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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : SETI: Keine Spur von fortschrittlichen Zivilisationen



astronews.com Redaktion
21.09.2015, 15:11
Zivilisationen, die deutlich weiter entwickelt sind als unsere, sollten eine so große Menge an Energie verbrauchen, dass die damit verbundene Abwärme auch noch aus großer Entfernung nachweisbar wäre. Jetzt hat ein Astronom nach entsprechenden Indizien gesucht - jedoch ohne Erfolg. Mit einer Invasion uns überlegener Außerirdischer ist also wohl erst einmal nicht zu rechnen. (21. September 2015)

Weiterlesen... (http://www.astronews.com/news/artikel/2015/09/1509-021.shtml)

twr
22.09.2015, 11:04
Einfach mal Ockhams Rasiermesser vertrauen: man findet nichts vom Typ II, weil es diese Zivilisationsform schlicht nicht gibt. Naturgesetze und die Gesetze des Lebens lassen sich eben nicht so einfach überlisten.

Jomi
22.09.2015, 15:36
Nutzen fortgeschrittene Zivilisationen ausgedehnte kühle Gaswolken für den Energiefluss?
Es wurde mitgeteilt, dass die IR-Strahlung von Galaxien keinen Hinweis auf hochentwickelte extraterrestrische Zivilisationen liefert. Geht die der Mitteilung zu Grunde liegende Untersuchung von den richtigen Voraussetzungen aus?
Entscheidend für den Aufbau von Systemen und der damit verbundenen Akkumulation von Information ist die Entropieexportleistung anstelle des Energiedurchsatzes. Deshalb ist anzunehmen, dass hochentwickelte Zivilisationen, die Entropieexportleistung s maximieren. Diese lässt sich näherungsweise ausdrücken als:
s = P1/T1 – P0/T0 (1)
(P1..Strahlungsleistung zum kosmischen Hintergund, T1..Oberflächentemperatur der abstrahlenden Objekte, P0..nutzbare stellare Strahlungsleistung,T0..effektive mittlere Oberflächentemperatur der nutzbaren stellaren Quellen)
Findet der Energietransport im Wesentlichen über die Strahlung statt, lässt sich schreiben:
s ~ T1(4) * A1/T1 – T0(4) * A0/T0 = T1(3) * A1 – T0(3) * A0 (2)
(A1.. zum kosmischen Hintergrund abstrahlende Fläche, A0..effektive stellare Abstrahlungsfläche)
In erster Näherung soll für die technische Zivilisation eine ausgeglichene Leistungsbilanz vorliegen:
P1 = P0 oder : T1(4) * A1 = T0(4) * A0 (3)
Damit lässt sich A0 ersetzen, und man erhält:
s ~ T1(3)*A1 – T0(3) * T1(4) * A1 / T0(4) = A1 * T1(3) * (1 – T1/T0) (4)
Würde statt der sehr kleinen Fläche von Planeten für die Abstrahlung im mittleren IR-Bereich die sehr viel größere Fläche relativ kühler Gas- und Staubwolken (als A1) mit Fern-IR-Emission oder kurzwelliger Mikrowellen-Emission für den Entropieexport genutzt werden, würden trotz der starken T-Abhängigkeit der Strahlungsintensität viel größere Entropie-Export-Leistungen erzielt werden.

Bynaus
22.09.2015, 15:36
Und weil es keine Typ II Zivilisationen gibt, muss die Chance, dass eine Typ <II Zivilisation sich zu einer solchen entwickelt, sehr klein sein bzw es muss schon überhaupt nur sehr wenige Typ <II Zivilisationen geben. Dies passt auch gut zur Feststellung, dass wir selbsz nicht in einer Typ II Zivilisation leben.

Dgoe
24.09.2015, 04:43
Wieso? Ich komme aus einer Typ-III-Zivilisation, nur das war mir zu stressig, hier ist viel entspannter. Ok, gut, keine Typ-II, passt schon... ;-)

y20frank
06.10.2015, 19:32
Hallo zusammen,

den aktuellen Status, ob wir alleine im Universum sind oder nicht, kann hier abgerufen werden: http://www.frankgrundhoefer.de/arewealone/
Wenn ihr Hinweise habt, dass noch jemand solche Fragen stellt, dann einfach Bescheid geben (Mail: arewealone@frankgrundhoefer.de), damit ich den Status rechtzeitig ändern kann... ;-p

Gruß
Frank

PS: Kleiner Spaß...

Jannis.
06.10.2015, 21:14
An sich finde ich das wirklich sehr interessant, ABER wir wissen am Ende wahrscheinlich doch zu wenig um wirklich etwas darüber sagen zu können, denn es könnte doch auch sein das es auf anderen Planeten komplett andere Materialien gibt, oder eben diese andere Lebensform sich anders entwickelt hat. D.h. das sie vielleicht sogar etwas entdeckt haben wovon wir noch gar keine Ahnung haben was die uns bekannte Elektrizität komplett verändern würde, oder?:D

zabki
06.10.2015, 22:54
denn es könnte doch auch sein das es auf anderen Planeten komplett andere Materialien gibt, oder eben diese andere Lebensform sich anders entwickelt hat.

das hört sich ein bißchen nach 18. Jh. oder so an, als schon klar war , daß die kosmische Stellung der Planeten keine andere ist als die der Erde , aber noch nicht so klar , daß auch deren Materie im Prinzip dieselbe wie die irdische war. Da dachte man sich dann z.B. den Saturn von Wesen "feinststofflicher" Beschaffenheit bewohnt , die geistig-ethisch turmhoch über uns grobschlächtigen Erdlingen stehen ...

Dgoe
11.10.2015, 22:31
den aktuellen Status, ob wir alleine im Universum sind oder nicht, kann hier abgerufen werden: http://www.frankgrundhoefer.de/arewealone/

da kann nichts abgerufen werden, und wurde auch nie, und wird auch nie - dort abrufbar werden. Nie und nimmer.

Herr Senf
30.10.2015, 21:17
Hier gibt es eine neue Abschätzung zur Drake-Formel

We find that as long as the probability that a habitable zone planet develops a technological species is larger than ~10−24

http://arxiv.org/abs/1510.08837

Grüße Senf

Bynaus
31.10.2015, 08:49
@Herr Senf: du solltest den ganzen Satz zitieren, so macht das ja keinen Sinn. Sinngemäss übersetzt: "Wir schliessen dass so lange die Chance, dass ein Planet in der bewohnbaren Zone eine Zivilisation hervorbringt, grösser als 10-24 ist" ->


then humanity is not the only time technological intelligence has evolved

Aber nur dann. In der HZ nichts neues. :)

Major Tom
01.11.2015, 09:54
Hier eine Studie zum Thema, wonach unsere Spezies wohl eher frühzeitig in der habitablen Phase des Universums entstanden ist.

http://hubblesite.org/newscenter/archive/releases/2015/35

Gibt es eigentlich Annahmen, wann in diesem Zeitraum theoretisch die größte Anzahl möglicher Zivilisationen gleichzeitig existieren sollte ?
MT

Bynaus
01.11.2015, 11:28
Gibt es eigentlich Annahmen, wann in diesem Zeitraum theoretisch die größte Anzahl möglicher Zivilisationen gleichzeitig existieren sollte ?

Ja - paradoxerweise möglicherweise in der Vergangenheit. Der Grund, warum viele erdähnliche Planeten noch entstehen werden, ist, dass Sternbildung noch über sehr, sehr lange Zeit auf einem sehr, sehr niedrigen Niveau stattfinden wird (die obere Aussage bedingt, dass alles Material, was im Moment noch in Form von Gas um die Galaxien rumschwirrt irgendwann akkretiert und zu neuen Sternen verarbeitet wird). Anderseits ist die Erde wohl nach den meisten existierenden erdähnlichen Planeten entstanden: es gab einen Gipfel von (Stern- und damit) Planetenbildungsaktivität ca. 3 Mrd Jahre, bevor sich die Erde gebildet hat (also vor rund 8 Mrd Jahren). Die meisten erdähnlichen Planeten heute sind also älter als die Erde. Wenn die Entwicklungszeit unserer Zivilisation typisch ist, dann müssten die meisten Zivilisation in Parallel in der Vergangenheit existiert haben (also vor ca. 3 Mrd Jahren oder so). Natürlich ist das (typische Entwicklungszeit) auch nur eine Annahme (und eine, die ich nicht unbedingt unterschreiben würde). Aber in der Zukunft werden pro Zeiteinheit nur noch sehr wenige neue Sterne entstehen (selbst wenn es, über die extrem langen Zeiträume gerechnet, dann eben doch sehr viele sind) und damit auch Planeten. Das "verdünnt" natürlich auch die Zivilisationen über die Zeit.

Allerdings hängt die Antwort auf diese Frage auch von der Lebensdauer von Zivilisationen ab: wenn Zivilisationen grundsätzlich unsterblich sind (oder zumindest ein Bruchteil es werden kann), dann steigt deren Anzahl mit der Zeit natürlich ständig an.

Major Tom
01.11.2015, 12:06
Na gut – gemessen an den Maßstäben um die es hier geht würde uns das also immer noch einen Platz als eher “durchschnittliche Beobachter” im Zeitraum hoher Besiedlungsdichte zuweisen.
Die Lebensdauer von Zivilisationen steigt meiner Meinung nach wohl sprunghaft an, sobald dauerhafte Kolonien außerhalb der Heimatwelt entstehen. Da wären wir ja knapp dran. (+/- ein paar hundert Jahre).
Leider ist knapp dran halt nicht am Ziel was zeigt, wie berechtigt Fermis Frage nach wie vor ist.
MT

Bynaus
01.11.2015, 14:50
Die Lebensdauer von Zivilisationen steigt meiner Meinung nach wohl sprunghaft an, sobald dauerhafte Kolonien außerhalb der Heimatwelt entstehen. Da wären wir ja knapp dran. (+/- ein paar hundert Jahre).

Vielleicht. Kolonien könnten weniger dauerhaft als die Heimatwelt sein. Was auch immer die Zivilisation auf der Heimatwelt vernichtet, könnte auch um sich greifen und Kolonien vernichten. Und so weiter.

Ich bezweifle immer noch, dass es im Universum sehr viele "fast unsterbliche" Superzivilisationen mit unzähligen, uralten Kolonien geben wird (etwa wie bei Star Wars) - sonst müssten wir nach aller Wahrscheinlichkeit selbst in einer solchen Superzivilisation leben (vielleicht tun wirs und wissens einfach nicht? ;) ). Da dem nicht so ist, vermute ich, dass unsere Vorstellung von sehr fortgeschrittenen Zivilisationen einfach komplett falsch und naiv ist. Irgendwas passiert mit Zivilisationen, lange bevor sie sich zu solchen Sci-Fi-Opera Superzivilisationen entwickeln (aber gilt das für wirklich alle?). Oder aber, Zivilisationen entstehen ganz grundsätzlich extrem selten, und wir - mit unserer bisher sehr beschränkten Erfahrung - blicken da einfach noch nicht durch, warum. Oder aber, das Universum ist nicht so langlebig, wie wir denken, und sein bevorstehendes Ende hat etwas mit den Zivilisationen selbst zu tun: entsprechend werden alle existierenden Zivilisationen den Eindruck bekommen, sie seien sowohl alleine als auch relativ früh in der Geschichte des Universums entstanden sind. Diese drei Erklärungen sind für mich am plausibelsten.

Major Tom
01.11.2015, 19:26
Irgendwas passiert mit Zivilisationen, lange bevor sie sich zu solchen Sci-Fi-Opera Superzivilisationen entwickeln

Zum Beispiel könnte aber auch Technologie wie wir sie kennen nur für sehr kurze Zeit aktuell bleiben.
Die kühnen Zukunftsvisionen eines Jules Verne beschreiben raffinierte Spiegelsysteme zur Bildübertragung – weil das eben die einzig vorstellbare Möglichkeit zu seiner Zeit war.
Die rasche Entwicklung auf fast allen Gebieten überholt unsere Prognosen und überrascht immer wieder damit, dass Wege eingeschlagen werden die keiner überhaupt - oder zumindest nicht in der Ausprägung wie sie sich realisieren - vorhergesehen hat. Siehe Informationstechnologie.

Was, wenn der Zeitraum in welchem Zivilisationen primitive Technologie verwenden – von Verbrennungsmaschinen bis zur Kommunikation mit Elektromagnetismus – nur sehr kurzlebig ist und sofern die Naturgesetze es zulassen wird alles was besser und effizienter ist wird früher oder später realisiert . Ist die Technologie dann hinreichend hoch entwickelt ist sie für Beobachter mit Primitivtechnik nicht zu erkennen.
MT

Bynaus
02.11.2015, 08:13
Die kühnen Zukunftsvisionen eines Jules Verne beschreiben raffinierte Spiegelsysteme zur Bildübertragung – weil das eben die einzig vorstellbare Möglichkeit zu seiner Zeit war.

Ich weiss was du sagen willst, aber schau, wies im Fall von Jules Verne ausgegangen ist: wir haben zwar keine Spiegelsysteme, aber dafür andere, sehr "sichtbare" Technologien. Wir werden vielleicht keine Dyson-Sphären bauen, aber es gibt keinen Grund zu vermuten, dass das, was wir dannzumal (oder andere heute) bauen werden, grundsätzlich so aussehen wird, als sei da gar nichts? Und dann auch noch für alle Zivilisationen im Universum gleichermassen? Das glaube ich nicht.

Wenn du auf einer einsamen Insel bist und keinen anderen Menschen entdecken kannst, dann heisst das eben nach aller Wahrscheinlichkeit, dass da niemand ist, und nicht, dass da jemand ist, der sich ohne Not angewöhnt hat, sich perfekt zu tarnen.

Major Tom
02.11.2015, 08:57
Wenn du auf einer einsamen Insel bist und keinen anderen Menschen entdecken kannst, dann heisst das eben nach aller Wahrscheinlichkeit, dass da niemand ist, und nicht, dass da jemand ist, der sich ohne Not angewöhnt hat, sich perfekt zu tarnen.

Wenn Du auf einer einsamen Insel bist und keine Buschtrommeln hörst bedeutet das aber auch nicht notwendigerweise dass du allein auf der Welt bist.
Aber O.K. – ich will und kann die höhere Wahrscheinlichkeit des Arguments : “Wo man nichts sieht da befindet sich wohl auch nichts” gar nicht bestreiten.
MT

Dgoe
02.11.2015, 20:50
Wenn Du auf einer einsamen Insel bist und keine Buschtrommeln hörst bedeutet das aber auch nicht notwendigerweise dass du allein auf der Welt bist.
Krass.

Eine phantastische Analogie. Die Buschtrommeln von fremden Inseln wird man auch nicht wahrnehmen (ausser aus allernächster Nachbarschaft) und kann selber lange trommeln. Think big oder eben umgekehrt oder noch bigger.

Fragt sich nur was passiert, wenn jemand mit einem Schiff auftaucht oder man selbst mit einem gebastelten lossticht...


Aber O.K. – ich will und kann die höhere Wahrscheinlichkeit des Arguments : “Wo man nichts sieht da befindet sich wohl auch nichts” gar nicht bestreiten.

Wieso? Was ist denn an der Wahrscheinlichkeit höher? Genausogut könnte es im Gegenteil mit der Wahrscheinlichkeit viel höher sein, dass wenn man von der ollen Insel aus nichts sieht, da dennoch jede Menge ist, nur weiter weg, bzw. unerkennbar. Ja selbst wenn man ein Fernrohr hat. Geil.

Wir wissen Sokrates, nix.


Nun könnte man einwenden, wie man den zur Insel gekommen ist, hey, man skaliere die Insel zum Kontinent hoch. Frühes Afrika, Ursprung vor Ort.

Nur dann von dort ausgebreitete Hominiden (verschiedene) brauchen sich später über Nachbarschaft und Neubegegnung nicht wundern, taten sie aber sicherlich.

An dieser Stelle könnte man aber auch die Analogie spätestens unterbrechen, oder reduzieren, verallgemeinern auf in unterschiedlichen ähnlichen Welten entstandene Spezies. Der Planet (dessen System) dann wieder die Insel inkl. Nachbarschaft darstellend.

Hauptsache Number One, die Translation klappt auch woanders mal. Der Rest ist nur noch formal, mal ja, mal nein. Aber mal ja halt auch.

Gruß,
Dgoe

adora
15.12.2015, 16:55
Es ist klar dass man in unserer unmittelbaren Kosmischen Nachbarschaft nicht erwarten kann dass sich dort gleichfalls eine technische Zivilisation entwickeln wird sondern z. B. Saurierähnliche Wesen den Exoplaneten bevölkern könnten.

Es könnte ja eine technische Zivilisation existieren die keine Funksignale senden und keine eine Raumfahrt betreibt, man durch eine Analyse der Atmosphäre des Exoplaneten ermitteln kann ob dort Aktivitäten stattfinden die nicht natürlichen Ursprungs sind.

Eine technische Zivilisation dürfte erst in einer enorm weiten kosmischen Distanz zu finden sein nicht mit unserer irdischen vergleichbar.

adora
25.08.2017, 10:15
Es kann sich eine technische Zivilisation woanders im Weltall entwickeln aber nicht nach dem Vorbild unserer irdischen sondern auf Basis ihrer dortigen Denkweise die die Evolution auf dem anderen Planeten hervorgebracht hat.

Die Technik die dort gebaut und entwickelt wird sieht ganz anders aus, ob diese dann Raumfahrzeuge oder Funktechnik fertigen können hängt von ihrer Beschaffenheit ab wie sie Aussehen welche geistigen Fähigkeiten ihnen gegeben ist, welches Gesellschaftssystem dort herrscht.

Was ist wenn die dort ansässige Zivilisation zwar über Technik verfügt aber keine Raumfahrzeuge oder Funktechnik hat sondern nur Fahrzeuge die auf der Planetenoberfläche fahren oder Flugobjekte die nur in ihrer Atmosphäre fliegen wie immer sie auch Aussehen mögen.

Man kann sich erst ein wahres Bild von einer technischen Zivilisation weit draußen im Weltall machen wenn es Möglichkeiten der Fernbeobachtung gibt die es ermöglichen durch die Atmosphäre des Exoplaneten hindurch auf die Planetenoberfläche zu schauen wie es dort aussieht.

Gruß adora

Bynaus
25.08.2017, 16:17
Naja, aber genau so wie es in der Evolution bestimmte Organe sind die einfach praktisch sind (wie z.B. Augen, Ohren oder Flügel) und deshalb mehrfach hervorgebracht wurden, denke ich, dass es Technologien gibt, die viele Zivilisationen unabhängig voneinander hervorbringen können, einfach weil sie praktisch sind (z.B. Radiowellen). Natürlich kann es sein dass gewisse Zivilisationen nur Technologien entwickeln, die sie nicht entdeckbar machen, aber dass das für alle gilt scheint mir unglaubwürdig.

adora
29.08.2017, 19:51
Wie kann man sich das Leben in einer intelligenten hochentwickelten technischen Zivilisation im Weltall gedanklich Vorstellen wenn es sie geben sollte?

Ein irdischer Beobachter wäre sicherlich sehr erstaunt über die technischen Leistungen der dortigen Techniker und Ingenieure was sie an Erfindergeist hervorbringen können, sowie die anders aussehenden modernen Wohnsiedlungen oder welcher Art auch immer diese Projektiert sind.

Sehen mit eigenen Augen würde ich diese intelligent hochentwickelte technische Zivilisation liebend gerne wenn diese zudem auch noch ein zivilisiert friedliches humanistisches Gesellschaftssystem hat würde ich gerne durch die Straßen gehen, die Technik in Augenschein nehmen, mit einen Fahrzeug als Beifahrer mitfahren und auch mit den hochmodernen Nahverkehrsmittel was zu unternehmen sowie die andersgearteten Kommunikationsmittel zu bestaunen und noch vieles anderes mehr.

Sicherlich gibt es dort auch Industrielle Anlagen natürlich nicht wie auf der Erde.

Mit den dortigen Bewohnern sich zu unterhalten wenn die sprachlichen Hürden beseitigt sind um ein Meinungsaustausch zu führen vorausgesetzt die haben einen Menschenähnlichen Körperbau mit Augen und Mund.

Es darf erlaubt sein sich das vorstellen zu können wenn man dort als irdischer Gast weilt um diese so sonderlich andere Welt zu betrachten mit den technischen Dingen in völlig anderer Form zu erleben.

Wie man wohl dort behandelt werden würde wenn irdische Gäste dort einen Besuch abstatten würden und der Empfang durch die dortigen Politiker.

Gruß adora

Bynaus
30.08.2017, 07:23
Schau dir nur mal an wie unterschiedlich, fremd und absurd andere Zivilisationen / Kulturen auf der Erde sein können. Dieses Ausmass an Variation gegenüber deinen eigenen Vorstellungen einer fortschrittlichen Zivilisation musst du dann mindestens erwarten. Wohl noch viel mehr. Ich glaube, es wäre eine zugleich faszinierende aber auch frustrierende, haarsträubende Erfahrung.

zabki
30.08.2017, 09:45
Schau dir nur mal an wie unterschiedlich, fremd und absurd andere Zivilisationen / Kulturen auf der Erde sein können. Dieses Ausmass an Variation gegenüber deinen eigenen Vorstellungen einer fortschrittlichen Zivilisation musst du dann mindestens erwarten. Wohl noch viel mehr. Ich glaube, es wäre eine zugleich faszinierende aber auch frustrierende, haarsträubende Erfahrung.

Meinung gegen Meinung:
Wir wären vielleicht verwundert, wie ähnlich es bei den Aliens ausschaut ...

wie ist es mit den Unterschieden der Zivilisationen auf der Erde?

Nehmen wir das spektakulärste Beispiel von Kontakt lange völlig unabhängig entwickelter Kulturen - sog. "Entdeckung" Amerikas.

Auf elementarer Ebene war Verständigung sofort möglich (daß die Europäer nicht immer freundliche Absichten hatten, steht auf einem Extrablatt).

Die Europäer konnten doch alles leicht wiedererkennen: es gab Regierungen und Behörden, Macht, Fürsten und Könige, Minister, Adel und Nichtadel, Erbfolgen, Wahlen, Waffen, Kleidung, Krieg und Frieden, Häuser, Tempel, Götter, Priester, Geld, Schulden, Steuern, Kaufleute, Märkte, Handwerker, Berufsgilden, Berufsprüfungen, Verträge, Recht, Justiz mit Instanzenzug und Rechtsanwälten, Freie und Sklaven, Sprachen, zu denen Mönche alsbald anfingen Grammatikbücher zu verfassen, Schriften, Ehe und Familie, Kindererziehung, Landwirtschaft, Haustiere, Akademien, Schulen, künstlerische Produktionen, ggf. mit religiöser Bedeutung ("wie bei uns"), Musik, Dichtung ... und, wem erzähl ich das - Himmelbeobachtung mit extremer Genauigkeit, Rechnen mit Stellenwertsystem einschl. Null ...

adora
31.08.2017, 16:55
Was für Vorstellungen soll man sich den machen was einen bei einer hochentwickelten intelligenten technischen Zivilisation erwarten würde wäre man dort zu Besuch?

Es geht hier um eine hochentwickelte intelligente technische Zivilisation die ethische Grundsätze mit beinhaltet, tolerant ist und eine Entwicklung durchläuft die nicht auf Kriegerischen Grundsätzen fußt, nicht nach der Eroberung des Weltalls trachtet, kein Aggressives Verhalten an den Tag legt, auf Gewaltanwendung verzichtet und einen friedlichen Kontakt mit anderen Zivilisation sucht.

Gruß adora

Bynaus
31.08.2017, 17:17
Solche Vorstellungen sind einfach an "moderne" westliche Werte gekoppelt. Wenn du Menschen aus allen möglichen Zeitaltern nach der idealen Zivilisation und ihren Werten fragen würdest, würdest du ganz unterschiedliche Antworten bekommen. Und erst, wenn du andere intelligente Lebensformen nach ihren Idealvorstellungen fragen würdest...

@zabki, ein Stückweit hast du sicher recht, es gibt sicher auch im Kulturellen/Zivilisatorischen Bereich "Konvergenzen" (wie bei der Technologie). Allerdings hängt vieles auch einfach am Lebenszyklus und -alltag des Menschen. Änderst du das, wird sich das Spektrum der Möglichkeiten noch weiter öffnen als das bei menschlichen Kulturen ohnehin schon der Fall ist.

adora
31.08.2017, 18:14
Sollte einmal in ferner Zukunft wenn es dann noch Menschen gibt so eine Zivilisation die ich meine bei einer Auswanderung der Menschheit wenn die Erde dann unbewohnbar wird als Auswanderungsziel in Betracht gezogen werden?

Wenn die Menschheit dann wirklich diese Zivilisation finden sollte steht die Unbekannte Tatsache im Raum ob diese dann auch die Bereitschaft zeigt die irdischen Auswanderer in ihre Zivilisation aufzunehmen.

Es hängt sicherlich davon ab wie die Lebensbedingungen dort beschaffen sind in der auch Menschen leben können.

Gruß adora

JensU
31.12.2017, 10:23
Zivilisationen, die deutlich weiter entwickelt sind als unsere, sollten eine so große Menge an Energie verbrauchen, dass die damit verbundene Abwärme auch noch aus großer Entfernung nachweisbar wäre. Jetzt hat ein Astronom nach entsprechenden Indizien gesucht - jedoch ohne Erfolg. Mit einer Invasion uns überlegener Außerirdischer ist also wohl erst einmal nicht zu rechnen. (21. September 2015)

Weiterlesen... (http://www.astronews.com/news/artikel/2015/09/1509-021.shtml)

Eine weiter entwickelte Zivilisation bzw. Spezies würde keine Energie in Form von Abwärme verschwenden. Demzufolge gäbe es auch keine "Ab"-Wärmesignatur auf einem Exoplaneten.
So meine Meinung dazu.

Gruß,
Jens

Bynaus
31.12.2017, 11:00
Aus thermodynamischen Gründen kann kein Energiewandlungsprozess perfekt effizient sein (= keine Abwärme). Egal wie fortgeschritten Zivilisationen sind, an die physikalischen Gesetze sind sie gebunden.

Ausserdem, Enegieeffizienz ist nur dann ein erstrebenswertes Ziel wenn Energie knapp oder die Abwärme selbst zum Problem wird. Wenn keines von beidem auf die Zivilisation zutrifft, wird sie auch Abwärme produzieren.

JensU
31.12.2017, 11:20
Wenn diese Spezies in der Thermodynamik auf dem gleichen Stand wie wir wäre, würde ich dem zustimmen.
Kann man eine Wärmesignatur des Exoplaneten überhaupt erkennen?

Gruß,
Jens

mac
31.12.2017, 12:10
Hallo Jens,


Wenn diese Spezies in der Thermodynamik auf dem gleichen Stand wie wir wäre, würde ich dem zustimmen.Das Problem dabei ist viel grundsätzlicher, als Du anscheinend glaubst? Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Thermodynamik




Kann man eine Wärmesignatur des Exoplaneten überhaupt erkennen?Schon seit ein paar Jahren.
http://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso1517/eso1517a.pdf
http://www.spektrum.de/news/der-masseaermste-direkt-fotografierte-exoplanet/1197395

Herzliche Grüße

MAC