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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was wäre wenn?



mac
19.06.2006, 22:16
Hallo,

ich konnte mich zunächst nicht entscheiden, in welchen der zahlreichen passenden Threads ich meinen Beitrag stellen könnte und dachte mir, vielleicht fällt dem Einen oder Anderen ein weiterer Aspekt zu dieser Überschrift ein?

Immer wieder versuchen hier einige Teilnehmer (durchaus mit großer innerer Überzeugung) zu belegen, warum die Lichtgeschwindigkeit nicht konstant sein kann. Ja, dass diese ‚Behauptung’ der Logik widerspräche.

Ebenso hartnäckig (und leider oft vergeblich) versuchen andere Teilnehmer ihnen zu belegen, dass sie sich irren.

Ich will hier versuchen den umgekehrten Weg zu gehen. Mich auf die Logik der Kritiker (soweit ich glaube diese zu verstehen) einzulassen und zu beschreiben, wie einige beobachtbare Aspekte der Welt aussehen müssten, wenn sich Eigenbewegungen von Objekten, die Licht aussenden, zur Lichtgeschwindigkeit addierten.

Dass man sich für solche Vergleiche in astronomische Gefilde begibt, ist kein Zufall.

Stellen wir uns folgendes Szenario vor: Ein 100 Lichtjahre entfernter, sehr großer Stern wird von einem kleineren Stern auf einer kreisförmigen Bahn von 1 AE Radius umrundet. Pro Tag legt er 10° der Kreisbahn mit einer Geschwindigkeit von 299 km pro Sekunde zurück.
Wir sehen die Kreisbahn fast von der Seite. 0° zeigt von uns weg, 90° ist auf der ‚rechten’ Seite, er bewegt sich in die positive Richtung. (also von 0° über 10° zu 20° hin)
An der 0° Position wäre sein Licht für uns also genau lichtschnell, an der 90° Position knapp 300 km/s schneller und an der 270° Position ebensoviele km/s langsamer.

Das langsamste Licht würde zu uns hin rund 36 Tage länger brauchen und das schnellste Licht 36 Tage kürzer (also 72 Tage Unterschied)

100 Lichtjahre / (Lichtgeschwindigkeit - 299km/s) - 100 Lichtjahre / Lichtgeschwindigkeit
100 Lichtjahre / (Lichtgeschwindigkeit + 299km/s) - 100 Lichtjahre / Lichtgeschwindigkeit

Abhängig vom Winkel des kreisenden Sterns zu uns, kann man diese Geschwindigkeit in Excel berechnen durch:

=SIN(Winkel(in Grad) * Pi() / 180) * Kreisbahngeschwindigkeit Formel A

Ihr könnt Euch eine kleine Tabelle erstellen

1. Spalte: Tage (-28 bis 64)
2. Spalte: Winkel (am 0. Tag beginnend bis zum 35. Tag 0° bis 350°)
3. Spalte: Formel A mit dem Winkel aus Spalte 2 (nur an den Tagen 0 bis 35)
4. Spalte: Laufzeit des Lichts mit Lichtgeschwindigkeit + Ergebnis aus Spalte 3 (Tage 0 bis 35)
5. Spalte: Laufzeit des Lichts bei Lichtgeschwindigkeit
6. Spalte: Differenz (in Tagen) aus Spalte 4 und 5

Ihr fangt bei 0° (im Ursprungssystem) an. Wenn das Licht (nach 100 Jahren, mit 0 Tagen Verzögerung) ankommt, tragt ihr bei 0 Tagen den Winkel 0° ein. Bei dem Licht, dass von der Position 10° ausgesandt wurde, tragt Ihr am Tag -6 diese 10° ein, denn es kommt rund 6 Tage eher an. Usw.
Daraus ergibt sich folgende Tabelle:

Spalte 1: Tage -28 bis + 64
Spalte 2: Winkel des Ursprungssystems bei dem das Licht ausgesandt wurde
Spalte 3: Winkel des Lichtes aus dem Ursprungssystem, eingetragen in der Zeile, die seiner Ankunft entspricht. (Bezugszeit: Ankunft der 0° Position)
Spalte 4: Wie Spalte 3. Ja, es kommt an einigen Tagen gleichzeitig von verschiedenen Positionen an.

-28, , 80,
-27, , 70, 90
-26, , 60, 100
-25, , ,
-24, , ,
-23, , 50, 110
-22, , ,
-21, , ,
-20, , , 120
-19, , 40,
-18, ,
-17, ,
-16, ,
-15, , 30, 130
-14, , ,
-13, , ,
-12, , ,
-11, , ,
-10, , 20,
-9, , , 140
-8, , ,
-7, , ,
-6, , ,
-5, , 10,
-4, , ,
-3, , , 150
-2, , ,
-1, , ,
0, 0, 0,
1, 10, ,
2, 20, ,
3, 30, ,
4, 40, , 160
5, 50, ,
6, 60, ,
7, 70, ,
8, 80, ,
9, 90, ,
10, 100, ,
11, 110, ,
12, 120, ,
13, 130, ,
14, 140, ,
15, 150, ,
16, 160, ,
17, 170, ,
18, 180, , 180
19, 190, ,
20, 200, ,
21, 210, ,
22, 220, ,
23, 230, ,
24, 240, ,
25, 250, , 190
26, 260, ,
27, 270, ,
28, 280, ,
29, 290, ,
30, 300, ,
31, 310, ,
32, 320, , 200
33, 330, ,
34, 340, ,
35, 350, ,
36, 360/0, 0,
37, , ,
38, , ,
39, , , 210
40, , ,
41, , 350,
42, , ,
43, , ,
44, , ,
45, , , 220
46, , 340,
47, , ,
48, , ,
49, , ,
50, , ,
51, , 330, 230
52, , ,
53, , ,
54, , ,
55, , 320,
56, , , 240
57, , ,
58, , ,
59, , 310, 250
60, , ,
61, , ,
62, , 300, 260
63, , 290, 270
64, , , 280

Wie man sieht, würde man zeitweise zwei Sterne mit gegenläufiger Bewegung beobachten, und der Umlauf würde in diesem Beispiel von 36 Tagen auf über 90 Tage 'verteilt'!

Dieses Modell ist so vereinfacht, dass es die Wirklichkeit (wenn sie so wäre) nicht exakt wiedergibt, aber auch nicht bis zur Unkenntlichkeit verfälscht. Es hat dafür aber den Vorteil, dass es sich von jedem nachvollziehen (und bei Bedarf verfeinern) lässt.

Da Phänomene solcher Art in der Natur nicht beobachtet werden, stellt sich die Frage, ob Licht sich wirklich so verhält, wie die Kritiker zu wissen glauben?

Jemand könnte jetzt einwenden, ich hätte ja nur die Geschwindigkeit auf uns zu und von uns weg berücksichtigt, nicht aber die Komponenten in den beiden anderen Richtungen.
Richtig! Das geschah deshalb, weil ich zumindest bei einigen der Kritiker den Eindruck hatte, dass sie es so behaupten.

Tut man das nicht, dann wird es aber noch viel absurder.

Schnellere Kreisbahnen, auf die man in Achsrichtung schaut, wären um so weiter außen zu sehen, je weiter wir vom Objekt entfernt sind, und je näher der Satellit seinem Attraktor ist (weil er dann schneller ist).

Die Resultate eines solchen (nur scheinbar der Logik folgenden) Verhaltens des Lichtes wären so befremdlich und unlogisch, dass vielleicht dieser Weg für die Kritiker eine Brücke aufzeigt, auf der sie zur Einsicht in die Notwendigkeit einer erneuten Prüfung ihrer Ansichten gelangen können.

Herzliche Grüße

MAC

Mark Striper
19.06.2006, 23:03
Das ist genau das Beispiel, welche ich auch gebracht habe,
nur mit einem tatsächlichen Doppelsternsystem.
Bis jetzt konnte diese Beobachtungen keiner der RT-Kritiker plausibel
mit seiner Theorie vereinbaren, da sind sie mit ihrem Latein scheinbar am Ende.

galileo2609
19.06.2006, 23:11
Hallo,

hier der Link zum Original: 'de Sitter widerlegt die Emissionstheorie von Ritz' (http://www.datasync.com/~rsf1/desit-1g.htm).

Grüsse galileo2609

mac
20.06.2006, 00:06
hier der Link zum Original: 'de Sitter widerlegt die Emissionstheorie von Ritz' (http://www.datasync.com/~rsf1/desit-1g.htm).

Hallo galileo,

geht es Dir auch so? Fast jede gute Idee die ich hab' hatte irgend jemand schon vor mir, wie ich immer nachher erfahre. ;)

Herzliche Grüße

MAC

galileo2609
20.06.2006, 01:12
[...] geht es Dir auch so? Fast jede gute Idee die ich hab' hatte irgend jemand schon vor mir, wie ich immer nachher erfahre. ;) [...]

Hallo mac,

ich finde es einfach beruhigend, dass die 'Riesen, auf deren Schultern' unsere moderne Physik aufbaut, eben keine Schlamper waren. Die historische Kritik an der RT wurde eben bereits Anfang des letzten Jahrhunderts abgearbeitet - auch wenn das einigen notorischen 'cranks' und Ideologen (G.O. Mueller, Ekkehard Friebe, Jocelyne Lopez, ...) nicht ins Programm passt.

Auf alle Fälle danke für deine schöne Berechnung. Das zeigt, wie man mit Bordmitteln zu Erkenntnissen kommen kann, die die selbsternannten 'Kritiker' so beharrlich verweigern!

Grüsse galileo2609

ralfkannenberg
20.06.2006, 09:12
Fast jede gute Idee die ich hab' hatte irgend jemand schon vor mir, wie ich immer nachher erfahre. ;) Das ist eine sehr schöne Bestätigung Deiner Ideen und Deiner Vorstellungen !

Weiter so :)

Freundliche Grüsse, Ralf

Joachim
20.06.2006, 10:34
Hallo,

danke mac, ich finde es vor allem eine hervorragende Idee, die Rechnung mal mit einfach verständlicher Bedienungsanleitung vorzustellen. So kann niemand sagen, die "Relativisten" würden sich hinter unverständlichen Formeln verstecken.

Gruss,
Joachim

Bynaus
20.06.2006, 10:59
Ausgezeichnet, mac - eine sehr schöne Herleitung. Zu schade, dass sie die selbsternannten "Relativitätskritiker" nicht honorieren werden... Naja, sollte mal wieder jemand irgendwo in einem Forum die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit bezweifeln, werde ich ihn hierhin verweisen...

Aurora
20.06.2006, 11:43
Was wäre wenn sich herausstellen sollte, dass die Lichtgeschwindigkeit tatsächlich keine Konstante ist?
Natürlich nicht im Sinne der RT-Kritiker, sondern im Zusammenhang mit der Quantenphysik.
Habe hier bei Astronews einen Beitrag aus 2001 gefunden, in dem genau das angenommen wird. Eine Abweichung in Richtung Frequenzabhängigkeit der LG, bei sehr weit entfernten Objekten, würde diesem Beitrag zufolge von mehreren Wissenschaftlern und Instituten untersucht.

Gruß Aurora

Bynaus
20.06.2006, 11:52
In diesem Fall sollten diese Effekte - frequenzabhängig - auch in Doppelsternsystemen zu beobachten sein, wie mac es vorgeschlagen hat (vermutlich müsste man sehr heisse Sterne nehmen, noch besser Neutronensterne / Schwarze Löcher, um den Effekt, der, IIRC nur bei sehr hohen Frequenzen auftreten soll, zu beobachten). Auf jeden Fall dürften diese Effekte minimal sein.

Realist
20.06.2006, 23:56
Hallo,

Immer wieder versuchen hier einige Teilnehmer (durchaus mit großer innerer Überzeugung) zu belegen, warum die Lichtgeschwindigkeit nicht konstant sein kann. Ja, dass diese ‚Behauptung’ der Logik widerspräche.

...

Herzliche Grüße

MAC

1. geht es gar nicht um die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit, sondern um ihre Invarianz gegenüber Bewegung

2. die Invarianz gegenüber der Bewegung der Lichtquelle mag durchaus gegeben sein, dadurch bleibt aber die Invarianz gegenüber der Bewegung des Empfängers immer noch unlogisch und unmöglich

galileo2609
21.06.2006, 00:06
1. geht es gar nicht um die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit, sondern um ihre Invarianz gegenüber Bewegung

2. die Invarianz gegenüber der Bewegung der Lichtquelle mag durchaus gegeben sein, dadurch bleibt aber die Invarianz gegenüber der Bewegung des Empfängers immer noch unlogisch und unmöglich

Hallo Joe/Josef,

das kennen wir doch schon. Jetzt bring mal was Substanzielles.

EDIT / Quelle: http://22214.rapidforum.com/topic=100375210081#37521008124795895

galileo2609

mac
21.06.2006, 00:49
Hallo Galileo, Ralf, Joachim und Bynaus!

Tut mir leid, daß ich so spät reagiere.

Als ich heute (äh, also Gestern) Abend Eure Posts las, habe ich mich sehr über Eure positiven Reaktionen gefreut. Herzlichen Dank an Euch. (hin und wieder braucht das Jeder)

Herzliche Grüße

:) MAC :)

Aurora
21.06.2006, 09:43
Ich hoffe ich schmeisse hier nichts durcheinander. In dem von mir genannten Artikel wird ja auch nicht die Invarianz der LG angezweifelt, sondern es geht darum, dass LG nur im "Nahbereich" eine Konstante sein könnte, sich jedoch bei Objekten, die mehrere Mio. Ly entfernt sind, eine Frequenzabhängigkeit ergeben könnte.

http://www.astronews.com/news/artikel/2001/02/0102-017.shtml


In diesem Fall sollten diese Effekte - frequenzabhängig - auch in Doppelsternsystemen zu beobachten sein, wie mac es vorgeschlagen hat ...

Naja, ich weiß nicht, bis zu welcher Entfernung Doppelsterne mit den heutigen Teleskopen gesehen nwerden können. Wenn ich das richtig verstanden habe bezog sich der Effekt (nur sehr gering) auf das Licht weit entfernter Glaxien, in der Größenordnung von Millionen Ly.
Die Effekte werden noch untersucht u.a. von CERN, sollten sie sich als richtig herausstellen, hätte das auch Auswirkungen auf die RT. Die müsste dann modifiziert werden.

Gruß Aurora

Joachim
21.06.2006, 12:33
Hallo Aurora,

worum es bei diesen Experimenten geht, ist die Frage nach einer kürzest möglichen Wellenlänge und was passiert, wenn man ihr nahekommt. Es gibt dazu zwei Möglichkeiten, entweder das Universum ist gerastert. In dem Fall kann es keine Wellenlänge geben, die kleiner ist als der Abstand zweier Raumpunkte. Besonders kurzwellige Schwingungen sollten ausserdem von dem Raster beeinflusst werden und könnten somit eine abweichende Geschwindigkeit haben. Ein gerastertes Universum stellt tatsächlich das Relativitätsprinzip in Frage, denn die Translationsinvarianz wäre nicht mehr gegeben. Nur Translationen von Vielfachen der Rasterlänge würden zum identischen Universum führen. Damit wäre die Imulserhaltung teilweise verletzt (anschaulich durch Reflexionen am Raster).

Die andere Möglichkeit ist, dass die Raumzeit bei kleinen Abständen und grossen Energien zunehmend diffus wird. Das ist wohl die verbreitetere Vermutung. Es gibt damit keinen diskreten kleinsten Abstandsschritt, aber die Physik müsste sich auch hier ändern, wenn man der entsprechenden Längenskala nahe kommt. Auch das würde dazu führen, dass hochenergetische, also kurzwellige, Lichtwellen nicht mehr mit Maxwells Theorie beschrieben werden können, sondern zusätzlich die Details der Quantengravitation Einfluss gewinnen.

Es handelt sich also bei solchen Abweichungen nicht um Probleme für die Relativitätstheorie, sondern um die lange gesuchten experimentellen Hinweise auf die Physik jenseits des Standardmodells.

Gruss,
Joachim

mac
21.06.2006, 15:57
danke mac, ich finde es vor allem eine hervorragende Idee, die Rechnung mal mit einfach verständlicher Bedienungsanleitung vorzustellen.
Hallo Joachim,

genau das ist aus meiner Sicht des Pudels Kern.

Je einfacher und anschaulicher man etwas erklären kann, um so besser. Allerdings muß man es dazu selbst wirklich verstanden haben und da gibt es bei mir leider einige Defizite. (Ich arbeite, unter anderem mit Deiner freundlichen Unterstützung daran, aber es ist halt ‚nur’ ein Hobby)

Insgesamt profitiere ich sehr von Euren Erklärungen an andere und mich, aber auch von vielen Fragen und Vorstellungen der Kritiker, bei denen ich oft merke, dass ich sicher geglaubtes Wissen in einigen Bereichen doch nicht in ausreichendem Maße besitze und neu erarbeiten muß.

Da ich aber nicht nur profitieren möchte, gebe ich, so gut ich halt kann, gerne auch wieder etwas zurück.


Herzliche Grüße

MAC

mac
21.06.2006, 16:00
1. geht es gar nicht um die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit, sondern um ihre Invarianz gegenüber Bewegung

2. die Invarianz gegenüber der Bewegung der Lichtquelle mag durchaus gegeben sein, dadurch bleibt aber die Invarianz gegenüber der Bewegung des Empfängers immer noch unlogisch und unmöglich
Hallo Realist,

ich hoffe Du siehst mir nach, dass ich nicht zuerst auf Deine Vorstellung eingegangen bin. Wie Dir vielleicht entgangen ist, haben die verschiedenen Kritiker keineswegs eine einheitliche Vorstellung, worum ES geht. Aber ich gestehe, dass ich Deine Vorstellung bis dato noch gar nicht wahrgenommen hatte.

Beim ersten Lesen Deines Post’s (heute Morgen) dachte ich, ich habe verstanden was Du meinst. Als ich aber versucht habe mir Dein Szenario vorzustellen, merkte ich, dass das vielleicht doch nicht der Fall war.

Deshalb Schritt für Schritt: Eine Lichtquelle sendet Licht aus, dass unabhängig von der Geschwindigkeit dieser Lichtquelle, sich mit Lichtgeschwindigkeit von dieser Quelle entfernt? Also eigentlich so, wie es auch in der RT als gemessen vorausgesetzt wird? Und ein Beobachter soll jetzt nur dann Lichtgeschwindigkeit bei diesem Licht messen, wenn er sich bezogen auf die Lichtquelle nicht bewegt. Und, anders als in der RT, wenn er sich darauf zu bewegt, soll die gemessene Lichtgeschwindigkeit des Lichtquellenlichtes für ihn schneller als c und wenn er sich davon wegbewegt, langsamer als c sein? (Also zumindest als meßtechnisch bisher ungeklärte Frage)

Hab’ ich Dich soweit richtig verstanden?

Herzliche Grüße

MAC

Realist
21.06.2006, 16:52
Hallo Realist,

ich hoffe Du siehst mir nach, dass ich nicht zuerst auf Deine Vorstellung eingegangen bin. Wie Dir vielleicht entgangen ist, haben die verschiedenen Kritiker keineswegs eine einheitliche Vorstellung, worum ES geht. Aber ich gestehe, dass ich Deine Vorstellung bis dato noch gar nicht wahrgenommen hatte.
Hallo Mac,

ich gehe jetzt davon aus dass es keine böse Absicht war, also sehe ich es dir schon nach.


Deshalb Schritt für Schritt: Eine Lichtquelle sendet Licht aus, dass unabhängig von der Geschwindigkeit dieser Lichtquelle, sich mit Lichtgeschwindigkeit von dieser Quelle entfernt? Also eigentlich so, wie es auch in der RT als gemessen vorausgesetzt wird?
Ja. bis auf deine widersprüchliche Formulierung im zweiten Satz. Etwas, das tatsächlich gemessen wurde, muss man ja nicht mehr voraussetzen, oder?


Und ein Beobachter soll jetzt nur dann Lichtgeschwindigkeit bei diesem Licht messen, wenn er sich bezogen auf die Lichtquelle nicht bewegt.
Nein, sondern wenn er sich bezogen auf das Licht selbst nicht bewegt.


Und, anders als in der RT, wenn er sich darauf zu bewegt, soll die gemessene Lichtgeschwindigkeit des Lichtquellenlichtes für ihn schneller als c und wenn er sich davon wegbewegt, langsamer als c sein? (Also zumindest als meßtechnisch bisher ungeklärte Frage)

Ja, die Lichtgeschwindigkeit ist der Relativität der Bewegung genau so unterworfen wie alle anderen Geschwindigkeiten.

Um es zu verdeutlichen, stelle dir eine Gewehrkugel vor, die aus einem Gewehr abgefeuert wird.

Frage dich jetzt, WARUM die Kugel die Geschwindigkeit des Gewehrs "übernimmt"?

mac
21.06.2006, 17:03
Ok, dann sind wir eigentlich schon an der Stelle, die für mich in Deinem Szenario nicht mehr schlüssig ist.

Warum?

Bitte stell Dir folgendes vor: Zwei Lichtquellen, beide miteinander verbunden. Beide senden Licht aus, für beide ist das eigene Licht und das Licht der jeweils anderen Quelle lichtschnell. Jetzt verändern Beide ihre Geschwindigkeit, (nicht zueinander, sondern zu ihrer Umgebung). Beide senden wieder Licht aus, genau so lichtschnell wie beim ersten Mal.

In Deinem Szenario hast Du jetzt folgendes Problem:

Das erste Licht der ersten Quelle ist für diese Quelle nach der Geschwindigkeitsänderung immer noch lichtschnell, während das erste Licht der zweiten Lichtquelle für die erste Lichtquelle sich je nach Richtung unterschiedlich schnell bewegen müßte, obwohl erste und zweite Lichtquelle sich immer noch zueinander mit gleicher Geschwindigkeit bewegen und für die zweite Lichtquelle ihr eigenes erstes Licht sich noch gleichmäßig mit Lichtgeschwindigkeit bewegt.

Einverstanden? Und erkennst Du mit meiner etwas umständlichen Erklärung (Graphik wäre hier eine echte Bereicherung) das Problem?

Herzliche Grüße

MAC

Realist
21.06.2006, 17:38
Es tut mir leid, Mac, aber wenn du auf meine Fragen nicht eingehst, dann hat es keinen Zweck.

Ich hatte dich zuletzt gefragt, WARUM die Kugel die Geschwindigkeit des Gewehrs "übernimmt".

Statt eine Antwort darauf kommst du mit einem anderen Beispiel, redest also an mir vorbei.

So stelle ich mir eine Diskusion nunmal nicht vor.

mac
21.06.2006, 18:09
Hallo Realist,

Du hast mir in Post 11 eine Frage gestellt, in Post 17 habe ich versucht zu klären ob ich Deinen Gedankengang richtig aufgefasst habe, um nicht durch ein Mißverständnis meinerseits meine Antwort ins Leere zu schicken. Es war auch schon so formuliert, daß Du es als ersten Schritt erkennen konntest. Du hast mit einigen semantischen Klarstellungen diese Voraussetzungen bestätigt und eine neue Frage gestellt. Mit Post 19 versuche ich immer noch auf Deinen Post 11 zu antworten. Das möchte ich auch gerne abschließen, bevor ich auf eine weitere Frage eingehe.
Ich hoffe auf Dein Verständnis.

Herzliche Grüße

MAC

Aragorn
21.06.2006, 18:17
Frage dich jetzt, WARUM die Kugel die Geschwindigkeit des Gewehrs "übernimmt"?

Wenn sie dies tun würde, käme sie aus Selbigem nicht heraus.

Realist
21.06.2006, 18:20
Hallo Realist,

Du hast mir in Post 11 eine Frage gestellt, in Post 17 habe ich versucht zu klären ob ich Deinen Gedankengang richtig aufgefasst habe, um nicht durch ein Mißverständnis meinerseits meine Antwort ins Leere zu schicken. Es war auch schon so formuliert, daß Du es als ersten Schritt erkennen konntest. Du hast mit einigen semantischen Klarstellungen diese Voraussetzungen bestätigt und eine neue Frage gestellt. Mit Post 19 versuche ich immer noch auf Deinen Post 11 zu antworten. Das möchte ich auch gerne abschließen, bevor ich auf eine weitere Frage eingehe.
Ich hoffe auf Dein Verständnis.

Herzliche Grüße

MAC
In meinem Post 11 hatte ich überhaupt keine Fragen gestellt.

Deine Weigerung, etwas dazu zu sagen, warum die Kugel die Geschwindigkeit des Gewehrs "übernimmt", ist also das Beenden der Diskussion.

Soll mir recht sein, hier herrscht schliesslich kein Zwang, mit jedem über alles reden zu müssen.

mac
21.06.2006, 18:39
Hallo Realist,

Ok., ich respektiere Deine Entscheidung.
Was ich zu Deiner Nicht-Frage zu sagen hatte, habe ich gesagt. Wenn jemand dazu gerne noch eine Erläuterung hätte, so kann er/sie mich jederzeit gerne fragen. So gut ich kann, werde ich antworten.


Herzliche Grüße

MAC

Chrischan
21.06.2006, 18:40
Deine Weigerung, etwas dazu zu sagen, warum die Kugel die Geschwindigkeit des Gewehrs "übernimmt", ist also das Beenden der Diskussion.

Soll mir recht sein, hier herrscht schliesslich kein Zwang, mit jedem über alles reden zu müssen.
mac versucht hier deutlich eine Basis (gleiches Verständnis) für eine Diskussion zu schaffen. Ohne Basis würde man nicht diskutieren, sondern nur aneinander vorbei reden...
Realist scheint hierfür aber kein Verständnis zu haben. Sollte ihm an einer echten Diskussion mit mac wirklich gelegen sein, ist das nur sehr schwer nachzuvollziehen. Es sieht eher danach aus, daß Realist die erst beste Gelegenheit ergreift sich aus einer (für ihn vielleicht wenig erfolgreichen) anbahnenden Diskussion zu verabschieden.
Wer keine nachvollziehbaren Argumente hat scheut nunmal eine Diskussion.
Wenn Realist nicht auch nur heisse Luft verschossen hat, sollte er mac eine echte Chance geben, eine Basis für eine (argumentative) Diskussion aufzubauen um eine solche dann mit mac zu führen.

Nur Meine Meinung.
Chrischan

Aragorn
21.06.2006, 18:56
In meinem Post 11 hatte ich überhaupt keine Fragen gestellt.

Deine Weigerung, etwas dazu zu sagen, warum die Kugel die Geschwindigkeit des Gewehrs "übernimmt", ist also das Beenden der Diskussion.

Soll mir recht sein, hier herrscht schliesslich kein Zwang, mit jedem über alles reden zu müssen.
Warum klärst du deine Frage nicht selbst?
Nimm ein Gewehr und ziele auf eine Wand. Drück ab.
Dann gibt es zwei mögliche Ausgänge des Experiments:

* du hast recht und die Kugel nimmt die Geschw. des Gewehrs an.
* du hast unrecht und die Wand ein Loch

Probiers aus :)

Edit: Posting entschärft

Realist
21.06.2006, 18:58
Hallo Realist,

Ok., ich respektiere Deine Entscheidung.
Was ich zu Deiner Nicht-Frage zu sagen hatte, ...


Herzliche Grüße

MAC
"Nicht-Frage" ???

Schade um die in diesem Thread verlorene Zeit.

Und kein weiterer Kommentar.

mac
21.06.2006, 21:48
Hallo Chrischan,

:) danke für Deine Unterstützung!

Herzliche Grüße

MAC

mac
21.06.2006, 21:55
Hallo Aragorn,

danke, vorallem dafür:

Edit: Posting entschärft

auch wenns frustet, man muß Jedem die Möglichkeit zum Rückzug oder einfach nur zum Ausstieg lassen. So sehe ich das wenigstens.

Herzliche Grüße

MAC

ralfkannenberg
21.06.2006, 23:03
auch wenns frustet, man muß Jedem die Möglichkeit zum Rückzug oder einfach nur zum Ausstieg lassen. So sehe ich das wenigstens.Ihr solltet mit dem Realisten nachsichtiger sein, im Vergleich zu früher haben sich seine Manieren wesentlich verbessert. Remember ?

Freundliche Grüsse, Ralf

mac
21.06.2006, 23:38
Ihr solltet mit dem Realisten nachsichtiger sein, im Vergleich zu früher haben sich seine Manieren wesentlich verbessert. Remember ?
Hallo Ralf,

war immer noch zu hart?

ratlos

MAC

ralfkannenberg
21.06.2006, 23:47
Hallo mac, ist schon ok ;)

Freundliche Grüsse, Ralf

galileo2609
22.06.2006, 00:08
[...] war immer noch zu hart? [...]

Hallo mac,

mit Sicherheit nicht! Aus meiner Sicht!
Die Manieren und Themen von "Realist" zeigen eine erstaunliche Konstanz. Man nehme nur die Reaktionen auf sein 'Gewehrkugelbeispiel', das sowohl im 'Forum von astronews' (http://www.astronews.com/forum/showthread.php?t=917&page=2), aber auch z. B. im 'Quantenforum' (http://einstein.reul-web.com/viewtopic.php?t=248&start=0) nachzulesen ist (Seite durchsuchen: 'Gewehrkugel').

Grüsse galileo2609

AracheonoXis
22.06.2006, 14:27
Es tut mir leid, Mac, aber wenn du auf meine Fragen nicht eingehst, dann hat es keinen Zweck.

Ich hatte dich zuletzt gefragt, WARUM die Kugel die Geschwindigkeit des Gewehrs "übernimmt".

Statt eine Antwort darauf kommst du mit einem anderen Beispiel, redest also an mir vorbei.

So stelle ich mir eine Diskusion nunmal nicht vor.

Ich hoffe, ich stell mich jetzt nicht zu blöd an aber wie genau ist das mit der Kugel und dem Gewehr gemeint?

Die Kugel übernimmt die Geschwindigkeit vom Gewehr? Von einem bewegten? Ist das so richtig zu verstehen?
Das Warum dürfte doch aber in jedem Fall lauten, weil Kugel und Gewehr bereits die Geschwindigkeit besaßen (vor abfeuern) und dann noch die Feuergeschwindigkeit dazukommt.
Liege ich da jetzt richtig?

Bewegt
23.06.2006, 02:37
. . . . . . . :rolleyes:

Bewegt
23.06.2006, 04:20
. . . . . . . :rolleyes:
Beitrag wieder gelöscht.
Ende meiner Diskussion! ;)

Mark Striper
23.06.2006, 07:29
Also ich predige ja auch immer, alles zu hinterfragen, speziell das, was man in den Nachrichten sieht.
Für alles gibt es immer mindestens zwei verschiedene Ansichten.
Ich versuche möglichst alle Ansichten dann abzuwägen, bevor ich mir eine Meinug bilde.
Kann ich aus meinen Informationen mich nicht klar für die eine oder andere Version entscheiden,
dann vermeide ich es lieber, mich festzulegen.
Ich sage dann immer: "Keine Ahnung, wer Recht hat."
Dann kommt oft ein: "Aber du must doch eine Meinung haben."
Und viele bilden sich jetzt eine Meinung.
Das Problem ist, daß wenn jetzt neue Informationen auftauchen,
ein Meinungswechsel selbst als Schwäche angesehen wird, ja regelrecht als Niederlage.

Ich selbst glaube, daß die Relativitätstheorie unsere Welt richtig beschreibt,
aufgrund der Beweise, die bisher erbracht wurden.
Meine Erfahrung hat mich gelehrt, daß es immer Menschen gibt, die Erfolge
der Menschheit anzweifeln und in den Dreck ziehen wollen.
Bestes Beispiel ist die Mondlandung.
Alle "Beweise", die von den Mondlandungs-Kritikern hervorgebracht wurden,
hören sich ja erstmal nach "gesundem Menschenverstand" an.
Z.B. Schatten, die in verschiedene Richtungen zeigen usw.
Bei näherem Hinsehen, entpuppen sich diese "Beweise" aber als Effekte,
die wir sogar tagtäglich beobachten können.
Aber nehmen sich diese Kritiker etwas von den Argumenten an ? Nein.
Es wird weiter behauptet, daß die USA nie auf dem Mond gewesen sein kann.
Aber ich schweife ab.

Vielleicht sollten wir uns alle nicht voreilig eine Meinung bilden,
sondern erstmal sorgfältig die Argumente verschiedener Seiten abwägen.
Tendieren wir dann zu einer Seite, sollten wir aber auch später die Bereitschaft besitzen,
unsere Meinung zu korrigieren, ohne dies gleich als Schwäche anzusehen.
Das, was ich hier beobachte, sind ja regelrechte Grabenkriege.

Die Physiker von heute würden sofort die Relativitätstheorie über den Haufen werfen,
wenn es wirklich so viele Fehlannahmen, wie behauptet wird, gäbe.
Als wenn das alles eine riesige Verschwörung wäre, au mann.

Na ja, das war jetzt zwar alles OT, aber das musste einfach mal raus.

hyperion
24.06.2006, 20:36
Das ist genau das Beispiel, welche ich auch gebracht habe,
nur mit einem tatsächlichen Doppelsternsystem.
Bis jetzt konnte diese Beobachtungen keiner der RT-Kritiker plausibel
mit seiner Theorie vereinbaren, da sind sie mit ihrem Latein scheinbar am Ende.
Die lokal / momentane Abhängigkeit der absoluten radialen Lichtgeschwindigkeit (c +- v. cosß) von der betreffenden absoluten Geschwindigkeit der Lichtquelle (v) könnte außerhalb des vernachlässigbaren Raum-Zeit-Bereichs durch einen zusätzlichen entsprechenden Effekt ausgeglichen werden!

Mark Striper
24.06.2006, 21:29
Hui - Wahnsinn ! :eek:

mac
24.06.2006, 23:50
Die lokal / momentane Abhängigkeit der absoluten radialen Lichtgeschwindigkeit (c +- v. cosß) von der betreffenden absoluten Geschwindigkeit der Lichtquelle (v) könnte außerhalb des vernachlässigbaren Raum-Zeit-Bereichs durch einen zusätzlichen entsprechenden Effekt ausgeglichen werden!

Das hört sich an, als würdest Du es selbst nicht glauben! ;) Recht so!

Gruß

MAC

hyperion
25.06.2006, 09:51
Das hört sich an, als würdest Du es selbst nicht glauben! ;) Recht so!

Gruß

MAC
Siehe meinen erläuternden Beitrag in "Irrtümer der Speziellen Relativitätstheorie"!
;)

hyperion
25.06.2006, 09:59
Hui - Wahnsinn ! :eek:
Entzückt, dich kennenzulernen! Dein fachchinesisch anmutender Name ist wohl (wessen?) Programm! Offensichtlich, du selbst bist der personalisierte Wahnsinn!
:eek:

Mark Striper
25.06.2006, 16:30
Armer Robert, keine Angst, es wird alles wieder gut.

ralfkannenberg
25.06.2006, 16:41
Es hätte mich noch interessiert, wieso er dieses Mal den eher neutralen Namen "Hyperion" verwendet hat.

Also Robert, erklärst Du mir das noch, wenn Du Dich das nächste Mal anmeldest ? "Phoebe" ist übrigens auch noch ein unregelmässig geformter grösserer Saturnmond ;)

Freundliche Grüsse, Ralf

antirelativ
29.06.2006, 15:19
Die lokal / momentane Abhängigkeit der absoluten radialen Lichtgeschwindigkeit (c +- v. cosß) von der betreffenden absoluten Geschwindigkeit der Lichtquelle (v) könnte außerhalb des vernachlässigbaren Raum-Zeit-Bereichs durch einen zusätzlichen entsprechenden Effekt ausgeglichen werden!
Fallen euch keine Einwände ein?!
:(

Sheela3004
29.06.2006, 15:24
Fallen euch keine Einwände ein?!
:(

Wieso? Ich dachte du wolltest es uns erklären.

Aragorn
29.06.2006, 17:24
Fallen euch keine Einwände ein?!
:(
Das ist falsch, weil die relativ stochastische und imaginär verschwindende Lichtgeschw. (c +ß*dx/dt) über alle Wege der Superposition unterliegt (s=Integral v(t)dt).

stellarius
30.06.2006, 15:01
Das ist falsch, weil die relativ stochastische und imaginär verschwindende Lichtgeschw. (c +ß*dx/dt) über alle Wege der Superposition unterliegt (s=Integral v(t)dt).
Nein, DAS ist wirklich falsch, weil diese bizarr klingelnde, verschrobene, hochgestochene Blabla höchstwahrscheinlich eindeutig tatsächlich eigentlich nur das ist, wonach es auch klingt und zwar Blabla! :eek: