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Thema: Wert des Hubble-Parameters im frühen Universum

  1. #11
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    @Sky Darmos

    Achten Sie bitte darauf, dass Sie keine eigenen Theorien und Modelle in einem Forenbereich diskutieren, in dem das nicht gestattet ist. Danke.

  2. #12
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    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    Das ist falsch!
    Siehe z.B.: http://supernova.lbl.gov/Union/
    Gut, eines der Diagramme hier kenne ich schon. In diesem Diagram sieht man lediglich eine beständige Beschleunigung.
    Hier ist es:

    http://supernova.lbl.gov/Union/figur...bble_slide.pdf

    Wenn du ein Diagram kennst wo eine Verlangsamungsperiode enthalten ist, dann wäre ich sehr dankbar wenn du es hier verlinken könntest.

  3. #13
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    Danke für den Hinweis. Hab mich wohl etwas hinreisen lassen.
    Mir geht es in diesem Thread eigentlich nur um eine einzige Zahl, nämlich den Wert des Hubble-Parameters im frühen Universum der aus der Analyse der kosmischen Hintergrundstrahlung abgeleitet wurde.
    Bernhard hat vorgeschlagen den Wert durch zurrückrechnen des daraus abgeleiteten heutigen Wertes auszurechnen, aber das ist ja ziemlich indirekt. Hatte gehofft jemand würde den gemessenen Wert für das frühe Universum kennen.

  4. #14
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    Zitat Zitat von Sky Darmos Beitrag anzeigen
    Hatte gehofft jemand würde den gemessenen Wert für das frühe Universum kennen.
    Da müsste erst mal geklart werden, ob das prinzipiell geht. Eine Suche im www zeigt, dass es auch für den aktuellen Wert wohl nur Schranken gibt: https://www.quora.com/How-is-Hubble-...n-measurements .
    Geändert von Bernhard (03.02.2019 um 09:38 Uhr)
    Freundliche Grüße, B.

    Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921

  5. #15
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    Hallo Sky Darmos,

    Zitat Zitat von Sky Darmos Beitrag anzeigen
    Oje ... also ich glaube ja nicht an eine Verlangsamungsphase der Ausdehnung. Ich weiss dass das Standardmodell eine vorsieht, aber dass der Wert für H Anfangs sogar noch größer gewesen sein soll als heute ... unfassbar.
    Das Gegenteil ist richtig!

    Eine gleichbleibende Ausdehnungsgeschwindigkeit wäre unfassbar. Wobei der Hubbleparameter selbst bei größer werdender Ausdehnungsgeschwindigkeit durchaus immer noch kleiner werden kann.

    Um nur zwei, ganz offensichtliche Gründe zu nennen:

    1. Wäre es damit unfassbar, daß es das Universum überhaupt gibt, weil es mit der heutigen Ausdehnungsgeschwindigkeit damals sofort wieder kollabiert wäre.
    2. Wäre es damit unerklärbar, wie die primordiale Materiemischung aus Wasserstoff, Deuterium, Helium 3, Helium 4 und Lithium 7 hätte erzeugt werden sollen.

    Und zum Schluß: Wenn Du Deine Auffassung dazu bei Astronews vertreten möchtest, dann bitte im Forum gegen den Mainstream!

    Herzliche Grüße

    MAC

  6. #16
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    Standard Was wurde da eigentlich gemessen

    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Das entspricht 17.497 * H_0. Aus der WP-Formel ergibt sich 23.119 * H_O, wobei diese Formel nur für die materiedominierte Ära gilt. Da sieht man wohl die Wirkung der Reststrahlung bei t = 380.000. Danke für die Korrektur.
    Wenn man wirklich anhand der kosmischen Hintergrundstrahlung den Wert von H im frühen Universum gemessen hat und dieser höher war als heute, dann wäre das fatal/ein Todesstoß für meine Theorie der entropischen Expansion.

    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Da müsste erst mal geklart werden, ob das prinzipiell geht. Eine Suche im www zeigt, dass es auch für den aktuellen Wert wohl nur Schranken gibt: https://www.quora.com/How-is-Hubble-...n-measurements.
    Genau, und daher muss ich wissen welche Annahmen getroffen werden bei dieser besonderen Art und Weise H zu bestimmen.

    Hängt die Größe von bestimmten kalten und warmen Regionen davon ab wie schnell das Universum expandiert ist damals?

    Bei der Ableitung des heutigen Wertes von H muss man davon ausgehen die AR sei korrekt. Muss diese Annahme auch bei der Bestimmung des ursprünglichen Wertes getroffen werden um Ergebnisse zu liefern?

    Wenn nur Materiedichte und Dichte der dunklen Materie gemessen wurden, dann ist das natürlich sehr theorieabhängig.

  7. #17
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    Hallo MAC,

    Thema des Threads ist der Wert für Hubble im frühen Universum. Ich möchte hier niemand von irgendwas überzeugen, sondern lediglich herausfinden wie wir diesen frühen Wert messen können. Dabei ist es auch wichtig wie theorieabhängig oder theorieunabhängig die Messmethode ist.

    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    Eine gleichbleibende Ausdehnungsgeschwindigkeit wäre unfassbar. Wobei der Hubbleparameter selbst bei größer werdender Ausdehnungsgeschwindigkeit durchaus immer noch kleiner werden kann.
    Ich habe nicht von einer gleichbleibenden Geschwindigkeit gesprochen, sondern von einer gleichbleibenden Beschleunigung ohne Einfluss der Gravitation.

    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    1. Wäre es damit unfassbar, daß es das Universum überhaupt gibt, weil es mit der heutigen Ausdehnungsgeschwindigkeit damals sofort wieder kollabiert wäre.
    Die Sloan Digital Sky Survey hat keinerlei globale Raumkrümmung festgestellt. Die Wahrscheinlichkeit dass das nur ein Zufall ist ist bei 1 zu 10^62.
    Wir sollten nicht vergessen, dass die Quantisierung der Gravitation nicht ohne Überraschungen sein kann. Es wäre äußerst eigenartig wenn die QG alles beim alten belassen würde.
    Die Vakuum-Katastrophe zeigt ja auch, dass gleichmäßig verteilte Materie keine gravitative Wirkung hat.
    Die dunkle Energie mit Vakuum-Energie gleichzusetzen funktioniert auch nicht, weil Vacuum-Energie immer extrem groß ist, wärend dunkle Energie wenn es sie gäbe ja unglaublich klein sein müsste.

    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    2. Wäre es damit unerklärbar, wie die primordiale Materiemischung aus Wasserstoff, Deuterium, Helium 3, Helium 4 und Lithium 7 hätte erzeugt werden sollen.
    Für primordiale Nukleosynthese muss das Universum nur dicht genug gewesen sein.
    Hm, eigentlich sollte man doch aus der Menge an Helium auf den primordialen Wert des Hubble-Parameters schließen können.
    Je langsamer es damals expandiert ist, desto länger würde es eine hinreichend hohe Dichte für primordiale Nukleosynthese gehabt haben.
    Das sollte sich berechnen lassen.

    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    Und zum Schluß: Wenn Du Deine Auffassung dazu bei Astronews vertreten möchtest, dann bitte im Forum gegen den Mainstream!
    Dieser Thread ist nicht über meine Auffassungen, sonder darum ob sich der Wert für den Hubble-Parameter im frühen Universum aus der kosmologischen Hintergrundstrahlung ableiten lässt.

    Eine neue Frage/Idee ist jetzt ob es nicht viel einfacher wäre den Wert für H aus der Menge an Helium abzuleiten.

    Wäre das Universum am Anfang zu schnell expandiert, dann gäbe es nur ganz wenig Helium.
    Wäre es zu langsam expandiert, dann hätten sich alle Protonen zu Heliumkernen vereint und es gäbe es kein Wasserstoff.

    Falls langsame Expansionsraten zu besseren Elementvorkommensvorraussagen führen, dann sollte man wohl in Betracht ziehen, dass relativistische Kosmologie nicht ganz richtig ist.

    Grüße,

    Sky.

  8. #18
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    Hallo Sky Darmos,

    Zitat Zitat von Sky Darmos Beitrag anzeigen
    Für primordiale Nukleosynthese muss das Universum nur dicht genug gewesen sein.
    Das ist notwendig, aber nicht hinreichend! Es muß nicht nur die richtige Dichte, sondern auch den richtigen Dichteverlauf (durch Abkühlung u. Expansion) gehabt haben, sonst gäbe es eine andere Zusammensetzung der primordialen Materie. Die errechnete Zusammensetzung (unter anderem mit dem quantitativen Wissen zur Wahrscheinlichkeit von Fusion und Spallation und dem, durch Berechnung ermittelten Dichte- und Temperaturverlauf in der Phase der primordialen Nukleosynthese) stimmt mit der gemessenen Zusammensetzung verblüffend gut überein, was man sicherlich als starkes Indiz für die Richtigkeit der Theorie ansehen darf.

    Siehe dazu auch: http://www.einstein-online.info/vert...nguage=de.html und die weiteren Vertiefungen dazu.

    Herzliche Grüße

    MAC

  9. #19
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    Zitat Zitat von Sky Darmos Beitrag anzeigen
    für meine Theorie der entropischen Expansion.
    Dass es dazu einen WP-Artikel gibt ist bekannt ?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Entropische_Gravitation

    Genau, und daher muss ich wissen welche Annahmen getroffen werden bei dieser besonderen Art und Weise H zu bestimmen.
    Schau mal hier: http://scienceblogs.de/alpha-cephei/...le-in-trouble/
    Den Artikel hat TomS erst kürzlich verlinkt.
    Freundliche Grüße, B.

    Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921

  10. #20
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    Der Hubbleparameter zur Zeit t=100 s war ungefähr 1/(2t), also etwa 4 Billiarden mal größer als heute. BBN gibt 1 sigma limits von +-3,6% zu diesem Wert.
    Zitat Zitat von Sky Darmos Beitrag anzeigen
    Wenn man wirklich anhand der kosmischen Hintergrundstrahlung den Wert von H im frühen Universum gemessen hat und dieser höher war als heute, dann wäre das fatal/ein Todesstoß für meine Theorie der entropischen Expansion.
    Es gibt keine solche Theorie, nur einen Haufen haltloser Zahlenspielereien. Der wird eine Diskrepanz von 1 : 4 Billiarden zur Realität locker wegstecken, und in einem Jahr hören wir den selben arroganten Bullshit aufs Neue:
    Zitat Zitat von Sky Darmos Beitrag anzeigen
    Es ist schon unglaublich wie lange man falsche Theorien den Daten immer wieder anpassen kann.

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