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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rosetta: Missionsende in der Region Ma'at



astronews.com Redaktion
22.07.2016, 14:20
Die Mission der Sonde Rosetta soll, wie schon länger bekannt war, am 30. September zu Ende gehen. Jetzt hat die europäische Weltraumagentur ESA auch die Region festgelegt, in der die Sonde kontrolliert aufsetzen soll: die Region Ma'at auf dem sogenannten Kopf des Kometen. Zuvor hofft man noch auf einige spektakuläre Bilder der Oberfläche von 67P/Churyumov-Gerasimenko. (22. Juli 2016)

Weiterlesen... (http://www.astronews.com/news/artikel/2016/07/1607-028.shtml)

Wotan
09.09.2016, 23:30
ROSETTAS FINALE

am 30 September um 13:20 MESZ +/- 20 Minuten soll der Rosetta Orbiter geplant auf 67P aufschlagen.

Es soll sogar eine Liveübertragung (http://www.esa.int/esatv/Transmissions/2016/09/End_of_Rosetta_Mission) geben.


Man lässt einen vollkommen intakten Orbiter abstürzen.:confused:

Dgoe
10.09.2016, 01:08
Man lässt einen vollkommen intakten Orbiter abstürzen.:confused:
Warum das denn? Geld alle?

ralfkannenberg
10.09.2016, 01:15
aufschlagen.
Hallo Wotan,

das ist kein Aufschlag, sondern ein sanftes aufsetzen. Da allerdings die Rosetta-Sonde kein Lander ist, wird sie vermutlich einige Male abprallen, ehe sie dann irgendwo auf dem Kometen zur Ruhe kommt.


Man lässt einen vollkommen intakten Orbiter abstürzen.:confused:
Wie gesagt: kein Absturz, sondern ein sanftes Aufsetzen. Rosetta wird sogar langsamer aufsetzen als Philae. - Die Sonde ist etwa 5x schwerer als Philae, das ergibt also eine Gewichtskraft von ~ 20 Pond, also auf der Erde erzeugt eine Masse von 20 Gramm (nicht Kilogramm !) eine solche Gewichtskraft. Also beispielsweise zwei 2 Euro-Münzen (je 8.5 Gramm) sowie eine 2 Euro-Cent-Münze (3.06 Gramm).


Freundliche Grüsse, Ralf

Wotan
10.09.2016, 05:00
Warum das denn? Geld alle?
Hallo Dgoe,
nein das ist Marketing, da kann man zu einen Termin eine Presseveranstaltung organisieren mit den üblichen Belobigungen der Unbeteiligten.
Würde man Forschung bis zur letzten Minute betreiben und zum Schluss riskante Manöver durchführen würde man irgendwann den Kontakt verlieren, man kann nur nicht vorhersagen wann.



...das ist kein Aufschlag, sondern ein sanftes aufsetzen. Da allerdings die Rosetta-Sonde kein Lander ist, wird sie vermutlich einige Male abprallen, ehe sie dann irgendwo auf dem Kometen zur Ruhe kommt. ...
Hallo Ralf,
für die geringe vorhandene Gravitation, ist das eine sehr hohe Geschwindigkeit.
Wenn ein Objekt mit fast Fluchtgeschwindigkeit aufschlägt ist das keine sanfte Landung.

Die Gewichtskraft, das ist Statik (Technische Mechanik), damit kann man rechnen wenn Objekt auf dem Kometen steht. Ein Objekt mit der Masse m, das sich mit der Geschwindigkeit v bewegt und noch mit a beschleunigt wird, das ist Dynamik, Impuls p=m*v in [kg m/s]. ( eine Bitte: Verwende bitte die Einheit N für Newton als Kraft nicht Pond )


Unser gemeinsamer Nenner ist wahrscheinlich:
Rosetta wird, je nach Beschaffenheit des Untergrundes, vermutlich einige Male abprallen und Zeitlupenhüpfer vollbringen.
Wir werden es nicht erfahren da das Kommunikationssystem deaktiviert wird.

Hast Du gesehen, es gibt eine Liveübertragung, ;)
[:D] jetzt soll keiner erwarten das die Hüpfer zu sehen sind. [/:D]

Dgoe
10.09.2016, 19:25
.
Wir werden es nicht erfahren da das Kommunikationssystem deaktiviert wird.

Warum das denn schon wieder? Wieso wird das deaktiviert? Man ist doch neugierig für gewöhnlich...

Gruß,
Dgoe

Herr Senf
10.09.2016, 19:58
Hallo Dgoe,

Rosetta hat eine ziemlich scharfe Richtantenne, die ist bei der Hüpferei nicht mehr kontrollierbar.
Eher empfangen die Aliens ein wow, bevor der Funkstrahl zufällig uns überstreicht.

Grüße Senf

Dgoe
10.09.2016, 20:29
Hallo Senf,

ach so, nur warum vorher deaktivieren? Mit etwas viel Glück landet sie so, zur Ruhe gekommen, dass die Antenne genau zur Erde zeigt.

Gruß,
Dgoe

Herr Senf
10.09.2016, 21:52
Hallo Dgoe,

so einfach wie rückwärts einparken ist es auch nicht.
Als Rosetta aus 30 km Höhe den Philae (7 h im freien Fall bis Komet) abgesetzt hat und wieder in eine sichere Umlaufbahn gebracht wurde,
hat die Steueruing 2 h gebraucht die Sonde zu reorientieren: Startracker suchen Orientierung, Antenne zur Erde drehen, Kameras auf Philae richten.
Wenn Rosetta auf Tschuri zum liegen kommt werden die 32m-Solarausleger wohl die Richtung der Antenne bestimmen.
Aber Rosetta rotiert mit 12,76 h, je 1 min bewegt sich die Antennenausrichtung um 0,5° weiter, wie willst du das nachführen, ist nicht dafür gebaut.

Grüße Senf

ralfkannenberg
10.09.2016, 22:01
eine Bitte: Verwende bitte die Einheit N für Newton als Kraft nicht Pond
Hallo Wotan,

der Vorteil vom Pond bzw. Kilopond ist der, dass man sich sehr gut vorstellen kann, wieviel das ist, und ich veranschauliche das ja auch jedesmal, indem ich einen Bezug zum Kilogramm bzw. zum Gramm herstelle.

Die SI-Einheit Newton indes ist zwar praktischer für Rechnungen, d.h. wenn man konkret etwas ausrechnet, so benutzt man hierfür mit Vorteil SI-Einheiten, aber sie ist leider "krumm" - es sei denn, jemand stellt sich die Welt in Erdbeschleunigungen vor.

Im Übrigen sind 1 AU und 1 Lichtjahr ebensowenig wie 1 Parsec SI-Einheiten; trotzdem verwenden wir sie hier im Forum ;)


Freundliche Grüsse, Ralf

Wotan
16.09.2016, 14:15
Rosetta bekommt noch neue Software überspielt, damit man den Orbiter abschalten kann.
Ohne diese Änderung würde Rosetta nach einer Störung neu hochfahren und in den Safe-Mode gehen, solange Energie vorhanden ist.

Bynaus
16.09.2016, 15:22
Es war schon immer so geplant, Rosetta am Ende der Mission auf den Kometen zu steuern. Irgendwann scheint die Sonne eben zu schwach, um die Sonde weiter zu betreiben (mit ihren Solarpanels), und dann würde sie sonst einfach für immer abgeschaltet. So aber kann sie bis zum letzten Moment noch interessante Daten liefern. So schnell werden wir keine andere Sonde zu einem Kometen bekommen...

Selbst wenn die Sonde den Aufsetzer auf dem Kometen überlebt, werden wir das nicht mehr mitbekommen. Ausser, sie würde sich dabei zufällig so ausrichten, dass ihre Antenne auf die Erde zeigt.

Dgoe
17.09.2016, 00:33
Rosetta bekommt noch neue Software überspielt, damit man den Orbiter abschalten kann.
Ohne diese Änderung würde Rosetta nach einer Störung neu hochfahren und in den Safe-Mode gehen, solange Energie vorhanden ist.Das wäre ja katastrophal, nicht auszudenken... *irony*



Selbst wenn die Sonde den Aufsetzer auf dem Kometen überlebt, werden wir das nicht mehr mitbekommen. Ausser, sie würde sich dabei zufällig so ausrichten, dass ihre Antenne auf die Erde zeigt.
Ja eben! :( Welchen Nachteil hat es darüber hinaus, wenn nicht? Es ist möglich. Für 10 Euro eine neue Sonde bis morgen da zu haben, ist viel viel unwahrscheinlicher...

Gruß,
Dgoe