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Thema: Anti-Starlink-Thread

  1. #141
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    Zitat Zitat von astrofreund Beitrag anzeigen
    oder besser noch abgestürzt
    Hallo Astrofreund,

    wenigstens sind die Starlink-Satelliten so konzipiert, dass sie bei Problemen in der Atmosphäre verglühen. Anders als die chinesischen "Kollegen", bei denen dann alle halbe Jahre eine 30 m lange und 5 m dicke Stufe unkontrolliert in die Erdatmosphäre eintritt. Diese dürften die grössten künstlichen Objekte seit dem Absturz der US-Raumstation Skylab sein.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  2. #142
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    Hallo Ralf,

    kann ich Dir nur zustimmen. Da müssen die Kollegen in Fernost noch erheblich nachbessern. Das Thema wird auch gerade auf Raumfahrernet https://www.raumfahrer.net/forum/smf...8122#msg478122 diskutiert. Angeblich wollen die Chinesen zukünftig Steuerungsmöglichkeiten in dieses Teil einbauen. Na sollen mal bei Musk nachfragen und ihm für brauchbare Auskünfte Gelände und Arbeitskräfte für eine TESLA-Fabrik in Asien versprechen ... Ich meine, Musk sucht doch grade einen neuen Ort für seine Fab in Kalifornien.

    Gruß, Astrofreund
    Geändert von astrofreund (15.05.2020 um 13:27 Uhr)
    „Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vorneherein ausgeschlossen erschien.“
    A. Einstein

  3. #143
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    Nur Musk ist halt derjenige, der ohne Rücksicht auf Verluste seine Interessen durchsetzt. Den schert es nix, dass nach der Lichtverschmutzung die Sat-Verschmutzung kommt. auch wenn nach langer Zeit die Dinger so verteilt - oder besser noch abgestürzt sind - dass sie nicht so stören wie heute.
    Warum bei der Realität bleiben, wenn man stattdessen noch einen Kalauer gegen Musk absetzen kann? Ihn "schert" die Lichtverschmutzung sehr wohl - ansonsten gäbe es kaum einen aktiven Dialog mit der IAU, gäbe es keine Bemühungen, die Satelliten abzudunkeln oder zumindest so zu beschatten, dass sie weniger Licht reflektieren, würden Satelliten nicht extra auch während der Aufstiegsphase so orientiert, dass sie weniger Licht in Richtung Boden lenken...
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  4. #144
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Aber "Milliardär Musk pfeifft auf die Regeln" ist halt ein toller, viele Klicks versprechender, viele Emotionen schürender Titel (du konntest ihm auf jeden Fall nicht wiederstehen...).
    Hallo zusammen,

    und das nächste Blatt, welches einen tollen, viele Klicks versprechenden und viele Emotionen schürenden Titel herausgebracht hat:

    Sonne, Mond und Starlink (Franziska Konitzer, Sterne und Weltraum, Juni 2020, S.16ff)

    Aber ja, sie können alle jammern und wehklagen, Musk wird sich nicht weiter darum scheren und es ganz banal aussitzen, notfalls mit Hilfe ein paar guter Rechtsanwälte und bis die Verfahren durch sind ist seine "Flotte" oben und er hat vollendete Tatsachen geschaffen. Und da man es dann nicht mehr ändern kann wird man das Recht entsprechend anpassen und alles ist wieder "gut". Der 24. Mai 2019 wird als Wendepunkt in die Geschichte der Astronomie eingehen, auch wenn momentan noch nicht abzusehen ist, in welche Richtung diese Wende erfolgen wird.

    Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass Musk hier den einen Schritt zu weit gegangen ist.


    Freundliche Grüsse, Ralf
    Geändert von ralfkannenberg (16.05.2020 um 23:56 Uhr)

  5. #145
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    Hallo zusammen,

    auch Calsky - ich benutze das, um meine Beobachtungen der JUpitermonde zu überprüfen - bietet inzwischen die Informationen, wie man Starlink-Satelliten beobachten kann:

    Sie kommentieren das ganze auch:
    SpaceX startet am Morgen des 19. Mai 2020 erneut gleichzeitig 60 Satelliten. Für einige Tage bis Wochen nach dem Start fliegen die Satelliten in einer Linie mit glitzernden Punkten, die von Tag zu Tag auseinander driften. Momentan zwar hübsch zu beobachten, aber mit einem bitteren Geschmack, wenn man daran denkt, dass bald der gesamte erdnahe Raum voll solcher Satelliten sein wird und den Nachthimmel für die nächsten Dekaden vor allem für die Astrofotografie verändern wird: langbelichtete Himmelsaufnahmen werden dann in den Sommermonaten eher schwierig oder unmöglich zumachen sein, ohne ein paar dieser "Lichtverschmutzer" auf dem Bild zu haben.

    Freundliche Grüsse, Ralf

  6. #146
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    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    und das nächste Blatt, welches einen tollen, viele Klicks versprechenden und viele Emotionen schürenden Titel herausgebracht hat:
    Nein Ralf, das ist guter Journalismus, wo man bei der Wahrheit bleibt, mit Betroffenen direkt spricht und nicht auf die Person zielt. Sie haben sogar (vergeblich) versucht, SpaceX selbst zu kontaktieren, um auch deren Perspektive einzubringen.

    Der 24. Mai 2019 wird als Wendepunkt in die Geschichte der Astronomie eingehen
    Vielleicht, aber vielleicht nicht so, wie du jetzt denkst.
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  7. #147
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Nein Ralf, das ist guter Journalismus, wo man bei der Wahrheit bleibt, mit Betroffenen direkt spricht und nicht auf die Person zielt. Sie haben sogar (vergeblich) versucht, SpaceX selbst zu kontaktieren, um auch deren Perspektive einzubringen.
    Hallo Bynaus,

    wenn Du dem Artikel inhaltlich zustimmst dann wäre es aber aufgrund der dort genannten nota bene zahlreichen Bedenken nur konsequent, dass auch Du Dich dafür engagierst, dass sofort ein Moratorium über die Starlink-Starts verhängt wird.


    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Vielleicht, aber vielleicht nicht so, wie du jetzt denkst.
    Hast Du diesen Satz von mir überlesen ? - Er lautete: "auch wenn momentan noch nicht abzusehen ist, in welche Richtung diese Wende erfolgen wird."


    Freundliche Grüsse, Ralf

  8. #148
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    wenn Du dem Artikel inhaltlich zustimmst dann wäre es aber aufgrund der dort genannten nota bene zahlreichen Bedenken nur konsequent, dass auch Du Dich dafür engagierst, dass sofort ein Moratorium über die Starlink-Starts verhängt wird.
    Ich sage nicht, dass ich inhaltlich zustimme. Ich sage bloss, dass der Artikel den Standard ausgewogener und wahrheitsgemässer Berichterstattung erfüllt (ich bin versucht zu sagen: kein Wunder, die Autorin ist Physikerin...). Das ist etwas ganz anderes.

    Ein Moratorium wäre übertrieben. Den wenigsten Menschen werden die Starlinks - wenn sie mal im operativen Orbit sind - jemals auffallen (selbst um sie direkt nach dem Start gezielt zu sehen, wenn sie am hellsten sind, muss man einen gewissen Aufwand betreiben). Selbst in nachtdunklen Regionen der Welt wird man meistens kaum was von ihnen sehen, und wer sich da an einem Starlink-Satelliten stört, stört sich auch an einem "normalen" Satelliten, der ISS oder einem vorbeiziehenden Flugzeug.

    Bei Starlink sehe ich höchstens in einem Punkt wirklich ein Problem: bei hochempfindlichen Weitfeld-Teleskopen wie eben dem Vera Rubin-Teleskop (ehemals LSST), oder auch für Radioteleskope, die im Starlink-Funkbereich arbeiten, für die ist das natürlich ein grosses Problem. Ich habe keine Zweifel, dass man da früher oder später technologische Lösungen finden wird (sowohl auf der Seite der Satelliten als auch auf der Seite des Teleskops), aber dieses in der Gesamtsicht doch eher partikuläre Anliegen rechtfertigt sicher kein Moratorium.

    Ich sehe es so: Starlink wird nicht nur vielen Millionen (Milliarden?) von bisher "abgehängten" Menschen eine schnelle Anbindung ans Internet ermöglichen, sondern auch Starship finanzieren. Starship wird es wiederum sehr viel einfacher machen, grosse Teleskope im Weltraum zu platzieren und zu warten. Mittelfristig erwarte ich vom Starlink-Projekt deshalb einen enormen Vorteil für die Astronomie, der die zwischenzeitliche Einschränkung mehr als kompensiert.

    Hast Du diesen Satz von mir überlesen ? - Er lautete: "auch wenn momentan noch nicht abzusehen ist, in welche Richtung diese Wende erfolgen wird."
    Ich habe ihn gelesen, aber nicht wörtlich genug genommen, bitte entschuldige. Insofern: ja, da stimme ich dir zu.
    Geändert von Bynaus (18.05.2020 um 10:58 Uhr)
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  9. #149
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    Mit Differenzstandpunkten muss man leben - ist halt so. Wir werden sehen, was am Ende wirklich dabei heraus kommt. So gut mir Teleskope in der Umlaufbahn gefallen, für den einzelnen HobbyGucker, der mit Feldstecher mal im Gebirge sich an einem ungestörten Sternenhimmel erfreuen will, nützen die Teleskope direkt erst mal nichts. Den Nachwuchs begeistert man auch am besten, wenn es die Gelegenheit gibt, selbst mal durch ein Teleskop (Feldstecher) zu schauen und Dinge zu sehen, die er so noch nicht gesehen hat. Schauen wir, wie weit dieses Vergnügen zukünftig beeinflusst wird. Im Moment sind wir noch einiges von den 12000 Sats entfernt. Wenn es eine Chance zur Verhinderung gibt, dann eher jetzt. Wenn die Pandemie ... aber gut warten wir ab.
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  10. #150
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Bei Starlink sehe ich höchstens in einem Punkt wirklich ein Problem: bei hochempfindlichen Weitfeld-Teleskopen wie eben dem Vera Rubin-Teleskop (ehemals LSST), oder auch für Radioteleskope, die im Starlink-Funkbereich arbeiten, für die ist das natürlich ein grosses Problem. Ich habe keine Zweifel, dass man da früher oder später technologische Lösungen finden wird (sowohl auf der Seite der Satelliten als auch auf der Seite des Teleskops), aber dieses in der Gesamtsicht doch eher partikuläre Anliegen rechtfertigt sicher kein Moratorium.
    Hallo Bynaus,

    ich denke genau hier ist der Artikel im SuW einseitig, da primär die Bedenken der Betreiber des Vera Rubin-Teleskopes zu Wort kommen; der Rest ist nur "Beigemüse", wobei es richtig ist, dieses auch zu erwähnen, um ein abgerundetes Bild der Gesamtsituation zu erhalten. Vielleicht müsste man die Betreiber des Vera Rubin-Teleskopes entschädigen oder je nachdem die gesamten Kosten abschreiben. Schuld ist wie üblich niemand, d.h. man wird die Schuld den Erbauern dieses Teleskopes in die Schuhe schieben, weil diese nicht daran gedacht haben, dass da einer kommt und den Himmel mit Satelliten überfüllt. Und vermutlich wird das juristisch so auch qualifiziert werden und die Teleskop-Erbauer bleiben auf ihren Kosten sitzen.

    Vielleicht kann man das Vera Rubin-Teleskop ja noch für andere Zwecke nutzen, dass das Geld nicht ganz umsonst ausgegeben wurde.


    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Ich sehe es so: Starlink wird nicht nur vielen Millionen (Milliarden?) von bisher "abgehängten" Menschen eine schnelle Anbindung ans Internet ermöglichen, sondern auch Starship finanzieren. Starship wird es wiederum sehr viel einfacher machen, grosse Teleskope im Weltraum zu platzieren und zu warten. Mittelfristig erwarte ich vom Starlink-Projekt deshalb einen enormen Vorteil für die Astronomie, der die zwischenzeitliche Einschränkung mehr als kompensiert.
    Das ist halt auch ein bisschen eine ethische Frage: ist es gerechtfertigt, dass jetzt Leute unverschuldet einen Schaden erleiden, damit in mittelfristiger Zukunft andere einen Vorteil haben ? In manchen Fällen werden die Geschädigten wenigstens entschädigt, hier aber ist es ja so, dass die Geschädigten leer ausgehen.

    Und wenn man sich Sorgen wegen der Verletzung der Privatsphäre macht, die durch diese immense Infrastruktur ermöglicht wird, dann muss man eben selber Massnahmen ergreifen (so wie ich das auch schon längst tue), dass diese Schäden wenigstens minimiert werden, d.h. vorgenannte Privatsphäre ist dann eben nicht mehr vom Gesetzgeber geschützt.

    Das fängt schon im Kleinen an (und da kann Starlinks nichts dafür): erst kürzlich habe ich erfahren, dass ich im Homeoffice jederzeit fotographiert werde, weil mein Firmenlaptop so eine kleine Kamera oben in der Mitte eingebaut hat, von der ich nichts wusste. Mit dem alten Konferenzprogramm war diese per default ausgeschaltet, doch mit dem neuen ist sie per default eingeschaltet. Ich habe diese mittlerweile mit einem Pflaster abgeklebt und fertig.


    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Ich habe ihn gelesen, aber nicht wörtlich genug genommen, bitte entschuldige. Insofern: ja, da stimme ich dir zu.
    Wie gesagt: das können wir heute (noch) nicht wirklich beurteilen.


    Freundliche Grüsse, Ralf

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