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Thema: Ist die Meinungs- und Redefreiheit im Westen noch zu retten?

  1. #1
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    Standard Ist die Meinungs- und Redefreiheit im Westen noch zu retten?

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    In einem Klima zunehmender gesellschaftlicher und indbesondere in D juristischer Verfolgung, angepeitscht durch unzählige z.T. staatlich finanzierte NGOs und Stiftungen die niemand gewählt hat, flankiert von in einem hohen Grad gleichgeschalteter privater (und in D zwangsgebührenfinanzierter staatlicher) Medien haben in den USA 150 tapfere Autoren und Journalisten gewagt in einem offenen Brief relativ dezent darauf hinzuweisen, dass die Redefreiheit bedroht wird.

    Unter anderem Salman Rushdie, Noam Chomsky und Margaret Atwood unterzeichneten ein in der Zeitschrift "Harper's Magazine" veröffentlichtes Plädoyer gegen ideologischen Konformismus. Der offene Brief beklagt "Intoleranz gegenüber entgegengesetzten Meinungen, eine Welle des öffentlichen Anprangerns und der Ächtung, und die Tendenz, komplexe Politikthemen in grelle moralische Gewissheit zu aufzulösen". Auf abweichende Meinungen werde mit dem Ruf nach "schneller und schwerer Vergeltung" reagiert
    In Deutschland, dass ja bekanntermaßen das Leid der Welt trägt und es egal um was es geht das schlechteste Gewissen von allen hat, ist der Prozess schon weit fortgeschritten, und es ist kein Ende in Sicht. Kann noch irgendwas gerettet werden?
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  2. #2
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    Zitat Zitat von pauli Beitrag anzeigen
    Kann noch irgendwas gerettet werden?
    Erst wenn die Welt die Faktenverdreher und WeltAufDenKopfSteller los geworden ist. Hoffnungspegel derzeit sehr, sehr gering.
    "Organisation ist die Kunst, andere für sich arbeiten zu lassen. Überorganisation ist die Kunst, andere von der Arbeit abzuhalten."
    Jonathan Zenneck (1871 - 1959, Funkpionier und Miterfinder der Kathodenstrahlröhre)

  3. #3
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    Zitat Zitat von astrofreund Beitrag anzeigen
    Erst wenn die Welt die Faktenverdreher und WeltAufDenKopfSteller los geworden ist. Hoffnungspegel derzeit sehr, sehr gering.
    Du hast das Anliegen der Unterzeichner, die du implizit als Deppen einstufst, offenbar nicht verstanden, kann ja mal passieren, lies dir deren offenen Brief nochmal durch.
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  4. #4
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    Zitat Zitat von pauli Beitrag anzeigen
    Du hast das Anliegen der Unterzeichner, die du implizit als Deppen einstufst, offenbar nicht verstanden, kann ja mal passieren, lies dir deren offenen Brief nochmal durch.
    Der offene Brief beklagt "Intoleranz gegenüber entgegengesetzten Meinungen, eine Welle des öffentlichen Anprangerns und der Ächtung, und die Tendenz, komplexe Politikthemen in grelle moralische Gewissheit zu aufzulösen".
    Hast du denn selber deren Anliegen verstanden? Wenn ja, dann bring doch mal ein Beispiel für öffentliches Anprangern.

    Und ist dieses Anprangern nicht auch ein Zeichen von Meinungsfreiheit?

    Wie steht es denn hier im Forum um die freie Wahl des Pseudonyms? Im Iran bekäme ich mit "Julian Apostata" wahrscheinlich Probleme.

    Würde hier jemand versuchen, sich mit "Adolf Hitler" an zu melden, würde die Moderation dann einschreiten?

    Und wenn ja, wäre das schon ein Eingriff in die Meinungsfreiheit?

  5. #5
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    Hallo Julian,

    Du stellst genau die richtigen Fragen.

    Ich bin mir sehr sicher, dass der Moderator einschreitet, wenn jemand das Pseudonym "A.H." verwenden wöllte. Meines Wissens, darf in D auch keiner seinen Sohn mehr Adolf nennen. Alles hat seine Grenzen und vor allen dann, wenn höher gewichtete Interessen einer Mehrheit z.B. über Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit stehen. Das erwartet ein normaler Mensch auch von den Bestimmern des jeweiligen Landes.

    Nicht umsonst gibt es eine umfangreiche Gesetzgebung. Diese hat verfassungsmäßige Rechte zu achten und es gibt Kontroll und Korrekturmöglichkeiten. Es gab und gibt keine 100%-tige Freiheit. Dies würde sich mit einer Demokratie niemals vereinbaren. Es sind immer Kompromisse erforderlich. Letztendlich sind das alles interessengetriebene Dinge. Wenn einer AfD seit geraumer Zeit vom VS genauer auf die Finger geschaut wird - auch weil man Führungskräfte beim VS ausgetauscht hatte - dann hat das gute Gründe. Wenn CDU-Politiker ermordet werden ist das offenbar ein heftigeres Alarmsignal, als wenn es um NSU-Opfer geht. Das dies der AfD nicht gefällt, versteht man. Die AfD wehrt sich in bekannter Manier. Man stellt sich als Opfer dar und geht mit großem Geheul und den üblichen Beschimpfungen der Medien, Parteien und des Staates in das Protestrennen. Zur Opferdarstellung gehört auch die Scheinklage einer eingeschränkten Meinungsfreiheit in D-Land. Es gefällt nicht jedem, wenn Roß und Reiter klar beim Namen genannt werden.

    Gruß, Astrofreund
    Geändert von astrofreund (12.07.2020 um 11:35 Uhr)
    "Organisation ist die Kunst, andere für sich arbeiten zu lassen. Überorganisation ist die Kunst, andere von der Arbeit abzuhalten."
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  6. #6
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    Zitat Zitat von julian apostata Beitrag anzeigen
    Hast du denn selber deren Anliegen verstanden? Wenn ja, dann bring doch mal ein Beispiel für öffentliches Anprangern.

    Und ist dieses Anprangern nicht auch ein Zeichen von Meinungsfreiheit?

    Wie steht es denn hier im Forum um die freie Wahl des Pseudonyms? Im Iran bekäme ich mit "Julian Apostata" wahrscheinlich Probleme.

    Würde hier jemand versuchen, sich mit "Adolf Hitler" an zu melden, würde die Moderation dann einschreiten?

    Und wenn ja, wäre das schon ein Eingriff in die Meinungsfreiheit?
    Deine Beispiele haben nichts mit dem Anliegen der Unterzeichner zu tun. Haben die das etwa nur aus Langeweile geschrieben? Das zum Verständnis Verwertbare ist rot markiert, versuche das zu dem Anliegen in Bezug zu bringen, wenn es dich interessiert was deren Intention war.
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  7. #7
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    Zitat Zitat von astrofreund Beitrag anzeigen
    Hallo Julian,

    Du stellst genau die richtigen Fragen.

    Ich bin mir sehr sicher, dass der Moderator einschreitet, wenn jemand das Pseudonym "A.H." verwenden wöllte. Meines Wissens, darf in D auch keiner seinen Sohn mehr Adolf nennen. Alles hat seine Grenzen und vor allen dann, wenn höher gewichtete Interessen einer Mehrheit z.B. über Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit stehen. Das erwartet ein normaler Mensch auch von den Bestimmern des jeweiligen Landes.

    Nicht umsonst gibt es eine umfangreiche Gesetzgebung. Diese hat verfassungsmäßige Rechte zu achten und es gibt Kontroll und Korrekturmöglichkeiten. Es gab und gibt keine 100%-tige Freiheit. Dies würde sich mit einer Demokratie niemals vereinbaren. Es sind immer Kompromisse erforderlich. Letztendlich sind das alles interessengetriebene Dinge. Wenn einer AfD seit geraumer Zeit vom VS genauer auf die Finger geschaut wird - auch weil man Führungskräfte beim VS ausgetauscht hatte - dann hat das gute Gründe. Wenn CDU-Politiker ermordet werden ist das offenbar ein heftigeres Alarmsignal, als wenn es um NSU-Opfer geht. Das dies der AfD nicht gefällt, versteht man. Die AfD wehrt sich in bekannter Manier. Man stellt sich als Opfer dar und geht mit großem Geheul und den üblichen Beschimpfungen der Medien, Parteien und des Staates in das Protestrennen. Zur Opferdarstellung gehört auch die Scheinklage einer eingeschränkten Meinungsfreiheit in D-Land. Es gefällt nicht jedem, wenn Roß und Reiter klar beim Namen genannt werden.

    Gruß, Astrofreund


    du greifst natürlich dankbar das unpassendste Beispiel von JA auf und schmückste es noch aus, das hat sich inzwischen ausgebreitet wie ein Geschwür: jemand sagt etwas bezügl. Rede- und Meinungsfreiheit und ihr interpoliert es sofort auf Hitler.
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  8. #8
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    Zitat Zitat von pauli Beitrag anzeigen
    ... und ihr interpoliert es sofort auf Hitler.
    Das mag Deinem Verständnis der Dinge entsprechen, doch Du wirst selbst wissen, dass hier keiner etwas interpoliert, sondern nur ein krasses Beispiel gewählt wurde, um es einfach zu verdeutlichen. Das Du nicht darauf eingehen willst, ist vollkommen klar.
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    Jonathan Zenneck (1871 - 1959, Funkpionier und Miterfinder der Kathodenstrahlröhre)

  9. #9
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    Ihr beide reagiert genau so wie z.B. der Tagesspiegel: statt auf das Anliegen der Unterzeichner einzugehen torpedieren sie es indirekt wie es sich für eine bei dem Thema gleichgeschaltete Redaktion gehört: der Brief würde in sozialen Netzwerken heftig kritisiert (also nicht nur kritisiert im Sinne von kritisiert sondern "heftig kritisiert").
    Demnach sei das Schreiben bloß eine Reaktion einer privilegierten Elite auf eine Infragestellung ihrer kulturellen Hegemonie. Einige der ursprünglichen Unterzeichnerinnen zogen ihre Unterstützung des Briefes zurück. Darunter auch die Historikerin Kerri K. Greenidge.
    "privilegierte Elite", "kulturelle Hegemonie" (sozusagen "alte weiße Männer"), zwei verbale Keulen in einem kurzen Satz, inzwischen wohl effektiver als "Rechter" oder "wie Hitler" .
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  10. #10
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    Zitat Zitat von pauli Beitrag anzeigen
    In einem Klima zunehmender gesellschaftlicher und indbesondere in D juristischer Verfolgung, angepeitscht durch unzählige z.T. staatlich finanzierte NGOs und Stiftungen die niemand gewählt hat, flankiert von in einem hohen Grad gleichgeschalteter privater (und in D zwangsgebührenfinanzierter staatlicher) Medien haben in den USA 150 tapfere Autoren und Journalisten gewagt in einem offenen Brief relativ dezent darauf hinzuweisen, dass die Redefreiheit bedroht wird.
    Hallo pauli,

    ich bin überrascht, dass Du das Forum mit solchen Inhalten belästigst. Es ist nun wirklich nichts Neues, das ausgerechnet die Kräfte, die die Demokratie und den Rechtsstaat abschaffen wollen - in nächster Konsequenz übrigens auch die Rede- und Meinungsfreiheit - ganz besonders laut auf demokratische Rechte und auf Meinungsfreiheit pochen. Dass sich dem naive Liberale und andere Fortschrittliche anschliessen wird auch Dich nicht verwundern, denn engagiert demokratische Werte und die Meinungsfreiheit zu verteidigen ist eine gute Sache.

    Einmal mehr geht dabei völlig unter, dass in Deutschland keine Diktatur herrscht - übrigens auch keine "Merkel-Diktatur", und dass in Deutschland Meinungs- und Redefreiheit im Rahmen der gesetzlichen Schranken nach wie vor gewährleistet sind, d.h. erst dann, wenn Meinungen kundgetan werden, die eine Straftat darstellen, ist sie eingeschränkt. Das ist übrigens in jedem Rechtsstaat so.


    Zitat Zitat von pauli Beitrag anzeigen
    In Deutschland, dass ja bekanntermaßen das Leid der Welt trägt und es egal um was es geht das schlechteste Gewissen von allen hat
    Auch das ist falsch: weder trägt Deutschland das Leid der Welt noch hat es das schlechteste Gewissen von allen. Das ist Polemik und mit sachlichen belastbaren Argumenten nicht zu begründen.


    Zitat Zitat von pauli Beitrag anzeigen
    ist der Prozess schon weit fortgeschritten, und es ist kein Ende in Sicht. Kann noch irgendwas gerettet werden?
    Auch wenn Du es in Deiner Verblendung nicht siehst: die Meinungs- und Redefreiheit ist in Deutschland gewährleistet. Du aber willst etwas ganz anderes: Nazi-Parolen sollen wieder salonfähig werden, historisch vorbelastetet Begriffe, die seit 75 Jahren nicht mehr in Gebrauch sind, sollen wieder in die deutsche Sprache reintegriert werden und Deutschland soll doch bittschön wegen diesem "Vogelschiss der Geschichte" nicht länger kritisiert werden. Und ob der Holocaust singulär ist wird ja auch in diesem Forum offen in Zweifel gestellt, notfalls verliert man sich dabei in Diskussionen, was denn "singulär" überhaupt bedeutet bzw. eben aus sprachlicher Sicht nicht bedeutet. Das Ziel ist klar: auch Holocaust-Relativierungen sollen salonfähig gemacht werden.


    Kurz und gut: das Anliegen an sich ist gut und wichtig, aber die Begründung ist unzutreffend und damit verkommt die ganze Aktion zur reinen Propaganda gegen demokratische und rechtsstaatliche Grundsätze. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner sollten sich für so etwas nicht instrumentieren lassen.


    Freundliche Grüsse, Ralf
    Geändert von ralfkannenberg (13.07.2020 um 01:40 Uhr)

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