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Thema: Die Bedeutung der (großen) Pyramiden

  1. #1
    Uranor Gast

    Standard Die Bedeutung der (großen) Pyramiden

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    salve!

    Via Diskussion in http://www.astronews.com/forum/showt...?t=1164&page=4 entdeckten wir vorhandene Interessen an der Bedeutung der Pyramiden. Vor allem die Bedeutungen der 4 großen Pyramiden auf ägyptischem Territorium scheinen nicht einfach rekonstruierbar zu sein. Sie müssen keinesfalls von den Ägyptern erbaut worden sein, zumal sie in den "gedeuteten" Zeiträumen der Antike nur über Kupferwerkzeuge verfügten.

    Den Forscher"Glaube" auf Begräbnisstätten kenne ich von der Schulzeit her aus Lehrerinformationen. Man sprach von Luftschächten, wenngleich sie an den Platzierungsstellen offenbar nicht nötig wären und erwähnte nicht, dass es ja auf jeden Fall Lichtschächte sind. Auf deren Ausrichtung und Gleichmäßgkeit kam es damals an. Eine zurückgelassene Lehre beweist das. Sie beweist aber auch, dass nicht sorgfältig kontrolliert wurde, oder dass es genügte, dass der ausgerichtete Schacht überhaupt vorhanden war. Ein Luftaspekt spielte offensichtlich keine Rolle.

    Mal soweit vorab. Ich möchte nicht namentlich animieren, steht mir irgendwie nicht zu. Daher sage ich nur allgemein, User der Runde können offenbar genügend Details beisteuern und haben auch Hintergrundtheorien entwickelt. Also bin ich einfach mal gespannt, ob und wie sich der Thread entwickeln will. Ich habe ihn hier platziert, weil bekannt gewordene Fakten beleuchtet werden sollen. Völlig frei laufende Phanthasie wird immer uninteressant sein.


    Gruß und hoffentlich fröhliches Zusammentragen und Knobeln
    Uranor

  2. #2
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    Frage

    Ave Uranor,
    el moritate te salutant!

    Zitat Zitat von Uranor Beitrag anzeigen
    Vor allem die Bedeutungen der 4 großen Pyramiden auf ägyptischem Territorium scheinen nicht einfach rekonstruierbar zu sein. Sie müssen keinesfalls von den Ägyptern erbaut worden sein, zumal sie in den "gedeuteten" Zeiträumen der Antike nur über Kupferwerkzeuge verfügten.
    "4 große Pyramiden", Uranor? - Also, wollen wir doch mal einige aufzählen:
    In Gizeh stehen schon mal 3: die Pyramiden, die Cheops, Chephren und Mykerinos (in dieser Reihenfolge auch Vater, Sohn und Enkel) zugeschrieben werden.
    In Sakkara steht die angeblich älteste, die einzige Stufenpyramide Ägyptens. Sie wird Djoser zugeschrieben.
    In Meidum steht die Pyramide mit den abgerutschten Seitenwänden. Sie wird Snofru zugeschrieben.
    In Dahschur stehen zum einen die sogenannte Knickpyramide und zum anderen die sogenannte Rote Pyramide. Diese sieht so aus wie die drei in Gizeh. Beide Pyramiden und die in Meidum werden Snofru zugeschrieben. - Aber warum und wieso sollte ein einziger Pharao gleich drei (!) große Pyramiden errichten??? Wollte er dreimal sterben?

    So, das sind schon mal sieben. Natürlich gibt es noch ..zig andere in Ägypten (100 sollen es laut Wikipedia wohl sein), aber hier möchte ich mich jetzt mit einer weiteren Aufzählung doch lieber zurückhalten.

    Zitat Zitat von Uranor Beitrag anzeigen
    Ein Luftaspekt spielte offensichtlich keine Rolle.
    Das sehe ich auch so. Warum sollte frische Luft durch das Bauwerk zirkulieren? Für wen? Für den angeblich dort Bestatteten? - Wohl eher nicht. - Für die ...zig tausende von Besuchern des 20. und 21. Jahrhunderts? - Diesen Rummel hätte sich wohl kein toter Pharao gewünscht. Schließlich wollte er seine (letzte) Ruhe!

    Nehmen wir mal die Cheops-Pyramide. "Luftschächte", also Schächte, die wirklich bis an die Luft reichen, gibt es nur in der obersten der drei bisher entdeckten Kammern, der sogenannten Königskammer. Warum aber nicht in den beiden anderen, der sogenannten Königinnen- und der unvollendeten Kammer? - Ich hätte da ja 'ne Idee, aber dazu in einem späteren Beitrag.

    Zitat Zitat von Uranor Beitrag anzeigen
    User der Runde können offenbar genügend Details beisteuern und haben auch Hintergrundtheorien entwickelt.
    Ja, das will ich doch stark hoffen!

    Was die astronomische Ausrichtung von Pyramiden angeht, so gibt es hierbei auch noch viele Unklarheiten, die mir weder ein Buch noch eine TV-Sendung verraten hat. Die ägyptischen sind alle exakt Nord-Süd-ausgerichtet, die mexikanischen von Teotihuacan weichen, wie auch die der Maya, um 17° von dieser Ausrichtung ab. Wie die chinesischen in der Landschaft herumstehen, habe ich noch nicht herausbekommen. Aber vieleicht gibt es ja hier jemanden, der mir dies sagen kann ...?

    Pyramidale Grüße von
    Toni
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

  3. #3
    Uranor Gast

    Standard

    salve Toni,
    "el moritate te salutant!" <== so klingt ägyptisch?

    Mit den großen Pyramiden meinte ich die mächtigen mit den richtigen Winkeln, die wirklich dauerhaft gebaut sind. Ich werd jetzt unsicher und sag beser nix mehr. Es sieht irgendwie so aus, als wäre mein Wissen mangels Übung zu durchlöschert und fehlerhaft geworden. Sind der Dauerhaften tatsächlich 4? Darunter wären die 3 von Gizeh?

    Für wen? Für den angeblich dort Bestatteten?
    Vielleicht sollte in der Kammer mit Schacht gar niemand bestattet werden, selbst wenn er dort aufgebart wäre?

    Diesen Rummel hätte sich wohl kein toter Pharao gewünscht. Schließlich wollte er seine (letzte) Ruhe!
    "letzte" <== in Klammern? Ich sehe, du schreibst in allen Posts weise.

    Nehmen wir mal die Cheops-Pyramide. "Luftschächte", also Schächte, die wirklich bis an die Luft reichen, gibt es nur in der obersten der drei bisher entdeckten Kammern, der sogenannten Königskammer. Warum aber nicht in den beiden anderen, der sogenannten Königinnen- und der unvollendeten Kammer? - Ich hätte da ja 'ne Idee, aber dazu in einem späteren Beitrag.
    Ging es bei dem Schacht primär um Luft? Oder war einfach der freie Durchgang wichtig? Wenn Gemahlin, dann sollte die ggf. gar keinen frei zugänglichen Schacht haben? ? Nein, .

    Die exakten Ausrichtungen waren mir nicht bekannt. Ich versuchte zu ermitteln, in welchem Muster die 3 Gizeh-Pyramiden angeordnet sind. Solches sind genau die tatsächlich entscheidenden Fragen. Wieso erkennen Forscher solche Prioritäten nicht? Es gibt doch nicht nur Predigt, der Priesterschaft wohlgefällige Opfer und Begräbnis...

    ...Als Beispiel, die Sonne war nicht ewig. Sie starb abends und wurde am nächsten Morgen neu geboren. Sie war genau wie alles andere dem ewigen Kreislauf unterworfen...

    ...Wurden Pharaonen tatsächlich zur letzten Ruhe gebettet? Wieviele Dynastien wurden übrigens noch zu Lebzeiten der Göttlichen beendet?...


    Sonnenscheibliche Grüße... wenngleich der Tourist die Kugel sieht,
    Uranor

  4. #4
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    16

    Cool

    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Das sehe ich auch so. Warum sollte frische Luft durch das Bauwerk zirkulieren? Für wen? Für den angeblich dort Bestatteten? - Wohl eher nicht.
    Vielleicht liegt der Grund für die Errichtung von Luftschächten direkt auf der Hand .

    Soweit ich informiert bin, sind sämtliche Räume, insbesondere Grabkammern mit arbeitsintensiven Steinmetz-, Bildhauerarbeiten verziert. Berücksichtigt man die Detailverliebtheit und die Größe der Räume, bedeuten diese Verschönerungen einen mehrjähigen Arbeitsaufwand (Ich gehe davon aus, dass nicht zig Leute gleichzeitig in einem Raum gearbeitet haben). Nun benötigt der Bau der Pyramide alleine schon eine enorme Zeit (Ein Großteil des Lebens eines Pharaos). Somit muss die Pyramide kontinuierlich wachsen und Arbeitsabläufe Konstruktion und künstlerische Aktivitäten müssen parallel ablaufen, um Zeit zu sparen.

    Die Luftschächte und verschachtelten Gänge könnten somit die Infrastruktur für Verschönerungsarbeiten bilden: Luftzirkulation und Zugang. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der Pharao eine beschränkte Auswahl an Gelehrten oder Künstlern getroffen hatte, die seine Grabkammer verschönern sollten. Und dies würde enorme Zeit in Anspruch nehmen. Folglich musste eine Lösung gefunden werden, wie die Räume von den Arbeitskräften zugänglich blieben. Licht würde dementsprechend auch eine Rolle spielen, das nunmal von einem Arbeiter benötigt werden würde. Hatten die Ägypter Spiegel zur Verfügung? Soweit ich weiß informiert bin schon. Folglich hatten die Ägypter die Möglichkeit das Licht in nahezu jeden beliebigen Raum zu reflektieren. Licht könnte auch dazu benutzt worden sein, um im Endeffekt die Grabkammer beleuchten zu können, um den Pharao vor der Unterwelt zu bewahren, jedoch ist dies sehr theoretisch und ich kenne mich über die ägyptischen Götter nicht so gut aus und transferiere hier lediglich den späteren römischen Unterweltglauben .

    Die Frage ist dann nur, warum die Luftschächte im Nachhinein nicht versperrt worden sind, vielleicht auch um den Grabwächtern die nötige Frischluft zu geben, die Grabbeilagen regelmäßig erneuern zu können?! Mal ein Gedankengang von mir...

    Viele Grüße

    Christian
    Geändert von Gerri (14.11.2006 um 02:03 Uhr)

  5. #5
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    Idee

    Ave Uranor,

    Zitat Zitat von Uranor Beitrag anzeigen
    "el moritate te salutant!" <== so klingt ägyptisch?
    neeee! Das ist natürlich lateinisch. Mit diesem Spruch (nur "Ave Cäsar" statt "Ave Uranor") begrüßten die Gladiatoren ihren Diktator Cäsar (Cäsar war nie Kaiser! Er war ursprünglich einer von zwei Konsuln, den höchsten Repräsentanten der Römischen Republik, die in Konfliktzeiten einen Diktator bestimmen konnten). Und "... el moritate te salutant!" heißt: "die Totgeweihten grüßen dich!" - Altägyptisch kann ich leider nicht, obgleich es sicherlich eine faszinierende Sprache gewesen ist.

    Zitat Zitat von Uranor Beitrag anzeigen
    Mit den großen Pyramiden meinte ich die mächtigen mit den richtigen Winkeln, die wirklich dauerhaft gebaut sind.
    Also, die wirklich "Großen" sind schon derer sieben, so wie ich sie beschrieben habe. Wenn Du allerdings nur die mit den "richtigen" Winkeln haben willst, das heißt, die geometrisch korrekten, dann sind es erstmal fünf. Die Knickpyramide und die, von der nur noch der Kern steht, nehmen wir heraus. Die Stufenpyramide von Sakkara hat ja, trotz ihrer stufenförmigen Bauweise, die "richtigen" Winkel.

    Zitat Zitat von Uranor Beitrag anzeigen
    Sind der Dauerhaften tatsächlich 4? Darunter wären die 3 von Gizeh?
    "Dauerhaft" sind sie, außer der Pyramide mit den abgerutschten Seiten, eigentlich alle. Nur bei der Stufenpyramide sind schon Verwitterungserscheinungen aufgrund ihrer Ziegelbauweise eingetreten. - Soll ja auch die älteste sein ...

    Zitat Zitat von Uranor Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollte in der Kammer mit Schacht gar niemand bestattet werden, selbst wenn er dort aufgebart wäre?
    Das ist das eigentliche Problem bei allen Pyramiden Ägyptens und Amerikas! In nicht einem dieser Bauwerke ist jemals eine Mumie, geschweige denn ein paar Knochen gefunden worden! Die stets geöffnet vorgefundenen Steinkisten, die meiner Ansicht nach von den Ägyptologen völlig ungerechtfertigt als "Sarkophage" bezeichnet wurden, waren in allen Fällen vollkommen leer. Aber wer klaut schon Mumien??! Kein einziger Grabräuber käme auf die Idee, die Mumie eines reich bestatteten Pharaos mitzunehmen, nur weil diese über und über mit goldenem Klunker behangen war! Diese Leute waren lediglich an dem Gold interessiert, die Knochen brachten keinen Gewinn. Man zerpflückte sie lediglich, um nach Gold zu wühlen, aber vom Raub einer Mumie ist mir nichts bekannt. Wenn wirklich eine Mumie verschleppt wurde, so geschah dies schon zu pharaonischen Zeiten, wie z.B. bei Echnathon, dem "Ketzer-Pharao", der sämtliche Tempelpriester gegen sich aufbrachte.

    Was in den Steinkisten der Pyramiden allerdings wirklich untergebracht war, darüber schweigen ägyptische Quellen. Es gibt nämlich kein einziges Papyri, aus dem hervorgeht, wer, wann und warum die Pyramiden gebaut hat. Das heißt wiederum, dass auch die alten Ägypter nicht wussten, wer die Erbauer waren (gleiches gilt für den Sphinx von Gizeh) und nahmen deshalb diese Bauwerke einfach als gegeben hin. Alle Pyramiden wurden erst in "moderner" Zeit von der Wissenschaft bestimmten Pharaonen zugeordnet. Cheops z.B. soll ja der Erbauer der größten von ihnen sein - hihihi!! - aber außer einem winzigen Tonfigürchen weit außerhalb von Gizeh wurde nie eine einzige Statue von diesem ach so mächtigen Pharao gefunden! Nicht mal eine ehrende Tempelinschrift wurde von ihm gefunden. Nur weil an irgend einem Steinblock innerhalb der Pyramide der Schriftzug "Cheops" (ein Graphity irgend eines Tempelbauers) stehen soll, wurde diese ihm zugeordnet. Und dabei soll er ein ausgesprochener Tyrann gewesen sein. Tyrannen haben aber die Unart, überall im Lande durch Statuen präsent sein zu wollen.

    Zitat Zitat von Uranor Beitrag anzeigen
    Ging es bei dem Schacht primär um Luft? Oder war einfach der freie Durchgang wichtig?
    Luft spielte hierbei wohl keine Rolle, sonst wären auch andere Kammern und z.B. die Große Galerie damit ausgestattet gewesen. Ob der schnurgerade freie Durchgang nun wichtig war, um von außen (von den Sternen oder Sonne) Licht hindurch zu lassen, oder ob von innen etwas in gerader Linie nach außendringen sollte, das weis man halt nicht (obwohl die Ägyptologen so tun, als wüssten sie es ).

    Zitat Zitat von Uranor Beitrag anzeigen
    Die exakten Ausrichtungen waren mir nicht bekannt. Ich versuchte zu ermitteln, in welchem Muster die 3 Gizeh-Pyramiden angeordnet sind. Solches sind genau die tatsächlich entscheidenden Fragen. Wieso erkennen Forscher solche Prioritäten nicht?
    Es sind schon Vorstellungen über die Anordnung und Ausrichtung der Pyramiden in Umlauf. Am häufigsten wird hierbei das Bild von den 3 Gizeh-Bauwerken mit der Anordnung der 3 Orion-Gürtelsterne genannt. Es ist aber nur eine von vielen Theorien und ich glaube, nicht unbedingt die beste, denn wenn man sich die Standorte dieser 3 Pyramiden anschaut und es mit einer guten Sternkarte vergleicht, dann kommt man nicht darum festzustellen, dass die entsprechenden Sterne am Himmel in viel geraderer Linie angeordnet sind als die Pyramiden.

    In einem Buch von mir ist eine weitere sehr interessante Theorie veröffentlicht worden. Dipl.-Bibl. Ulrich Dopatka (Schweiz) berichtet dort von einem Dr. Hans Jelitto von der Technischen Universität Hamburg, sich in einem Buch den von den Ägyptologen als abgehakt geltenden Rätseln widmete. Eigentlich wollte ich hier jetzt einen kurzen Auszug aus dem überaus interessanten Beitrag zitieren, doch das hätte jetzt wahrlich den Rahmen gesprengt! So will ich es kurz zusammenfassen.
    Dr. Jelitto fand heraus, dass die Cheops-Pyramide exakt dem Planeten Erde entspricht (gut, das wurde auch schon von anderen Wissenschaftlern festgestellt, aber ...) und, jetzt wird es interessant, die Chephren- und die Mykerinos-Pyramide in genau denselben Proportionen den Planeten Venus und Merkur entsprechen!! - "Hui!", dachte ich damals, als ich das 2003 herausgebrachte und von mir erworbene Buch zum erstenmal las, darauf hätte doch schon mal längst jemand kommen können! Aber so ist das halt mit abgehakten Problemen - sie werden schlichtweg von der etablierten Wissenschaft ignoriert.
    Jelittos Theorie lautet nun folgendermaßen:
    Die Anordnung dieser drei Pyramiden entspricht der Stellung der 3 Planeten zueinander und in bezug zur Sonne während einer ganz bestimmten Konstellation, die nur einmal alle 3800 Jahre und 1 Monat wiederkehrt! Der Ort, an dem danach die Sonne stehen müsste, etwa 726 m südlich vom Zentrum der Mykerinos-Pyramide, ist dabei wohl noch nie ernsthaft wissenschaftlich untersucht worden.
    >>Diese "hardcoded facts" waren so exakt, dass Dr. Jelitto mit Hilfe eines astronomischen Computerprogramms auch Zeitpunkte bestimmen konnte, bei denen die Position der "Planeten-Pyramiden" so zueinander standen, dass sie dem ägyptischen Abbild entsprachen. Fällt eines dieser Daten auf die (wahre!) Bauzeit des gesamten Komplexes? Waren da nicht die C14-Datierungs-Resultate der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich von Prof. Dr. W. Wölfli, die Bewegung in die zementierte Zeitskala der Ägyptologen brachten? Inzwischen, bei einem etwa einem Dutzend Bauwerken des sogenannten "Alten Reiches" nachgewiesen, können die zeitlichen Verschiebungen rund 400 Jahre betragen. Ergo: entweder müssen die 4. Dynastie und der Bau der Cheops-Pyramide (bis jetzt 2620 v.Chr.) zurückverlegt werden, oder diese Pyramiden wurden nicht von den ihnen zugewiesenen Pharaonen errichtet.<<
    Zitat Zitat von Uranor Beitrag anzeigen
    Wieviele Dynastien wurden übrigens noch zu Lebzeiten der Göttlichen beendet?...
    Darüber schweigt die offizielle Ägyptologen-Gemeinde. Es ist lediglich bekannt, dass etwa 140 Pharaonen in den knapp 3000 Jahren regierten, die auf einem Tempelfries in Abydos aufgelistet sind. Allerdings existiert (und das habe ich erst vor kurzem auf einem Vortrag erfahren) ein in ägyptischen Archiven verschwundener Papyrus-Band aus einem Tempel aus Unterägypten (den Namen habe ich leider vergessen) enthält eine Liste von Pharaonen, die noch zu Lebzeiten der Götter das Land regierten. Diese Liste umfasst sage und schreibe die vierfache(!) Menge an Königen und reicht in eine Zeit bis ungefähr 9500 v.Chr. zurück! - Dieses Dokument wird jedoch von ägyptologischer Seite totgeschwiegen.

    Soweit dazu erstmal. Ich muss den Text hier nämlich teilen, da er nur 10 000 Zeichen umfassen darf. Es geht also gleich weiter ...
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

  6. #6
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    Idee

    Hier geht es nun weiter ...

    [quote=Gerri;16641Soweit ich informiert bin, sind sämtliche Räume, insbesondere Grabkammern mit arbeitsintensiven Steinmetz-, Bildhauerarbeiten verziert.[/quote] In allen Tempeln und in den Grabstätten im Tal der Könige: "ja", in den Pyramiden: "nein". Dort ist nichts, nur leere Wände.

    Zitat Zitat von Gerri Beitrag anzeigen
    Die Luftschächte und verschachtelten Gänge könnten somit die Infrastruktur für Verschönerungsarbeiten bilden: Luftzirkulation und Zugang.
    Tja, Gerri, leider gab es aber nur in der oberen Kammer solche "Luftschächte", was Deine ganze Idee zusammenbrechen lässt - leider.

    Zitat Zitat von Gerri Beitrag anzeigen
    Licht würde dementsprechend auch eine Rolle spielen, das nunmal von einem Arbeiter benötigt werden würde. Hatten die Ägypter Spiegel zur Verfügung? Soweit ich weiß informiert bin schon. Folglich hatten die Ägypter die Möglichkeit das Licht in nahezu jeden beliebigen Raum zu reflektieren.
    Moment, Gerri! Wenn es nur 2 "Luftschächte" gibt, hätte man auch maximal nur 2 Räume damit erleuchten können, denn Licht lässt sich mit einfachen Spiegeln auf mehrere "Endabnehmer" nicht verteilen. Dies ginge nur mit Prismen oder Hohlspiegeln. Aber erstens ist es ungewiss, ob die alten Ägypter so etwas besessen haben und zweitens wird die Lichtausbeute dadurch immer geringer.

    Zitat Zitat von Gerri Beitrag anzeigen
    Die Frage ist dann nur, warum die Luftschächte im Nachhinein nicht versperrt worden sind, vielleicht auch um den Grabwächtern die nötige Frischluft zu geben, die Grabbeilagen regelmäßig erneuern zu können?!
    "Grabräubern" hätte ich ja noch verstanden, aber "...wächter" gab es dort drin bestimmt nicht! Jedenfalls nicht länger als einige Tage oder Wochen ...

    Was ich zum Schluss noch zu bedenken geben möchte ist, dass die Pyramiden von Teotihuacan in exakt der selben Anordnung errichtet sind wie die von Gizeh! Jetzt werden sich natürlich einige fragen, wie das möglich ist, da dort ja nur 2 Pyramiden stehen (die sogenannte Mond- und die Sonnenpyramide)? - Dies ist aber falsch!
    Die 45 m hohe Mondpyramide steht am Ende der sogenannten "Straße der Toten". Einige hundert Meter weiter, an der östlichen Seite, steht die 65 m hohe Sonnenpyramide. Diese hat die gleichen Grundrißabmessungen wie die Cheops-Pyramide. Noch ein paar hundert Meter weiter befindet sich dann aber ein riesiges, vom Grundriß her noch etwas größeres, fast quadratisches ummauertes Areal, auf welchem die relativ winzige Quetzalcoatl-Pyramide steht. Die Position dieses Areals und der beiden Pyramiden entsprechen wie gesagt exakt der Anordnung des Komplexes in Gizeh! Aus diesem Grunde bin ich der Meinung, dass es sich bei der winzigen Quetzalcoatl-Pyramide um ein unvollendet gebliebenes Bauwerk handelt, denn die Pyramiden in Mittelamerika sind fast ausnahmslos alle mehrmals überbaut und somit vergrößert worden. Da der Grundriß dieses Areals noch größer als der der Sonnenpyramide ist, glaube ich, dass hier eine noch größere Pyramide errichtet werden sollte. Allerdings weiß ich nicht, ob schon mal jemand den Versuch gemacht hat, an der Stelle zu suchen, wo parallel dazu in Gizeh der Sphinx steht, ob in Teotihuacan ein ähnliches Bauwerk zu finden wäre? Und wenn es sich von mir aus auch nur um Ruinen oder den Stumpf eines solchen Baues handeln würde ...

    Mit dem Schrei eines Quetzal-Vogels grüßt
    Toni
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    Hermann Hesse

  7. #7
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    Standard

    Hallo!

    Erst einmal: Respekt Toni! Ich habe schon Beiträge von vielen Leuten gelesen, die behaupteten, viel zu wissen, aber oft nur bruchstückhaftes Wissen hatten...bei dir ist es ja eher umgekehrt...

    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Das ist das eigentliche Problem bei allen Pyramiden Ägyptens und Amerikas! In nicht einem dieser Bauwerke ist jemals eine Mumie, geschweige denn ein paar Knochen gefunden worden!
    Das allerdings stimmt nicht so ganz! In der Mondpyramide in Teotihuacan zum Beispiel wurden eine ganze Reihe Skelette gefunden, sowohl von Menschen als auch von Tieren. Allerdings tut diese Tatsache deinen Überlegungen keinen Abbruch, da alle Skelette Opfer zu Ehren der Götter waren. In jedem neu eingeweihten Baubschnitt findet sich ein Grab, in denen Menschen und Tiere zum Teil lebend, zum Teil enthauptet eingemauert wurden. Ein Königsgrab oder dergleichen hat man allerdings nie gefunden.

    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Nur weil an irgend einem Steinblock innerhalb der Pyramide der Schriftzug "Cheops" (ein Graphity irgend eines Tempelbauers) stehen soll, wurde diese ihm zugeordnet. Und dabei soll er ein ausgesprochener Tyrann gewesen sein. Tyrannen haben aber die Unart, überall im Lande durch Statuen präsent sein zu wollen.
    Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Zu sehen bei zahlreichen Tyrannen sowohl der Antike als auch der Neuzeit (wenn man Diktatoren mal als Tyrannen bezeichnet).

    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Dr. Jelitto fand heraus, dass die Cheops-Pyramide exakt dem Planeten Erde entspricht (gut, das wurde auch schon von anderen Wissenschaftlern festgestellt, aber ...) und, jetzt wird es interessant, die Chephren- und die Mykerinos-Pyramide in genau denselben Proportionen den Planeten Venus und Merkur entsprechen!! - "Hui!", dachte ich damals, als ich das 2003 herausgebrachte und von mir erworbene Buch zum erstenmal las, darauf hätte doch schon mal längst jemand kommen können! Aber so ist das halt mit abgehakten Problemen - sie werden schlichtweg von der etablierten Wissenschaft ignoriert.
    Jelittos Theorie lautet nun folgendermaßen:
    Die Anordnung dieser drei Pyramiden entspricht der Stellung der 3 Planeten zueinander und in bezug zur Sonne während einer ganz bestimmten Konstellation, die nur einmal alle 3800 Jahre und 1 Monat wiederkehrt! Der Ort, an dem danach die Sonne stehen müsste, etwa 726 m südlich vom Zentrum der Mykerinos-Pyramide, ist dabei wohl noch nie ernsthaft wissenschaftlich untersucht worden.
    Also, dass die Ägypter dazu in der Lage waren, Zeitpunkte anhand der Sternenkonstellation sehr genau zu berechnen, wusste ich ja. Was ich bislang nirgendwo gelesen habe, ist, dass sie die nötigen Mittel (mathematischer und vermessungstechnischer Natur) hatten, um die Größe/Masse von Venus und Merkur zu berechnen.
    Hat Dr. Jelitto in seinem Buch etwas über die Methode geschrieben, mit der die Ägypter die Größe/Masse dieser Planeten errechnet haben? Das Verhältnis der ohne Telekop zu beobachtenden Größen der drei Planeten wird ja wohl kaum gemeint sein oder?

    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Allerdings existiert (und das habe ich erst vor kurzem auf einem Vortrag erfahren) ein in ägyptischen Archiven verschwundener Papyrus-Band aus einem Tempel aus Unterägypten (den Namen habe ich leider vergessen) enthält eine Liste von Pharaonen, die noch zu Lebzeiten der Götter das Land regierten. Diese Liste umfasst sage und schreibe die vierfache(!) Menge an Königen und reicht in eine Zeit bis ungefähr 9500 v.Chr. zurück! - Dieses Dokument wird jedoch von ägyptologischer Seite totgeschwiegen.
    Warum wohl? Die Archäologen verlieren ein wichtiges Dokument, da wird ja wohl klar sein, dass sie nicht gern darüber sprechen...
    Oder hast du eine Ahnung, wann dieses Dokument verschwunden sein soll?

    Gruß
    ryan
    Der Fortgang der wissenschaftlichen Entwicklung ist im Endeffekt eine ständige Flucht vor dem Staunen.
    Albert Einstein

  8. #8
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    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Ave Uranor,

    neeee! Das ist natürlich lateinisch. Mit diesem Spruch (nur "Ave Cäsar" statt "Ave Uranor") begrüßten die Gladiatoren ihren Diktator Cäsar (Cäsar war nie Kaiser! Er war ursprünglich einer von zwei Konsuln, den höchsten Repräsentanten der Römischen Republik, die in Konfliktzeiten einen Diktator bestimmen konnten). Und "... el moritate te salutant!" heißt: "die Totgeweihten grüßen dich!" - Altägyptisch kann ich leider nicht, obgleich es sicherlich eine faszinierende Sprache gewesen ist.
    sry für OT, aber meinen Kenntnissen zur Folge heisst das "ave caesar, morituri te salutant"

    aber is auch schon n weilchen her, seit ich das letzte Mal latein hatte

  9. #9
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    Hi Voodoo
    K&#246;nnte es sein dass morituri die Mehrzahl ist, und moritate die Einzahl?

    Nur so ein Gedanke von einem Nicht-Lateiner

  10. #10
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    NAbend!

    Richtig heißt es: ave caesar, morituri te salutant

    'morituri' hat nichts mit Einzahl oder Mehrzahl zu tun, sondern 'moritate' ist leider schlichtweg falsch.

    Falls ihr mal Latein hattet, sagt euch der Begriff PFA vielleicht noch was. 'morituri' ist das PFA(Partizip Futur Aktiv) im Nominativ Plural masc. Das ganze heißt dann zu viel wie 'die, die sterben werden'...

    Keine Angst, wenn ichs nicht noch für die Schule bräuchte. wüsste ichs wahrscheinlich auch nicht mehr.
    Im Übrigen geht man mittlerweile davon aus, dass nur die zum Tode in der Arena verurteilten diesen Gruß entrichteten und nicht jeder Gladiator...

    gruß
    ryan
    Der Fortgang der wissenschaftlichen Entwicklung ist im Endeffekt eine ständige Flucht vor dem Staunen.
    Albert Einstein

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