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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Terraforming<--- Mond



Photon
25.01.2006, 14:27
Unser Mond umkreist bekanntlich die Erde. Die Erde selbst umläuft die Sonne auf einer Umlaufbahn, die den Lebewesen auf unserem Planeten die Existenz ermöglicht, da sie genau die richtige Entfernung hat; theoretisch gesehen ist das Klima/die Temperatur also genau richtig ...

Nehmen wir an ich mlchte den Mond terraformen. Läge das Problem nicht daran, dass der Mond manchmal zu nah und manchmal zu weit (im Verhältnis zur Erde) von der Sonne entfernt ist? Um die Kälte auszugleichen bräuchte ich einen relativ starken Treibhauseffekt, damit hätte ich dann aber zur heißen Phase auf dem Mond ein großes Problem ....

Könnte man den Mond überhaupt so weit terraformen?

komet007
25.01.2006, 15:03
nö, da die Gravitation des Mondes nicht ausreichen würde um eine Atmosphäre dauerhaft zu binden.

Miora
25.01.2006, 15:40
...mal ganz abgesehen davon, dass wir nicht im geringsten Mass irgendetwas wie Terraformig auf der Erde umsetzen können...

Der unterschiedliche Abstand vom Mond zur Sonne ist vernachlässigbar. Die Erde ist in einem ca. 5 Mill. km breiten Streifen von der Erde entfernt und die Jahreszeiten werden nicht durch den Abstand, sondern hauptsächlich durch die Sonnenscheindauer (Erdneigung) bestimmt.


Zitat komet007:
nö, da die Gravitation des Mondes nicht ausreichen würde um eine Atmosphäre dauerhaft zu binden Was ist schon dauerhaft? Die Erdatmosphäre blutet ja auch aus. Und wenn schon terraformen, dann wollen wir klotzen und nicht kleckern. Man könnte die Atmosphäre ständig speisen und vielleicht Stickstoff durch Schwefelhexafluorid oder ähnliches substituieren. Ich persönlich wäre ein Fan von Krypton, dann wäre unseren Kindern klar, wo Superman her käme. :D

Bynaus
25.01.2006, 15:55
Find mal gen&#252;gend Krypton, um damit eine Atmosph&#228;re aufzubauen... das d&#252;rfte wahrscheinlich schwieriger sein als eine Kuppel zu bauen, die den ganzen Mond umspannt und durch den Druck der in ihr gefangenen Luft schwebend gehalten wird.

Miora
25.01.2006, 16:00
ich will kein Krypton suchen (müssen), aber ich will ja auch gar nicht terraformen... Eine Kuppel fände ich aber unästhetisch...;)

komet007
25.01.2006, 16:05
Was ist schon dauerhaft?
Du kannst ja nicht ständig künstlich erzeugtes Gas in eine Atmosphäre pumpen. Terraforming basiert auf von Pflanzen produziertem Gas, genau wie auf der Ur-Erde. Der erste Schritt ist allerdings eine künstlich erzeugte Atmoshäre, die widerum in eine Sauerstoffatmosphäre umgewandelt wird. Das größte Problem an einer Mondatmosphäre dürfte allerdings die dunkle Seite des Mondes sein, die mit einer dauerhaften Temperatur von unter -170°C zu kalt sein würde um überhaupt gasförmig zu sein.

Miora
25.01.2006, 16:34
Zitat komet:
Das größte Problem an einer Mondatmosphäre dürfte allerdings die dunkle Seite des Mondes sein, die mit einer dauerhaften Temperatur von unter -170°C zu kalt sein würde um überhaupt gasförmig zu sein. Ich glaube nicht. Die Nächte auf der Venus sind ja sehr lang, aber mit dem richtigen Gasmix und einer guten Thermik müsste es hinhauen.


Zitat komet:
Du kannst ja nicht ständig künstlich erzeugtes Gas in eine Atmosphäre pumpen. Warum nicht? Wenn man es schon schafft, die Atmosphäre zu installieren (wie auch immer), dann kann man sie bestimmt auch aufrecht erhalten. Man könnte ja mal berechnen, wie hoch der Schwund ist.

komet007
25.01.2006, 17:29
Ich glaube nicht. Die Nächte auf der Venus sind ja sehr lang, aber mit dem richtigen Gasmix und einer guten Thermik müsste es hinhauen.

Ich glaube das Thema Terraforming Mond ist nicht diskutabel. Der einzige Kanditat dafür wäre der Mars mit genügend Graviation und Durchschnittstemperatur.
Ausserdem kann der richtige Gasmix nur eine Erdatmosphäre sein, hätte ja sonst keinen Sinn und Sauerstoff wird bei -170 Grad flüssig. Wie gesagt bei einem Himmelskörper ohne Eigendrehung ist Terraforming nicht möglich.

Der Schwund auf der Erde kommt hauptsächlich durch den Sonnenwind zustande der Luftpartikel aus der Atmosphäre schlägt, hier wird allerdings genügend Gas nachproduziert um dies auszugleichen, sonst hätte sich die Atmosphäre im Laufe von Jahrmilliarden längst verflüchtigt.

Emil
25.01.2006, 17:31
He, he, he... was ist jetzt ernst gemeint und was nicht?

Der Grund für das Fehlen der Mondatmosphäre liegt in seiner geringen Gravitation (hat Miora oben schon gesagt). Das hat nichts mit der Rotation des Mondes zu tun, wie hier behauptet:
Das größte Problem an einer Mondatmosphäre dürfte allerdings die dunkle Seite des Mondes sein, ... Der Mond wird nämlich von allen Seiten von der Sonne beleuchtet... stimmt's?

Bynaus
25.01.2006, 17:41
Genau - im Verlauf von 2 Wochen w&#252;rde auch die R&#252;ckseite (von der "dunklen Seite des Mondes" zu sprechen ist falsch, denn eine solche gibt es nicht) von der Sonne beschienen - ausserdem w&#252;rde sich die erw&#228;rmte Luft der Seite, die sich gerade im Sonnenlicht befindet, ausdehnen und sich auf die R&#252;ckseite verteilen. Somit h&#228;tte man, wie auf der Venus, einen permanenten Temperaturausgleich.

Die Stabilit&#228;t von Atmosph&#228;ren ist eine Funktion von Temperatur, Gaszusammensetzung und Gravitation. Die Erde ist in der Lage, ihre Atmosph&#228;re &#252;ber einen Zeitraum von &#252;ber 10 Milliarden (Gr&#246;ssenordnung!) Jahren zu halten. Nicht so die Venus (was einer der besten Hinweise darauf ist, dass ihre Atmosph&#228;re durch vulkanische Prozesse nachgef&#252;llt wird und nicht schon immer in der gegenw&#228;rtigen Form bestanden haben kann), oder der Mars. Wobei, der Mars kann die gegenw&#228;rtige Atmosph&#228;re &#252;ber viele Jahrmilliarden halten, allerdings h&#228;tte eine Atmosph&#228;re von der Dichte der Erdatmosph&#228;re bei 25&#176;C eine "&#220;berlebensdauer" von nur wenigen Millionen Jahren.

Miora
25.01.2006, 18:00
...bei meinen Beitr&#228;gen ist vielleicht nicht alles ernst gemeint, meine Einw&#228;nde aber schon...

Ich lasse den Einwand nicht gelten, dass es in der Mondnacht zu kalt f&#252;r eine Atmosph&#228;re ist, da Sauerstoff bei -182&#176;C und Stickstoff bei -196&#176;C kochen (bei 1 bar und wenn schon Terraforming dann bitte mit wohldefiniertem Luftdruck, also k&#246;nnte man daran drehen) und nicht schon bei -170 &#176;C. Ausserdem ist es auf der Erde ja auch nicht -170&#176;C kalt in der Nacht. Mit einer Atmosph&#228;re k&#246;nnte man schon etwas richten.

Alle Zitate komet:
Wie gesagt bei einem Himmelsk&#246;rper ohne Eigendrehung ist Terraforming nicht m&#246;glich. Warum?


Der Schwund auf der Erde kommt haupts&#228;chlich durch den Sonnenwind zustande der Luftpartikel aus der Atmosph&#228;re schl&#228;gt, hier wird allerdings gen&#252;gend Gas nachproduziert um dies auszugleichen, sonst h&#228;tte sich die Atmosph&#228;re im Laufe von Jahrmilliarden l&#228;ngst verfl&#252;chtigt. Die Erde kann Wasserstoff nicht lange halten und auch Helium ist kritisch. Wenn man aber die M&#246;glickeit h&#228;tte, den Mond mit einer Atmosph&#228;re auszustatten, k&#246;nnte man sie auch nachf&#252;llen. Vielleicht 10% &#252;bers Jahr verteilt, keine Ahnung in welchen Gr&#246;ssenordnungen das liegt. Vielleicht irre ich mich auch v&#246;llig.


Der einzige Kanditat daf&#252;r w&#228;re der Mars mit gen&#252;gend Graviation und Durchschnittstemperatur. Warum? Vielleicht ist es leichter, das CO2 der Venus zu Carbonaten umzusetzen, bis der extreme Treibhauseffekt aufh&#246;rt?


Ausserdem kann der richtige Gasmix nur eine Erdatmosph&#228;re sein Warum? Lasse ich mal meinen Liebling Krypton aussen vor (ich will nicht suchen, Bynaus wird mir nicht helfen), so f&#228;nde ich: 25%O2, 25%N2, 2.5%CO2 und den Rest Argon nett. Dazu noch Wasser und schwere Treibhausgase in Spuren wie SF6.


Ich glaube das Thema Terraforming Mond ist nicht diskutabel.Da stimme ich mit Dir &#252;berein ;)

komet007
25.01.2006, 18:17
Soviel ich weiss würde man zur dauerhaften Umwandlung in eine erdähnliche Atmosphäre Blaualgen verwenden. Da diese an den Biologischen Rhytmus der Erde angepasst sind, könnten sie bei einer dauerhaften Sonneneintrahlung bzw. Dunkelheit keine Photosynthese betreiben (selbstverständlich auch andere Pflanzen nicht). Der Mars wäre dazu geeignet, da er annähernd den Tag/Nacht- Zyklus der Erde hat und bereits eine eigene Atmoshäre bindet.

Bynaus
25.01.2006, 18:17
25%O2, 25%N2, 2.5%CO2

Hui, ziemlich deftige Mischung. CO2 ist in unserer Luft blos zu 0.0375% (zzt) vorhanden. In der Ausatmungsluft betr&#228;gt der Anteil 4%, eine solche Atmosph&#228;re w&#252;rden wir also als ziemlich "abgestanden" empfinden. Bei Sauerstoff ist eine h&#246;her Konzentration gef&#228;hrlich. Bereits bei mehr als 30% (IIRC) kommt es zur spontanen Selbstenz&#252;ndung von organischem Material. Das ist auch der Grund, warum es auf der Erde nie viel mehr Sauerstoff als gegenw&#228;rtig gab.

Ich glaube, du untersch&#228;tzt mit deinem Vorschlag vom "Nachf&#252;llen" die dazu notwendigen Mengen.

EDIT: Beim Krypton ist das Problem, dass es davon nur sehr wenig gibt. Selbst mit Argon, das viel h&#228;ufiger ist (in der Erdatmosph&#228;re macht es ca. 0.9% aus), d&#252;rfte es schwierig werden - aber die Idee, die dahinter steht, ist gut: ein schweres, reaktionstr&#228;ges Edelgas l&#228;sst sich nicht so leicht aus einer Atmosph&#228;re entfernen.

Der Vorschlag mit der Kuppel war &#252;brigens ernst gemeint - warum nicht? Es muss ja keine Glaskuppel sein, ein ganz d&#252;nnes Segel reicht auch, so lange es den gr&#246;ssten Teil der Atmosph&#228;re zur&#252;ck h&#228;lt. Kleine Roboter k&#246;nnen daf&#252;r sorgen, dass entstehende L&#246;cher sofort geschlossen werden.

Die Tagesrythmen der Algen d&#252;rften kein grosses Problem sein - die Bakterien werden sich schnell anpassen, ansonsten m&#252;sste man vielleicht mit etwas Gentechnologie nachhelfen.

Miora
25.01.2006, 18:31
...natürlich deftig, aber wenn ich Urlaub auf dem Mond mache, möchte ich riechen, dass ich nicht mehr auf der Erde bin. Ich bleibe ja unterhalb der kritischen Parameter... Ziel ist einfach gewesen, die Dichte zu "tunen". CO2 ist recht hoch, deshalb der erhöhte O2-Gehalt. So sollten die O2/CO2-Austauschprozesse noch den nötigen Drive haben. Ist 25% zu hoch, dann eben mehr Ar.

Natürlich sind die Mengen "gross". Ich kann mir nicht vorstellen, dass man den Mond mit einer Atmosphäre ausstatten kann. Aber hätte man die Möglichkeit, sollte auch der gigantische Nachfüllpack im Angebot sein...

Bis man Blaualgen einsetzen kann, müsste man ja schon etwas terraformt haben. Aber wenn die Kerlchen stabil genug sind für einen Einsatz im Vakuum und ohne Nährstoffe, dann sollten sie bei den langen Nachtzyklen auch keinen Jetlag bekommen.

komet007
25.01.2006, 18:53
Bis man Blaualgen einsetzen kann, müsste man ja schon etwas terraformt haben.
Womit wir wieder beim Mars wären. Ohne Grundatmosphäre wirst du dich eh schwer tun, wo willst du das ganze Gas hernehmen? Na gut, Pflanzen können vielleicht gentechnisch an eine andere Umgebung angepasst werden.

Aber ehrlich gesagt, wenn wir's schon nicht schaffen unsere Erdatmospäre im Gleichgewicht zu halten, sollte man sich lieber darüber Gedanken machen. Hab' grad gelesen, dass das letzte Jahr das wärmste, warscheinlich die letzten paar Tausend Jahre gewesen sein soll - da hast du dein Terraforming.

Emil
25.01.2006, 18:54
Die Idee mit den Blaualgen oder anderen Mikroben, die extreme Witterungen &#252;berstehen, ist schon vor etlichen Jahrzehnten angedacht worden, als man von der Besiedlung des Mars getr&#228;umt hat. F&#252;r solche Prozesse m&#252;&#223;te man allerdings einige Millionen Jahre einplanen, bis man eine "brauchbare" Marsatmosph&#228;re bekommt. Doch diese w&#228;re ebenfalls nicht dauerhaft, sondern w&#252;rde sich im Laufe von weiteren Millionen Jahren verfl&#252;chtigen. Der Aufwand f&#252;r derart kurze Zeitspannen ist viel zu hoch. Beim Mond ist es v&#246;llig aussichtslos.

Wenn jemand meint, die n&#246;tigen Gase irgendwie dorthin transportieren zu k&#246;nnen, der sollte sich erst mal Gedanken machen, wie man das Ozonloch auf der Erde "stopfen" k&#246;nnte. - Mit diesem Gedanken m&#246;chte ich in erster Linie klar machen, wie aussichtslos es ist, ein so gigantisches &#214;kosystem nach Belieben formen zu wollen!

Miora
25.01.2006, 19:15
...das ist ja meine Rede, wir können hier nicht einmal auf der Erde etwas bewirken (#3). Die Blaualgensache könnte man natürlich einfach mal starten, doch dann schreien wieder alle nein, man dürfe eine Marsatmosphäre nicht verkeimen...

Aber wie Emil schreibt, dauerte das Millionen Jahre und ist nicht das, was ich unter "Terraforming" verstehe. Bei "Terraformig" müsste der Mensch mit lustigen Geräten (siehe Startrek) das Ganze in kürzester Zeit hinbringen. Blaualgen auf den Mars auszusetzen würde ich als Taxidienstleistung auffassen...

Heute war noch in der Presse, dass unsere Metallvorräte nicht einmal hinreichend sind, dass alle Menschen gemäss dem westlichen Lebensstandard versorgt sein werden...

smurf
26.01.2006, 08:54
Nun, selbst, wenn eine Atmonsphäre hergestellt werden könnte, wird weder auf dem Mond noch auf dem Mars längerfristiges Leben nicht möglich sein.
Seien wir doch mal realistisch:
Beim Mars wird ja vermutet, dass er bereits eine eigene Atmosphäre besessen hat, diese aber aufgrund der zu geringen Gravitation wieder verloren hat.
Vom Mond braucht man da überhaupt nicht reden.

Ihr vergesst aber dabei den Schutzschild: Weder Mond noch Mars haben ein eigenes Magnetfeld, dass vor Sonnenwinden schützt.
Außerdem muss die Atmosphäre wie die Erde mehrere Schichten haben, um vor der gefährlichen UV- und Gammastrahlung zu schützen. Das wird bei beiden Objekten nnicht möglich sein.
Die Erde produziert daneben noch eigene Treibhausgase durch ihre geologische Aktivität.

Deshalb, vergesst es....;)

Emil
26.01.2006, 16:56
Das Magnetfeld spielt eine ganz andere Rolle, die nichts mit der Existenz einer Atmosphäre zu tun hat. Beispiel: Die Venus hat eine besonders dichte Atmosphäre, aber so gut wie kein Magnetfeld. Beim Merkur umgekehrt: Er hat ein relativ starkes Magnetfeld (vermutlich persistent), aber keine Atmosphäre. Siehe oben:
Die Stabilität von Atmosphären ist eine Funktion von Temperatur, Gaszusammensetzung und Gravitation. Mehr kann man dazu nicht hinzufügen.

komet007
26.01.2006, 17:14
Das Magnetfeld spielt eine ganz andere Rolle, die nichts mit der Existenz einer Atmosphäre zu tun hat.

So wie ich das verstanden habe wollte Smurf nur darauf hinweisen, dass das Magnetfeld oder die Atmosphäre mögliche Lebewesen auf dem Planeten vor kosmischer Strahlung schützen soll, das hat nichts mit dem Aufbau einer Atmosphäre zu tun.

Dazu gibt es auch Forschungsergebnisse des MPI, dass die Atmosphäre der Erde den Partikelwind der Sonne auch ohne Magnetfeld ausreichend abschirmen würde. Eine terrageformte Atmospähre müsste also mindestens die Zusammensetzung der Erdatmospähre aufweisen um ohne Magnetfeld ausreichend Schutz zu bieten.

UMa
04.08.2006, 12:11
Hallo zusammen,

ich finde den Tread &#252;ber eine erd&#228;hnliche Mondatmosph&#228;re interessant. Vielleicht kann man ihn aufleben lassen. Nicht dass ich das Terraforming des Mondes f&#252;r technisch machbar halte, allerdings kann man daran etwas &#252;ber die 'Funktionsweise' von Planeten Atmosph&#228;ren lernen.

Zuerst die Frage, wieso wollt ihr so hohe Konzentrationen von Treibhausgasen in der Mondatmosph&#228;re? Aufgrund der geringeren Schwerkraft bedeutet doch schon der gleiche Partialdruck am Boden eine erheblich h&#246;here S&#228;ulendichte.
Welchen Gesamtdruck am Boden stellt ihr euch vor?
Die Idee mit den schweren Edelgasen ist sehr gut. Das Problem wird n&#228;mliche sein die Exosph&#228;rentemperatur nicht zu hoch werden zu lassen, damit die Atmosph&#228;re nicht zu schnell entweicht.

Gr&#252;&#223;e UMa

Miora
04.08.2006, 14:03
Hallo,

wenn ich mich richtig erinnere, war die ursprüngliche Idee, die Atmosphäre möglichst schwer zu gestalten. Und da CO2 schön schwer ist, haben wir den Anteil so hoch gewählt, auch wenn wir eine solche Luft nicht gerade als "frisch" empfinden würde. Um den Gesamtdruck haben wir uns noch nicht gekümmert. Vielleicht 350mbar?

Gruss,
Miora

UMa
04.08.2006, 21:58
Hallo Miora,

hm. Vielleicht sollte man ersteinmal von einer Atmosphäre (Druck und Zusammensetzung) wie auf der Erde ausgehen und dann Schrittweise 'verbessern'.
Nachteilig sind auf jedenfall leichte oder noch schlimmer leicht spaltbare Moleküle. Wie z.B. eben leider auch Sauerstoff. Treibhausgas sind im unteren Teil der Atmosphäre eher unerwünscht, da wegen der höheren Säulendichte die optische Dichte der Atmosphäre ca 6 mal so groß ist. In der Mesosphäre (und höher) werden sie aber dringend gebraucht um Energie abzustrahlen. Vielleicht könnte man auch schwerere Isotope nehmen z.B. C13, N15, O18. Kann man O18 atmen, oder ist das giftig?
Noch schwerer als Krypton wäre Xenon. Doch wie sieht es mit der Ionisationsenergie aus?

Grüße UMa

ispom
05.08.2006, 13:20
Was soll diese Diskussion ?
Es läßt sich auf dem Mond keine atembare Atmosphäre erzeugen, noch weniger auf dauer halten.

Im Gegensatz zum Mars werden wir den Mond nie terraformen.
Das hat auch seine vorteile, z.B Riesenteleskope könnten auf der Rückseite errrichtet werden.
Aber die Siedler werden dort hauptsächlich unter der Oberfläche ihre Habitats haben.
Schon wegen der kosmischen Strahlung

meint Ispom

UMa
10.08.2006, 22:27
Hallo Ispom,

was spricht gegen das Terraformen des Mondes, was nicht ebenfalls gegen das Terraformen des Mars spr&#228;che?

Gr&#252;&#223;e UMa

Candlestick
10.08.2006, 23:42
Hallo erst mal ...

und Hallo ispom,


Was soll diese Diskussion ?
Es läßt sich auf dem Mond keine atembare Atmosphäre erzeugen, noch weniger auf dauer halten.

Ja, was soll wohl eine Diskussion?



Im Gegensatz zum Mars werden wir den Mond nie terraformen.


Nie! Never! Im Leben nicht!

Oder vielleicht doch irgendwann so:

Den Mond in geeignetem Maße - bin zu faul zum Rechnen - 'entkernen' (Mondsanierung, ein völlig neues Betätigungsfeld;) ) und das relativ leichte durch dichteres Material ersetzen. Die Materialherkunft wäre noch zu klären, allerdings könnte man gleich mit Atommüll beginnen. Luna sollte die dort zu erzeugende oder dorthin zu transportierende Atmosphäre dann wohl zumindest für eine tragbare Zeitspanne halten können. Bliebe noch ein kleines Problem mit dem Wasser, eine große Wüste mit nur wenigen kleinen Oasen entspräche nicht meinem Wunschbild. Aber wenn man eh dabei ist enorme Massen zu transportieren...


Das hat auch seine vorteile, z.B Riesenteleskope könnten auf der Rückseite errrichtet werden.
Aber die Siedler werden dort hauptsächlich unter der Oberfläche ihre Habitats haben.
Schon wegen der kosmischen Strahlung
Genau, und die hässlichen Dinger (die Teleskope meine ich) packen wir dann auf die -zugegeben etwas kleinere - Kugel aus dem Material, das wir im ersten Schritt entnommen haben und das jetzt als Mondmond unser neues Domizil umkreist.:cool:

Es grüßt freundlich
Candlestick

Feuer_und_Flamme
25.10.2006, 19:32
Ihr werdet es nicht glauben, aber es hat mal eine Diplomarbeit in Dresden zu dem Thema gegeben (Mondterraforming). Die Werte waren haarestreubend.

Ich will den Mond lieber ausbauen, wie bei Perry Rhodan.

Kilometergroße Raumschifffabriken.....

Jetzt mal im Ernst, wäre es nicht besser der Venus irgendwie eine höhere Rotationsgeschwindigkeit zu geben?

Die Venus ist als einziger zur Verfügung stehender Planet im geologischen Maße ein Planetenzwilling. (Eugen Willerding, Betrachtungen zum Aufbau und zur Entstehung des Planetensystems, 26.10.2005, Uni Bonn)

Aufgrund der höheren Rotationsgeschwindigkeit dürften die Windgeschwindigkeiten in der Athmosphere sinken.

Und dann meinetwegen die Biologie ranlassen.
Ich denke ein großteil wird den Zeitfaktor überschätzen.
Was sind ein paar 100 Jahre???
Und eine gewisse Eigendynamik wird sich immer entwickeln.

Allerdings sollte man aufpassen, dass am Ende nicht ein noch beschissere "Ausgangssituation" entsteht als vorher.

Feuer und Flamme

Bynaus
25.10.2006, 21:45
Die Venus ist als einziger zur Verf&#252;gung stehender Planet im geologischen Ma&#223;e ein Planetenzwilling.

Du meinst wohl ein Erdzwilling? Das stimmt eben leider nicht so sehr: es ist schon richtig, Masse, Gr&#246;sse sind &#228;hnlich - aber die Venus hat wegen des nicht vorhandenen Wassers eine ganz andere Geologie, und die l&#228;sst sich nicht &#252;ber Nacht (auch nicht in 100, 100 oder auch nur 100000 Jahren) umkrempeln. Damit sich ein einigermassen erd&#228;hnlicher Planet aus der Venus entwickelt, m&#252;sste sie &#252;ber Millionen von Jahren mit Wasser versorgt und vor der st&#228;rkeren Sonnenstrahlung abgeschirmt werden. Dazu etwas Biologie, dann g&#228;be es sicher eine echte Chance.

Es gibt allerdings alternativen zur Beschleunigung der Rotation: man k&#246;nnte das Licht, das die Venus von der Sonne erreicht, v&#246;llig abblocken, und einen 24-Stunden-Tag mit einem riesigen Spiegel, der in einer Umlaufbahn platziert ist, in der er die Venus einmal in 24 Stunden umkreist, erzeugen.

Der Planet "darunter" ist dann aber nat&#252;rlich immer noch nicht erd&#228;hnlich.

Feuer_und_Flamme
02.11.2006, 07:58
Mich interessiert eigentlich hauptsächlich ob und wie eine Rotationserhöhung von statten gehen kann und welche Nebenwirkungen es haben kann.
Die Erhöhung will ich machen damit sich die Windgeschwindigkeiten reduzieren. Daraufhin sollten sich einige "Schwebstoffe" in der Athmosphäre absetzen.

Für Wasser kann man zur Not sorgen indem wir ein paar "kosmische Schneebälle" zur Venus schicken.


Die Kommentare vorher, dass wir kein terraforming durchführen können ist so nicht ganz richtig. Das wir Planetenformung betreiben können beweisen wir an der Erde. Zur Zeit findet diese Änderung allerdings eher zum negativen statt.
Zum Positiven fehlt der politische und wirtschaftliche Wille es durchzuführen.

Ich kann mich erinnern dass es auch Vorschläge gegeben hat um das Chlor aus dem Ozonloch herauszufiltern um es zu schließen.

Feuer und Flamme

jonas
02.11.2006, 09:30
Hi Feuer_und_Flamme


Mich interessiert eigentlich hauptsächlich ob und wie eine Rotationserhöhung von statten gehen kann und welche Nebenwirkungen es haben kann.
Die Vorstellung einem Planeten "Starthilfe" zu geben ist an sich ja schon abenteuerlich. Aber man könnte es zum Beispiel so machen: Man fängt einen Mond ein und schickt ihn in eine Umlaufbahn in Rotationsrichtung der Venus. Der Mund muss deutlich schneller um die Venus rotieren als die gewünschte Zielrotation der Venus. Durch Gezeitenkräfte überträgt sich der Drehimpuls des Mondes dann langsam auf die Venus. Nebenwirkung: Durch die Gezeitenreibung wird sich die Venus aufheizen.


Die Erhöhung will ich machen damit sich die Windgeschwindigkeiten reduzieren. Daraufhin sollten sich einige "Schwebstoffe" in der Athmosphäre absetzen.
Eine erhöhung der Rotation hat nicht notwendigerweise eine Herabsetzung der Windgeschwindigkeiten zur Folge. Es kann auch das genaue Gegenteil geschehen. Schnellere Rotation bedeutet auch stärkere Wirkung der Corioliskräfte. Würde die Erde schneller rotieren, dann würden auch die Tiefdruckgebiete schneller rotieren, was höhere Windgeschwindigkeiten bedeutet.


Für Wasser kann man zur Not sorgen indem wir ein paar "kosmische Schneebälle" zur Venus schicken.
Ein paar ... naja ... so hundert millionen Kometen könnten ausreichen :p


Die Kommentare vorher, dass wir kein terraforming durchführen können ist so nicht ganz richtig. Das wir Planetenformung betreiben können beweisen wir an der Erde.
Ein wahres Wort gesprochen. Es ist nämlich viel einfacher einen Planeten aufzuheizen als ihn abzukühlen. Von daher wäre der Mars ein einfacherer Kandidat fürs terraforming als die Venus.

beste Grüsse
jonas

Bynaus
02.11.2006, 17:58
Nebenwirkung: Durch die Gezeitenreibung wird sich die Venus aufheizen.

Dazu kommt: Der Mond n&#228;hert sich der Venus an... Aber insgesamt d&#252;rfte diese Methode die Rotation der Venus nur sehr langsam erh&#246;hen. Bei der Erde hat es 400 Millionen Jahre gedauert, um ihre Rotationsgeschwindigkeit um nur 2 Stunden zu verringern...

Feuer_und_Flamme
06.11.2006, 15:03
Schade, ich hatte gehofft es geht schneller.

Feuer und Flamme

Alluser
07.11.2006, 13:23
He, he, he... was ist jetzt ernst gemeint und was nicht?

Der Grund f&#252;r das Fehlen der Mondatmosph&#228;re liegt in seiner geringen Gravitation (hat Miora oben schon gesagt). Das hat nichts mit der Rotation des Mondes zu tun, wie hier behauptet: Der Mond wird n&#228;mlich von allen Seiten von der Sonne beleuchtet... stimmt's?

Frage ? War der Mond schon einmal erd&#228;hnlich ? Oder auch andere Planeten im Sonnensystem ! Zerst&#252;ren ist einfacher als aufbauen !

astroboy1991
02.12.2007, 16:13
Hallo Alluser,
also naja was den Mond betrifft ja der hat denselben Enstehungshintergrund wie die Erde. Als in der Frühgeschichte der Erde ein marsgroßer Himmelkörper auf sie krachte entstand durch einen Teil des aufgewirbelten Staub der Mond. Also waren Erde und Mond sich in der Frühgeschichte sehr ähnlich. Aber nur in der Frühgeschichte. Naja und zu den Planten weiß ich das der Mars der Erde sehr ähnlich gewesen war. Er hatte eine vergleichsweise dichte und feuchte Atmosphäre, aber die ist mit der Zeit durch Sonnenwind und ähnliches errodiert.
Naja und selber wollte ich noch sagen, das ich das Terraforiming des Mondes für nich technisch machbar halte und vielleicht sollten wir mit anderen Monden anfangen. Wie wäre es zum Beispiel mit Titan der hat ne ziemlich dichte Atmosphäre und die errodiert auch nicht sehr schnell, weil er von der Sonne zu weit entfernt ist.

Bynaus
02.12.2007, 18:28
Also waren Erde und Mond sich in der Frühgeschichte sehr ähnlich.

Ja, sie waren nach dem Einschlag beide von einem Magmaozean bedeckt... Für die Frage der Bewohnbarkeit spielt das keine Rolle.


Naja und zu den Planten weiß ich das der Mars der Erde sehr ähnlich gewesen war. Er hatte eine vergleichsweise dichte und feuchte Atmosphäre, aber die ist mit der Zeit durch Sonnenwind und ähnliches errodiert.

Das wurde noch bis vor ein paar Jahren immer und immer wieder gesaqt, aber mittlerweile (nicht zuletzt dank verschiedener Entdeckungen von Spirit und Opportunity) ist das alles andere als sicher. Es ist auch gut möglich, dass der Mars schon immer kalt und trocken war, selbst wenn die Atmosphäre früher dichter war.


Naja und selber wollte ich noch sagen, das ich das Terraforiming des Mondes für nich technisch machbar halte

Wie in diesem Thread schon oft erwähnt wurde, machbar nur im Sinne einer gewaltigen Kuppel, die den ganzen Mond umspannt. Eine nach oben offene Atmosphäre ist in kürzester Zeit wieder weg.

astroboy1991
02.12.2007, 20:53
Aber das mit der Glaskuppel für den Mond wäre auch nen ziemliches Problem. Schon mal was von Miniasteroiden gehört? Die machen die Glaskuppel innerhalb kürzester Zeit löchrig wie nen schweizer Käse!!!
:):):)

Bynaus
02.12.2007, 22:17
Ich habe nicht von einer "Glas"-Kuppel gesprochen, sondern ganz allgemein von einer Kuppel. Aus was für Material die besteht, um gegen ebensolche "Miniasteroiden" zu bestehen, habe ich nicht näher ausgeführt. Zudem: jede Siedlung auf der Oberfläche hätte exakt das gleiche Problem...

Der Optimist
03.12.2007, 08:30
Seit dem ich mich für Titan interesiere hab ich auch schon offt über das Mond-Tarraforming nachgedacht.
Oder zumindest eine Athmosphäre künstlich aus einen schweren Gas zu schaffen.

Aber das sind halt nur Spielereien...

Der Aufwand lohnt sich einfach nicht, auch wenns mich ziemlich interesieren würde.

Mich würde aber interesieren ob es irgentwie möglich ist (weit in der Zukunft) den Mars abzubremsen damit er weiter ins inner Sonnensystem dringt.

Auf natürliche weise passiert sowas ja auch wenn die frühen Planeten an der Staubscheibe reiben und damit abgebremst werden und sich der Sonne nähern.

mac
03.12.2007, 09:25
Hallo Der Optimist,


Mich würde aber interesieren ob es irgentwie möglich ist (weit in der Zukunft) den Mars abzubremsen damit er weiter ins inner Sonnensystem dringt.

Prinzipiell geht das. Du musst ‚nur’ etwa die Energiemenge aufwenden, die unsere Sonne insgesamt in etwa 70 Stunden abstrahlt. Wenn wir das können, dann können wir auch mit den Planeten rumkegeln. ;)

Nur, wozu sollten wir das tun? Was hätten wir davon?

Herzliche Grüße

MAC

Der Optimist
03.12.2007, 10:15
Nur, wozu sollten wir das tun? Was hätten wir davon?


Nagut hast ja recht, eine Athmosphäre müsste man so oder so künstlich herstellen und die Temperaturen kann man ja auch durch eine dichtere, mit Treibhausgasen angereicherte Athmosphäre erhöhen.

Ich glaub der Mars sehe auch nicht anders aus wenn er an unserer Stelle (also 1AE) stehen würde.

Vieleicht sogar noch schlechter, weil das Wasser an den Polen dnek ich mal kommplett suplimiert wäre und die wärmere Athmosphäre noch schneller flöten gegangen wäre.

Mehr würde mich interesieren wass passiert wenn man die Venus mit ihren jetzigen Zustand auf die Marsbahn bringne würde?

Also was dann passiert?

Ich
03.12.2007, 10:15
Die Erde rauszuschubsen wär dringlicher. In 500000000 Jahren sollten wir spätestens fertig sein, sonst wird's ungemütlich.

Der Optimist
03.12.2007, 11:50
Oder man muss bis da hin zumindest umziehen^^

Man kann die Erde ja auch wenns eng wird mit einen rießigen Sonnenschirm schützn.
Aber in 500mil. Jahren kann noch ne menge passieren, auserdem werden wir Menschen falls es und noch gibt nicht mehr so existieren wie wir jetzt beschaffen sind.
Also bei so einer großen Zeitspanne denk ich eig. nicht drüber nach was da is, weil ich mir es ncith vorstellen kann.

Der Optimist
03.12.2007, 12:05
Was ich noch fragen wollte, ich dachte immer die Sonne bläht sich ab einen best. Zeitpunkt zu einen roten Rießen auf, ich weis zwar das die Zeiträume für unser Zeitempfinden groß sind und nur Astrologisch kurtz sind aber schon nach 500mil. Jahren?
Oder "wächst" die Sonne allmälig und hat schon längst begonnen?

Wie lange würde sich der Mars in der Habitablen Zohne befindne?
Und wann?

Wie berechnet man das?

Emil
03.12.2007, 12:39
Moin, moin!

Wer hat denn hier den alten Krempel ausgegraben? - Ich find's interessant, dass die Jugend noch die Zeit für Schwärmereien hat und auch mal über solch abwegige Themen wie Terraforming oder Planetenkegeln diskutiert.

Bevor ich mich im Forum wieder rar mache, will ich wenigstens mal anmerken, dass unsereins früher ebenfalls mit solchen Ideen jongliert hat. Andere Welten, fremde Himmelskörper, Reisen durch die Galaxis... - das sind Markenzeichen von junger Neugier. Als Erwachsener ist man möglicherweise bodenständiger, doch keine Bange: Einige bleiben tief in ihrem Inneren trotzdem Spielkinder. Sie bekommen bloß den Begriff "Wissenschaftler" verpaßt.

Bye,
Emil

Ich
03.12.2007, 12:48
Was ich noch fragen wollte, ich dachte immer die Sonne bläht sich ab einen best. Zeitpunkt zu einen roten Rießen auf, ich weis zwar das die Zeiträume für unser Zeitempfinden groß sind und nur Astrologisch kurtz sind aber schon nach 500mil. Jahren?
Oder "wächst" die Sonne allmälig und hat schon längst begonnen?
RR erst in 5000000000 Jahren, aber die Sonne wird schon immer immer heißer. Bis jetzt hat die Erde das ausgeregelt, aber in 700000000 Jahren soll wohl Schicht sein. Berechnen ist kompliziert, weil man dazu die quasi die Regelkapazität des Erdklimas kennen muss.
Quelle: Spektrum der Wissenschaft 10/2004.

Der Optimist
03.12.2007, 13:07
Meine "Schwärmereien" sind schon nicht mehr so groß wie vor einen Halben Jahr als ich anfing mich ausgiebiger damit zu beschäftigen.
Nur wenn man sich in allen Bereichen ein kleines oberflächiges Wissenen angeeignet hat, kommt man auf einmal auf viele futuristische Ideen die man vorher garnicht hatte, weil man zu wenig wusste und wenn dann war es totaler unsinn.

Ich mein viele von den Sachen sind theoretisch möglich nur nicht praktisch und finanzill umsetzbar.
Man sagt ja immer im Alter wird man vernünftiger!

Aber solche Fantasien sind doch der Keim für neue Erfindungen!

Einstein hat doch auch gesagt, das er nicht überduchschnittlich intelligent wäre sondern nur unheimlich neugierig.

Für Harald Lesch sind auch viele dinge die einen am meisten interessieren/begeistern nur Since Fiction.
In manchen sachen is er zu pesimistisch und zu sehr auf die definierte Praxis bezogen.

So nach der Art wenn man das und das Gesetzt nachweisen kann, dann ist das auch so wie es ist 100% richtig.

Aber da ich ein Fan von ihn binn und er viel mehr weis, hab ich nix zu melden, das sehe ich ein.

Emil
03.12.2007, 17:03
Man sagt ja immer im Alter wird man vernünftiger! Eeeeecht? Oh, dann muß ich wohl doch noch mal in den Kindergarten... (*grins*)

Ja, was du über futuristische Ideen bzw. Science Fiction schreibst, ist schon richtig. Der Phantasie sowie der Literatur sind keine Grenzen gesetzt. Fast jeder (auch eine spätere Kapazität) hat mit Sicherheit sein Interesse für das Fach gerade durch solche Spekulationen in der frühen Jugend gewonnen. Später will man das aber nicht so recht zugeben. Die Einsicht hat weniger mit "Vernunft" oder "Pessimismus" zu tun, sondern man lernt im Laufe der Zeit die eigenen Grenzen kennen.

Menor
21.01.2008, 10:57
Das wir den Mond terraformen kann ich mir auch nicht vorstellen. Aber der Mars wäre vorstellbar, vorallem wenn man denkt wie schnell sich unsere Technik entwickelt. Wir machen ja auch bei der Nanotechnologie immer größere Fortschritte wer weis welche Vorteile uns solche Entwicklungen in der Zukunft mal bringen. Wenn der Mensch lernt im All zu überleben sich neuen Lebensraum zu schaffen, dann halte ich es auch garnicht für so abwegig das unsre Rasse noch in 1 Millionen Jahren existiert. Obwohl ich mir nicht vorstellen kann wie wir uns dann schon verändert haben. Immerhin findet ja immer mehr Technik und Gentechnologie einfluss in unser Leben und unsre Körper!

MFG
Menor

Der Optimist
21.01.2008, 16:25
Klar der Mars ist ja auch am besten geeignet.

Ich war nur überascht das der Mond ein Athmosphäre binden kann auch wenn nur (geologisch) kurtz is.

Ich bin nur auf den Mond-Trip gekommen weil ich vom Titan so fasziniert war.

_Mars_
20.11.2008, 18:04
Wenn du dem Mond einen Magnet in den Kern verfrachtest, dann hält er die eine Atmosphäre mit ca. 13,3 bar (98/6; erde =potenziell= venus / g des mondes)

Je mehr Masse der Mond besitzt, mit dem du die Venusrotation verschnellern willst, desto kürzer werden die Zeiträume, allerdings brauchst du dann mehr antrieb!

Die Gezeitenwirkung des Mondes würde die venus aufheizen, was die Atmosphäre
erhitzen würde und somit würde für eine gewisse Zeit (mehr) Teilchen in den Weltraum gefegt.

Bei einer Venuskolonisation: Das Wasser was sie als dampf hat, ist schon mal ein großartiger Anfang.

Vlt. bilden sich keine Weltmeere, aber auf jeden Fall verdunstet dein Körperwsser dann nicht schlagartig, und durch eien Kühlschrank kannst du Wasser aus der Atmosphäre holen, zum Trinken.

Abgesehen davon müsste aber auch genug davon sein, um ein paar nord-seen zu füllen, denn wenn sie auskühlt wird irgendwann ein Teil des H2O flüssig

Orbit
20.11.2008, 18:45
Wenn du dem Mond einen Magnet in den Kern verfrachtest
Hör auf! Ich mag diesen Schmarrn nicht mehr lesen!

Webmaster
20.11.2008, 19:07
Ich bitte spekulative Thesen in den dafür vorgesehenen Foren oder ggf. im Bereich "Gegen den Mainstrem" zu behandeln. Hier geht es um Astrobiologie.

Viele Dank,
S. D.

fspapst
21.11.2008, 15:16
Hier ist noch kein Artikel erschienen, daher poste ich mal diesen Link
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/297601
Dort wird von viel (sehr viel) Wassereis auf dem Mars, bzw. unter der Marsoberfläche, berichtet, und das nicht an den Polen.

Sollte sich das bewahrheiten, ist es tatsächlich Möglich, eine Marsstation zu bauen und zu betreieben, denn das Wasser ist der wichtigste Beitrag zur Besiedlung.

Ob es zu einem Terraforming reicht weiß ich nicht.

Gruß
FS

Orbit
21.11.2008, 17:35
Ob es zu einem Terraforming reicht weiß ich nicht.
Das Problem ist doch, dass Wassereis auf dem Mars wegen des geringen Atmosphärendrucks sublimiert, sobald es nicht mehr von Sand abgedeckt ist.

EDIT: Heute warst Du etwas schneller als astronews. :)

fspapst
24.11.2008, 09:05
EDIT: Heute warst Du etwas schneller als astronews.
Auch ein blinder Papst findet mal eine Neuigkeit. :D

Das mit dem Terraforming habe ich nur wegen des Thread-Titels angehängt. :o (*gebzu*)

Gruß
FS

spacefan
19.02.2011, 22:59
Wenn man irgendetwas terraformt, dann ja wohl den Mars, denn die Venus ist nicht mehr in der Habitablen Zone (also der Bereich, in dem theorethisch Leben unter halbwegs irdischen Bedingungen existieren kann), auch ohne 96% CO²-Anteil in der Atmosphäre.

Wenn man ordentlich Treibhausgase auf den Mars pumpen würde, würde sich die Temperatur so sehr erhöhen, dass irgendwann das gefrorene CO² aus dem Marsboden verdampfen würde, was wiederum die Temperatur erhöhen würde. Nach etwa hundert Jahren könnte man dort dann erste Bakterien ansiedeln, später Flechten und nach fünfhundert Jahren erste Pflanzen.
Tausend Jahre nach dem Einsetzen erster Lebewesen könnten auch Menschen auf den Mars.
Wegen der geringen Gravitation würde die Atmosphäre nach Jahrmillionen wieder verschwinden, aber das ist ja auch ein ordentlicher Zeitraum.

Allerdings würde die Landschaft auf dem Mars wohl nie so aussehen, wie auf der Erde, ein Großteil wäre weiterhin Steinwüste, die "gemäßigte Zone" eine Tundra, aber um den Äquator könnte es dichte Nadelwälder geben...

Bynaus
20.02.2011, 14:58
denn die Venus ist nicht mehr in der Habitablen Zone

Stimmt nicht zwingend (wobei das auf die Definition der HZ ankommt - aber in der typischen Auslegungen, 0.95 - 1.38 AU, ist auch der Mars nicht drin). Würde die Venus ihre weissen Wolken behalten, aber ihre dichte CO2-Atmosphäre verlieren, wäre ihre Durchschnittstemperatur tiefer als jene der Erde.


Nach etwa hundert Jahren könnte man dort dann erste Bakterien ansiedeln, später Flechten und nach fünfhundert Jahren erste Pflanzen.

Der Mars ist nicht die Erde. Da könnte es jede Menge Probleme geben. So weiss man heute, dass die Oberfläche vergleichsweise hohe Konzentrationen von Wasserstoffperoxid enthält. Das ist dem Pflanzenwachstum nicht gerade sehr zuträglich. Weiter ist die Atmosphäre viel zu dünn, um die kosmische Strahlung effektiv abzuhalten, was den Bakterien auch nicht gerade bekömmlich wäre. Wie dicht die Marsatmosphäre ohne Importe von aussen noch werden könnte, ist umstritten. Für eine atembare Atmosphäre und für die typischen Nährstoffkreisläufe (z.B., für Pflanzen) bräuchte man unter anderem grosse Mengen von Stickstoff, die einfach nicht vorhanden sind.

Terraforming, sei es auf der Venus, dem Mond oder dem Mars ist eine gewaltige Verschwendung von Geld und Material. Wenn man zusätzlichen Wohnraum braucht, kann man auch Weltraumhabitate bauen.

Alex74
20.02.2011, 17:13
...oder die Sahara und die innerasiatischen Wüsten kultivieren... ;)

TomTom333
20.02.2011, 17:57
Terraforming, sei es auf der Venus, dem Mond oder dem Mars ist eine gewaltige Verschwendung von Geld und Material.

Nicht unbedingt! Wenn man Brocken aus Eis und Stickstoff gezielt aus dem Jupiter oder Saturnsystem auf den Mars krachen lässt ist das relativ schnell und kosten günstig.

mac
21.02.2011, 11:44
Hallo Tom


Nicht unbedingt! Wenn man Brocken aus Eis und Stickstoff gezielt aus dem Jupiter oder Saturnsystem auf den Mars krachen lässt ist das relativ schnell und kosten günstig.Relativ? Relativ zu was? Rechne mal vor, wieviel Stickstoff und wieviel Wasser Du Dir vorstellst, und rechne mal den Energieverbrauch für den Transport vor und vergleiche den mal mit heutigen Energiekosten.

Herzliche Grüße

MAC

mac
21.02.2011, 12:14
Hallo spacefan,


Wenn man ordentlich Treibhausgase auf den Mars pumpen würde, wieviel und woher nehmen?


würde sich die Temperatur so sehr erhöhen, dass irgendwann das gefrorene CO² aus dem Marsboden verdampfen würde, was wiederum die Temperatur erhöhen würde. Ja, wieviel?


Nach etwa hundert Jahren könnte man dort dann erste Bakterien ansiedeln, später Flechten und nach fünfhundert Jahren erste Pflanzen.Wie kommst Du auf 100 bzw 500 Jahre?

Was machen die Bakterien die Du dort ansiedelst? Zunächst mal kämpfen sie um ihr eigenes Überleben. Sollte es welche geben, die das schaffen, dann sind das nicht mehr dieselben, die Du dort ausgesiedelt hast. Sie passen sich an. Sie müssen sich anpassen. Diese Anpassung hat aber nicht mehr sehr viel mit einer Anpassung an die irdische Ökosphäre zu tun. Geh mal davon aus, daß sie ‚Dich‘ nach 5000 Jahren Anpassung für eine willkommene Zwischenmahlzeit halten, oder ‚Ihr‘ (also die Keime die symbiotisch und parasitär von ‚Dir‘, auf ‚Dir‘ und in ‚Dir‘ leben) sie wie eine Epidemie weitgehend platt machen und anschließend selber weitgehend verhungern bzw. von der Marsumgebung ebenso gebeutelt werden, wie vorher die ursprünglich ausgetzten Keime. Vielleicht überleben das sogar einige Menschen? Die sind aber anschließend zumindest potentiell und nur rein biologisch, ziemlich gefährlich für die irdische Ökosphäre.

Es spricht einiges dafür, daß Terraforming so, überhaupt nicht zu einem akzeptablen Preis möglich ist.

Tausend Jahre nach dem Einsetzen erster Lebewesen könnten auch Menschen auf den Mars.tausend Jahre? Bauchgefühl? Oder kannst Du das mal begründen?


Wegen der geringen Gravitation würde die Atmosphäre nach Jahrmillionen wieder verschwinden, aber das ist ja auch ein ordentlicher Zeitraum.woher weißt Du eigentlich, ob wir ‚Wirbeltiere‘ mit unserer auf irdische Verhältnisse optimierten Knochenphysiologie mit dieser Gravitation zurecht kommen? Wie würde Dir gefallen, wenn es (wider erwarten) geht, der Preis dafür aber lauten würde: Irdische Verhältnisse sind tödlich für Marsgeborene?

Herzliche Grüße

MAC

TomTom333
21.02.2011, 15:07
und rechne mal den Energieverbrauch für den Transport vor und vergleiche den mal mit heutigen Energiekosten.

Herzliche Grüße

MAC

MAC,........ du hast mich falsch verstanden!

Ich habe geschrieben "krachen lassen" und so meinte ich das auch.
Heist, ein von Robotern gesteuerte Mission zu den Saturnringen bzw der Monde. Dort bekommen diese den richtigen "SCHUBS" und sind schon zum Mars unterwegs.
Transportkosten Zero!

Die Mission zum Saturn............??? 7 Mrd $ so Pi mal Daumen... falls du Fragen solltest wie ich darauf komme :D

Das ganze hätte dann noch den geilen Effekt das man mit Teleskopen hier auf der Erde die Einschläge beobachten und Spektroskopieren könnte.
Das wäre eine Show! :p

Alex74
21.02.2011, 16:24
@Tom: kein Mensch weiß oder kann halbwegs sicher vorhersagen was der Einschlag eines solchen Dings auf dem Mars anrichten würde, evtl. wird dadurch nämlich noch das bißchen Atmosphäre was er hat komplett weggeblasen.
Ein Magnetfeld bekäme er durch eine etwas dichtere Atmosphäre auch nicht.

Ganz prinzipiell kann man glaube ich nicht sagen daß Mars außerhalb der HZ liegt, aber er ist einfach zu wenig. Hätte er in etwa Erdmasse, oder wenigstens die Hälfte davon, dann wäre da wenigstens etwas worauf man aufbauen könnte; aber so...gerademal 10% der Erdmasse (das wird gern übersehen weil der Mars ja einen halb so großen Radius wie die Erde hat...) - es hat schon seinen Grund wieso der Mars auf sein heutiges Niveau fiel.

Gruß Alex

mac
21.02.2011, 16:31
Hallo Tom,


MAC,........ du hast mich falsch verstanden!Tom,... das glaubst Du nur! :(




Ich habe geschrieben "krachen lassen" und so meinte ich das auch.tut mir leid, ich auch!




Heist, ein von Robotern gesteuerte Mission zu den Saturnringen bzw der Monde. Dort bekommen diese den richtigen "SCHUBS"wer, und wieviel Schubs und was kostet das an Energie ist immer noch meine Frage, also bitte hier vorrechnen.




und sind schon zum Mars unterwegs.
Transportkosten Zero!Tohom, nicht schwätzen, rechnen!




Die Mission zum Saturn............??? 7 Mrd $ so Pi mal Daumen... falls du Fragen solltest wie ich darauf komme :DHast Du Dir auf den Dauuumen gekloppt?




Das ganze hätte dann noch den geilen Effekt das man mit Teleskopen hier auf der Erde die Einschläge beobachten und Spektroskopieren könnte.
Das wäre eine Show! http://www.astronews.com/forum/showpost.php?p=60375&postcount=5

Herzliche Grüße

MAC