PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spuren von Plankton



Dgoe
05.01.2017, 14:11
Hier ist eine Pressemeldung aus dem Jahr 2014, dass Spuren von Plankton an der Außenhülle der ISS gefunden wurden. Dies meldeten auch etliche andere Presseorgane:

http://mobil.n-tv.de/wissen/Kosmonauten-beenden-Ausseneinsatz-an-ISS-article13446416.html

Das Thema ist hier nicht diskutiert worden, soweit wie ich recherchiert habe. Es ist aber höchst interessant, mMn.

Gruß,
Dgoe

Dgoe
05.01.2017, 16:01
Ergänzend vielleicht noch eine 'Hitliste' zu weiteren Quellen:
www.google.de/search?q=Spuren+von+Plankton

Die Frage ist natürlich, wie es dort hinkommt!? In der Region von Baikonur jedenfalls kommt solch Plankton nicht vor, so dass eine "Kontamination" während der Starts auszuschließen ist.

In 400 km Höhe wehen auch keine Winde mehr. Es wäre unglaublich, wenn das Plankton dennoch über einen solchen Weg in solche Höhen gelangen könnte.

Leider finde ich spontan auch nichts neueres zu diesem Thema. Hat jemand noch etwas darüber gehört, oder Ideen?

Wäre dann nicht denkbar, dass der Sonnenwind auch Plankton davonträgt (einmal in diese Höhen gelangt)? Die Erde permanent Plankton u. ähnliches "versprüht"?

Gruß,
Dgoe

Chrischan
05.01.2017, 16:31
Hi Dgoe,

Baikonur wäre nicht die einzige mögliche Quelle auf der Erde. Starts erfolgten auch in den USA. Ebenfalls könnte die Kontamination auch bereits bei der Fertigung der Einzelteile/Module erfolgt sein.

Gruss,
Christian

Dgoe
05.01.2017, 17:50
Hallo Christian,

die Baikonur-Erwähnung entnahm ich der Berichterstattung. Klar, alle Space-Shuttle-Missionen starteten in den USA.

Nur man hat es angeblich dem Staub auf der Außenhaut bzw. dem auf eines der Fenster entnommen, was aber doch nicht ganz so klar ist, siehe Zitat unten.

Ich stelle mir vor, dass alle Teile immer top geputzt waren. Ferner, dass während eines Starts auch nicht besonders viel Staub auf der Außenhaut verbleibt. Falls doch, dann müsste das Plankton ja auch noch rüber zu dem Bereich, wo es entdeckt wurde.

Könnte aber auch eine russische Ente sein:


Eine weitere Aufgabe von Artemjew und Skworzow war es, mit einem Spezialpinsel Proben kosmischen Staubs von einer Luke zu nehmen und verschiedene Halterungen an der Außenhaut der ISS zu befestigen. Um mögliche Schäden festzustellen, fotografierten sie zudem Teile der Raumstation.

Die Leitzentrale im russischen Koroljow berichtete unterdessen von einer Entdeckung auf der ISS während des vergangenen Jahres: An der Außenwand der Raumstation sollen sich Spuren von Meeresplankton finden. Hintergründe zu der Entdeckung blieben zunächst unklar. Kleinstpartikel können aber mit Winden in große Höhen gelangen.Quelle: http://m.spiegel.de/wissenschaft/weltall/a-986833.html (2014)

"Hintergründe unklar" nervt dabei am Meisten.

Gruß,
Dgoe