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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trägheitsdämpfer für interstellare Raumschiffe



JensU
09.01.2018, 20:35
Ein Trägheitsdämpfer ist eine technische Vorrichtung im interstellaren Raumschiff,
die den Astronauten vor Organschäden bei einer sehr hohen Beschleunigung schützt.

Aufbau:
Der Dämpfer ist eine mit Flüssigkeit gefüllte Kugel, in denen die Astronauten sitzen.

Funktion:
Die Astronauten und die Flüssigkeit in der Kugel werden gleich schnell beschleunigt.
Der Körper und Organe werden dabei geschützt.

Physik:
Bei einer extremen Beschleunigung bis ca. 300g müssen die Astronauten eine Flüssigkeitsatmung
benutzen, damit die Lunge nicht komprimiert wird.
Die Reisezeit reduziert sich bei 300g um den Faktor 600 für Beschleunigung und Abbremsung im Vergleich
zu 1g.

Gruß,
Jens

pauli
09.01.2018, 21:49
Was uns interessiert ist der Antrieb

MGZ
09.01.2018, 23:03
Die existierenden Methoden zur Flüssigkeitsatmung können zwar wahrscheinlich prinzipiell so weiterentwickelt werden, dass ein Mensch ein paar Tage damit überleben könnte. Aber leider haben alle funktionierenden Flüssigkeiten eine Dichte, die deutlich höher ist als die von Wasser. Für Trägheitsdämpfung sind sie daher ungeeignet.

mac
10.01.2018, 02:05
Hallo Jens,

ok, wir schreiben also über interstellaren Raumflug. Du hast jetzt allerdings das Thema, Beschleunigung mit 1g von Orion-Burger (http://www.astronews.com/forum/showthread.php?8790-Beschleunigung-mit-1g&p=117632#post117632) verlassen, ohne zu schreiben welche Rahmenbedingungen gelten sollen. Soll weiter gelten: Energie spielt keine Rolle? Wenn das weiter gilt, dann spielt allerdings Masse des Schiffes auch keine Rolle. Es macht aber auch nicht wirklich Sinn.

Die Frage von Orion-Burger, zielte auf die Beschreibung eines, von allen technischen Rahmenbedingungen befreiten Phänomens. Du würdest nun zu dieser Rahmenbedingung wieder ein technisches Korsett einführen.

Würden wir uns auf diese Kombination einlassen, dann wäre es schwierig bis unmöglich, eine vernünftige Diskussion zu führen, denn beliebig viel Energie zur Verfügung haben, hat ja nicht nur Einfluß auf den Antrieb.

Du kennst das vielleicht: ‚Wenn er doch zaubern kann, wieso zaubert er dann nicht?‘


Wenn aber Dein Antrieb seinen Impuls aus mitgeführter Energie/Masse erzeugen muß, dann kenne ich zur Zeit nur Kernfusion oder Kernspaltung als vielleicht mal denkbare Energiequelle zur Beschleunigung und Abbremsung. Damit kommt man aber im theoretischen Idealfall auf vielleicht 3% c (wenn man wieder ‚abbremsen‘ will) und dann ist der Zeitgewinn durch stärkere Beschleunigung lächerlich bei interstellaren Entfernungen und nur die Schiffs und Treibstoffmasse wird größer, ohne daß die mitzuführende Biosphärenmasse deshalb kleiner würde.




Ein Trägheitsdämpfer ist eine technische Vorrichtung im interstellaren Raumschiff,
die den Astronauten vor Organschäden bei einer sehr hohen Beschleunigung schützt.

Aufbau:
Der Dämpfer ist eine mit Flüssigkeit gefüllte Kugel, in denen die Astronauten sitzen.

Funktion:
Die Astronauten und die Flüssigkeit in der Kugel werden gleich schnell beschleunigt.
Der Körper und Organe werden dabei geschützt.dein 'Trägheitsdämpfer' funktioniert nicht so, wie Du Dir das anscheinend vorstellst.

In einem getauchten U-Boot bist Du nicht schwerelos. Auch als Taucher unter Wasser weißt Du immer noch, wo oben und unten ist, eben weil die Statolithen in Deinem Innenohr der Schwerkraft ausgesetz sind.
Das Gefühl der Schwerelosigkeit ist also nicht das was man im Wasser hat, sondern entspricht dem des freien Falls (ohne Windwiderstand).

Das hat z.B. zur Folge, daß bei der 300 fachen Erdbeschleunigung der Druckunterschied im Wasser nicht mehr 1 Bar pro 10 m Wassersäule beträgt, sondern 1 Bar pro 3,3 cm Wassersäule. Selbst bei einem Blutdruck von 1/3 Bar (rund 200 mm HG, normal wären systolisch etwa 120 mm Hg) bekommst Du im wahrsten Sinne des Wortes ein gravierendes Problem mit dem Kreislauf, zumindest im Hirnschädel. Das liegt wie gesagt nicht am Wasserdruck, sondern am Druckunterschied auf so kurzer Strecke, selbst im Liegen.

Herzliche Grüße

MAC

pauli
11.01.2018, 03:45
Ich glaube die Idee mit dem Flüssigkeitsschutz hat er von Mission to Mars :D

Bynaus
11.01.2018, 09:36
Die Reisezeit reduziert sich bei 300g um den Faktor 600 für Beschleunigung und Abbremsung im Vergleich zu 1g.

Das ist falsch. Es ist ganz sicher falsch, wenn der Antrieb nach Erreichen einer bestimmten Geschwindigkeit (oder nach Verbrennen einer bestimmten Menge Treibstoff) abgeschaltet wird (siehe mac's Beispiel im Nachbarthread). Aber selbst wenn der Antrieb angeschaltet bleibt (sagen wir, wir hätten irgend einen exotischen, reaktionslosen Antrieb), gilt:

s = a/2 * t^2

(s = Strecke, a = Beschleunigung, t = Zeit um die Strecke zu überwinden)

Das heisst: t = ( 2s / a )^0.5

Da die Strecke gleich bleibt, ist die Verkürzung der Reisezeit proportional zur Wurzel der inversen Beschleunigung, für 300g also (1/300)^0.5 = 0.0577. Die Reisezeit bei konstanter Beschleunigung mit 300 Ge verkürzt sich gegenüber 1 Ge also nur um einen Faktor 17.

JensU
13.01.2018, 12:45
Die existierenden Methoden zur Flüssigkeitsatmung können zwar wahrscheinlich prinzipiell so weiterentwickelt werden, dass ein Mensch ein paar Tage damit überleben könnte. Aber leider haben alle funktionierenden Flüssigkeiten eine Dichte, die deutlich höher ist als die von Wasser. Für Trägheitsdämpfung sind sie daher ungeeignet.

Das ist richtig.
Die Flüssigkeitsatmung muss extern unterstützt werden, weil die Dichte höher ist.

Gruß,
Jens

JensU
13.01.2018, 12:51
Was uns interessiert ist der Antrieb

Ja auf der ILA Konferenz, wenn ich Zeit bekomme und bezahlen kann.

Gruß,
Jens

pauli
13.01.2018, 17:18
Ja auf der ILA Konferenz, wenn ich Zeit bekomme und bezahlen kann.

Gruß,
Jens
ok, wir sind sehr gespannt und kommen natürlich alle.

JensU
13.01.2018, 18:43
ok, wir sind sehr gespannt und kommen natürlich alle.

Wieviele sind "wir" im Forum?
Soll ich den großen Konferenzraum für 200 Personen buchen?
Oder reicht der kleine Raum für 50 Personen?
Das ist für die Konferenzplanung wichtig.

Gruß,
Jens

Bernhard
13.01.2018, 18:55
Hallo Jens,


Soll ich den großen Konferenzraum für 200 Personen buchen?
wer pauli auch aus den anderen Foren her kennt, weiß, dass er gerne auch mal etwas zynische Bemerkungen macht. Ich würde an deiner Stelle als eher mit mäßiger bis kleinerer Besucherzahl rechnen, wobei man einen Flashmob natürlich auch nicht komplett ausschließen kann.

MGZ
14.01.2018, 08:53
Das ist richtig.
Die Flüssigkeitsatmung muss extern unterstützt werden, weil die Dichte höher ist.

Gruß,
Jens

Das ist gar nicht mal das Problem. Wenn man seine Lunge mit 2 g/cm³ Flüssigkeit gefüllt hat dann hält man nicht viel mehr Beschleunigung aus als mit Luft. Da sie träger ist als der Rest des Körpers würde die Flüssigkeit bei starker Beschleunigung trotzdem Lunge und Brustkorb schädigen.

Bynaus
14.01.2018, 11:03
Die beste Lösung wäre ohnehin, Uploads statt Menschen auf eine interstellare Reise zu schicken. Die brauchen nicht viel Platz, haben kaum Bedürfnisse, die während des Fluges befriedigt werden müssen, und halten sehr hohe Beschleunigungen aus. Zudem könnten sie ihre subjektive Erfahrung des Zeitablaufes soweit herunterregeln, dass der Flug für sie nur ein paar Tage dauern würde.

JensU
14.01.2018, 11:14
Die beste Lösung wäre ohnehin, Uploads statt Menschen auf eine interstellare Reise zu schicken. Die brauchen nicht viel Platz, haben kaum Bedürfnisse, die während des Fluges befriedigt werden müssen, und halten sehr hohe Beschleunigungen aus. Zudem könnten sie ihre subjektive Erfahrung des Zeitablaufes soweit herunterregeln, dass der Flug für sie nur ein paar Tage dauern würde.

Ich bin der Meinung, das Menschen erforschen wollen. Selbst neue Dinge auf anderen Exoplaneten sehen und anfassen wollen.
Dafür werden sie sich in einen Trägheitsdämpfer setzen und mit 300g beschleunigt.

Gruß,
Jens

Bynaus
14.01.2018, 14:28
Ich bin der Meinung, das Menschen erforschen wollen.

Uploads sind Menschen. Wenn sie am Ziel ankommen, können sie sich bei Bedarf einen neuen biologischen Körper nachzüchten. Wahrscheinlicher wäre dann jedoch ein robusterer, nicht-biologischer Körper.

mac
14.01.2018, 19:21
Hallo MGZ,


Wenn man seine Lunge mit 2 g/cm³ Flüssigkeit gefüllt hat dann hält man nicht viel mehr Beschleunigung aus als mit Luft. Da sie träger ist als der Rest des Körpers würde die Flüssigkeit bei starker Beschleunigung trotzdem Lunge und Brustkorb schädigen.


Dafür werden sie sich in einen Trägheitsdämpfer setzen und mit 300g beschleunigt.Für mich sieht das so aus, als wäre JensU auch mit diesem Thema völlig überfordert?

Herzliche Grüße

MAC

JensU
15.01.2018, 18:14
Das ist gar nicht mal das Problem. Wenn man seine Lunge mit 2 g/cm³ Flüssigkeit gefüllt hat dann hält man nicht viel mehr Beschleunigung aus als mit Luft. Da sie träger ist als der Rest des Körpers würde die Flüssigkeit bei starker Beschleunigung trotzdem Lunge und Brustkorb schädigen.

Im Trägheitsdämpfer werden alle Flüssigkeiten gleich schnell beschleunigt. Also auch die Atemflüssigkeit.
Wie ist der Dichteunterschied zum Körpergewebe?
Extreme Dichteunterschiede wären schädigend.

Gruß,
Jens

Kibo
15.01.2018, 18:47
Im Trägheitsdämpfer werden alle Flüssigkeiten gleich schnell beschleunigt.

Wie ist der Dichteunterschied zum Körpergewebe?

Hallo Jens,

sehe ich das richtig?
Wir sollen uns in den Zug setzen und uns deinem Vortrag zu einem revolutionären Antriebskonzept anhören, zu dem du nebenbei bis jetzt noch nicht das Geringste geschrieben hast, und du hast noch nicht einmal deine Grundannahmen zu diesem Teilschritt soweit wissenschaftlich überprüft?
Was meinst du wohl, wie sich der Dichteunterschied zwischen Knochensubstanz und Fettgewebe bei 300g auswirkt?

pauli
16.01.2018, 00:04
Hallo Jens,

sehe ich das richtig?
Wir sollen uns in den Zug setzen und uns deinem Vortrag zu einem revolutionären Antriebskonzept anhören, zu dem du nebenbei bis jetzt noch nicht das Geringste geschrieben hast, und du hast noch nicht einmal deine Grundannahmen zu diesem Teilschritt soweit wissenschaftlich überprüft?
Also ich überlege ob ich hingehe

ralfkannenberg
16.01.2018, 00:22
Wieviele sind "wir" im Forum?
Soll ich den großen Konferenzraum für 200 Personen buchen?
Oder reicht der kleine Raum für 50 Personen?
Das ist für die Konferenzplanung wichtig.

Hallo Jens,

ich will mich mal von der Fraktion der stillen Mitleser zu Wort melden. Ich werde nicht an Deinen Vortrag kommen, weil mich Deine bisherige Performance nicht überzeugt hat. Und ich fürchte, dass andere das ähnlich sehen. So einen Saal zu buchen ist teuer - wäre es nicht der bessere Ansatz, wenn Du Dich mit den wirklich Interessierten bei einem guten Kaffee in einem Kaffeehaus triffst und Du dort Deine Ideen erst einmal in einem kleinen Rahmen vorstellst ?


Freundliche Grüsse, Ralf

DELTA3
16.01.2018, 01:12
Die Flüssigkeitsatmung muss extern unterstützt werden, weil die Dichte höher ist.

Warum gibt es eigentlich keine Tauchgeräte mit Flüssigkeitsatmung? Da könnte man doch viel tiefer tauchen und brauchte keine so aufwändigen Tiefsee-Tauchboote.

Gruß, Delta3

mac
16.01.2018, 01:42
Hallo DELTA3,


Warum gibt es eigentlich keine Tauchgeräte mit Flüssigkeitsatmung? Da könnte man doch viel tiefer tauchen und brauchte keine so aufwändigen Tiefsee-Tauchboote.
Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Flüssigkeitsatmung
und
https://en.wikipedia.org/wiki/Liquid_breathing und bezogen auf JensU's 300 g besonders: https://en.wikipedia.org/wiki/Liquid_breathing#Space_travel

Zu dem dort angesprochenen Limit: Knochengewebe hat ein 10% bis 70% höheres spezifisches Gewicht als Muskel- und Fettgewebe (die unterscheiden sich um 10%). Wenn wir 20% als mittleren Unterschied annehmen, dann übt ein 12 kg schweres menschliches Skelett bei 300 g Beschleunigung eine, auf das gesamte Skelett verteilte, andauernde Kraft von rund 6000 N Differenz zum darunter liegenden Gewebe aus.

Herzliche Grüße

MAC

Bynaus
16.01.2018, 12:13
Gemäss den Angaben dort ist die Anwendung der Flüssigkeitsatmung auf 15-20 Ge limitiert, zumindest so lange keine Atmungsflüssigkeit mit der Dichte von Wasser existiert.

Aber ich sehe auch keinen Grund, warum man im Weltall viel stärker beschleunigen wollen würde (ganz zu schweigen vom "können"). 15-20 Ge ist bei anhaltender, konstanter Beschleunigung "nur" ~4 Mal schneller und 300 Ge wäre nochmals ca. ~4 Mal schneller (klassisch gerechnet, siehe meinen Post weiter oben). Ob man jetzt für den Flug zum Saturn eine Woche (1 Ge), zwei Tage (15-20 Ge) oder einen halben Tag (300 Ge) braucht, spielt - z.B. für die Strahlenbelastung oder die Vorräte, die man mitnehmen muss - kaum eine Rolle. Zumindest nicht im Vergleich zu der Maschinerie, die ohnehin notwendig wäre, um mit 15-20 Ge (oder gar 300 Ge) zu beschleunigen. Ausnahmen könnten eines fernen Tages vielleicht für militärische Anwendungen oder Notfälle gemacht werden, aber wohl kaum für den "Durchschnittsraumfahrer".

DELTA3
16.01.2018, 16:53
Hallo MAC,

ich wollte damit nur andeuten, dass Flüssigkeitsatmung nicht funktioniert, weder beim Tauchen, noch im Weltall, weil die Lunge von Säugetieren dafür nicht vorgesehen ist.

Dazu kommen dann noch die von dir geschilderten Probleme bei der Beschleunigung mit 300 g ... sehr informativ deine Links.

Grüße, Delta3

JensU
16.01.2018, 20:45
Hallo Jens,

sehe ich das richtig?
Wir sollen uns in den Zug setzen und uns deinem Vortrag zu einem revolutionären Antriebskonzept anhören, zu dem du nebenbei bis jetzt noch nicht das Geringste geschrieben hast, und du hast noch nicht einmal deine Grundannahmen zu diesem Teilschritt soweit wissenschaftlich überprüft?
Was meinst du wohl, wie sich der Dichteunterschied zwischen Knochensubstanz und Fettgewebe bei 300g auswirkt?

Ich versuche im neuen Thema -interstellare Raumschiffphysik- den Antrieb bzw. Raumschiffkonzept ohne Bilder zu beschreiben.
Bilder zum Verständnis würde ich per E-mail auf Anfrage zuschicken.
Links sind nicht möglich, weil die Bilder nicht auf einem Bildersever liegen.

Die mögliche g Belastung für den Körper muss praktisch ermittelt werden.

Gruß,
Jens

Murx
17.01.2018, 11:13
Die mögliche g Belastung für den Körper muss praktisch ermittelt werden.
Freiwillige vor! :cool:

JensU
19.01.2018, 18:45
Freiwillige vor! :cool:

Das macht man so wie in der frühen Raumfahrt.
Die Raumfahrt war damals Neuland.
Man nimmt Affen oder Hunde für überwachte Versuche.
Erst danach kommen die freiwilligen Astronauten.

Gruß,
Jens

Stevie
19.01.2018, 20:07
Man nimmt Affen oder Hunde für überwachte Versuche.
Erst danach kommen die freiwilligen Astronauten.

Gruß,
Jens

Ui ui...
Denk an den "Planet der Affen....":rolleyes:

JensU
23.01.2018, 18:52
Daran habe ich nicht gedacht.

Der Trägheitsdämpfer ist meine Innovation.
Wenn sich keine Freiwilligen melden sollten, teste ich ihn selbt und gehe
an meine Belastungsgrenze.

Gruß,
Jens

pauli
24.01.2018, 02:28
Sehr gute Idee

Spock
31.01.2018, 14:20
...
Die mögliche g Belastung für den Körper muss praktisch ermittelt werden.

Gruß,
JensAuswirkungen ungedämpfter Beschleunigungen unter irdischen Bedingungen sind ja schon bekannt:
z.B. Ohnmacht ab 3g. Für maximal überlebbar bei sehr kurzer Einwirkdauer hält man 100g, https://de.wikipedia.org/wiki/G-Kraft#Beispiele_von_g-Werten_in_Natur,_Technik_und_Alltag
Schleudergang einer Waschmaschine >300g, https://de.wikipedia.org/wiki/Beschleunigung#Beispiele
Interessant auch diese Abhandlung: http://www.ds.mpg.de/131983/18.
Der Blutkreislauf wird nicht mehr alle Areale des menschlichen Körpers erfassen.

JensU
01.02.2018, 20:30
Sehr gute Idee

Ja. Für die interstellare Raumfahrt müssen wir neue Wege denken und gehen.
An einen Trägheitsdämpfer kommen wir nicht vorbei.
Wer stellt eine Zentrifuge für Versuche zur Verfügung?

Gruß,
Jens

Bynaus
01.02.2018, 21:14
An einen Trägheitsdämpfer kommen wir nicht vorbei.

Quatsch. In absehbarer Zeit braucht niemand einen "Trägheitsdämpfer", was auch immer das genau sein mag. Interstellare Raumfahrt ginge auch ganz ohne ein solches Fantasiegerät. Können wir das "Technobabble" jetzt lassen und zur realen Physik zurückkehren?

JensU
01.02.2018, 21:30
Quatsch. In absehbarer Zeit braucht niemand einen "Trägheitsdämpfer", was auch immer das genau sein mag. Interstellare Raumfahrt ginge auch ganz ohne ein solches Fantasiegerät. Können wir das "Technobabble" jetzt lassen und zur realen Physik zurückkehren?

Dann wünsche ich dir viel Spass und Unterhaltung im Generationenraumschiff-Rakete.
Und nimm genug Pizza mit.:)

Gruß,
Jens

Bynaus
01.02.2018, 22:37
Dann wünsche ich dir viel Spass und Unterhaltung im Generationenraumschiff-Rakete.

Man braucht nicht zwingend ein Generationenraumschiff. Du könntest die Besatzung auch tiefgefrieren. Du könnest die Besatzung als digitale Kopien hinschicken. Das Raumschiff könnte mit Antimaterie tiefe relativistische Geschwindigkeiten erreichen. In keinem Fall brauchst du "Trägheitsdämpfer".

JensU
26.02.2018, 18:13
Man braucht nicht zwingend ein Generationenraumschiff. Du könntest die Besatzung auch tiefgefrieren. Du könnest die Besatzung als digitale Kopien hinschicken. Das Raumschiff könnte mit Antimaterie tiefe relativistische Geschwindigkeiten erreichen. In keinem Fall brauchst du "Trägheitsdämpfer".

Ich möchte tiefgefrieren der Mannschaft und Antimaterie in der interstellaren Raumfahrt nicht weiter kommentieren, weil für mich absoluter Unfug.
Wir brauchen Trägheitsdämpfer für die extreme Beschleunigung, Abbremsung oder plötzlicher Kurswechsel durch Ausweichmanöver bei einer sehr hohen Geschwindigkeit.
Die Flugzeit und Raumschiffmasse muss zudem reduziert werden.

Gruß,
Jens

Bynaus
26.02.2018, 20:38
Unfug ist, was du hier tust. Deine völlig von realer Physik befreiten Vorstellungen darüber, was wir brauchen und weshalb, solltest du besser in einem SciFi Forum diskutieren. Hier geht es um die reale Welt, und nicht um irgendwelche Fantasievorstellungen. Dein "Trägheitsdämpfer" ist nur eine leere Worthülse, und dein im Nachbarthread vorgeschlagener Antrieb ein Hirngespinst, der nicht funktionieren kann weil schlicht nicht genügend Energie vorhanden ist.

Sowohl Antimaterie als auch auch das "tiefgefrieren" von Lebewesen zur späteren Wiederbelebung gehören hingegen zur realen Welt und existieren, zumindest in ersten, einfachen Ansätzen.

Protuberanz
27.02.2018, 08:15
Ich möchte tiefgefrieren der Mannschaft und Antimaterie in der interstellaren Raumfahrt nicht weiter kommentieren, weil für mich absoluter Unfug.
Aha! Man höre und staune! Unfug, dieses Wort aus Deinem Mund, das ist spannend.


Wir brauchen Trägheitsdämpfer
Wir brauchen das nicht. Denn wir werden nirgendwohin fahren. Wenn jemand etwas braucht, dann werden es Raumfahrer in einer fernen Zukunft sein. Aber auch die brauchen keine Hirngespinste.


für die extreme Beschleunigung, AbbremsungWelche extreme Beschleunigung meinst Du? Es wurde Dir doch nun bereits mehrfach aufgezeigt, das selbst eine Rennschnecke um den Faktor X schneller ist, als Dein nicht funktionstüchtiges Antriebskon... Autsch, um ein Haar hätte ich beinah Konzept geschrieben. Korrekt muß es natürlich heißen Deine Phantasie.


oder plötzlicher Kurswechsel durch Ausweichmanöver bei einer sehr hohen Geschwindigkeit. Du projizierst die Fahrt mit einem Auto auf die Fahrt mit einem Raumschiff. Es gibt keine plötzlichen Kurswechsel oder Ausweichmanöver in der Raumfahrt. Vergleiche es besser mit der Fahrt mit einem Schiff zu Wasser, oder meinetwegen auch mit der Fahrt mit einem Luftschiff.


Die Flugzeit und Raumschiffmasse muss zudem reduziert werden.Was für eine Forderung! Ich bin sehr darauf gespannt, Dein Projekt endlich kennenzulernen. Welche Konzepte hast Du für die Reduktion der Flugzeit anzubieten? Und welches Material hast Du beim Bau Deines Raumschiffes konzipiert, um Deine Forderung nach geringerer Masse zu erfüllen?

JensU
12.03.2018, 18:21
Ich habe hier lediglich meine persönliche Meinung dargestellt.
Wenn es zum Thema Trägheitsdämpfer und interstellare Raumfahrt andere Meinungen gibt, ist das so.
Ansonsten Danke für das Feedback.
Den Zusammenhang und Notwendigkeit von geringer Flugzeit und Raumschiffmasse erkläre ich nochmal auf der Konferenz.

Gruß,
Jens

Alex74
12.03.2018, 21:04
JensU, Physik ist nicht von Meinungen abhängig.

Protuberanz
12.03.2018, 21:29
Alex's Aussage unterstütze ich voll und ganz.
Im übrigen kann man Deine Meinung nur aus Deinen Aussagen interpolieren, denn das Ganze ist sehr diffus.

JensU
04.04.2018, 12:07
In der interstellaren Raumfahrt fleigt man extrem schnell und leicht
oder extrem schwer und langsam(Generationenraumschiff-Rakete).

Ich bevorzuge schnelles reisen, um zu Lebzeiten am Ziel bzw. Exoplaneten anzukommen und zurückzukommen.
Sehr hohe Beschleunigungen, Abbremsungen und Richtungswechsel erfordern aber einen Trägheitsdämpfer für den Schutz des Körpers.
Das ist einfache Raumfahrtphysik.
In einem extrem langsamen Generationenraumschiff brauche ich natürlich keinen Trägheitsdämpfer.

Gruß,
Jens

Bynaus
04.04.2018, 15:45
Jens, nur weil dus jetzt zum hundertelfzigsten Mal wiederholst wird es nicht richtiger. Du bist noch mit keinem Wort ernsthaft auf die Gegenargumente (z.B. das Energieargument) eingegangen. Ich empfinde das als "Stören der Diskussion" und habe deinen Beitrag gemeldet.

pauli
05.04.2018, 01:53
Für einen Reifenwechsel braucht man keinen Trägheitsdämpfer

Webmaster
05.04.2018, 10:33
@JensU und @all

ich denke, wir sollten für den weiteren Verlauf der Diskussion ohne das Wort Trägheitsdämpfer auskommen. Vielen Dank.

JensU
22.04.2018, 11:31
Ich möchte die Begriffe Trägheit und Dämpfung näher erleutern.
Eine Masse(Astronaut) hat ein spezifisches Trägheitsmoment, das bei einer Beschleunigung, Abbremsung und Richtungsänderung auf den
Körper einwirkt.
Bei der Dämpfung der Wirkung werden zwei spezifische Massen verwendet. Beide Massen werden in einem Behälter gleich schnell beschleunigt.

Wenn die Bezeichnung nicht gefällt, bitte ich um Vorschläge.

Gruß,
Jens

Herr Senf
22.04.2018, 13:11
Das Prinzip ist nicht neu, wurde schon 1957 von den Amerikanern im Orion-Projekt untersucht.
Es geht zurück auf den Nuklear-Puls-Antrieb nach Stanislav Ulam von 1947, die Explosions-Pulse zu amortisieren.
Allerdings wollten die Amerikaner bemannte Kriegsraumschiffe für Atombomben damit antreiben, nicht zu den Sternen.
Solche Untersuchungen wurden 1963 mit dem Atomwaffensperrvertrag eingestellt.
Die Briten von der "Interplanetaren Gesellschaft" machten aber mit dem Projekt "Dedal" bis 1978 weiter.
Seit 2010 gibt es neue Enthusiasten und den Fond Tau Zero für das Projekt "Ikarus" unbemannt so ab 2300(!).
Und für die richtigen Physiker hier die Berechnungen https://arxiv.org/pdf/1005.3833.pdf

During the 1970s members of the British Interplanetary Society embarked on a landmark theoretical engineering design study to send a probe to Barnard's star.
Project Daedalus was a two-stage vehicle employing electron beam driven inertial confinement fusion engines to reach its target destination. This paper sets out
the proposal for a successor interstellar design study called Project Icarus. This is an attempt to redesign the Daedalus vehicle with similar terms of reference.
The aim of this study is to evolve an improved engineering design and move us closer to achieving interstellar exploration. Although this paper does not discuss
prematurely what design modification are likely to occur some indications are given from the nature of the discussions.
This paper is a submission of the Project Icarus Study Group.
Allerdings dürfte diese Variante keine Alternative zu einem Nuklear-Puls-Antrieb sein, wegen der höheren "Energiedichte".
Bilder vom *geheimen* Orion gibt es auch https://ria.ru/science/20180422/1519111654.html#pv=g%3D1519111654%2Fp%3D1519062931

Grüße Dip

PS: zum Weiterlesen https://de.wikipedia.org/wiki/Stanis%C5%82aw_Marcin_Ulam ein Mathematiker!

JensU
22.04.2018, 20:43
Das an einem Trägheitsdämpfer für Astronauten in einer Rakete geforscht wurde, ist für mich neu.
Es sei denn, das hier der Stoßdämpfer am Orion-Raumschiff gemeint ist.

Gruß,
Jens