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Thema: James Webb, Captain Kirk und ein Hubschrauber auf dem Mars

  1. #11
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    Daumen hoch

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    Zitat Zitat von SRMeister Beitrag anzeigen
    danke das ergibt jetzt Sinn für mich.
    Prima

    man sieht die Galaxien also nur weiter auseinander stehen als sie wirklich waren als das Licht ausgeschickt wurde und sie erscheinen nicht/vernachlässigbar größer.
    Genau

    Problem gelöst würde ich sagen!
    Falls man sich für weitere Details interessiert, kann man in der Doku des Kosmologie-Rechners von N. Wright weiterlesen.

    "Irgend etwas" scheint da noch mit den Lichtstrahlen unterwegs zu passieren, wegen das Maximums bei der Angular Distance.
    Freundliche Grüße, B.

  2. #12
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    Falls man sich für weitere Details interessiert, kann man in der Doku des Kosmologie-Rechners von N. Wright weiterlesen.
    Das habe ich gemacht. Es ist mir leider etwas zu hoch bzw kann ich den Zusammenhang zu meinem Problem nicht richtig erkennen, weil es wohl immer um die Entfernung von uns zu einer Galaxie geht. Aber wenn ich dich richtig verstehe, kann man die Kurve so interpretieren, dass die (scheinbare?) Entfernung zur Galaxie A (D(A)) bei z=10 geringer ist als bei z=1 (grüne Kurve) und wenn das korrekt ist würde die Galaxie im LCDM Modell also etwa so groß erscheinen wie eine gleichgroße Galaxie bei ca. z=0.3?

    Ich habe mir jetzt nochmal Gedanken gemacht und bin mir leider doch nicht mehr sicher, ob ich es so hinnehmen kann wie in meinem letzten Post geschrieben. Insbesondere sollte die Raumexpansion zwischen uns und den sehr weit entfernten Galaxien doch keinen Einfluss darauf haben, wie groß wir sie wahrnehmen und wie groß der Abstand zwischen ihnen ist.
    Ich würde deshalb einfach mal ein Gedankenexperiment anbringen:

    1. Man stellt sich einen Luftballon vor, der völlig leer ist(Ausdehnung 0). Auf seiner Oberfläche sind Galaxien verteilt. Zu diesem Zeitpunkt sind alle Galaxien dunkel. Die Galaxien werden nicht größer wenn man den Luftballon im Folgenden aufbläst.
    2. Im nächsten Schritt bläst man den Luftballon 700 Mio Jahre lang auf und zwar genau so viel, dass nach dieser Zeit der Radius des Luftballons etwas weniger als 700 Mio LJ beträgt.
    3. Jetzt senden alle Galaxien, die sich auf der Oberfläche des Luftballons befinden, für einen Moment gleichzeit Licht aus, in Richtung zur punktförmigen Mitte des Luftballons(wo wir uns befinden).
    4. 13 Mrd. Jahre später erscheint das Licht bei uns, also in der Mitte des Luftballons, rotverschoben. In dieser Zeit hat sich der Luftballon mit gleicher Geschwindigkeit wie zuvor weiter ausgedehnt, also auch der Raum zwischen Oberfläche und Mitte.

    Also: warum sollen die Bilder, die uns bei 4. erreichen, kleiner geworden sein als bei ihrer Aussendung in 3? Das Licht ist geradlinig auf uns zugekommen, es wurde zwar auf der Reise rotverschoben aber etwas anderes ist damit nicht passiert. Kein Winkel hat sich geändert. Also sehen wir die Galaxien genau so am Himmel, wie sie bei 3 schon angeordnet waren, insbesondere ihre Größe, ihr Abstand zueinander usw. sollten sich nicht geändert haben. Das Licht war seit 3 geradlinig zur Mitte unterwegs.
    Die rotverschobenen Bilder der Galaxien müssten folglich der Größe entsprechen als wären sie "nur" 700 Mio Lichtjahre entfernt, denn zum Zeitpunkt 3 waren sie tatsächlich nur knapp 700 Mio LJ von uns entfernt.

    Was ist falsch an diesem Gedankengang?
    Entschuldigung dass es etwas ausgeufert ist, aber ich wollte es möglichst verständlich machen.
    Absence of evidence does not mean evidence of absence.

  3. #13
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    Zitat Zitat von SRMeister Beitrag anzeigen
    4. 13 Mrd. Jahre später erscheint das Licht bei uns, also in der Mitte des Luftballons, rotverschoben. In dieser Zeit hat sich der Luftballon mit gleicher Geschwindigkeit wie zuvor weiter ausgedehnt, also auch der Raum zwischen Oberfläche und Mitte.
    Beim Modell mit Luftballon nehmen wir keine bevorzugte Position ein (Mittelpunkt des Ballons), sondern befinden uns mit unserer Heimatgalaxie ebenfalls auf der Kugeloberfläche.

    Dieses Modell soll vorallem veranschaulichen, warum und wie sich die Galaxien voneinander entfernen.
    Freundliche Grüße, B.

  4. #14
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    Zitat Zitat von SRMeister Beitrag anzeigen
    Das habe ich gemacht. Es ist mir leider etwas zu hoch bzw kann ich den Zusammenhang zu meinem Problem nicht richtig erkennen, weil es wohl immer um die Entfernung von uns zu einer Galaxie geht. Aber wenn ich dich richtig verstehe, kann man die Kurve so interpretieren, dass die (scheinbare?) Entfernung zur Galaxie A (D(A)) bei z=10 geringer ist als bei z=1 (grüne Kurve) und wenn das korrekt ist würde die Galaxie im LCDM Modell also etwa so groß erscheinen wie eine gleichgroße Galaxie bei ca. z=0.3?
    Laut Beschreibung wird mit wachsendem z die scheinbare Winkelausdehnung einer Galaxie mit konstanter Größe erst kleiner und dann wieder größer.

    Gemäß Luftballon müssten die Winkel bei fixierten Punkten aber gleich groß bleiben.

    => Scheinbar wird gerade bei der Angular distance die Expansion des Raumes doch eine expandierende Größe verwendet ...
    Geändert von Bernhard (10.03.2022 um 08:38 Uhr)
    Freundliche Grüße, B.

  5. #15
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    Laut Beschreibung wird mit wachsendem z die scheinbare Winkelausdehnung einer Galaxie mit konstanter Größe erst kleiner und dann wieder größer.
    Okay.

    Beim Modell mit Luftballon nehmen wir keine bevorzugte Position ein (Mittelpunkt des Ballons), sondern befinden uns mit unserer Heimatgalaxie ebenfalls auf der Kugeloberfläche.
    Ich hatte mich bei "meinem" Modell nicht auf das allgemein übliche Luftballonmodell bezogen. Insbesondere habe ich nicht im Sinn gehabt, die Dimension (von 3 auf 2) zu reduzieren. Die Oberfläche des Luftballons war nur gemeint als Kugeloberfläche mit gleicher Entfernung zu uns. Im frühen Universum waren die Galaxien uns viel näher, deren Licht wir heute (maximal rotverschoben) empfangen.
    Absence of evidence does not mean evidence of absence.

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