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Thema: VLT: Bild von zwei Planeten um sonnenähnlichen Stern

  1. #1

    Standard VLT: Bild von zwei Planeten um sonnenähnlichen Stern

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    Auf die Existenz von extrasolaren Planeten wird in der Regel nur indirekt geschlossen, da man die Welten um andere Sonnen nur in ganz seltenen Fällen tatsächlich sehen kann. Nun ist mit dem Very Large Telescope der europäischen Südsternwarte ESO erstmals ein Bild von zwei Gasriesen gelungen, die um einen sonnenähnlichen Stern kreisen. (24. Juli 2020)

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  2. #2
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    Nur "gut", dass der Artikel nicht sehr lange ist, weil der doch sehr mühsam zu lesen ist. Das Interessante kommt ganz am Ende. Dazwischen befinden sich mehr oder weniger subjektive Beurteilungen mit geringem Informationsgehalt.

    Der schnelle Leser wird hier auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Gut, dafür ist der Artikel dann auch kostenlos zugänglich .....
    Freundliche Grüße, B.

    Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921

  3. #3
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    Hey Bernhard,

    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Nur "gut", dass der Artikel nicht sehr lange ist, weil der doch sehr mühsam zu lesen ist.
    findest Du? Ich hatte eher den gegenteiligen Eindruck, also dass der Artikel relativ leicht zu lesen ist. Aber das ist vermutlich bei jedem etwas anders.

    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Dazwischen befinden sich mehr oder weniger subjektive Beurteilungen mit geringem Informationsgehalt.
    Kannst Du vielleicht ein Beispiel nennen? Ich konnte jetzt keine subjektiven Beurteilungen finden - vielleicht habe ich diese auch nur überlesen.

    Ansonsten hätte ich noch eine Frage zum Artikel:

    Nur in ganz seltenen Fällen gelingt es, ferne Planeten direkt abzubilden.
    Was genau meint man mit direkt abbilden? Hat man von dem System die Visibilität V(B) (B: Basislinie) gemessen, die Datenpunkte an ein passendes Modell gefittet und so die Helligkeitsverteilung des Systems (über Fouriertransformation) berechnet?

  4. #4
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    Standard

    Moin Infinity,
    Zitat Zitat von Infinity Beitrag anzeigen
    Was genau meint man mit direkt abbilden? Hat man von dem System die Visibilität V(B) (B: Basislinie) gemessen, die Datenpunkte an ein passendes Modell gefittet und so die Helligkeitsverteilung des Systems (über Fouriertransformation) berechnet?
    „Direkt abgebildet“ bedeutet genau das, was man darunter versteht: Die Aufnahmen entstanden im Nahinfrarotbereich und wurden mit den klassischen Verfahren bearbeitet, die auch wir Hobbyastrofotografen bei Planeten- und Deepsky-Aufnahmen anwenden, z.B. Flats & Darks, Bad Pixel Cleaning, Abzug von Hintergrundrauschen.

    Da das System seit 2017 untersucht wird, konnte man anhand der Bewegung der Himmelskörper deren Zugehörigkeit zum System feststellen.
    Geändert von FrankSpecht (25.07.2020 um 01:54 Uhr)
    cs, Frank
    frank-specht.de

  5. #5
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    Zitat Zitat von Infinity Beitrag anzeigen








    Was genau meint man mit direkt abbilden? Hat man von dem System die Visibilität V(B) (B: Basislinie) gemessen, die Datenpunkte an ein passendes Modell gefittet und so die Helligkeitsverteilung des Systems (über Fouriertransformation) berechnet?
    Wenn man im deutschen wiki-Artikel "Exoplanet" die Kreis-Grafik Methoden in der Mitte des Artikels neben den Jahres-Statistiken ansieht, dann wurden ca 3 % der knapp 4300 Exoplaneten durch "Imaging" gefunden und zwar zum größten Teil durch das Hubble-ST.
    Als engagierter und faszinierter Laie freue ich mich über Hinweise, die meinen Horizont erweitern.

  6. #6
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    Hallo Infinity,

    Zitat Zitat von Infinity Beitrag anzeigen
    Kannst Du vielleicht ein Beispiel nennen?
    da finden sich z.B. Wörter wie "selten" oder "sehr ähnlich". Wenn ich mich informieren will, ist das etwas schwammig, was ich aber gar nicht so schlimm finde.

    Für mich wäre es besser gewesen, wenn der letze Absatz nach dem Abstact stehen würde. Fakten zuerst und dann die etcs. Nur so als Anregung, wobei die Artikel ja normalerweise eins zu eins von fremden Seiten kopiert werden.
    Freundliche Grüße, B.

    Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921

  7. #7
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    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    da finden sich z.B. Wörter wie "selten" oder "sehr ähnlich". Wenn ich mich informieren will, ist das etwas schwammig, was ich aber gar nicht so schlimm finde.
    Naja, am unteren Ende des Artikels findet sich der obligatorische Link zur Informationsquelle, aus der weiter ins Detail gehende Erkenntnisse und Ergänzungen zu entnehmen sind.
    'Selten' und 'sehr ähnlich' halte ich nicht unbedingt für subjektive Beurteilungen. Meiner Meinung nach genügt dem/der Leser/in diese Information und er/sie kann möglicherweise mehr damit anfangen, als beispielsweise mit "nur 3% der bisher entdeckten Exo-Planeten konnten direkt abgelichtet werden" (kenne den tatsächlichen Anteil nicht, mir genügt da die Aussage 'ganz selten').
    Da ich mich zu den regelmäßigen "schnellen Lesern' von astronews zähle, kann ich dir da nicht zustimmen, beim Lesen auf eine" harte Geduldsprobe" gestellt worden zu sein.
    Ich finde den Artikel aus meiner Sicht hinreichend lesenswert, weil es sich ja schon um ein sehr seltenes Ereignis handelt.
    Man könnte natürlich - soweit verfügbar- noch weitere Informationen hinzufügen, etwa ob weitere Planeten um diesen Stern aus indirekten Nachweisverfahren bekannt sind (ich denke aber, das wäre dann erwähnt worden) oder wie ähnlich ist dieser Stern unserer Sonne in Größe und Leuchtkraft? Oder: kann man aus dem bisherigen Beobachtungsintervall auf die Umlaufzeiten der beiden Gasriesen schließen?
    Ich denke, man kann bei jedem Artikel immer etwas Nachfragen. Das belebt das Forum. :-)
    Geändert von Spock (26.07.2020 um 01:13 Uhr)

  8. #8
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    Zitat Zitat von Spock Beitrag anzeigen
    ... wie ähnlich ist dieser Stern unserer Sonne in Größe und Leuchtkraft? Oder: kann man aus dem bisherigen Beobachtungsintervall auf die Umlaufzeiten der beiden Gasriesen schließen?
    Ich denke, man kann bei jedem Artikel immer etwas Nachfragen. Das belebt das Forum. :-)
    Hallo Spock!

    hier mal der link zu wiki:

    https://en.wikipedia.org/wiki/TYC_8998-760-1

    Dieser Stern ist vom selben Spektraltyp wie unsere Sonne, G2V (laut exoplanets.nasa.gov K3 ?) und hat 1,00 +/- 0,02 Sonnenmassen.
    Bei den Planeten sind Massen und Abstände bekannt:
    14 Jupitermassen und 160 AU Abstand bzw 6 Jupitermassen und 320 AU Abstand

    Die Umlaufzeiten dürften ähnlich hoch sein wie die von Sedna um die Sonne, also einige tausend Jahre
    (Einfache Newton-Physik, aber ich habe keine Lust das jetzt auszurechnen)

    Edit (auch die Klammer oben);
    Laut exoplanets.nasa.cov wurden übrigens genau 50 von 4197 Exoplaneten durch imaging entdeckt
    Geändert von SFF-TWRiker (26.07.2020 um 11:10 Uhr)
    Als engagierter und faszinierter Laie freue ich mich über Hinweise, die meinen Horizont erweitern.

  9. #9
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    Hallo SFF-TWRiker,
    danke für den Link zur engl. Wikipedia. In der deutschen Wiki-Version ist der Stern mit seinen beiden Begleitern auch erwähnt.
    Da die Masse des Sterns der unserer Sonne entspricht, hab ich die Umlaufzeiten der beiden Gasriesen mal mit dem 3. Keplerschen Gesetz berechnet und komme auf rd. 2.000 Jahre für den inneren Planeten und rd. 5.700 Jahre für den äußeren.
    Wenn ich die Gravitationsformel von Newton nehme, passt es auch.
    Im Wikipedia-Artikel stehen die Umlaufzeiten nicht drin.
    Geändert von Spock (31.07.2020 um 23:50 Uhr) Grund: Nachtrag

  10. #10
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    Moin,

    nur mal so nebenbei:
    Die definition laut Wiki sagt, dass die Mindestmasse für einen "Braunen Zwerg" 13 Mj ist. Damit dürfte es sich eher um "nur" einen (bisher entdeckten) Planeten handeln. Wobei davon auszugehen ist, dass Innerhalb von einigen 10AU noch weitere kleine zu finden sein werden.
    Geändert von TomTom333 (01.08.2020 um 07:22 Uhr) Grund: Rechtschreibung, wer Fehler findet, darf sie ....

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