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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Teleskop für Einsteiger (MEADE 6" F5 150/750 LXD75)



Rolli89
28.03.2013, 14:45
Hallo liebe Astro-Freunde,

mein Name ist Patrick und ich interessiere mich seit kurzem für Astronomie. Aus diesem Grund wollte ich mir ein Teleskop kaufen, was im Gebrauch nicht so kompliziert und nicht teuerer als 400 euro ist.
Jetzt war ich gestern bei Karstadt und hab ein Spiegelteleskop der Firma Bresser gesehen und mir einen kleinen Vortrag über Spiegel -und Linsenteleskope vom Berater angehört. Dieser meinte, dass Spiegelteleskope genauerer im Detail wären und man z.b die Amerika Flagge auf dem Mond sehen könnte und natürlich andere Sachen wie z.B Sternenhaufen, Galaxien, Planeten usw. Jedoch meinte er, dass die Spiegel sehr empfindlich sind und beim Transportieren kaputt gehen können. Nun ich müsste das Teleskop 1300km transportieren, wenn ich es mir kaufen würde, weil ich im Ausland studiere. Trotzdem weiss ich nicht, ob ich mir lieber ein Spiegel oder Linsenteleskop für den Anfang holen soll...

Was meint ihr? Ist dieses Teleskop, welches ich bei Karstadt gesehen habe ideal für Einsteiger? Nebenbei gesagt, er wollte mir noch so ne Elektrosteuerung andrehen, die zusätzlich 200 euro kosten würde, jedoch bleib ich lieber bei meiner lieben Sternenkarte :)

Liebe Grüße

Patrick

Bernhard
28.03.2013, 15:27
Hallo Patrick,

ich persönlich würde Dir eher einen Einsteiger-Dobson empfehlen. Dort bekommst Du einfach mehr Optik (und damit mehr Astronomie) für's Geld. Schau Dir dazu mal diese Seite hier an: http://www.teleskop-express.de/shop/index.php/cat/c2_Dobson-Teleskope.html

Für den Einstieg reicht ein GSO oder ein LightBridge von Meade. Dort bekommst Du dann für das gleiche Geld eine 8'' oder 10''-Optik und das macht sich draußen im Feld ziemlich deutlich gegenüber 6 Zoll Öffnung bemerkbar. Das Einstellen der Objekte ist beim Dobson sogar einfacher als bei einer parallaktischen Montierung. Das Nachführen macht man beim Dobson rein händisch und nennt das dann "Nachschubsen". Die parallaktischen Montierungen bieten hier wegen der passenderen Lage der Drehachsen ein klein wenig mehr Komfort. Man hat dafür aber auch deutlich mehr Aufwand beim Auf- und Abbau des Teleskops.

FAZIT: Für rein visuelles Beobachten des Himmels, also zum Kennenlernen des Hobbys eignet sich ein Dobson sehr gut. Für Astrofotografie dagegen praktisch gar nicht.

Du kannst Dich auch gerne von den Leuten bei teleskop-express oder astroshop telefonisch beraten lassen.

Punkt 2: Ein Spiegelteleskop ist ohne Probleme auch sehr weit zu transportieren, wenn es einigermaßen sanft gelagert wird. Man muss eventuell nach dem Transport die Optik neu justieren (das hat der Verkäufer vermutlich gemeint), aber das heißt nicht, dass das Teleskop kaputt ist. Die Justage sorgt vielmehr dafür, dass die zwei Spiegel des Spiegelteleskops genau an der richtigen Stelle sitzen und die richtigen Winkel zueinander haben .

Rolli89
28.03.2013, 17:31
Danke für die schnelle Antwort Bernhard,

hab mir dieses Dubson-Teleskop unters Auge genommen http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p1992_Skywatcher-Skyliner-200P---Parabol-Dobson-200-1200mm.html
Meinste das wäre gut für den Anfang? Sag mal bitte noch schnell, wo unterscheidet sich denn sonen Dubson Teleskop von den anderen? Und sollte ich mir noch Zubehör zu diesem Teleskop kaufen?

LG

Rolli89
28.03.2013, 17:34
By the way,

könntest du mir vielleicht freundlicherweise einpaar Dubsonteleskope posten, die du persönlich gut findest? Wäre dir sehr dankbar und ein Danke im Vorraus

Sissy
28.03.2013, 19:01
Hallo Patrick,

wilkommen im Forum.


Jetzt war ich gestern bei Karstadt und hab ein Spiegelteleskop der Firma Bresser gesehen...

Karstadt ist nicht die kompetente Quelle für Teleskope. Der Verkäufer hat reichlich Blödsinn erzählt. ;)


Nun ich müsste das Teleskop 1300km transportieren, wenn ich es mir kaufen würde, weil ich im Ausland studiere.

Ich würde an Deiner Stelle mal etwas warten mit dem Kauf. Je nachdem, in welchem Land Du studierst, kannst dort eventuell ein Teleskop günstiger als in Deutschland erwerben. Oder Dich einem Astronomie-Verein am Studienort anschließen und brauchst gar kein eigenes Teleskop.

Wenn Du erzählen magst, ab wann Du wo konkret studieren willst, könnte ich nachschauen, ob es dort einen Astroverein oder eine Sternwarte gibt...

Prinzipiell wäre ein 6" Spiegelteleskop (= 6" Newton) für den Einstieg ok. Von der Öffnung her sammelt das schon recht ordentlich Licht. Allerdings würde ich Dir raten, kein f=5 zu nehmen. Die sind zwar schön kurz (und damit leichter zu transportieren), aber sie müssen penniebel justiert werden nach nem Transport, und sie brauchen relativ teure Okulare, damit die Sterne am Rand auch noch schön abgebildet werden. Wenn Du einen 6" Newton mit mehr Brennweite nimmst (z.B. f=8), kannst wesentlich günstigere Okulare verwenden, oder sogar mit den billigst Okularen leben, die üblicherweise beim Kauf dabei sind.

Es gibt viele Möglichkeiten, einen solchen Newton zu montieren. Als Dobson in einer "Rockerbox" (Kaufteil oder selber basteln, das ist die absolut günstigste Variante), als "Einarmmontierung", oder auf einer parallaktischen Montierung. Elekronische Nachführung kann man machen, muß aber net. Für die Elektronik und die Motoren geht viel Geld drauf...

Dann solltest Du noch folgendes bedenken:
Falls Du in einem Studentenwohnheim untergebracht bist, hast vermutlich keinen Balkon. Aus dem Zimmer raus durch die Fensterscheiben wirst keinen Spaß haben (ganz übles Bild), auch Fenster öffnen bringt nix. Denn dann strömt warme Luft aus dem Raum und verwirbelt mit der kalten Außenluft. Du mußt zum Beobachten zwingend ins Freie. Garten, Park, Bürgersteig. Und dann nach dem Aufbauen etwa ne Stunde warten, bis der Spiegel die Nachttemperatur erreicht hat. Solange der Spiegel noch wärmer ist, steigt warme Luft auf und Du kannst nicht scharf stellen. Ich stell mir das ein bissy ätzend vor, wenn um mich rum quirliges Treiben ist, während ich drauf warte, daß der Spiegel ausgekühlt ist und man endlich durchgucken kann. Für Astronomie braucht man in erster Linie Ruhe und Zeit.

Um mehr als Sonne (mit entsprechender Folie vor der Teleskopöffnung), Mond und Planeten zu beobachten, brauchst dunklen Himmel. In einer Universitätsstadt gibts den eher nicht. Also müßtest Du mit Deinem Teleskop irgendwie raus ins dunkle Umland. Willst Dir dafür ein Auto zulegen?

Liebe Grüße
Sissy

Rolli89
28.03.2013, 19:42
Hi Sissy,

auch dir ein großes Danke für deine Antwort.

Ich wohne zur Zeit in Polen, 100km weiter weg von Krakau, wo ich Englisch studiere. Ich wohne gemeinsam mit meiner Freundin in einer landschaftlichen Gegend, in der sehr wenig Lichteinfall ist und man sehr viele Sterne sehen kann, weil der Himmel sehr dunkel ist. Wir haben dort eine Balkonterrasse, wo man das Teleskop hinstellen könnte. Ich habe im Moment Osterferien und bin zur Zeit in Deutschland. In Polen sind leider die Preise etwas hoch, wenn es um Sachen wie z.b Teleskope geht, deswegen nehme ich mir vor lieber in Deu ein Teleskop zu kaufen, da man für wenig Geld gute Ware bekommt. Wie du schon sagtest, dass die Okulare für Spiegelteleskope recht teuer sind, würde ich mich lieber für ein Dobston-Teleskop entscheiden. Was ich mir vorgenommen habe zu beobachten, sind halt Planeten, Monde, Sternenhaufen und vllt noch unter anderem Galaxien. Meine Erwartungen sind halt, dass ich dann solche Aufnahmen wie diese durch das Teleskop sehen möchte. http://www.google.de/imgres?q=skywatcher+dobson+8%22&start=151&hl=de&biw=1920&bih=976&tbm=isch&tbnid=srTSgh5I2mOlHM:&imgrefurl=http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/886478/Orionnebel_M_42_mit_DSLR&docid=Qpw1VGjF97zpsM&imgurl=http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/download/Number/20656/filename/M42-15012012-astro-de.jpg&w=887&h=593&ei=voVUUe-uAorctAbmwYGgCQ&zoom=1&iact=rc&dur=159&page=3&tbnh=123&tbnw=187&ndsp=76&ved=1t:429,r:57,s:100,i:175&tx=159&ty=8

Jedoch habe ich keine Ahnung, ob das mit nem Dobston Teleskop möglich ist :/
Der Preis sollte nicht höher als 400 Euro sein... deswegen habe ich grad dieses Teleskop unters Auge genommen...http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p1992_Skywatcher-Skyliner-200P---Parabol-Dobson-200-1200mm.html
was hälst du davon?

LG

Bernhard
28.03.2013, 20:26
Jedoch habe ich keine Ahnung, ob das mit nem Dobston Teleskop möglich ist :/
Den visuellen Eindruck sollte man generell nie mit Aufnahmen vergleichen, weil der visuelle Eindruck immer wesentlich weniger Details zeigt. Der Vorteil der visuellen Beobachtung liegt vielmehr darin, dass man an der frischen Luft ist und ein Live-Bild hat.


Der Preis sollte nicht höher als 400 Euro sein... deswegen habe ich grad dieses Teleskop unters Auge genommen...http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p1992_Skywatcher-Skyliner-200P---Parabol-Dobson-200-1200mm.html

Entscheidend ist die Öffnung des Teleskops. Eine große Öffnung sammelt mehr Licht und zeigt deswegen mehr Details. Die dicken "Arme" des Orionnebels (Dein verlinktes Bild) sollte man bei dunklem Himmel mit 8'' schon sehen können. Auf jeden Fall ist der Eindruck bei 8'' um einiges besser als mit 6''.

Bei dem Preis musst Du noch beachten, dass Du noch Okulare benötigst und die können schnell sehr teuer werden. Man fängt da normalerweise mit guten Plössel-Okularen an und arbeitet sich dann über die Jahre hinauf zu den Nagler oder Ethos-Okularen von TeleVue, die dann soviel wie das verlinkte Teleskop kosten oder auch noch mehr ;) .

Am Anfang geht es aber eher darum mit Hilfe einer guten Sternkarte die Objekte überhaupt zu finden, die gerade interessieren.
MfG

EDIT: Die richtige Auswahl der Okulare ist nicht ganz einfach zu beantworten (Sissy kann das besser als ich). Als Minimalausrüstung würde ich ein Übersichtsokular mit 32 mm Brennweite empfehlen, wie z.B. http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p151_Super-Ploessl---32mm-Brennweite---1-25----FMC.html und mindestens eines für eine höhere Vergrößerung. Üblich wäre da beispielsweise 9mm Brennweite. Die Vergrößerung des Teleskops ergibt sich aus der Brennweite des Teleskops geteilt durch die Brennweite des Okulars.

Sissy
28.03.2013, 21:41
Hallo Patrick,

ok, Du wohnst in dunkler Gegend, das ist sehr viel wert. :)

Balkonterasse ist prima, da kann das Teleskop unbeaufsichtigt stehen, um auszukühlen. :)

So, und jetzt zu den Begriffsverwirrungen:

ein "Dobson" ist nix anderes als ein Spiegelteleskop (Newtonteleskop), welches in einer aus Holz gefertigten Montierung steckt. Die Zahl "6" in f=6 bedeutet, daß "Brennweite" des Teleskopes in mm dividiert durch seinen "Durchmesser" (hier Spiegeldurchmesser in mm) die Zahl 6 ergibt.

Also 1200 mm/200 mm = 6. Das ist ein "schnelles" Teleskop. Es ergibt beim Fotografieren ein helleres Bild als ein "langsames" Teleskop (f=8), wenn man die selbe Belichtungszeit an der Kamera einstellt. Kennst Du eventuell aus der Fotografie als den Begriff "Blende".

Und jetzt zu den Beobachtungswünschen:

ja, Sonne, Mond und Planeten geht prima. Auch Deepsky, also Sternhaufen, Nebel und Galaxien. Aber Deepsky mit dem Auge ist etwas völlig anderes als Deepsky-Fotografien.

Die Fotografien sind bunt und haben üblicherweise etwa 1-10 Stunden Belichtungszeit sowie sehr viel Bildbearbeitung hinter sich. Dein Auge aber liefert 25 Bilder pro Sekunde zum Hirn. Und damit kommt auch an einem 8" teleskop so wenig Licht an, daß da die Farbrezeptoren im Auge außer den Farben der Planeten oder Sterne und winzigen Planetarischen Nebeln nichts wahrnehmen. Der Orionnebel auf dem Bild hat
ISO: 800, Belichtungszeit: 3x5min, 3x1min. Also 3x5 + 3x1 = 18 Minuten Belichtungszeit bei ISO 800. Das kann Dein Auge net. Zudem ist der Orionnebel mit Abstand der hellste Nebel am Himmel. Alle anderen Nebel sind um mehrere Größenklassen dunkler.

Bei Galaxien oder Nebeln wirst Du mit dem Auge nie und nimmer Farbe sehen. Das ist von der Physiologie her nicht möglich. Das kannst Dir abschminken...

Nebel oder Galaxien sind graue fluffigge "etwasse". Heller als der dunkle Hintergrund mit etwas Struktur. Auf keinen Fall wirst Du sooo viele Details sehen wie auf Fotografien. Das gelingt mir nicht mal am 32" Cassegrain-Teleskop (= 80 cm Spiegeldurchmesser!) in der Sternwarte, in der ich Mitglied bin.

Schau mal hier rein, da sind Zeichnungen von Planeten Jupiter (http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/showflat/Number/968690/Searchpage/1/Main/173643/Words/%2BZeichnung+%2BUwe/Search/true/Re_Jupiterzeichnung_12_11_2012#Post968690) - die kommen dem Seheindruck sehr nahe...

Oder hier (http://www.deepsky-visuell.de/), einfach mal in der Rubrik Zeichnungen die einzelnen Links anklicken und schon hast ne Vorstellung, was Dich unter guten Bedingungen (kein Streulicht von Städten, kein Mond am Himmel) erwartet. Achte auch darauf, mit welchem Teleskopdurchmesser (4", 6", 8", 12", 16"...) die Beobachtungen gemacht wurden.

Neben dem Teleskop in Dobsonbauweise brauchst noch:

- Rotlichttaschenlampe (zum Lesen einer Sternkarte/Atlas), eine helle weiße Taschenlampe würde Dir die Dunkeladaption Deiner Augen sofort zunichte machen.
- Atlas für Himmelsbeobachter von Erich Karkoschka oder ähnliche Werke
- 3-4 vernünftige Okulare (die im angegebenen Teleskop taugen nix)
- eventuell einen Telrad statt oder zusätzlich zum Sucher

Zum Kennenlernen vom Himmel dann noch die kostenlose Software Stellarium auf Deinem Rechner.

Zu den brauchbaren Okularen findest auf Astronomie.de viele gute Beiträge. Die kannst eventuell nach und nach gebraucht im Biete-Board kaufen. Dann sind sie etwa 1/3 günstiger wie neu im Handel...

Achtung: Zum Gucken ist so ein Dobson perfekt für kleines Geld. Aber Fotografie ist damit fast nicht machbar. Da geht blos "Schnappschüsse" von Sonnenflecken (mit Baaderfolie vor der Teleskopöffnung) oder Mond mit Kratern direkt im Fokus vom Teleskop. Dazu steckst die DSLR ohne Fotoobjektiv mit einem 2" Adapter statt eines Okulares in den Okularauszug... Alles andere braucht eine motorische Nachführung und parallaktische Montierung. Dann bist aber locker bei 2.500 bis 3.000 Euro. Also bitte nicht mal an Fotografie denken!

Grüße
Sissy

FrankSpecht
29.03.2013, 01:51
Moin,

Meine Erwartungen sind halt, dass ich dann solche Aufnahmen wie diese durch das Teleskop sehen möchte. http://www.google.de/imgres?q=skywatcher+dobson+8%22&start=151&hl=de&biw=1920&bih=976&tbm=isch&tbnid=srTSgh5I2mOlHM:&imgrefurl=http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/886478/Orionnebel_M_42_mit_DSLR&docid=Qpw1VGjF97zpsM&imgurl=http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/download/Number/20656/filename/M42-15012012-astro-de.jpg&w=887&h=593&ei=voVUUe-uAorctAbmwYGgCQ&zoom=1&iact=rc&dur=159&page=3&tbnh=123&tbnw=187&ndsp=76&ved=1t:429,r:57,s:100,i:175&tx=159&ty=8
Vergiss es! Du darfst nie, niemals Astrofotografien mit eigenen optischen Beobachtungen vergleichen. Sissy schrieb es schon: Fotografien sammeln und addieren Licht in einem Maße, in dem das menschliche Auge nicht mithalten kann.

Wenn ich du wäre, würde ich ebenfalls in einen von Bernhard vorgeschlagenen Dobson (http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php?info=p39_GSO-Dobson-200-1200mm---Aktionsmodell---ab-12-Jahren.html) investieren.

Vorteil:
- Einfache Handhabung
- Große Öffnung (= viel Licht) bei wenig Geld

Nachteil
- Nicht für langbelichtete Astrofotografie (für Galaxien) geeignet.

Der Nachteil ist allerdings weniger schwerwiegend, als du vielleicht denkst. Du kannst dieses Teleskop jederzeit (Penunzen vorausgesetzt) auf die nächst höhere Stufe ausbauen. Will sagen, du kannst das Teleskop auch später noch auf eine astrofotografisch taugliche parallaktische, motorbetriebene und computergesteuerte Montierung draufsetzen, um Langzeitbelichtungen für Galaxien zu ermöglichen.

Planeten- und Mondfotografie funktionieren aber auch so schon (hängt natürlich auch von deiner verwendeten Kamera ab).
Was mit einem einfachen Dobson geht, zeigt dir die Bildersuche bei google (https://www.google.de/search?q=dobson+planeten&hl=de&client=firefox-a&hs=BD4&rls=org.mozilla:de:official&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=eORUUbf3EYiZtAbZ_IHYBw&ved=0CAoQ_AUoAQ&biw=1680&bih=854).

Rolli89
29.03.2013, 14:16
Das ist natürlich schade, dass die Augrezeptoren keine Farbe wahrnehmen können :/. Nun ja, dann werde ich mich bis Weihnachten noch etwas gedulden müssen bis ich dann irgendeine Kamera fürs Fotographieren bekomme und natürlich eine neue Montierung.
Ach ja, damit ich eins richtig verstanden habe. Der Unterschied zwischen dem Teleskop, das ich beim Thema angegeben habe, also Maede LXD75 und einem Dobson-Teleskop liegt nur in der Montierung, richtig? Schließlich sind beide ja Spiegelteleskope, oder habe ich da was falsch verstanden?

Und noch was, wozu brauch ich denn überhaupt die Okulare, wenn ich mir z.B ein Skywatcher-Dubson bestelle? Sind da nicht welche drin?
Das habe ich noch nicht so richtig verstanden ;p bitte um Aufklärung hehe

Bernhard
29.03.2013, 15:38
Das ist natürlich schade, dass die Augrezeptoren keine Farbe wahrnehmen können :/.
Farben kann man schon sehen, aber nur schwach. Planetarische Nebel erscheinen auch im 8 Zöller meist etwas grünlich. Die Arme des Orionnebels erscheinen grau bis grünlich. Für die rötlichen Farben beim Orionnebel braucht man sehr große Optiken ab 16 Zoll aufwärts. Generell gilt dabei, dass auch das Beobachten gelernt sein will. So gibt es beispielsweise die Technik des indirekten Sehens (averted vision): http://de.wikipedia.org/wiki/Indirektes_Sehen .


Der Unterschied zwischen dem Teleskop, das ich beim Thema angegeben habe, also Maede LXD75 und einem Dobson-Teleskop liegt nur in der Montierung, richtig? Schließlich sind beide ja Spiegelteleskope, oder habe ich da was falsch verstanden?
Korrekt. Beide Teleskope sind Spiegelteleskope nach Newton. Als weiterer Unterschied wäre (bei gleichem Preis) der größere Spiegel des Dobson-Teleskops zu erwähnen, aber das wurde oben ja bereits erwähnt.


Und noch was, wozu brauch ich denn überhaupt die Okulare, wenn ich mir z.B ein Skywatcher-Dubson bestelle? Sind da nicht welche drin?
Das habe ich noch nicht so richtig verstanden ;p bitte um Aufklärung hehe
Ich hatte die Werbung bei Teleskop-Express nicht genau genug gelesen. Im Komplettpaket sind bereits zwei einfache Okulare enthalten, in der Art, wie ich sie unsinnigerweise zusätzlich vorgeschlagen habe. Du kannst prinzipiell also mit dem Teleskop sofort beobachten. Aber: Die mitgelieferten Okulare haben nur ein relativ kleines Gesichtsfeld. Man betrachtet damit den Himmel wie durch eine Klopapierrolle. Teurere Okulare haben da deutlich größere Gesichtsfelder, kosten aber auch dementsprechend.

Mein Tip: Fang mit den mitgelieferten Okularen einfach an. Für die ersten paar Beobachtungsnächte hat man auch damit Spaß. Wenn Dir das Hobby dann gut zusagt und Du mehr machen willst, kannst Du Dir immer noch bessere Okulare zulegen oder besser schenken lassen.
MfG

Rolli89
29.03.2013, 21:24
Super! Jetzt bin ich gut informiert, wie alles läuft !
Ein riesiges Dankeschön an alle, die mir erklärt haben, wie solche Teleskope funktionieren!
Jetzt noch eine letzte Frage, dann lass ich Euch auch in Ruhe. Von welchem Hersteller soll ich mir mein geliebtes, erstes Teleskop holen?
Skywatch, CSO, UK, Maede?

Unterscheiden sich die Hersteller überhaupt stark voneinander? Außer vom Preis her?

MFG

Sissy
29.03.2013, 21:36
Hi,

ich hab selber 2 Newtons von Skywatcher sowie einen von Meade. Haben alle ne gute Qualität, obwol ich 2 sogar gebraucht erstanden hab. :)

Grüße
Sissy

Rolli89
29.03.2013, 21:45
Kannst mir ja eins geben hihi :D

Sag mal Sissy, auf den meisten Teleskopen steht was davon, dass man unter keinen Umständen die Sonne anvisieren darf, jedoch hab ich paar Aufnahmen von der Sonne im Inet gesehen... Gibt es spezielle Zeiten, in denen ich die Sonne observieren darf/kann?

Bernhard
29.03.2013, 22:28
Gibt es spezielle Zeiten, in denen ich die Sonne observieren darf/kann?
Nein. Dafür gibt es spezielle Objektivfilter wie dieses hier (http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p1816_Baader-Sonnenfilter-fuer-Celestron-C8---EHD8---Alu-Fassung.html). Man kann diese Filter auch selber basteln, falls man ausreichend viel Baader-Folie hat und handwerklich geschickt ist. Beim Beobachten sollte man peinlichst genau darauf achten, dass der Wind (oder sonstiges) den Filter während des Beobachtens nicht vom Teleskop zieht, was schlimme Unfälle nach sich ziehen kann!!!
MfG

Bernhard
29.03.2013, 22:29
Ein riesiges Dankeschön an alle, die mir erklärt haben, wie solche Teleskope funktionieren!
Gerne geschehen. Sobald Du das Teleskop hast und auch schon vorher, kannst Du auch mal bei den großen Amateurastronomieforen vorbeischauen:
http://www.astrotreff.de
http://www.astronomie.de
http://www.astro-foren.de

Rolli89
29.03.2013, 23:02
Ja klar, werde ich sofort machen ;)

Ajj ich muss einfach noch eine Frage stellen... Welche Sternenkarte soll ich mir zulegen? Eine die leicht verständlich ist und eine die Zeiten enthält, in denen man bestimmte Phänomene sehen kann? :-X

Bernhard
30.03.2013, 09:51
Welche Sternenkarte soll ich mir zulegen?
Es gibt im www die kostenlose Sternkarte Cartes Du Ciel (http://www.ap-i.net/skychart/start), die sehr häufig auch von den Fortgeschrittenen verwendet wird.

Am Anfang geht es hauptsächlich darum die Sternbilder kennenzulernen. Viele Neulinge nehmen sich dazu vor, beispielsweise alle Messier-Objekte zu beobachten. Nach einigen Jahren der Praxis machen Einige dann den Messier-Marathon.
MfG

Bernhard
04.04.2013, 16:38
Juhu Leute mein Skywatcher Teleskop ist angekommen ^^
Glückwunsch.

Hast Du Dich schon über die Justage informiert. Mit dem Laser ist es am leichtesten aber auch am teuersten, weil man dazu eben den Justierlaser benötigt. Ohne Hilfsmittel schaut man möglichst gerade, ohne Okular und während noch Tageslicht vorhanden ist in den Okularauszug und stellt sowohl den Fangspiegel wie auch den Hauptspiegel so ein, dass das Bild der Spiegel im Okularauszug möglichst symmetrisch erscheint.

Siehe auch: http://pteng.de/astro/justage/justage.htm , Link: Newton-Justage, das Bild ganz unten.
MfG

Rolli89
08.04.2013, 20:43
Was ist Justage und was für ein Laser... *Worte der Verzweiflung* hehe
Eigentlich habe ich mich noch gar nciht darüber informiert. Schaff ich das denn nicht auch mit Betriebsanleitung?

Rolli89
08.04.2013, 20:50
Das Bild unten funktioniert gar nicht bei mir :(

Rolli89
08.04.2013, 20:52
Ich dachte, dass die Spiegel schon alle voreingestellt wären... :/

Sissy
08.04.2013, 21:54
Hi


Was ist Justage und was für ein Laser... *Worte der Verzweiflung* hehe
Eigentlich habe ich mich noch gar nciht darüber informiert. Schaff ich das denn nicht auch mit Betriebsanleitung?

Hehe, netter Scherz. Bei meinem Teleskop war keine "Betriebsanleitung" dabei. Da war ein Zettel, wie die einzelnen Teile aneinander geschraubt werden sollen.

Du, ein Teleskop ist ein optisches Präzisionsinstrument. Durch holprigen Transport kann sich da die Justage verändern. Die Justage vom Okularauszug zum Tubus, die Justierung von der Halterung des Hauptspiegels zur Optischen Achse im Tubus, die Halterung von Fangspiegel (die Streben mit denen der Fangspiegel am Tubus befestigt ist), die 3 Schrauben zum Einstellen, all das muß zueinander korrekt justiert sein bzw. ab und an von Dir justiert werden. Schon durch die unterschiedlichen Temperaturen Sommer/Winter verstellt sich da u. U. was von alleine.

Justageanleitungen gibt es dutzende im Internet. Das mußt Du Dir eine ausdrucken und dann machen. Falsche Justage macht ein scheiße Bild.

Aber ehe Du wild rumjustierst, warte auf nen klaren Abend, stell das Teleskop 3 Stunden vorher raus und dann guck durch. Kannst Du easy am Mond/Sternen scharfstellen und ist das Bild im Okular ok, brauchst nix zu machen. Aber wenn es nicht scharfzustellen geht oder ein Stern bei intra- und extrafkaler Einstellung Astigmatismus oder Koma zeigt, dann mußt Justieren. Jedes Wort, was Du jetzt net kennst, ergoogel bitte...

Justierung ist am Anfang schwierig, aber mit der Zeit kriegst Übung und dann ist das in 1, 2 Minuten erledigt. Notfalls schnapp Dein Teleskop und geh zur nächsten Sternwarte, mach aber vorher mit den Leuten nen Termin aus. ;)

Überhaupt solltest Du live Kontakt mit anderen Sternfreunden in Deiner Nähe suchen. Astronomie und Fernrohrkunde sind Wissenschaften. Völlig auf Dich gestellt hast da zig Baustellen, wo Du nicht weiterkommst... Du mußt jetzt richtig viel lernen. und im Gespräch geht das viel besser als schriftlich hier im Forum...

Grüße
Sissy

Rolli89
08.04.2013, 22:57
Haha ja ich meinte natürlich die Gebrauchsanweisung ;p Hab mich etwas in der Wortwahl vergriffen.
Hab mir da schon etwas zur Spiegelverstellung durchgelesen, aber wie sagt man so schön: Die Praxis und die Theorie sind zwei verschiedene Planeten ;)
Ich schau einfach mal in 3 Tagen nach, wenn ich bei mir zu Hause angekommen bin, ob ich das alles hinkriegen werde. Wenn was schief gehen sollte, wende ich mich an das Forum hier.
Tut mir leid, dass ich Euch den Kopf mit solchen Sachen vollbombe, aber ich bin halt noch Anfänger und in Polen werde ich wenig Möglichkeit haben, da einen Experten nach Hilfe zu fragen.
Leider lebt ja Kopernikus nicht mehr :D

Noch so ne kleine Nebenfrage am Rand:

Wie viel Grad Celsius verträgt denn sonen Teleskop? Ich meine bei Minusgraden frostet doch das Okular so, dass man nichts dadruch sehen kann, richtig?
Weil du meintest ja, dass man während des Sommers, sowohl auch der Winterzeit Sternegucken kann :)

MFG
Patrick

Sissy
10.04.2013, 03:28
Hi Patrik,

Du studierst doch an ner Uni? Guck Dich da mal um, oft gibt es an Unis ne Unisternwarte! Ganz besonders in Ostblockländern. Die haben zwar oft Geldmangel, aber genügend Leute, die sich auskennen. Ernsthaft. Ohne Kontakt zu erfahrenen Amateuren wirst beim ersten Justageproblem auf die Nase fallen. Denn Dir fehlt die Erfahrung was "Seeing" ist. Und wenn man das nicht einschätzen kann, dann wird das nix mit der Justage am Stern. Denn Du weißt ja garnet, wie das aussehen sollte...

Klar gibt es Bücher, PDF´s und Artikel im Internet. Aber das alleine wird nicht reichen. Das ist so, als ob Du ohne Musik, ohne Partnerin und ohne Tanzlehrer Tango tanzen lernen willst, obwol Du noch nicht mal gehen kannst. :rolleyes:

Wenn Du mir die Stadt verrätst, kann ich nach Sternwarten/Vereinen suchen. Aber eigentlich wäre das Dein Job!

Ein Teleskop geht weder bei -20 °C noch bei +40 °C kaputt. Du frierst eventuell mit dem Auge am Okular fest oder verbrennst Dir die Finger am Tubus, dem Glas macht das nix aus.

Achtung, nicht auf das kalte Glas des Okulars atmen! Und bitte in sauberen Drehpacks in der Manteltasche bei Kälte aufbewahren. Net offen rumstehen lassen. Falls Du nen Okularkoffer hast, Deckel zu. Sonst saugt sich der Schaumstoff voll mit Feuchtigkeit...

Auf keinen Fall mit nem Tempotaschentuch auf der Okularlinse rumrubbeln. Damit machst Mikrokratzer rein und kannst es dann nur noch als Briefbeschwerer nutzen!

Zugetaute bzw. zugefrohrene Okulare taut man im Warmen berührungslos auf...

Rolli89
14.04.2013, 19:31
Hey Sissy, Bernard und alle anderen :)

Ich bin endlich in Polen angekommen und habe direkt mein Skywatcher auf der Terasse aufgebaut. Dabei gabs keine Probleme, wobei ich bei der Justage ehrlich gesagt auf mehr Probleme zu treffen gehofft habe, doch glücklicherweise haben die netten Leute bei Skywatcher alles richtig eingestellt. Der schwarze Visierkreis liegt genau auf meiner Pupille im Spiegel, wenn ich durch das Okular schaue und auch auf dem Hauptspiegel sieht man, dass sich alle reflektierten Objekte genau in der Mitte dieses Spiegels befinden. Super dachte ich mir, nur leider erlaubt mir das Wetter nicht Sterne zu gucken :/ weil es zu stark bewölkt ist... Meine Frage:

1. Kann das überhaupt sein, dass die das bei Skywatcher richtig justiert haben? Nach den Bildern in der Anleitung stimmt alles graphisch, wie das Teleskop eingestellt sein sollte.
2. Kann man durch starke Bewölkung Sterne observieren?

Freue mich auf Eure Antworten :)

Schon mal ein Danke im Vorraus ;)

MFG

Patrick

Bernhard
14.04.2013, 22:14
Hallo Patrick,


1. Kann das überhaupt sein, dass die das bei Skywatcher richtig justiert haben? Nach den Bildern in der Anleitung stimmt alles graphisch, wie das Teleskop eingestellt sein sollte.
das ist genaugenommen eine recht witzige Frage, insbesondere für die Astrohändler :rolleyes: . Aber mal Spaß beiseite: Genau das ist der Normalfall. Gekaufte Teleskope sollten dem Kunden immer sauber justiert übergeben werden. Alles andere wäre prinziell reklamierbar. Bei Selbstbauteleskopen ist das naturgemäß genau anders rum, aber das ist ein ganz anderes Thema.


2. Kann man durch starke Bewölkung Sterne observieren?
Nein. So was macht definitiv keinen Spaß.

Du siehst dabei aber gleich eines der Hauptprobleme der Amateurastronomie. Du bist bei diesem Hobby extrem vom Wetter abhängig und wirst es im Laufe der Jahre auch lernen, das Wetter mehr und mehr kennenzulernen.

Du musst jetzt also erst mal warten, bis der "Wettergott" dir ein brauchbares Wolkenloch zugesteht. In der Szene kursiert übrigens der Witz, dass diese Wartezeit von der Größe des neu gekauften Teleskops abhängt. Je größer die Optik, desto länger die Wartezeit. Statistiken wurden dazu allerdings noch keine angelegt ;) .
MfG

Rolli89
15.04.2013, 19:58
Haha oh nein :D das ist nicht gut :D aber zum Glück ist heute das erste Viertel des Mondes und zum Glück sind mal ausnahmsweise keine Wolken da!! Ich warte noch eine Stunde bis es ganz dunkel ist und dann kann das Observieren beginnen ^^ Ich sag euch dann was ich so alles sehen konnte, wenn ich die Worte dafür finden werde ;p

Bernhard
15.04.2013, 20:10
aber zum Glück ist heute das erste Viertel des Mondes
OK. Für Deep-Sky ist das nicht ideal, aber der Mond ist ja noch nicht übermäßig hell. Deep-Sky (Galaxien und lichtschwache Objekte) beobachtet man idealerweise immer dann, wenn der Mond gar nicht zu sehen ist, um möglichst wenig Streulicht zu haben.

Rolli89
15.04.2013, 21:35
Hab grad versucht den Mond zu erkennen, aber irgendwie ist der Mond bei mir zu hell und meine Pupillen tun mir weh, wenn ich längere Zeit da reinschaue.... ist das normal?, oder hab ich die Vergrößerung einfach schlecht eingestellt? Apropo Vergrößerung... wie stell ich die ein..?

Rolli89
15.04.2013, 21:40
hab an den seitlich angebrachten Rädchen gedreht.. von der Schärfe tut sich aber nichts... :/

Kibo
15.04.2013, 22:04
Gleiches Thema, Mond zu hell:

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/693514/Mond_zu_hell

gerade bei Dobson ein logischer "Nachteil"

mfg

Bernhard
15.04.2013, 23:14
Hallo Patrick,


Hab grad versucht den Mond zu erkennen, aber irgendwie ist der Mond bei mir zu hell und meine Pupillen tun mir weh, wenn ich längere Zeit da reinschaue.... ist das normal?
ja das ist ganz normal und es gibt da auch eine passende Abhilfe. Dein Dobson sammelt bereits so viel Licht, dass du einen zusätzlichen Mondfilter benötigst und den gibt es für relativ kleines Geld bei den bekannten Astrohändlern.


Apropo Vergrößerung... wie stell ich die ein..?
Die Vergrößerung berechnet sich als Quotient aus Brennweite des Teleskops geteilt durch die Brennweite des Okulars.

Rolli89
15.04.2013, 23:46
Ja schade, dass ich das erst so spät erfahren habe, sonst hätte ich mir den mitbestellen können, als ich noch in Deutschland war. Nichtsdestotrotz kann ich ja noch das Skyseeing machen, auch wenn der Mond nur grad zu ein Viertel ist :) aber wie du schon erwähntest, bei Neumond besser.
Ich habe aber noch den gewaltigen Fehler gemacht, dass das Teleskop nur 20 Minuten draußen auf der Terasse stand, denn ich glaube die Spiegel haben sich ja dann beschlagen... Na ja morgen stell ich es mal vorsichtshalber eine Stunde früher auf so, dass sich das Teleskop lang genug abkühlen kann... vielleicht erkenne ich ja dann irgendeinen Stern ;)

Rolli89
15.04.2013, 23:47
ach ja, hab ich schon gesagt, dass ich den Mond nicht mehr mag? ;p

Sissy
16.04.2013, 00:00
Hi Patrick,


hab an den seitlich angebrachten Rädchen gedreht.. von der Schärfe tut sich aber nichts... :/

Hat sich denn der Okularauszug überhaupt bewegt? Es kann sein, daß Du eine Verlängerungshülse zwischen Okularauszug und Okular schrauben/stecken mußt. Guck mal, ob da eine dabei war...

Falls ja, Verlängerungshülse ranmachen, dann die Reduzierung von 2" auf 1 1/4" dran, dann Okular rein... :)

Okularauszug ganz nach innen Richtung Tubus stellen und dann langsam nach außen drehen, während Du durchguckst. Irgendwann wirds hell, dann hast den Mond im Visier. Und wenn Du geduldig und langsam weiter drehst, wird er scharf. Ist er scharf, fixierst den Okularauszug, indem Du die kleine Schraube von Hand festdrehst. So verhinderst Du, daß durch Druck vom Auge/Kopf beim Gucken sich die Schärfe wieder verstellt.

Wenn Du dann ein anderes Okular reinmachst für eine andere Vergrößerung, mußt die Feststellschraube lösen, ehe Du die Schärfe für das neue Okular einstellst...

Probier das ganze mal tagsüber aus, damit Du Dich ein bissy an die Bedienung gewöhnst. Du solltest dazu ein wirklich weit entferntes Objekt (Baum, Kirchturmspitze in mehreren km ...) anvisieren. Dann mal mit allen vorhandenen Okularen die Vergrößerung ausprobieren...

Des wird scho. :)

Grüße
Sissy

Sissy
16.04.2013, 00:10
Hi,


ach ja, hab ich schon gesagt, dass ich den Mond nicht mehr mag? ;p

da tust unserem Trabanten aber Unrecht! Ich kann stundenlang auf seiner Oberfläche verweilen! Die Kraterlandschaft läßt sich ja mit verschiedenen Vergrößerungen herrlich erkunden. Jeden Tag kannst andere Krater/Berge/Rillen beobachten. Hol Dir ne Mondkarte, das hilft beim Zurechtfinden. ;)

CS (clear sky, der Astronomengruß)
Sissy

Rolli89
16.04.2013, 00:55
Danke Sissy für den Hinweis,

das werde ich alles morgen ausprobieren. Na ja durchs Suchfernrohr sah der Mond schon irgendwie hübsch aus :) Als ich dadruch geguckt habe, dachte ich, dass ich ihn schon seiner maximalen Größe gesehen habe, haha, aber es geht ja noch ne Stufe weiter, nur leider unscharf halt :( Und diese Probleme mit dem Tau gehen mir auch auf den Senkel, was heißt, dass ich auf warmes Wetter warten werden muss..
...

Rolli89
16.04.2013, 01:44
Ach ja, und als ich grad den Polarstern anvisiert habe sah ich druchs Okular nen weißen Kreis, jedoch war in der Mitte ein schwarzer Punkt, der das Bild wie eine CD aussehen ließ. Ich frage mich deshalb: Ist das gewöhnlich, oder eine Spur von falscher Justierung? Ach Sterne gucken kann so kompliziert sein .. *rollingeyes*

Rolli89
16.04.2013, 13:34
Ich war grad draußen und habe versucht die Schärfe an einem Objekt einzustellen, welches ca 500m weiter weg war :/ Einmal mit dem 25 min Okular und einmal mit dem 15mm.. jedoch war die Spitze des Kirchturms weiter sehr unscharf.. Hab am Rächen hin und her gedreht, aber das half auch nicht richtig weiter.. Was mache ich denn falsch? *seufz* Ach ja Sissy. Die Verlängerungshülse war auch dabei, du meinst sicherlich dieses silberne Ding, dass man ans Okular schrauben kann, oder? Ach ich geh noch einbisschen weiter ausprobieren

Bernhard
16.04.2013, 13:57
Hallo Patrick,

mir fällt gerade noch ein, dass du den Mond bei höherer Vergrößerung eventuell auch ohne Mondfilter anschauen kannst, weil man da nicht so viel Licht abbekommt. Bei dem 25mm Okular kommst du aber um den Filter vermutlich nicht drum herum.

Das Problem mit dem Scharfstellen müsste sich mal ein kundiger Mensch vor Ort anschauen. Probiere zur Kontrolle mal ein Objekt, was noch weiter weg ist (>500m).
MfG

Rolli89
16.04.2013, 14:07
Langsam vermute ich, dass die Okulare zu schwach sind. Doch es ist nur eine Vermutung. Ich verstehe das alles nicht, denn als ich einen Baum anviesiert habe der 100 m weiter weg stand, zeigt er sich mir sehr scharf an den Ästen, aber wenn ich auf ein Haus geschaut habe, das 1,5km weiter weg war, war das Bild immernoch unscharf...

Bernhard
16.04.2013, 14:13
Vielleicht ist auch noch die Bedienung des Okularauszugs unklar. Um zu sehen wie das funktioniert, kannst Du auch das Okular ein Stückchen rein oder raus ziehen.

Chrischan
16.04.2013, 16:05
Hi Patrick,

sorry, wenn ich so direkt bin, aber bitte gehe nochmal auf Reset und fange bei Null an. Aus deinen Posts kommt es es mir so vor, als ob Du Null Ahnung von der Technik hast und gar nicht verstehst, was Du da am Teleskop machst...

Ich würde dir dringend raten dir einen Hobby-Kollegen zu suchen, mit dem Du das Ganze mal vor Ort üben kannst. So von der Ferne aus kann man nur helfen wenn zumindest ein bisschen Basiswissen schon vorhanden ist. Ehrlich gesagt, wenn man dir rät am Okularauszug scharfzustellen, bin ich mir nicht sicher woran Du am Teleskop rumschraubst...

Nochmal sorry, wenn das jetzt ein bisschen hart rüberkommt, aber wenn Du weiter so planlos rum experimentierst, steigt nur der Frustfaktor und das Risiko das Teleskop zu beschädigen.

Hast Du keine Chance einen Gleichgesinnten vor Ort zu treffen, dann stell das Teleskop erstmal zur Seite und fange an zu lesen... Soviel ich weiß, gibt es ganz gute (und preiswerte) Bücher für Anfänger am Teleskop. Natürlich hilft auch das Internet...

Hier mal zwei Links:
http://www.youtube.com/watch?v=LBXkKOa8pgk
http://www.youtube.com/watch?v=T-9FIW3AzX0

Und hier ein Buch, welches für deine Zwecke geeignet scheint. Ich besitze es aber weder, noch kenne ich es!
"Fernrohr-Führerschein in 4 Schritten" von Ronald Stoyan
(Amazon: http://www.amazon.de/Fernrohr-F%C3%BChrerschein-Schritten-Eine-Anleitung-Teleskopbesitzer/dp/3938469005)



Die Verlängerungshülse war auch dabei, du meinst sicherlich dieses silberne Ding, dass man ans Okular schrauben kann, oder?Keine Ahnung was für ein silbernes Ding Du meinst, aber eine Verlängerungshülse kann man mit der einen Seite wie ein Okular in den Okularauszug setzen und auf der anderen Seite kann man dann wieder ein Okular einsetzen. Ist einfach ein kleines Rohr, das Du nutzen kannst falls man selbst mit komplett ausgezogenem Okularauszug nicht in den Fokus kommt. Typischerweise sind Verlängerungshülsen auch schwarz...



Langsam vermute ich, dass die Okulare zu schwach sind.Vergiss es, das hat mit den Okularen erst mal nichts zu tun. So wie es sich anhört, schaffst Du es einfach nicht scharf zu stellen...



Ach ja, und als ich grad den Polarstern anvisiert habe sah ich druchs Okular nen weißen Kreis, jedoch war in der Mitte ein schwarzer Punkt, der das Bild wie eine CD aussehen ließ. Ich frage mich deshalb: Ist das gewöhnlich, oder eine Spur von falscher Justierung? Das ist nur ein Zeichen dafür, dass Du nicht richtig scharf gestellt hast. Bei intra- oder extrafokaler (auf gut deutsch: "unscharfer") Betrachtung eines Sterns siehst Du ein Abbild der Teleskopöffnung! Die helle Scheibe ist also der Hauptspiegel und das "Loch" ist der Schatten des Fangspiegels (auch "Sekundärspiegel"; der kleine Spiegel vorne im Rohr in Höhe des Okularauszugs). Wenn die beide schön mittig sind und die Scheiben schön rund, ist das schon mal ein gutes Zeichen für die Justierung.
Bei einer Verstellung des Okularauszugs sollte die "CD" größer oder kleiner werden. Wenn sie kleiner wird, dann geht's in die richtige Richtung. Dann einfach am Okularauszug weiterdrehen bis aus der Scheibe ein Punkt geworden ist - Fertig, Du bist im Fokus...

Gruß,
Christian

Rolli89
16.04.2013, 20:16
Chrischan schon gut ;) ich bin ja erst Anfänger und habe wirklich sehr wenig Erfahrung mit dieser Art von Technik. Also ist bei mir die Justierung falsch, wenn ich eine CD durch mein Okular sehe richtig?
Hmm na gut, hab mir jetzt einpaar Videos zu der Justierung angesehen, nur leider hab ich kein Laser, mit dem das so einfach geht, aber soweit ich das verstanden habe, kann man das gleiche Ding mit einer Filmdosenkappe machen, in die man ein Loch in der Mitte macht oder?

Ja die Verlängerungshülse hab ich mit etwas anderem verwechselt, aber die habe ich da seit Aufbau der Teleskops drin. Diese Verlängerungshülse fährt raus und rein, wenn ich an den seitlichangebrachten Rädchen drehe.
Leider wie du schon sagtest, habe ich keine Chance hier jemanden zu treffen, der sich damit auskennt, d.h ich bin auf mich selber gestellt.
Hehe der Frustfaktor ist echt schon bei mir einwenig gestiegen, aber es wird mich nicht daran hindern, davon Halt zu machen ;) irgendwann klappt es, denn Übung macht ja den Meister.

Rolli89
16.04.2013, 21:38
Wie gesagt, ich habe gerade versucht die Spiegel an einem Stern zu justieren, doch nichts kam dabei heraus... der schwarze Punkt wollte einfach nicht weg, was ich sehr enttäuschend finde...
Ich denke ich werde mir diesen Laser holen, anders krieg ich es echt nicht geregelt.. Schade eigentlich..

Chrischan
16.04.2013, 21:40
Hallo Patrick,


Also ist bei mir die Justierung falsch, wenn ich eine CD durch mein Okular sehe richtig?
Nein! Die "CD" an sich ist ganz normal wenn man einen Stern unscharf eingestellt hat.

Das ist nur ein Zeichen dafür, dass Du nicht richtig scharf gestellt hast.
[...]
Wenn die beide schön mittig sind und die Scheiben schön rund, ist das schon mal ein gutes Zeichen für die Justierung.
Bei einer Verstellung des Okularauszugs sollte die "CD" größer oder kleiner werden. Wenn sie kleiner wird, dann geht's in die richtige Richtung. Dann einfach am Okularauszug weiterdrehen bis aus der Scheibe ein Punkt geworden ist - Fertig, Du bist im Fokus...
Also wenn die "CD" schön rund ist und das "Loch" sauber in der Mitte ist, dann ist die Justierung deines Teleskops ganz ok. Es ist nur nicht richtig scharf gestellt.

Scharf stellen und Justieren sind zwei völlig unterschiedliche Dinge! Ich hoffe das ist dir bewusst...

Dazu war auch der zweite Link: http://www.youtube.com/watch?v=T-9FIW3AzX0
Die Veränderung des Bildes im Film passiert nur durch drehen an den Rädchen am Okularauszug!
Am Anfang des Films ist der Stern unscharf (CD), bei 0:34 ist der Stern dann scharf gestellt (Punkt) und danach wird wieder unscharf gestellt (wieder CD).
Wenn Du also mal wieder eine CD siehst, dann drehe an den Rädchen am Okularauszug - in die Richtung in der die CD kleiner und heller wird - bis aus der CD nur noch ein Punkt geworden ist. Dann ist richtig scharf gestellt.
Solltest Du beim scharf stellen irgendwo mit dem Okularauszug an den Anschlag kommen - das Rohr geht nicht mehr weiter raus oder rein - dann musst Du u.U. die Verlängerungshülse entfernen und nochmal versuchen...
Einige Okulare oder Zubehör benötigen die Verlängerungshülse, für andere Okulare sit sie hinderlich. Das musst Du selbst austesten. Als Anhalt: Okulare mit langer Brennweite könnten eher die Verlängerungshülse benötigen und Okulare mit kurzer Brennweite könnten eher ohne Verlängerungshülse funktionieren.



Hehe der Frustfaktor ist echt schon bei mir einwenig gestiegen, aber es wird mich nicht daran hindern, davon Halt zu machen ;) irgendwann klappt es, denn Übung macht ja den Meister.Das ist schon mal ein gute Einstellung!

Gruß,
Christian

Rolli89
16.04.2013, 21:57
Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!! Ich habs hinbekommen

Rolli89
16.04.2013, 21:57
Diese bescheuete Verlängerungshülse war das Problem :D ich hab sie einfach abgenommen und dementsprechend sauber fokusiert!!!

Chrischan
16.04.2013, 22:02
Na dann, viel Spaß!

Rolli89
16.04.2013, 22:09
Danke jetzt werde ich erstmal schön die Sternenkarte studieren und Gottes Werke bis 5 Uhr morgens beobachten :D

Rolli89
16.04.2013, 23:11
Der Mond ist wirklich toll zu beobachten :) Hing gerade ne Stunde an meinem Teleskop und hab die schönen Weiten des Universums genoßen :)
Aber die anderen Sterne kamen mir sehr klein vor mit meinem 10mm Okular. Welche Okulare würdest ihr mir denn persönlich empfehlen, damit ich beispielsweise den Saturn mit seinem Ring sehen kann oder den Jupiter?
Weil man teilt ja die Brennweite des Teleskops also 1200 mit der des Okulars um die Vergrößerung zu bestimmen. Also je kleiner die Brennweite, umso größer sehe ich die Objekte.
Habt ihr irgendwelche guten Links auf Lager, die sich für mein F6 gut eignen?

MFG

Patrick

Bernhard
17.04.2013, 08:35
Hi Patrick,


Der Mond ist wirklich toll zu beobachten :) Hing gerade ne Stunde an meinem Teleskop und hab die schönen Weiten des Universums genoßen :)
Sehr gut.


Aber die anderen Sterne kamen mir sehr klein vor mit meinem 10mm Okular. Welche Okulare würdest ihr mir denn persönlich empfehlen, damit ich beispielsweise den Saturn mit seinem Ring sehen kann oder den Jupiter?
Echte Sterne bleiben für Hobbyastronomen immer sternförmig. Bei Saturn solltest Du die Ringe mit dem 10mm Okular aber deutlich sehen können und bei ruhiger Luft auch die Cassini-Trennung und einige Monde. Bei Jupiter kannst Du die vier galileischen Monde beobachten. Jupiter selbst erscheint als kleines Scheibchen mit leichten Strukturen. Den großen roten Fleck sollte man bei ruhiger Luft ansatzweise sehen können, wobei zu beachten ist, dass sich der immer wieder mal verändert und deswegen mal mehr und mal weniger gut zu beobachten ist.

Die "wahre" Welt der Dobson-Teleskope gehört allerdings der Deep-Sky-Beobachtung und die beginnt zumeist mit dem Messier-Katalog.


Weil man teilt ja die Brennweite des Teleskops also 1200 mit der des Okulars um die Vergrößerung zu bestimmen. Also je kleiner die Brennweite, umso größer sehe ich die Objekte.
Es gibt die gute Faustregel, dass die maximal sinnvolle Vergrößerung gleich der Größe des Hauptspiegels in mm entspricht. Das wäre bei deinem Teleskop also ein 6 mm Okular.

Als echte Bereicherung für dein Teleskop würde ich aber das hier (Link) (http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p871_TeleVue-Nagler-9mm---1-25----82--Feld---Typ-6.html) empfehlen. Nicht ganz billig, aber zumeist ein Begleiter über verschiedene Teleskope (auch für sehr große Optiken) und damit über viele Jahre. Exzellente Qualität und großes Gesichtsfeld sind dabei die großen Vorteile.
MfG