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Thema: Gaia: Die Entwicklung der Lokalen Blase

  1. #1

    Standard Gaia: Die Entwicklung der Lokalen Blase

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    Die Erde und unser Sonnensystem befinden sich in der sogenannten Lokalen Blase, einem staubfreien Raum gefüllt mit heißem Gas, mit einem Durchmesser von etwa 1000 Lichtjahren. An ihrem Rand liegen Tausende junge Sterne. Mithilfe neuer Daten der Astrometriemission Gaia wurde nun die Entwicklungsgeschichte unserer galaktischen Nachbarschaft rekonstruiert. (13. Januar 2022)

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  2. #2
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    Unter dem Artikel sind links die wiederum zu links seit 2004 führen und damit die Geschichte dieses Forschungsgebietes zeigen.

    Man sollte vielleicht klarer sagen, dass das Sonnensystem diese Blase durchwandert und jetzt kontingent etwa im Zentrum ist. Die beiden nächsten Supernovae, deren Reste jetzt etwa 250 bis über 300 Lj entfernt sind, waren bei dem Ereignis, wenn ich es richtig verstehe, nicht in der "Nähe" des Sonnensystems. Wie viele Kandidaten hat man schon für weitere lokale Blasen gefunden? Man versucht ja diese zu bestimmen.
    Als engagierter und faszinierter Laie freue ich mich über Hinweise, die meinen Horizont erweitern.

  3. #3
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    Genau, die Sonne durchquert diese Region nur und liegt nur zufällig in etwa in der Mitte. Was meinst du mit Kandidaten für lokale Blasen? Es gibt nur eine lokale Blase - "die" lokale Blase! Es gibt natürlich unzählige weitere solche Blasen (Gebiete, die durch SN ionisiert / freigeräumt wurden), aber diese sind schwieriger nachzuweisen weil weit weg.
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  4. #4
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    In einem der links zu dem obigen Bericht steht, dass man nach solchen Blasen sucht. Etwas, was "nur" 300 bis 600 Lj entfernt ist, kann man klarerweise "leichter" untersuchen. Liegen diese Blasen so nahe beieinander, dass die "Schockwellen" miteinander kollidieren oder liegen Tausende Lj zwischen den "Oberflächen" der Blasen. Supernovae sollten im zeitlichen Maßstab von Millionen Jahren ja eigentlich gleichmäßig in der Milchstraße verteilt sein.
    Hier haben wir allerdings den Vorteil, den Anteil von 60Fe messen zu können.
    Als engagierter und faszinierter Laie freue ich mich über Hinweise, die meinen Horizont erweitern.

  5. #5
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    Das ist unterschiedlich - es gibt Gebiete, in denen es kaum Blasen gibt, und andere, wo viele Blasen miteinander verbundene "Superblasen" bilden. Siehe z.B. diesen Twitter-Feed: https://twitter.com/galaxy_map/statu...66092475351044

    Supernovae sind nicht gleichmässig über die Milchstrasse verteilt, weil nur massive Sterne mit kurzen Lebensdauern ihr Leben in einer Supernova beenden - entsprechend sind die Supernovae dort konzentriert, wo viele neue Sterne gebildet werden (weil solche massiven Sterne "nicht weit kommen", bevor sie explodieren). Rote Riesen hingegen sind gleichmässig verteilt, weil es in der Regel Milliarden von Jahre dauert, bis ein Stern dieses Stadium erreicht - in der Zeit haben sich die Sterne eines Clusters längst über die ganze galaktische Scheibe zerstreut.
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  6. #6
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    Vielen Dank für die Antwort und den link. Die 3000 pc Karte wirkt intuitiv auf mich, als würde alles vom Zentrum wegfliegen, was natürlich absurd ist.
    Auch sehe ich eine Ähnlichkeit mit Kollisionsbildern von CERN. Interessant was die natürliche Mustererkennung für "Spielchen" mit mir spielt.

    Eine Frage wäre wohl auch, wie viele Supernovae für eine Blase benötigt werden. Gilt die Faustformel noch: 1 Supernova pro Jahrhundert in der Milchstraße?
    Als engagierter und faszinierter Laie freue ich mich über Hinweise, die meinen Horizont erweitern.

  7. #7
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    Die 3000 pc Karte wirkt intuitiv auf mich, als würde alles vom Zentrum wegfliegen, was natürlich absurd ist.
    Das hängt nur mit den Parallaxen-Fehlern zusammen, sprich, die Unsicherheiten in der Distanz des jeweiligen Objekts spiegeln sich in dieser Verzerrung.

    Gilt die Faustformel noch: 1 Supernova pro Jahrhundert in der Milchstraße?
    Das entspricht etwa meinem Stand des Wissens.
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