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Thema: Urknall, Ausdehnung und Größe des Universums

  1. #1
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    Standard Urknall, Ausdehnung und Größe des Universums

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    An dieser Stelle möchte ich meine Frage zur Diskussion stellen. Im Zusammenhang mit der Theorie des Urknalls kommen mir bestimmte Zusammenhänge unlogisch vor. Dabei kann es natürlich sein, dass ich etwas übersehen habe oder einige Fakten einfach nicht kenne. Gerade aber auch bei der Theorie vom Urknall habe ich den Eindruck, dass es sich hier verhält, wie in vielen Veröffentlichungen: der Eine schreibt vom Anderen ab und man macht sich irgendwann keine Gedanken mehr über den Ursprung dieses Wissens. Was oft genug wiederholt wird, wird somit zur allgemeingültigen Wahrheit. Eigene Recherchen bleiben dabei oft auf der Strecke.

    Nach der stets anzutreffenden Darstellung des Urknalls ist dieser am Anfang unseres heutigen Universums vor weniger als 14 Mrd. Jahren aus einer Singularität hervor gegangen. Das heißt, aus einem unendlich kleinen Punkt, in dem etwas konzentriert war, aus dem später Materie, Raum und Zeit wurden. Häufig beschrieben wird hier der erste kurze Zeitraum direkt nach dem ,,Big Bang“.
    Anschließend dehnte sich das Universum bis zu seiner heutigen Größe aus.
    Völlig unstrittig ist dabei die allgemeine und gleichseitige Ausdehnung des Raumes in alle Richtungen. Für einen Betrachter sieht es heute von jedem Standort im All danach aus, als ob sich alles von Ihm entfernt. Die nahen Sterne langsamer als die entfernten Galaxien und Quasare. Die Fluchtgeschwindigkeit wird mit steigender Entfernung immer größer, bis diese schließlich Lichtgeschwindigkeit zu erreichen scheint. Dies ist natürlich nur die relative Geschwindigkeit zueinander, keine Geschwindigkeit ist hier absolut.
    Damit wird allerdings der sichtbare Teil unseres Universums eingeschränkt, da wir natürlich nicht über diese ,,Informationsgrenze“ hinaus sehen können, hinter der die Objekte scheinbar eine Überlichtgeschwindigkeit erreichen.
    Bereits hier stoßen wir auf eine häufige Falschdarstellung. Über die angegebenen 13,8 Mrd. Lichtjahre hinaus können wir deshalb nicht sehen, weil die Objekte dahinter von unserem Standort betrachtet scheinbar bereits Überlichtgeschwindigkeit erreicht haben. Die häufig genutzte Erklärung dagegen ist die, dass ja dort vor der Entstehung des Universums nichts gewesen sein könnte und wir deshalb über diesen Radius hinaus nicht sehen könnten.
    An dieser Stelle kommt meine Frage ins Spiel: wenn wir Objekte, wie beispielsweise Quasare in fast 13,8 Mrd. Lichtjahren Entfernung von uns in allen Richtungen sehen können, dann sind diese dort an Ihrem Platz ja nicht heute, sondern waren genau dort vor besagten 13,8 Mrd. Jahren, da das Licht diese Zeit brauchte, um uns von dort zu erreichen. Dies bedeutet also, allein auf den sichtbaren Teil des Universums bezogen, dass bereits zu einer Zeit, die man dem Urknall zuschreibt, große, interstellare Objekte in einem Raumdurchmesser von ca. 26 Mrd. Lichtjahren verteilt waren. Wie sind diese so schnell dorthin gekommen, wenn doch der Urknall erst zu dieser Zeit aus einem ,,Punkt“ heraus das Universum geschaffen haben soll? Sicherlich nicht mit Überlichtgeschwindigkeit.
    Da das Universum sich seit diesen 13,8 Mrd. Jahren, vor denen die beobachteten Objekte an ihrer Stelle waren, natürlich weiter ausgedehnt hat, rechnet man heute mit einer Gesamtausdehnung von ca 90 bis 100 Mrd. Lichtjahren im Durchmesser. Kann sich dies in 13,8 Mrd. Jahren aus einem einzigen Punkt ,,aufgebläht“ haben? Dazu wäre dann eine mehrfache Lichtgeschwindigkeit notwendig.
    Daher ist es nicht möglich, dass der ,,Urknall“ genannte Vorgang zu dieser Zeit von einem einzigen Punkt ausging. Entweder stimmt der Zeitpunkt nicht (mit gravierender Abweichung), oder Materie und Energie haben sich im bekannten Universum an allen Stellen gleichzeitig gebildet. Oder waren sie gar schon vorher da?
    Ebenso würde die Theorie des Urknalls mit Bildung des Universums aus einem einzigen Punkt auch heute noch ein Zentrum der Expansion voraussetzen. Nach heutiger Erkenntnis dehnt sich der Raum aber allseitig und gleichmäßig aus, ohne dass diese Ausdehnung von einem räumlich auszumachenden Zentrum ausgeht.

  2. #2
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    932

    Standard

    Die "Fehlinformation" geht schon damit los, daß der Urknall in einem "Punkt" stattgefunden haben soll.
    Wir müssen uns hier von den euklidischen Vorstellungen verabschieden - er hat "überall" stattgefunden.
    Wenn wir in die Vergangenheit gucken, dann sehen wir "das" als Singularität, als ob "unser" All dort entstand.
    Jeder Beobachter irgenwo "überall" sollte das genauso sehen, aber eben sein "All" von seinem Standort aus.

    Zumindest ist es ein zeitlicher Anfang - Grüße Dip

  3. #3
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    Standard

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    Hallo , wenn ich es richtig verstanden habe ruht es mit unserem urknall daher,
    das sich alles von einander entfernt.
    Dem zufolge muss es alles mal zusammen gewesen sein.
    In einem quantenmechsnischrm Ursprung als singularität! Der urknall ist der Ausbruch aus dieser Phase zum Beginn unseres Universums.
    Und die weiße Wand in 14 Milliarden Jahre Entfernung ist keine Überlicht schnelle Grenze
    Sondern der Beginn des Universums.
    Im anfangs Zustand vor der Teilchen Bildung war Energie und Licht
    Weiter können wir nicht schauen daher die weiße Wand und die Altersversorgung die sehr genau und richtig sein sollte.
    Wenn ich mich nicht irre natürlich nur.
    Lg Sekeri

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