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Thema: Warum New Space (SpaceX, Blue Origin) ist mehr erfolgreich als Ariancespace und Co

  1. #1
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    Standard Warum New Space (SpaceX, Blue Origin) ist mehr erfolgreich als Ariancespace und Co

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    Hallo Leute,

    ich habe mir mal Gedanken dazu gemacht, warum New Space Firmen erfolgreicher sind:

    https://www.youtube.com/watch?v=Twa4sHSFQac

    PS: SpaceX bekam $396 Millionen von der NASA im Zeitraum von 2006-2011 für die Entwicklung der Falcon 9 und der Dragon Kapsel. Je nach Quelle kostete die Entwicklung der teilweise wiederverwendbaren Falcon 9 zwischen $300-350 Millionen. Die Kosten für die nicht wiederverwendbare Ariane 6 liegen schon jetzt bei $4,5 Milliarden (https://arstechnica.com/science/2019...e-with-spacex/). Und damit 13-15 Mal höher als die Entwicklungskosten der Falcon 9.

    Außerdem empfehle ich diesen Artikel, um sich mit den Hintergründen der europäischen Raumfahrt vertraut zu machen: https://www.spektrum.de/news/europas...chance/1689028

    Gruß,
    Sven

  2. #2
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    Zitat Zitat von Viper2024 Beitrag anzeigen
    PS: SpaceX bekam $396 Millionen von der NASA im Zeitraum von 2006-2011 für die Entwicklung der Falcon 9 und der Dragon Kapsel. Je nach Quelle kostete die Entwicklung der teilweise wiederverwendbaren Falcon 9 zwischen $300-350 Millionen. Die Kosten für die nicht wiederverwendbare Ariane 6 liegen schon jetzt bei $4,5 Milliarden (https://arstechnica.com/science/2019...e-with-spacex/). Und damit 13-15 Mal höher als die Entwicklungskosten der Falcon 9
    Ist schon eigenartig, bzw. ziemlich enttäuschend, dass da so enorme Mengen an Steuergeldern in eine scheinbar schon jetzt komplett veraltete Technologie gesteckt werden.

    MMn wäre es auch deutlich sinnvoller mögliche Aufträge der ESA an SpaceX abzugeben, um Zeit und Geld für die Entwicklung einer wiederverwertbaren Rakete zu gewinnen. Verbleibende Prestige-Projekte könnte man doch sicher auch weiterhin mit der Ariane5 realisieren.
    Freundliche Grüße, B.

    Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921

  3. #3
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    Warum New Space (SpaceX, Blue Origin) ist mehr erfolgreich als Ariancespace und Co
    Ich glaub so pauschal kann man das nicht sagen - ich würde z.B. nicht behaupten, dass Blue Origin, das bisher "nur" eine suborbitale Rakete und ein halbfertiges Methan-Triebwerk gebaut hat, "mehr erfolgreich" sei als Arianespace, die jedes Jahr dutzende Starts in den Orbit und darüber hinaus durchführt.

    Um das Geld für die Ariane 6 ist es schon schade, aber es ist ein Versuch, mit konventioneller Technologie bei den Kosten der F9 mitzuhalten (so dass man zwischenzeitlich nicht alle Aufträge verliert) während man gleichzeitig versucht, technologisch aufzuholen (für die Ariane 7).

    Man darf nicht vergessen, dass SpaceX Arianespace bei ihrem eigenen "Spiel" geschlagen hat - jahrelang war Arianespace der "günstige und sichere" Provider, der in der Folge praktisch den ganzen Markt aufgesogen hat - leider hat man sich dann auf den Lorbeeren ausgeruht, statt die nächste Technologie-Generation zu entwickeln. Das rächt sich nun.
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  4. #4
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Um das Geld für die Ariane 6 ist es schon schade, aber es ist ein Versuch, mit konventioneller Technologie bei den Kosten der F9 mitzuhalten (so dass man zwischenzeitlich nicht alle Aufträge verliert) während man gleichzeitig versucht, technologisch aufzuholen (für die Ariane 7).
    Erste Starts Ende der 2020er Jahre wirkt nicht gerade ambitioniert. Bleibt zu hoffen, dass man das hier in Europa etwas schneller hinbekommt.
    Freundliche Grüße, B.

    Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921

  5. #5
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    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Erste Starts Ende der 2020er Jahre wirkt nicht gerade ambitioniert. Bleibt zu hoffen, dass man das hier in Europa etwas schneller hinbekommt.
    Ich stimme dir absolut zu - man hätte in Europa spätestens ca. um das Jahr 2010 herum merken sollen, in welche Richtung es geht. Damals war man aber viel zu sehr damit beschäftigt, sich über SpaceX und deren Ambitionen lustig zu machen. So kanns gehen...

    Europa bräuchte ein eigene "SpaceX", also eine von kostenbewussten Ingenieur-Nerds betriebene, private Raumfahrtfirma ohne staatliche Verpflichtungen, so-und-so-viele Arbeitsplätze hier und da zu schaffen und die Wertschöpfung nach einem politischen Schlüssel zu verteilen. Da eine solche Firma aber (wie SpaceX) zumindest in der Anfangsphase auf öffentliche Aufträge angewiesen wäre (SpaceX würde es ohne die NASA heute nicht mehr geben) und diese Aufträge Arianespace abspenstig machten müsste (gegen das Interesse der an Arianespace beteiligten Länder!), wird das leider bei uns so nicht funktionieren. So bleibt uns eigentlich nur, langsam und teuer dem Trend hinterherzuhecheln.

    Arianespace versucht heute, den Kampf der letzten 10 Jahre nachträglich noch zu gewinnen - während SpaceX schon am nächsten Schritt werkelt. Ich denke, von den Weltraummächten weltweit hat nur China eine realistische Chance, das Steuer noch rechtzeitig herumzureissen und für die Entwicklung ihrer Superschwerlast-Rakete von Anfang an auf ein vollständig wiederverwendbares System a la "Starship / Super Heavy" zu setzen.
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  6. #6
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    Ich meine, das Hauptproblem ist Folgendes:

    Man kann aus Europa nicht gut Raketen starten. Das heißt, alles Material und viele Arbeitskräfte müssen nach Kourou. Das macht für eine Raketenfirma alles teuer und man findet schlecht neues Personal, wenn einer nach hause will. Wenn Europa wettbewerbsfähig werden will in Sachen Raketen, dann braucht es zuerstmal einen schicken Weltraumbahnhof in Friesland. Da könnte man nach Herzenslust an einem europäischen Starship basteln und Satelliten in Polare Orbits schießen. Wenn man dann größere Lasten in äquatoriale Umlaufbahnen schießen will, könnte man eine wiederverwendbare Rakete ja in Kourou landen lassen.

  7. #7
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    In Friesland? Und dann über den Kontinent hinweg starten für prograde Umlaufbahnen? Nein, das sehe ich nicht. Allenfalls Schottland. Oder sonst die Kanaren oder Azoren, aber eben, wenn man schon alles auf ein Schiff verfrachtet, kann man auch gleich bis nach Kourou fahren...
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  8. #8
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    In Friesland? Und dann über den Kontinent hinweg starten für prograde Umlaufbahnen? Nein, das sehe ich nicht. Allenfalls Schottland. Oder sonst die Kanaren oder Azoren, aber eben, wenn man schon alles auf ein Schiff verfrachtet, kann man auch gleich bis nach Kourou fahren...
    Du würdest natürlich Richtung Nordsee starten. In Schottland wollen die Briten schon einen Weltraumbahnhof bauen, aber da wohnt halt auch kaum jemand.

  9. #9
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    Aha jetzt verstehe ich, du meinst ausschliesslich polare Umlaufbahnen... ist halt nicht so ideal, aber ja, ein Raumfahrzeug mit der Nutzlast eines Starships kann auch einen nicht so effizienten Orbit wegstecken...
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  10. #10
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Ich denke, von den Weltraummächten weltweit hat nur China eine realistische Chance, das Steuer noch rechtzeitig herumzureissen und für die Entwicklung ihrer Superschwerlast-Rakete von Anfang an auf ein vollständig wiederverwendbares System a la "Starship / Super Heavy" zu setzen.
    Siehe ab 7:58 bei What goes on inside a Starship Raptor? (What about it!?). Scheinbar gibt es in China also seit 2014 ebenfalls Tests ähnlich dem Grasshopper !
    Freundliche Grüße, B.

    Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921

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