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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : lx 90- frage



astrofreak13
17.07.2006, 20:40
hallo, ich hab ma ne frage zu dem teleskop.
ich will es mir eh nicht kaufen weil es zu teuer ist , aber könnt ihr mir sagen ob das ein profi teleskop ist.
würdet ihr euch das auch kaufen???
http://meade.wmo.de/index.php?id=67&act=pdis&actid=0124093

ChMessier
18.07.2006, 15:55
Unter den Amateurteleskopen gehört das LX 90 sicherlich schon zur Mittelklasse. Aber was verstehst du unter einem Profi-Teleskop? Guck dir mal auf dem Mauna Keao oder in Chile die Teleskope an, mit denen Profis beoachten. Dagegen wirken selbst ein Celestron C 14 oder ähnliche Instrumente wie Fliegenkot.

Wichtig ist doch, was man mit seinem Teleskop anzufangen in der Lage ist. Wenn ich bedenke, dass Argelander seine Bonner Durchmusterung mit einem 70-mm-Refraktor bei 9facher Vergrößerung durchgeführt hat, dann kommt es wirklich nicht so auf die Öffnung an. Wichtig ist doch, dass ich das interpretieren kann, was ich sehe.

Zonk
19.07.2006, 12:08
Hallo Astrofreak,

der Begriff "Profi-Teleskop" ist i. d. R. ein Werbeausdruck und eher mit Vorsicht zu genießen. Charles hat ja schon geschrieben, wie das mit wirklichen Profi-Teleskopen ist im Vergleich zu dem, was es so zu kaufen gibt. (Übrigens "beobachten" Astronomen, die sich eher als Forscher sehen denn als "Profis", praktisch nur noch mit elektronischen Mitteln statt mit eigenen Augen.)

Ich nehme an, daß Dir der Begriff "Profi-Teleskop" in einem Prospekt oder einer Anzeige über den Weg lief. Um Dich ein wenig zu sensibiliseren für Werbeversprechen kannst Du Dir folgendes durchlesen:http://www.svenwienstein.de/HTML/werbung.html (zugegeben ein krasses, wenn auch nicht seltenes Beispiel)

Auch sonst findest Du auf Svens Homepage viele gute Tipps auch für Einsteiger. Schau Dir das mal in Ruhe an.

Ciao
Martin

ChMessier
19.07.2006, 14:31
(Übrigens "beobachten" Astronomen, die sich eher als Forscher sehen denn als "Profis", praktisch nur noch mit elektronischen Mitteln statt mit eigenen Augen.)


Nur zur Verdeutlichung. Bei einem Besuch des MPI für Astronomie in Heidelberg mit angeschlossener Sternwarte fragte ich einen der dortigen Astronomen, wann er zuletzt durch ein Okular eines Teleskops geschaut hat. Seine Antwort bestand aus zwei Sätzen: "Vor vierzehn Tagen. Alles Licht, das auf meine Netzhaut fällt, ist für die Wissenschaft verloren."

Bei den neuen Großteleskopen dieser Erde ist überhaupt nicht daran gedacht, dass ein Astronom durch das Okular schaut. Er würde soviel Wärme abstrahlen, dass er die Beobachtungsergebnisse zumindest stark beeinträchtigen würde.

Auf der anderen Seite, ich hab so meine Probleme damit, wenn Astronomen angesichts einiger Ausschläge auf einer geplotterten Kurve ganz aus dem Häuschen geraten können. Ich empfinde mehr beim Anblick von M 42 im Okular.

ChMessier
19.07.2006, 14:34
Noch ein kleiner Hinweis zu meinem ersten Beitrag in diesem Thread. Selbstverständlich meinte ich den Mauna Kea, das o ist irrtümlich tippfehlerhafterweise dazugeraten. Leider finde ich an meinen älteren Beiträgen keinen Kopf zum editieren mehr. Gerade für solche kleine Fehler wäre eine solche Einrichtung ideal.

Also, lest nicht so genau, was ich schreibe.