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Thema: Thread für Gleichberechtigungs- und Political Correctness-Antis: zum Austoben

  1. #21
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    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    das Mädchen ist eine Diminutivform und solche sind immer (?) sächlichen Geschlechtes.
    Ja, verdeutlicht aber, dass natürliches und grammatikalisches Geschlecht voneinander zu unterscheiden sind.

    Zitat Zitat von ralfkannenberg
    Ich weiss zwar was Du meinst, aber so wie Du es schreibst könnte ich als Gegenbeispiel die physikalische Grösse des Spin nennen, denn der Spin ist männlichen Geschlechtes.
    "Spin" endet zwar auf "-in", ist aber aus dem Englischen übernommen.

    Zitat Zitat von ralfkannenberg
    Auch wenn ich persönlich die Aufzählung oder eine separate Form bevorzugen würde, so bietet die Abschaffung der Sonderform zwei Möglichkeiten: man schafft die männliche Sonderform ab oder man schafft die weibliche Sonderform ab.

    Warum willst Du per default die weibliche Sonderform abschaffen ?
    Die maskuline Form hat erstens einen neutraleren Klang und ist zweitens kürzer. Ich persönlich habe kein Problem mit der weiblichen Sonderform, nur mit ihrer ständigen zusätzlichen Nennung.

    Zitat Zitat von ralfkannenberg
    Dass Du (und auch viele andere) das nicht sehen willst/wollt weiss ich, aber andere sehen das eben anders. Und diese anderen empfinden solche Diskussionen eben dahingehend, dass Du/Ihr versucht, die Nachteile schönzureden oder kleinzureden.
    Es gibt auch viele Frauen, die kein Problem mit dem generischen Maskulinum haben. Meines Erachtens gestehen sich viele Feministen nicht ein, dass es angeborene Unterscheide zwischen Männern und Frauen gibt, was auch die Neigungen angeht. Es interessieren sich z. B. einfach mehr Männer für Kraftfahrzeuge oder wohl auch den Weltraum. Auch sind Männer wohl mehr auf Macht bedacht als Frauen, weshalb sie mehr in die Politik strömen. Feministen erkennen das alles nicht an, und suchen irgendwelche anderen Gründe wie die Sprache, was m. E. in dem Fall schon ziemlich absurd ist.

    Zitat Zitat von ralfkannenberg
    Das stimmt, nur: unsere Sprache wandelt sich ohnehin, vielleicht nicht in Richtung Genderneutralität, aber wandeln tut sie sich. Dass Sprache sich wandelt ist also ganz normal.
    Nur, dass Sprache sich wandelt, ist kein Argument dafür, den Wandel noch zu beschleunigen.

    Zitat Zitat von ralfkannenberg
    Das ist aber immer so - was im Duden steht hat bei Prüfungen Relevanz, nicht das, was der Fantasie der Schüler entspricht, und auch die letzte Sprachreform wurde von oben durchgedrückt.
    Hier sollte man Änderungen der Rechtschreibung und inhaltliche Änderungen auseinander halten. Inhaltliche Änderungen wurde selten von oben verordnet, vielleicht im 3. Reich und der DDR, könnte ich mir vorstellen. Und was die Rechtschreibreform angeht, ist es soweit ich weiß so, dass man jetzt frei zwischen alter und neuer Rechtschreibung wählen kann.

    Zitat Zitat von ralfkannenberg
    Nein, sicher nicht: die Elite braucht nicht Gassendeutsch zu sprechen und ist beispielsweise auch nicht verpflichtet, derbe oder gar vulgäre Begriffe zu verwenden.
    Das habe ich auch nicht gemeint. Problematisch wäre es aber, wenn auf einmal ganz normale Begriffe wie "Forscher" von oben zu Gassendeutsch herabgewürdigt würden.

    Zitat Zitat von ralfkannenberg
    Das geht nun in Richtung Pedanterie und ich bin mir nicht sicher, dass das wirklich so unterschiedlich gehandhabt wird. Jedenfalls ist mir nicht bekannt, dass beispielswise beim Verbrecher ein solcher Unterschied zum "Verbrechenden" getätigt wird, da ist es dann eher so, dass das Wort "Verbrecher" mit beispielsweise "auf frischer Tat erwischt" ergänzt wird. Tatsächlich wäre es in einem solchen Fall (wie ohnehin von Dir gewünscht) kürzer und irgendwo auch eleganter, zu schreiben, dass die Polizei einen "Verbrechenden" erwischt hat, aber das wird so nicht gehandhabt.
    Ja, diese Konstruktionen sind zwar grammatikalisch richtig, aber selten und merkwürdig. Unter bestimmten Umständen machen sie wohl Sinn, aber vom massenhaften Gebrauch sollte abgesehen werden. Dazu sind sie m. E. nicht gedacht.

    Zitat Zitat von ralfkannenberg
    Stopp stopp - woher weisst Du, dass die Feministinnen nicht davon sprechen ?
    "Verbrecherinnen und Verbrecher" habe ich noch nicht gehört. Mein Eindruck ist, dass die das selbst nicht konsequent durchziehen. Auch Feministen haben in ihrem Sprachinstinkt das geschlechtsneutrale generische Maskulinum verankert. Aber bei positiv besetzten Begriffen wie "Bürger", "Wähler" oder eben "Forscher" meinen sie, auf etwas anderem bestehen zu müssen.

  2. #22
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    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Hallo Protuberanz,

    Du hast völlig recht ! - Ich war da unaufmerksam und bitte in aller Form um Entschuldigung.



    Völlig zurecht !

    Danke schön für Deinen Hinweis.


    Freundliche Grüsse, Ralf
    Alles gut, Ralf. Ich habe nur mal kurz den Klugscheißer raushängen lassen. Ist nix passiert.

  3. #23
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    Zitat Zitat von astrofreund Beitrag anzeigen
    "Nur würde ich darauß dem Ralf keinen Vorwurf ableiten, denn bei Wikipedia liest man u.a. "Jedem das Seine, lateinisch suum cuique, ist seit antiken philosophischen Theorien der Moral und Politik ein für die Fassung von Begriffen des Rechts und der Gerechtigkeit, insbesondere der Verteilungsgerechtigkeit, vielfach ins Spiel gebrachtes Prinzip (siehe auch Verteilungsprinzip). Es besagt, dass jedem Bürger eines Gemeinwesens das zugeteilt wird (bzw. werden soll), was ihm gebührt, etwa durch gerechte Güterverteilung. Je nach politischer Theorie oder praktischem Bezug werden verschiedene Präzisierungen vorgeschlagen. Der Status eines solchen Prinzips wird unterschiedlich bewertet."

    Ich bin mir recht sicher, dass Ralf diesen Spruch im eher antiken Sinne gebraucht hat und die Verbindung zum KZ Buchenwald im Moment des Gebrauchs nicht im Hinterkopf hatte. Allerdings möchte ich in Deutschland keine Umfrage starten, wem alles bekannt ist, wo der Spruch zu finden ist. Landläufig werden auch gern Sätze wie "jeder nach seiner Fasson" (vom alten Fritz?) oder macht doch "euren Mist alleene" (abdankender letzter sächsischer König am 13.11.1918) verwendet. Auch Sprüche wie "Jedem das Seine und mir das meiste" ist vom Ursprungssatz abgeleitet. Könnte man auch als sprachliche Entgleisung ansehen. Doch man sollte die Kirche im Dorf lassen und immer auf den Kontext in einer Diskussion achten. Ich denke, das ist auch für Grüne und Linke erkennbar und akzeptabel. Also im konkreten Fall, würde ich da keinen Stinkefinger erwarten.

    Grüße an die extreme Mitte.
    Astrofreund
    Eigentlich wollte ich hieraus keine politische Diskussion bauen und werde es letztendlich auch nicht tun. Allerdings besteht ja immer die Gefahr, das irgendwer im Forum mit liest, der keinerlei Kenntnisse der Materie hat. Deshalb hier eine Korrektur Deiner Aussage. Für einen echten Linken spielt es keine Rolle, ob eine Person Kenntnis irgendeiner Gegebenheit hatte, oder nicht. Nur die Gegebenheit als solche zählt. Auch wenn meine Bemerkung, trotz des ernsten Hintergrundes eher mit einem Augenzwinkern in Richtung Ralf gemeint war, besteht kein Zweifel, das Ralf mit dieser Aussage vor den Linken, definitiv zum Nazi erklärt worden wäre. Dafür haben die Linken in der Vergangenheit bereits viel geringere Anlässe als diesen genutzt. Egal was vorher in welcher Form auch immer existiert hat, wenn es einmal von den Nazis, für was auch immer benutzt wurde, dann ist es für die Linken ein absolutes NoGo und definitiv unbenutzbar. Ob Dir das gefällt, oder nicht. Das nur mal so zum "Tatbestand".
    Allerdings folgt jetzt gleich die Entwarnung. Weder bin ich ein Linksradikaler, der Ralf irgendetwas anhängen will, noch halte ich Ralf in irgendeiner Form für Radikal, erst recht nicht Rechts. Mir ist vollständig klar das Ralf ausschließlich eine unbedachte Bemerkung gemacht hat und ich würde ihm das niemals zur Last legen. Meine Bemerkung war einzig und allein der Tatsache geschuldet, das Ralf über Worte und Formulierungen sinnierte und er dabei versehentlich selbst eine Formulierung bemühte, die man normalerweise sicher ignorieren würde, die aber bei der derzeitigen linkslastigen Hysterie eben genau zu der von mir gezeichneten Schlussfolgerung führen würde. Ich denke, ich habe jetzt ausreichend dargelegt, das ich Ralf nichts unterstellen, sondern nur klar stellen wollte, wie schnell man in eine falsche Verdachtsstellung kommen kann, wenn man nicht permanent aufpasst. Sollte das bei Ralf, oder Dir zu problematischen Dissonanzen geführt haben, so bitte ich das zu entschuldigen.
    Geändert von Protuberanz (28.10.2019 um 21:39 Uhr)

  4. #24
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    "Wie lassen sich künftige Raumfahrerinnen und Raumfahrer auf Langzeitmissionen mit lebenswichtigen Stoffen versorgen und wie könnte man die auf dem Mars vorhandenen Rohstoffe für Menschen nutzbar machen?"

    Sollte es nicht "für Menschinen und Menschen" heißen? Sonst klingt das so, als ob nur Menschen davon profitieren würden.

    Und bei den Raumfahrenden ist es doch die Regel, dass man zwischen Astonautinen, Kosmonautinen, Taikonautinen, Vyomanautinen und, um politisch korrekt zu sein, Afronautinen, Euronautinen und Austonautinen unterscheidet. Die Judinen und Indianerinen sollten bitte auch explizit erwähnt werden, sonst entsteht der Eindruck, dass nur Deutsche Raumfahrenden gemeint sind. Oder war das Absicht?

  5. #25
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    Zitat Zitat von bibi Beitrag anzeigen
    Sollte es nicht "für Menschinen und Menschen" heißen?
    Hallo bibi,

    wenn schn, dann bitte richtig, d.h Menschinnen.

    Zitat Zitat von bibi Beitrag anzeigen
    Sonst klingt das so, als ob nur Menschen davon profitieren würden.
    Korrekt. Was unter "Menschen" zu verstehen ist überlasse ich Deiner Fantasie.


    Zitat Zitat von bibi Beitrag anzeigen
    Und bei den Raumfahrenden ist es doch die Regel, dass man zwischen Astonautinen, Kosmonautinen, Taikonautinen, Vyomanautinen und, um politisch korrekt zu sein, Afronautinen, Euronautinen und Austonautinen unterscheidet. Die Judinen und Indianerinen sollten bitte auch explizit erwähnt werden, sonst entsteht der Eindruck, dass nur Deutsche Raumfahrenden gemeint sind.
    Ich würde mich zuerst mit einfachen Fragestellungen wie der Mehrzahlbildung beschäftigen. Also: Astonautinnen etc.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  6. #26
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    liebe Ralf,

    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    wenn schn, dann bitte richtig, d.h Menschinnen.

    Ich würde mich zuerst mit einfachen Fragestellungen wie der Mehrzahlbildung beschäftigen.
    eine letter weniger, eine komma weniger, wen stört das schn? ;-)

    Zitat Zitat von ralfkannenberg Beitrag anzeigen
    Was unter "Menschen" zu verstehen ist überlasse ich Deiner Fantasie.
    wenn jede sich selbst die bedeutung der wörter ausdenkt, dann werden wir uns nicht mehr verstehen.

    LG, Bibi

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