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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Konferenz interstellare Raumschiffphysik



JensU
07.02.2018, 18:34
Wie angekündigt möchte ich eine Konferenz zum Thema interstellare Raumschiffphysik durchführen.
Die Veranstaltung ist nicht kommerziell.
Die Raummiete, Personalkosten, Essen, Getränke, Cafe und Kuchen werden
in einer Pauschale von 25,-€ an maximal 60 Teilnehmer umgelegt.
Der angesetzte Termin ist Freitag den 27.4.2018.
Der Ort ist das Konferenzzentrum in Berlin Schönefeld Flughafen.

Für die Durchführung sind Physiker aus folgenden Fachbereichen gefragt:
Astrophysik: interstellares Magnetfeld, kosmische Teilchenstrahlung, Sonnenkorona
Plasmaphysik
Feld- und Hochspannungsphysik
Quantenmechanik: Vakuumenergie, Nullpunktenergie

Die Anmeldung über eine private Nachricht an mich. (E-mail).
oder per Tel.: 0340-2508517 ab 17:00 Uhr

Gruß,
Jens

MGZ
07.02.2018, 19:08
Ich hoffe, du hast das Konferenzzentrum noch nicht vorbestellt.

pauli
07.02.2018, 20:46
Was steht denn auf der Agenda (außer "Pause" und "Kuchen essen")? Und jetzt mal ganz konkret und nicht nur larifari wie sonst

JensU
08.02.2018, 20:40
Was steht denn auf der Agenda (außer "Pause" und "Kuchen essen")? Und jetzt mal ganz konkret und nicht nur larifari wie sonst

Auf der Agenda stehen die aufgelisteten Physikbereiche der interstellaren Raumschiffphysik.
Ich mache die Moderation.
Offene Fragen sollen mit Bildern und Diagramme dargestellt und diskutiert werden,
die ich hier im Forum nicht darstellen kann.
Kenntnisse in den Physikbereichen sind von Vorteil aber keine Bedingung für eine Teilnahme.

Beginn ist 9:00 Uhr und Ende ist für 16:00 Uhr vorgesehen.

Gruß,
Jens

JensU
08.02.2018, 20:56
Ich hoffe, du hast das Konferenzzentrum noch nicht vorbestellt.

Der Raum ist gebucht.
Die kleinsten Konferenzräume auf der ILA waren bereits ausgebucht bzw.
nicht mehr verfügbar.

Gruß,
Jens

pauli
08.02.2018, 22:48
Also wenn das deine ganze Kunst ist dann kannst du nur noch mit einer Horde Playboybunnies und Freibier deine Veranstaltung retten

MGZ
09.02.2018, 09:34
Der Raum ist gebucht.
Die kleinsten Konferenzräume auf der ILA waren bereits ausgebucht bzw.
nicht mehr verfügbar.

Gruß,
Jens

Also:
Am 11. März fahr ich zur DPG-Frühjahrstagung der Sektion Kondensierte Materie nach Berlin. Das kostet meine Uni 220 Euro, allein mich daran teilnehmen zu lassen. Dieses Geld geht dafür drauf, Vorträge zu moderieren, akkreditierte Gastredner einzuladen und vor allem, die Spreu vom Weizen zu trennen. Kein Mensch der Ahnung hat von Physik möchte zu einer Physik-Tagung um dann die Hälfte der Zeit den verrückten Theorien von Laien zu lauschen.
Und um es noch weiter zu treiben: Es gibt in Deutschland keine 60 Leute, die sich professionell mit interstellarer Raumschiffphysik auseinandersetzen. Es würde mich wundern, wenn es mehr als 2-3 gäbe. Vielleicht sogar gar keine.

ralfkannenberg
09.02.2018, 13:51
in einer Pauschale von 25,-€ an maximal 60 Teilnehmer umgelegt.
Hallo Jens,

wenn Du eine Crackpot-Karriere anstrebst und Geld für Dich kein Problem ist, dann sind das sicherlich gut investierte 1500 Euro, weil Du dann in Deinem Lebenslauf damit prahlen kannst, dass Du eine "Physik-Konferenz" organisiert hast.




Für die Durchführung sind Physiker aus folgenden Fachbereichen gefragt:
Astrophysik: interstellares Magnetfeld, kosmische Teilchenstrahlung, Sonnenkorona
Plasmaphysik
Feld- und Hochspannungsphysik
Quantenmechanik: Vakuumenergie, Nullpunktenergie

Ein solches Publikum indes wirst Du nicht antreffen, zumal entsprechende Fachleute Deinen bisherigen Leistungsausweis anschauen werden und dann realistischerweise nicht mit Deinem Namen zusammen genannt werden möchten. Das mag hart tönen, aber Du solltest Dich wenn Du Dir schon solche Mühe machst dessen bewusst sein.


Falls Geld für Dich ein Problem ist rate ich Dir dringendst zu, die Veranstaltung abzusahgen und Deinen finanziellen Schaden zu minimieren.


Falls das ganze aber ausschliesslich der Eigenwerbung dient, dann ist das vielleicht ein ganz cleverer Schachzug von Dir. Bei Fachleuten wirst Du damit zwar nicht punkten können, aber die Mehrheit der Bevölkerung sind keine Fachleute und lassen sich vielleicht vom Begriff einer "Konferenz" blenden.


Wie gesagt: es liegt an Dir, ob Du eine seriöse Vorgehensweise anstrebst oder eine wissenschaftlich-unseriöse Vorgehensweise.


Freundliche Grüsse, Ralf

JensU
14.02.2018, 18:33
Also:
Am 11. März fahr ich zur DPG-Frühjahrstagung der Sektion Kondensierte Materie nach Berlin. Das kostet meine Uni 220 Euro, allein mich daran teilnehmen zu lassen. Dieses Geld geht dafür drauf, Vorträge zu moderieren, akkreditierte Gastredner einzuladen und vor allem, die Spreu vom Weizen zu trennen. Kein Mensch der Ahnung hat von Physik möchte zu einer Physik-Tagung um dann die Hälfte der Zeit den verrückten Theorien von Laien zu lauschen.
Und um es noch weiter zu treiben: Es gibt in Deutschland keine 60 Leute, die sich professionell mit interstellarer Raumschiffphysik auseinandersetzen. Es würde mich wundern, wenn es mehr als 2-3 gäbe. Vielleicht sogar gar keine.

Das kann sein, das sich keiner anmeldet.

Gruß,
Jens

JensU
14.02.2018, 18:37
Die Anmeldefrist zur Konferenz endet am 22.4.2018.
Ich arbeite immer seriös.
Was auch immer du mit seriös meinst.

Gruß,
Jens

Alex74
14.02.2018, 21:49
Ein Anfang zu "seriös" wäre es beispielsweise, mal die Kritik zu Deinen komplett unrealistischen Fantasien wahrzunehmen und darauf einzugehen.

Alles was Du hier bisher zum besten gegeben hast hat Bild-Zeitung-Niveau.

JensU
14.02.2018, 22:18
Ich gehe auf der Konferenz gerne auf die Fragen mit meinem Material ein.
Die einzelnen Physikbereiche zur Raumschiffphysik sind real, seriös bzw. fundiert,
um darauf aufzubauen.

Wer aber unbedingt mit einem Generationenraumschiff reisen und mit 1g beschleunigt werden möchte,
sollte sich nicht zur Konferenz anmelden.

Gruß,
Jens

pauli
15.02.2018, 00:44
Ein Anfang zu "seriös" wäre es beispielsweise, mal die Kritik zu Deinen komplett unrealistischen Fantasien wahrzunehmen und darauf einzugehen.

Alles was Du hier bisher zum besten gegeben hast hat Bild-Zeitung-Niveau.

Der verarscht alle nur, mein Papagei hat mehr Ahnung von "Raumschiffphysik" als Jens-Uwe

Stevie
15.02.2018, 12:45
Der verarscht alle nur....

Selbst als mitlesender Laie merkt man sehr schnell, ob da Fachwissen im Hintergrund ist oder nicht. Auch wenn man nicht auf dem dem technischen Niveau mit diskutieren kann.
Das JensU hier nur Luftblasen ins Forum pustet, ist sogar für unsereins leicht mitzukriegen. Vermutlich lacht er sich im stillen Kämmerlein ins Fäustchen darüber, dass es ihm immer wieder gelingt
Antworten zu bekommen, die er anderswo als eigenes Gedankengut verkaufen könnte.

Ich würde mit ihm nix mehr diskutieren - es führt ja nur allzu offensichtlich zu nix.

JensU
24.02.2018, 11:16
Das Thema zur interstellaren Raumschiffphysik ist neu und interdiziplinäre Physik.
Ich dränge keinem die interstellare Raumschiffphysik bzw. eine Diskussion dazu auf.
Für Laien ohne Verständnis der interdisziplinären Physik ist die Konferenz nicht zu empfehlen.

Wer als Laie in Generationenraumschiffen reisen möchte, möge das finanzieren und durchführen.

Gruß,
Jens

Protuberanz
24.02.2018, 21:38
Я понимаю только вокзал. Вы уверены, что знаете, о чем говорите?

Nathan5111
25.02.2018, 00:07
Lt. Google-Übersetzer:


Ich verstehe nur die Station. Bist du sicher, dass du weißt, wovon du sprichst?

Köstlich!!

Bynaus
25.02.2018, 09:54
Für Laien ohne Verständnis der interdisziplinären Physik ist die Konferenz nicht zu empfehlen.

Diese Aussage hat etwas unfreiwillig komisches an sich...

MGZ
25.02.2018, 11:28
Ich weiß nicht, möglicherweise trollt JensU ganz bewusst.

Protuberanz
25.02.2018, 19:44
Lt. Google-Übersetzer:

Ich verstehe nur die Station. Bist du sicher, dass du weißt, wovon du sprichst?

Köstlich!!

Die automatischen Übersetzer nehmen bei mehreren Möglichkeiten oft den ersten Besten, oder haben einen Wahrscheinlichkeits-Algorithmus, der nicht immer mit der Realität kompatibel ist. In meinem Fall heißt Wokßall (was die deutsche Aussprache für вокзал ist), "Bahnhof". Aber "Station" ist ja letztlich auch ein Synonym dafür. Insofern ist es erstaunlich, wie nah dran die Automaten mittlerweile sind.
Ich kann mich noch erinnern, ich habe Anfang der 90er Jahre mit einer Spracherkennungs- und Übersetzungssoftware von IBM gearbeitet. Alter Verwalter, die war sowas von grottenschlecht, das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.


Diese Aussage hat etwas unfreiwillig komisches an sich...
Einerseits stimme ich Dir zu. Und in der Tat, ich lache gern. Aber ich befürchte JensU meint, was er sagt.


Ich weiß nicht, möglicherweise trollt JensU ganz bewusst.
Vereinzelt erweckt es tatsächlich den Anschein. Aber wenn Du alle seine Beiträge berücksichtigst, würde ich sagen, er glaubt scheinbar wirklich an das was er sagt, was immer das sein mag.

zabki
25.02.2018, 20:25
Die automatischen Übersetzer nehmen bei mehreren Möglichkeiten oft den ersten Besten, oder haben einen Wahrscheinlichkeits-Algorithmus, der nicht immer mit der Realität kompatibel ist.

Interessant ist, daß Google bei Eingabe von "Ich verstehe nur die Station" tatsächlich die richtige Redewendung "Ich verstehe nur Bahnhof" liefert, als 1. Treffer. Da fehlte also nur noch eine Plausibilitätskontrolle, und alles wäre ok ...

Protuberanz
25.02.2018, 20:34
Im Prinzip stimmt ja Beides. Aber der Unterschied ist eben, das ein menschlicher Sprecher anhand des Kontextes erkennen kann, welcher Wert der geeignetere (bzw. richtige) ist. Der Ü-Algorithmus müßte also in seiner DB die Wahrscheinlichkeiten passend priorisieren. Dann wäre er sehr nah an der Wirklichkeit. Besser geht es dann nur noch mit KI.

Ähm, allerdings sind wir jetzt in diesem Thread swowas von OT, mehr geht nicht. Und ich habe nicht unerheblich Anteil daran. Alle Leser bitte ich, dies zu entschuldigen.

Bernhard
26.02.2018, 00:04
Ähm, allerdings sind wir jetzt in diesem Thread swowas von OT, mehr geht nicht. Und ich habe nicht unerheblich Anteil daran. Alle Leser bitte ich, dies zu entschuldigen.
So lange das Thema nicht "gekapert" wird, kann man das auch als Auflockerung verstehen, was speziell diesem Thema nicht schadet.

FrankSpecht
26.02.2018, 00:44
Moin,

So lange das Thema nicht "gekapert" wird, kann man das auch als Auflockerung verstehen, was speziell diesem Thema nicht schadet.
So sehe ich das auch und verweise auf einen aktuellen Artikel zur Interstellaren Raumfahrt (http://www.scinexx.de/dossier-855-1.html)!
Es gibt weit klügere Köpfe als JensU, die sich mit dem Thema beschäftigen...

JensU
26.02.2018, 18:53
Das Thema hier lautet: Konferenz der interstellaren Raumschiffphysik
Es handelt sich hier lediglich um die Ankündigung einer Veranstaltung.

Eine Abweichung vom Thema ist nicht gewünscht oder gewollt.
Auf der Konferenz können natürlich auch alle anderen interstellaren Antriebskonzepte angesprochen werden,
wenn das zusätzlich gewünscht ist.

Hier können Fragen z.B. zur Anfahrt gestellt werden.
Anmeldung per privater Nachricht (E-mail) oder Tel: 0340-2508517
Anmeldeschluss ist der 22.4.2018 17:00 Uhr
Bei zu geringer Teilnahme wird die Konferenz abgesagt bzw. der Raum storniert.

Gruß,
Jens

ralfkannenberg
27.02.2018, 11:12
Anmeldeschluss ist der 22.4.2018 17:00 Uhr
Bei zu geringer Teilnahme wird die Konferenz abgesagt bzw. der Raum storniert.

Hallo Jens,

dann schlage ich vor, nun den Anmeldeschluss abzuwarten und dann an dieser Stelle von Dir eine Mitteilung betreffend des Status der Konferenz, ob diese durchgeführt wird oder nicht, zu erhalten.

Insbesondere sehe ich keine Notwendigkeit weiterer Beiträge pro der contra der Veranstaltung in diesem Thread. Sei noch ergänzt, dass Du über finanzielle Risiken informiert wurdest.


Freundliche Grüsse, Ralf

JensU
12.03.2018, 17:59
Hallo Ralf,

ja geht klar.
Alle werden über den Status der Konferenz informiert.

Gruß,
Jens

JensU
04.04.2018, 11:24
Ich möchte über den aktuellen Status der Konferenz informieren.
Durch eine Nutzeranfrage auf meinen ursprünglich gebuchten 60 Personenraum am 27.4.
habe ich auf einen kleineren 10 Personenraum umgebucht.
Optional steht aber ein etwas größerer Raum zur Verfügung.

Gruß,
Jens

pauli
05.04.2018, 01:49
Und immer noch weiß keiner genau was da eigentlich passieren soll

JensU
22.04.2018, 11:46
Die Konferenz ist eine Zusammenkunft aus Physikern unterschiedlicher Bereiche, um fachspezifische Fragen zur
neuen interstellaren Raumschiffphysik zu beantworten.
Also der direkten Umwandlung kosmischer Teilchenstrahlung in einen spezifischen Impuls mittels elektrischen Feldes.

Gruß,
Jens

Herr Senf
22.04.2018, 12:37
Gibt es nur 10 Physiker? Wo sind die anderen 50 geblieben?

JensU
22.04.2018, 21:10
Der aktuelle Status zur Konferenz:

Die Konferenz ist abgesagt.
Es gibt außer einen keine Physiker aus den Fachbereichen Astrophysik, Plasmaphysik, Feld- und Hochspannungsphysik und Quantenmechanik in Deutschland,
die zur Konferenz interstellare Raumschiffphysik etwas sagen könnten, wollen oder interessiert wären.
Die ich angeschrieben habe oder dieses Astroforum und Twitter lesen würden.

Gruß,
Jens

Bynaus
24.04.2018, 00:28
Mal ganz allgemein: da ich aktiv wissenschaftliche Artikel publiziere, bekomme ich sehr viel "Wissenschafts-Spam": das sind Einladungen an Konferenzen, von denen man noch nie zuvor gehört hat, Einladungen, zu neuen "Open Access" Zeitschriften beizutragen, (von denen man in der Regel ebenfalls noch nie gehört hat), oder Einladungen, zu irgendwelchen obskuren Büchern beizutragen. In allen Fällen geht es letztlich darum, Geld zu machen: entweder von den Forschern selbst, oder in dem man die unentgeltliche Arbeit der Forscher zu verwerten versucht. Ich habe jeden Tag ein, zwei solche E-Mails in meinem Spam-Ordner. Es ist zu vermuten, dass es deinen Einladungs-E-Mails nicht anders ergangen ist.

Um eine "neue" Konferenz zu organisieren (also eine, die es nicht schon seit vielen Jahren gibt), braucht es vor allem eines: Reputation auf dem Gebiet, bekannte und aktive Mit-Organisierer, ein breites Netzwerk und ein Gespür für gerade aktuelle Themen. Und natürlich viel Arbeit. Wenn du wirklich eine solche Konferenz auf die Beine stellen willst, musst du erst Mal mit bekannten Wissenschaftlern in Kontakt treten, die auf diesem Gebiet arbeiten. Wenn du aber selbst nicht zeigen kannst, dass du wissenschaftlich arbeitest (publizierst), dürfte es sehr schwierig bis unmöglich sein, solche Leute zu einer Zusammenarbeit zu überreden.

ralfkannenberg
24.04.2018, 01:44
dass du wissenschaftlich arbeitest (publizierst)
Ich übersetze diesen Satz einmal auf laienverständliches deutsch: "wissenschaftlich arbeiten" kann zunächst einmal viel bedeuten - jeder Mensch kann einige Formeln trivial zusammenstellen und das dann als "wissenschaftliche Arbeit" bezeichnen. Das Kernwort von Bynaus' Aussage ist das Wort in Klammern: publizierst.

Das bedeutet, dass man ein renommiertes Fachjournal - also nicht irgendeine lokale Tageszeitung oder eine im Selbstverlag herausgegebene Zeitschrift, sondern ein Fachjournal, in dem Wissenschaftler publizieren - finden muss, welches die eigene Arbeit akzeptiert.

Typischerweise werden hierfür nur Personen zugelassen, die akademisch auf diesem Gebiet mindestens über eine Promotion, also einen Doktortitel, verfügen.


@JensU: mit Vorteil wirst Du zuerst einen Doktortitel in Physik absolvieren, danach kannst Du mit Aussicht auf Erfolg versuchen, in einem Fachjournal zu publizieren.


Freundliche Grüsse, Ralf

Bernhard
24.04.2018, 02:34
@JensU: mit Vorteil wirst Du zuerst einen Doktortitel in Physik absolvieren, danach kannst Du mit Aussicht auf Erfolg versuchen, in einem Fachjournal zu publizieren.
Das stimmt nicht so ganz, denn man kann als Mitautor auch schon vor der Promotion Ergebnisse publizieren. Entscheidend für den Zugang zu einer wissenschaftlichen Karriere sind überdurchschnittliche Ergebnisse und Noten während des Studiums.

Bynaus
24.04.2018, 08:10
Theoretisch kann jeder in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift publizieren, egal ob mit Dissertation oder ohne - so lange der Artikel das Peer Review übersteht. Aber dazu muss der Artikel erst mal bis zum Peer Review kommen. Das heisst, der Editor der Zeitschrift muss überzeugt sein, dass der Artikel eine reelle Chance hat, inhaltlich (qualitativ), thematisch und stilistisch zur Zeitschrift zu passen. Erst dann schickt er ihn ins Peer Review. Eine Dissertation des Autors (oder zumindest eines Mitautors) räumt beim Editor schon mal mögliche Bedenken über dessen fachliche Qualifikation aus - das hilft natürlich. Aber zwingend per se ist es nicht.

JensU
01.05.2018, 11:29
Mal ganz allgemein: da ich aktiv wissenschaftliche Artikel publiziere, bekomme ich sehr viel "Wissenschafts-Spam": das sind Einladungen an Konferenzen, von denen man noch nie zuvor gehört hat, Einladungen, zu neuen "Open Access" Zeitschriften beizutragen, (von denen man in der Regel ebenfalls noch nie gehört hat), oder Einladungen, zu irgendwelchen obskuren Büchern beizutragen. In allen Fällen geht es letztlich darum, Geld zu machen: entweder von den Forschern selbst, oder in dem man die unentgeltliche Arbeit der Forscher zu verwerten versucht. Ich habe jeden Tag ein, zwei solche E-Mails in meinem Spam-Ordner. Es ist zu vermuten, dass es deinen Einladungs-E-Mails nicht anders ergangen ist.

Um eine "neue" Konferenz zu organisieren (also eine, die es nicht schon seit vielen Jahren gibt), braucht es vor allem eines: Reputation auf dem Gebiet, bekannte und aktive Mit-Organisierer, ein breites Netzwerk und ein Gespür für gerade aktuelle Themen. Und natürlich viel Arbeit. Wenn du wirklich eine solche Konferenz auf die Beine stellen willst, musst du erst Mal mit bekannten Wissenschaftlern in Kontakt treten, die auf diesem Gebiet arbeiten. Wenn du aber selbst nicht zeigen kannst, dass du wissenschaftlich arbeitest (publizierst), dürfte es sehr schwierig bis unmöglich sein, solche Leute zu einer Zusammenarbeit zu überreden.

Vielen Dank für die Ratschläge.
Wenn es bekannte Wissenschaftler zu dem Gebiet gäbe, würde ich das auch tun.
Aber die interstellare Raumschiffphysik ist neu.
Es gibt also keine Wissenschaft bzw. andere Wissenschaftler dazu.

JensU
01.05.2018, 11:43
Theoretisch kann jeder in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift publizieren, egal ob mit Dissertation oder ohne - so lange der Artikel das Peer Review übersteht. Aber dazu muss der Artikel erst mal bis zum Peer Review kommen. Das heisst, der Editor der Zeitschrift muss überzeugt sein, dass der Artikel eine reelle Chance hat, inhaltlich (qualitativ), thematisch und stilistisch zur Zeitschrift zu passen. Erst dann schickt er ihn ins Peer Review. Eine Dissertation des Autors (oder zumindest eines Mitautors) räumt beim Editor schon mal mögliche Bedenken über dessen fachliche Qualifikation aus - das hilft natürlich. Aber zwingend per se ist es nicht.

Vielen Dank für die Ratschläge.
Ich werde Artikel in Fachzeitschriften setzen , sofern diese das Peer Review überstehen.
Bis dahin kann ich nur Bilder zur Darstellung in meinem Twitteracount anbieten.
Welche von euch anerkannte und akzeptierte Fachzeitschriften würde zur neuen interstellaren Raumschiffphysik passen?
In welcher Zeitschrift würde man nach neuer interstellarer Raumschiffphysik suchen?

Gruß,
Jens

Bynaus
01.05.2018, 11:50
"Interstellare Raumfahrtphysik" ist keineswegs neu, das wird in der wissenschaftlichen Literatur schon seit den 60er Jahren diskutiert (z.B. das Deadalus Projekt). Es gibt durchaus auch in Deutschland Wissenschaftler, die sich - neben, sagen wir, ihrem "Brotjob" als Astronomen - mit diesem Thema beschäftigen. Eine bekannte wissenschaftliche Zeitschrift auf dem Gebiet ist die "Acta Astronautica". Der Weg ist aber lang und steinig, das kann ich dir sagen...

JensU
01.05.2018, 11:56
"Interstellare Raumfahrtphysik" ist keineswegs neu, das wird in der wissenschaftlichen Literatur schon seit den 60er Jahren diskutiert (z.B. das Deadalus Projekt). Es gibt durchaus auch in Deutschland Wissenschaftler, die sich - neben, sagen wir, ihrem "Brotjob" als Astronomen - mit diesem Thema beschäftigen. Eine bekannte wissenschaftliche Zeitschrift auf dem Gebiet ist die "Acta Astronautica". Der Weg ist aber lang und steinig, das kann ich dir sagen...

Die intersellare Raumschiffphysik ist für mich neu, wenn sich das Prinzip der Impulserzeugung grundsätzlich von allen anderen Prinzipien vorher unterscheidet.

Gruß,
Jens

Jakob5
01.05.2018, 12:05
Irgendwie sinnloses Thema. Interstellare Raumschiffe wird keiner von uns mehr erleben. Es gäbe viel wichtigere Dinge zu erforschen.

JensU
01.05.2018, 12:35
Irgendwie sinnloses Thema. Interstellare Raumschiffe wird keiner von uns mehr erleben. Es gäbe viel wichtigere Dinge zu erforschen.

Das gleiche hat man bei der Rakete vermutlich auch gedacht.

Das Thema braucht eine sehr lange Vorlaufzeit für die Umsetzung.
Die interstellare Raumfahrt bzw. Raumschiffe sollen das Überleben der Menschheit sichern
und die Neugier befriedigen.
Was ist noch wichtiger als das?

Gruß,
Jens

Chrischan
01.05.2018, 13:56
Moin Jens,

damit Du die Beiträge von Jakob besser verstehen kannst:

Irgendwie sinnloses Thema. Interstellare Raumschiffe wird keiner von uns mehr erleben. Es gäbe viel wichtigere Dinge zu erforschen.


Wenn wir das Beste aus den verschiedenen Disziplinen vereinen, sollte es doch möglich sein.

Es wäre schon schön, wenn wir noch in unserem Leben erleben dürften, dass eine Sonde ein anderes Sonnensystem erreicht.

Also leider reines Trollen von Jakob...

Gruss,
Christian

Protuberanz
01.05.2018, 18:44
Also leider reines Trollen von Jakob...
Leider hast Du mit Deiner Kernaussage Recht. Aber es ist wohl nahezu die einzige Formulierung von jakob, die einigermaßen nahe bei der Realität liegt.
Selbst Jens, der dieses Thema zwar forciert, spricht von einer langen "Vorlaufzeit".
Allerdings ist dies "Vorlaufzeit" so lang, das es sich im Moment wohl eher weniger lohnt daran einen Gedanken zu verschwenden.

Jakob5
01.05.2018, 19:11
Leider hast Du mit Deiner Kernaussage Recht. Aber es ist wohl nahezu die einzige Formulierung von jakob, die einigermaßen nahe bei der Realität liegt.
Selbst Jens, der dieses Thema zwar forciert, spricht von einer langen "Vorlaufzeit".
Allerdings ist dies "Vorlaufzeit" so lang, das es sich im Moment wohl eher weniger lohnt daran einen Gedanken zu verschwenden.

Lieber Crischan, lieber Protub,

in meinem Thema sprach ich von interstellarer Raumfahrt, allerdings nur von Kleinstsatelliten, die HÖCHSTENS einmal Proxima Centauri erreichen.

Hier in diesem Thema geht es um ein INTERSTELLARES RAUMSCHIFF.

Merkt ihr den Unterschied?

Das von mir angesprochene ist physikalisch vielleicht in unserer Lebenszeit erreichbar, das hier in diesem Thema besprochene ist es definitiv nicht.

So ist meine Aussage zu verstehen und logisch. Wieso habt ihr sie nicht ERST versucht, zu verstehen, BEVOR ihr mich verurteilt habt? Das wäre positives soziales Verhalten. Oder kurz formuliert: Erst denken, dann reden.

Bynaus
02.05.2018, 00:21
Interstellare Raumschiffe wird keiner von uns mehr erleben.

Voyager 1, Voyager 2, New Horizons... allesamt auf interstellaren Kursen. Bloss halt sehr langsam und ohne Menschen an Bord.

Protuberanz
02.05.2018, 00:30
Voyager 1, Voyager 2, New Horizons... allesamt auf interstellaren Kursen. Bloss halt sehr langsam und ohne Menschen an Bord.Die beiden Namensgeber der Bremsanomalie hast Du unterschlagen. Pioneer 10 und 11.

Bynaus
02.05.2018, 08:34
Ich wusste, da fehlt was... ;) Danke! Übrigens sind jeweils auch die Oberstufen der jeweiligen Sonden auf interstellaren Kursen... insgesamt also 10 Objekte.

Jakob5
02.05.2018, 09:00
Die beiden Namensgeber der Bremsanomalie hast Du unterschlagen. Pioneer 10 und 11.

Das sind keine Raumschiffe sondern Raumsonden.

Bynaus
02.05.2018, 09:39
Und wo würdest du den Unterschied setzen?

Bernhard
02.05.2018, 10:47
Und wo würdest du den Unterschied setzen?
Bei einem Raumschiff denke ich in erster Linie an ein Gerät, welches auch Menschen transportieren kann.

Bynaus
02.05.2018, 12:45
Aber wäre ein, sagen wir, 100 Tonnen schweres Raumfahrzeug (ohne Besatzung) nicht auch eher ein Schiff als eine Sonde? Ein Drohnenschiff vielleicht? :)

Ich bin mir nicht sicher, dass niemand von uns je ein interstellares Raumschiff mit Besatzung erleben wird. Je nach dem, wie gewisse Dinge sich entwickeln (zB Stichwort Mach-Effekt-Antrieb) könnten die Dinge plötzlich schnell gehen.

Bernhard
02.05.2018, 13:12
Aber wäre ein, sagen wir, 100 Tonnen schweres Raumfahrzeug (ohne Besatzung) nicht auch eher ein Schiff als eine Sonde? Ein Drohnenschiff vielleicht? :)
Ja, klar :) ....

Protuberanz
02.05.2018, 17:48
Oh je, bloß gut, das wir Deutschen sonst keine Probleme haben, als einen Bezeichnungsstreit. :rolleyes:;)
Im englischen heißen die Dinger grundsätzlich einfach nur Spacecraft. Dort ist unsere Diskussion nicht existent.
Aber da ich ganz sicher nicht die englische Sprache einführen möchte, hätte ich zwei Vorschläge.
1. Vorschlag:
Definition für ein Raumschiff: Raumfahrzeug mit eigenem Antrieb
Definition für eine Raumsonde: Fahrzeug ohne eigenen Antrieb (wie der Sputnik)
Da aber in unserer jetzigen Zeit die meisten Geräte zumindest Steuerungs- und/oder Lageregelungstriebwerke haben, müßte man für Raumschiffe schon stark eingrenzen und sagen, wirklich nur Fahrzeuge, die auch in der Lage sind positive, oder negative Beschleunigung auszuführen, sind Raumschiffe.
Ist aber trotzdem etwas schwammig, weil man ja auch die Steuerungstriebwerke zweckentfremdet nutzen kann.
Deshalb mein zweiter Vorschlag, wir machen es doch wie die Engländer und verwenden einfach für alle Geräte den Begriff:
Raumfahrzeug

Bynaus
02.05.2018, 18:24
Ja aber: "space ship" gibts ja auch. :)

Protuberanz
02.05.2018, 19:27
Ja aber: "space ship" gibts ja auch. :)Boah eyh :rolleyes:
OK, Du hast mich überzeugt. Aber zumindest für Voyager habe ich den zweifelsfreien Beweis, das es ein Raumschiff ist. Im Fernsehprogramm steht bei Tele 5 ganz groß und deutlich "Raumschiff Voyager".

Bynaus
02.05.2018, 20:53
Ja aber: im englischen Original sagt Janeway doch jeweils, sie sei vom "Starship Voyager"... :D :D :D Ok, ok, ich hör jetzt auf. ;)

Jakob5
02.05.2018, 22:29
Oh je, bloß gut, das wir Deutschen sonst keine Probleme haben, als einen Bezeichnungsstreit. :rolleyes:;)
Im englischen heißen die Dinger grundsätzlich einfach nur Spacecraft. Dort ist unsere Diskussion nicht existent.


Deinen Vorschlag finde ich gut.

Hierzu muss ich allerdings einwenden, dass wir Deutschen zwar steifer sind, aber auf Grund unserer exakten Sprache und Liebe zu exakten Definitionen auch effizienter arbeiten.
Ich arbeite in einer amerikanischen Firma, und da kann stundenlang diskutiert werden, was wir Deutschen uns in 1-2 Sätzen sagen.

Ist natürlich steifer, aber der Vorteil ist, dass man dann nach einem 8h Arbeitstag nach Hause zur Familie kann, und genauso viel geleistet hat wie Amerikaner und Japaner nach 14 h (und nur 1 Woche Urlaub im Jahr).

Ich finde, wir sollten uns für unsere kulturellen Unterschiede nicht schämen. Der beschrieben Effizienzvorteil geht in der Jugend übrigens momentan verloren. Wir sollten unsere Vorteile behalten. So hat jede Bevölkerungsgruppe Unterschiede und Vorteile, Amis sind deutlich umgänglicher, Japaner ordentlicher und höflicher .... alles zu amerikanisieren schadet nur.

pauli
03.05.2018, 21:56
aaahahahahahahahahhahahahahaaha ;):cool::rolleyes::eek:

ralfkannenberg
04.05.2018, 10:17
aber der Vorteil ist, dass man dann nach einem 8h Arbeitstag nach Hause zur Familie kann, und genauso viel geleistet hat wie Amerikaner und Japaner nach 14 h (und nur 1 Woche Urlaub im Jahr).
Hallo Jakob,

wenn ich so etwas lese, frage ich mich, ob Du jemals in Deinem Leben schon berufstätig warst.


Freundliche Grüsse, Ralf

Jakob5
04.05.2018, 14:40
Ja habe ich, wie ich erwähnt habe, spreche ja aus Erfahrung. Ist natürlich überspitzt formuliert.

Der Punkt ist, dass man durch exakte Definitionen und lösungsorientierte Ansätze Zeit sparen kann, die man dann für andere Dinge gebrauchen kann.

Deshalb gibt es ja in D nicht nur Technologiefirmen mit Weltrang, sondern auch ein reges Vereinesleben und Ehrenamt, wie sonst kaum wo auf der Welt.

Es ist wirklich so, das Japaner lange Arbeitszeiten haben, und die ersten Jahre sogar freiwillig überhaupt nicht in den Urlaub gehen. Damit ist Vereinsleben unmöglich und Familienleben auch sehr eingeschränkt. Dafür haben sie natürlich das beste Preis-Leistungsverhältnis in ihre Produkten.

Ich spreche von Tendenzen, die natürlich eine grosse Variationsbandbreite haben.

ralfkannenberg
04.05.2018, 16:16
Der Punkt ist, dass man durch exakte Definitionen und lösungsorientierte Ansätze Zeit sparen kann, die man dann für andere Dinge gebrauchen kann.
Hallo Jakob,

leider lässt Du diese exakten Definitionen bei Deinen naturwissenschaftlichen Ausführungen vermissen, so dass sämtliche Diskussionsteilnehmer diese Zeit, die man einsparen könnte, verlieren.



sondern auch ein reges Vereinesleben und Ehrenamt, wie sonst kaum wo auf der Welt.
Ich kenne die Situation in Deutschland natürlich nicht, aber zumindest in der Schweiz ist das rege Vereinsleben mittlerweile den Rentnern, den Arbeitslosen und Sozialhilfebezügern sowie den Asylanten vorbehalten. Denn die anderen - Du ahnst es - müssen arbeiten.

Nicht selten tun die das heimlich, also ohne die Arbeitszeit aufzuschreiben; damit umgeht man die gesetzliche Regelung, dass die Arbeitszeit pro Woche nicht dauerhaft 45 Stunden übersteigen darf und hat noch obendrein den Vorteil, bei der nächsten Reorganisierung nicht "berücksichtigt" zu werden, weil die Vorgesetzten denken, dass man die Arbeit tatsächlich in den vorgesehenen 8:30 Stunden geschafft hat.



Es ist wirklich so, das Japaner lange Arbeitszeiten haben, und die ersten Jahre sogar freiwillig überhaupt nicht in den Urlaub gehen. Damit ist Vereinsleben unmöglich und Familienleben auch sehr eingeschränkt.
Kommt mir irgendwie bekannt vor; zahlreiche meiner Arbeitskollegen sind auch in den "Ferien" erreichbar. Ich bekam einmal sogar während einer Beerdigung eines Familienmitgliedes einen Anruf aus der Firma.


Freundliche Grüsse, Ralf

Protuberanz
04.05.2018, 19:20
GdM ist das, was wir hier in diesem Thread tun zwar wohl eher nicht (gibt es überhaupt einen Mainstream zu diesem Thema?), aber in einem anderen Forum, wäre so etwas hier zumindest extrem Offtopic. ;-) Aber sei's drum. OT-Posts sind für das Zwischenmenschliche oft recht sinnvoll. Aber für Außenstehende, die erwarten unter Topic wichtige Informationen zu finden und lesen unsere Posts hier deshalb wohl eher mit Befremden. Ich denke im AN-Forum paßt es zur Definition "Stören der Diskussion". Bevor aber jetzt der erhobene Zeigefinger mit der zugehörigen Ermahnung kommt, will ich auch schnell noch einen OT-Post ablassen.
@Ralf, Jakob hat wie so oft, reale Existenz und gehörten Glauben miteinander vermischt. Diesmal geht es zwar nicht um den religiösen Glauben, aber für das Produkt, macht das keinen Unterschied.
Es ist korrekt, das sich in good old germany kaum jemand vorstellen kann, wie die Arbeitswelt im asiatischen Teil dieser Welt aussieht. Dies betrifft nicht nur Japan, sondern auch China und zum Teil auch Korea. Hauptsächlich natürlich das Leben der Industriearbeiter. Das hat aber so überhaupt gar nichts damit zu tun, das die Arbeiter dort ineffektiv wären. Im Gegenteil, sie arbeiten äußerst effizient, können aber trotzdem nicht einmal im Ansatz auf den Freizeitpool zurückgreifen, der hier in Europa existiert. In diesem Zusammenhang möchte ich auf katastrophalen Arbeitsbedingungen in Brasilien hinweisen (aber das ist natürlich nur meinem persönlichen Interesse geschuldet und nicht Teil dieses Streitthemas, also sorry für das OT im OT). Also zurück zum normalen OT ;) Also zusammengefaßt, Ineffizienz ist ganz sicher nicht der Grund für die exorbitant hohen Arbeitszeiten der Asiaten. Vielmehr ist es eine Mischung aus verinnerlichte Respekts-Philosphie vor dem höher gestellten und der Angst, ein anderer könnte meinen Job bekommen. Gern führt diese Kombination auch schon mal zur "Denunziation beim Vorgesetzten" des nachbarlichen Mitarbeiters, weil der nicht die erwünschte Arbeitszeit erbracht hat. Ich vermute, niemand von uns hier möchte unter asiatischen Bedingungen arbeiten.
Dazu, die US-Amerikaner als Deppen zu bezeichnen, haben wir denke ich, alle schon einmal geneigt. Einige offizielle und inoffizielle Entscheidungen befeuern dieses Vorurteil ja auch immer wieder. So ist es kein Wunder, das ein mißerables Abbild der US-amerikanischen Wirklichkeit entsteht. Leider habe ich in meinem Bekanntenkreis auch den einen oder anderen, der den Deppenstatus auch noch untermauert. Aber wenn wir ehrlich sind, gibt's diese Deppen doch überall. Wir wollen sie nur nicht wahrnehmen. Manchmal ist auch die Firmenpolitik in amerikanischen Unternehmen aus unserer Sicht mehr als fragwürdig und zum Teil in Europa und Asien eingekaufte Dienstleistungen lassen den Unfähigkeitsmythos weiter wachsen. Aber das die US-Amerikanischen Arbeiter deshalb uneffektiv arbeiten würden, ist auch nur wieder eine Legende. Auf Grund mangelhafter, bzw. fehlender Sozialstruktur, bleibt vielen Menschen gar nichts anderes übrig, als Arbeitszeiten auf den Plan zu setzen, die einem Familienleben extrem abträglich sind.
Das von Jakob heraufbeschworene Vereinsleben existiert zwar noch in Deutschland (wobei ich wissentlich nur für Bayern sprechen kann), aber es ist, wie Du schon ausgeführt hast, oft nur noch bestimmten Bevölkerungsgruppen gegeben, dies auch zu (er)leben. Die gesetzliche Arbeitszeitbeschränkung und die reale Arbeitszeit klaffen auch hier immer weiter auseinander (wie von Dir für die Schweiz dragestellt). Aber von amerikanischen, oder asiatischen Verhältnissen sind wir trotzdem noch weit entfernt. Die gute Nachricht für die Welt ist, wir bewegen uns immer weiter in deren Richtung. Das ist dann gleichzeitig auch die schlechte Nachricht für uns.
So jetzt aber genug mit meinem OT-Gedöns.

Protuberanz
04.05.2018, 19:43
OT-Gedöns-Nachtrag. Ich habe noch vergessen auf Jakob's Äußerung zum Ehrenamt einzugehen. In USA sind auf Grund mangelnder Sozialstruktur Charity-Veranstaltungen an der Tagesordung und zwar in einem Ausmaß, von dem wir hier in Deutschland nur träumen können.
Trotzdem möchte ich nicht tauschen.

Bynaus
04.05.2018, 20:38
Um das OT mal ein bisschen in Richtung T zurückzulenken, wenn man sich die Raumfahrt anschaut, hat man überhaupt nicht das Gefühl, dass die Amerikaner oder Asiaten irgendwie ineffizient wären. Die EU als Volkswirtschaft ist grösser als die USA oder China - und trotzdem waren es die Amerikaner, die auf dem Mond landeten, und die Chinesen haben bereits selber Menschen ins All geschickt. Beides hat Europa nie geschafft. Gut, man könnte sagen, das läge am fehlenden Interesse (und das wäre wohl nicht ganz falsch), aber auch auf dem Raketenstart-Markt, wo die Europäer bis vor kurzem Marktführer waren und viel zu verlieren haben, sind die Amerikaner inzwischen besser - und die Chinesen holen schnell auf.

Jakob5
04.05.2018, 21:33
Um das OT mal ein bisschen in Richtung T zurückzulenken, wenn man sich die Raumfahrt anschaut, hat man überhaupt nicht das Gefühl, dass die Amerikaner oder Asiaten irgendwie ineffizient wären. Die EU als Volkswirtschaft ist grösser als die USA oder China - und trotzdem waren es die Amerikaner, die auf dem Mond landeten, und die Chinesen haben bereits selber Menschen ins All geschickt. Beides hat Europa nie geschafft. Gut, man könnte sagen, das läge am fehlenden Interesse (und das wäre wohl nicht ganz falsch), aber auch auf dem Raketenstart-Markt, wo die Europäer bis vor kurzem Marktführer waren und viel zu verlieren haben, sind die Amerikaner inzwischen besser - und die Chinesen holen schnell auf.

Ja, der Wettlauf ins All war zwischen Russen und Amerikanern, beide aber mit deutscher Raketentechnik, die sie sich nach dem Krieg erbeuteten. Wernher von Braun übernahm dann in den USA das Raketenprogramm, in Russland Helmut Gröttrup.

Nur als kleine Ergänzung

Bernhard
04.05.2018, 22:04
Hallo Ralf,


Nicht selten tun die das heimlich, also ohne die Arbeitszeit aufzuschreiben; damit umgeht man die gesetzliche Regelung, dass die Arbeitszeit pro Woche nicht dauerhaft 45 Stunden übersteigen darf und hat noch obendrein den Vorteil, bei der nächsten Reorganisierung nicht "berücksichtigt" zu werden, weil die Vorgesetzten denken, dass man die Arbeit tatsächlich in den vorgesehenen 8:30 Stunden geschafft hat.
da Du das öffentlich aufschreibst, könnte man daraus ein Thema im Bereich "Sonstiges" machen. Den Inhalt dieser Passage finde ich absolut alarmierend, weil durch so ein Verhalten tatsächlich ein gesundes Arbeitsverhältnis kaputt gemacht wird. Jeder Gewerkschafter oder Arbeitsrechtler müsste da doch sofort aufschreien und klarmachen, dass an solchen Zuständen auch die Arbeitgeber eine Mitschuld tragen.

Bynaus
04.05.2018, 22:14
Das bisschen Deutsche Raketentechnik war nur der Anschub. Aber mit einer V2 fliegst du nicht zum Mond. Zu dem Zeitpunkt, als die USA auf dem Mond landeten, spielte sie längst keine Rolle mehr. Und Elon Musk oder Jeff Bezos sind auch keine Deutschen... nein, die Amerikaner sind Europa in einigen Bereichen - unter anderem eben der Raumfahrt - weit überlegen: innovativer, kreativer, schneller.

Bernhard
04.05.2018, 22:24
nein, die Amerikaner sind Europa in einigen Bereichen - unter anderem eben der Raumfahrt - weit überlegen: innovativer, kreativer, schneller.
Wäre schön, wenn diese Erkenntnis auch mal bei den deutschen Politikern ankommen würde, da die schon wieder mit dem Schlagwort Digitalisierung auf Wählerfang gehen (lach - grins) . Ein Blick auf die Tabelle dieses Artikels https://de.wikipedia.org/wiki/Halbleiterhersteller wirkt da wie eine ice bucket challenge :rolleyes: .

ralfkannenberg
04.05.2018, 22:25
Jeder Gewerkschafter oder Arbeitsrechtler müsste da doch sofort aufschreien und klarmachen, dass an solchen Zuständen auch die Arbeitgeber eine Mitschuld tragen.
Hallo Bernhard,

nur ganz kurz: warum sollte jemand aufschreien ? Die offiziellen Zahlen, die man auch nachlesen kann, besagen, dass in der Schweiz seit der Einführung dieses Gesetzes weniger gearbeitet wird, nämlich maximal 45 Stunden pro Woche, von ganz wenigen und nur temporären Ausnahmen, die keine Bewilligung erfordern, abgesehen. Also alles in Butter ...

Aber das hat mit Astronomie nichts zu tun.


Freundliche Grüsse, Ralf

Protuberanz
05.05.2018, 00:07
Hallo Ralf,


da Du das öffentlich aufschreibst, könnte man daraus ein Thema im Bereich "Sonstiges" machen. Den Inhalt dieser Passage finde ich absolut alarmierend, weil durch so ein Verhalten tatsächlich ein gesundes Arbeitsverhältnis kaputt gemacht wird. Jeder Gewerkschafter oder Arbeitsrechtler müsste da doch sofort aufschreien und klarmachen, dass an solchen Zuständen auch die Arbeitgeber eine Mitschuld tragen.
Das ist leider nicht so Bernhard. In meiner Firma gibt es weder Gewerkschaftler, noch Arbeitsrechtler, so wie in vielen anderen Firmen auch. Und falls sich doch der Bär an der Baumrinde reibt, werden die Bücher angepaßt. Und nein, nur weil das nicht legal ist, bedeutet es nicht, das es nicht getan wird.

Protuberanz
05.05.2018, 02:23
Das bisschen Deutsche Raketentechnik war nur der Anschub. Aber mit einer V2 fliegst du nicht zum Mond. Zu dem Zeitpunkt, als die USA auf dem Mond landeten, spielte sie längst keine Rolle mehr. Und Elon Musk oder Jeff Bezos sind auch keine Deutschen... nein, die Amerikaner sind Europa in einigen Bereichen - unter anderem eben der Raumfahrt - weit überlegen: innovativer, kreativer, schneller.
Die Saturn V war Wernher von Brauns Baby und basierte letztendlich auf den Erkentnissen der V-Raketen, also quasi der Urenkel davon.
Elon Musk ist von Lutz Kayser inspiriert und hat dessen Konzept der Bündelung übernommen, um kostengünstig kommerziell Raketen anzubieten.
Auch hatte Kayser lange vor EM ein komerzielles Raumfahrtunternehmen. Wenn man so will, ist SpaceX nur ein Abklatsch der OTRAG. Ist nur leider erfolglos geblieben. Die Visionen waren aber ähnlich.

ralfkannenberg
05.05.2018, 02:25
Und nein, nur weil das nicht legal ist, bedeutet es nicht, das es nicht getan wird.
Hallo Protuberanz,

hier sollte man aber auch anmerken, dass es manchmal Projekte gibt, in denen es gut läuft und man etwas in vernünftiger Zeit erreichen möchte. Da ist es dann lästig, wenn man wegen einer Vorschrift zurückgepfiffen wird und dann macht man eben zuhause weiter. Wenn es gut läuft macht es auch Spass und ich war ohnehin ein "Ein-Mann-Projekt". Meiner Frau habe ich das ganze dann an einem Sonntag Mittag in einem Cafe am Bodensee erklärt und dann bemerkt, dass aber noch ein Schritt fehlt. Also zog ich mich ohne Papier und Stift auf das WC zurück, und als ich zurückkam sagte ich meiner Frau: der Schritt ist gelöst und im nächsten Team-Meeting mache ich eine Präsentation zu diesem Thema. Meine Mutter war dann noch vorgängig Revisorin der Präsentation.

Auch wenn das eine spannende Arbeit war, so sollte man als normaler Nicht-Kader-Angestellter diese Vermischung von Privatleben und Arbeitsleben nicht über zu viele Monate tätigen.


Freundliche Grüsse, Ralf

Bernhard
05.05.2018, 07:17
so sollte man als normaler Nicht-Kader-Angestellter diese Vermischung von Privatleben und Arbeitsleben nicht über zu viele Monate tätigen.
Ebent. Kein Job der Welt ist es wert, dass man dafür seine Gesundheit ruiniert.

Jakob5
05.05.2018, 09:24
Das bisschen Deutsche Raketentechnik war nur der Anschub. Aber mit einer V2 fliegst du nicht zum Mond. Zu dem Zeitpunkt, als die USA auf dem Mond landeten, spielte sie längst keine Rolle mehr. Und Elon Musk oder Jeff Bezos sind auch keine Deutschen... nein, die Amerikaner sind Europa in einigen Bereichen - unter anderem eben der Raumfahrt - weit überlegen: innovativer, kreativer, schneller.

Der erste Teil ist geschichtlich so nicht zu halten. Sie haben nicht nur die Raketentechnik mitgenommen, sondern auch noch Wernher von Braun, der die Technik dort weitergetrieben hat, sehr erfolgreich übrigens. Unter Wernher von Braun wurde auf dem Mond gelandet.

Interessanterweise war das bis heute der grösste Erfolg der Raumfahrt, der nicht Papierarbeit ist. Seitdem 60 Jahre Funkstille. Die Wissenschaft, angetrieben von Wissenschaftlern, die das richtige Fundament, nämlich nicht das Nichts hatten, war um das 19. Jahrhundert auf dem Höhepunkt, auch besonders die Fluid- und die Gasdynamik, die dir ALLES ohne Computer ausrechnen konnten und Menschen zum Mond schicken. So wie die realitätsbezogene Wissenschaft mit dem Perspektivenwechsel (Gott -> Alles aus Nichts) leider degenerierte, scheint ihr auch, viel viel langsamer und träger natürlich, die Technik zu folgen. Klar machen wir noch Fortschritte, aber der Wendepunkt des Technologiewachstums ist längst überschritten. Längst werden auch, auf Grund niedrigerer Beweggründe, geplante Obsoleszenzen in die meisten Güter eingebaut, was ihre Qualität drastisch verringert, aber mehr Profit bringt, bestes Beispiel die Glühbirne.

Wir haben noch ein gewisses Wachstum, aber "wie eine Blume, die abgeschnitten ist, und langsam anfängt zu verwelken", wie ein nicht-Europäer mal über das noch christliche Europa sagte.

Zur Bestätigung meiner Interpretation hier ein paar Zitate von Wernher von Braun:

„Die gelegentlich gehörte Meinung, dass wir im Zeitalter der Weltraumfahrt so viel über die Natur wissen, dass wir es nicht mehr nötig haben, an Gott zu glauben, ist durch nichts zu rechtfertigen. Bis zum heutigen Tag hat die Naturwissenschaft mit jeder neuen Antwort wenigstens drei neue Fragen entdeckt. Nur ein erneuerter Glaube an Gott kann die Wandlung herbeiführen, die unsere Welt vor der Katastrophe retten kann.“

„Meine persönliche Überzeugung und Auffassung gipfelt in der Erkenntnis, dass die Menschheit der Kraft des Gebetes heute mehr bedarf als jemals zuvor in der Geschichte.“

„Die wichtigste Botschaft für unseren Planeten ist: Jesus Christus hat gelebt und er ist auferstanden.“

Quelle: http://gott-in-berlin.blogspot.ch/2014/02/wernher-von-braun-so-lernte-ich-beten.html

ralfkannenberg
05.05.2018, 12:03
Zur Bestätigung meiner Interpretation hier ein paar Zitate von Wernher von Braun:


„Die gelegentlich gehörte Meinung, dass wir im Zeitalter der Weltraumfahrt so viel über die Natur wissen, dass wir es nicht mehr nötig haben, an Gott zu glauben, ist durch nichts zu rechtfertigen. Bis zum heutigen Tag hat die Naturwissenschaft mit jeder neuen Antwort wenigstens drei neue Fragen entdeckt. Nur ein erneuerter Glaube an Gott kann die Wandlung herbeiführen, die unsere Welt vor der Katastrophe retten kann.“

„Meine persönliche Überzeugung und Auffassung gipfelt in der Erkenntnis, dass die Menschheit der Kraft des Gebetes heute mehr bedarf als jemals zuvor in der Geschichte.“

„Die wichtigste Botschaft für unseren Planeten ist: Jesus Christus hat gelebt und er ist auferstanden.“

Hallo Jakob,

an dieser Stelle würde es sich auch lohnen, einen Blick auf seine Nazi- und vor allem SS-Vergangenheit zu werfen.

Ich zitiere hierzu aus der Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Wernher_von_Braun):


Mit der Entwicklung des Aggregats 4 hatte er eine Waffe geschaffen, die mit bisher unerreichter Reichweite und Geschwindigkeit eine Tonne Sprengstoff ans Ziel brachte. Die Zielgenauigkeit war stets so gering, dass sie sich primär nur als Terrorwaffe gegen die Zivilbevölkerung eignete. Dies führte später zu schweren Vorwürfen gegen von Braun, da diese Tatsache ihm bereits während der Entwicklung hätte bewusst sein müssen. Dennoch führte er nicht nur die Arbeit fort, sondern warb weiterhin massiv für das Potenzial von Raketen.


Freundliche Grüsse, Ralf

Jakob5
05.05.2018, 16:07
Lieber Ralf,

was du sagst, ist sicher wahr. Aber man muss es auch in das rechte Licht rücken. Die Tatsache, dass er die Raketenentwicklung dann für die Amerikaner weitergetrieben hat, zeigt, dass es ihm als Ingenieur vor allem um die TECHNIK ging, und nicht um Politik, sonst hätte er sich sicher geweigert, seine Fähigkeiten für den ehemaligen Feind einzusetzen. Und ich kann ihm das nicht vergelten - ist es nicht aufregend, daran beteiligt zu sein, wie die Menschen plötzlich ins Weltall vordringen? Können wir diesen Pionieren nicht dankbar sein, dass wir heute überhaupt davon REDEN können, fremde Planeten zu besuchen? Vielleicht hilft auch der Vergleich mit Niels Bohr. Während Werner von Heisenberg, der für das deutsche Atomprogramm zuständig war, den Nazis vortäuschte, dass es viel zu teuer und viel zu unnütz sei, und die Bombe nicht entwickelte, kannte Niels Bohr diese Scheu nicht, entwickelte die Atombombe, die 100 000e tötete, und starb als gebrochener Mann.

ralfkannenberg
05.05.2018, 18:11
was du sagst, ist sicher wahr. Aber man muss es auch in das rechte Licht rücken. Die Tatsache, dass er die Raketenentwicklung dann für die Amerikaner weitergetrieben hat, zeigt, dass es ihm als Ingenieur vor allem um die TECHNIK ging, und nicht um Politik
Hallo Jakob,

Wernher von Braun wusste, was in diesem KZ abging, und hat trotzdem in verantwortlicher Position mitgearbeitet.

Ich zitiere erneut aus der Wikipedia:


In der Nacht vom 17. auf den 18. August 1943 wurde die HVA Peenemünde im Zuge der „Operation Hydra“ bombardiert. Um die Produktion der V2 vor weiteren Bombenangriffen zu schützen und möglichst geheim zu halten, sollte sie unter die Erde verlegt werden. Daraufhin entstand ein neues KZ-Außenlager des KZ Buchenwald mit dem Tarnnamen „Arbeitslager Dora“ am Südrand des Harzes. Die Häftlinge der KZ wurden von der SS, unter menschenunwürdigen Bedingungen, in der Stollenanlage im Kohnstein hauptsächlich im Stollenvortrieb und den untertage gelegenen Werksanlagen der Mittelwerk GmbH eingesetzt. In Mittelbau-Dora fand nun unter anderem auch die Serienfertigung der A4 statt. Auch dieser Lebensabschnitt von Brauns wird von vielen Historikern sehr kritisch bewertet, da er eine Verantwortlichkeit für diese Produktion schwerlich abweisen konnte. Andere werfen ihm zumindest Opportunismus vor.

Warnung:
Das Bild kann auf jüngere oder sensible Leserinnen und Leser verstörende Wirkung auslösen: Tote Häftlinge in den Häftlingsbaracken Mittelbau-Dora, aufgenommen am 11. April 1945 (https://de.wikipedia.org/wiki/Wernher_von_Braun#/media/File:NordhausenApril1945.jpg)

Es ist nicht meine Aufgabe, zu verurteilen, aber als Referenz für Bibeltreue und Glauben würde ich mir ein anderes "Vorbild" suchen.


Freundliche Grüsse, Ralf

Protuberanz
05.05.2018, 19:41
WvB wußte auch, das seine Raketen zur Tötung von Menschen bestimmt waren. Die in Entwicklung befindlichen sollten auch die Treffergenauigkeit verbessern und letztendlich sogar die USA erreichen können. Er perfektionierte seine Tötungsmaschinen also sogar noch.
Sicher ist er brillianter Raketenwissenschaftler und wahrscheinlich hätte es damals für ihn keine andere Möglichkeit gegeben, als mit den Nazis zusammenzuarbeiten, wenn er Rakten bauen wollte.
Aber der Zeck heiligt nicht die Mittel. Sein Tun wurde spätestens an dem Punkt kriminell, als klar war, das die Naziraketen nicht für den Weltraum bestimmt waren und auch nicht als Verteidigungswaffen genutzt werden sollten, sondern als reine Angriffs- und Terrorwaffen.
Mit diesem Wissen wurde aus dem brillianten Raketenwissenschaftler ein Massenmörder.
Und auch wenn von Braun den Amerikaneren nicht geholfen hätte, zum Mond zu gelangen, dann wären es eben andere gewesen, die dieses Ziel erreicht hätten. Ob Amerikaner oder Russen, irgendeinem wäre es gelungen, von Braun hat die Sache lediglich beschleunigt.
Aber um es noch mal ganz klar und deutlich zu sagen, von Braun kannte keine Skrupel, wenn es darum ging seine Interessen durchzusetzen. Egal ob für die Nazis, oder für die Amerikaner, die er ein paar Jahre davor noch töten wollte. Er nahm das Geld von dem, der es ihm gab, egal wie blutig es war. Frei nach dem Motto "Wes Brot ich ess des Lied ich sing".
Ein christliches Verhalten ist das ganz sicher nicht und erst recht kein heldenhaftes, oder verehrungswürdiges.

JensU
06.05.2018, 12:35
Wenn es ein allgemeines Interesse an der neuen interstellaren Raumschiffphysik gibt, würde ich nächstes Jahr in Dessau
im Schwabehaus einen Vortrag dazu halten wollen. Diesmal nicht als Konferenz und nicht mit Physiker.
Dort kann Themenspezifisch diskutiert bzw. gefragt werden.
Hier weichen wir zu sehr vom Thema ab.

Gruß,
Jens

Protuberanz
06.05.2018, 13:34
Interessant ist das Thema schon, aber Du bist einfach ein paar Tage zu früh dran. Laß uns darüber doch noch mal 100-200 Jahren nachdenken.

Bynaus
06.05.2018, 21:57
@Protuberanz: OTRAG war ein Versuch, durch Massenfertigung von kleinst-Raketenelementen die Startkosten zu senken. Kayser ist jedoch mit seiner Anbiederung an 3. Welt Diktatoren sicher kein Vorbild. Mit SpaceX hat er auch nichts zu tun, er hat auch keine Rolle bei der Inspiration gespielt (das waren viel mehr die Russen, die Musk keine Raketen verkaufen wollten), und die von ihm vorgeschlagene massive Bündelung kommt bei SpaceX nicht zum Einsatz. Wenn du die Falcon Heavy meinst, das ist ein 3er Bündel (und nicht, sagen wir, ein 100er-Bündel wie bei den OTRAG Raketen), gab es zuvor schon zB die Delta IV Heavy. Die einzige Parallele liegt in der Absicht, die Kosten in der Raumfahrt massiv zu senken. Aber das ist nun wirklich kein Anlass, den Erfolg von SpaceX irgendwie für Deutschland zu beanspruchen.

@Jakob: blablabla. Dein Gott-Gefasel darfst du gerne für dich behalten. Und als "Funkstille" würde ich die grossen robotischen Planetenmissionen, der Bau des Spaceshuttles und der ISS auch nicht bezeichnen. Alles ohne den Kriegsverbrecher aus Peenemünde... aber gell, er spricht positiv über deinen Gott, also wird ihm alles verziehen. Wie heuchlerisch.

pauli
07.05.2018, 07:17
Wenn es ein allgemeines Interesse an der neuen interstellaren Raumschiffphysik gibt, würde ich nächstes Jahr in Dessau
im Schwabehaus einen Vortrag dazu halten wollen. Diesmal nicht als Konferenz und nicht mit Physiker.
Dort kann Themenspezifisch diskutiert bzw. gefragt werden.
Hier weichen wir zu sehr vom Thema ab.

Gruß,
Jens
Bin auf jeden Fall dabei

Bernhard
07.05.2018, 10:11
Hallo Bynaus,


Alles ohne den Kriegsverbrecher aus Peenemünde
geht es Dir mit dieser Bemerkung nur im eine Stellungnahme zu Jakobs Beitrag, oder siehst Du da auch weitergehenden Diskussionsbedarf?

JensU
26.05.2018, 12:39
Bin auf jeden Fall dabei

Einen Vortrag über die interstellare Raumschiffphysik halte ich mit mindestens
20 Besucher. Spezifisches Fachwissen dazu ist gewünscht aber keine Bedingung.

Gruß,
Jens

pauli
26.05.2018, 12:54
Ich habe zwar kein spezifisches Fachwissen, aber da du ja auch keines hast werden wir uns prächtig ergänzen

JensU
26.05.2018, 13:00
Die Raketengrundgleichung brauche ich nicht.
Das stimmt.

Gruß,
Jens

pauli
26.05.2018, 21:19
Ich brauche nicht mal eine Rakete

SpaceFlower
11.03.2019, 22:45
Weis einer ob es 2019 wieder so ein treffen gibt ?

Protuberanz
12.03.2019, 00:13
Schreib Jens eine PN. Er freut sich.

Bynaus
12.03.2019, 00:16
Treffen sich zwei Sockenpuppen zu einer Konferenz über "interstellare Raumschiffphysik". Sagt die eine zur anderen: "na, auch alleine da?"

Protuberanz
12.03.2019, 00:19
Ich würde gern etwas dazu sagen. Aber ich befürchte, dann geht die Politisiererei wieder los. Also laß ich das lieber. Aber vielleicht hat ja der eine oder andere Kopfkino. ;-)