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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wer hat gab die richtige Antwort ?



Sheela3004
15.06.2006, 12:54
Leider ist die Quellenangabe recht dünn. Ein Herr Kurt Rudzinski (Chemiker) soll in FAZ vom 6. Oktober 1959 auf folgende Frage gestoßen sein:


Mit welcher Geschwindigkeit nähern sich zwei aufeinanderzufliegende Lichtwellen gegenseitig an?

Um die Zeit muß es in Lindau am Bodensee ein Treffen von Nobelpreisträgern gegeben haben, wo Rudzinski diese Frage stellte.
Max Born hat die Frage angeblich wie folgt beantwortet:


Selbstverständlich mit 300000 Kilometer pro Sekunde. Wer etwas von Physik, Relativitätstheorie, von Lorentz-Transformationen und Minkowski-Räumen weiß, für den versteht sich das von selbst

Paul Dirac auch auf diesem Treffen in Lindau anwesend soll die Frage wie folgt beantwortet haben:

Selbstverständlich mit 600000 Kilometer pro Sekunde. Aber das ist keine echte Geschwindigkeit, sondern das sind zwei addierte Geschwindigkeiten. Warum wollen Sie sich das mit den 300000 Kilometern pro Sekunde so schwer machen?

Wie gesagt die Quellangaben sind dünn. Ich persönlich hätte wie Born geantwortet. Falls Dirac das gesagt haben sollte, frage ich mich war es ein Scherz oder steckt noch irgendetwas anderes hinter seiner Antwort?

Joachim
15.06.2006, 13:09
Beide haben recht, denn für beide Aussagen kann man einen Grenzübergang angeben.

Oder:

Beide haben unrecht, denn es gibt kein Ruhesystem des Lichts.

Zu den Grenzwerten:

1)
Stell dir vor, wir haben zwei Elektronen, die aus entgegengesetzten Richtungen mit annähernd Lichtgeschwindigkeit auf uns losfliegen. Die addierten Geschwindigkeiten sind fast 2c. Wenn wir aber nun immer mehr in eine Richtung beschleunigen, dann wird das eine Elektron relativ zu uns langsamer, wärend das andere kaum schneller wird. Haben wir Die Geschwindigkeit des einen Elektrons erreicht, so ist die Relativgeschwindigkeit nur noch fast c. Das gilt für beliebig schnelle Elektronen und im Limes v->c auch für Licht.
-> Max Born hat recht

2)
Licht ist kein Elektron, wir stellen uns gleich zwei Lichtwellen vor, die aus entgegengesetzten Richtungen auf uns zukommen. Beschleunigen wir nun in eine Richtung, so wird die eine Welle langwelliger, die andere kurzwelliger aber die Geschwindigkeiten bleiben gleich. Auch im Grenzfall v->c bleibt die Summengeschwindigkeit 2c.
->Dirac hat recht

Gruss,
Joachim

infinit
16.06.2006, 00:32
Ohne Unterscheidung zwischen absoluter und relativer Bewegung, bzw. Geschwindigkeit und ohne Angabe des betreffenden Bezugssystem ist alles Unsinn, auch im Rahmen der Ausbreitung e.m. Wellen, bzw. Quanten!
Der "Grenzübergang" ist die absolute Vakuumlichtgeschwindigkeit c ausserhalb (absolut) bewegter Gravitationsfelder (in Bezug auf den absolut ruhenden Universalraum)!
:cool:

mierscheid
16.06.2006, 02:00
Ohne Unterscheidung zwischen absoluter und relativer Bewegung, bzw. Geschwindigkeit und ohne Angabe des betreffenden Bezugssystem ist alles Unsinn, auch im Rahmen der Ausbreitung e.m. Wellen, bzw. Quanten!
Der "Grenzübergang" ist die absolute Vakuumlichtgeschwindigkeit c ausserhalb (absolut) bewegter Gravitationsfelder (in Bezug auf den absolut ruhenden Universalraum)!
:cool:

Jemand wie Defizit ist entweder asoziales Subjekt, der zu Feige ist seine Email-Adresse zu hinterlassen, damit er für seine Posts die entsprechenden Abmahnungen bekommt, weil er ständig die Forenregeln bricht. Oder aber ist so 'intelligent' wie es eben ein Friebe-Lopezbubi sein kann, so daß der Wert der Ausssage im obigen Zitat der gleiche ist, als wäre die Aussage im Zitat von Friebe und Lopez selbst gemacht worden, was dann exakt dem Niveau 0 entspricht.
Und wenn du dich wieder mal mit deinen Steigbügelhaltern Friebe,Lopez, aether, absolut etc. für eine Antwort abstimmen mußt, empfehle ich weiterhin die Äußerungen von absolut:


Lumpen seid ihr schon alle auf einem Haufen - ein Scheiterhaufen mache ich aus euch, drauf soll die SRT schmorren und brennen wie eine echte Hexe!


Herr mierscheid, haben sie auch eine Scheide, sie Klingen ja nach Scheide... und wo soll ich denn meine "Klinge" sonst reinstecken?


Die Österreicher und die Schweizer und die Juden und die Ausserirdischen u.a. sollen sich um ihren eigenen Dreck kümmern!
Hier geht es nur um absolut und um relativ - um mich und Einstein!



Es geht hier nicht um Antisemitismus, sondern um Antirealität!
...und auch ihr, Österreicher, seid ziemlich realitätsfremd, um nicht zu sagen weltfremd...

Das ist doch die 'schöne' Welt in Zitaten von einem Friebe-Lopez Bubi.:cool:

infinit
16.06.2006, 07:09
Ohne Unterscheidung zwischen absoluter und relativer Bewegung, bzw. Geschwindigkeit und ohne Angabe des betreffenden Bezugssystem ist alles Unsinn, auch im Rahmen der Ausbreitung e.m. Wellen, bzw. Quanten!
Der ABSOLUTE "Grenzübergang" ist die absolute Vakuumlichtgeschwindigkeit c ausserhalb (absolut) bewegter Gravitationsfelder (in Bezug auf den absolut ruhenden Universalraum)!
:cool:
Der relative Grenzübergang ist die (auch auf der Erde festgestellte) relative (Isotropie der) Vakuumlichtgeschwindigkeit c (mit v + c absolut veränderter e.m. Signale), innerhalb (absolut) bewegter (relativ zur e.m. Ausbreitung relativ ruhenden) Gravitationsfelder, und in Bezug auf dieselben!
:D

infinit
16.06.2006, 07:14
Jemand wie Defizit ist entweder asoziales Subjekt, der zu Feige ist seine Email-Adresse zu hinterlassen, damit er für seine Posts die entsprechenden Abmahnungen bekommt, weil er ständig die Forenregeln bricht. Oder aber ist so 'intelligent' wie es eben ein Friebe-Lopezbubi sein kann, so daß der Wert der Ausssage im obigen Zitat der gleiche ist, als wäre die Aussage im Zitat von Friebe und Lopez selbst gemacht worden, was dann exakt dem Niveau 0 entspricht.
Und wenn du dich wieder mal mit deinen Steigbügelhaltern Friebe,Lopez, aether, absolut etc. für eine Antwort abstimmen mußt, empfehle ich weiterhin die Äußerungen von absolut:
Das ist doch die 'schöne' Welt in Zitaten von einem Friebe-Lopez Bubi.:cool:
Wer, zum Geier, ist dieser Bubiböse "Defizit"?!
:confused:

mierscheid
16.06.2006, 10:25
Wer, zum Geier, ist dieser Bubiböse "Defizit"?!
:confused:

Du brauchst nicht auch noch deine geistigen Defizite hier posten infinit. Jeder kennt deine geistigen Defizite inzwischen und jede Werbung dafür ist vollkommen überflüssig. Hast du eigentlich den Hauptschulabschluss inwischen nachgeholt.

Kunibert
16.06.2006, 11:18
Hallo,
wenn wir irgend eine Form von Materie auf c beschleunigen würden, dürfte die Materie vorher zum schwarzen Loch werden, ist das richtig?

mac
16.06.2006, 12:01
wenn wir irgend eine Form von Materie auf c beschleunigen würden,
Hallo Kunibert,

sagen wir, knapp unter c.
Die relativistische Rechnung hab' ich noch nicht gut genug verstanden, aber die Primitivrechnung unterscheidet sich um weniger als eine Größenordnung (wenn ich wenigstens das richtig verstanden habe)

Um das mit einem Proton zu schaffen, müßtest Du's auf grob 4E25 EV beschleunigen. Derzeit liegen die Protonenbeschleuniger (ich glaube) im TeV Bereich.

Wird wohl noch etwas dauern. ;)

Herzliche Grüße

MAC

PS: Korrekturen und Beispielrechnungen von denen, die's schon verstanden haben, sind willkommen :)

Joachim
16.06.2006, 13:14
Hallo,
wenn wir irgend eine Form von Materie auf c beschleunigen würden, dürfte die Materie vorher zum schwarzen Loch werden, ist das richtig?

Wahrscheinlich nein, denn die Ruheenergie der Materie bleibt gleich und damit gibt es für ein schnelles Teilchen keinen Grund zu kollabieren. Erst wenn man schnelle Teilchen in einem Raumgebiet einschliesst, zum Beispiel als Kreisstrom in einem starken Magnetfeld, könnte man die nötigen Energiedichten im Schwerpunktsystem erzeugen.

Gruss,
Joachim

infinit
16.06.2006, 13:34
Du brauchst nicht auch noch deine geistigen Defizite hier posten infinit. Jeder kennt deine geistigen Defizite inzwischen und jede Werbung dafür ist vollkommen überflüssig. Hast du eigentlich den Hauptschulabschluss inwischen nachgeholt.
Du hast alle geistigen Defizite dieser Welt monopolisiert! Dafür müsste man ein eigenes Unterforum aufmachen... Das könntest du aus dem Kindergarten moderieren!
:eek:

Kunibert
16.06.2006, 13:49
Was ist der Unterschied zwischen der Ruheenergie und der Addition mit der zugeführten Energie? Ich dachte die Masse des Teilchens erhöht sich durch die Energiezufuhr beim Beschleunigen. Ich überlege nur, ob wir jemals ein Experiment mit Geschwindigkeitsvergleichen nahe c machen werden können.

mac
16.06.2006, 15:06
Hallo Joachim


Was ist der Unterschied zwischen der Ruheenergie und der Addition mit der zugeführten Energie? Ich dachte die Masse des Teilchens erhöht sich durch die Energiezufuhr beim Beschleunigen.

Also in Bezug auf die Massenzunahme durch Beschleunigung dachte ich das auch!?

Hallo Kunibert,


Ich überlege nur, ob wir jemals ein Experiment mit Geschwindigkeitsvergleichen nahe c machen werden können.

eigentlich in jedem Elektronenbeschleuniger. Ruheenergie des Elektrons 511 keV. Energie beschleunigter Elektronen MeV bis GeV (TeV?)

Bei den großen Beschleunigern: Ruheenergie Proton knapp 1GeV, beschleunigt auf mehrere TeV

Herzliche Grüße

MAC

Joachim
16.06.2006, 16:45
Was ist der Unterschied zwischen der Ruheenergie und der Addition mit der zugeführten Energie? Ich dachte die Masse des Teilchens erhöht sich durch die Energiezufuhr beim Beschleunigen.

Ja, aber nur die relativistische Masse relativ zum beschleunigenden System erhöht sich. Im Ruhesystem bleibt die Masse gleich. Es folgt direkt aus dem Relativitätsprinzip, dass die kinetische Energie eines Teilchens nicht dafür entscheidend sein kann, ob es zum schwarzen Loch wird, denn es gibt immer ein Inertialsystem, in dem die relativistische Masse ausreichend gross ist.

Anders ist es, wenn man gebundene Zustände von materiellen Teilchen betrachtet. Da muss man zur Gesamtenergie die kinetische Energie hinzunehmen. Allerdings dürfte nicht nur die Massendichte, sondern auch zum Beispiel der Drehimpuls einen Einfluss auf die Bildung eines schwarzen Lochs haben.

Gruss,
Joachim

Kunibert
16.06.2006, 19:45
Das heißt, würde ich neben dem Teilchen herfliegen, wären seine Eigenschaften, für mich, ganz normal, ganz so als wären wir in Ruhe? Teilchen bewegen sich aber ziemlich chaotisch, diese Bewegungen kann ein makroskopischer Körper niemals mitmachen, oder?

@mac,
das ist aber nicht damit vergleichbar, wenn wir es mit richtigen Körpern machen würden, z.B. die Enterprise mit maximalem Impulsantrieb (hehe), oder?

Kunibert
16.06.2006, 19:50
Zusatz:
Ja, aber nur die relativistische Masse relativ zum beschleunigenden System erhöht sich. Im Ruhesystem bleibt die Masse gleich. Es folgt direkt aus dem Relativitätsprinzip, dass die kinetische Energie eines Teilchens nicht dafür entscheidend sein kann, ob es zum schwarzen Loch wird, denn es gibt immer ein Inertialsystem, in dem die relativistische Masse ausreichend gross ist...,ist das berühmte Beispiel, das E. Friebe und Konsorten nicht verstehen, wenn eine Rakete von mir wegfliegt, daß ich dann schwerer werde, vom wegfliegendem Astronauten aus gesehen?

Kunibert
18.06.2006, 23:08
Hallo Joachim,
...es gibt immer ein Inertialsystem, in dem die relativistische Masse ausreichend gross ist...
das ist wohl ein riesen Unterschied zwischen beschleunigten Inertialsystemen und Inertialsystemen mit hoher Gravitation?

Joachim
19.06.2006, 12:22
Das heißt, würde ich neben dem Teilchen herfliegen, wären seine Eigenschaften, für mich, ganz normal, ganz so als wären wir in Ruhe?

So ist es. Dazu kommt noch, dass Teilchen, die im gleichen Feld beschleunigt werden und somit auf gleiche Endgeschwindigkeiten gebracht werden, in ihrem neuen Ruhesystem sogar weiter voneinander entfernt sind (Längenkontraktion). Sie haben also noch weniger Anlass ein schwarzes Loch zu bilden. Anders ist es, wie ich schon bemerkte, wenn die Teilchen zum Beispiel in einem Potenzial gefangen sind. Die Elektronen im Inneren schwerer Atome erreichen relativistische Geschwindigkeiten und sollten somit auch für eine Massenzunahme des Gesamtsystems sorgen. Allerdings ist der Einfluss sehr gering und wurde meines Wissens nie gemessen. Überhaupt wird die Masse einzelner Atome in der Regel über Trägheitseffekte bestimmt und nicht durch Gravitationsversuche. Massendichten wie in schwarzen Löchern sind mit Atomen nicht zu erreichen.

Gruss,
Joachim

mac
19.06.2006, 18:42
Hallo Joachim,

vielen Dank für Deine Erläuterungen. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann ergibt sich aus dieser Beschreibung, daß ein genügend schnelles Masseteilchen für einen ruhenden Beobachter zwar schwerer wird, nicht aber für einen mitbewegten Beobachter. Somit ist die Aussage, die ich vor vielen Jahren einmal gehört habe: Materie, die nahe genug an die Lichtgeschwindigkeit beschleunigt wird, würde das Universum um sich herumwickeln, richtig, sie müßte nur um den Zusatz ergänzt werden: Sie selbts würde davon aber nichts merken. Eine ziemlich krasse Vorstellung.

Mit anderen Worten: Im schwarzen Loch merkt man nicht, daß man im schwaren Loch sitzt? Oder doch ganz anders?

Herzliche Grüße

MAC

Sheela3004
19.06.2006, 19:50
Nachdem ich Anfangs die Fragestellung aus einem Buch eines 'RT-Kritikers' zitiert habe, frage ich mich langsam warum in dem Buch: Physik der Raumzeit von Edwin F. Taylor und John Archibald Wheeler die Lorentz-Transformation in ihrer Bedeutung heruntergespielt wird (jedenfalls ist das mein Eindruck):

Andererseits ist die Lorentz-Transformation nicht grundlegend; sie enthüllt keine neuen, tiefgreifenden Merkmale der Raumzeit.

Ich frage mich jetzt nur, ist denn, rein mathematisch gesehen, eine Alternative zur Lorentz-Transformation denkbar. Oder anders ausgedrückt kann man die SRT ohne Lorentz-Transformation darstellen, wobei ich natürlich nicht auf Minkowski oder ähnliches anspiele. Das was Taylor und Wheeler sagen klingt so nach, es ist nur praktisch, die Lorentz-Transformation anzuwenden notwendig ist es aber nicht.

In dem Buch wird allerdings die Lorentztransformation sehr breit behandelt, mit vielen Beispielen.

Joachim
20.06.2006, 12:55
Hallo mac,


Materie, die nahe genug an die Lichtgeschwindigkeit beschleunigt wird, würde das Universum um sich herumwickeln, richtig, sie müßte nur um den Zusatz ergänzt werden: Sie selbts würde davon aber nichts merken. Eine ziemlich krasse Vorstellung.


So einfach ist es leider nicht. Sehr nahe auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigte Materie merkt in dem Sinne nichts von ihrer Geschwindigkeit, dass die Naturgesetze genau so sind, wie für die gleiche Materieansammlung in Ruhe. Sie merkt allerdings, dass sich das ganze Universum mit nahezu c bewegt, dass alle Massen viel grösser sind und dass die Sterne in Bewegungsrichtung platt sind und dicht beieinander liegen. Ausserdem spürt sie von vorne die stark blauverschobene Hintergrundstrahlung, die bei genügenden Geschwindigkeiten zunächst sichtbares Licht und später harte Röntgenstrahlung wird. Es tut sich also einiges, wenn man schnell unterwegs ist. Die Naturgesetze ändern sich nicht, die Umgebung schon.



Mit anderen Worten: Im schwarzen Loch merkt man nicht, daß man im schwaren Loch sitzt? Oder doch ganz anders?


Schwer zu sagen. Das kommt wohl auf die Details des Theorie an. Im inneren einer sehr schweren Hohlmasse würde man jedenfalls nichts davon merken, dass man tief unten in einem Gravitationspotential sitzt. Die Zeit ist dennoch relativ zur Aussenwelt verlangsamt.

Gruss,
Joachim

mac
21.06.2006, 01:39
Hallo Joachim,

danke für Deine Antwort!.

Kein Widerspruch zu diesem Absatz.
Sie merkt allerdings, dass sich das ganze Universum mit nahezu c bewegt, dass alle Massen viel grösser sind und dass die Sterne in Bewegungsrichtung platt sind und dicht beieinander liegen. Ausserdem spürt sie von vorne die stark blauverschobene Hintergrundstrahlung, die bei genügenden Geschwindigkeiten zunächst sichtbares Licht und später harte Röntgenstrahlung wird. Es tut sich also einiges, wenn man schnell unterwegs ist. Die Naturgesetze ändern sich nicht, die Umgebung schon.
Das hatte ich auch so verstanden, nur ungeschickter weise weggelassen.

Worum es mir eigentlich immer noch geht, ist die Auswirkung einer, durch hohe Geschwindigkeit (gegenüber dem Beobachter) bedingten Massenzunahme einer, im Prinzip beliebigen Masse.

So wie ich Dich in Deinen Posts 10 und 14 verstanden habe, hat diese Massenzunahme keinen Einfluß auf die Gravitation, die von dieser Masse ausgeht und das genau verstehe ich nicht. Ganz abgesehen davon, dass es einer Aussage in einer Wissenschaftssendung, die ich vor vielen Jahren gesehen habe (Das Universum würde sich drumherum wickeln) widerspricht.

Vielleicht verstehe ich auch nur nicht: Wie unterscheidet sich ein gebundenes System von seinem Gegenteil?

Herzliche Grüße

MAC

Joachim
21.06.2006, 12:48
So wie ich Dich in Deinen Posts 10 und 14 verstanden habe, hat diese Massenzunahme keinen Einfluß auf die Gravitation, die von dieser Masse ausgeht und das genau verstehe ich nicht. Ganz abgesehen davon, dass es einer Aussage in einer Wissenschaftssendung, die ich vor vielen Jahren gesehen habe (Das Universum würde sich drumherum wickeln) widerspricht.

Vielleicht verstehe ich auch nur nicht: Wie unterscheidet sich ein gebundenes System von seinem Gegenteil?


Nein, so meine ich das nicht. Ich bin sogar davon überzeugt, dass auch die Gravitation eines bewegten Teilchens mit der Geschwindigkeit zunimmt. Nur gibt es eben zusätzlich noch andere dynamische Effekte, wie die zunehmende Massenträgheit und geschwindigkeitsabhängige Terme in der Gravitation. Schon die Elektrodynamik wird für bewegte Ladungen kompliziert, zur Dynamik der ART kann ich nicht so viel sagen.

Als Experimentalphysiker kann ich mich aber an Experimente halten und am Massendefekt von Atomkernen ist ziemlich gut gesichert, dass die Gesamtmasse des Kerns proportional zur Gesamtenergie ist. Und in dieser ist nunmal die kinetische Energie enthalten. Wieder haben wir es experimentell nur mit der Trägheit der Masse, nicht mit der Gravitation zu tun. Atommassen werden massenspektrometrisch durch ihre Trägheit vermessen, aber für Feste Körper aus Atomen ist die Äquivalenz von träger und schwerer Masse gut belegt und deshalb glaube ich auch im atomaren Bereich daran.

Es bleibt leider spekulativ, sonlange es keine experimentell abgesicherte Quantengravitation gibt.

Gruss,
Joachim

Joachim
21.06.2006, 13:08
Hallo mac,

Vielleicht nochmal hierzu:


Vielleicht verstehe ich auch nur nicht: Wie unterscheidet sich ein gebundenes System von seinem Gegenteil?


Der Unterschied ist, dass der Schwerpunkt eines gebundenen Systems relativ zum Rest des Universums ruhen kann.

Das Relativitätsprinzip besagt, dass es wurscht ist, aus welchem Ruhesystem wir rechnen. Betrachten wir nun ein ungebundenes Teilchen mit einem extremen Gamma-Faktor (hohe relativistische Geschwindigkeit). So ist zwar aus seinem Bezugssystem die Gravitation der Sterne sehr gross, aber es gibt auch aufgrund der Längenkontraktion nur eine extrem kurze Wechselwirkungszeit. Jeder Stern fliegt zwar nur mit c an unserem Teilchen vorbei, die Entfernungen sind aber so gestaucht, dass die Sterne schnell wieder ausser Reichweite kommen.

Ein gebundenes System von schnell rotierenden Teilchen bleibt dagegen am Fleck und ein Stern der diesem System einmal nahe kommt, bleibt dem Sern nahe. Die Frage ist allerdings: Wie sollen zwei leichte Körper so stark aneinander gebunden werden, dass sie der Fliehkraft bei hoch-relativistischen Geschwindigkeiten entkommen können? Selbst angeregte Atomkerne, die immerhin durch die starke Kernkraft gebunden sind, werden bei grossen Drehimpulsen instabil.

Viele Grüsse,
Joachim

mac
21.06.2006, 20:14
Hallo Joachim,

vielen herzlichen Dank für Deine Erläuterungen. (:) Gott sei Dank, ich muß nicht bei Adam und Eva anfangen, alles neu zu lernen! ;))

Ein Teil der Missverständnisse kam anscheinend durch meine Wahl eines geladenen Teilchens als Beispiel für eine Masse.

So wie ich Dich jetzt verstehe, ist die Frage nach dem Äquivalenzprinzip träger- und schwerer-Masse immer noch nicht endgültig geklärt und daher auch nicht wirklich sicher, ob die Gravitation durch kinetische Energie zunimmt?

Könntest Du bei Gelegenheit nochmal Deinen Post 24 anschauen? Ich glaube, da sind ein oder zwei sinnentstellende Schreibfehler?

Herzliche Grüße

MAC

ryan
22.06.2006, 21:14
Zitat:
Mit welcher Geschwindigkeit nähern sich zwei aufeinanderzufliegende Lichtwellen gegenseitig an?

Zitat:
Selbstverständlich mit 300000 Kilometer pro Sekunde. Wer etwas von Physik, Relativitätstheorie, von Lorentz-Transformationen und Minkowski-Räumen weiß, für den versteht sich das von selbst

Zitat:
Selbstverständlich mit 600000 Kilometer pro Sekunde. Aber das ist keine echte Geschwindigkeit, sondern das sind zwei addierte Geschwindigkeiten. Warum wollen Sie sich das mit den 300000 Kilometern pro Sekunde so schwer machen?

Also für mich ist hier irgendwie an beiden Antworten etwas richtiges und etwas falsches...
Gehen wir einmal von folgendem aus: Bei "normalen" Geschwindigkeiten weit unter c gehen wir ja davon aus dass wenn sich z.B. ein Auto mit der Geschwindigkeit

v1 = 30 km/h und ein zweites Auto mit der Gescheindigkeit

v2 = 20 km/h aufeinander zubewegen, dann ist ihre Geschwindeigkeit relativ zueinander

vrel = v1 + v2 = 50 km/h Dies wäre doch gleich zu setzen mit der Geschwindigkeit ihrer Annäherung, oder? So, und für mich ergibt sich hierraus, dass

v1 = 300000 km/s
v2 = 300000 km/s

-> vrel = v1 + v2 = 600000 km/s ist. Hier ergibt sich meines Erachtens kein Widerspruch zur RT, denn absolut nichts bewegt sich hierbei schneller als c = 300000 km/s. Es entsteht lediglich der Anschein, dass die beiden Lichtwellen sich mit 600000 km/s aufeinander zubewegen, was sie ja auch tun, wenn wir davon ausgehen, dass hierbei die gleichen Regeln gelten wie bei geringeren Geschwindigkeiten. Ich sehe jedenfalls keinen Grund von etwas anderem auszugehen. Die RT sagt ja nur, dass sich kein Objekt schneller als c bewegen kann (was hier der Fall ist), nicht aber, dass nicht der Anschein einer höheren Geschwindigkeit erweckt werden kann, oder?

Also meine Antwort wäre auch 600000 km/s. Bitte korrigiert mich wenn ich verkehrt liege...

mfg
ryan

Sheela3004
07.07.2006, 12:25
Wieder sind die Quellen dünn, ein Buch (das Internet schweigt zu diesem Thema):

Ein gewisser Henri Fabre aus Frankreich soll folgendes gesagt haben:


Angenommen, die Erdkugel wäre in Ruhe, welche seltsamen Folgen würden sich daraus ergeben! ist die Erde unbeweglich, so müssensich die Sterne alle in genau 24 Stunden um die Erde bewegen. Sollte sich der nächste Stern um die Erde drehen, so müßte er 2700 Millionen Kilometer schon in einer Sekunde durcheilen.

Nun behauptet der Autor des Buches folgendes: Dabei geht es um eine Naturforschertagung(? welche,wann) in Bad Nauheim, deren Leitung Max Born innegehabt haben soll. Albert Einstein war angeblich auch anwesend. Max Born soll zu dem Satz von Fabre nichts gesagt haben. Einstein mußte angeblich auf den Satz passen. Und Max Planck soll kreidebleich geworden sein.

Ich denke, der Buchautor kann in keiner Form diese Behauptungen, in Bezug auf die betroffenen Personen belegen, sondern er stellt nur Behauptungen auf. Oder was soll man von dem Satz von Fabre halten?

Joachim
07.07.2006, 12:40
Oder was soll man von dem Satz von Fabre halten?

Die Theorie einer ruhenden Erde wurde doch schon im 16. und 17. Jahrhundert aufgegeben. Tatsächlich musste es im Ptolomäischen Weltbild so sein, dass die Sterne alle auf einer rotierenden Kugelschale befestigt sind, welche einmal in 24 Stunden um den Mittelpunkt des Universums rotiert. Für ein unendliches Universum war im klassischen und mittelalterlichen Weltbild kein Platz. Genau aus dem von Fabre genannten Grund. Aber dass noch Max Planck bei diesem Satz bleich geworden sein soll, halte ich für unwahrscheinlich. Höchstens weil er es nicht für möglich hielt, dass noch im 20. Jahrhundert jemand das Ptolemäische Weltbild bemüht.

Gruss,
Joachim