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Thema: Breakthrough Listen: Kein Hinweis auf außerirdische Zivilisationen

  1. #41
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    Hinsichtlich der Rückführung auf die Wurzel(n) des Lebens sehe ich das wie Mac.
    Überspitzt gesagt können sich relativ zeitgleich in 5 Ur-Pfützen auf der noch jungen Erde 5 verschiedene Arten von Leben entwickelt haben, aber nur eine von ihnen hatte das Zeug dazu sich den Lebensbedingungen entsprechend anzupassen.
    Das muss ja auch nicht zeitgleich gewesen sein. Tausende von Jahren Unterschied sind ja erdhistorisch gesehen ja "knapp aufeinander"

    So gesehen könnten wir einfach einen wahnsinns Dusel gehabt haben und uns möglicherweise gegen eine andere Ur-Form des Lebens haben durchsetzen können.
    Ich finde diesen Gedankengang sehr interessant.

    Kompliment an Dich Mac, mir gefällt wie Du das alles so klar, deutlich und eingängig erklärst. Da fällt es mir als Laien es leicht das zu verstehen.
    Danke.

    Gruß

    Maniac

  2. #42
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    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    z.B. langsamere Vermehrung, z.B. schlechtere Futterverwertung. Das Leben wie wir es kennen war immer einem logistischen Wachstum ausgeliefert. Da gewinnt immer der, der sich schneller vermehrt, der das Futterangebot besser verwertet und der sich verändernden Umweltbedingungen besser anpasst.
    Ich finde es allerdings nicht so plausibel, dass es in dem Fall keine einzige biologische Nische gibt, in dem sich anderes Leben gehalten hat.

    Zitat Zitat von mac
    Es könnte daher durchaus mehrere konkurrierende Ansätze für Leben gegeben haben, nur daß wir die heute nicht mehr finden können.
    Zitat Zitat von Maniac Beitrag anzeigen
    Hinsichtlich der Rückführung auf die Wurzel(n) des Lebens sehe ich das wie Mac.
    Überspitzt gesagt können sich relativ zeitgleich in 5 Ur-Pfützen auf der noch jungen Erde 5 verschiedene Arten von Leben entwickelt haben, aber nur eine von ihnen hatte das Zeug dazu sich den Lebensbedingungen entsprechend anzupassen.
    Wie auch immer die Entstehung von Leben abläuft, für einen Planeten wie die Erde ergibt sich daraus ein Erwartungswert für die Anzahl von Lebensentstehungen (gleiches gilt für Lebensankünfte durch Meteoriten). Dass dieser Erwartungswert bei fünf oder (wie ich "mehrere" ungefähr interpretiere) zwischen 10^0 und 10^1 liegt, ist meines Erachtens nicht so wahrscheinlich. Zu extreme Werte wird man für diesen Erwartungswert vielleicht ausschließen können, aber Frage: Ist es nicht 20 mal wahrscheinlicher dass der Erwartungswert für die Anzahl von Lebensentstehungen auf einem Planeten wie der Erde zwischen 10^1 und 10^21 bzw. zwischen 10^-20 und 10^0 liegt als dass er zwischen 10^0 und 10^1 liegt?

    Sollte der Erwartungswert astronomisch niedrig sein, wäre eigentlich alles plausibel: Die Erde wäre dann einfach nur derjenige erdähnliche Planet aus einer astronomisch hohen Menge von diesen, auf dem die Entstehung von Leben eben zufällig geklappt hätte.
    Sollte der Erwartungswert astronomisch hoch sein, wäre es m. E. nicht so plausibel, dass nur eine Linie überlebt hätte - bei all den biologischen Nischen, die es gibt.
    Sollte der Erwartungswert tatsächlich bei so einer handlichen Summe zwischen 10^0 und 10^1 liegen, wäre es zwar leichter denkbar, dass nur eine Linie überlebt hätte, aber an sich ist dieser Fall halt nicht so wahrscheinlich meines Erachtens.

  3. #43
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    Hallo Aries,

    Zitat Zitat von Aries Beitrag anzeigen
    Ich finde es allerdings nicht so plausibel, dass es in dem Fall keine einzige biologische Nische gibt, in dem sich anderes Leben gehalten hat.
    woher weißt Du das?



    Zitat Zitat von Aries Beitrag anzeigen
    Wie auch immer die Entstehung von Leben abläuft, für einen Planeten wie die Erde ergibt sich daraus ein Erwartungswert für die Anzahl von Lebensentstehungen (gleiches gilt für Lebensankünfte durch Meteoriten). Dass dieser Erwartungswert bei fünf oder (wie ich "mehrere" ungefähr interpretiere) zwischen 10^0 und 10^1 liegt, ist meines Erachtens nicht so wahrscheinlich. Zu extreme Werte wird man für diesen Erwartungswert vielleicht ausschließen können, aber Frage: Ist es nicht 20 mal wahrscheinlicher dass der Erwartungswert für die Anzahl von Lebensentstehungen auf einem Planeten wie der Erde zwischen 10^1 und 10^21 bzw. zwischen 10^-20 und 10^0 liegt als dass er zwischen 10^0 und 10^1 liegt?
    Nein.

    Zunächst einmal ist das Problem aller Abschätzungen dazu, daß wir nur einen Punkt 'sehen', dessen ‚Koordinaten‘ wir nur mit sehr großer Unsicherheit kennen.

    Würde ich nur mit dieser Grundlage so argumentieren wie Du es hier tust, hätte ich zumindest Zweifel an Erwartungswerten größer 10^10, denn dann hätte ich erwartet, daß z.B. beim Miller-Urey-Experiment mehr herausgekommen wäre. Aber das ist alles müßig, weil wir eben die Bedingungen für die Schritte die zwischen diesem Experiment und der Entstehung selbstreproduzierender Moleküle bisher nicht kennen und daher auf diesem Wege auch keine belastbaren Grundlagen für Wahrscheinlichkeitsaussagen haben.

    Das Gleiche gilt für den astronomischen Weg. Wenn wir Atmosphären mit freiem Sauerstoff finden, lassen sich mit diesen Daten zumindest sehr grobe Vermutungen zur Wahrscheinlichkeit von Leben auf einem Pendant zur Photosynthese anstellen.

    Wenn wir Leben auf dem Mars finden, dessen Reproduktionstechnik anders ist als die irdischen Lebens, wäre das ein Indiz (kein Beweis) für eine größere Wahrscheinlichkeit von Lebensentstehung.

    Wenn die Reproduktionstechnik gleich der irdischen wäre, läge der Verdacht auf Ausbreitung vom Mars zur Erde oder von der Erde zum Mars recht nahe und es wäre auch ein, wenn auch sehr schwaches, Indiz für einen extrasolaren Ursprung. Dann aber würde sich auch die Wahrscheinlichkeit für viele leben tragende extrasolare Planeten erhöhen.

    Zitat Zitat von Aries Beitrag anzeigen
    Sollte der Erwartungswert tatsächlich bei so einer handlichen Summe zwischen 10^0 und 10^1 liegen, wäre es zwar leichter denkbar, dass nur eine Linie überlebt hätte, aber an sich ist dieser Fall halt nicht so wahrscheinlich meines Erachtens.
    Na ja, nur ist Deine Begründung für die Wahrscheinlichkeit diese Annahme nicht zwingend.

    Nicht jede Zehnerpotenz aus Deinem Beispiel hat die gleiche Wahrscheinlichkeit, daher läßt sich auch die Wahrscheinlichkeit mit 40 verschiedenen Zehnerpotenzen nicht um einen Faktor 20 steigern.

    Herzliche Grüße

    MAC

  4. #44
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    Zitat Zitat von Protuberanz Beitrag anzeigen
    Na ja, das mit der doppelten Struktur war Dein Vorschlag.
    lassen wir das mal beiseite, vielleicht doch überflüssig.

    Ich setze also voraus, daß sowohl auf Sende- wie auch Empfängerseite gezielt operiert wird (Fortschritte der Exoplanetenforschung).

    Logisch dabei ist, das aus energieoptimierten Gründen das Datenpaket erst dann versendet wird, wenn der Empfänger sagt, das er auch bereit und Willens ist, das Datenpaket entgegenzunehmen, also ein Quittungssignal sendet. Danach muß das Protokoll ausgehandelt werden, nachdem die Übertragung erfolgen soll. Mann muß sicher nicht gleich über so etwas wie das ISO-OSI-Modell verfügen, aber mann sollte schon wissen, wann denn dann Steuer-, wann Daten- und wann Kontroll- oder Quittungsbits gesendet werden. Wie willst Du denn sonst den Datenstrom dekodieren, bzw. Übertragungsfehler erkennen und korrigieren?
    Alternativ müsstest Du Deine Vorschläge für die Dekodierung auf Empfängerseite in der Dauerschleife ständig mitsenden.

    es scheidet ja alles aus, was irgendwie auf Rückmeldung angewiesen ist.

    Fehlerkorrekturen sind überflüssig, da ohnehin hochredundant in einer verschachtelten repetitiven Struktur gesendet wird, letztlich wiederholt sich alles auf verschiedenen Hierarchieebenen vielfach.
    ein end of file gibt es nicht, es gibt nur hierarchische Gliederung.

    jetzt also zur sommerlichen Belustigung mein Vorschlag zum einseitigen Kontakt mit aliens:

    ich dachte buchstäblich an eine Morsezeichentechnik.

    nehmen wir also die drei Zeichen "Leer" "Kurzimpuls" "Langimpuls".

    Leer dient als Trenner, durch Wiederholung von Leer (die als Verlängerung erscheint, aber man kann ja wohl voraussetzen, daß die angepeilte Zivilisation zwischen 10 und 11 Sekunden oder dergl. unterscheiden kann) wird hierarchisch gegliedert.

    "Kurz" dient zur Zahlendarstellung in unärer Notation, also der natürl. Zahlen ohne Null

    "Lang" dient zur Darstellung von Operatoren.

    Eingeführt werden diese durch die gute alte Methode der Beispiele, nicht durch Definitionen.

    also man fängt z.B. an.

    . - .
    .. - ..
    ... - ...
    usw.

    und führt so "-" als Gleichheitszeichen ein.

    nächster Schritt:

    . -- . - ..
    . -- .. - ...
    .. -- .. - ....
    usw.

    also "--" gleich Addition.


    ebenso Subtraktion "---"
    Multiplikation "----"
    Division "-----"
    Potenzierung "------"
    Wurzelrechnung "-------"

    Alle nicht-natürlichen Zahlen werden nicht "ausgerechnet", sondern einfach durch eine entsprechende Rechenoperation dargestellt, z.B die Null durch:

    . --- .

    (Null als natürliche Zahl zu betrachten, würde den Code wohl erheblich unanschaulicher werden lassen). Wie soll man elementar begreiflich machen daß "." gleich Null wäre?

    So sollte man bis zum Wurzelziehen kommen können.

    dann könnte man vielleicht einen wichtigen Schritt einführen, den Übergang von Arithmetik zu Geometrie.

    ich schreibe eine Quadrierung, die als Darstellung der geometrischen Figur "Quadrat" verstanden werden soll.

    ich schreibe die Quadrierung:

    . ------- .. - .

    und gebe anschließend die Diagonale an:

    .. -------

    das soll darauf verweisen, daß die Quadrierung geometrisch gemeint ist.

    usw.


    jetzt versuchen wir, ein Quadrat zu pixeln.

    wir schreiben wieder ein Quadrat, z.B.

    .. ------ .. - ....

    und dann hängen wir ohne Operator Einsen dran (wir "malen" die Pixel schrittweise, um zu zeigen, daß nicht einfach das Quadrierergebnis wiederholt wird, sondern wir "jetzt etwas anderes machen"

    .. ------ .. - .... .
    .. ------ .. - .... ..
    .. ------ .. - .... ...
    .. ------ .. - .... ....


    ebenso Nullen:

    .. ------ .. - .... .---.
    .. ------ .. - .... .---. .---.
    .. ------ .. - .... .---. .---. .---.
    .. ------ .. - .... .---. .---. .---. .---.

    dann dasselbe mit Einsen und Nullen gemischt.

    damit hätten wir den Schritt zur Bildübermittlung getan, und wir können uns weiter austoben.
    Geändert von zabki (30.06.2019 um 02:09 Uhr)

  5. #45
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    Akademik Nikolai Kardaschow (1932-2019) ist am Samstag 3. Aug. verstorben https://de.wikipedia.org/wiki/Kardaschow-Skala
    Auf ihn geht die These zurück, daß es Pulsare geben müßte. Er beschäftigte sich mit der Radiointerferometrie wie SpektrR/RadioAstron.

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