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Thema: Very Large Telescope: Elemententstehung in Sternkollision

  1. #1

    Standard Very Large Telescope: Elemententstehung in Sternkollision

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    Zum ersten Mal haben Astronominnen und Astronomen ein chemisches Element identifiziert, das durch das Verschmelzen zweier Neutronensterne gebildet wurde. Das Team beobachtete dazu das Nachglühen der explosionsartigen Verschmelzung von zwei Neutronensternen, von der man im Sommer 2017 auch ein Gravitationswellensignal empfangen hatte. (24. Oktober 2019)

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  2. #2
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    Die Formulierung "Die leichtesten Elemente – Wasserstoff und Helium – wurden in nennenswerten Mengen bereits mit dem Urknall erzeugt." halte ich nicht für besonders gelungen. Denn zumindest für Wasserstoff trifft das zu 100% zu und auch die Mehrzahl der anderen Elemente verdankt ja zum größten Teil seine Existenz dem Wasserstoff. Insofern ist der Begriff "nennenswert" vielleicht ein klein wenig unangebracht. Oder sehe ich das falsch?

  3. #3
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Insofern ist der Begriff "nennenswert" vielleicht ein klein wenig unangebracht. Oder sehe ich das falsch?
    Die ganze Passage ist unpräzise. Wasserstoff und Helium wurden laut Lehrbuch innerhalb der ersten drei Minuten nach dem Urknall in der primordialen Nukleosynthese gebildet.
    Freundliche Grüße, B.

    Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921

  4. #4
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Oder sehe ich das falsch?
    Hallo Protuberanz,

    ich denke, die Wortwahl ist nicht grundsätzlich falsch. Wasserstoff wird aber auch noch heute erzeugt, wenngleich chemisch und nicht wie damals beim bzw. in den ersten 3:42 Minuten nach dem Urknall physikalisch.

    Immer wieder nett zu lesen: Primordiale Nukleosynthese und nicht zu verwechseln mit Primordiales Nuklid


    Freundliche Grüsse, Ralf

  5. #5
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    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Wasserstoff wird aber auch noch heute erzeugt, wenngleich chemisch und nicht wie damals beim bzw. in den ersten 3:42 Minuten nach dem Urknall physikalisch.
    Hallo zusammen,

    das ist indes wirklich irreführend, denn hier spreche ich chemische Reaktionen an, also Moleküle, die sich irgendwie umsortieren. Dabei werden aber keine neuen Elemente erzeugt, sondern die bestehenden Elemente lagern sich zu verschiedenen Gruppen, den Molekülen bzw. bei Edelgasen auch nur sich selber, zusammen.

    Es gibt aber radioaktive Zerfälle: bei Alpha-Strahlern entstehen Heliumkerne und beim Beta-Zerfall entstehen Protonen, also Wasserstoffkerne. Meist "bleiben" diese Protonen "im" Atom, so dass dessen Ordnungszahl eins höher wird, und nur die Elektronen gehen raus; diese emittierten Elektronen sind dann die Beta-Strahlen.

    Beim "Deuteriumbrennen" können auch Protonen emittiert werden, d.h. dabei würde genau genommen auch heutzutage Wasserstoff entstehen. Auch bei der Fusion von Helium kann Wasserstoff entstehen: nach durchschnittlich 1 Million Jahren fusionieren zwei Heliumkerne [sup]3[sup]He zu 4He, wobei zwei Protonen freiwerden.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  6. #6
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    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Hallo Protuberanz,

    ich denke, die Wortwahl ist nicht grundsätzlich falsch. Wasserstoff wird aber auch noch heute erzeugt, wenngleich chemisch und nicht wie damals beim bzw. in den ersten 3:42 Minuten nach dem Urknall physikalisch.
    Whops, edzerdla hast mich kalt erwischt. Das ist mir unbekannt. Kannst Du da mal was ausführen dazu, gern auch in einem anderen Thread. Oder vielleicht hast Du eine Quelle für mich, zum Nachlesen? Ich sag schon mal vorab Danke.

  7. #7
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    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    das ist indes wirklich irreführend, denn hier spreche ich chemische Reaktionen an, also Moleküle, die sich irgendwie umsortieren. Dabei werden aber keine neuen Elemente erzeugt, sondern die bestehenden Elemente lagern sich zu verschiedenen Gruppen, den Molekülen bzw. bei Edelgasen auch nur sich selber, zusammen.

    Es gibt aber radioaktive Zerfälle: bei Alpha-Strahlern entstehen Heliumkerne und beim Beta-Zerfall entstehen Protonen, also Wasserstoffkerne. Meist "bleiben" diese Protonen "im" Atom, so dass dessen Ordnungszahl eins höher wird, und nur die Elektronen gehen raus; diese emittierten Elektronen sind dann die Beta-Strahlen.

    Beim "Deuteriumbrennen" können auch Protonen emittiert werden, d.h. dabei würde genau genommen auch heutzutage Wasserstoff entstehen. Auch bei der Fusion von Helium kann Wasserstoff entstehen: nach durchschnittlich 1 Million Jahren fusionieren zwei Heliumkerne [sup]3[sup]He zu 4He, wobei zwei Protonen freiwerden.


    Freundliche Grüsse, Ralf
    OK, hätte wohl erst mal den nächsten Post lesen sollen.
    Von welchen Größenordnungen gehst Du da aus?

  8. #8
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    OK, hätte wohl erst mal den nächsten Post lesen sollen.
    Hallo Protuberanz,

    leider ist mir erst auf dem Heimweg vom Büro aufgefallen, welchen Unsinn ich da verfasst hatte. War aber auch schon spät und ein langer Arbeitstag hinter mir …

    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Von welchen Größenordnungen gehst Du da aus?
    Von gar keinen: sobald ein Wasserstoffkern mindestens 3'42" nach dem Urknall entstanden ist, sind nicht mehr 100% "während" des Urknalls bzw. innerhalb der ersten 3'42" nach dem Urknall entstanden


    Freundliche Grüsse, Ralf

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