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Thema: Hygiea: Ein weiterer Zwergplanet im Asteroidengürtel?

  1. #41
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    Zitat Zitat von UMa Beitrag anzeigen
    Ich finde jedenfalls Iapetus komisch und würde aus auch ganz anders aussprechen wie Japetus. Deswegen würde ich auch Japetus schreiben.

    Aussprache:
    Japetus: Jap- wie in Japan. Oder in Ja.
    Iapetus: I-Apetus oder IH-Apetus, also wie man einen Eselschrei transkribiert. Das gefällt mir nicht.

    Wie sprichst Du Iapetus aus?
    Anders als Japetus?

    Normalerweise wird doch im Deutschen bei aus dem Lateinischen kommenden Wörtern, der Aussprache wegen, I vor Vokal als J transkribiert.
    Also Januar von Ianuarius und nicht Ianuar.

    Akzeptiert man die komische Schreibweise Iapetus müsste man konsequenterweise auch Ianuar statt Januar schreiben, oder um bei Himmelskörpern zu bleiben Iuno statt Juno oder gar Iupiter statt Jupiter.

    Das würde mir ganz und gar nicht gefallen.
    Hallo UMa,

    grundsätzlich bin ich hier eher bei Bynaus, denn gerade wenn man Publikationen anschaut oder solche sucht, dann muss man immer nach "apetus" oder nach "allisto" suchen, was lästig ist. Diese alten Bezeichnungen um Hestia, Hera, Poseidon, Hades etc. sind da weniger problematisch, weil diese Monde damals mit Jupiter VI-XII bezeichnet wurden und die Zusatznamen allenfalls in Klammern erwähnt wurden. Ich kenne jedenfalls keine Publikationen der damaligen Zeit, in denen die alten Namen verwendet wurden, und in den neuen Publikationen werden zwar stets Namen verwendet, aber eben die neuen Namen.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  2. #42
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    Zitat Zitat von UMa Beitrag anzeigen

    Ich finde jedenfalls Iapetus komisch und würde aus auch ganz anders aussprechen wie Japetus. Deswegen würde ich auch Japetus schreiben.

    Aussprache:
    Japetus: Jap- wie in Japan. Oder in Ja.
    Iapetus: I-Apetus oder IH-Apetus, also wie man einen Eselschrei transkribiert. Das gefällt mir nicht.

    Wie sprichst Du Iapetus aus?
    Anders als Japetus?

    Normalerweise wird doch im Deutschen bei aus dem Lateinischen kommenden Wörtern, der Aussprache wegen, I vor Vokal als J transkribiert.
    Also Januar von Ianuarius und nicht Ianuar.

    Akzeptiert man die komische Schreibweise Iapetus müsste man konsequenterweise auch Ianuar statt Januar schreiben, oder um bei Himmelskörpern zu bleiben Iuno statt Juno oder gar Iupiter statt Jupiter.

    Das würde mir ganz und gar nicht gefallen.

    Grüße UMa
    ich würde vermuten, daß man heutzutage die buchstabengetreue Überahme der lateinischen Schreibung bevorzugt, also "Iapetus", während die ausspracheorientierte Trankription als "J" eher bei Worten zu finden ist, die schon länger im Deutschen heimisch geworden sind. Ich finde diese Diskrepanz nicht so schlimm.

  3. #43
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    Ich plädiere wegen der unerträglichen Frauendiskriminierung in der Astronomie für "Japeta"
    meine Signatur

  4. #44
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    Zitat Zitat von pauli Beitrag anzeigen
    Ich plädiere wegen der unerträglichen Frauendiskriminierung in der Astronomie für "Japeta"
    Hallo pauli,

    meines Wissens heisst Du auch nicht "Paula". Es liegt also keine Diskriminierung vor, wenn man Personen (oder in diesem Fall mythologische Personen) mit ihrem richtigen Namen anredet und es ist mir auch neu, dass es eine Verletzung der Gleichberechtigung der Geschlechter darstellt, Eigennamen unzutreffend anzuwenden.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  5. #45
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    @UMa: ich sage "I-apetus", ähnlich der englischen Version. Japetus sieht für mich nach "Ja-pEtus" aus. Mir ist natürlich bewusst, dass die Planeten und Monde je nach Sprache leicht andere Namen haben, aber mir was bis anhin nicht bewusst, dass Iapetus im Deutschen teilweise als "Japetus" bezeichnet wird.

    @Ralf:

    Ich kann Dir noch so viele Statements Mike Brown's aus dieser Zeit liefern, Du interpretierst sie aber alle in Deinem Sinne.
    Weil ich ihm schon seit vielen Jahren auf Twitter folge, seine Blog-Artikel lese, etc., und ich nie den Eindruck hatte, dass er Pluto oder Eris "heimlich" als Planeten haben will, im Gegenteil. Eris hätte seiner Meinung nach nur dann ein Planet sein sollen, wenn Pluto auch einer geblieben wäre - das hat aber nichts mit Eitelkeit zu tun, sondern mit reiner Logik. Selbst wenn man den kleineren Durchmesser zugrunde legt, ist Eris klar massiver als Pluto (wegen der deutlich höheren Dichte).

    Ja was brauchst Du denn noch: genügen Dir die Daten des New Horizons-Vorüberfluges (hier und hier) nicht ??
    Mir geht es nicht darum, ob andere Zahlen existieren bzw. welchen Durchmesser Pluto oder Eris haben. Zweifellos hast du damit recht. Ich verstehe auch, was du sagen willst (dass Brown Eris mit Absicht als etwas grösser darstellt, wieder besseren Wissens), und es kann (gut) sein, dass du damit recht hast. Aber ich frage dich, ob du irgend eine direkte Aussage von Brown dazu hast, oder ob es sich einfach um eine Vermutung deinerseits handelt (was ich vermute). Darauf wollte ich hinaus.
    Planeten.ch - Acht und mehr Planeten
    Final-Frontier.ch - Auf zu neuen Welten

  6. #46
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Weil ich ihm schon seit vielen Jahren auf Twitter folge, seine Blog-Artikel lese, etc., und ich nie den Eindruck hatte, dass er Pluto oder Eris "heimlich" als Planeten haben will, im Gegenteil. Eris hätte seiner Meinung nach nur dann ein Planet sein sollen, wenn Pluto auch einer geblieben wäre - das hat aber nichts mit Eitelkeit zu tun, sondern mit reiner Logik. Selbst wenn man den kleineren Durchmesser zugrunde legt, ist Eris klar massiver als Pluto (wegen der deutlich höheren Dichte).
    Hallo Bynaus,

    endlich habe ich den Artikel gefunden, den ich so lange gesucht habe: War of the Worlds (Mike Brown, Pasadena, Calif.) from the New York Times Op-Ed section, Wednesday, August 16th 2006

    Er stellt die naturwissenschaftliche Seite dar:

    From a scientific point of view, the status of Pluto and the newly discovered object - stuck with the cumbersome label 2003 UB313 until astronomers decide what it is - is easy to discern. If you were to look unemotionally at the hundreds of thousands of bodies orbiting the sun, only eight (Mercury, Venus, Earth, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, and Neptune) would clearly distinguish themselves by their large sizes.

    The remaining objects, which are significantly smaller, are mostly either rocky bodies in the asteroid belt between Mars and Jupiter or icy bodies in the Kuiper Belt in the distant regions beyond Neptune. Of the more than 1,000 known objects in the Kuiper Belt, 2003 UB313 and Pluto are the largest and second largest.

    So why is there any debate at all, if the scientific view is so clear?
    Es folgt ein Plädoyer für den Pluto:
    It all dates back to the discovery of Pluto in 1930. (…) Since then, Pluto has been very much a part of our mental map of the universe. You’ll find it on lunchboxes, postage stamps, NASA Web sites, and in the mnemonics that children learn to remember the planets. Pluto’s qualifications may be more cultural than scientific, but we’ve fully embraced it as a planet in good standing.
    Nun kommt er zur Eris und gerät ein bisschen ins Schwärmen - ich denke, jeder der sich für Astronomie interessiert, sollte zwischendurch auch ins Schwärmen geraten:
    How then should we think about 2003 UB313? I’m biased, but I like to imagine this question through the eyes of the child I was in the 1970’s, when astronauts had just walked on the Moon, the first pictures were coming back from the surface of Mars and the launch of Skylab promised a future of unbroken space exploration.

    If I had heard back then about the discovery of something at the edge of the solar system, I wouldn’t have waited for a body of astronomers to tell me what it was. I would have immediately cut out a little disk of white paper and taped it to the poster of planets on my bedroom wall. That night, I would have looked up, straining to see the latest addition to our solar system, hoping that I, too, might someday find a new planet.
    Und nun setzt er zu seiner Empfehlung an:
    The astronomical union isn’t helping matters by forcing a Hobson’s choice: stick with the current nine planets or open the floodgates to a yawn-inducing 53 or more. It’s a “No Ice Ball Left Behind” policy.
    Diese gipfelt in folgender konkreter Empfehlung, fett hervorgehoben von mir:
    I hope the union takes another galactic approach, and simply declares 2003 UB313 our 10th, full-fledged planet. Doing so might convince schoolchildren to put new paper disks on their walls, to look up to the sky and realize that exploration does continue, and that they can be part of it, too.
    Da gibt es nicht viel zu interpretieren, die Empfehlung lautet: 10 Planeten ! Wobei ich persönlich das "grösser als Pluto" durch "vergleichbar gross wie Pluto" ersetzen würde, denn es macht keinen Sinn, Pluto den Planetenstatus zuzugestehen und einem Planetoiden der vielleicht 50 km kleiner ist, nicht.

    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Aber ich frage dich, ob du irgend eine direkte Aussage von Brown dazu hast, oder ob es sich einfach um eine Vermutung deinerseits handelt (was ich vermute). Darauf wollte ich hinaus.
    Jemand, der wie Mike Brown aus den HST-Messungen zur Durchmesserbestimmung vom Quaoar und der Eris das letzte herauskitzelt, was ich ausdrücklich sehr bewundere, kann besser als die New Horizons-Ergebnisse zu ignorieren. Ich denke, da ist eine konkrete Aussage von Mike Brown nicht erforderlich: er kann das nachweislich besser und die Homepage ist auch à jour, wie man am Beispiel Hygeia unschwer erkennen kann.


    Freundliche Grüsse, Ralf

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