PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein Boot auf einem Titansee!!! ???



TomTom333
16.05.2011, 09:36
Gerade gefunden:

NASA floats Titan boat concept

http://www.newscientist.com/article/dn20459-nasa-floats-titan-boat-concept.html

No one has ever floated a boat on another world, but NASA is now considering doing just that, on Saturn's icy moon Titan. Probing the moon's hydrocarbon lakes could reveal clues to its climate and perhaps even signs of exotic life forms.

Titan's surface is dotted with lakes, making it strangely reminiscent of Earth. But rather than water, the lakes are filled with a mixture of methane and ethane, which are gases on Earth but are liquid at Titan's surface temperature of -180 °C..........

Ich hoffe, dass es sich gegen die beiden anderen Missionen durchsetzt!

Tom

MGZ
16.05.2011, 13:58
Es wäre ziemlich schwierig, einen solchen See mit einer Weltraumsonde zu treffen, schätze ich. Aber es wäre sicherlich eine spannende Mission.

Alex74
16.05.2011, 16:27
Wobei ich mir keinen andern Sinn denken kann als das Gebräu aus dem der See besteht zu analysieren. Könnte diese Sonde noch irgendwas (außer gut aussehen)? :D

Loki
16.05.2011, 23:22
TiME would help reveal details about this cycle by measuring the temperature, humidity and winds at the surface of the lake. With luck, it could be the first probe to experience rain on another world. The probe would also snap pictures of the lake's surface and shorelines and peer up at clouds in the sky.

Though it lacks a means of propulsion, the flying-saucer shaped probe should gradually drift with the breeze, allowing it to sample different parts of the lake. As it did so, it could measure the lake's depth with sonar and taste the brew of chemicals it contains with a mass spectrometer.

Schmidts Katze
16.05.2011, 23:42
Könntest du bitte deutsch schreiben?
Danke.

SK

FrankSpecht
17.05.2011, 00:06
@Schmidts Katze,
der faule Sack hat nur aus TomToms Link zitiert.
(Was an sich ja schon gegen eine Forenregel verstößt, gell, Loki ;))

PS: Er wollte Alex damit wohl nur andeuten, dass im verlinkten Artikel mehr steht, als Alex vielleicht daraus gelesen haben könnte. So interpretiere ich das mal.

Schmidts Katze
17.05.2011, 00:14
So etwas hatte ich schon vermutet, Frank, ich wollte ihm ohne weitere Recherche aber nicht unterstellen, einen fremden Text als eigenen auszugeben.

Grüße
SK

Schmidts Katze
17.05.2011, 00:22
@PS: OK, so wird's gewesen sein.
Trotzdem sollten Zitate gekennzeichnet sein, allein um solche Missverständnisse auszuschliessen.

Grüße
SK

TomTom333
17.05.2011, 06:20
Es wäre ziemlich schwierig, einen solchen See mit einer Weltraumsonde zu treffen, schätze ich. ......

Die Fotos welche Cassini in der letzten Zeit gemacht hat, deuten darauf hin, dass einige der Seen sehr groß sind.
Wenn wir uns nun anschauen wie genau die NASA die Landeplätze auf dem Mars anvisiert und dann auch trifft, halte ich es nicht für unmöglich.

@ S.K. , Loki, Alex :
Wäre schön wenn ihr auch was zum Thema beitragen würdet, als ..........

Danke!

Was mich viel mehr interessiert ist die Technik mit der das Boot dann auf dem See "rumschippert" Das ist bestimmt nicht ganz so easy.
Es könnte relativ schnell an eine Küste gelangen und dort stranden.
Bei einem mehrmonatigen Betrieb wäre das sehr schade.

Bernhard
17.05.2011, 08:25
Was mich viel mehr interessiert ist die Technik mit der das Boot dann auf dem See "rumschippert"
Hi TomTom,

ich stelle mir da so etwas wie eine asymmetrische, geschlossene Kapsel mit E-Motor vor, der einen Antrieb mit Schiffsschraube o.ä. antreibt. Die Kapsel müsste sicher auch um die eigene Achse rotieren können, so dass die Kapsel praktisch nicht kentern kann oder in diesem Fall sich wieder neu ausrichten kann. Es wäre damit sogar eine Art U-Boot denkbar, falls die Kapsel entsprechende Tanks zum Fluten hat.

Außen lassen sich dann noch Meßgeräte und/oder Greifarme anbringen usw.

Man könnte dann die Kapsel an einem Fallschirm einfach in einen See "plumpsen" lassen. Die Kapsel richtet sich dann nach der Landung aus und kontaktiert erst einmal die Sendeeinheit im Orbit von Titan oder Saturn. Den zusätzlichen Sendesatelliten bräuchte man vermutlich zur Verstärkung der Signale von der Bodenstation.

Ich habe etwas den Eindruck, dass diese Idee in Anlehnung an die verschiedenen und sehr erfolgreichen Marsroboter geboren/entwickelt wurde (?)
Gruß

TomTom333
17.05.2011, 08:54
Hi TomTom,

i....und/oder Greifarme anbringen usw.



das verstehe ich jetzt mal nicht.... willst du Fische fangen ? :D
Aber sonst klingt das sehr gut.
Es gibt mittlerweile Segelboote, die sich selbst wieder aufrichten.
Oder man ( n ) stelle sich eine Art Kompass vor : Die Schutzhülle schwimmt im See und innen sind die Instrumente, so dass die Sendeeinheit immer gen Himmel zeigt. Eine Klappe die sich dann (und wann ) unter der Methanoberfläche öffnet und deren Inhalt dann mit einem Analyser
auf Bestandteile untersucht.
Ja, Cool!
Unter"wassercamera"??? Und dann die ersten Mikroorganismen vor die Linse bekommen :eek:

TOM

MGZ
17.05.2011, 09:37
Die Fotos welche Cassini in der letzten Zeit gemacht hat, deuten darauf hin, dass einige der Seen sehr groß sind.
Wenn wir uns nun anschauen wie genau die NASA die Landeplätze auf dem Mars anvisiert und dann auch trifft, halte ich es nicht für unmöglich.


Dafür hat der Mars auch fast keine Atmosphäre, man kann die Oberfläche sehen und man braucht nur eine halbe Stunde Übermittlungszeit für Kurskorrekturen...

PlanetHunter
17.05.2011, 15:21
Ich finde die Idee sehr lobenswert und würde gerne eine Mission erleben, die auf einem der Mare herumschippert.
Aber bei dem konkreten Vorschlag finde ich es sehr riskant, das "Schiff" mit Plutonium zu betreiben. Was ist, wenn das Methan-Ethan-Gemisch in die Kapsel läuft und die Kapsel untergeht? Das würde doch das Ende allen potenziellen Lebens in dem See bedeuten, oder?
Dass sie irgendwann untergeht, selbst bei positivem Missionsverlauf, dürfte klar sein, denn kein Material hält ewig...
Inwiefern müsste so ein Schiff eigentlich anders im Gegensatz zur Erde konstruiert werden, damit es auf diesem Gemisch schwimmt? Wie schwer darf es maximal sein? Danke!

Bernhard
17.05.2011, 15:46
Inwiefern müsste so ein Schiff eigentlich anders im Gegensatz zur Erde konstruiert werden, damit es auf diesem Gemisch schwimmt? Wie schwer darf es maximal sein? Danke!
Hallo PlanetHunter,

entscheidend ist die Dichte der Kapsel. Ist diese kleiner als das Methan/Ethan-Gemisch schwimmt das Ding (s. Archimedes usw.).

Kritisch stelle ich mir vor allem die niedrige Temperatur für die Bordelektronik und -mechanik vor. Vermutlich müsste die Kapsel also sehr gut wärmegedämmt werden und dann von innen beheizt werden. Ob so was dann mit Solarenergie noch zu machen ist, weiß ich momentan auch nicht.

EDIT: Insgesamt könnte ich mir eine evakuierte Kapsel gut vorstellen (so eine Art "Thermoskanne" :D ). Die wäre dann sehr gut gedämmt und würde auch gut schwimmen.
Gruß

Franz_F
17.05.2011, 18:12
Also die grösste Herasuforderung ist sicher die niedrige Temperatur, bei der das Ding betrieben werden muss. Egal ob es sich um ein Landfahrzeug oder um ein "Schiff" hadelt.

Bewegliche Greifarme fürs "Fischefangen" kann man sich da gleich mal abschminken.
Bewegliche Teile bei der Temperatur beweglich zu halten. das spielt es sicher nur in klenem Rahmen.

Elektronische Bauteile: Naja rein Stromleitungen ist ja kein Problem, je tiefer, desto besser die Stromleitung, aber Schaltung, die auf Halbleiter basieren brauchen alle eine ziemlich hohe Betriebstemperatur im Vergleich zu dortigen Umwelt. Da stellt sich schon ordentlich die Frage wie stark die Sonde die Umgebung verändert, bei den Messungen.
Batterien: deto
Gut die Elekrtonik kann man innen halten, aber zur kommunikation muss man mit was raus.

spannende Sache wirklich..

Alex74
17.05.2011, 18:18
@Tom:

@ S.K. , Loki, Alex :
Wäre schön wenn ihr auch was zum Thema beitragen würdet, als ..........
Was soll der Angriff?
Ich habe eine Frage gestellt und Du kannst wieder nur mit sowas antworten. Von Trollen hier habe ich echt genug.

Auch aus dem Artikel geht kaum ein anderer Nutzen hervor; "Küstenlinien, Windgeschwindigkeit und Tiefen ausmessen" ist das Geld für so eine Sonde nun wahrlich nicht wert, oder?

Also gib Du bitte etwas mehr zum Thema als ................
Dazu gehört leider daß man liest, versucht zu verstehen, und antwortet und ggf. Gegenfragen stellt. Das Leben ist hart.

Gruß Alex

PlanetHunter
17.05.2011, 18:32
entscheidend ist die Dichte der Kapsel. Ist diese kleiner als das Methan/Ethan-Gemisch schwimmt das Ding (s. Archimedes usw.).
Danke, das wusste ich. Ich wollte eher wissen, inwiefern es dann eine Schwierigkeit darstellt, so eine Dichte für ein Raumflugobjekt zu realisieren. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie dicht Methan/Ethan im flüssigen Zustand ist. Weniger dicht als Wasser schon, oder?

Bernhard
17.05.2011, 19:10
Weniger dicht als Wasser schon, oder?
Schwer zu sagen. Die Dichte von Methan (http://de.wikipedia.org/wiki/Methan) beträgt bei -162°C (Siedepunkt) 0,42 g/cm^3. Ethan (http://de.wikipedia.org/wiki/Ethan) hat bei -89°C eine Dichte von 0,54 g/cm^3. Bei -170°C wird die Dichte von Ethan dann etwas höher liegen.
MfG

_Mars_
17.05.2011, 21:38
Es wäre damit sogar eine Art U-Boot denkbar, falls die Kapsel entsprechende Tanks zum Fluten hat.

Man müsste nur das Methan 'Kochen' (zum RTG Atombatterie hinschicken) dann würde es sich ausdehnen und Auftrieb verleihen. Das überflüssige Gas (90%) würde dann durch Ventile abgelassen.


Aufpassen müsste man, dass im Inneren der Sonde kein Sauerstoffgemisch von der Erde mitgebracht wird ;) Sonst gibt es einen kleinen Funken (sehr wahrscheinlich bei einer elektrischen Sonde) und .... :D

Loki
17.05.2011, 21:50
Tut mir leid, ich wusste nicht um das verbot und dachte es wäre ersichtlich genug dass es ich nicht um meinen eigenen text handelt. Ihr habt richtig interpretiert, ich wollte nur Alex darauf hinweisen dass in dem Text noch weitere Möglichkeiten ersichtlich sind als die von ihm angesprochenen.

Weiterhin bezüglich des Antriebs steht in dem Artikel dass er selbst keinen besitzt, er würde allerdings durch den "Wind" der an Titans Oberfläche herrscht quasi unkontrolliert herumtreiben.

Gruss & Entschuldigung, Loki

TomTom333
17.02.2012, 10:29
es gibt Neuigkeiten, und dieses Jahr soll ja eine Entscheidung getroffen werden:

http://www.spacedaily.com/reports/Sailing_on_an_Extraterrestrial_Sea_999.html

....and TiME would splashdown in 2023.....TiME will communicate directly with Earth until 2026, when Earth finally sinks below the horizon as seen from Ligeia. Earthrise will occur again in 2035...

Missionsdauer 3 Jahre!

Schon eine lange Zeit.

CAP
17.02.2012, 11:17
3 Jahre ist schon nicht schlecht, aber bei einer bei einer Lebensdauer der Energieversorgung von mindestens 14 Jahren doch etwas wenig.
Warum funktioniert eine direkte Kommunukation zwischen 2026 und 2035 nicht?
Vielleicht lebt Cassini ja noch zu der Zeit^^ oder man könnte bzw sollte vielleicht an eine Doppelmission denken mit einem zusätzlichen Orbiter.
Eine Sonde ohne eigenen Antrieb finde ich etwas blödsinnig...Ein Hybridfahrzeug wäre auch nicht viel Mehraufwand.
Um den Thermalhaushalt würde ich mir keine Sorgen machen...Mit fast einem Kilogramm Plutonium an Bord wird es sicherlich nicht zu kalt werden...
Worum ich mir eher Sorgen mache ist, wie Alex es schon angesprochen hat, dass es nur ums Ausmessen von Küstenlinien, Tiefen und Windgeschwindigkeiten gehen soll...das wäre dann mal richtig rausgeschmissenes Geld...denn das kann man sicher auch mit einem entsprechenden Orbiter hinbekommen.

Bynaus
17.02.2012, 13:41
Die Idee ist toll, aber Geld dafür ist wohl (leider) keines vorhanden... Eine solche Sonde müsste unbedingt ein Mikrophon mit sich führen, und die Fähigkeit, Videos aufzunehmen: Regen über einem Titan-See, dazu fernes Donnergrollen - das wäre ein echt ausserirdischer Eindruck!

Das "Treffen" eines Sees scheint mir auch kein so grosses Problem zu sein, da diese z.T. sehr gross sind (wie die Grossen Seen in den USA, oder sogar so gross wie das kaspische Meer) - die NASA hat schon viel kleinere Ziele anvisiert und getroffen. Ich frage mich eher, ob bei einer Mission, bei der es auf jedes kg ankommt, wirklich eine schwimmende Kapsel konzipiert werden kann, wenn man die Dichte der Flüssigkeit des Sees nicht kennt (und das tut man nicht, weil man immer noch nicht weiss, woraus die Seen wirklich bestehen). Nicht dass die Kapsel bei zu geringer Dichte absäuft oder bei zu hoher Dichte so weit hochschwimmt, dass die Instrumente nicht mehr zur Oberfläche runterkommen...

Nach dem Link hat das Boot keinen Antrieb, und würde nur vom Wind und den Strömungen vorangetrieben. Vielleicht könnte man stattdessen ein kleines Segel montieren und einen Computer mitschicken, der aktiv segeln kann (denn für eine aktive Steuerung von der Erde aus ist Titan definitiv zu weit weg)? Das Problem des Strandens, das TomTom333 erwähnt hat, muss denke ich auch ernst genommen werden - aber wenn ein Sonar an Bord ist, könnte man dem Segelcomputer entsprechende Steueranweisungen geben.

EDIT:


Warum funktioniert eine direkte Kommunukation zwischen 2026 und 2035 nicht?

Weil die Erde von Ligeia Mare (das offenbar das Ziel ist) nicht sichtbar ist in dieser Zeit.


Worum ich mir eher Sorgen mache ist, wie Alex es schon angesprochen hat, dass es nur ums Ausmessen von Küstenlinien, Tiefen und Windgeschwindigkeiten gehen soll...das wäre dann mal richtig rausgeschmissenes Geld...denn das kann man sicher auch mit einem entsprechenden Orbiter hinbekommen.

Aber die chemische / isotopische Analyse des Sees bekommt man mit einem Orbiter sicher nicht hin... Ausserdem kann man mit einer Oberflächensonde Wetterphänomene beobachten.

_Mars_
20.02.2012, 16:07
Es wäre schon großarrtig. Alleine wegen der Photos/Videos....

Aber nur 3 jahre ist Verschwendung von Plutonium. Da MUSS man einen Orbiter mitschicken!


Ok, wie geschrieben kennt man die Dichte nicht genau.
Aber man wird sie auch niemals kennen, wenn man nicht darin landet. Aus dem Orbit wird das wohl schwer gehen.

TomTom333
21.02.2012, 06:58
Die Idee ist toll, aber Geld dafür ist wohl (leider) keines vorhanden...


Dieses Projekt ist mit 2 weiteren auf einer sehr überschaubaren Shortlist. In diesem Jahr (2012) wird die NASA entscheiden für welche sie das Geld ausgeben wird.
Zitat aus meinem 1. Link:

NASA has awarded $3 million to each of the three competing teams to flesh out their mission concepts. After a review in 2012, the agency plans to decide which mission will receive the $425 million it needs to fly.