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Thema: Reise im Winterschlaf

  1. #1
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    Standard Reise im Winterschlaf

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    Hallo Allerseits,
    bestimmt haben Viele den Bericht gelesen/gesehen/gehört:
    Ein Japaner überlebt 24 Tage wie im Winterschlaf:

    http://www.nzz.ch/2006/12/20/vm/newzzEVXVBVSM-12.html

    Soetwas wäre doch auch für langfristige Weltraummissionen interessant!
    Wenn man herausfinden könnte, was diesen Zustand ausgelöst hat, könnte man Astronauten auf einer monatelangen Mission schlafern schicken.
    Weniger Nahrung, weniger Platz, vermutlich weniger Sauerstoffverbrauch, weniger Abfallprodukte...

    Das wär' doch was?
    Selbst wenn die Schlafperioden immer nur 2-3 Wochen dauern würden, würde das erstaunliche Möglichkeiten bieten...

    Gruß, Solitaire

  2. #2
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    Standard

    hallo

    daran wird schon lange experimentiert....

    auf alle verkürzt es die 3000'jährige Reise nach Alpha Centauri - unserem benachbartem Sonnensystem

  3. #3
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    Standard

    Naja, auch im Schlaf altert man. Eine Reise von 3000 Jahren dürfte man auch im Zustand des Winterschlafs, wie ihn dieser japanische Glückspilz erlebt hatte, kaum überdauern.

  4. #4
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    Standard

    Zitat Zitat von jonas Beitrag anzeigen
    Naja, auch im Schlaf altert man. Eine Reise von 3000 Jahren dürfte man auch im Zustand des Winterschlafs, wie ihn dieser japanische Glückspilz erlebt hatte, kaum überdauern.
    ich denke auch, daß die "Reise im winterschlaf" nicht die Methode der wahl sein wird für interstellare reisen,
    es sollte imho auf ein Generationenraumschiff hinauslaufen....

    http://de.wikipedia.org/wiki/Generationenraumschiff

    meint Ispom
    Gruß von Ispom

  5. #5
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    Standard

    Wer redet denn gleich von 3000 Jahren??
    Auf einer bemannten Marsmission würde man Geologen, Mineralologen, Biologen usw. mitnehmen.
    Aber während der Reise (viele Monate) hätten die herzlich wenig zu tun. OK, man könnte ihnen Hilfsjobs geben, aber genau genommen sind sie für den Betrieb des Raumschiffs nicht erforderlich.
    Warum also nicht - meinetwegen nur zeitweise - Schlafen schicken.

    Solitaire

  6. #6
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    Standard

    Slapper sprach von 3000 Jahren ;-)

    Ich geh' jetzt mal langsam schlafen ... hoffentlich sehe ich morgen früh nicht zu alt aus

  7. #7
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    Standard

    Das geht nicht. Wenn die Astronauten tagelang schlafen, können sie nicht trainieren, um dem rapiden Muskel- und Knochenmasseschwund vorzubeugen. Sie würden deshalb stark abmagern und, wenn sie auf dem Mars angekommen sind, sich nicht mehr an dessen Oberfläche bewegen können. Somit wäre die ganze Reise sinnlos geworden.

    Nein, das ist auf keinen Fall die Lösung für längere Reisen in der Schwerelosigkeit heutiger irdischer, als "Raumschiff" bezeichneter Blechbüchsen! Da müssen schon echte Raumschiffe her, wo, wie z.B. in "Odyssee 2001", durch Zentrifugalkraft eine künstliche Schwerkraft erzeugt wird. Insofern kann ich immer wieder nur betonen, dass Sci-Fi-Autoren doch visionärere Ideen haben, als manch heutiger Wissenschaftler. - So kommen wir jedenfalls nie zum Mars!

    Mit Grausen an unsere rückschrittliche Zukunft denkende Grüße von
    Toni
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

  8. #8
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    Standard

    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Insofern kann ich immer wieder nur betonen, dass Sci-Fi-Autoren doch visionärere Ideen haben, als manch heutiger Wissenschaftler. -

    die müssen auch nicht so sehr sparen ...
    pekuniäre grüße von Ispom
    Gruß von Ispom

  9. #9
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    Standard

    würde das mit der Zentrifugalkraft nicht sogar noch besser funktionieren, wenn die Jungs schlafen?
    Da das Raumschiff völlig frei im Weltraum hängt, muss alles extrem gut austariert (ausgewuchtet) sein. Hat man also ein grosses Raumfahrzeug, muss man aufpassen, dass die Masse gleichmässig entlang des Antriebsvektors verteilt ist. OK, so lange nicht beschleunigt wird, ist das evtl. nicht ganz so wichtig. Aber die Passagiere wollen ja herumlaufen und da häufen sie die Leute halt manchmal bei Partys in einzelnen Kabinen, Tv-Übertragungen im Freizeitraum uswusw...

    Jedenfalls müssen die Passagiere fest auf ihren vorher zugewiesenen Sitzplätzen sein, wenn beschleunigt wird.
    Denn wenn die Masse nicht exakt entlang der Beschleunigungsachse ausgerichtet ist, fliegt das Schiff eine Banane.

    Um ein Vielfaches Schlimmer wäre das bei einem Raumschiff mit rotierenden Kabinen, wie im Film 2001, 2010 pp gezeigt. Die kleinste Unwucht würde eine Schlingerbewegung verursachen. Genauso die Präzessionskräfte, die man ja vom Kreisel her kennt. Schon allein die Reibung der Lager zwischen Rotor und Achse wäre ein grosses Problem.
    Innerhalb kürzester Zeit würde das Schiff wild herumwirbeln und wäre kaum wieder unter Kontrolle zu bringen.

    Umso besser, wenn die Passagiere nicht herumlaufen können und wollen, weil sie fest schlafen.
    OK, der Muskelabbau ist ein Punkt den ich übersehen habe. Könnte man das evtl. durch elektro-stimulation in den Griff bekommen?

    Gruß, Solitaire

  10. #10
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    Daumen hoch

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    Hi Solitaire,

    Zitat Zitat von Solitaire Beitrag anzeigen
    würde das mit der Zentrifugalkraft nicht sogar noch besser funktionieren, wenn die Jungs schlafen?
    das ist völlig richtig und habe ich ja auch gar nicht ausgeschlossen! - Im Gegenteil! Schlafen? - Ja, sicherlich! Aber dann unter künstlicher Schwerkraft wegen der von Dir und mir genannten Probleme. Das war bei "2001" etc. ja ebenfalls der Fall.

    Zitat Zitat von Solitaire Beitrag anzeigen
    Umso besser, wenn die Passagiere nicht herumlaufen können und wollen, weil sie fest schlafen.
    Eben. - Nennt sich das nicht auch "kryogener Schlaf"?

    Zitat Zitat von Solitaire Beitrag anzeigen
    OK, der Muskelabbau ist ein Punkt den ich übersehen habe. Könnte man das evtl. durch elektro-stimulation in den Griff bekommen?
    Das weis ich leider nicht. Da wirst Du einen richtigen Fachmann fragen müssen.

    Medizinisch reichlich unbeleckte Grüße von
    Toni
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

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