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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Raumschiff Bauen



Shok-Muzik
10.08.2011, 20:03
Hi bin neu hier wollte mal fragen ob es möglich ist ein riesiges Raumschiff zu Bauen, sagen wir mal so wie bei stark-Treck oder anderen Serien. ???? Würde mich gerne interessieren.
andre Fragen folgen ;)

Schmidts Katze
10.08.2011, 20:31
Hallo Shok-Muzik,

erstmal willkommen im Forum.

Ich würde sagen, die ISS ist derzeit Stand der Technik, das ist aber sicher ausbaufähig.

Die Technik von StarTrek ist reine Fiction, das ist nicht umsetzbar; Beamen oder Warp-Antrieb werden nie funktionieren, es wurde erfunden, weil die Serie sonst nicht funktionieren würde.

Du musst es nicht beantworten, aber dein Alter würde mich interessieren.

Grüße

=^.^=

MGZ
10.08.2011, 22:36
Hi bin neu hier wollte mal fragen ob es möglich ist ein riesiges Raumschiff zu Bauen, sagen wir mal so wie bei stark-Treck oder anderen Serien. ???? Würde mich gerne interessieren.
andre Fragen folgen ;)

Interessant, dass du "riesig" sagst. Die Enterprise-Raumschiffe sind so groß, dass kein normales Material bei einer nennenswerten Beschleunigung das Schiff zusammenhalten könnte. Deshalb haben die Macher der Serien das sogenannte "Strukturelle Integritäts-Feld" erfunden, welches genau dafür sorgt. Kein Feld, kein Riesenraumschiff. Oder zumindest nicht so ein Hübsches. ;)

Bynaus
11.08.2011, 11:14
Die Enterprise-Raumschiffe sind so groß, dass kein normales Material bei einer nennenswerten Beschleunigung das Schiff zusammenhalten könnte.

ist das so? Ich denke, es ist schwierig zu sagen, wie stark diese Schiffe wirklich beschleunigen (jetzt mal hypothetisch gesprochen). Aber ihre Grösse bewegt sich durchaus in der Region von Flugzeugträgern oder Hochhäuser - und diese Objekte halten immerhin Beschleunigungen von 1 Ge problemlos aus. Auch die ISS bewegt sich grob in dieser Grössenordnung, obwohl sie natürlich nie besonders stark beschleunigt wird.

Grosse Schiffe zu bauen - auch wenn sie nicht so schick wie jene aus Star Trek aussehen werden - ist durchaus möglich und wird früher oder später vermutlich auch geschehen. Allerdings nicht mit heutigen Mitteln und Startpreisen.

Runzelrübe
11.08.2011, 16:25
Antriebe können ausgeklügelt angeordnet werden, so dass bei Benutzung keine Materialschäden entstehen. Es handelt sich einfach nur um Ingenieurskunst. Das sieht man auch daran, dass es bereits mehrere Wege gibt, die Schubeinwirkung zu verteilen. Amis und Russen haben unterschiedliche Raketenantriebe entwickelt und wir sind noch lange nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. Wir werden allerdings noch eine Weile bei "robust und teuer" bleiben.

Selbst eine 100 Meter hohe und 3 kt schwere Rakete erhält ihren Schub noch aus einem Heckantrieb, wenn es von der Erde aus startet. Die durchschnittliche Dichte der gesamten Rakete beträgt aber nur ungefähr der von Kork. Man könnte meinen, dass wenn man etwas nur so stabil wie Papier baut, die Kräfte eben nicht zu hoch sein dürfen. Und doch nutzt man gefaltetes Papier um Transportschäden abzuwenden. Ist doch alles nur eine Frage der Technik. :D

pauli
11.08.2011, 20:36
vermutlich würden nur die Befestigungsmechanismen mehrere Tonnen wiegen ... jeder kram müsste gut befestigt werden, vom Löffel bis zu irgendwelchen großen Aggregaten :)

letzendlich ... was sollte man schon mit Riesenraumschiffen anfangen? :p

Kibo
12.08.2011, 13:56
Tausende Menschen über hunderte von Jahren zum nächsten Sonnensystem schicken vielleicht?

Infinity
12.08.2011, 14:14
Tausende Menschen über hunderte von Jahren zum nächsten Sonnensystem schicken vielleicht?
Und warum?

Runzelrübe
12.08.2011, 14:31
Und warum?

So kurz die Frage auch erscheinen mag, so aussagekräftig wurde doch die eigene Meinung hinein verpackt. ;)
Dieselbe Frage nach dem Sinn hätte man genauso gut zu jeder noch zu erfolgenden Erfindung sagen können und es gibt nur eine Antwort: weil wir Menschen sind und weil wir das noch nicht geschafft haben!

pauli
12.08.2011, 15:20
das halte ich auch in ferner Zukunft für ziemlich unwahrscheinlich, dem menschlichen Forscherdrang stehen massive Probleme gegenüber, und nicht nur finanzieller und technischer Natur

Merlin74
12.08.2011, 15:29
Hallo!

Ich bin mir nicht ganz sicher ob der Themenersteller außer der Größe nicht auch noch die Form (ala StarTrek, etc.) meinte.
Meiner Meinung nach ist für größere Raumschiffe der Zukunft nur die Kugelform das Maß der Dinge da, im Hinblick z.B. auf Strahlenschutz (Wassermantel o.ä.), mit minimaler Oberfläche maximales Volumen erzielt werden kann.
So "elegante" Designs wie das der Enterprise odgl. wird es, denke ich, nie geben da sie nicht gerade sehr vorteilhaft sind.

BG
Max

1234asdf
12.08.2011, 17:50
Ich denke in sehr ferner Zukunft wenn es den Menschen oder etwas vergleichbares gibt werden grosse Raumschiffe gebaut um darauf zu leben.


Was mich aber interessieren wuerde, rein hypothetisch natuerlich, was fuer Raumschiffe die gesamte Menschheit in 200 Jahren bauen koennte, wenn alle Ressourcen nur dafuer verwenden wuerden. Ein Szenario wie dieses: Wissenschaftler finden herraus das die Erde definitiv und unabeanderlich zerstoert wird, zusammen mit allen potentiellen Lebensrauemen wie Mars/Titan/Ganymed etc. Einzige Moeglichkeit zu ueberleben. ist das Bauen von Habitaten und das in nur 200 Jahren, zu was wird die Menscheit faehig sein ?

_Mars_
12.08.2011, 19:07
Was mich aber interessieren wuerde, rein hypothetisch natuerlich, was fuer Raumschiffe die gesamte Menschheit in 200 Jahren bauen koennte, wenn alle Ressourcen nur dafuer verwenden wuerden.

das ist völlig utopisch - das wäre eine tolle Welt..

Das jährliche Militärbudget der USA beträgt 830 Mrd Dollar. die NASA erhält 15-17 Mrd Dollar. Und man will auf Teufel komm raus keinen einzigen Dollar mehr hergeben!! Auch wenn das die Streichung aller Mondpläne, des James-Webb Teleskopes, der bemannten Reaumfahrt generell bedeutet!!


Was alles möglich wäre: Apollo ist von der Blechdose zum Mondflug in unter 10 Jahren entwickelt worden!

Ich glaube aber eher, dass Anarchie ausbrechen würde, denn man kann nicht ALLE Menschen retten, vlt. 'nur' 1 Mio. 699 Mio sind dann sauer und schießen auf alles...

Könnte man aber wirklich alle Kräfte mobilisieren, könnte z.b. Russland einen mega-Atomreaktor liefern, Amerika VASIMR-Triebwerke,... Etc. Da ginge schon was-.... Aber ob es nicht einfacher wäre, die Gefahr mit diesen gewaltigen Ressourcen zu bekämpfen??

Shok-Muzik
12.08.2011, 21:57
Also ich habe mir dabei gedacht man baut zu ein Schiff packt da sehr spezielle ausgewählte leute, die (schlauen) die sich da dann fortpflanzen und so man nicht auf dem Schiff ausstirbt. man könnte bestimmt auch Bäume pflanzen um immer frischen Sauerstoff zu haben.

FrankSpecht
13.08.2011, 02:08
packt da sehr spezielle ausgewählte leute, die (schlauen) die sich da dann fortpflanzen
Und wer entscheidet, wie schlau schlau ist? Ist ein Versicherungsvertreter schlauer als ein Automechaniker? Ist ein Physiker schlauer als ein Arbeitsloser?


man könnte bestimmt auch Bäume pflanzen um immer frischen Sauerstoff zu haben.
Man könnte, bestimmt. Wenn dir das reicht, ok! Weit wirst du damit aber nicht kommen.

PS: Kennst du das Projekt "Biosphäre (http://de.wikipedia.org/wiki/Biosph%C3%A4re_2)"?

Shok-Muzik
13.08.2011, 08:30
Also ich rede jetzt nicht von 2012 wo man sich sein Ticket kaufen könnte nein,
Bäume man könnte regen Wolken erschaffen die Bäume hätten immer Wasser und man hätte immer Sauerstoff

Das mit stak-Treck war nur ein Beispiel ich schaue die Sendung nicht ma

mac
13.08.2011, 13:02
Hallo Shok Muzik,

willkommen im Forum. Aus der Art wie Du schreibst, vermute ich daß Du noch sehr jung bist.



Mir ist nicht ganz klar, was Du genau unter dem Begriff ‚Raumschiff‘ verstehst?


Hi bin neu hier wollte mal fragen ob es möglich ist ein riesiges Raumschiff zu Bauen, sagen wir mal so wie bei stark-Treck oder anderen Serien. ???? Würde mich gerne interessieren.


...die sich da dann fortpflanzen und so man nicht auf dem Schiff ausstirbt. man könnte bestimmt auch Bäume pflanzen um immer frischen Sauerstoff zu haben.

Star-Trek ist ein Märchen. Märchen zeichnen sich dadurch aus, daß man bei ihnen Naturgesetze nach Belieben verändern kann. Im wirklichen Leben geht das (zu unserem Glück) nicht.

Alles was Du außer Star-Trek noch geschrieben hast, deutet für mich mehr auf eine Kolonisierung des Weltraums (im Sonnensystem) hin. Wenn Du das meinst, dann helfen Dir vielleicht diese Links weiter.
http://de.wikipedia.org/wiki/Weltraumkolonisierung
http://de.wikipedia.org/wiki/O%E2%80%99Neill-Kolonien
http://en.wikipedia.org/wiki/Stanford_torus
Aber Vorsicht! Manches von dem wäre zwar technisch seit mehreren Jahrzehnten möglich, wenn auch (noch) zu teuer, vieles ist aber an technische Entwicklungen gebunden, die zwar denkbar sind, aber bisher nicht realisiert werden konnten. Manches ist auch so weit weg von der heutigen Realität, daß es von SciFi nicht unterscheidbar ist.

Herzliche Grüße

MAC

Shok-Muzik
13.08.2011, 17:51
Hass recht bin erst 17 Jahre ich bin ein bissen vom Thema weg gegangen.
ich wollt ja eigentlich nur wissen ob es so was möglich ist ,so was zu bauen in diesen ja zehnt wen alle Nation anpacken.

Infinity
13.08.2011, 18:49
ich wollt ja eigentlich nur wissen ob es so was möglich ist ,so was zu bauen in diesen ja zehnt wen alle Nation anpacken.
Also, dass etwas derart Großes in diesem Jahrzehnt geschehen wird, würde ich meiner Meinung nach ausschließen.

mac
13.08.2011, 19:13
Hallo Shok-Muzik,


ich wollt ja eigentlich nur wissen ob es so was möglich ist ,so was zu bauen in diesen ja zehnt wen alle Nation anpacken.Wenn Du mit

‚ob es so was möglich ist ,so was zu bauen‘

noch in diesem Jahrzehnt -
die ISS meinst, dann ist die Antwort offensichtlich ja.

Wenn Du ein großes, von der Erde unabhängiges Habitat meinst, dann ist die Antwort Nein!

Wenn Du dem Link von Frank,
Kennst du das Projekt "Biosphäre"?folgst, wirst Du sehen, daß eines der Kernprobleme noch nicht sauber gelöst ist. Oh, ich denke, daß es lösbar ist, wenn man wirklich will (sprich das Geld dafür ausgeben will) aber eben bisher ist der Nachweis nicht geführt.

Da gibt es aber noch ein weiteres Problem, das sich nur mit sehr viel größerem Zeit- und Geldaufwand vielleicht lösen läßt.

Welche Maßnahmen und wieviele Menschen sind mindestens nötig, um einen Technologiestand nicht zu verlieren, der es gerade noch ermöglicht solche Habitate zu warten und neu zu bauen? Wenn das nicht lösbar ist, dann wird es wohl auch keine (bemenschten ;-) ) Raumschiffe hin zu anderen Sonnensystemen geben und dann wird es wohl auch kein Überleben der Menschheit ohne bewohnbare Erde geben. (Gut, je nach Zeitrahmen, wird es das wahrscheinlich auch nicht mit bewohnbarer Erde geben)

Herzliche Grüße

MAC

Shok-Muzik
18.08.2011, 19:18
Ok ich danke euch für die antworten :D

Toni
19.08.2011, 07:03
Star-Trek ist ein Märchen. Märchen zeichnen sich dadurch aus, daß man bei ihnen Naturgesetze nach Belieben verändern kann. Im wirklichen Leben geht das (zu unserem Glück) nicht.
Hi MAC,

"Star Treck" ist kein Märchen!! "Star Treck" gehört eindeutig in das Genre "Science Fiction", im deutschen Sprachgebrauch hieß das mal "wissenschaftliche Phantastik", aber man anglikanisiert ja heutzutage lieber alles ...
"Science Fiction" unterscheidet sich dahingehend von "Märchen", dass hier nicht irgend welche wundergläubigen Dinge erzählt werden, die man aus heutiger, wesentlich fortschrittlicherer Sicht (im Gegensatz zu der Zeit, als die meisten Märchen entstanden) nur mit einem schmunzelnden Kopfschütteln abtun kann, sondern die aus wissenschaftlicher Sicht irgend wann, eines fernen Tages, vielleicht sogar möglich sein werden (könnten). In "Scienc Fiction"-Erzählungen wurden schon öfters Dinge vorhergesagt und technisch beschrieben, die Jahrzehnte oder (beispielsweise bei Jules Verne) über 100 Jahre vorweg genommen wurden!
Bei Jules Verne waren es z.B. Reisen zum Mond oder die Nutzbarmachung der Kernkraft, bei "Star Treck" sind es Dinge wie sich selbstständig öffnen und schließende Schiebetüren, die Kommunikatoren der Besatzungsmitglieder (die den heutigen Handys in Funktion und Aussehen sehr stark ähneln), u.v.a.m.
Ob die Nutzbarmachung eines Warp-Antriebes oder das Reisen durch Wurmlöcher einmal möglich sein werden, wissen wir heute noch nicht. Aber solche Dinge (selbst aus heutiger wissenschaftlicher Sicht!) einfach als "Märchen" oder Dinge abzutun, die gegen alle Naturgesetze verstoßen, halte ich für überheblich und dem Forschergeist einer aufgeschlossenen menschlichen Gesellschaft für abträglich.

Kennen wir denn tatsächlich schon alle Naturgesetze??? Sind wir schon so schlau und denken, alles zu wissen, was die Natur dort draußen für uns bereit hält?? Haben wir tatsächlich schon den "Stein der Weisen" gefunden???

Ich denke mal "Nein!". Und so lange es noch forschende Menschen gibt, wird es auch immer wieder neue Entdeckungen geben, die nicht nur ergänzend unser bisheriges Wissen erweitern, sondern die auch bisher für sicher geglaubtes Wissen komplett umkrempeln und auf den Kopf stellen werden! - Und so was hat nichts, rein gar nichts mit Märchen zu tun!!

Märchenhafte Grüße von Toni

Bynaus
19.08.2011, 10:58
"Star Treck" ist kein Märchen!! "Star Treck" gehört eindeutig in das Genre "Science Fiction", im deutschen Sprachgebrauch hieß das mal "wissenschaftliche Phantastik", aber man anglikanisiert ja heutzutage lieber alles ...

Star Trek mag vielleicht in den besten Momenten einer solchen "wissenschaftlichen Fantastik" näher sein als andere Mainstream-Serien (v.a. Next Generation, wo die Enterprise sich ab und zu auf einer astrophysikalischen Beobachtungsmission befindet, z.B. zum Studium einer baldigen Supernova, oder einer Planetenkollision), aber es ist doch alles in allem ein "Märchen". Dass Warpantriebe nicht ganz unmöglich sind, ändert da nichts daran. Beamen wurde eingeführt, weil es die Produktionskosten senkte, nicht, weil es realistisch wäre. Die Spezies sehen alle mehr oder weniger wie Menschen aus, weil es eben eine Serie über Menschen ist, nicht weil man realistischerweise erwarten sollte, dass alle intelligenten Spezies da draussen wie Menschen aussehen, reden, denken, handeln. Dann kommen noch - regelmässig - solche Dinge wie Telepathie, Telekinese, und Prophetie dazu. Weit weg von jeder wissenschaftlichen Fantastik, und tief drin im "Märchen".

Toni
19.08.2011, 14:43
Star Trek mag vielleicht in den besten Momenten einer solchen "wissenschaftlichen Fantastik" näher sein als andere Mainstream-Serien (v.a. Next Generation, wo die Enterprise sich ab und zu auf einer astrophysikalischen Beobachtungsmission befindet, z.B. zum Studium einer baldigen Supernova, oder einer Planetenkollision), aber es ist doch alles in allem ein "Märchen".
Bynaus, gerade Dir als eingefleischtem "Star Treck"-Fan ;) hätte ich ein klitzekleines bisschen mehr Enthusiasmus zugetraut, was die technischen und wissenschaftlichen "Visionen" der alten Serien mit William Shatner, wie auch der "Next Generation" mit Patrick Stewart angeht. Freilich ist etliches dort drin ersponnen und entbehrt zum heutigen Zeitpunkt jeglicher wissenschaftlicher Grundlage, aber wurden im Laufe der Wissenschafts-Geschichte nicht schon oft vielerlei Ideen kluger Köpfe als Phantastereien und Hirngespinnste mitleidig von den jeweiligen Zeitgenossen belächelt? Und gerade wenn Wissenschaftler anfangen zu träumen und phantastisch anmutende Ideen vorbringen, erst dann werden in der Regel auch große Fortschritte in der Welt der Wissenschaft gemacht! ;)
Warum man also immer so auf die heute gültigen "Naturgesetze" bzw. den heute erreichten Kenntnisstand pocht, als ob dies der Weisheit letzter und endgültiger Schluss wäre, will mit partout nicht in den Sinn!


Dass Warpantriebe nicht ganz unmöglich sind, ändert da nichts daran. Beamen wurde eingeführt, weil es die Produktionskosten senkte, nicht, weil es realistisch wäre.
Dass etliche "technische Errungenschaften" aller Serien von "Star Treck" größtenteils auf die niedrig zu haltenden Produktionskosten der alten Serie zurückzuführen sind, ist mir auch bewusst. Dass aber in den Folgeserien ab "The Next Generation" darauf aufgebaut und diese wahnwitzigen Technologien im Einklang mit den heute bekannten Gesetzen der Physik in Einklang gebracht wurde, zeigt mir doch, dass es sich eben NICHT um "Märchen", sondern um echte "Science Fiction" handelt, die zwar mit heutigen Mitteln noch undenkbar aber in 300 oder mehr Jahren durchaus machbar erscheinen. - Wenn man denn nicht auf dem heutigen Wissensstand verharrt ... was mir angesichts der Aussagen der meisten hier schreibenden, wissenschaftlich orientierten Leute (die sogar auch noch einen wissenschaftlichen Beruf ausüben!) als durchaus denkbar erscheint ...


Die Spezies sehen alle mehr oder weniger wie Menschen aus, weil es eben eine Serie über Menschen ist, nicht weil man realistischerweise erwarten sollte, dass alle intelligenten Spezies da draussen wie Menschen aussehen, reden, denken, handeln.
Dies ist mir ebenfalls bewusst. Viele andere Science-Fiction-Geschichten (nicht "Star Treck" alleine!) sind lediglich zur Ausschmückung in der Zukunft angesiedelt, obwohl die handelnden Personen oder Wesen bequem Menschen hier auf der Erde sein könnten. So ist das auch mit den "Außeridischen" bei "Star Treck", die ja eigentlich gar keine Außeridischen sein bräuchten, denn sie haben allesamt nur allzu menschliche Eigenschaften und Verhaltensweisen, die jeweils einem bestimmten irdischen Volk zuzuordnen wären. ;)


Dann kommen noch - regelmässig - solche Dinge wie Telepathie, Telekinese, und Prophetie dazu. Weit weg von jeder wissenschaftlichen Fantastik, und tief drin im "Märchen".
Nicht zu vergessen die Zwitterwesen, die keine wirklichen Namen mehr haben, sondern die nur noch aus Nullen und Einsen bestehen und deren Heimatplaneten Du Dir hier als Nick auserwählt hast! ;) - Die Bynare vom Planeten Bynaus.
Würdest Du deren Lebensweise, also die Art deren Existenz als voneinander abhängige, weil dual denkende Wesen, als "Märchen" bezeichnen? - Also ich denke, dass es durchaus denkbar wäre, dass es irgendwo in den unermesslichen Weiten des Alls solche Wesen gibt oder zumindest einmal gegeben haben könnte ... Sie müssen natürlich keineswegs so aussehen, aber das hat ja wieder mit den Produktionskosten zu tun ... ^^

Kosten senkende Grüße von Toni

Bynaus
19.08.2011, 16:56
Toni, eins vornweg: Wenn du noch einmal Star Trek mit "ck" schreibst, sehe ich mich gezwungen, meinen Phaser über die die ungefährliche Grenze hinaus hochzuschrauben... ;) :D

Wie gesagt: Unter den Mainstream-Serien hat Star Trek vieles davon verwirklicht, was man in einer "Science Fiction" Serie, die diesen Namen verdient, erwarten würde. Leider ist aber auch enorm viel "Nonscience Fiction" darin, wenn du so willst, wie demonstriert. Es geht nicht um die dargestellte Technik, die gerade in den späteren Serien wie Deep Space Nine und Voyager vor allem als Ausrede für absurde Plot-Twists herhalten musste. Es geht mir mehr darum: ist die dargestellte Welt im Rahmen realistisch, oder werden bekannte Naturgesetze verletzt? Es ist etwas anderes, etwas darzustellen, was wir heute nicht können, das aber grundsätzlich nicht ausgeschlossen scheint (weil wir keinerlei Experimente haben, die dies so wie dargestellt ausschliessen), oder aber, etwas darzustellen, was klar gegen heute gemachte Experimente und Beobachtungen verstösst.


diese wahnwitzigen Technologien im Einklang mit den heute bekannten Gesetzen der Physik in Einklang gebracht wurde

Wie was? Die heute bekannten Gesetze der Physik spielen in "Next Generation" eine kleine Rolle, und danach hat man sie voll und ganz entsorgt. Star Trek gibt sich gerne einen wissenschaftlichen Anstrich, aber das macht das ganze nicht wissenschaftlicher.


Die Bynare vom Planeten Bynaus.

Mag sein dass solche Wesen denkbar sind. So what? Das war ja auch gar nicht mein Punkt. Mein Punkt war die Telepathie. Unwissenschaftliche Konzepte wie Telepathie gehören zum Standardrepertoire von Star Trek. Nicht etwa technologiebasierte Telepathie, sondern die klassische esoterische Variante. Das hat seinen Ursprung natürlich in den 60er Jahren, wo die Leute sowas sehen wollten, aber mal im ernst: "Science Ficition" kann man das dann nicht mehr nennen, oder?

Ich bleibe bei meiner Einschätzung: Star Trek mag unter den vielen Märchen und falschen "Wissenschaft"-Mäntelchen einen unterdessen längst vergessenen Kern haben, dem ein einigermassen realistischer, natürlich betont positiver (einer der attraktiveren Aspekte von Star Trek, übrigens) und mit den Naturgesetzen verträglicher Zukunftsentwurf zugrunde liegt - aber im Vordergrund steht ganz klar die Unterhaltung. Und wenn die Unterhaltung Telepathie erfordert, dann muss die Wissenschaft in der hindersten Reihe Platz nehmen.

PlanetHunter
19.08.2011, 17:06
Bitte: "Star Trek", ohne c :rolleyes:

mac
19.08.2011, 17:48
Hallo Toni,
damit wir wissen wovon wir reden, zunächst mal die Definitionen, auf die ich mich beziehe


Science-Fiction ist ein Genre innerhalb der Literatur und des Films, aber auch anderer Disziplinen wie etwa der bildenden Kunst, das den Einzelnen, die Gesellschaft oder die Umwelt in zeitlich, räumlich oder historisch (oft radikal) alternativen Konstellationen betrachtet. Science-Fiction entwirft – häufig in der Zukunft verortete, teilweise auch räumlich entfernte – Konstellationen des Möglichen, beschreibt deren Auswirkungen auf die Gesellschaft und den Menschen und reichert reale wissenschaftliche und technische Möglichkeiten mit fiktionalen Spekulationen an. http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4rchen




Zur Erklärung von Fiktion werden in der Literatur- und Kunsttheorie unter anderem fehlender Wahrheitsanspruch und mangelnde Übereinstimmung mit der Realität herangezogen. Es gibt viele unterschiedliche Ansätze, Fiktion zu erklären. Eine allgemein akzeptierte Theorie der Fiktion gibt es bis heute nicht. http://de.wikipedia.org/wiki/Fiktion



Ich beziehe mich bei SciFi überwiegend auf den ersten Absatz, wogegen der zweite Absatz, der fehlende Wahrheitsanspruch, für mich nur für die notwendigerweise eingeräumte Möglichkeit des Irrtums bzw. der Fehleinschätzung einer denkbaren Entwicklung gilt, nicht aber als Freibrief für Unfug steht.

Meiner Meinung nach finden Deine Unterscheidungsversuche zwischen SciFi und Märchen am falschen Objekt statt. StarTrek ist, auch wenn es SciFi Elemente enthält, im oben beschriebenen Sinne nicht SciFi. Es ist z.B. ab dem Moment nicht mehr SciFi, ab dem es mit einem Objekt von A nach B, schneller als c unterwegs ist. Darüber gibt es keine Debatte, das steht im Gegensatz zu den uns bekannten und beobachtbaren Naturgesetzen. Alles was dazu ‚erfunden‘ wird, ist von Aladins Wunderlampe nicht zu unterscheiden und de facto zwar wortreicher, aber auch nicht besser beschrieben.

Natürlich ist es schwierig, wenn man eigentlich nur eine Piratengeschichte erzählen will (und kann?), die man wegen der damals noch unverbrauchteren Exotik? kurzerhand ins Weltall verfrachtet, sich dann auch noch allen bekannten Naturgesetzen zu unterwerfen und sich damit all seine schönen Idden kaputt, oder unglaublich schwierig realisierbar zu machen. Und all diese Ideen funktionieren ja dann auch nicht mehr so, wie vorher, als man zurück von seinen Fahrten den Lieben daheim gebliebenen berichten konnte.

Macht nix, wozu ist man der Boß, der Schriftsteller? Ist man in SEINER Geschichte nicht ein wenig Gott und Schicksal in Personalunion? Also kurzerhand einen fliegenden Teppich und noch ne Wunderlampe aus dem Sack ins Spiel gebracht und schon klappts wieder mit dem Segeln und der aufgepeppten Karibikexotik. Auch muß man, was ganz besonders freut (Autor und Publikum), nix gänzlich Neues erdenken – das ist nämlich zumindest beim Einstieg riskant, besonders für amerikanische Serienautoren. (Als Exkurs zu dieser Behauptung und neben dem eigentlichen Thema gedacht: Schau Dir doch mal im Vergleich die ersten StarTrek-Filme und die fast zur selben Zeit entstandenen Raumpatrouille Folgen an und frag Dich, was davon wirkt auch heute noch futuristisch? Und warum?)


Du magst nun behaupten, daß wir selbstverständlich nicht im Besitz letzter technischer Wahrheiten sind. OK, kein Widerspruch. Nur, exakt dasselbe kannst Du auch über die phantastischen Elemente in Märchen behaupten.


Charakteristisch für Märchen ist unter anderem das Erscheinen phantastischer Elemente in Form von sprechenden Tieren und Zaubereien mit Hilfe von Hexen oder Zauberern sowie Riesen. http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4rchen


Als Zauberer oder Magier werden Menschen bezeichnet, deren Fähigkeiten aus der Perspektive des Beobachters nicht in Einklang mit dessen bisheriger Interpretation der Umwelt stehen und sich von ihm auch nicht religiös deuten lassen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Zauberer

Und nichts anderes findet in StarTrek und der überwiegenden Mehrzahl der sogenannten SciFi-Massenware statt.

Toni, wenn ich das schreibe, bedeutet das nicht, daß ich StarTrek nicht mag. Ich liebe Märchen, ich habe all meinen Kindern mit großem Spaß , Spannung und Freude, weit mehr als 10000 Seiten Märchen vorgelesen. Perry Rhodan ((nicht alle, das wären allein schon über 150000 Seiten)um mal den Genreprimus der deutssprachigen 'SciFi' zuerst zu nennen) Jules Verne, Hans Dominik, John Ronald Reuel Tolkiens Herr der Ringe, kl.Hobbit, Joanne K. Rowlings Harry Potter, Brüder Grimm, Astrid Lindgren, Michael Ende, Otfried Preußler ...

Des Pudels Kern liegt aus meiner Sicht in dieser Formulierung von Dir:
die zwar mit heutigen Mitteln noch undenkbar aber in 300 oder mehr Jahren durchaus machbar erscheinen.Es sind nicht die heutigen Mittel die es undenkbar erscheinen lassen, sondern das heutige Wissen, welches diese Entwicklung eben als gegen die Naturgesetze identifiziert. Auch das kann sich prinzipiell ändern, nur kann es sich nicht so ändern, daß unsere heutigen Beobachtungen falsch sind, sie können allenfalls unvollständig und ungenau sein und auf diesem Wege könnten sich bisher unerwartete Möglichkeiten ergeben – aber das ist heute immer noch so wie früher schon vom jeweils zeitgemäßen Märchenhaften (noch) nicht unterscheidbar und hat daher mit Science auch noch nichts zu tun.

Herzliche Grüße

MAC

onkel fred
11.01.2012, 19:50
Hi, um noch mal zum ursprünglichen Thema zurück zu kommen. Ein Raumschiff bauen wäre heutzutage nicht das Problem, eher die Finanzen dafür; und das Herzstück: der Antrieb, da gibts leider noch nichts brauchbares. Die Raumschiffe im Star-Trek-Design sehen zwar cool aus (ich mag sie auch), doch ihre meist tentakelierten Baugruppen wie Warpgondeln und Untertassensektionen würden Statiker ins Schwitzen bringen (je nach Antriebssystem, 1g nur in der Warpgondel erzeugt, würde diese abbrechen - realistisch gesehen ohne strukturellem Integrationsfeld). Selbst ein kleines Raumschiff wie die Nova-Klasse (ca 180m), das landefähig sein soll, ist m.E. nicht in Alu und/oder Kohlefaser machbar. Denkbar ist ein gedrungenes Raumschiff ohne "Auswüchse", StarWars und CloneWars hat da zum Bleistift einiges cooles im Angebot.

mac
11.01.2012, 23:01
Hallo onkel fred,

willkommen im Forum.

Wozu willst Du mit 1 g beschleunigen?

Herzliche Grüße

MAC

galileo2609
11.01.2012, 23:09
Hallo MAC,

Wozu willst Du mit 1 g beschleunigen?
ich hatte onkel fred so verstanden, dass bereits eine Beschleunigung von 1 g die Desintegration der "Warpgondel" einleiten würde. Mehr natürlich umso heftiger. :)

Grüsse galileo2609

mac
11.01.2012, 23:15
Hallo galileo,


ich hatte onkel fred so verstanden, dass bereits eine Beschleunigung von 1 g die Desintegration der "Warpgondel" einleiten würde. Mehr natürlich umso heftiger. :)ja. Und weniger natürlich um so weniger. ;)

Herzliche Grüße

MAC

onkel fred
12.01.2012, 12:37
Die Beschleunigung von 1g war nur ein Beispiel (damit die Astronauten ein "Erdfeeling" haben). Mehr Beschleunigung macht nur Sinn mit einem echten Warpantrieb, wo das Raumschiff in Ruhe ist und sich die umhüllende Warpblase bewegt (außen zig-mal g, innen absolute Ruhe). Wir wollen aber realistisch bleiben und solch einen Antrieb gibts (leider noch) nicht.
Eine abstruse aber reelle Idee ist ja der MLT, der meines Wissens nur den Antrieb beschleunigt (also kein Feld ums Raumschiff aufbaut). Das Raumschiff müsste dann so gebaut sein, dass es sich beim Beschleunigen nicht selbst zerlegt. 1g liegt nahe, da das Raumschiff schon auf der Erde 1g aushält, und - siehe oben - wir alle leben bei 1g! (2g könnte man probieren, das hätte dann nette Auswirkungen auf unseren Körperbau, Muskeln, Knochen...)