Anzeige
Seite 8 von 8 ErsteErste ... 678
Ergebnis 71 bis 79 von 79

Thema: Massnahmen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2: angemessen oder Panikmache ?

  1. #71
    Registriert seit
    03.06.2007
    Beiträge
    95

    Standard

    Anzeige
    Zitat Zitat von joeydee Beitrag anzeigen
    Ich schätze (hoffe), ab kommender Woche, spätestens Wochenmitte, müsste man ja langsam eine Abweichung von der Hochrechnung nach unten erkennen können.
    Und hier ist sie, die Abweichung. Scheint mir nicht mehr durch statistische Ausreißer erklärbar.
    Hochrechnung ungebremst für diese Woche war:
    Mo: 29000, Di: 36000, Mi: 46000, Do: 57000, Fr: 71000, ...
    Johns Hopkins Werte:
    Mo: 26000 (29000), Di: 30000 (33000), Mi: 34000 (37300)
    (in Klammern die Abendwerte, da diese auch für das Dashboard https://coronavirus.jhu.edu/map.html Grafik rechts unten benutzt werden)

    In der JH-Grafik scheint man zwar noch keine große Änderung erkennen zu können, es geht weiter steil nach oben, und auch die Medien können noch nicht von einem deutlichen Rückgang der Infektionen sprechen.
    Aber: im Verhältnis zu den Infizierten insgesamt nehmen die Neuinfektionen tatsächlich ab. Der Tagesfaktor bis vergangene Woche war ca. bei 1,25, teilweise bis 1,28, und ist in den letzten Tagen im Schnitt auf ca. 1,14 gefallen. Bei 1,0 gäbe es keine Neuinfektionen mehr.

    Was in die Überlegung nicht mit eingeht: eventuelle Beschränkungen der Tests überwiegend nur noch auf Menschen mit Symptomen, sowie die Tatsache dass Genesene und Verstorbene niemanden mehr anstecken und daher aus dem Tagesfaktor herausgerechnet werden müssten. Inwieweit das die Abnahme wieder relativiert habe ich nicht untersucht. Ich will schließlich noch einen Grund für etwas Optimismus behalten

  2. #72
    Registriert seit
    16.09.2005
    Beiträge
    8.193

    Standard

    Zitat Zitat von joeydee Beitrag anzeigen
    Ich will schließlich noch einen Grund für etwas Optimismus behalten
    Hallo joeydee,

    im Elsass ist die Situation so verzweifelt (Meldung von heute, 13:45 Uhr), dass über 80ig-jährige Patienten nicht mehr beatmet werden, sondern statt dessen "Sterbebegleitung mit Opiaten und Schlafmitteln" erfolge.

    Die nächste "Stufe" ist erreicht !


    Freundliche Grüsse, Ralf

  3. #73
    Registriert seit
    07.08.2009
    Ort
    Neubrandenburg, Deutschland
    Beiträge
    2.110

    Standard

    Wenn keine Aussicht auf Verbesserung des Gesundheitszustands besteht, wird von Intensivbehandlung abgesehen. Das gibt es auch bei anderen Krankeheiten also nichts komplett neues.

    https://blog.fefe.de/?ts=a082603d
    101010

  4. #74
    Registriert seit
    16.09.2005
    Beiträge
    8.193

    Standard

    Zitat Zitat von Kibo Beitrag anzeigen
    Wenn keine Aussicht auf Verbesserung des Gesundheitszustands besteht, wird von Intensivbehandlung abgesehen. Das gibt es auch bei anderen Krankeheiten also nichts komplett neues.
    Hallo Kibo,

    meines Wissens ist die Schlussfolgerung ( ("französischer Staatsbürger") .und. ("ist über 80 Jahre alt") .und. ("ist an Covid-19 erkrankt") )

    daraus folgt

    ("es besteht keine Aussicht auf Verbesserung des Gesundheitszustands")

    nicht zutreffend.


    In der Schweiz haben bereits acht Kantone (Genf, Waadtland, Freiburg, Neuenburg, Jura, Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Aargau) ebenso wie das Schwarzwald-Baar Klinikum in Donaueschingen betroffene Patienten aus dem Elsass aufgenommen.


    Freundliche Grüsse, Ralf
    Geändert von ralfkannenberg (30.03.2020 um 11:55 Uhr)

  5. #75
    Registriert seit
    03.06.2007
    Beiträge
    95

    Standard

    Zur aktuellen Tendenz in DE:
    Vergangene Woche ist der tägliche Faktor auf ca. 1.15 geblieben. Gut: nicht zurück auf das alte Niveau gesprungen. Schlecht: nicht weiter gefallen.
    Zuletzt angestrebt von unserer Regierung (bzw. deren wissenschaftliche Berater): Eine Verdopplungsrate von min. 10 Tagen (Faktor ca. 1.07), dann soll unser Gesundheitssystem das angeblich einigermaßen stemmen können. Ob das dann wirklich problemlos der Fall wäre und Situationen wie die von Ralf geschilderte in DE weitgehend vermeidbar wären, kann ich nicht beurteilen, das hängt ja noch von einigen weiteren Faktoren ab.
    Die Tendenz der Infektionsrate der letzten 3 Tage geht zumindest mal in die richtige Richtung des genannten Ziels, aber das muss sich erst wieder über mehrere Tage bewähren.

    Hallo Ralf.
    Die von dir geschilderte Situation stammt aus Straßburg, Frankreich. Das ist zweifelsohne sehr schlimm, hat aber (ich wiederhole mich) überhaupt nichts mit meinen Posts und schon gar nichts mit meinen Aussagen zu tun.

    Du kannst solche Fälle gerne als Beleg für die allgemeine Lage erwähnen, aber unterlasse es künftig bitte, mich dabei so zu zitieren, als ob ich mit meinen Bewertungen solche Situationen ignorieren, herunterspielen oder gar irgendwie als "verschmerzbar" oder "gut" bewerten würde. Das klingt dann nämlich so, aber das tue ich definitiv nicht.

    Sollte ich Lust verspüren hier weiter zum Thema zu schreiben, werden wir vielleicht auch in die Situation kommen in welcher die Ansteckungsrate zwar allgemein als "positiv" zu bewerten ist, die Zahl der Todesfälle aber zeitgleich noch exponentiell steigt und unser Gesundheitssystem gnadenlos überlastet ist.
    Ich schätze aber, dass wir alle in der Lage sind, Aussagen hierzu dann ausreichend zu differenzieren.

  6. #76
    Registriert seit
    16.09.2005
    Beiträge
    8.193

    Standard

    Zitat Zitat von joeydee Beitrag anzeigen
    Hallo Ralf.
    Die von dir geschilderte Situation stammt aus Straßburg, Frankreich. Das ist zweifelsohne sehr schlimm, hat aber (ich wiederhole mich) überhaupt nichts mit meinen Posts und schon gar nichts mit meinen Aussagen zu tun.

    Du kannst solche Fälle gerne als Beleg für die allgemeine Lage erwähnen, aber unterlasse es künftig bitte, mich dabei so zu zitieren, als ob ich mit meinen Bewertungen solche Situationen ignorieren, herunterspielen oder gar irgendwie als "verschmerzbar" oder "gut" bewerten würde. Das klingt dann nämlich so, aber das tue ich definitiv nicht.
    Hallo joeydee,

    man kann eine solche Erkrankungswelle natürlich auf gewisse Teilbereiche hinunterbrechen und letztlich wird das auch die einzige sinnvolle Möglichkeit sein, diese zum gegenwärtigen Kenntnisstand zu beurteilen zu versuchen.

    Dennoch habe ich den von Dir genannten Optimismus nicht so verstanden, dass er sich nur auf die von Dir genannten Teilbereiche bezieht, sondern auf die gesamte Erkrankungswelle.


    Dass in gewissen Teilbereichen Grund für Optimismus herrschen mag steht ja ausser Frage und gibt sicherlich auch Anlass auf die Hoffnung, dass die Gesamtkrise weniger lange dauert als bislang befürchtet und die Zahl der Opfer geringer ist als bislang hochgerechnet. Und ja: ich wünsche mir aufrichtig, dass Du recht behälst !


    Freundliche Grüsse, Ralf

  7. #77
    Registriert seit
    16.09.2005
    Beiträge
    8.193

    Standard

    Zitat Zitat von joeydee Beitrag anzeigen
    werden wir vielleicht auch in die Situation kommen in welcher die Ansteckungsrate zwar allgemein als "positiv" zu bewerten ist, die Zahl der Todesfälle aber zeitgleich noch exponentiell steigt und unser Gesundheitssystem gnadenlos überlastet ist.
    Ich schätze aber, dass wir alle in der Lage sind, Aussagen hierzu dann ausreichend zu differenzieren.
    Hallo joeydee,

    ganz gewiss, aber bitte nicht "stillschweigend": wenn man sinnvoll differenziert, dann bitte auch mit konkreter Angabe, bezüglich welcher Eigenschaften differenziert wird.

    Insbesondere in einer Zeit, in der unterschiedliche Quellen unterschiedliche Zahlen benennen, und in einer Zeit, in der ein gewisser Respekt auch den Opfern gegenüber vonnöten ist.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  8. #78
    Registriert seit
    03.06.2007
    Beiträge
    95

    Standard

    auf gewisse Teilbereiche hinunterbrechen
    Wenn man untersuchen möchte, ob irgendwelche Maßnahmen spürbar werden (vgl. Eingangsfrage), dann muss man das sogar auf eine entsprechende Region herunterbrechen für welche einigermaßen gleichartige Voraussetzungen und Maßnahmen gelten. Auch wenn das Virus keine Grenzen kennt, Verordnungen tun es. Nach dem 15.3. haben sich eher bundesweite Maßnahmen in DE etabliert, von daher betrachte ich DE insgesamt statt einzelne Bundesländer. Aber nicht Europa oder die Welt insgesamt.


    dann bitte auch mit konkreter Angabe, bezüglich welcher Eigenschaften differenziert wird
    Dann war ich wohl nicht eindeutig genug. Hier also nochmal zusammengefasst worauf ich mich beziehe, ich hoffe da kommen jetzt keine Missverständnisse mehr auf, oder fehlt noch was?
    Quelle der Zahlen: Johns Hopkins University
    Auf welche Region bezogen: Deutschland
    Was genau wird betrachtet: Gesamtinfektionen tagesweise (also kumuliert). Dass diese Messreihe situationsbedingt Fehler enthält, ist bekannt. Ich gehe aber davon aus, dass der Fehler zwar groß, aber relativ konstant ist, die Messreihe also trotzdem ein einigermaßen brauchbares Abbild der Entwicklung liefert.
    Was wird nicht betrachtet: Die Zahl der Todesfälle wäre zwar die sicherste Messzahl, aber auch die mit der größten Latenz (schätzungsweise nochmal 3 Wochen älter), für eine kurzfristige Beurteilung inmitten der Pandemie eher ungeeignet, für eine Nachbetrachtung später wird sie aber sehr wichtig sein.
    Was genau wird verglichen und beurteilt: Der tägliche Faktor der sich aus der o.g. Messreihe ergibt, und der Versuch, statistische Ausreißer von echten Tendenzen zu unterscheiden.
    Wie wird beurteilt: Sinkt dieser Faktor, ist das "gut" im Sinne der weiteren Entwicklung. Bleibt er konstant oder steigt, ist das "schlecht".


    Aber vielleicht sagt eine Grafik mehr, was ich da im Detail eigentlich mache und wie ich überhaupt zu bestimmten Einschätzungen komme:
    http://www.phoximages.de/uploads/202...2646bv157a.png

    Ganz unten ein Screenshot von der JHU zum Vergleich mit im Bild. Deren Grafik zeigt: Kumulierte Infektionen insgesamt für DE bis gestern. Alles was man ablesen kann: Die Zahlen steigen kontinuierlich. Viel Aussagekraft hat das erstmal nicht.
    Darüber (Mitte), orange: dieselben Zahlen für meine Rechenbasis (allerdings nur der rechte Ausschnitt, die dickere vertikale Linie markiert den 15.3., eine Legende habe ich mangels Freizeit noch nicht dazuprogrammiert)
    Oben (blau): der tägliche Faktor (Tageswert geteilt durch Vortageswert) der sich aus den Originaldatan ergibt. Grüne Linie =1, d.h. hier gäbe es keine Neuinfektionen. Ein horizontaler Verlauf (=konstanter Faktor) >1 ergibt im unteren Diagramm eine exponentielle Funktion.
    Im blauen Diagramm kann man deutlich besser sich ändernde Tendenzen und statistische Ausreißer erkennen. Beim ersten Anblick scheint es sogar, als sei mehrfach eine stufenweise Veränderung eingetreten. Stufenweise Änderungen innerhalb weniger Tage würden gegenüber kontinuierlicher Änderungen dafür sprechen, dass hier verordnete Maßnahmen greifen statt natürlicher Prozesse. Nur meine persönliche Theorie dazu. Es kursiert ja auch eine Theorie, dass die Dunkelziffer der Infektionen bereits den kritischen 60-70% für Herdenimmunität nahekommt und die Zahlen deshalb sinken.
    Als nächstes habe ich eine vereinfachte, möglichst geglättete Faktor-Kurve (Weiß im Diagramm oben) so konstruiert, dass sie in der Gegenrechnung die Originaldaten möglichst reproduziert (Weiß im Diagramm Mitte).
    Dazu im Vergleich zwei rote Kurven, die in beiden Diagrammen zeigen, was sich rechnerisch ergeben hätte, wenn sich der Faktor auf dem jeweiligen Niveau nicht mehr geändert hätte (bzw. Weiß rechts von den letzten Originaldaten: Hochrechnung, wenn sich der aktuelle Faktor nicht mehr ändern würde, 1 Woche in die Zukunft gerechnet).
    Die absoluten Fallzahlen sind für die reine Betrachtung der Tendenz zwar eher uninteressant, aber zur Vollständigkeit: der obere Rand im mittleren Diagramm läge bei 140000 bestätigten Infektionen.

    Ich hoffe man kann meinen Gedankengang nachvollziehen.

  9. #79
    Registriert seit
    03.11.2017
    Ort
    Steinkugel ~150Mio KM von gelben Zwergstern entfernt im Orionarm der Milchstraße
    Beiträge
    549

    Standard

    Anzeige
    Das CERN möchte gern seine Kapazitäten zur Hilfe zur Verfügung stellen.
    CERN-AGAINST-COVID-19

Ähnliche Themen

  1. Antikörpertransfer gegen das Coronavirus?
    Von JensU im Forum Gegen den Mainstream
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 08.03.2020, 10:40
  2. Bezeichnung der Sterne (Zwerg oder Riese, blau, gelb oder rot)?
    Von MarcoX im Forum Astronomie allgemein
    Antworten: 21
    Letzter Beitrag: 10.10.2009, 13:24

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
astronews.com 
Nachrichten Forschung | Raumfahrt | Sonnensystem | Teleskope | Amateurastronomie
Übersicht | Alle Schlagzeilen des Monats | Missionen | Archiv
Weitere Angebote Frag astronews.com | Forum | Bild des Tages | Newsletter
Kalender Sternenhimmel | Startrampe | Fernsehsendungen | Veranstaltungen
Nachschlagen AstroGlossar | AstroLinks
Info RSS-Feeds | Soziale Netzwerke | Flattr & freiwilliges Bezahlen | Werbung | Kontakt | Suche
Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung
Copyright Stefan Deiters und/oder Lieferanten 1999-2013. Alle Rechte vorbehalten.  W3C