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Thema: GRAVITY: Direkter Blick auf Beta Pictoris c

  1. #1

    Standard GRAVITY: Direkter Blick auf Beta Pictoris c

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    Mit dem GRAVITY-Instrument am Very Large Telescope der europäischen Südsternwarte ESO wurde jetzt erstmals ein Planet direkt beobachtet, der zuvor nur mithilfe der Radialgeschwindigkeitsmethode aufgespürt worden war. Die dadurch gewonnenen Daten von Beta Pictoris c sollte es den Forschenden erlauben, Entstehungsmodelle für Exoplaneten besser zu bewerten. (7. Oktober 2020)

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  2. #2
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    Zitat Zitat von astronews.com Redaktion Beitrag anzeigen
    Mit dem GRAVITY-Instrument am Very Large Telescope der europäischen Südsternwarte ESO wurde jetzt erstmals ein Planet direkt beobachtet, der zuvor nur mithilfe der Radialgeschwindigkeitsmethode aufgespürt worden war.
    Hallo zusammen,

    wenn ich solche Nachrichten lese, frage ich mich einen Tag nach der Verleihung des Physik-Nobelpreises 2020, ob diese brillianten Ergebnisse (siehe auch das Foto in Grossansicht) nicht eines Tages ebenfalls für nobelpeis-würdig befunden werden.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  3. #3
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    ... spätestens bei noch höherer Auflösung und man einen winkenden Bewohner erkennen kann.

    Es ist meines Wissens nicht das erste mal, dass die vier Teleskope zusammengeschaltet wurden. Warum bisher nicht die jetzige Aufmerksamkeit? Was übersehe ich?

    Gruß, Astrofreund
    "Organisation ist die Kunst, andere für sich arbeiten zu lassen. Überorganisation ist die Kunst, andere von der Arbeit abzuhalten."
    Jonathan Zenneck (1871 - 1959, Funkpionier und Miterfinder der Kathodenstrahlröhre)

  4. #4
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    Zitat Zitat von astrofreund Beitrag anzeigen
    Es ist meines Wissens nicht das erste mal, dass die vier Teleskope zusammengeschaltet wurden. Warum bisher nicht die jetzige Aufmerksamkeit? Was übersehe ich?
    Hallo Astrofreund,

    ich mag mich irren, aber meines Wissens gibt es nicht so viele Exoplaneten, die für eine solche direkte Beobachtung in Frage kommen. Zudem kommt auch der hohen Prominenz dieses Sternes grosse Bedeutung zu, da man dort seit 1983, also 12 Jahre vor dem Nachweis von 51 Pegasi b, eine Staubscheibe um den Stern gefunden hat und er somit ohnehin ein Kandidat für Planeten war.

    Hier liegen also 37 Jahre Forschung hinter uns ("uns" - ich habe da ja nicht mitgemacht ...) und ich finde es sehr schön, wie die Früchte all' dieser Pionierarbeiten nun nach und nach reif und sehr wohlschmeckend werden.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  5. #5
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    Hallo Ralf,

    ja dann, sollte man die richtigen Leute dieses Projektes auf die Kandidatenliste für den noblen Preis setzen. Klingt gut für mich.

    Grüße, Astrofreund
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    Jonathan Zenneck (1871 - 1959, Funkpionier und Miterfinder der Kathodenstrahlröhre)

  6. #6
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    Zitat Zitat von astrofreund Beitrag anzeigen
    ja dann, sollte man die richtigen Leute dieses Projektes auf die Kandidatenliste für den noblen Preis setzen. Klingt gut für mich.
    Hallo Astrofreund,

    das könnte auch deswegen mit dem Nobelpreis klappen, weil die erste direkte Beobachtung eines Exoplaneten ebenfalls am Very Large Teleskop gelang. Zwar haftet diesem Exoplaneten der Makel an, dass er um einen Braunen Zwerg kreist, doch wurde auch der erste direkt beobachtete Planet um einen sonnenähnlichen Stern am Very Large Teleksop entdeckt. Hier allerdings haftet dem Planeten ein Makel an, denn er könnte auch ein Brauner Zwerg sein.

    Aber egal - beim erst-nachgewiesenen Planeten um den Braunen Zwerg gibt es meines Wissens am Planeten selber nichts auszusetzen.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  7. #7
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    Zitat Zitat von astrofreund Beitrag anzeigen
    ... spätestens bei noch höherer Auflösung und man einen winkenden Bewohner erkennen kann.

    Es ist meines Wissens nicht das erste mal, dass die vier Teleskope zusammengeschaltet wurden. Warum bisher nicht die jetzige Aufmerksamkeit? Was übersehe ich?

    Gruß, Astrofreund
    Es ist dass erste Mal, dass ein mit der Radialgeachwindigkeitsmethode gefundener Planet direkt abgebildet wurde. Für erstere Methode muss er relativ nah am Stern dran sein, für letztere weit weg und hell. Beta Pic c, massiv, jung und ca. 3 AU vom Stern entfernt, liegt nahe am Sweet spot für diese Kombination, was wohl auch erklärt, warum es der erste so gefundene / bestätigte Planet ist. Proxima c könnte der nächste sein - auch wenn da der Sweet spot ganz anders gelagert ist...
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  8. #8
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Es ist dass erste Mal, dass ein mit der Radialgeachwindigkeitsmethode gefundener Planet direkt abgebildet wurde.
    Hallo Bynaus,

    das wusste ich nicht, ich hatte gedacht, bei anderen wäre das auch schon gelungen. Danke für die Info - ich beschäftige mich ja nicht so mit den Exoplaneten, d.h. das alles kriege ich nur am Rande mit.


    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Proxima c könnte der nächste sein
    Ja, es wäre sehr schön, wenn das für weitere Exoplaneten bald auch der Fall sein kann.


    Freundliche Grüsse, Ralf

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