen Algorithmus, einen Rechner, einige Sensoren und geeignete Verdrahtung und Verbindung zu den Steuerdüsen. Basisausstattung sozusagen, ohne die es so wie so nicht geht.

    Mit welcher Art von Bewegung sollte ein Astronaut das in Richtung Marsbahn fallende Raumschiff zum Schlingern oder Taumeln bringen? Er müßte etwas wegwerfen (in das Weltall hinaus) um den dazu nötigen Impuls zu übertragen.

    Die ISS fängt doch auch nicht an zu Taumeln, nur weil ein paar übermütig glückliche Menschen darin herumtanzen.

    Herzliche Grüße

    MAC

  5. #15
    Registriert seit
    11.03.2006
    Beiträge
    6.510

    Standard

    Hallo Stefan,
    Zitat Zitat von Solitaire Beitrag anzeigen
    Also zurück zum Winterschlaf:
    dazu noch etwas Lesestoff:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hypothermie

    http://www.erkenntnishorizont.de/rau...php?screen=800

    Herzliche Grüße

    MAC

  6. #16
    Registriert seit
    08.11.2006
    Beiträge
    55

    Standard

    Zitat Zitat von Solitaire Beitrag anzeigen
    Wer redet denn gleich von 3000 Jahren??
    Auf einer bemannten Marsmission würde man Geologen, Mineralologen, Biologen usw. mitnehmen.
    Solitaire
    solitaire ich habe das auch nicht auf eine bemannte marsmission bezogen sondern auf unser nächstes nachbarsonnensystem - solange dauert es nun mal nach heutigem stand der antriebsmöglichkeiten...

    für eine marsmission bräuchte man auch keinen sogenannten "winterschlaf", astronauten waren schon länger als ein jahr im all bei vollem bewußtsein

    in diesem sinne gute reise

  7. #17
    Registriert seit
    26.06.2006
    Ort
    Cottbus
    Beiträge
    270

    Standard

    gut, rechnen wir mal kurz und grob durch:

    Grundumsatz: 4,2 kJ/h und kg Körpermasse, bei Verwendung der molaren Reaktionsenthalpie und -entropie von Wasser bedeutet das, dass bei einer (theoretischen!!!) Herabsetzung der Körperthemperatur von 37°C auf 0°C immernoch ~64% Energieumsatz (2,7kJ/h und kg KM) stattfinden.
    Rechnet man das ganze noch mit Rubners Gleichungen über den Zusammenhang von Grundumsatz zu Lebenserwartung in biologischen Systemen mit dem Skalierungsfaktor ^2/3 ergibt sich grob (bei 75kg KM und durchschnittliche Lebenserwartung von 60 Jahren) eine zusätzliche Lebenserwartung von ca. 15 Jahren (wenn nichts dazwischenkommt ).

    Is nich doll!!!

    Gruß
    Gunter
    'Zwei Gefahren bedrohen beständig die Welt, die Ordnung und die Unordnung' - Paul Valéry

  8. #18
    Registriert seit
    08.02.2005
    Ort
    in einer deutschen Kleinstadt
    Beiträge
    2.370

    Standard

    ....
    deshalb plädiere ich ja für ein "Generationenraumschiff" als Vehikel für interstellare Reisen.
    Die sich hier verabschieden, kommen als alte Menschen am Ziel an,
    unterwegs muss eine neue Generation von der Geburt bis in die "besten Jahre" gebracht werden,
    denn für eine Inspektion der neuen welten braucht man sicher fundiertes Wissen und körperliche fitness.
    Also sollten die (diesmal im wörtlichen sinne) Astronauten vorwiegend für die Navigation und vor allem für die Erziehung und Bildung der nächsten Generation befähigt sein.

    meint Ispom
    Gruß von Ispom

  9. #19
    Registriert seit
    26.06.2006
    Ort
    Cottbus
    Beiträge
    270

    Standard

    Hi ispom,

    möchtest Du derjenige sein (oder deinen Kindern zumuten) Dein Leben auf paar m² Raumschiff zu verbringen und in die Weiten des Universums zu starren?

    Gruß
    Gunter
    'Zwei Gefahren bedrohen beständig die Welt, die Ordnung und die Unordnung' - Paul Valéry

  10. #20
    Registriert seit
    11.03.2006
    Beiträge
    6.510

    Standard

    Anzeige
    Hallo Gunter,

    bin hier ganz Deiner Meinung! (Post 17, aber auch 19, hat sich überschnitten) Ich denke mal, daß Stefan von einer Art Stasis in tiefgefrorenem Zustand ausging. Da ist aber bisher nichts in sicht, wie daß zu einem Überleben von mehreren tausend Jahren führen könnte, wo man es doch bisher gar nicht überleben würde.

    Die Problematik der Generationenschiffe ispom, ist ja oft beschrieben worden. Ich glaube auch nicht daß, wenn es überhaupt machbar wäre, einige Generationen reichen würden. Ich glaube eigentlich gar nicht, daß es mit Menschen funktionieren würde. Aber das ist ein anderes Thema, ebenso wie das notwendige Terraforming. Und zumindest für die nächsten 4 Milliarden Jahre: Wozu?.

    Herzliche Grüße

    MAC

Ähnliche Themen

  1. Neuer Denkansatz?
    Von Solitaire im Forum Antriebstechnologien
    Antworten: 126
    Letzter Beitrag: 14.02.2018, 22:45
  2. Reise zum Mittelpunkt des Universums?!
    Von JoePopo im Forum Astronomie allgemein
    Antworten: 24
    Letzter Beitrag: 21.02.2006, 21:23
  3. Quanteneffekt + Reise mit halber Lichtgeschw. = paradox?
    Von Ionit im Forum Forschung allgemein
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 15.12.2005, 21:00

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
astronews.com 
Nachrichten Forschung | Raumfahrt | Sonnensystem | Teleskope | Amateurastronomie
Übersicht | Alle Schlagzeilen des Monats | Missionen | Archiv
Weitere Angebote Frag astronews.com | Forum | Bild des Tages | Newsletter
Kalender Sternenhimmel | Startrampe | Fernsehsendungen | Veranstaltungen
Nachschlagen AstroGlossar | AstroLinks
Info RSS-Feeds | Soziale Netzwerke | Flattr & freiwilliges Bezahlen | Werbung | Kontakt | Suche
Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung
Copyright Stefan Deiters und/oder Lieferanten 1999-2013. Alle Rechte vorbehalten.  W3C