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Thema: Grösster Planet!?

  1. #1
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    Standard Grösster Planet!?

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    Welches ist der grösste bekannte (bis dato entdeckte) Planet bzw. welche Masse hat er?

    Das Jupiter der grösste Planet mit der 317fachen Erdmasse in unserem Sonnensystem ist, ist ja bekannt. Aber wie gross ist der grösste bekannte?

    Hab mal gelesen das ab der 13fachen Jupitermasse eine Kernfusion in dem Objekt stattfindet und somit zum Stern.. braunen Zwerg etc. wird.

    Wie ist es? Grüsse

  2. #2
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    Standard

    Es stimmt, dass etwa bei 13 Jupitermassen ein Gasriese zu einem Braunen Zwerg wird.

    Es wurden bereits einige Objekte entdeckt, deren Masse etwa in diesem Bereich liegt, wobei es sich dabei allerdings um grobe Schätzwerte handelt.
    Also ist bei einigen Objekten nicht genau klar, ob sie noch Planeten oder schon Braune Zwerge sind.

    An dieser Stelle könnte man auch auf den aktuellen Astronews.com Artikel verweisen

  3. #3
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    Standard

    Hallo Andromeda,
    Zitat Zitat von Andromeda
    Welches ist der grösste bekannte (bis dato entdeckte) Planet bzw. welche Masse hat er?
    Du kannst wahrscheinlich davon ausgehen, daß es keine obere Grenze gibt, sondern nur einen fließenden Übergang hin zu Sonnen. Bei den Sonnen wird derzeit eine obere Grenze von 150 facher Sonnenmasse angenommen. Diese Grenze ist nur auf Beobachtungen gestützt, es gibt für sie bisher keine theoretische Erklärung.

    Herzliche Grüße

    MAC

  4. #4
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    Standard

    @ anac

    ja das mit den heutigen News hatte ich auch erst nach dem erstellen meines Threads gesehn. (war ein Zufall*g*) aber ohnehin interessieren mich nicht so Übergangs und Streitfälle .. sondern hätten mich Fakten interessiert, welche Grösse die grössten Planten aufweisen.

    @mac

    auch erstaunliche Fakten das die grössten Sonnen die 150 fache Masse unserer Sonne haben. Aber ich fragte nach Planeten?!

  5. #5
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    Standard

    mac meinte eben, dass der grösste Planet eben so gross ist, wie die Definition zulässt. Insofern und insbesondere angesichts der grossen Unsicherheiten in der Massenbestimmung, auf die anac anspielte, ist es nicht möglich, einen einzelnen Planeten als "den" grössten zu bezeichnen.
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  6. #6
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    Standard

    es muss ja nicht ein einziger der Grösste sein.. könnten ja mehrere sein und dessen Masse hätte mich interessiert, aber wahrscheinlich ist meine Frage eh schon beantwortet wenn sie ab einer Grösse von 13 facher Jupitermasse in Sterne übergehen.

    desweiteren würde mich interessieren ob alle Planeten welche über die Grösse unseres Jupiters hinausgehen ausschliesslich Gasplaneten sind? Oder was genau ist eigentlich der Unterschied zwischen Gesteins und Gasplaneten ausser eventuell deren Grösse und innerer Struktur (Aufbau). Wie sieht deren Oberfläche aus? Könnte man da auch spazieren gehen wenn nicht abnormale Stürme grad herrschen würden oder die Atmosphäre es zulassen würde? Gibt es noch mehr Planeten ausser Gesteins und Gasplaneten? Ach es gibt soviel Fragen was ich da hätte denk ich *g*

    also haut in die Tasten ;-)

    Grüsse
    Geändert von Andromeda (08.09.2006 um 17:57 Uhr)

  7. #7
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    Idee

    Hallo Andromeda,

    Zu Deiner Anfrage ...
    Zitat Zitat von Andromeda Beitrag anzeigen
    Oder was genau ist eigentlich der Unterschied zwischen Gesteins und Gasplaneten ausser eventuell deren Grösse und innerer Struktur (Aufbau). Wie sieht deren Oberfläche aus?
    ... hatte ich vor einiger Zeit schon einmal in einem anderen Thread eine Erklärung abgegeben. Sie lautete:
    Ein Gasplanet heißt schließlich nur deshalb "Gasplanet", weil er im Laufe seiner Entstehungsgeschichte vor so etwa 4 bis 4,5 Milliarden Jahren enorme Mengen leichter Gase wie Wasserstoff und Helium (Methan, Amoniak und einige Edelgase gehören auch dazu) aus seiner näheren kosmischen Umgebung eingefangen hat. Diese wurden bei der Initialzündung der ersten Kernfusion auf der Sonne durch deren gewaltigen damaligen Sonnenwind aus dem inneren Bereich des Sonnensystems mit einem Radius von etwa 500 Millionen Kilometern heraus geblasen und so konnten sich die 4 äußeren Planeten übereichlich mit diesem Material "eindecken". Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun waren nämlich vorher ebenfalls nur Gesteinsplaneten, welche allerdings schon damals von lebensfeindlichen "Uratmosphären" wie der auf der Ur-Erde umgeben waren. Auf Jupiter jedenfalls ist nach der Initialzündung der Sonne so viel Gas angesamelt worden, dass es beinahe ausgereicht hätte, eine zweite Sonne zu bilden! Gott sei Dank ist uns dies aber erspart geblieben, sonst könnten wir hier jetzt nicht so wunderbar darüber diskutieren!
    Außerdem ist der Begriff "Gasplanet" ja eigentlich völlig irreführend, denn nach einigen hundert Kilometern Tiefe beginnt bei diesen Planeten sich das Gas zu verflüssigen, welches dadurch erst ihre eigentliche Oberfläche bildet. Nach weiteren mehreren 1000 Kilometern trifft man dann auf eine feste Oberfläche, meist aus Wasserstoff, dann, und dies ist bis jetzt nur beim Jupiter bekannt, auf eine ein paar tausend Kilometer dicke Schicht metallischen Wasserstoffs, welche auf dem immer noch vorhandenen Gesteinskern ruht und für das enorme Magnetfeld dieses Planeten verantwortlich ist.
    Vielleicht stimmen die Kilometerangaben nicht ganz, die sind ja auch bei jedem dieser "Gasriesen" anders, aber sonst stehe ich nach wie vor hinter dieser Aussage. Es kamen damals auch keine Widersprüche ...

    Zu den anderen Fragen:
    Zitat Zitat von Andromeda Beitrag anzeigen
    Könnte man da auch spazieren gehen wenn nicht abnormale Stürme grad herrschen würden oder die Atmosphäre es zulassen würde? Gibt es noch mehr Planeten ausser Gesteins und Gasplaneten? Ach es gibt soviel Fragen was ich da hätte denk ich *g*
    Also, spazieren gehen auf Gasplaneten ("Gasriesen") geht schon mal gar nicht, da diese stets von einer rundherum flüssigen Oberfläche ihrer unter enormem Druck stehenden Gashülle umgeben sind! Wenn Du ein mehrere tausend atü druckfestes U-Boot hättest, welches noch dazu bis etwa -200 °C kälteresistent wäre, dann könntest Du damit den Planeten in allen Richtungen umrunden.
    Außer den Gesteins- und den Gasplaneten gibt es eigentlich noch die Eisplaneten. Die liegen aber alle sehr weit draußen (Pluto, Charon und die Kuiper-Gürtel-Objekte). Eine Ausnahme bildet wohl der Jupitermond Europa, den man, wäre er ein Planet, ebenfalls als "Eisplaneten" bezeichnen könnte. So ist es halt nur ein "Eismond" mit einem, die gesamte Oberfläche bedeckendem und mehrere hundert km dicken Eispanzer, unter dem sich wahrscheinlich auch ein bis zu 3000 m tiefer Ozean befindet.

    Welches der größte exosolare Planet überhaupt ist, kann ich Dir aber leider auch nicht sagen. Wenn noch nicht einmal "Bynaus", unser "Planetensammler", genaue Aussagen darüber machen kann ... ?

    Hoffentlich hilfreiche Grüße von
    Toni

  8. #8
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    Standard

    Diese wurden bei der Initialzündung der ersten Kernfusion auf der Sonne durch deren gewaltigen damaligen Sonnenwind aus dem inneren Bereich des Sonnensystems mit einem Radius von etwa 500 Millionen Kilometern heraus geblasen und so konnten sich die 4 äußeren Planeten übereichlich mit diesem Material "eindecken". Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun waren nämlich vorher ebenfalls nur Gesteinsplaneten, welche allerdings schon damals von lebensfeindlichen "Uratmosphären" wie der auf der Ur-Erde umgeben waren. Auf Jupiter jedenfalls ist nach der Initialzündung der Sonne so viel Gas angesamelt worden, dass es beinahe ausgereicht hätte, eine zweite Sonne zu bilden! Gott sei Dank ist uns dies aber erspart geblieben, sonst könnten wir hier jetzt nicht so wunderbar darüber diskutieren!
    Ähm, sorry, wenn ich dich hier korrigiere, aber das stimmt so nicht ganz. Die Gase in den Atmosphären der Gasriesen stammen aus dem Bereich, in dem sie sich heute befinden (für Uranus und Neptun gilt das nicht in dem Masse wie für Jupiter und Saturn). Es stimmt, dass diese Planeten einen Gesteinskern besitzen bzw. besassen (bei Jupiter nicht so sicher...), aber sie sammelten ihr Gas schon in den ersten Millionen Jahren. Die Beginn der Kernfusion auf der Sonne hat zwar tatsächlich innert kürzester Zeit den Rest des Gases "fortgeblasen", aber von diesem Gas ist nichts übrig geblieben - nur ein winziger Bruchteil wurde noch von Jupiter und Saturn eingefangen.

    Auch, dass es nur "knapp" nicht ausgereicht hat für eine Zweite Sonne, stimmt nicht ganz: Jupiter müsste ca. 80 mal schwerer sein, um ein ganz trübes, leuchtschwaches Sternchen zu werden. Knapp würde ich das nicht nennen.

    Außerdem ist der Begriff "Gasplanet" ja eigentlich völlig irreführend, denn nach einigen hundert Kilometern Tiefe beginnt bei diesen Planeten sich das Gas zu verflüssigen, welches dadurch erst ihre eigentliche Oberfläche bildet.
    Das hingegen ist korrekt: "Gasplanet" ist insofern irreführend, sinnvoller wäre es, diese Objekte "Flüssigplaneten" zu nennen. Der Übergang Gasförmig -> Flüssig ist allerdings allmählich, es gibt in diesem Sinn keine Oberfläche wie, z.B. einem Ozean. Von "festem" Material in grösseren Tiefen kann nicht die Rede sein: metallischer Wasserstoff ist "quasi" flüssig (bei diesen seltsamen Materiezuständen kann man ohnehin nicht mehr mit Begriffen, die für die Bedingungen bei 1 bar Druck entworfen wurden, operieren).

    Wenn Du ein mehrere tausend atü druckfestes U-Boot hättest, welches noch dazu bis etwa -200 °C kälteresistent wäre, dann könntest Du damit den Planeten in allen Richtungen umrunden.
    Das stimmt zur Hälfte, denn die Tiefen der Gasriesen sind nicht kalt, sondern warm! Jupiters Zentrum dürfte einige 10000 bis 100000 Grad heiss sein.

    Eine Ausnahme bildet wohl der Jupitermond Europa, den man, wäre er ein Planet, ebenfalls als "Eisplaneten" bezeichnen könnte.
    Richtig, aber nicht nur Europa: Ganymed und Kallisto haben eine noch geringere Dichte als Europa, sie bestehen sogar noch zu einem grösseren Teil aus Eis! Das selbe gilt eigentlich für praktisch alle Monde des äusseren Sonnensystems. Es sind eher die Gesteinsmonde, die die Ausnahme bilden, wie Io oder eben, so zur "Hälfte", Europa.
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  9. #9
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    [QUOTE=Bynaus;14883] Die Gase in den Atmosphären der Gasriesen stammen aus dem Bereich, in dem sie sich heute befinden (für Uranus und Neptun gilt das nicht in dem Masse wie für Jupiter und Saturn). Es stimmt, dass diese Planeten einen Gesteinskern besitzen bzw. besassen (bei Jupiter nicht so sicher...), aber sie sammelten ihr Gas schon in den ersten Millionen Jahren. Die Beginn der Kernfusion auf der Sonne hat zwar tatsächlich innert kürzester Zeit den Rest des Gases "fortgeblasen", aber von diesem Gas ist nichts übrig geblieben - nur ein winziger Bruchteil wurde noch von Jupiter und Saturn eingefangen.[QUOTE]

    Da muss ich nachfragen: Wie kann man ermitteln, dass die Gasriesen nur noch einen Bruchteil des Gases aus dem Innenbereich des Sonnensystems eingefangen haben? Bestehen Jupiter und Saturn nicht - wie auch das Gas der protoplanetaren Scheibe - zu 98 % aus Wasserstoff und Helium? Was die Atmosphärengase betrifft: Ammoniak und Methan dürften sich doch auch spontan im Zuge des Kollapses gebildet haben bzw. unter dem Einfluss der enormen Temperaturen und Druckverhältnisse in den tieferen Bereichen der Atmosphäre. Liege ich da falsch?

  10. #10
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    Da muss ich nachfragen: Wie kann man ermitteln, dass die Gasriesen nur noch einen Bruchteil des Gases aus dem Innenbereich des Sonnensystems eingefangen haben?
    Aus rein statistischen Überlegungen. Wenn ein Teilchen in diesem Gasnebel nach aussen geschleudert wird: wie gross ist die Chance, dass es auf dem Weg nach aussen von Jupiter / Saturn eingefangen wird? Ziemlich klein. Zudem dürfte die Gasmenge im inneren Sonnensystem recht klein gewesen sein, verglichen mit dem im äusseren Bereich bzw. in dem Bereich, in dem sich die Gasriesen gebildet haben.

    Bestehen Jupiter und Saturn nicht - wie auch das Gas der protoplanetaren Scheibe - zu 98 % aus Wasserstoff und Helium?
    Doch, aber die Protoplanetare Scheibe reicht natürlich weit über den Bereich des inneren Sonnensystems hinaus - sie ging vermutlich bis ca. 50 AU, aber das ist eine Schätzung. Es gibt Sterne, deren protoplanetare Scheiben dehnen sich bis auf 500 AU aus.

    Ammoniak und Methan dürften sich doch auch spontan im Zuge des Kollapses gebildet haben bzw. unter dem Einfluss der enormen Temperaturen und Druckverhältnisse in den tieferen Bereichen der Atmosphäre.
    Naja, möglicherweise waren die Gase schon in der Scheibe. Teilweise haben sie sich aber schon erst auf dem Planeten selbst gebildet - ist etwas schwierig zu sagen aufgrund der heutigen Datenlage - man kann eigentlich fast nur Vermutungen anstellen, z.B. weil die Isotopenverhältnisse in diesen Gasen unbekannt sind.
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