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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Asteroiden umlenken



_Mars_
26.05.2010, 17:20
Ich denke, man wird in den nächsten 20 Jahren demonstrieren, dass man es kann... bzw. es ausprobieren...

Wie viel Delta-V ist aber wirklich notwendig, um einen Asteroid z.b. auf Kolisionskurs mit dem Mars zu schicken??

Sagen wir Masse 2 Tonnen (nicht zu klein, aber auch ordentlich was, dass er die Kruste aufschmilzt, um das Innere für Forschungen freizulegen...)

Orbit
26.05.2010, 17:57
Wieso sollte man das tun? Es gibt ja bereits unzählige Krater auf dem Mars, die man untersuchen kann. Und mit 2 Tonnen gäbe es ohnehin nur ein staubiges Loch wie vor ein paar Jahren auf der peruanischen Hochebene. Dort wurde meines Wissens die Kruste nicht aufgeschmolzen.
Deine Überlegung ist etwa vergleichbar mit der, wie du dir mit einem Laserstrahl aus der Erdumlaufbahn einen Pickel auf der Wange entfernen könntest.

Orbit

Bynaus
26.05.2010, 19:16
2 Tonnen ist mikrig. Bei einer Dichte von etwa 4 g/cm^3 für einen typischen Chondriten (primitiver Steinmeteorit) ist das etwa ein halber Kubikmeter... Einen solchen Brocken umzulenken hat nichts mit der Ablenkung eines für die Erde gefährlichen Asteroiden zu tun.

Ich würde zunächst einmal versuchen, die Bahn eines Asteroiden überhaupt abzulenken, sagen wir so, dass sich seine Bahn innert einiger Jahre um mindestens einen Erddurchmesser verschiebt - das wäre ein wichtiger erster Schritt, eine Demonstration, dass wir es könnten, wenn es nötig würde. Gut wäre auch, dies mit vielen verschiedenen Typen zu demonstrieren und verschiedene Methoden auf ihre Effektivität zu testen.

Später könnte/sollte man versuchen, einen wasserreichen Asteroiden in eine (sehr hohe, trans-geostationäre) Umlaufbahn der Erde zu bringen. Das würde der bemannten Erforschung des Sonnensystems ganz neue Möglichkeiten eröffnen...

_Mars_
26.05.2010, 20:44
Achso, ich habe da was verwechselt...

Ab 1 km Durchmesser wird er gefährlich, nicht ab einer Tonne .... *peinlich*