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Thema: Hubble: Dem Gender Bias auf der Spur

  1. #91
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    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Wenn man aber weiss, dass Frauen, Ausländer und Moslems benachteiligt werden, dann kann man das durch eine Quote, die situationsbedingt keineswegs bei 50% zu liegen braucht (nämlich dann, wenn sich Frauen, Ausländer und Moslems weniger dafür interessieren), kompensieren.
    Warum sträubst du dich eigentlich so dagegen scientific excellence als einziges Kriterium zuzulassen. Wenn in einem Double Blind review Verfahren rauskommt, dass Gruppe X "benachteiligt" ist obwohl keiner weiss, zu welcher Gruppe Antrag Y gehört, würdest du dann vorschlagen das Double Blind review Verfahren wieder aufzuheben und der "benachteiligten" Gruppe zu ihrem interessenbasierten Recht zu verhelfen?

  2. #92
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    Zitat Zitat von Ned Flanders Beitrag anzeigen
    Warum sträubst du dich eigentlich so dagegen scientific excellence als einziges Kriterium zuzulassen. Wenn in einem Double Blind review Verfahren rauskommt, dass Gruppe X "benachteiligt" ist obwohl keiner weiss, zu welcher Gruppe Antrag Y gehört, würdest du dann vorschlagen das Double Blind review Verfahren wieder aufzuheben und der "benachteiligten" Gruppe zu ihrem interessenbasierten Recht zu verhelfen?
    Hallo Ned,

    ganz im Gegenteil !

    Und zur Erinnerung, was dabei herausgekommen ist, als man das tat:

    Und während männliche Hauptantragssteller sich über eine Erfolgsquote von 23 Prozent freuen konnten, waren es bei den Frauen nur 19 Prozent.
    In einem weiteren Schritt wurden schließlich sämtliche persönlichen Informationen aus den Anträgen entfernt und die Antragsstellerinnen und Antragssteller zusätzlich gebeten, in den Anträgen jeden Hinweis zu vermeiden, der Rückschlüsse auf die Person zulassen würde, die den Antrag eingereicht hat. Bei einer Antragsrunde, bei der dieses Verfahren angewandt wurde, waren die Antragsstellerinnen plötzlich sogar etwas erfolgreicher als die Antragssteller. Es gab zudem keine geschlechterspezifischen Unterschiede bei der Bewertung der Anträge durch das Gutachtergremium.
    Das dürfte meine These, dass Frauen benachteiligt werden, wenigstens erhärten.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  3. #93
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    Diese Studie der beiden Wissenschaftlerinnen ist mMn höchst fragwürdig, denn Inhalt und angenommener wissenschaftlicher Wert eines Antrags ist doch das Entscheidende was man als Grundlage für einen objektiven Vergleich nehmen könnte und nicht die pure Anzahl, und den gibt es nicht soweit ich das verstanden habe. d.h. eine vollständige Anonymisierung der Anträge die ja in den letzten Phasen angewandt wurde und die eine Gleichverteilung m/w nach sich zog kann (mindestens) zwei Ursachen haben:
    1. es gibt ohne Anonymisierung eine Ungleichbehandlung
    2. es gibt keine Ungleichbehandlung sondern die Anträge von Frauen sind einfach mit der Zeit besser geworden (bessere Idee, bessere Beschreibung, besserer Ausblick, gelernt sich kürzer zu fassen usw.)

    Wenn ich es also richtig verstanden habe und es keine unabhängige inhaltliche Wertung gab, weiß kein Mensch woran es nun wirklich lag sondern stellt pure Interpretation wie man lustig ist dar.

    Dr. Johnson is an Associate Professor of Management at the University of Colorado, Boulder’s Leeds School of Business. Dr. Johnson studies the intersection of leadership and diversity, focusing on (1) how unconscious bias affects the evaluation of leaders and (2) strategies that leaders can use to mitigate bias.
    ...
    Jessica F. Kirk is a doctoral candidate, studying organizational behavior and entrepreneurship at the Leeds School of Business at the University of Colorado-Boulder. Her research focuses on how bias and stereotyping leads to mistreatment and biased perceptions of women in organizations and entrepreneurship.
    Da die beiden Wissenschaftlerinnen sich hauptsächlich und seit Jahren mit Gender beschäftigen konnten sie die Anträge inhaltlich eh in keiner Weise beurteilen.
    meine Signatur

  4. #94
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    Zitat Zitat von pauli Beitrag anzeigen
    Diese Studie der beiden Wissenschaftlerinnen ist mMn höchst fragwürdig
    Zitat Zitat von pauli Beitrag anzeigen
    Da die beiden Wissenschaftlerinnen sich hauptsächlich und seit Jahren mit Gender beschäftigen konnten sie die Anträge inhaltlich eh in keiner Weise beurteilen.
    Hallo pauli,

    auch Du nimmst per default an, dass es keine Ungleichbehandlung gibt, statt einfach mal die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass es Ungleichbehandlungen geben könnte und diese ergebnisoffen zu analysieren.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  5. #95
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    Warum sollte ich, das tust du ja auch nicht.
    meine Signatur

  6. #96
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    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Hallo Ned,

    ganz im Gegenteil !
    Kann garnicht glauben das wir uns einig geworden sind. Das sag ich doch schon die ganze Zeit. Einfach als einziges Kriterium Scientific Excellence gelten lassen. Keine Alters-, Geschlechts- oder Namensangaben, keine Quoten oder geschützten Räume.

    Das alleine garantiert Chancengleichheit. Und wenn Ihnen dann noch zu wenig Frauen in den Wissenschaften sind, dann dürfen sie gerne mal anfangen darüber nachzudenken warum dem so ist und an den Zuständen was ändern. Nur so gehts (gerecht).

  7. #97
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    Zitat Zitat von Aries Beitrag anzeigen
    Bevorzugt man z. B. Frauen und Ausländer werden z. B. weiße männliche Arbeiter nicht mehr nur gegenüber bessergebildeten weißen Männern benachteiligt sondern auch noch gegenüber Frauen und Ausländern. Wer echtes Gerechtigkeitsgefühl hat kann sich daher nur mit Grausen vom linken Denken abwenden.
    Hallo Aries,

    warum ? Bei einer Benachteiligung von zwei gleich grossen Gruppen in je zwei Ausprägungen muss man eben die Quoten miteinander multiplizieren., d.h. 50% * 50% = 25%.

    Dann hätte man:

    - 25% für einheimische Männer
    - 25% für einheimische Frauen
    - 25% für ausländische Männer
    - 25% für ausländische Frauen


    Natürlich gibt es nicht gleichviele Einheimische und Ausländer, d.h. man muss diese Quote dann vorgängig noch gewichten. Nehmen wir der Einfachhiet an, es gäbe 90% Einheimische und 10% Ausländer, und seien in beiden Gruppen gleich viele Männer wie Frauen, dann ergibt das:

    - 90% für einheimische Männer und Frauen
    - 10% für ausländische Männer und Frauen,

    und daraus ergibt sich:

    - 45% für einheimische Männer
    - 45% für einheimische Frauen
    - 05% für ausländische Männer
    - 05% für ausländische Frauen



    Freundliche Grüsse, Ralf

  8. #98
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    Zitat Zitat von Ned Flanders Beitrag anzeigen
    Kann garnicht glauben das wir uns einig geworden sind. Das sag ich doch schon die ganze Zeit. Einfach als einziges Kriterium Scientific Excellence gelten lassen. Keine Alters-, Geschlechts- oder Namensangaben, keine Quoten oder geschützten Räume.

    Das alleine garantiert Chancengleichheit. Und wenn Ihnen dann noch zu wenig Frauen in den Wissenschaften sind, dann dürfen sie gerne mal anfangen darüber nachzudenken warum dem so ist und an den Zuständen was ändern. Nur so gehts (gerecht).
    Hallo Ned,

    und wie erklärst Du Dir diese unterschiedlicehn Ergebnisse ? Es sind ja Prozentsätze und keine absoluten Zahlen:

    Und während männliche Hauptantragssteller sich über eine Erfolgsquote von 23 Prozent freuen konnten, waren es bei den Frauen nur 19 Prozent.
    In einem weiteren Schritt wurden schließlich sämtliche persönlichen Informationen aus den Anträgen entfernt und die Antragsstellerinnen und Antragssteller zusätzlich gebeten, in den Anträgen jeden Hinweis zu vermeiden, der Rückschlüsse auf die Person zulassen würde, die den Antrag eingereicht hat. Bei einer Antragsrunde, bei der dieses Verfahren angewandt wurde, waren die Antragsstellerinnen plötzlich sogar etwas erfolgreicher als die Antragssteller. Es gab zudem keine geschlechterspezifischen Unterschiede bei der Bewertung der Anträge durch das Gutachtergremium.

    Freundliche Grüsse, Ralf

  9. #99
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    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    und daraus ergibt sich:

    - 45% für einheimische Männer
    - 45% für einheimische Frauen
    - 05% für ausländische Männer
    - 05% für ausländische Frauen
    Je kleiner die Töpfe sind desto zufälliger ist die Verteilung der wissenschaftlichen Qualität auf sie. Bei zwei 45%-Töpfen ist es z. B. noch viel wahrscheinlicher, dass die wissenschaftliche Qualität halbwegs gleichmäßig verteilt ist als bei 5%-Töpfen. Bei 5%-Töpfen ist es viel wahrscheinlicher, dass sich in manchen Töpfen Leute wiederfinden, die so gut sind, dass sie anderen gar keine Chancen lassen, welche in der Gesamtmenge aber gut genug wären. Ebenso ist es bei 5%-Töpfen viel wahrscheinlicher dass sich in manchen Töpfen überhaupt niemand findet, der in der Gesamtmenge eine Chance hätte. Je kleiner die Töpfe sind desto größer fallen zudem statistisch die internen Leistungsunterschiede aus, worunter die Konkurrenz und der damit der Leistungsanreiz leidet. Die Quotenlogik zu Ende gedacht bräuchte man aber sehr viel Quoten, um alles und jedem gerecht zu werden. Die Quote ist ein Konzept, dessen Grundproblem sich dadurch potenziert und offensichtlich wird.

  10. #100
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    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Hallo Ned,

    und wie erklärst Du Dir diese unterschiedlicehn Ergebnisse ? Es sind ja Prozentsätze und keine absoluten Zahlen:
    Wie Dir sicherlich nicht entgangen ist, habe ich das bereits getan.

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