Anzeige
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 18

Thema: Erde: Die Astronomie und der Klimawandel

  1. #1

    Standard Erde: Die Astronomie und der Klimawandel

    Anzeige
    Der Klimawandel beeinflusst alle Bereiche des Lebens - auch die wissenschaftliche Forschung in der Astronomie. Gleichzeitig wird aber auch durch die Arbeit der Astronominnen und Astronomen Kohlendioxid freigesetzt. Auf einer virtuellen Fachtagung entschied sich ein Team daher, dieses Thema näher zu untersuchen. Nun wurden die Ergebnisse vorgestellt. (11. September 2020)

    Weiterlesen...

  2. #2
    Registriert seit
    14.08.2019
    Beiträge
    6

    Standard

    Die Aussage "Aber durch persönliche Entscheidungen allein können wir nur einen geringen Beitrag zur Verringerung leisten." von Herrn Jahnke ist für mich nicht verständlich. Natürlich kann jeder Astrophysiker selbst und frei entscheiden ob er zu einer Konferenz um den halben Globus jettet.
    Man muss sich fragen, ob es notwendig ist, an Konferenzen teilzunehmen, nur um dort Kaffee zu trinken, lausige Poster aufzuhängen und sich mit Laptop in Hörsäle zu setzen um sich dort mit schlechten Vorträgen berieseln zu lassen und nebenbei seine Mails abzuarbeiten.

  3. #3
    Registriert seit
    16.09.2005
    Beiträge
    8.377

    Standard

    Zitat Zitat von Landogarner Beitrag anzeigen
    Natürlich kann jeder Astrophysiker selbst und frei entscheiden ob er zu einer Konferenz um den halben Globus jettet.
    Man muss sich fragen, ob es notwendig ist, an Konferenzen teilzunehmen, nur um dort Kaffee zu trinken, lausige Poster aufzuhängen und sich mit Laptop in Hörsäle zu setzen um sich dort mit schlechten Vorträgen berieseln zu lassen und nebenbei seine Mails abzuarbeiten.
    Hallo Landogarner,

    Du scheinst über Insider-Kenntnisse zu verfügen, die ich nicht habe. Könntest Du bitte etwas näher ausführen, wieso die aufgehängten Poster Deiner Meinung nach "lausig" sind - die mir bekannten Poster waren eigentlich ganz gut, aber das betraf eine Konferenz für Chemiker, an der ich vor Jahren als Begleitperson meiner inzwischen Ehefrau teilnahm, und wieso Du die Qualität der Vorträge als "schlecht" qualifizierst.

    Das Thema Laptop im Hörsaal kann ich gar nicht beurteilen, das war damals noch nicht üblich, allerdings finde ich das nicht grundsätzlich schlecht; dass manche Teilnehmer in Meetings allerdings ihre emails abarbeiten habe ich am Arbeitsplatz bei gewissen Kollegen aber auch schon bemerkt.

    Last not least der Kaffeekonsum: hast Du da Informationen, wie der Kaffeekonsum sich vom Kaffeekonsum anderer Konferenzen oder allgemeiner am Arbeitsplatz generell unterscheidet ?


    Freundliche Grüsse, Ralf

  4. #4
    Registriert seit
    12.11.2005
    Beiträge
    5.283

    Standard

    Zitat Zitat von Landogarner Beitrag anzeigen
    Die Aussage "Aber durch persönliche Entscheidungen allein können wir nur einen geringen Beitrag zur Verringerung leisten."
    Die Masse macht's. Das gilt definitiv auch beim Klimawandel.

    Natürlich steht es ausser Frage, dass Einzelne im Prinzip auch viel durch eine Vorbildfunktion oder persönliches Engagement erreichen können, aber letztlich entscheidet die breite Masse über merkliche Effekte.

    Die "großen Hebel" sitzen bei den Politikern.
    Freundliche Grüße, B.

    Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921

  5. #5
    Registriert seit
    16.09.2005
    Beiträge
    8.377

    Standard

    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Natürlich steht es ausser Frage, dass Einzelne im Prinzip auch viel durch eine Vorbildfunktion oder persönliches Engagement erreichen können, aber letztlich entscheidet die breite Masse über merkliche Effekte.
    Hallo Bernhard,

    gerade in der aktuellen Coronavirus-Krise zeigt sich, dass "der Einzelne" nicht bereit ist, wegen der Gefahr für Risikopatienten auf seine Partys und Fussballspiele zu verzichten.


    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Die "großen Hebel" sitzen bei den Politikern.
    Das bewirkt nicht viel und hat nur zur Folge, dass demokratische Prinzipien ausgehebelt werden und illegale Demonstrationen, bei denen sich kaum jemand an die Abstandsregeln und/oder Maskenpflicht hält, durchgeführt werden.

    Organisiert von einem Potpurri aus Esotherikern, die der Ansicht sind, dass es keine Viren und entsprechend auch keine Coronaviren gibt, dann Rechtspopulisten, die der Bevölkerung weismachen wollen, dass ihre demokratischen Rechte gefährdet seien, dann Corona-Verschwörungstheoretikern, die von gefälschten Zahlen (auch Todeszahlen) fabulieren, und Impfgegnern, denen ein Haustier aufgrund einer Impfung gestorben ist.

    Wenn schon bei einer Krise, bei der die Todesopfer sehr aktuell zu beklagen sind, Massnahmen nicht umgesetzt werden, wieviel mehr werden Massnahmen kleingeredet werden, deren Folgen erst in 50 oder mehr Jahren zu sehen sind ?


    Freundliche Grüsse, Ralf
    Geändert von ralfkannenberg (13.09.2020 um 12:38 Uhr)

  6. #6
    Registriert seit
    14.08.2019
    Beiträge
    6

    Standard

    @ Ralf,

    also ich habe bisher an drei Tagungen teilgenommen. Ich habe dabei die Erfahrung gemacht, dass meine Poster so gut wie gar nicht betrachtet wurden obwohl ich mir viel Mühe bei der Erstellung gegeben habe. Auch die Poster der anderen Leute wurden kaum intensiv und ausgiebig betrachtet, allenfalls nur flüchtig im Vorübergehen.
    Aus dieser Beobachtung habe ich den Schluss gezogen, dass die sogenannten Poster-Sessions eigentlich einfach nur Kaffeepausen sind. Die Konferenzteilnehmer flanieren umher, trinken Kaffee und essen Kekse und kommen ins Gespräch. Die Darstellung wissenschaftlicher Inhalte durch Poster ist nur Alibi.

    Die Qualität der Vorträge fand ich zu 90% eher schlecht. Auch in Fachkonferenzen ist es wichtig einen Vortrag didaktisch sinnvoll aufzuziehen, was leider allzu oft ignoriert wird. Es werden stattdessen Daumenkino-ähnlich zu viele Folien durchgaloppiert. Das Wesentliche bleibt auf der Strecke. Ich habe mir dann oft gedacht, wenn ich die Woche, die ich auf der Konferenz verbracht habe, verwendet hätte um ein Lehrbuch durchzuarbeiten, hätte ich meine Zeit sinnvoller genutzt.

    Dennoch habe ich auf den Konferenzen immer versucht den Vorträgen zu folgen. Das gilt nicht für alle in der Zuhörerschaft. Mehr als 50% der "Zuhörer" schauen in ihr Laptop und programmieren, bearbeiten E-Mails, bereiten ihren eigenen Talk vor, facebooken, oder buchen ihren nächsten Flug. Das ist unhöflich gegenüber dem Vortragenden. Da frage ich mich schon warum die sich dann überhaupt in den Vortrag reinsetzen bzw warum die überhaupt zur Konferenz gehen, wenn sie nicht wirklich Zeit und oder Interesse für die Inhalte haben.

    Kurz: Ich habe den Eindruck dass es bei Konferenz kaum auf Inhalte ankommt sondern vielmehr auf Netzwerken. Ob aber das Netzwerken den ganzen Treibhausgas-Ausstoß wert ist, muss man sich schon fragen.

  7. #7
    Registriert seit
    11.03.2006
    Beiträge
    6.578

    Standard

    Hallo Landogarner,

    willkommen im Forum!

    Leider kann ich Deine Erfahrungen auch für mein Fachgebiet bestätigen. Die tatsächliche ‚Ausbeute‘ in der medizinischen Physik war eher dürftig. In der dazu gehörenden Medizin noch dürftiger, teilweise sogar haarsträubend. (einen kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden, ist schon manchmal sehr anstrengend und man muß dann auch viele ‚Kröten‘ schlucken )

    Laß Dich davon aber nicht abschrecken. Es ist ähnlich wie bei guten Büchern. Man muß ziemlich viel Schrott anfangen, bevor man eine Perle findet.

    Wirklich gut waren in der Regel nur die Workshops. (keine Ahnung ob es sowas auch in der Astronomie/Astrophysik gibt?)

    Wenn man in den Pausen mal den einen oder anderen Prof. im Vertrauen darauf angesprochen hat und das vorsichtig erwähnt hat, war die Antwort fast immer vom Typ: Wer schreibt der bleibt. Also einen guten Vortrag in möglichst viele Einzelteile zerlegen um dem Wert der Masse ausreichend Genüge zu tun.

    Das ist (wie ich bei meinen Söhnen erleichtert sehen konnte) allerdings inzwischen doch schwieriger geworden, weil nicht mehr nur die Zahl der Veröffentlichungen zählt, sondern (endlich) auch die Zahl der Zitierungen.

    Und mit den heutigen Kommunikationstechniken kann man sich auch etliche Reisen sparen, wie man durchaus auch im Wissenschaftsbetrieb erleben kann. Unterschätze aber nicht den Wert von guten Kontakten, die man z.B. auch mal nach etwas fragen kann.

    Herzliche Grüße

    MAC
    Geändert von mac (14.09.2020 um 01:01 Uhr) Grund: Smiley korrigiert

  8. #8
    Registriert seit
    12.11.2005
    Beiträge
    5.283

    Standard

    Hallo Ralf,

    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Das bewirkt nicht viel und hat nur zur Folge, dass demokratische Prinzipien ausgehebelt werden und illegale Demonstrationen, bei denen sich kaum jemand an die Abstandsregeln und/oder Maskenpflicht hält, durchgeführt werden.
    gerade bei der Corona-Krise sieht man mMn die Auswirkungen der Politik doch sehr deutlich? Vergleiche mal die Anzahl an Toten in den USA und in Deutschland...
    Freundliche Grüße, B.

    Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921

  9. #9
    Registriert seit
    04.06.2007
    Beiträge
    1.292

    Standard

    Alles in allem kamen sie auf 18 Tonnen Kohlendioxid pro Wissenschaftlerin bzw. Wissenschaftler allein für Forschungsaktivitäten. Zum Vergleich: Das ist fast doppelt so viel wie die Pro-Kopf-Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland und mehr als zweieinhalb Mal soviel wie das deutsche Klimaziel 2030 mit 6,8 Tonnen pro Person und Jahr.
    Auch wenn der Vergleich dramatisierend ist, garniert mit dem Venus-Beispiel ist es insgesamt doch erstaunlich spürbar:
    83 Mio Einwohner, davon 320.000 häufig reisende Wissenschaftler (einfach 2/3 von 480.000 angenommen), die Mehrbelastung durch die ewig grübelnden Vielflieger erhöht den pro Kopf-Ausstoß dann um 0,5%

    Das Treffen 2019 im französischen Lyon, eine herkömmliche Vor-Ort-Konferenz mit mehr als 1200 Teilnehmern, und das Treffen 2020, das aufgrund der weltweiten Pandemie als virtuelle Veranstaltung mit fast 1800 Teilnehmern stattfand.
    Das zeigt natürlich auch welches monetäre Einsparpotential solch unkontrollierter Unfug hat. Natürlich kann man verstehen dass jeder mal da hin will, sich treffen und austauschen (wie oben gesagt wurde "Netzwerke"), zusammen übelst einen saufen gehen, aber das ist alles andere als sinnvoll und nötig.
    Geändert von pauli (14.09.2020 um 00:44 Uhr)
    meine Signatur

  10. #10
    Registriert seit
    16.09.2005
    Beiträge
    8.377

    Standard

    Anzeige
    Zitat Zitat von pauli Beitrag anzeigen
    zusammen übelst einen saufen gehen
    Hallo pauli,

    die gab es natürlich auch und es waren auch durchaus erschreckend viele, doch kamen die nicht so weit, dass man sie an Konferenzen geschickt hätte.

    Waren sie durchschnittlich begabt wurden sie im Vordiplom "aussortiert", waren sie brilliant wurden sie im Schlussdiplom "aussortiert". - Vielleicht gibt es noch einen kleinen Prozentsatz, der mit der Dissertation nicht klarkommt und zu trinken anfängt.

    Die Fälle, von denen ich gehört habe, sind aber depressiv geworden; zwei betrafen Frauen, die ich kannte und die sich dann in eine Ehe geflüchtet haben, und mit dem Schlussdiplom kam einer, den ich aber nur vom Namen her kannte, nicht klar, der hat sich dann vor der ersten Prüfung mit der Armeewaffe eine Kugel in den Kopf geschossen.


    Freundliche Grüsse, Ralf

Ähnliche Themen

  1. Erde: Die Schwerkraft und der Klimawandel
    Von astronews.com Redaktion im Forum Sonnensystem allgemein
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 17.04.2019, 15:37
  2. Satelliten: Lasertechnik für Forschung zum Klimawandel
    Von astronews.com Redaktion im Forum Raumfahrt allgemein
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 17.01.2017, 18:40
  3. Klimawandel: Eisschwund beeinflusst Satellitenbahnen
    Von astronews.com Redaktion im Forum Sonnensystem allgemein
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 18.09.2013, 18:11
  4. GRACE-FO: Mit Laser dem Klimawandel auf der Spur
    Von astronews.com Redaktion im Forum Raumfahrt allgemein
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 19.06.2013, 18:12
  5. Klimawandel
    Von ispom im Forum Forschung allgemein
    Antworten: 452
    Letzter Beitrag: 17.02.2012, 07:42

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
astronews.com 
Nachrichten Forschung | Raumfahrt | Sonnensystem | Teleskope | Amateurastronomie
Übersicht | Alle Schlagzeilen des Monats | Missionen | Archiv
Weitere Angebote Frag astronews.com | Forum | Bild des Tages | Newsletter
Kalender Sternenhimmel | Startrampe | Fernsehsendungen | Veranstaltungen
Nachschlagen AstroGlossar | AstroLinks
Info RSS-Feeds | Soziale Netzwerke | Flattr & freiwilliges Bezahlen | Werbung | Kontakt | Suche
Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung
Copyright Stefan Deiters und/oder Lieferanten 1999-2013. Alle Rechte vorbehalten.  W3C