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Thema: Tödliche Staubstürme auf dem Mars?

  1. #11
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    Hallo Miora,

    Zitat Zitat von Miora Beitrag anzeigen
    Ich glaube ein Magnetfeld wird ziemlich überschätzt. Ich vermute eine dichte Atmosphäre ist ausreichend, da die Strahlung durch Kollision mit zahlreichen Teilchen abgeschwächt wird. Auch die Erde hat gelegentliche Ausfälle das Magnetfelds überstanden...
    ich glaube eher, wir hier auf der Erde unterschätzen eher unser irdisches Magnetfeld, weil wir davon im Prinzip nichts merken. Ohne dieses Magnetfeld wären z.B. diese Langzeitrumflüge im Orbit unseres Planeten nicht möglich, oder man müsste zumindest so stark gepanzerte Raumkapseln dort hochschicken, die die Astronauten jederzeit vor Solarstürmen schützen. Was meinst Du wohl, warum die ISS in nur einigen Hundert Kilometern Höhe kreist und nicht z.B. außerhalb des Van-Allan-Gürtels, oder in einer geostationären Bahn oder sogar in einem Lagrange-Punkt?

    Im Prinzip sieht es auf dem Mars nicht viel anders aus, denn dessen Magnetfeld ist einfach zu schwach, um Lebewesen wie uns dauerhaft schützen zu können. Eine dichte Atmosphäre kann der Mars auch nicht bieten, ebenso fehlt ihm eine schützende Wolkendecke wie auf der Venus.

    Was Du zum Titan geschrieben hast, ist allerdings völlig korrekt.

    Vor Partikel- und Röntgenstrahlung schützende Grüße von
    Toni
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

  2. #12
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    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Im Prinzip sieht es auf dem Mars nicht viel anders aus, denn dessen Magnetfeld ist einfach zu schwach, um Lebewesen wie uns dauerhaft schützen zu können. Eine dichte Atmosphäre kann der Mars auch nicht bieten, ebenso fehlt ihm eine schützende Wolkendecke wie auf der Venus.
    Das Leben der ersten Marssiedler wird sich unter absorbierenden glasartigen Kuppeln abspielen, vor allem aber im Untergrund werden die Wohnräume und Werkstätten sein.

    Und es wird Jahrtausende (mindestens 1000 Jahre) dauern, bis die Atmosphäre so dicht ist, daß sie die Strahlung hinreichend absorbiert,
    aber wir haben doch Zeit

    terraformende Grüße von Ispom
    Gruß von Ispom

  3. #13
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    @Toni
    Was Miora meinte, war vielleicht der Schutzeffekt der Atmosphäre, der auch bei nicht vorhandenem Magnetfeld die geladenen Partikel des Sonnenwinds abfängt. Schau Dir mal die Alpha Centauri Folge Was passiert wenn das Erdmagnetfeld verschwindet an.

    Was den Schutzeffekt des Magnetfelds ausserhalb der Erdatmosphäre betrifft, zum Beispiel für die ISS, da hast Du natürlich wieder recht

  4. #14
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    Hallo ispom,

    Zitat Zitat von ispom Beitrag anzeigen
    Das Leben der ersten Marssiedler wird sich unter absorbierenden glasartigen Kuppeln abspielen, vor allem aber im Untergrund werden die Wohnräume und Werkstätten sein.
    schon gut möglich. Aber "Siedler" werden die ersten Hundert Jahre bestimmt nicht zum Mars fliegen! Denk' mal an die Kosten! Alleine was schon ein heutiger "Weltraum-Tourist" für eine Woche in der langweiligen Umlaufbahn der Erde berappen muss! Nun versuche Dir mal die Kosten für eine vierköpfige Aussiedlerfamilie vorzustellen, die auf den Mars auswandern will!

    Zitat Zitat von ispom Beitrag anzeigen
    aber wir haben doch Zeit
    Bist Du Dir da ganz sicher?? - Unser Planet gibt uns vielleicht diese Zeit nicht mehr und in Hundert Jahren, wenn die Polkappen der Erde abgeschmolzen sind, werden wir ihn nicht mehr wiedererkennen! - Entschuldige, aber irgendwie kommt mir dabei schon wieder diese Maya-Prophezeiung in den Sinn: "Wenn dieses jetzige Zeitalter beendet ist und ein neues beginnt, wird die Erde nicht mehr die gleiche sein. Wir werden sie nicht wiedererkennen" - Und dieses neue Zeitalter der Maya beginnt am 22.12.2012 ...

    @ jonas:
    Zitat Zitat von jonas Beitrag anzeigen
    Was Miora meinte, war vielleicht der Schutzeffekt der Atmosphäre, der auch bei nicht vorhandenem Magnetfeld die geladenen Partikel des Sonnenwinds abfängt.
    Das habe ich ja auch gar nicht in Abrede gestellt, jonas. - Trotzdem danke für den Link!

    Beste Grüße von
    Toni
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    Hermann Hesse

  5. #15
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    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Hallo ispom,

    schon gut möglich. Aber "Siedler" werden die ersten Hundert Jahre bestimmt nicht zum Mars fliegen! Denk' mal an die Kosten! Alleine was schon ein heutiger "Weltraum-Tourist" für eine Woche in der langweiligen Umlaufbahn der Erde berappen muss! Nun versuche Dir mal die Kosten für eine vierköpfige Aussiedlerfamilie vorzustellen, die auf den Mars auswandern will!
    Hallo Toni,
    hast ja insofern Recht: das Wort "Siedler" ist anders belegt.
    wiki:
    Unter Siedlern (plural) versteht man eine Gruppe von Menschen, die versuchen ein Stück Land, das zuvor allem Anschein nach noch von niemandem land- oder forstwirtschaftlich genutzt und bebaut wurde, durch Rodung, Bepflanzung, Bewässerung und Bebauung urbar zu machen, um es dauerhaft bewohnen zu können.

    Bei diesen Siedlern handelte es sich meist um Bevölkerungsgruppen, die entweder aufgrund ihrer Religion, Kultur, Sprache oder Nationalität in ihrer ursprünglichen Heimat verfolgt oder benachteiligt wurden, oder sich aufgrund einer allgemeinen Krise (Klimakatastrophen, Hungersnöte, Seuchen oder Kriege) an einem neuen Ort eine neue Existenz unter Entbehrungen aufbauen wollten.
    also, solche Siedler wird es auf dem Mars niemals geben.
    Wie soll ich sie bezeichnen, die Menschen, die als erste dauerhaft auf dem Mars bleiben,
    sich dort einrichten, weil es irgendwann in einigen hundert Jahren die Lebensbedingungen zulassen?

    linguistisch überforderte grüße von Ispom
    Gruß von Ispom

  6. #16
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    Unglücklich Die fragwürdige Besiedlung des Roten Planeten ...

    Hallöchen ispom,

    Zitat Zitat von ispom Beitrag anzeigen
    also, solche Siedler wird es auf dem Mars niemals geben. Wie soll ich sie bezeichnen, die Menschen, die als erste dauerhaft auf dem Mars bleiben, sich dort einrichten, weil es irgendwann in einigen hundert Jahren die Lebensbedingungen zulassen?

    linguistisch überforderte grüße von Ispom
    ich denke, das hat mit Linguistik nichts zu tun. Es werden ausschließlich Wissenschaftler sein, die sich mit dem Gedanken vertraut machen, als erste Menschen den Rest ihres Lebens auf dem Mars zu verbringen, dort zu wohnen und zu arbeiten. Natürlich ist es auch möglich, dass im Auftrag der UNO einige Soldaten zum "Friedenssicherungseinsatz" den Rest ihres Lebens dort verbringen, vielleicht auch, um die "Fahne der Menschheit" (nicht die eines einzelnen Staates!) auf dem Mars symbolisch in den Sand zu stecken. Flattern tut sie dann alleine, dazu bedarf es nicht der speziellen Ausrichtung der Fahne, damit es so aussieht, als wehe sie im Winde (so wie auf dem Mond).

    Diese ersten, dort dauerhaft lebenden Wissenschaftler werden natürlich auch ihre eigene Nahrungsversorgung in die Hand nehmen müssen. Die Biologen werden das übernehmen und sich, statt an einem Schreibtisch, im Gewächshaus wiederfinden. Es werden also größtenteil Wissenschaftler mit praktischen Erfahrungen und Fähigkeiten gebraucht! Diese Spezies ist auf der Erde aber noch seeehhhr selten anzutreffen ...

    Natürlich werden auf dem Mars auch Ingenieure gebraucht - und die in großer Anzahl! Denn man kann nicht von den Wissenschaftlern erwarten, dass sie auch noch technisch und handwerklich bewandert sind. Ingenieure werden am Anfang, denke ich, sogar das größte Kontingent an freiwilligen "Marsianern" stellen, schon wegen der vielen Bauten, die dort errichtet werden müssen, bevor es dort einigermaßen lebenswert sein wird.

    Tja, und so nach und nach werden dann sicherlich auch die ersten Kinder dort geboren werden und man kann davon ausgehen, dass sich dadurch die Vielfalt der dort benötigten Berufsgruppen sprunghaft erhöhen wird. Wenn sich dann allmählich eine erste neue Generation von "Marsianern" etabliert hat und sich die technischen Gegebenheiten für Starts und Landungen von Raumschiffen deutlich verbessert haben, dann werden bestimmt auch Reisen zum Roten Planeten billiger und attraktiver und es wird immer mehr Menschen geben, die sich entschließen, der Erde den Rücken zu kehren, um auf dem Mars ein neues Leben zu beginnen. Natürlich werden das nicht die Ärmsten der Armen sein, sondern eher gut betuchte mit hohem Bildungsquotienten, die sich dann solch einen einschneidenden Schritt leisten können.

    Allerdings musst Du jetzt keine Angst davor haben, dass dadurch die Erdbevölkerung allmählich "verblödet", nur weil uns die klügsten Köpfe abhanden kommen, aber der Mars wird sich wohl zu einer elitären Kolonie entwickeln - und nicht, wie in manchen Filmen, zu einer StrafKolonie, in die der ganze menschliche Abschaum abgeschoben wird.

    Bis es aber so weit ist, werden garantiert weit mehr als nur 100 Jahre vergehen!

    Unvergängliche Grüße von
    Toni
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

  7. #17
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    Ja, Toni, diesmal kann da rein gar nichts dagegen sagen

    zustimmende Grüße von Ispom
    Gruß von Ispom

  8. #18
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    Zitat Zitat von ispom Beitrag anzeigen
    Ja, Toni, diesmal kann da rein gar nichts dagegen sagen

    zustimmende Grüße von Ispom
    Das freut mich, mein lieber ispom!

    Leider werde ich nicht dorthin auswandern können, da ich vermutlich nicht zu dieser gebildeten "Elite" gehöre und auch nicht das Geld dafür aufbringen kann. - Es sei denn, ich gewinne auch mal solch einen Lotto-Jackpot wie der alte Mann gestern in den USA!

    Zurückbleibende Grüße von
    Toni
    Alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit vielen weiteren Fragezeichen.
    Hermann Hesse

  9. #19
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    Zitat Zitat von Toni Beitrag anzeigen
    Leider werde ich nicht dorthin auswandern können, da ich vermutlich nicht zu dieser gebildeten "Elite" gehöre
    vermutlich braucht man dort nicht nur Gehirnakrobaten sondern auch andere Berufe,
    ich als Landschaftsgestalter hätte bei Terraforming-Plänen sicher große Chancen,
    ich könnte dich als Subunternehmer mitnehmen...

    aufmunternde grüße von ispom
    Gruß von Ispom

  10. #20
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    Daumen hoch

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    Zitat Zitat von ispom Beitrag anzeigen
    vermutlich braucht man dort nicht nur Gehirnakrobaten sondern auch andere Berufe, ich als Landschaftsgestalter hätte bei Terraforming-Plänen sicher große Chancen,
    Das ist völlig richtig, ispom. Deine Chancen stehen da nicht schlecht.
    Jetzt bleibt nur noch die Frage offen, ob Du den Raumflug als solchen überhaupt überstehen würdest, oder ob Du schon in der Vorauswahlphase rausfliegst?

    Zitat Zitat von ispom Beitrag anzeigen
    ich könnte dich als Subunternehmer mitnehmen...

    aufmunternde grüße von ispom
    Das ist eine prima Idee!! Ich könnte dann in der Heizungs- und Klima-Station tätig sein, die die Gewächshäuser und Wohneinheiten mit Wärme versorgt?! - Ich danke Dir übrigens für Deine trostreichen Worte!

    Den Kessel schon mal hochfahrende Grüße von
    Toni
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    Hermann Hesse

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