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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : panische angst



bubuli
23.02.2010, 16:50
halli hallo,

habe hier schonmal ein wenig rumgeschnuppert und festgestellt, dass einige hier wirklich ahnung haben.
nun zu meinem problem, haltet mich ruhig für verrückt: ich informiere mich seit ein paar tagen im internet über meteroriten etc. habe dadurch jetzt fürchterliche nagst bekommen, jederzeit könnte alles vorbei sein.
ein brocken, der nicht unter beobachtung steht und im null komma nix ist alles platt. könnt ihr mich beruhigen? wie realistisch ist das?
im internet ist die totale panikmache angesagt. könnte jederzeit passieren usw :eek: habe wirklich angst .... kann an nichts anderes mehr denken...

danke vorab für eure antworten und ganz liebe grüße

Bynaus
23.02.2010, 17:01
Einschläge wie jener am Ende der Saurierzeit (10 km Durchmesser) geschehen ca alle 100 Mio Jahre, solche wie das Nördlinger Ries (1 km Durchmesser, etwa die kleinste Grösse, die der menschlichen Zivilisation insgesamt zur Gefahr werden kann) etwa alle ~1 Mio Jahre. Die Chance, das in einem menschlichen Leben von ~100 Jahren zu erleben ist also schon mal a priori sehr klein (1:10000 für 1 km Durchmesser, 1:1 Mio für 10 km Durchmesser). Kleinere Asteroideneinschläge sind häufiger, aber die Chance, direkt davon betroffen zu sein, ist sehr klein, vielleicht so wie beim Tsunami 2004 oder anderen grossen Naturkatastrophen.

Die Gefahr eines überraschenden grossen Einschlages ist in den letzten Jahrzehnten stark gesunken. Man denkt, dass man heute über 90% aller Brocken grösser 1 km, die der Erde gefährlich werden können, kennt. Die Suche geht ständig weiter, bis 2020 soll zumindest die Mehrheit aller Brocken grösser 140 m Durchmesser bekannt sein. Ein typischer erdnaher Asteroid wäre aber Jahrzehnte vor seinem Einschlag bekannt, so dass man über mögliche Gegenmassnahmen nachdenken könnte. Je mehr wir über diese Himmelskörper wissen, desto grösser ist auch die Chance, dass wir etwas gegen einen allfällig bevorstehenden Einschlag tun könnten.

mac
23.02.2010, 17:04
Hallo bubuli,

erst mal willkommen im Forum.

Ich denke, die meisten von uns, auch ich, haben davor weniger Angst als vor einem tödlichen Verkehrsunfall.

Ich kann nicht einschätzen, wie alt Du bist. Wenn Du jünger bist als achtzehn/zwanzig Jahre, wäre es vielleicht wichtig zu wissen wie alt Du bist, damit wir so antworten können, daß Du es auch verstehst.

Herzliche Grüße

MAC

bubuli
23.02.2010, 17:18
ich danke euch soweit für die supi und schnellen antworten ... hatte eher damit gerechnet vllt ein wenig belächelt zu werden hier ;)
ich bin 20 jahre jung, weiblich und mache zur Zeit eine schulische Ausbildung zur Erzieherin. reicht vorerst zur person.

die antwort hat mich doch schon beruhigt.
aber würde es überhaupt an die presse gelangen, wenn so ein riesen brocken auf erdkurs ist? doch wohl eher um panik zu vermeiden nicht oder?

ganz ganz liebe grüße

TKC
23.02.2010, 17:29
Wie Bynaus bereits erklärt hat ist die Wahrscheinlichkeit für einen relevanten Einschlag eines unbekannten erdnahen Objekts äußerst gering. Natürlich besteht weiterhin die Möglichkeit aber so ist es doch mit allem? Sich vor etwas Ungewissem zu fürchten ist natürlich, aber genauso sinnlos.. dagegen tun kann man nichts und wird man auch nie. Genieß das Leben wie es ist, man weiß nie wann es vorbei ist, letztlich ist genau das auch einer der Reize des Lebens :).

bubuli
23.02.2010, 17:29
und dann nochmal eine frage zum verständnis:
also selbst wenn ein meteorit mit grösse, sprich potenzial die erde zu zerstören im moment noch nicht unter beobachtung steht, würde er bei "plötzlichem" kurs auf die erde, dennoch jahrzente vorher sichtbar sein?
hoffe, habe die frage nun nicht zu kompliziert gestellt, aber ich denke ihr befasst euch tagtäglich mit wesentlich komplizierteren dingen ;)

liebe grüße

TKC
23.02.2010, 17:34
EIne plötzliche Kurzänderung wäre letztlich ja nur möglich durch:
- Kollision
- Annäherung an ein anderes verhältnismäßig sehr großes Objekt
- Sonneneinstrahlung, welche bei instabilen Objekten zum zerbrechen führen könnte (diese würden mit recht großer Wahrscheinlichkeit beim Eintritt in die Erdatmosphäre aber in sehr, sehr viele weitere Stücke zersplittern und zum größten Teil verglühen)

Kollisionen und Annäherung sind beides vorrausberechenbare Dinge, da sie in den absolut meisten Fällen mit beobachteten Objekten statt finden :).

Was die Zeit betrifft ist das natürlich auch noch abhängig von der Entfernung, an dem dies passiert.

bubuli
23.02.2010, 17:40
also kann ich die angst, dass jeden moment urplötzlich alles endet endlich begraben ja? ;)
ich danke euch sehr

Bernhard
23.02.2010, 18:01
also kann ich die angst, dass jeden moment urplötzlich alles endet endlich begraben ja? ;)
ich danke euch sehr

Hallo bubuli,

aus astrophysikalischer Sicht ein ganz klares ja. In den letzten Jahren haben sich viele Profis genau dieser Problematik sehr ernsthaft gewidmet und es wurden etliche automatisierte Beobachtungsprogramme (http://de.wikipedia.org/wiki/Near_Earth_Asteroid_Tracking) gestartet um sogenannte NEOs (Near-Earth-Objects) zu detektieren. Die bekannteste Entdeckung innerhalb dieser Programme ist der Asteroid Apophis (http://de.wikipedia.org/wiki/(99942)_Apophis).

Leider gibt es weltweit tatsächlich ein paar Vorfälle, wo Menschen oder Gebäude von kleinen Meteoriten verletzt, bzw. beschädigt wurden. Vor solchen Ereignissen ist man natürlich trotz NEO-Programmen nicht geschützt, aber die Wahrscheinlichkeit für so einen Vorfall ist geringer als von meinem Blitzschlag getötet oder verletzt zu werden.
MfG

pauli
23.02.2010, 19:21
aber würde es überhaupt an die presse gelangen, wenn so ein riesen brocken auf erdkurs ist? doch wohl eher um panik zu vermeiden nicht oder?
Wenn es tatsächlich passieren sollte, würde es eh keine Rolle mehr spielen was die Presse dazu zu sagen hat :) ich vermute eher, dass man auf den Straßen ausgelassen tanzend langsam Abschied nehmen würde :)

galileo2609
23.02.2010, 20:31
Wenn es tatsächlich passieren sollte, würde es eh keine Rolle mehr spielen was die Presse dazu zu sagen hat :)
Man sollte auch ein Augenmerk darauf haben, was die besser nicht veröffentlichen (http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/02/asteroidenabwehr-apophis-die-medien-und-wie-man-sich-informiert.php) sollte, solange dazu kein Anlass besteht.

Übrigens ist die kleine Freistetter-Serie zur Asteroidenabwehr auf ScienceBlogs.de für den Einstieg in den Angstausstieg bestens geeignet.

Grüsse galileo2609

jonas
23.02.2010, 20:59
Darüberhinaus wäre bei einem Einschlag auch nicht plötzlich alles vorbei. Naja, außer für diejenigen, die grade unter dem Ding standen, für die wäre es wohl relativ plötzlich :D

Im Gegensatz zum Tsunami ist die Vorwarnzeit relativ lang, im Fall eines Kometen zumindest Wochen bis Monate, ansonsten sicherlich Jahre.

Man kann also das voraussichtliche Einschlaggebiet evakuieren, ebenfalls die betroffenen Küstengebiete für den Fall einer gigantischen Flutwelle.

Natürlich könnte dies soziale und politische Unruhen auslösen, aber vielleicht auch das Gegenteil, nämlich internationale Solidarität nie gesehenen Ausmaßes bewirken.

Folge eines großen Einschlags wären auch Erdbeben. Aber im Gegensatz zu normalen Erdbeben wären diese vorhersagbar. Erdbeben töten keine Menschen, sondern einstürzende Gebäude. Am Tag des Einschlags wäre es also ratsam sich auf freiem Feld aufzuhalten, was auch sicher organisiert werden kann ohne auf unüberwindliche Probleme zu stoßen.

Nun, nachdem das Einschlagsgebiet geräumt ist, genauso wie das Einzugsgebiet der Flutwellen und die durch Erdbeben bedrohten Häuser, ist nun zunäöchst niemand mehr unmittelbar gefährdet.

Ich sage natürlich nicht, daß es zu keinen Schäden kommt. Im Gegenteil, die Schäden würden ganz fürchterlich sein. Nur hat es in Europa nach dem Ende des 2. Weltkriegs auch fürchterlich ausgesehen. Und das hat man innerhalb von 20-30 Jahren auch wieder recht ordentlich hinbekommen.

Problematisch wird die Welt Ernährungslage nach einem solchen Einschlag. In der Atmosphäre wäre sehr viel Dreck, der die Sonneneinstrahlung über Monate und Jahre beeinträchtigt. Dies muß aber nicht bedeuten, daß auf der ganzen Welt kein Grashalm mehr wächst. Auch der berühmte Meteor, der die Dinos ausgelöscht hat, vernichtete ja nicht alles Leben auf der Erde.

Hat man genügend Vorwarnzeit, also vielleicht 3-5 Jahre, so kann man Lebensmittel auf Vorrat produzieren und in Konserven stecken. Von diesem Vorrat kann man dann während der Zeit des "nuklearen Winters" abbeißen und die unvermeidlichen Mißernten ausgleichen. Es gibt dann halt weniger Fleisch (oder vielleicht mal ne Weile gar kein Fleisch) und weniger frisches Obst und Gemüse. Dies ist sicherlich kein schöner Zustand und man wohnt auch wahrscheinlich für ein paar Jahre in Zelten, aber es ist nicht das Armageddon.

In armen Ländern, die keine oder nur wenig Vorsorge treffen können, wird es wahrscheinlich verheerende Hungersnöte geben. Aber auch hier könnte eine weltweite Hilfsbereitschaft entstehen, die die Folgen auch in diesen Ländern stark lindern könnte.

Insgesamt wären die Folgen eines großen Einschlags mit Sicherheit gewaltig, ein Gebiet so groß wie Frankreich - oder vielleicht sogar so groß wie Europa - über jahrzehnte unbewohnbar. Aber es wäre nicht das Ende der Menschheit, auch nicht unbedingt das Ende der Zivilisation.

Die ganze Welt wäre betroffen, ja, aber sie hat auch gute Chancen die Katastrophe mehr oder weniger gut zu überstehen. Schliesslich sind wir doch ein wenig besser als die Dinosaurier ;)

Franz_F
23.02.2010, 22:41
Hallo bubuli!

Man kann es auch so sehen: In Astronomischen Masstäben ist ein Zeitraum von 10, 100 oder auch 1000 Jahr halt auch "urplötzlich" ;)
Also keine Bange, und halt lieber auf der Strasse auf den Verkehr achten und nicht den Himmel beobachten.
lg

franz

bubuli
24.02.2010, 13:59
ich danke euch allen für eure zeit und antworten!
aller liebste grüße

mac
24.02.2010, 14:41
Hallo bubuli,


ich danke euch allen für eure zeit und antworten!:)

Du kannst auch gerne mehr fragen. Wie Du ja selber siehst: 'Licht ins Dunkle' bringen vertreibt in solchen Fällen 'Angst' meistens am besten.

Herzliche Grüße

MAC

StarWolf
24.02.2010, 15:00
Vielleicht gibts hier ein paar neue Erkenntnisse für Dich:

ZDF_neo , heute (24.2.) ab 18:15 Uhr (-19:00)
Kometen auf Erdkurs

Aus dem Inhalt:
Die Astronomie hat die meisten Geheimnisse der Kometen entschlüsselt. Aber noch immer stellt sich die Frage, was passiert, wenn einer dieser Himmelskörper auf die Erde trifft. Ein solches Ereignis besiegelte vermutlich vor rund 65 Millionen Jahren das Schicksal der Dinosaurier. Die Dokumentation erklärt, wo und wie sich Kometen bilden und wie ihre chemische Zusammensetzung und innere Struktur ist. Wissenschaftler geben Einblick in ihre Forschungsmethoden. Dabei soll auch die Frage geklärt werden, wie sich die Menschheit vor einem Himmelskörper schützen kann, der sich auf Kollisionskurs zur Erde befindet.

lg - Wolfi

lierob
24.02.2010, 15:51
woher kommt denn die angst - bitte nicht z.b. von der bild-zeitung "bilden" lassen. was dort für astronomiequatsch immer mal drin steht ist einfach unglaublich....

bubuli
24.02.2010, 16:25
nun ja,

ich bin da generell total ängstlich was das weltall angeht, da das alles für mich so unerklärlich und furchtbar furcht einflössend ist.
so dinge wie ein einschlag, den ich nicht in der hand habe usw...
und dann habe ich halt mal auf eigene faust im internet recherchiert und da stehen viele dinge, die angst machen wie: "kann jederzeit passieren, 2012 geht die welt unter" usw.....
und so dinge wie halt schon gesagt :" nich alle meteoriten sind vorhersehbar"
also, dass uns nochmal so ein brocken trifft, wie damals die dinosaurier war so meine größte angst. naja, bzw, dass generell so ein ding angedüst kommt, dass gross genug ist hier alles platt zu machen.
hört sich für euch "experten" sicher alles sehr witzig an, aus dem mund eines ahnungslosen mädels zu hören. aber ist schon gar nicht so komisch wenn man den ganzen tag lang darüber nachdenkt und nur noch ängstlich durch die weltgeschichte läuft...

soweit erstmal, bis bald, grüße

Bernhard
24.02.2010, 17:50
hört sich für euch "experten" sicher alles sehr witzig an, aus dem mund eines ahnungslosen mädels zu hören. aber ist schon gar nicht so komisch wenn man den ganzen tag lang darüber nachdenkt und nur noch ängstlich durch die weltgeschichte läuft...

Liebe bubuli,

auch die "Experten" sind Menschen aus Fleisch und Blut und auch bei diesen Menschen gibt es so etwas wie Verantwortungsbewußtsein. Als Anmerkung: Der berühmte Astronom Charles Messier (http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Messier) beschäftigte sich z.B. aus ähnlichen Gründen heraus mit den Kometen. Er fand dabei etliche Objekte am Himmel, die wie Kometen aussahen, aber ihre Position nicht änderten. Er sammelte und kartografierte diese Objekte und schuf damit seinen berühmten Katalog der noch heute unter Amateurastronomen weltweit bekannt ist. Die darin aufgelisteten 110 Objekte werden von Amateurastronomen bei klarem Wetter Nacht für Nacht aufgesucht und beobachtet. Unter den Objekten befinden sich offene Sternhaufen, Galaxien, Kugelsternhaufen, planetarische Nebel und interstellare Gaswolken, wie der berühmte Orionnebel M42.

Das alles sollte Dir zeigen, dass sich auch Deine Ängste mehr oder weniger stark bei den Berufs- und Amateurastronomen wiederfinden lassen. Genau aus diesem Grunde gibt es auch große Teleskope, die gefährliche Asteroiden aufspüren sollen. Es wird dabei, wie bereits oben gesagt, sogar relativ viel Beobachtungszeit inklusive EDV darauf verwendet. Es gibt mittlerweile auch einige sinnige Ideen für die Abwendung größerer Katastrophen, z.B. das Anschubsen der Asteroiden mit Raketen, so dass die Bahn entsprechend verändert wird. Eine Katastrophe wie vor 65 Millionen Jahren kann man, so weit ich weiß, für die nächsten 30 Jahre sogar komplett ausschließen.

In diesem Sinne mein Tipp: Laß' Dir nicht so viel Mist aufschwatzen von Leuten, die Deine Ängste letztlich nur ausnutzen wollen.
MfG

bubuli
24.02.2010, 19:19
wirklich die nächsten 30 jahre auszuschließen?
selbst wenn ein noch nicht entdeckter meteorit auf erdkurs kommt?
sry, dass ich das so "unfachmännisch" ausdrücke ;)

ZA RA
24.02.2010, 19:27
wirklich die nächsten 30 jahre auszuschließen?
selbst wenn ein noch nicht entdeckter meteorit auf erdkurs kommt?
sry, dass ich das so "unfachmännisch" ausdrücke ;)


Hallo, ich habe ja gerade unheimlich den Eindruck bubuli,
wie Du das Thema Angst um, Meteoriteneinschläge, ja das ganze All, ( ist nunmal Thematisch ein Privatgefühl des neuen Users) hier anführtest und auf Aussagen antwortest, das wir uns von irgendwoher schon kennen?

Das würde dem ganzen Thema natürlich die entsprechende Würze geben, aus meiner Sicht.
Ein Herz- oder Krebs-leiden, mit entsprechend negativem Ausgang, ist übrigens sehr viel Wahrscheinlicher als eine Ausslöschung der Erde durch Meteoriten oder sonstig herabfallendes, zumindest in Deiner Lebensspanne.

Netten Gruss Zara

bubuli
24.02.2010, 20:11
dass wir uns irgendwo her kennen?
ich wüsste nicht woher :confused:

nen lieben gruß zurück

galileo2609
24.02.2010, 20:39
Hallo bubuli,

sry, dass ich das so "unfachmännisch" ausdrücke ;)
wie steht es denn um deine Englischkenntnisse?

Grüsse galileo2609

ZA RA
24.02.2010, 20:57
dass wir uns irgendwo her kennen?
ich wüsste nicht woher :confused:

nen lieben gruß zurück

Hallo, erstmal ein Willkommen von mir, bubuli... :)
Na vielleicht aus nem anderen Forum, war früher in anderen Foren zu finden!

Ist Astronews Dein erstes, oder hast Du auch schon eine kleine Internet-Karriere hinter Dir?

Vielen Dank für den lieben Gruss, den ich ser gerne erwidere.....
alles liebe Zara...

Ps ...gibts noch irgendwelche (Angstfreien ;) ) Interessen an der Astronomie?

mac
24.02.2010, 21:03
Hallo bubuli,



so dinge wie ein einschlag, den ich nicht in der hand habe usw...
nun ja, Du hast vieles nicht in der Hand, und bei vielen Gefahren glaubst Du nur, sie in der Hand zu haben. Ganz alltägliches - auch sehr vorsichtiges und defensives Autofahren bewahrt Dich nicht vor allen Fehlern. Weder vor Deinen, noch vor denen der Anderen.



und dann habe ich halt mal auf eigene faust im internet recherchiert und da stehen viele dinge, die angst machen wie: "kann jederzeit passieren, 2012 geht die welt unter" usw.....ja, das ist wirklich eine ‚Seuche‘. In dieser Form noch dazu eine, die offensichtlich für gar nicht wenige Menschen eine Art von ‚Lustgewinn‘ hergibt. Vielleicht ein, in die Moderne übertragenes Bild vom Drachen, der unsere Welt bedroht.

Nimm mal Dein Portemonnaie und nimm Dir eine 1-Cent-Münze heraus und lege sie auf den Tisch. Dann stell Dir vor, oder mach es meinetwegen, Du gehst 190 m weit weg von Deinem Tisch auf dem die Münze liegt (das ist etwa so lang wie zwei Fußballfelder) dort findest Du im Gras einen stattlichen Gong mit einem Durchmesser, etwa so groß wie Du selber(ich rechne hier mit 175 cm). Der Gong zeigt Dir die Größe der Sonne, das 1 Cent-Stück zeigt Dir die Größe der Erde (natürlich jeweils als Kugel und nicht als Scheibe ;)) und Du hast gerade im selben Maßstab die Entfernung Erde Sonne zurückgelegt. Wenn Du keine Adleraugen hast, wirst Du vom Gong aus das 1 Cent-Stück nicht mehr sehen.

Dieses 1-Cent-Stück bewegt sich nun auf einer (fast) Kreisbahn, mit dem Gong als Mittelpunkt, um euch herum. Ein ganzer Umlauf pro Jahr.

Als nächstes gehst Du hin und verteilst 1000 Partikel verschiedener Größe, sagen wir mal, etwa so groß wie rote Blutkörperchen. Auf einem breiten Ring um den Gong herum, nicht näher am Gong als etwa 1 Fußballfeld und nicht weiter als 3 Fußballfelder. Die bewegen sich anschließend auch alle um den Gong herum. Ihre Umlaufbahnen sind dabei aber nicht (fast) kreisförmig, sondern mehr oder minder elliptisch und zwar so, daß ein Teil ihrer Bahn näher an der Sonne vorbei kommt, als die Bahn der Erde und der zweite Teil ihrer Bahn sie weiter von der Sonne weg trägt, als es die Erde vermag. Dabei kreuzen sie dann natürlich während eines Umlaufes zweimal die Erdbahn.

Nun spielt sich das aber nicht alles auf einer Ebene (wie auf den Fußballfeldern) ab, sondern im Raum, so daß viele dieser Objekte dabei weit weg von der Erdbahn sind, während sie den selben Abstand zur Sonne haben wie die Erde. Und sie kommen, auch wenn sie bei dieser Kreuzung genau durch die Erdbahn hindurch kommen, der Erde nicht nahe, weil diese zu diesem Zeitpunkt ganz wo anders ist.

Mit diesem Modell kannst Du Dir vielleicht leichter vorstellen, wieso solche Treffer so sehr unwahrscheinlich sind.

Es gibt nun nicht nur diese Erdbahnkreuzer, das sind sogar die allerwenigsten aller Asteroiden. Der Löwenanteil aller Asteroiden (hunderttausende), umrundet unsere Sonne auf Bahnen, die der Erdbahn niemals auch nur nahe kommen, weil diese Bahnen einen viel größeren Durchmesser haben als unsere Erdbahn. Viele davon im Abstand von rund 4 bis 7 Fußballfeldern vom Gong und dann nochmal viele im Abstand von 60 bis 80 Fußballfeldern und alle umrunden den Gong, also die Sonne.

Nun kommt es aber, ganz selten, zu Kollisionen oder ‚Rempeleien‘ untereinander und dann kann es dazu kommen, daß sich die Bahn eines dieser Objekte verändert. Das heißt aber noch gar nichts. Stell Dir dazu nun vor, Du sollt das 1-Cent-Stück von Deiner Position beim Gong aus, mit einem gezielten Wurf direkt treffen, ohne zu wissen wo es gerade auf seiner Umlaufbahn ist. Ja, ich weiß, ich kann auch nicht so weit werfen, macht nichts, in unserem Beispiel sollst Du mal ausnahmsweise so weit werfen können. Was glaubst Du, wie oft Du mit einem roten Blutkörperchen werfen mußt, um das 1-Cent-Stück zu treffen? Und Du darfst nur alle 1 bis 100 Jahre einmal werfen und jedesmal weißt Du überhaupt nicht, wo die Erde gerade ist.




hört sich für euch "experten" sicher alles sehr witzig an, aus dem mund eines ahnungslosen mädels zu hören.nein, das hört sich gar nicht witzig an. Und wie Du mit Deiner Angst umgehst, ist in meinen Augen genau richtig.

Herzliche Grüße

MAC

Bernhard
24.02.2010, 21:06
wirklich die nächsten 30 jahre auszuschließen?


Hallo bubuli,

1.) Innerhalb des Sonnensystems sind praktisch alle größeren Asteroiden ab einer Größe von schätzungsweise 300m aufwärts bekannt. Die Bahnen sind bekannt - es gibt dazu große Datenbanken - und man weiß, daß diese Dinger völlig ungefährlich für die Erde sind. Kleinere Brocken werden immer wieder mal entdeckt, gemeldet und die Bahnen bestimmt. Das Wissen über die Asteroiden, die gravitativ an die Sonne gebunden sind, nimmt also ständig zu und läßt mit der Zeit immer weniger Platz für die echten "Killer", wie vor 65 Mio. Jahren. Zusätzlich lassen sich die Bahnen für viele Jahre (30) im Voraus berechnen und somit Gefahren für die Erde ermitteln. Auch das wird mit großem Computeraufwand betrieben.

2.) Zusätzlich pendelt die Sonne innerhalb der Galaxis mit einer gewissen Periodizität jeweils unter oder über die galaktische Ebene und kann dabei Gesteinsbrocken und Asteroiden aus der galaktischen Ebene aufsammeln. Nach neuesten Erkenntnissen geht man davon aus, dass die kritische Phase immer genau beim Durchstoßen der galaktischen Ebene vorliegt. Die letzte Durchquerung der Sonne war angeblich vor rund 2 Mio. Jahren (s. Wikipedia) und die nächste Durchquerung wird frühestens in 2 Mio. Jahren stattfinden. Insofern befinden wir uns auch in dieser Hinsicht in einer eher ruhigen Zeit.

3.) Weltweit gibt es wirklich eine große Anzahl von Teleskopen, die ständig den Himmel beobachten unter anderem mit Scan-Programmen nach unbekannten Asteroiden und Kometen. Manch ein ambitionierter Amateurastronomen (und die gibt es mittlerweile in sehr vielen Ländern der Erde) macht sogar regelrecht Jagd auf bisher unentdeckte Asteroiden und Kometen.

Wie sollte bei all diesen Argumenten ein Asteroid mit einem Durchmesser von 300m und größer unentdeckt bleiben?
MfG

ZA RA
24.02.2010, 21:19
Hallo Mac,
schönes Beispiel, das ich noch mit den, nicht gänzlich unwichtigen, gravitativen Raumzeitkrümmungen um die Sonne Erde und Mond (also auch Dein Centstückchen) ergänzen möchte.

Es geht ja nicht nur darum das die Erde gleich exakt getroffen wird!?, sondern auch darum, wie sich die Gravitationspotentiale um Dein Centstück auf das anfallende Objekt auswirken..... Damit wird imho das virtuelle Centstück ein relatives Stückchen grösser.

Das Sonnen G-Potential (andere G-P von Planeten natürlich auch) kann das Objekt zunächst einfangen und evt. auf Erd G-P umleiten. Dieses G-P um die Erde, kann wiederum mit der Zeit, zu einem erweiterten Trichter werden der das Objekt an die Erde heranführt....

Nur sone Idee..... die mir bei Deinem hervoragendem Bsp. einfiel, kein Grund zu weiteren Ängsten, betreff Kollision Asteroid/Meteorid Erde etc...

tu_versum
24.02.2010, 21:27
nun ja,

und dann habe ich halt mal auf eigene faust im internet recherchiert und da stehen viele dinge, die angst machen wie: "kann jederzeit passieren, 2012 geht die welt unter" usw.....
soweit erstmal, bis bald, grüße

Hi bubuli

bitte glaub nicht alles was du siehst oder hörst von "Pseudowissenschaftler".

"Wie war ihr 5 Mai?" zb. von Harald Lesch (http://www.br-online.de/br-alpha/alpha-centauri/ (http://www.br-online.de/br-alpha/alpha-centauri/alpha-centauri-mai-2000-ID1208779248584.xml)) kann dir vielleicht ein bißchen helfen.


salue tu_versum

Bernhard
24.02.2010, 21:33
http://www.br-online.de/br-alpha (http://www.br-online.de/br-alpha/alpha-centauri/alpha-centauri-mai-2000-ID1208779248584.xml)


ich bekomme da: 404 File not found

mac
24.02.2010, 21:33
Es geht ja nicht nur darum das die Erde gleich exakt getroffen wird!?, sondern auch darum, wie sich die Gravitationspotentiale um Dein Centstück auf das anfallende Objekt auswirken..... Damit wird imho das virtuelle Centstück ein relatives Stückchen grösser.
Ja, ZaRa, ich kann es kaum glauben, daß mir das bei der sonst doch wirklich an jedem Punkt beachteten, außerordentlichen Präzision meines Modells durch die Lappen gehen konnte.

Wahrscheinlich habe ich es unbewußt verdrängt, weil ich zu solch später Stunde keine Lust mehr hatte, bubuli vorher noch die ART zu erklären, damit sie sich auch eine wirklich genaue Vorstellung machen kann.

Müde Grüße

MAC

tu_versum
24.02.2010, 21:36
ich bekomme da: 404 File not found

sorry, hab’s eh gleich ausgebessert, aber du warst mir zu schnell :)

mac
24.02.2010, 21:36
Hallo Bernhard,


ich bekomme da: 404 File not found :confused: bei mir funktioniert der Link.

Manchmal hat bei mir in solchen Fällen ein weiterer Versuch nach kurzer Wartezeit geholfen.

Herzliche Grüße

MAC

OK, jetzt war ich erst zu langsam und dann zu schnell :D

ZA RA
24.02.2010, 22:27
Ja, ZaRa, ich kann es kaum glauben, daß mir das bei der sonst doch wirklich an jedem Punkt beachteten, außerordentlichen Präzision meines Modells durch die Lappen gehen konnte.

Wahrscheinlich habe ich es unbewußt verdrängt, weil ich zu solch später Stunde keine Lust mehr hatte, bubuli vorher noch die ART zu erklären, ......
Müde Grüße

MAC

Hallo Mac, sorry, es war auch nicht so gemeint!

z

bubuli
25.02.2010, 11:04
wow, ich hätte ja nicht gedacht, dass das ganze hier so eine diskussion anzettelt.
ganz lieben dank an euch :)

ZA RA
25.02.2010, 11:25
Ja auch dir ganz lieben Dank.

z......chen ;)

bubuli
25.02.2010, 12:21
z...chen :confused::confused:

ZA RA
25.02.2010, 12:54
z...chen :confused::confused:

Zettelchen!? :rolleyes:

Gruss
z

bubuli
25.02.2010, 12:57
sry aber ich verstehs noch immer nicht :D

Chrischan
25.02.2010, 13:28
Hallo bubuli,

sry aber ich verstehs noch immer nicht :D
mach dir da mal keinen Kopf. Den meisten Usern geht es ebenso bei den Posts von ZA RA... :)

Gruß,
Christian

bubuli
25.02.2010, 13:29
:D:D

so so^^

jonas
25.02.2010, 17:13
Um mal ein Szenario eines Einschlags zu zeichnen (und auch ein wenig zu provozieren :D) habe ich mir mal überlegt: Was wäre, wenn der Asteroid, der das Nördlinger Ries verursacht hat, heute einschlagen würde? Oder anders gesagt: ein 1,5 Kilometer großer Asteroid stürzt mitten in Deutschland ab.

Daten aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ries-Ereignis
http://de.wikipedia.org/wiki/Kernwaffenexplosion#Folgen_der_Druckwelle
http://de.wikipedia.org/wiki/Mercalliskala
http://de.wikipedia.org/wiki/Vulkanexplosivit%C3%A4tsindex
http://de.wikipedia.org/wiki/Nuklearer_Winter
http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Nuklearer_Winter
http://de.wikipedia.org/wiki/Vulkanischer_Winter
http://de.wikipedia.org/wiki/Jahr_ohne_Sommer

Szenario:
Astronomen haben einen Steinasteroiden von ca. 1,5 Kilometer Durchmesser entdeckt, der sich auf Kollisionskurs mit der Erde befindet. Der errechnete Aufschlagspunkt befindet sich in Süddeutschland, etwa in der Mitte des Dreiecks München, Stuttgart und Nürnberg.

Entfernung zu Stuttgart: ca. 100 km
Entfernung zu Nürnberg: ca. 100 km
Entfernung zu München: ca. 130 km

Der Einschlag erzeugt einen Feuerball, der etwa 30 mal größer und 70 mal heller als die Sonne ist. Die Hitzestrahlung hat die Kraft bis in die oben genannten Städte Fell, Gefieder und Haut von Tieren zu versengen sowie Gras und Laub sofort in Brand zu setzen.

Nach etwa 5 Minuten trifft die Druckwelle in diesen Städten ein, die in dieser Entfernung noch etwa Windgeschwindigkeiten von bis zu 600 km/h und einem Überdruck von bis zu 100 Kilopascal (1 Bar) erzeugt. Die Druckwelle bringt in weiten Teilen die entstandenen Brände wieder zum erlöschen, hat aber auf Gebäude eine vernichtende Wirkung.

Folgende Tabelle aus Wikipedia (Kernwaffenexplosion) gibt eine Vorstellung über die Zerstörungskraft der Druckwelle:

Tabelle: psi bzw. kPa und Typische Auswirkungen auf Stadtgebiete
psi 0,2 oder kPa 1,4 - Bruch typischer Fensterscheiben
psi 1 oder kPa 6,9 - Fenster zertrümmert, Verletzungen durch Splitter möglich
psi 3 oder kPa 21 Wohnhäuser (leichte Bauweise) schwer beschädigt oder zerstört, zahlreiche Schwerverletzte, vereinzelte Todesopfer
psi 5 oder kPa 35 Zerstörung der meisten unverstärkten Gebäude, zahlreiche Todesopfer
psi 10 oder kPa 69 Zerstörung oder schwere Beschädigung von Stahlbetonbauten, Tod der meisten Einwohner
psi 20 oder kPa 138 Zerstörung oder schwere Beschädigung auch schwerer Betonbauten, kaum Überlebende (Hypozentrum von Hiroshima: etwa 30 psi

In zweihundert Kilometern Entfernung ist der Feuerball etwa zehnmal so groß und genauso hell wie die Sonne. Die Druckwelle des Einschlags, benötigt etwa zehn Minuten. Sie bringt Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h mit sich und rund ein Drittel aller Bäume zu Fall.

Bis in dreihundert km Entfernung können Bergstürze verursacht werden.

Bis in 500 Kilometern Entfernung sind die durch den Impakt ausgelösten Erdbeben noch deutlich zu spüren (Stufe 4 bis 5 auf der Mercalliskala). Die Druckwelle trifft nach knapp 30 Minuten ein, die Windgeschwindigkeit erreicht mit etwa 50 km/h immerhin noch Stufe sechs auf der Beaufortskala.

Mercalli-Skala:
Stufe, Bezeichnung, Wirkung
IV, mäßig, von vielen bis zu einem Umkreis von 30 km wahrnehmbar, Geschirr und Fensterscheiben klirren, Schlafende können erwachen, normal keine
Schäden an Bauwerken
V, ziemlich stark, hängende Gegenstände pendeln, Türen schlagen, Fensterscheiben können oft zerspringen, Bäume und Masten beginnen zu schwanken, viele
schlafende Menschen erwachen.
VI, stark, leichte Schäden an Gebäuden, feine Risse im Putz, schwere Möbel können sich verschieben
VII, sehr stark, Menschen verlassen ihre Häuser oder geraten in Panik, Risse im Putz, kleine bis mittlere Spalten in Wänden, Mauerwerk und Schornsteinen, Kamine und schwaches Mauerwerk können einstürzen, Gebäude in unzureichender Bauweise werden stark beschädigt
VIII, zerstörend, große Spalten im Mauerwerk, Giebelteile und Dachgesimse stürzen ein, auch sehr stabile Gebäude können beschädigt werden, Felsen können einstürzen, Hänge abrutschen

Entfernungen von 500 km und mehr vom Einschlagsort können somit als sicher betrachtet werden. Ca. ab einer Linie nördlich von Düsseldorf, Dortmund, Braunschweig, Magdeburg, Cottbus ist mit keinen Schäden mehr zu rechnen.

Das deutsche Staatsgebiet südlich der Linie Koblenz, Fulda, Zwickau (300 km Linie) ist hauptsächlich durch die Druckwelle stark betroffen und muss evakuiert werden. Dies betrifft die Großräume Stuttgart, Frankfurt, Würzburg, Nürnberg, München und das Bodenseegebiet.

Außerhalb Deutschlands sind Strassburg, Innsbruck, Salzburg und Pilsen noch innerhalb der Gefahrenzone, in der Alpenregion vor allem wegen möglicher Bergstürze.

Abschätzung der in Deutschland zu evakuierenden Bevölkerung:

Vollständig bzw. größtenteils evakuiert werden müssen:
Bayern 12,5 Mio
Baden-Württemberg: 10,7 Mio
Rheinland-Pfalz: 4 Mio
Saarland 1 Mio
Hessen 6 Mio
Thüringen: 2,2 Mio

Insgesamt etwa 36,4 Mio Personen oder ca. 45% der deutschen Bevölkerung.


Abschätzung der Klimaveränderung:


Der Einschlag führt zu einem Auswurf von 150 Kubikkilometern Gestein, das zum Teil in einer Wolke bis in 30 km Höhe in die Atmosphäre geschleudert wird. Ein Teil das Auswurfs (20 Kubikkilometer?) geht in einem Umkreis von etwa 40 Kilometern nieder und bildet eine Auswurfdecke von ca. 100 Meter Dicke.

Vergleicht man den Auswurf von Gestein mit einem Vulkanausbruch, so kommt als Vergleich aus jüngerer Zeit der Ausbruch des Tambora auf Sumbawa von 1815 in Betracht. Dieser Ausbruch schleuderte ca. 160 Kubikkilometer Gestein in die Atmosphäre.

Die Trübung der Atmosphäre durch den Auswurf eines Vulkans und eines Asteroiden sind jedoch nicht vergleichbar. Vulkane setzen große Mengen an Schwefel frei, der weit wirksamer das Sonnenlicht abschirmt als Asche.

Aber selbst wenn man dies 1:1 vergleichen wollte, so waren die Auswirkungen des Tambora auf das Klima zwar deutlich, aber nicht so katastrophal, dass sie global lebensbedrohend gewesen wären. Der Ausbruch wirkte sich durch einen Rückgang der Durchschnittstemperatur um 2,5 Grad Celsius aus, und es gab in Europa Frost im Juli, weshalb das Jahr 1816 auch das Jahr ohne Sommer genannt wird. Infolgedessen stiegen die Getreidepreise in den nächsten beiden Jahren bis zum Dreifachen an. Im Jahr des Vulkanausbruchs, immerhin fand er bereits im April des Jahres 1815 statt, kam es noch nicht zu solchen Engpässen in der Nahrungsmittelversorgung, die zu einer Hungersnot geführt hätten. Erst die beiden Folgejahre führten zu einer Verknappung.

Bei einer deutlich gesenkten Durchschnittstemperatur wird es kurzfristig zu einer geringen Schneeschmelze kommen. Im zu Vergleichszwecken herangezogenen Jahr ohne Sommer kam es zu lang anhaltenden Regenfällen und dadurch verursachten Ernteausfällen. Wenn sich die Temperaturen wieder normalisieren wird die Schneeschmelze 2-3 Jahre nach dem Asteroideneinschlag zu weiteren sekundären Naturereignissen führen, vor allem Überschwemmungen.

Das in Wikipedia unter dem Lemma "Nuklearer Winter" gezeichnete Szenario steht in der Wiki-internen Diskussion schon seit einer ganzen Weile in der Kritik, jedoch hat sich noch niemand dazu durchringen können den Artikel zu überarbeiten. Insbesondere die folgende Passage klingt ein wenig übertrieben, wenn man die realen Auswirkungen des Tambora-Ausbruchs gegenüberstellt:

Unter Verwendung des NASA ModelE, das auch zur Simulation der Erderwärmung und anderer aktueller Klimafragen benutzt wird, konnten Robbock und Kollegen zeigen, dass die Durchschnittstemperatur auf der Erdoberfläche je nach Ausmaß des Nuklearschlages um 6-8 °C absinken würde. Große Bereiche in Nordamerika und Eurasien, inklusive aller landwirtschaftlich relevanten Gegenden dort, würden sogar mehr als 20 bzw. 30 °C abkühlen. Dieser Effekt hielt für die gesamte Simulationsdauer von 10 Jahren an.

Auch die realen, über Monate großflächig lodernden Brände der Kuwaitischen Ölfelder nach dem ersten Golfkrieg ließen genügen Rauch in die Atmosphäre um theoretisch einen nuklearen Winter zu erzeugen. Die Rauchgase stiegen jedoch nicht über die Wetterschicht der Atmosphäre und verursachten nur lokal eine drastische Verringerung der Sonneneinstrahlung. Dies als Vergleichsmaßstab genommen, könnte bedeuten, dass die großflächigen Brande nach einem Asteroideneinschlag ebenfalls nicht in nennenswertem Umfang Rauch in die Stratosphäre transportieren. Die Auswirkungen bleiben damit vergleichbar mit denen
des "Jahres ohne Sommer".

PS: mac hat mir noch einen link gesandt, den ich gesucht hatte, aber nicht mehr fand. Hier isser nun: http://www.lpl.arizona.edu/impacteffects/
Damit kann man verschiedenen Parameter eingeben und die unmittelbaren Auswirkungen eines Einschlags für verschiedene Entfernungen vom Einschlagsort ermitteln. Danke mac :)

Parameter des Ries-Ereignisses, das diesem Szenario zugrunde liegt:
Projectile Diameter: 1500.00 m = 4920.00 ft = 0.93 miles
Projectile Density: 3000 kg/m3
Impact Velocity: 20.00 km/s = 12.42 miles/s
Impact Angle: 30 degrees
Target Density: 2750 kg/m3
Target Type: Crystalline Rock

Infinity
25.02.2010, 18:11
[..] ich vermute eher, dass man auf den Straßen ausgelassen tanzend langsam Abschied nehmen würde :)
Ich freue mich schon auf den Einschlag. :)
Ach Du Spaß, musste mich einfach mal wieder melden.

ralfkannenberg
25.02.2010, 20:04
ich informiere mich seit ein paar tagen im internet über meteroriten etc. habe dadurch jetzt fürchterliche nagst bekommen, jederzeit könnte alles vorbei sein.
Hallo bubuli,

jetzt will ich auch noch meinen "Senf" dazugeben.

Warum konkret hast Du denn Angst ? Ich meine, so eine Angst muss doch irgendwoher kommen und in der Zeitung steht ja auch nicht andauernd, dass uns ein Meteorit oder ein Komet auf den Kopf fallen könnte.

Vielleicht habe ich selber in der Vergangenheit zu solchen Angst-Szenarien beigetragen, gehört es doch zu meinen "Standard-Argumenten", dass der Komet Hyakutake 1996 nur zwei Monate vor seiner Erdpassage entdeckt wurde. Hätte der Komet die Erde getroffen, wäre er nicht einen Tag früher entdeckt worden.

Solche Aussagen mögen Angst verursachen, aber man darf auch nicht vergessen, dass ein Komet Hyakutake mit seinen 2 km Durchmesser nicht die Erde zerstört hätte. Ja vielleicht wären die Menschen sogar näher zusammengerückt, weil man für einmal hätte gemeinsam nach lokalen Evakuierungslösungen suchen müssen und auch für die erste Zeit danach hätte gemeinsam staatenübergreifend die Energieversorgung gewährleisten müssen. Sowas ist auch eine grosse Chance und von den Konzernleitungen geforderte Gewinnoptimierungen würden für einmal in den Hintergrund treten.

Und wie schon gesagt - Komet Hyakutake ist rund 15 Millionen Kilometer an der Erde vorbei geflogen, bei einem Durchmesser von rund 2 km; und ein Aufprall hätte "nur" eine lokale Katastrophe bewirkt, für deren Vorbereitung man rund 2 Monate Zeit gehabt hätte. Nicht viel, aber genügend.

Dennoch scheint sich das "Geschäft mit der Angst" zu lohnen, denn es wurden teure Überwachungssysteme bewilligt, die den näheren Weltraum auf mögliche Gross-Meteoriten absuchen.

Das hat sogar tatsächlich "Konsequenzen", denn statt von Hobby-Astronomen werden nun zahlreiche - völlig ungefährliche ! - Kometen neuerdings von diesen automatischen Überwachungssystemen entdeckt und schnappen den Hobbyastronomen die Entdeckungen weg. Das sind Kometen, deren Namen mit "LINEAR", "NEAT" oder "SWAN" anfangen.


Freundliche Grüsse, Ralf

Schmidts Katze
25.02.2010, 21:15
ich bin 20 jahre jung, weiblich und mache zur zeit eine ...


hallo, ich habe ja gerade unheimlich den eindruck bubuli,
..., das wir uns von irgendwoher schon kennen?

Das würde dem ganzen thema natürlich die entsprechende würze geben, aus meiner sicht.

*kopfschüttel*

=^.^=

galileo2609
25.02.2010, 21:18
Hallo jonas,

Um mal ein Szenario eines Einschlags zu zeichnen (und auch ein wenig zu provozieren :D) habe ich mir mal überlegt: Was wäre, wenn der Asteroid, der das Nördlinger Ries verursacht hat, heute einschlagen würde? Oder anders gesagt: ein 1,5 Kilometer großer Asteroid stürzt mitten in Deutschland ab.
das hätte sich auch gut als nächste Rätselaufgabe für das Wochenende geeignet. Unter dem Motto: master your panic ;)

Grüsse galileo2609

bubuli
25.02.2010, 21:52
also ich finds total interessant was ihr mir hier so für antworten liefert.
stelle gerade fest, dass ich tatsächlich unheimliches interesse an dieser ganzen thematik finde. bzw generell am universum etc. aus angst ist interesse geworden hehe ;)

ZA RA
25.02.2010, 21:56
:D:D

so so^^

Hallo bubuli, :D

hier mein letzter Tip.... ;)

http://de.wikipedia.org/wiki/Golem

Zitat Link...
......dass erst ein Zettel oder Plättchen unter der Zunge den Golem zum Leben erwecke. Z.Ende

Lieben Gruss und viel Erfolg im Forum...
herzlich z.....der Golem......

bubuli
25.02.2010, 22:12
sry aber da musst du mich echt mit jemand falschem in verbindung bringen :confused:

Schmidts Katze
25.02.2010, 22:16
also ich finds total interessant was ihr mir hier so für antworten liefert.
stelle gerade fest, dass ich tatsächlich unheimliches interesse an dieser ganzen thematik finde. bzw generell am universum etc. aus angst ist interesse geworden hehe ;)

Kuckst du hier:

http://www.final-frontier.ch/

Hallo Bynaus, habe den Link aus deiner Signatur ausgeliehen.

Grüße
SK

bubuli
25.02.2010, 22:21
oh super, danke :)

jonas
25.02.2010, 22:22
also ich finds total interessant was ihr mir hier so für antworten liefert.
stelle gerade fest, dass ich tatsächlich unheimliches interesse an dieser ganzen thematik finde. bzw generell am universum etc. aus angst ist interesse geworden hehe
Das finde ich absolut Klasse, das baut jeden auf, der hier im Forum aktiv ist. Danke für Deinen Dank :)

Du kannst hier über alles (astronomisch ;)) mögliche diskutieren, Fragen stellen und nachhaken. Hier gibt es ein paar wirklich versierte Leute (Geologen, Physiker, Leiter von Sternwarten, ...), die gerne Antworten geben. (Ich bin übrigens keiner von den vorgenannten, nur ein interessierter Mit-User ;))

Deine Steilvorlage dieses threads ist ein highlight. Stelle weiter Fragen, lies und mach mit. Das kann nur eine Bereicherung sein :)

Orbit
25.02.2010, 22:26
Ja vielleicht wären die Menschen sogar näher zusammengerückt, weil man für einmal hätte gemeinsam nach lokalen Evakuierungslösungen suchen müssen und auch für die erste Zeit danach hätte gemeinsam staatenübergreifend die Energieversorgung gewährleisten müssen. Sowas ist auch eine grosse Chance und von den Konzernleitungen geforderte Gewinnoptimierungen würden für einmal in den Hintergrund treten.
Sorry, Ralf, aber da gefällt mir die Geschichte von Jonas wesentlich besser als dein zweckoptimistisch-seelsorgerlicher Schmalz. :D

Orbit

mac
25.02.2010, 22:34
Hallo bubuli,


also ich finds total interessant was ihr mir hier so für antworten liefert.
stelle gerade fest, dass ich tatsächlich unheimliches interesse an dieser ganzen thematik finde. bzw generell am universum etc. aus angst ist interesse geworden hehe ;) :) also hier vermisse ich jetzt schmerzlich das 'strahlende Honigkuchenpferd-Smiley' ;)

Danke, das ist nicht nur für Dich ein Gewinn.

Du bis willkommen zu fragen und zu diskutieren.

Herzliche Grüße

MAC

Nathan5111
25.02.2010, 23:36
da gefällt mir die Geschichte von Jonas wesentlich besser

Genau! Und ganz besonders, dass er den 'Einschlag' so weit in den Süden verlegt hat! Ich als Nordlicht bin doch nun viel beruhigter! ;)

Orbit
25.02.2010, 23:51
Na, na, Nathan!
Es ist doch nicht anzunehmen, dass der nächste gleich wieder dort einschlägt, nachdem gerade erst der letzte dort eingeschlagen hat.
Nein, nein, im Nördlinger Ries musst du jetzt dein Häusle bauen.

Orbit

ZA RA
25.02.2010, 23:53
sry aber da musst du mich echt mit jemand falschem in verbindung bringen :confused:

Hallo bubuli,
wie Dus sagst, viel Spass und Information im Forum.
Gruss
z :)

Nathan5111
26.02.2010, 00:11
im Nördlinger Ries musst du jetzt dein Häusle bauen.

Nein, danke, ich habe mein Häuschen am Rande der Norddeutschen Tiefebene (80 m ü. NN) und habe wegen 'Klima' in Strandmöbel investiert. :D

Ein Grundstück für Stellplätze der Caravans unserer niederländischen Nachbarn ist auch vorhanden, Verhandlungen zur Eindeichung laufen.

Zufrieden
Nathan

FrankSpecht
26.02.2010, 02:33
Moin, Orbit,

Es ist doch nicht anzunehmen, dass der nächste gleich wieder dort einschlägt, nachdem gerade erst der letzte dort eingeschlagen hat.
Nein, nein, im Nördlinger Ries musst du jetzt dein Häusle bauen.
So schlecht ist die Idee jetzt nicht.
Aber: Das Nördlinger Ries befindet sich näher am Äquator als die Norddeutsche Tiefebene und damit näher an der Ekliptik (trotz Kippung der Erdachse), also der Ebene, in der sich die meisten Körper des Sonnensysems befinden. Es gibt Richtung Äquator also eine höhere Wahrscheinlichkeit eines Einschlags als abseits davon.
Wobei ich zu Bedenken gebe, dass große Einschläge auch in Südschweden stattfanden: http://geology.com/meteor-impact-craters.shtml

jonas
26.02.2010, 02:55
Moin, Orbit,
Aber: Das Nördlinger Ries befindet sich näher am Äquator als die Norddeutsche Tiefebene und damit näher an der Ekliptik (trotz Kippung der Erdachse), also der Ebene, in der sich die meisten Körper des Sonnensysems befinden. Es gibt Richtung Äquator also eine höhere Wahrscheinlichkeit eines Einschlags als abseits davon.

Hey FrankSpecht, das ist doch mal ein richtig knackiges Rätsel fürs Wochenende :D
Vorausgesetzt daß die meisten Körper im Sonnensystem sich etwa in der Ebene der Ekliptik bewegen (die Chaoten von Kometen jetzt mal ausgeschlossen :D), gibt es dann tatsächlich ein Vorzugsgebiet von Einschlägen auf der Erde, also zwischen den Wendekreisen?

Ist ein Einschlag am Äquator also wirklich wahrscheinlicher als an einem der beiden Pole? (bitte jetzt nicht die Quadratmeterzahl des Pols mit der des Erdumfangs vergleichen). Also besser gesagt: nimmt die Einschlagswahrscheinlichkeit mit der Zunahme des Breitengrades ab?

Sowas hatten wir noch nie. Ich selber hab' nicht den blassesten Schimmer. Was sagt ihr? :)

FrankSpecht
26.02.2010, 03:33
Moin, jonas,

Ist ein Einschlag am Äquator also wirklich wahrscheinlicher als an einem der beiden Pole? (bitte jetzt nicht die Quadratmeterzahl des Pols mit der des Erdumfangs vergleichen). Also besser gesagt: nimmt die Einschlagswahrscheinlichkeit mit der Zunahme des Breitengrades ab?
Sehr gute Frage.
Ich selber kenne nur vier Ereignisse in den letzten 100 Jahren:
1908: Tunguska (http://de.wikipedia.org/wiki/Tunguska-Ereignis)
2002: Neuschwanstein (http://de.wikipedia.org/wiki/Neuschwanstein_%28Meteorit%29)
2007: Peru (http://de.wikipedia.org/wiki/Carancas_%28Meteorit%29)
2009: Sudan (http://www.newscientist.com/article/dn16843-meteorite-hunters-strike-gold-in-sudan.html)

Bernhard
26.02.2010, 07:26
Es gibt Richtung Äquator also eine höhere Wahrscheinlichkeit eines Einschlags als abseits davon.


Hallo Frank,

die Größe der Erde ist doch im Vergleich zur "Höhe" des Sonnensystems (also die Abweichungen der verschiedenen Asteroiden nach Norden und Süden) weitgehend vernachlässigbar. Das einzige, was hierbei eine gewisse Rolle spielt ist die Kugelform der Erde. Eine Fläche von 1m^2 erscheint am Pol durch die Projektion auf die Ebene senkrecht zur Ekliptik sehr stark verkleinert, bzw. verzerrt.
MfG

Bynaus
26.02.2010, 09:29
Dazu muss man noch anfügen, dass das "Gravitational focusing" dafür sorgt, dass auch die Pole genügend Einschläge abbekommen. Ein Asteroid, der "über" der Erde (bzgl der Ekliptik) durchzieht, wird von dieser natürlich genauso in Richtung Erde abgelenkt wie einer, der "daneben" durchzieht. Insofern glaube ich nicht, dass der Äquator signifikant häufiger getroffen wird als die Pole (aber ich kann mich durchaus irren...).


Nein, nein, im Nördlinger Ries musst du jetzt dein Häusle bauen.

Das ist IMO ein Irrtum. Die Chance, im Nördlinger Ries getroffen zu werden, müsste genau gleich gross sein wie anderswo.


Wobei ich zu Bedenken gebe, dass große Einschläge auch in Südschweden stattfanden

Wobei dann ich zu Bedenken gebe, dass sich die Kontinente bewegen und Schweden zur Zeit der Einschläge in der Nähe des Äquators lag. ;)

mac
26.02.2010, 09:35
Hallo Bynaus,


(aber ich kann mich durchaus irren...). wenn das so wäre, dann müßte man es doch eigentlich an der Kraterverteilung der zahlreichen kraterbedeckten Planeten und Monde sehen können.

Ist mir zumindest nicht ins Auge gesprungen.

Herzliche Grüße

MAC

Lina-Inverse
26.02.2010, 09:49
Hallo Mac,

bei gebunden rotierenden Monden gibts schon einige Unterschiede zu sehen, z.B. bei Iapetus oder Rhea.

Gruss
Michael

mac
26.02.2010, 10:28
Hallo Michael,


bei gebunden rotierenden Monden gibts schon einige Unterschiede zu sehen, z.B. bei Iapetus oder Rhea.vielleicht hab' ich mir ja auch nur nicht die richtigen Bilder angesehen? Kannst Du mir mal einen Link dazu geben?

Herzliche Grüße

MAC

Bynaus
26.02.2010, 10:52
Bei rotierenden Monden ist das eine andere Sache, dh, die Ursache und die beobachtete Verteilung ist anders (mehr Krater auf der "vorwärts" gewandten Seite im Vergleich zur "rückwärts" gewandten, was Sinn macht).

Eine unterschiedliche Dichte der Kraterverteilung zwischen Pol und Äquator gibt es auch dort nicht.

Lina-Inverse
26.02.2010, 14:25
@mac: Ich beziehe mich auf den Text der im deutschen Wiki zu finden ist, jeweils unter physikalischer Aufbau (da 4. Absatz (http://de.wikipedia.org/wiki/Rhea_%28Mond%29#Aufbau_und_physikalische_Eigenscha ften) und da 2. Absatz (http://de.wikipedia.org/wiki/Iapetus_%28Mond%29)) wo erläutert wird das sich führende und folgende Hemisphären sichtbar bzw. in der Anzahl der Krater unterscheiden.

@Bynaus: Ich wollte lediglich sagen das es eine Vorzugsrichtung geben kann, über die "Äquatoridee" hatte ich da noch nicht gründlich nachgedacht. Rein vom Bauchgefühl her (qualitativ) halte ich die Idee aber nicht für ganz haltlos, da es einen Unterschied in der Wahrscheinlichkeitsverteilung der Einschlagswinkel geben sollte. Ich vermute der Unterschied reicht einfach nicht aus um sich in der Praxis bemerkbar zu machen.

Gruss
Michael

comhq
26.02.2010, 14:41
Ich erinnere mich wage an zwei Ereignisse.... vor ein paar Jahren oder so....

ein " Asteroid" passierte die Erde in halben Mondabstand und man enddeckte ihn erst als er vorbei war oder ein Einschlag in Grönland... der Krater wurde nur entdeckt, weil auf einem riesigem wolkenfreien Gebiet eine kleine kreisrunde Wolke zu sehen war, die vom Einschlag her stammte. Dieser Komet hätte eine Großstadt platt gemacht.

Auch wenn die Möglichkeiten 1 : 1.000.000 stehen, das heisst nicht das es unmöglich ist unbemerkt getoffen zu werden:D

Edit dank Bynaus....Ich meinnte Asteroiden nicht Kometen;)

Bynaus
26.02.2010, 14:52
@Lina-Inverse: Ok.

@comhq: Kometen sieht man - ein Komet kann sich nicht in einer "halben Mondentfernung" an der Erde vorbeischleichen, ohne dass man seinen Schweif hell am Nachthimmel leuchten sehen würde. Ein Asteroid vielleicht, aber das war ca. 1988.

Einschlag in Grönland, davon hab ich noch nie etwas gehört, hast du eine Quelle?

Orbit
26.02.2010, 15:02
Ich erinnere mich wage an zwei Ereignisse.... vor ein paar Jahren oder so....

ein Komet passierte die Erde in halben Mondabstand und man enddeckte ihn erst als er vorbei war
Ein Komet war das nicht. Kleine Asteroiden schrammen aber regelmässig in solchen Abständen an der Erde vorbei:

http://de.wikipedia.org/wiki/Asteroid#Einschlagwahrscheinlichkeit_und_-wirkung

Orbit

comhq
26.02.2010, 15:20
OK OK OK es war ein Asteroid und kein Komet... sorr:rolleyes:y
aber diese Dinger sind ja auch nicht gerade klein und können schon eine Stadt platt machen...

hier der Link zum Grönlandkometen

http://www.wetterbild.de/wetterrevue/blitzlic/chrono.html

Orbit
26.02.2010, 15:35
...aber diese Dinger sind ja auch nicht gerade klein und können schon eine Stadt platt machen...
Ja, Kaliber wie der in Grönland und der 1908 in Sibirien...
http://de.wikipedia.org/wiki/Tunguska-Ereignis
...hatten schon eine gewaltige Zerstörungskraft.

Orbit

Bynaus
26.02.2010, 17:18
Zum Grönland-Feuerball (ein richtiger "Impakt" war das ja nicht, weil es sich um ein Objekt von ein paar Metern Durchmesser handelte, das in der Luft explodierte) habe ich noch eine wissenschaftliche Publikation gefunden:

http://adsabs.harvard.edu/abs/2001M&PS...36..549P

Orbit
26.02.2010, 17:27
...ein richtiger "Impakt" war das ja nicht...
Ja, und das Tunguska-Ereignis wahrscheinlich auch nicht. Aber gerade solche, über dem Erdboden explodierende Objekte könnten eben eine Zerstörung bewirken, wie sie 'comhq' in seinem Beitrag umschrieb:

und können schon eine Stadt platt machen...
Orbit

DELTA3
27.02.2010, 10:28
Bubuli,

hast du eigentlich auch vor der Atombombe von Ahmadinechad solche panische Angst? Die wäre vielleicht naheliegender und angebrachter..... und die könnte auch mehr als eine Stadt plattmachen!

Gruss, Delta3.

ralfkannenberg
27.02.2010, 21:01
hast du eigentlich auch vor der Atombombe von Ahmadinechad solche panische Angst?

Hallo Delta3,

solche provokativen Aussagen bringen niemanden weiter - der Iran hat keine Atombombe und wird so rasch auch keine bekommen.

Das ändert sich auch dadurch nicht, dass der Präsident sein Land zum "Atomstaat" ausgerufen hat.


Freundliche Grüsse, Ralf

galileo2609
27.02.2010, 21:20
Hallo Ralf,

solche provokativen Aussagen bringen niemanden weiter
was ist daran provokativ? Der Vergleich von DELTA3 ist durchaus berechtigt. Schliesslich sieht die Welt durchaus, was aus dem Iran auf sie zukommt.

der Iran hat keine Atombombe und wird so rasch auch keine bekommen
Davon ist inzwischen nicht mal mehr die IAEA überzeugt. Im Gegensatz zu den NEOs hat die Weltgemeinschaft aber immer noch keine praktikable Strategie gegenüber dem Regime in Teheran, sondern lässt sich sehenden Auges von diesem vorführen.

Grüsse galileo2609

ralfkannenberg
27.02.2010, 21:32
Hallo Galileo,


was ist daran provokativ? Der Vergleich von DELTA3 ist durchaus berechtigt. Schliesslich sieht die Welt durchaus, was aus dem Iran auf sie zukommt.

ok, einverstanden.



die Weltgemeinschaft aber immer noch keine praktikable Strategie gegenüber dem Regime in Teheran, sondern lässt sich sehenden Auges von diesem vorführen.
Sowas erlebt die Schweiz derzeit leider von einem anderen solchen Staat, der vorgestern den Jihad gegen die Schweiz ausgerufen hat !


Freundliche Grüsse, Ralf

Schmidts Katze
27.02.2010, 21:37
Ich finde es gut, daß hier bei Astronews über Politik eigentlich nicht diskutiert wird.
Das sollten wir beibehalten, dafür gibt es genug andere Foren.

Grüße
SK

> Oh, Sch...., meine Signatur!
Darf die bleiben?<

galileo2609
27.02.2010, 21:47
> Oh, Sch...., meine Signatur!
Darf die bleiben?<
Die ist ja sowas von historisiert, das geht durch! ;)

An sich hast du recht. Eine bessere Frage an bubuli wäre gewesen, ob sie auch Angst vor dem LHC hat(te).

Grüsse galileo2609

Bernhard
28.02.2010, 00:53
Sowas erlebt die Schweiz derzeit leider von einem anderen solchen Staat, der vorgestern den Jihad gegen die Schweiz ausgerufen hat !


Hallo Ralf,

ich sehe übrigens schon seit einiger Zeit mehr und mehr die Möglichkeit eines neuen kalten Krieges zwischen manch einem arabischen Land und der westlichen Welt und die Förderung und Entwicklung alternativer Energiequellen kann diesen Vorgang sogar noch beschleunigen. Auf jeden Fall tobt da momentan ein ziemlich aufreibendes Kräftemessen :( . Dass der Iran irgendwann die Bombe haben wird, darauf wird sich der Westen wohl einstellen müssen. Wie lange das noch dauert, ist logischerweise momentan nicht zu ermitteln. Die wiederholten Spitzen von Iran´s Staatschef zeigen jedoch mit welcher Ernsthaftigkeit dieses "Projekt" betrieben wird.
Freundliche Grüße

Bernhard

Schmidts Katze
28.02.2010, 01:13
Eine bessere Frage an bubuli wäre gewesen, ob sie auch Angst vor dem LHC hat(te).

Grüsse galileo2609

Der läuft ja eh nicht.
Warum soll man da Angst haben?

Grüße
SK

Schmidts Katze
28.02.2010, 01:19
Naja, ich bin auch wegen der LHC-Diskussion bei astronews gelandet.

SK

jonas
28.02.2010, 01:27
Eigentlich hat das nun überhaupt nichts mehr mit dem von bubuli eröffneten Thema zu tun, aber dennoch möchte ich es kurz hier erwähnen, da gerade der Iran und sein Programm zur Nukleartechnik in die Debatte geworfen wurde.

Erinnert ihr euch noch, als die israelische Luftwaffe eine iranische Nuklearanlage bombardierte? Das war vor etlichen Jahren, lange bevor der Name Saddam Hussein der Welt ein Begriff wurde.

Die Welt außerhalb des Atomwaffensperrvertrags lernte danach: baut eure Anlagen außer Sicht der Satelliten und außer Reichweite der Bomben.

Es passierte Vanunu (http://de.wikipedia.org/wiki/Vanunu) (Israels Atommacht wurde publik), Pakistan wurde Atommacht, Indien wurde Atommacht. Auch Nordkorea wurde (vielleicht) Atommacht.

Eine Atombombe herzustellen ist jedem, der ein wenig von Sprengstoff versteht, ein Leichtes. Das fissionsfähige Material herzustellen ist allerdings schon schwieriger, jedoch, nach über hundert Jahren nach Entdeckung der Radioaktivität, auch keine "rocket science" mehr.

Die Welt sollte sich darauf einstellen, daß Atomwaffen langsam allgemein zugängliche Waffen werden, und die Trägersysteme, die sie transportieren (Raketen), ebenfalls.

Der kalte Krieg war bestimmt durch die Bedrohung durch Atomwaffen. Und er wurde daran gehindert ein heißer Krieg zu werden wegen der Atomwaffen. Man mag über die Abschreckung denken, was man will. Zwischen den Großmächten hatte sie funktioniert.

Wenn jetzt mehr und mehr kleinere Staaten diese ultimative Waffe haben, vielleicht wird dann Politik und Diplomatie endlich wieder wichtig, anstatt wirtschaftliche und konventionell militärische Macht.

galileo2609
28.02.2010, 01:46
als die israelische Luftwaffe eine iranische Nuklearanlage bombardierte?
Wenn wir jetzt doch über Politik reden, dann aber auch präzise. Es war ein irakischer Reaktor.

Grüsse galileo2609

Schmidts Katze
28.02.2010, 01:52
Wenn ihr über Politik diskutieren wollt, dann macht das doch z.B. bei heise.de, aber nicht hier.

Grüße
SK

jonas
28.02.2010, 02:00
Wenn wir jetzt doch über Politik reden, dann aber auch präzise. Es war ein irakischer Reaktor.Ich war mir nicht mehr ganz sicher, dachte aber, es wäre der Iran gewesen. Lasse mich aber gerne korrigieren.


Wenn ihr über Politik diskutieren wollt, dann macht das doch z.B. bei heise.de, aber nicht hier.
Ja, hast Recht, hatte schon ein wenig ein schlechtes Gewissen deswegen :o Deshalb werde ich in dieser Richtung auch nicht weitermachen.

Bernhard
28.02.2010, 09:27
Wenn ihr über Politik diskutieren wollt, dann macht das doch z.B. bei heise.de, aber nicht hier.


Hallo zusammen,

da wissenschaftliche Themen in der (Welt-)Politik eine zunehmend wichtige Rolle spielen, könnte ich mir das Smalltalk- oder "Über den Tellerrand"-Forum dafür auch gut vorstellen.
MfG

Luzifix
28.02.2010, 09:55
Die Diskussion bewegt sich am "Tellerrand".

Die Bombardierung damals im Irak war in einem relativ frühen Stadium der Entwicklung. Die Anlagen im Iran sind aber so tief, daß man sie nicht mit Bomben erreichen kann.

Das eigentliche Problem ist die Tatsache, daß man so eine Bombe auch mit einem Eselskarren in den Südlibanon fahren könnte. Das zu verhindern, ist eine ziemlich große Aufgabe, jedes Versagen bei deren Lösung könnte die Welt in den nächsten Jahren weitreichend verändern. Egal, was man falsch macht. Nicht umsonst hat man ja kürzlich erstmalig einen militärischen Hochleistungslaser zum Abschuß einer Rakete getestet. Jeder hier kann sich vorstellen, was so ein Abschuß für die Bewohner in der Umgebung bedeutet. Das ist die Zukunft.

bubuli
28.02.2010, 11:43
also ist es doch möglich unbemerkt aufeinmal "platt gemacht" zu werden.
aber genauso wahrscheinlich, wenn nicht wahrscheinlicher ist es, dass ich beim fisch essen an einer gräte (hoffe richtig geschrieben^^)
ersticke. von daher, mach ich mir da absolut keinen kopf mehr drüber. jetzt las ich aber gerade, dass ihr von kometen und asteroiden spracht, aber differenziert voneinander :confused:
es gibt da also einen unterschied? war mir auch neu :)

ganz liebe grüße

Lina-Inverse
28.02.2010, 11:58
jetzt las ich aber gerade, dass ihr von kometen und asteroiden spracht, aber differenziert voneinanderJa allgemein unterscheidet man zwischen den beiden Gruppen. Stark vereinfacht gesagt nennt man es dann Komet wenn es einen Schweif zeigt (und sei er auch sehr schwach), ansonsten Asteroid. Wobei sich Asteroiden je nach grösse auch im Grenzbereich zu den Zwergplaneten befinden können.

Es gibt haufenweise Unterkategorien bei den Körpern im Weltraum (gibt es eigentlich eine Oberklasse der wirklich alle angehören?). Die Begriffe Stern, Planet, Mond, Asteroid, Komet hast du sicher alle schon gehört. Letztlich ist es immer ein Körper der durch den Weltraum geistert, nur anhand seiner Eigenschaften ordnet man ihn halt in eine passende Kategorie ein. So sagt dir z.B. Mond gleich das er um einen Planeten kreist.
Dabei sind diese Kategorien nicht immer ganz eindeutig oder weiter unterteilt, z.B. sagt man Planet bei den grossen Körpern die einen Stern umkreisen (die genaue Definition ist ziemlich tricky, kannst du im Wiki nachlesen (http://de.wikipedia.org/wiki/Planet#Definition) wenns dich interessiert), bei den etwas kleineren dann Zwergplanet und bei den noch kleineren dann Asteroid oder Komet und zu den ganz kleinen Staubkörnern dann Mikrometeorid...

Gruss
Michael

ralfkannenberg
28.02.2010, 12:08
Ja allgemein unterscheidet man zwischen den beiden Gruppen. Stark vereinfacht gesagt nennt man es dann Komet wenn es einen Schweif zeigt (und sei er auch sehr schwach), ansonsten Asteroid. Wobei sich Asteroiden je nach grösse auch im Grenzbereich zu den Zwergplaneten befinden können.
Hallo zusammen,

das ist richtig, dennoch würde ich das irgendwie anders unterscheiden. Dass Kometen in genügender Sonnennähe einen Schweif ausbilden ist ja ein Folgephänomen dessen, dass sie grossenteils aus Eis bestehen. Der frühere 9.Planet Pluto dürfte auch eher ein Komet sein; ein Indikator ist hier die Dichte des Körpers.

Somit haben wir in unserem Sonnensystem eigentlich 4 Typen Körper:

- Sonne
- Gaskörper
- Felskörper
- Eiskörper


Somit können also auch Eiskörper zu den Zwergplaneten gehören.


Freundliche Grüsse, Ralf

Orbit
28.02.2010, 12:13
Schau hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Komet
http://de.wikipedia.org/wiki/Asteroid

Kometen bewegen sich entweder auf elliptischen Umlaufbahnen mit hoher Exzentrizität (langezogene Ellipsen) oder auf einer hyperbolischen Umlaufbahn mit einem einzigen Durchlauf durch unser Sonnensystem. Die Exzentrizität der Asteroiden ist geringer, d.h. sie bewegen sich auf Keplerbahnenen, die eher wie ein Kreis als wie eine Ellipse aussehen.
Kometen haben einen Schweif, Asteroiden nicht.

Orbit

Lina-Inverse
28.02.2010, 12:30
Hallo Ralf,

leider gibt es keine allgemein anerkannte Definition (eigentlich könnte die IAU ja mal eine festlegen). Ich habe den Schweif als Kriterium gewählt, weil es meiner Meinung nach am besten die gängige Bennenungspraxis widerspiegelt und für Laien direkt nachzuvollziehen ist (siehe auch (2060) Chiron mutierte zu (95P/Chiron) (http://de.wikipedia.org/wiki/%282060%29_Chiron)).

Deine Unterscheidung über die Zusammensetzung finde ich persönlich nicht so griffig, aber das ist Geschmackssache. Problematisch sind sie alle an der einen oder anderen Ecke da die Grenzen ja recht fliessend sind.

Orbits hat jetzt noch ein drittes Kriterium genannt, die Umlaufbahn, um die Verwirrung zu komplettieren :)

Gruss
Michael

Orbit
28.02.2010, 14:12
Orbits hat jetzt noch ein drittes Kriterium genannt, die Umlaufbahn, um die Verwirrung zu komplettieren
Das werd ich nie mehr tun; denn du und Chiron haben mich eines besseren belehrt. Das ist also viel einfacher:
Um die Sonnen laufen nur zwei Arten von Himmelskörpern: solche mit einer Gashülle und solche ohne. Erstere sind Kometen, letztere Asteroiden. Nun ist beispielsweise die Erde mit ihrer Gashülle ist ein Komet, ihr Mond aber ein Asteroid.
Super. Das kann man sich nun wirklich viel einfacher merken!
Besten Dank.
:D:D:D
Orbit

DELTA3
28.02.2010, 14:27
Hallo Leute,
ich habe ja schon ein ganz schlechtes Gewissen, dass ich die Atombombe ins Spiel brachte:(. Dabei wollte ich eigentlich nur mal ausloten, worin Bubuli's Angst eigentlich begründet ist. Es scheint wohl einfach die Angst vor etwas 'Unbekanntem' zu sein, die ja auch von der Regenbogenpresse und gewissen Journalisten erfolgreich ausgenutzt wird, da es immer Auflage bringt, den Menschen vor etwas Angst einzujagen, von dem sie nicht viel wissen.

Vor der Atombombe scheint die Angst nicht so gross zu sein, da sie jeder kennt und man glaubt, dass sie nie mehr eingesetzt wird, und wenn, dann nicht bei uns... :eek: Ich frage mich nur, warum sie dann bestimmte Staatsoberhäupter, hauptsächlich Diktatoren, unbedingt haben wollen.

Aber zum Thema:


Kometen haben einen Schweif, Asteroiden nicht.

Was sind denn dann Planetoiden, Meteore und Meteoriten? Alles zusammen fällt wohl unter den Begriff "Himmelskörper", wobei sich die Begriffe da mehr oder weniger vermischen und die Abgrenzungen nicht eindeutig sind.

Gruss, Delta3.

ralfkannenberg
28.02.2010, 14:40
Hallo Ralf,

leider gibt es keine allgemein anerkannte Definition (eigentlich könnte die IAU ja mal eine festlegen).
Hallo Michael,

da die Übergänge fliessend sind würde eine solche Festlegung wenig Sinn machen. Man hat schon Asteroiden auf Kometenbahnen und Kometen im Asteroidengürtel mit geringer Bahnexzentrizität gefunden; deswegen auch mein Vorschlag, eine Unterscheidung an ihrer Zusammensetzung und nicht an ihrer Umlaufbahn vorzunehmen.

Und das Kriterium Schweif ist nun wirklich eine Folge der Zusammensetzung.



Ich habe den Schweif als Kriterium gewählt, weil es meiner Meinung nach am besten die gängige Bennenungspraxis widerspiegelt und für Laien direkt nachzuvollziehen ist
Genau, es ist das klassische Kriterium. Hierzu ist aber anzufügen, dass damals die Körper des Kuipergürtels noch nicht bekannt waren, bzw. im Falle des Pluto und des Chiron nicht als solche erkannt waren.


(siehe auch (2060) Chiron mutierte zu (95P/Chiron) (http://de.wikipedia.org/wiki/%282060%29_Chiron)).
Man möge es mir nachsehen, dass ich das nun nicht kommentieren möchte. Nur soviel: Warum nur Chiron ? Warum nicht auch all' die anderen ?


Deine Unterscheidung über die Zusammensetzung finde ich persönlich nicht so griffig, aber das ist Geschmackssache. Problematisch sind sie alle an der einen oder anderen Ecke da die Grenzen ja recht fliessend sind.
Dann muss ich noch Überzeugungsaufwand leisten, aber eben - auch bei der Zusammensetzung gibt es recht fliessende Übergänge, so gesehen stimme ich Deinem Einwand selbstverständlich zu.


Orbits hat jetzt noch ein drittes Kriterium genannt, die Umlaufbahn, um die Verwirrung zu komplettieren :)
Das beruht darauf, dass man "klassisch" diese Unterscheidung machen konnte. Das Ganze hängt aber auch mit der Geschichte unseres Sonnensystems zusammen, also 1.) wie kamen die Planetoiden in den Planetoidengürtel zwischen Mars und Jupiter - also meines Wissen waren die banalerweise einfach dort, hatten aber nicht genügend Masse, um einen grossen Planeten bilden zu können, dann 2.) wie entstand der Kuipergürtel, also jenes Reservoir der Kometen mit "mittellanger" Periode und Bahnneigungen in etwa denen der Planetenebene und 3.) wie entstand die Oort'sche Wolke, also jenes Reservoir der Kometen mit "langer" Periode und völlig zufällig verteilten Bahnneigungen.


Freundliche Grüsse, Ralf

Lina-Inverse
28.02.2010, 16:31
Hallo Ralf,


da die Übergänge fliessend sind würde eine solche Festlegung wenig Sinn machen.Nun ich würde ja den Sinn einer Festlegung darin sehen die Grenzen scharf zu machen. Wie denn die konkrete Festlegung aussehen könnte find ich da sogar zweitrangig. Man könnte sich ja auch darauf einigen die Unterscheidung ganz fallen zu lassen? Wahrscheinlich besteht einfach nicht genug Interesse an einer saubereren Neudefinition der Begriffe seitens der IAU (Die Redefinition des Planetenbegriffs war ja schon sehr kontrovers, obwohl ich die neue Definition, wendet man die planetarische Diskriminante anstelle der "Bahnbereinigung" an gut geglückt finde).


Man möge es mir nachsehen, dass ich das nun nicht kommentieren möchte. Nur soviel: Warum nur Chiron ? Warum nicht auch all' die anderen ?Zu Chiron: Ich habe nicht die leiseste Ahnung, ich vermute er war einfach der Erste bei dem es auffiel. Nachdem man dann mehr Objekte gefunden hatte hat man sich wohl gedacht das sich die Neubenennung nicht lohnt? Und irgendwie sträuben sich mir die Haare Pluto (oder Eris oder Sedna oder...) als Komet zu bezeichnen.


Dann muss ich noch Überzeugungsaufwand leisten, aber eben - auch bei der Zusammensetzung gibt es recht fliessende Übergänge, so gesehen stimme ich Deinem Einwand selbstverständlich zu.Ich habe eben beim Nudeln kochen versucht eine für mir konstistent erscheinende Regel zu finden nach der ich etwas als Komet bezeichnen möchte und wann nicht: Ich habe keine gefunden!

Das Problem sehe ich darin das zwei Gegebenheiten zusammen kommen müssen damit ein Himmelskörper als Komet im historischen Sinn (also mit leicht erkennbarem Schweif) in Erscheinung tritt: die richtige Zusammensetzung und die richtige Bahn. Nun bin ich an einer Definition interessiert, die sich möglichst universell anwenden lässt, also auch auf potentielle Kometen in anderen Sternensystemen.
Verwende ich als Klassifikationskriterium ausschliesslich die Zusammensetzung wird es Grenzfälle geben bei denen es vom Zentralstern abhängt ob ein Objekt als Komet oder als Asteroid gelten müsste. Das erscheint mir unbefriedigend. Geht man nur nach der Bahnexzentrizität hat man auch wieder solche Grenzgänger.
Eine andere Möglichkeit wäre "Komet" rein als Zustand aufzufassen (also konkrete Bahn + Zusammensetzung), es wäre also nur davon abhängig ob ein Schweif auftritt (wobei dann genau zu definieren wäre was denn als Schweif oder Koma zählt).

Alles in allem glaube ich jetzt es wäre sinnvoller die Unterscheidung ganz zu unterlassen :)

Gruss
Michael

@Orbit: Wenn du es schon so verstehen willst sei doch konsequent: Die Sonne ist selbstverständlich auch ein Komet, sie hat ja schliesslich eine Korona! Also es gibt Kometen und es gibt Asteroiden und alle sind im Orbit :)

ralfkannenberg
28.02.2010, 17:18
Nun ich würde ja den Sinn einer Festlegung darin sehen die Grenzen scharf zu machen.
Hallo Michael,

Problem ist halt, dass die Grenzen nicht scharf sind.


Man könnte sich ja auch darauf einigen die Unterscheidung ganz fallen zu lassen?
Letztlich bevorzuge ich sogar diese Variante; anfangs ergab sich diese Unterteilung aufgrund des damaligen Wissens, mittlerweile aber kennt man viel mehr Objekte und weiss entsprechend mehr. Es sind alles "Kleinkörper", sie wandern alle direkt um die Sonne und je nach Beschaffenheit und Sonnenabstand bildet sich ein Schweif aus.


Wahrscheinlich besteht einfach nicht genug Interesse an einer saubereren Neudefinition der Begriffe seitens der IAU (Die Redefinition des Planetenbegriffs war ja schon sehr kontrovers, obwohl ich die neue Definition, wendet man die planetarische Diskriminante anstelle der "Bahnbereinigung" an gut geglückt finde).
Ich weiss nicht so recht. Zumindest ist sie in ihrer jetzigen Form wenigstens konsistent. Gewiss war das Interesse auch deswegen ungleich grösser, weil die Planeten mit Gottheiten in Zusammenhang gebracht wurden; unsere Wochentage sind nach ihnen benannt und sogar der biblische Schöpfungsbericht respektiert diese 7 Wochentage. Später erkannte man dann, dass anstelle der Sonne die Erde so ein Planet ist und auch mit dieser Deutung sind Planeten etwas Besonderes und schliesslich auch Teil unserer Kultur.


Zu Chiron: Ich habe nicht die leiseste Ahnung, ich vermute er war einfach der Erste bei dem es auffiel. Nachdem man dann mehr Objekte gefunden hatte hat man sich wohl gedacht das sich die Neubenennung nicht lohnt? Und irgendwie sträuben sich mir die Haare Pluto (oder Eris oder Sedna oder...) als Komet zu bezeichnen.
Chiron ist natürlich insofern schon ein bisschen anders, weil er ein Kuipergürtel-Planetoid des Types "Zentauer" ist, der der Sonne besonders "nahe" kommt. Und er ist gross und wurde früh entdeckt. Was ich sagen will: Zwischen Saturn und Uranus liegend wird er - im Gegensatz zu weiter entfernten Zentauren - durchaus eine Koma ausbilden. So gesehen kann man die Bezeichnung Komet, die übrigens schon kurz nach seiner Entdeckung aktuell war, durchaus rechtfertigen.

Im Übrigens konnte man bei der Venus einen Natriumschweif nachweisen ! Somit ist auch die Venus ein Komet !

Vermutlich ist es der richtige Ansatz, die Unterscheidung zwischen Planetoid und Komet wegfallen zu lassen, zumal das doch eher historisch bedingt und natürlich auch beobachtungsbedingt ist. - Im Übrigen weiss man schon lange, dass sich ausgebrannte Kometen (z.B. Biela) wie Asteroiden verhalten.


Und irgendwie finde ich es auch schön: Die Kleinkörper unseres Sonnensystems sind recht vielfältig und je nach Zusammensetzung und Position ergeben sich ganz unterschiedliche Beobachtungsmöglichkeiten !


Freundliche Grüsse, Ralf

bubuli
28.02.2010, 17:22
ai, ich merke schon so ganz so einfach ist das nicht mit den antworten. um einfach mal was auf den punkt zu bringen ist das thema wohl zu komplex :eek::D

aber herzlichsten dank an euch

Bernhard
28.02.2010, 17:36
um einfach mal was auf den punkt zu bringen ist das thema wohl zu komplex :eek::D


Hallo bubuli,

wie gesagt, kann man sich sehr gut bei klarem Himmel und guter Optik als Amateurastronom entspannen und Streß abbauen. Es gibt da übrigens auch jedes Jahr verschiedene Teleskoptreffen, wo sich die "Szene" immer wieder zum Erfahrungsaustausch trifft. Informieren kannst Du Dich dazu z.B. hier: http://www.astrotreff.de/
MfG

Orbit
28.02.2010, 18:08
@Orbit: Wenn du es schon so verstehen willst sei doch konsequent: Die Sonne ist selbstverständlich auch ein Komet, sie hat ja schliesslich eine Korona! Also es gibt Kometen und es gibt Asteroiden und alle sind im Orbit
Ich bestehe zwar darauf, dass alles, was Kerne fusioniert, eine eigene Kategorie bildet, aber sonst sind wir jetzt etwa gleich weit. Weil ich ein einfaches Gemüt habe, ging das bei mir halt mit viel weniger Worten und ohne Nudeln zu kochen.

Orbit :)

Orbit
28.02.2010, 18:32
um einfach mal was auf den punkt zu bringen ist das thema wohl zu komplex
Hallo bubuli
Falls du deinen Schulkindern mal etwas über Ateroiden und Kometen erzählen müsstest, dann sag ihnen ruhig:
"Seht ihr am Himmel einen Stern mit Schweif, dann dürft ihr ihn Komet nennen. Ob noch andere Himmelskörper diesen Namen verdienen, ist Tante Linas Problem. :D
Asteroiden sind harte Gesteins-Brocken ohne Schweif; aber so einen werdet ihr kaum je zu Gesicht bekommen; denn die sind mit höchstens ein paar 100 km Durchmesser zu klein, zu weit weg oder beides."

Orbit

mac
28.02.2010, 19:27
Hallo bubuli,


ai, ich merke schon so ganz so einfach ist das nicht mit den antworten. um einfach mal was auf den punkt zu bringen ist das thema wohl zu komplex :eek::DWenn man nur genau genug hinschaut, ist das bei den meisten Themen so.

In der Astronomie kommt erschwerend hinzu, daß sie wohl die älteste Wissenschaft der Menschheit ist und gerade bei den Begriffen ein ziemlich umfangreiches historisches Päckchen mit sich rum schleppen muß.

Bei der Unterscheidung von Asteroiden und Kometen (nicht nur hier im Forum) tut man sich wohl deshalb so schwer, weil diese einfache Unterscheidung (hat das Ding einen Schweif, oder nicht) bei genauerem Hinsehen nicht so aussagekräftig ist wie man früher, bei der Namensgebung, vielleicht mal geglaubt hatte.

Der Schweif eines Kometen (wurde hier, glaube ich, schon mal erklärt?) kommt dadurch zustande, weil das ‚Eis‘ aus dem er besteht, auf seiner Bahn um die Sonne, immer dann, wenn er der Sonne dabei näher kommt, anfängt zunächst an seiner Oberfläche zu verdampfen und der Dampf als durchaus imposant große Dampffahne (die kann schon mal einige Millionen km lang sein) vom Sonnenwind ins All ‚gepustet‘ wird. Der Sonnenwind ist im Sonnensystem wesentlich schneller als jeder Komet und darum wird diese Dampffahne auch nicht hinter dem Kometen her gezogen, sonder zeigt immer von der Sonne weg.

Nun gibt es nicht nur reine Gesteinsbrocken und reine Eisbrocken, sondern, vielleicht sogar beliebig viele, Mischungsverhältnisse daraus. Und darum ist eine klare Grenzziehung auch so schwierig, oder eigentlich unmöglich. Für Deine ursprüngliche Frage ist der Unterschied auch gar nicht so wichtig.

Für die Beobachtung (ohne Instrumente) ist der Unterschied schon wichtig, denn man sieht überhaupt nur die Brocken, deren Eis verdampft und diese riesige Dampffahne bildet.

Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer, für die Astronomie wichtige Unterschiede, aber die sind für Deine ursprüngliche Frage alle nicht wirklich wichtig. Erst wenn Du Dich mit dem Thema näher befaßt, kannst Du daraus zahlreiche für das Verständnis des Sonnensystems wichtige Rückschlüsse ziehen.

Herzliche Grüße

MAC

galileo2609
28.02.2010, 22:49
Hallo Delta,

ich habe ja schon ein ganz schlechtes Gewissen, dass ich die Atombombe ins Spiel brachte:(.
brauchst du nicht zu haben.

Dabei wollte ich eigentlich nur mal ausloten, worin Bubuli's Angst eigentlich begründet ist.
Ganz einfach: panic sells. Deshalb ja auch meine Frage, ob bubuli auch Angst vor dem LHC hat(te).

Grüsse galileo2609

ralfkannenberg
01.03.2010, 09:32
Asteroiden sind harte Gesteins-Brocken ohne Schweif; aber so einen werdet ihr kaum je zu Gesicht bekommen; denn die sind mit höchstens ein paar 100 km Durchmesser zu klein, zu weit weg oder beides."
Hallo Orbit,

es tut mir leid, dass ich schon wieder widerspreche, aber der da (http://www.astronews.com/forum/showthread.php?t=4199) war einfach mit Feldstecher zu sehen. Nur einer Grippe habe ich es zu "verdanken", dass ich statt auf das Weiterziehen der Wolken zu warten sofort ins Bett gegangen bin.

Vesta ist am16./17.Februar direkt unterhalb der Algieba (gamma Leonis, Stern 2.Grösse) durchgezogen - also aus Beobachtersicht wäre es rechts der Algieba gewesen und war dort schon in einem kleinen Feldstecher nicht zu übersehen ! Theoretisch kann die Vesta (ebenso wie der Gasplanet Uranus) sogar von blossem Auge gesehen werden; auch Ceres und Pallas stehen alle paar Jahre so günstig, dass sie 6.Grösse erreichen und einfach mit Feldstecher auffindbar sind.


Freundliche Grüsse, Ralf

ralfkannenberg
01.03.2010, 09:36
ai, ich merke schon so ganz so einfach ist das nicht mit den antworten. um einfach mal was auf den punkt zu bringen ist das thema wohl zu komplex :eek::D
Hallo bubuli,

ich kann Deine Antwort nicht nachvollziehen ! :mad:

Willst Du aufgrund historisch bedingter Systematik in der Klassierung von Mitgliedern unseres Sonnensystems eine Komplexität ableiten, die rein formaler Natur ist, und daraus womöglich gar Ängste ableiten ?


Freundliche Grüsse, Ralf

jonas
01.03.2010, 10:35
ich kann Deine Antwort nicht nachvollziehen ! :mad:Jetzt mal langsam. Ihre Frage war in post #90:

jetzt las ich aber gerade, dass ihr von kometen und asteroiden spracht, aber differenziert voneinander :confused:
es gibt da also einen unterschied? war mir auch neu :)Daraus entspann sich ein Diskurs, der nicht wirklich zu einem Ergebnis führte. Daher ist das Resume von Bubuli schon richtig:

ich merke schon so ganz so einfach ist das nicht mit den antworten. um einfach mal was auf den punkt zu bringen ist das thema wohl zu komplex

Es geht dabei ja auch um die Vorwarnzeit, bzw. die Möglichkeit Einfluss auf die Bahn zu nehmen. Und das ist bei Körpern mit stark elliptischen Bahnen wohl unbestritten anders als bei Körpern, die mehr oder weniger kreisförmig ihre Runden um die Sonne ziehen.

Die Asteroiden sind häufig von letzterer Natur, während Kometen sehr häufig ersterer Natur sind. Auch sind Kometen in der Regel schon ganz ordentliche Brocken, also eher von der 10 km Klasse als von der 100 m Klasse.

Es ist daher in der Diskussion schon nicht ganz unwichtig diese beiden Arten von Himmelskörpern zu unterscheiden. Akademische Diskussionen über Grenzfälle, was Ausbildung eines Schweifs oder Zusammensetzung betrifft, gehen da an der Sache eher vorbei.

Glücklicherweise sind die Bahnen der Kometen meist dergestalt, daß sie sich nicht in der Ebene der Ekliptik bewegen. Das heißt also, daß sie meistens nicht eine einzige Planetenbahn kreuzen, selbst wenn sie näher an die Sonne heranfliegen als der Merkur.

ralfkannenberg
01.03.2010, 12:10
Auch sind Kometen in der Regel schon ganz ordentliche Brocken, also eher von der 10 km Klasse als von der 100 m Klasse.
Hallo Jonas,

die meisten Kometen, die man sieht, sind kleiner als 10 km - selbst Hyakutake wird nur im 2 km-Bereich geschätzt. Der Absturz eines solchen Kometen hätte zwar eine lokale (und somit lösbare), aber keine globale Katastrophe zur Folge.

Deutlich grösser waren "in letzter Zeit" nur Hale-Bopp und etwas grösser wohl der Halley'sche Komet, dessen Bahn aber recht gut bekannt ist.

Und Hale-Bopp hat die Erde in grossem Abstand (ca. 1 AE) passiert. Im Übrigen war er so gross, dass er schon über 2 Jahre zuvor entdeckt wurde. Das hätte zwar vermutlich auch nicht viel genützt, aber ich habe damals spasseshalber eine - zugegebenermassen sehr grobe - Abschätzung für Hyakutake und für Hale-Bopp gemacht; das Absturzrisiko eines Hyakutake-artigen Kometen lag in der Grössenordnung des Dinosaurier-Sterbens (unabhängig davon, ob deren Sterben nun von einem Einschlag oder anderweitig ausgelöst wurde). Das Absturzrisiko eines Hale-Bopp-artigen Kometen indes lag über dem Lebensalter unseres Sonnensystems.

Dass wir uns nicht missverstehen - ich finde es sehr gut, solche Thematiken zu erörtern, doch wenn sie als Plattform für Angstmacherei missbraucht werden, dann finde ich das eben nicht so gut. Und das sage ich dann auch. Insbesondere sollte man dann eben missverständlich deutbare Aussagen eher vermeiden.


Freundliche Grüsse, Ralf

bubuli
02.03.2010, 18:10
wie sieht das eigentlich mit schwarzen löchern aus? wo wir schonmal beim thema welt untergangs szenarien sind?
entstehen ja wie ich las, nach einer supernova. (korrigiert mich ruhig wenn ich falsch liege, bin über diese ganze thematik ja nun mal nicht so im bilde wie ihr)
in erdnähe gibt es ja also keinen stern der potenzial hätte sich zu einem schwarzen loch zu entwickeln odeR?
und schwarze löcher, die schon existieren was ist mit denen? "schwirren" die so rum und könnten auf erdkurs kommen und somit die erde "aufsaugen" ???

mac
02.03.2010, 18:46
Hallo bubuli,


entstehen ja wie ich las, nach einer supernova.ja, zumindest die meisten stellaren, also die die aus einem Stern entstehen.



in erdnähe gibt es ja also keinen stern der potenzial hätte sich zu einem schwarzen loch zu entwickeln odeR?was ist für Dich Erdnähe? Der erdnächste Stern, die Sonne, kann es jedenfalls nicht und selbst wenn, bis sie soweit käme haben 'wir' (also nicht wir) ganz andere Probleme.



und schwarze löcher, die schon existieren was ist mit denen? "schwirren" die so rum und könnten auf erdkurs kommen und somit die erde "aufsaugen" ???Ja, die schwirren so rum. Allerdings kommen auf jedes schwarze Loch einige hundert leuchtende Sterne. Auch von denen ist uns noch keiner so nahe gekommen daß er unser Sonnensystem durcheinander gewirbelt hätte und das in über vier milliarden Jahren. Also sogar Lottospielen, nur einmal pro Jahr und nur Du, als Einzige auf der Welt, wäre da extrem erfolgreicher einzuschätzen.

Herzliche Grüße

MAC

jonas
02.03.2010, 18:49
Im Prinzip hast Du in Deiner Frage die Antwort schon gegeben:
entstehen ja wie ich las, nach einer supernova
Sie entstehen also, wenn ein (sehr großer) Stern in einem Spektakel sein Leben aushaucht. Wenn daraus ein schwarzes Loch entsteht, kann dieses nicht schwerer sein als der Stern, der vorher existierte. Und wenn der Stern nicht alles mögliche während seiner Zeit verschluckt hat, dann tut er es als schwarzes Loch auch nicht.

Einen Unterschied zwischen den großen Sternen und ihren Leichen, den Schwarzen Löchern, gibt es allerdings: Große Sterne blasen durch den Sternenwind ihre Umgebung frei von Staub und Gas. Als Schwarzes Loch erzeugen sie keine derartige Strahlung mehr. Ziehen sie also dann durch ein Gebiet mit Gas und Staub, so werden sie dieses in sich aufnehmen, sobald es sich in ihrem gravitativen Einflussbereich befindet.

Aber klar ist auch, daß dieser gravitative Einflussbereich nicht größer ist, als die des Vorläufersterns.


und schwarze löcher, die schon existieren was ist mit denen? "schwirren" die so rum und könnten auf erdkurs kommen und somit die erde "aufsaugen" ??? Somit ist diese Frage gleichbedeutend mit: Schwirren Sterne um uns herum, die der Erde so nahe kommen, daß sie sie aufsaugen? Die Antwort ist: Kein Stern kam uns jemals so nahe, daß er uns von der Sonne wegreißen hätte können. Klar, ansonsten gäbe es uns ja nicht mehr :) Und kein Stern kam je so nahe, daß er die Erdbahn derart destabilisiert hätte, daß die Erde aus dem Sonnensystem gekickt worde wäre.

Gut, wir wissen wo die Sterne sind, sie leuchten ja ganz ordentlich. Schwarze Löcher könnten sich unbemerkt nähern. Aber: Da stellare Schwarze Löcher nur aus sehr großen Sternen entstehen können, die verhältnismäßig selten sind, sind diese selbst auch relativ selten. Wenn also von all den Sternen noch nie einer auch nur in die Nähe kam um gefährlich zu werden, dann ist es bei einem Schwarzen Loch noch um ein vielfaches unwahrscheinlicher.

PS: mac war etwas schneller :)

Schmidts Katze
02.03.2010, 18:58
entstehen ja wie ich las, nach einer supernova. (korrigiert mich ruhig wenn ich falsch liege, bin über diese ganze thematik ja nun mal nicht so im bilde wie ihr)

Hallo bubuli, das ist richtig.


in erdnähe gibt es ja also keinen stern der potenzial hätte sich zu einem schwarzen loch zu entwickeln odeR?

Damit du dir die Größenverhältnisse besser vorstellen kannst:
Von der Sonne bis zur Erde braucht das Licht 8 Minuten.
Der nächste Stern ist Proxima Centauri, von dort braucht das Licht etwas mehr als 4 Jahre.
Das Universum ist also eigentlich ziemlich leer.

Und PC ist auch viel zu klein, um zu einem Schwarzen Loch zu werden.

Grüße
SK

bubuli
02.03.2010, 18:58
danke... sehr schön zu wissen, dass es leute hier mit so viel ahnung gibt, die es doch immer wieder schaffen mich etwas sorgloser schlafen zu lassen ;) hehe
bei weiteren fragen weiss ich ja nun an wen ich mich wenden kann.
vielen lieben dank

DELTA3
04.03.2010, 16:19
danke... sehr schön zu wissen, dass es leute hier mit so viel ahnung gibt, die es doch immer wieder schaffen mich etwas sorgloser schlafen zu lassen ;)
Bubuli, hoffentlich kannst du jetzt nicht nur etwas beruhigter schlafen, sondern hast vielleicht auch noch was dabei gelernt:D.
Je mehr man sich für eine Sache interessiert und je mehr man darüber weiss, um so weniger kann einem etwas Angst machen. Die Panikmache in den Medien richtet sich immer nur an die 'Ahnungslosen':eek:

Gruss, Delta3.

galileo2609
04.03.2010, 20:31
die 'Ahnungslosen':eek:
Richtig! Und dabei ist es sogar unerheblich, ob Herr oder frau. :D

Grüsse galileo2609

ispom
05.03.2010, 08:40
. Die Panikmache in den Medien richtet sich immer nur an die 'Ahnungslosen':eek:

Gruss, Delta3.

und es ist auch unerheblich womit Panik gemacht wird, hierzulande ist es weniger die Erdbebenfurcht... viele Ahnungslose kriegen schon die Panik wenn sie das Wort "Atomkraftwerk" hören :D

ispom
05.03.2010, 19:37
aber mal wieder zurück zum thema:
jetzt haben sich die Experten endgültig darüber geeinigt:
der Chicxulub-Asteroid hat die dinosaurier gekillt!http://www.admin.cam.ac.uk/news/dp/2010030407

was mir aber bei der ganzen Geschichte bisher gar nicht so recht bewußt geworden ist:

...the extinction was caused by a massive asteroid around 15 kilometres wide slamming into Earth at Chicxulub...
As the asteroid vapourised explosively, it created a crater 30 km deep and 100 km across, with sides as high as the Himalayas. However within only two minutes the sides collapsed inwards and the deepest parts of the crater rebounded upwards to leave a wide, shallow hollow.

also: wenn der Asteroid 15 km groß war, dann traf er auf die Erdoberfläche, während sich seine erdabgwandte Seite noch in den obersten Atmosphärenschichten befand!!!!!

ralfkannenberg
05.03.2010, 20:50
jetzt haben sich die Experten endgültig darüber geeinigt:
der Chicxulub-Asteroid hat die dinosaurier gekillt!http://www.admin.cam.ac.uk/news/dp/2010030407
Hallo ispopm,

ich habe längst aufgehört mitzuzählen, zum wievielten Male sich die Experten in dieser Angelegenheit "geeinigt" haben. Zudem ist die Dauer des Aussterbens meines Wissens immer noch stark umstritten.


The front of the asteroid hit the Earth while the far side was still out in the upper atmosphere, punching a hole though the Earth's atmosphere.

Man möge es mir bitte nicht verübeln, wenn mich solche "malerischen" Beschreibungen wenig überzeugen: Es ist trivial, dass sich die andere Seite eines 15 km grossen Asteroiden beim Aufprall noch in den oberen Atmosphärenschichten befindet.

Also warten wir es mal ab - Dein Link ist sicher eine weitere interessante Auswertung und ein weiterer wichtiger Puzzlestein. Ob er aber endgültigen Charakter hat wage ich zum jetzigen Zeitpunkt noch zu bezweifeln.


Freundliche Grüsse, Ralf

jonas
05.03.2010, 20:52
Naja, oberste Atmosphäre wohl nicht, nur etwas höher als das Level auf dem sich Flugzeuge bewegen. Aber trotzdem: imposante Vorstellung :eek:

bubuli
06.03.2010, 05:53
Naja, oberste Atmosphäre wohl nicht, nur etwas höher als das Level auf dem sich Flugzeuge bewegen. Aber trotzdem: imposante Vorstellung :eek:


allerdings imposant :eek:;)

bubuli
11.04.2010, 21:06
hallo ihr lieben...

habe da noch ein paar fragen in der hoffnung ihr könnt mir da nochmals was zu sagen, sodass ich mir das ganze besser vorstellen kann.
schwarze löcher "saugen" ja alles in ihrer umgebung auf?! dann muss doch irgendwann alles aufgesaugt sein oder nicht? oder hören schwarze löcher auf, werden also mal "satt?"

und es ist also auszuschließen, dass ein solches loch mal zu nah an unsere erde kommt? ich verstehe die sache mit den sternen und so ja... das was ihr mir schon geschrieben habt... aber es fehlt noch dieses kleine tüpfelchen um das ganze für mich in meinem kopf endlich klar zu kriegen.

ein freund sagte jederzeit könnte das passieren. so schwupps... erde weg... weil ein schwarzes loch grad mal vorbei gesaust kam...

(entschuldigt die kindliche ausdrucksweise aber ich versuche das ganze für mich selber ein wenig zu vereinfachen... und entschuldigt, dass dieser thread hier gerade mal wieder etwas zweck entfremdet wird)

danke euch im voraus...

Orbit
11.04.2010, 21:31
hallo ihr lieben...
schwarze löcher "saugen" ja alles in ihrer umgebung auf?! dann muss doch irgendwann alles aufgesaugt sein oder nicht?
"Saugen" ist nicht der richtige Ausdruck. Die verhalten sich nicht anders als andere Himmelskörper, und die umkreisen einander in der Regel. Kollisionen sind eher selten.

oder hören schwarze löcher auf, werden also mal "satt?"...
Nein, satt werden die nicht. Es soll zwar eine Obergrenze geben; aber die liege bei über 10 Milliarden Sonnenmassen.


...und es ist also auszuschließen, dass ein solches loch mal zu nah an unsere erde kommt?
Grundsätzlich nicht, aber in den letzten 4,5 Milliarden Jahren ist keines in unserem Sonnensystem aufgekreuzt, und auch heute ist keines in Sicht.

ein freund sagte jederzeit könnte das passieren. so schwupps... erde weg... weil ein schwarzes loch grad mal vorbei gesaust kam...
Der versteht wohl wenig von diesen Dingen und will dich nur beeindrucken. Könnte es sein, dass er dich lieber heute als morgen heiraten möchte und mit einer fiktiven Katastrophe ein bisschen Druck macht? :)

Orbit
P.S. Kennst du zufällig die Userin 'nuri'?

bubuli
11.04.2010, 21:44
heisst aber, dass es sich schon schlagartig ändern könnte?
also, dass ein loch in "nähe" aufkreuzt?
finde die vorstellung schrecklich :eek:
die entstehen ja... sind nicht einfach so im all und bewegen sich rum, richtig?!
wäre also nur möglich wenn ein neues loch in "erdnähe" (also so, dass es bedrohlich wird) entsteht?! so richtig gesagt?
und erfahren habe ich ja bereits, dass keine potenziell gefährlichen sterne in erdnähe sind.
also im internet steht auf einer seite auch, dass die erde nicht in gefahr sei, da kein stern in unserer nähe sei, der zu einem loch werden könne...

und ps. nein nuri sagt mir nichts...
aber ich werde ständig gefragt ob ich hier schon einmal mit anderem nick registriert war. dem ist aber nicht so. ist das erste astro forum in dem ich angemeldet bin...



pps. sry wegen meiner immer gleichen wiederkehrenden fragen, aber ich warte auf denjenigen, der mir sagt "mach dir kein kopf mädchen, deine ängste sind unbegründet und das wovor du angst hast ist unmöglich" :D

dem is leider nicht so ;)

Orbit
11.04.2010, 21:58
heisst aber, dass es sich schon schlagartig ändern könnte?
also, dass ein loch in "nähe" aufkreuzt?
Nein.

die entstehen ja... sind nicht einfach so im all und bewegen sich rum, richtig?!
Nein. Ihre Entstehung ist begleitet von einer Supernova, und die ist in einer Distanz von Milliarden Lichtjahren noch sichtbar.

also im internet steht auf einer seite auch, dass die erde nicht in gefahr sei, da kein stern in unserer nähe sei, der zu einem loch werden könne...
Hier kannst du dem Internet mal vertrauen. :)


...aber ich warte auf denjenigen, der mir sagt "mach dir kein kopf mädchen, deine ängste sind unbegründet und das wovor du angst hast ist unmöglich" :D

dem is leider nicht so ;)
Wie wär's, wenn derjenige einfach Orbit hiesse?:)

Orbit

jonas
11.04.2010, 21:59
Hi bubuli

Orbit hat es schon ganz gut erklärt. Ich möchte es noch mit anderen Bildern beschreiben. In ein Schwarzes Loch gezogen zu werden ist wohl ein eher unerfreuliches Erlebnis :D Aber genauso unerfreulich wäre es in einen Stern gezogen zu werden. Und es ist auch unerfreulich aus hundert Metern Höhe (ohne Fallschirm) auf die Erde gezogen zu werden. Allen drei Beispielen gemein ist: Es wirkt die Schwerkraft. Und diese wirkt auch bei Schwarzen Löchern nicht anders als bei allen anderen Himmelskörpern. Kommt man einem solchen Himmelslörper nahe genug, dann fällt man auf ihn runter.

Die Abstände zwischen den Himmelskörpern ist aber so dermaßen riesig, daß sich die Schwerkraft auch von Schwarzen Löchern sich nicht wie ein alles verschlingender Staubsauger verhält. Um mal beim Staubsaugerbeispiel zu bleiben: hast Du schonmal versucht mit einem Staubsauger eine Wollmaus aufzusaugen, die in der Nachbarstadt liegt? :D So ähnlich ist das mit den SL. Die sind alle so weit weg, daß sie weniger Einfluss auf uns haben als die Gravitation des Nachbarhauses.

Schwarze Löcher sind meistens Überreste von riesig großen Sternen. Die allermeisten Sterne sind aber nicht groß genug um als SL zu enden. Von daher ist es viel wahrscheinlicher, daß uns ein "aktiver" Stern mal zu nahe kommen könnte als ein SL. Und da wir noch brav um unserer Sonne kreisen können wir mit ziemlich hoher Sicherheit annehmen, daß uns noch nichtmal eine andere Sonne sonderlich nahe gekommen ist. Und wenn das in 4 Milliarden Jahren noch nicht passiert ist, dann ist das für ein SL nochmal um Größenordnungen unwahrscheinlicher.

Puma
11.04.2010, 22:48
Hallo bubuli!

Also, an Deiner Stelle würde ich aufpassen, wenn ich über die Straße gehe oder mich im Verkehr bewege.
Dort unter die Räder zu kommen ist, ich würde mal sagen 10 hoch 6 mal gefährlicher, als daß ein Meteorit auf die Erde prallt, geschweige denn, daß mal so ganz nebenbei ein schwarzes Loch vorbeikommt.
Also halte immer schön die Augen offen !
Und wenn Du denkst, was erzählt der denn da, dann kann ich Dir nur sagen, alles ein Frage der Erfahrung. Ich habe schon viele Tote auf der Straße liegen sehen (beruflich), ich habe aber noch keinen gesehen, der von einem Meteoriten erschlagen wurde. ;)

Gruß

mac
11.04.2010, 23:01
Hallo bubuli,

wenn man keine wirkliche Vorstellung davon hat, wie ungeheuer groß die Entfernungen im Weltall sind, dann kann ein solcher Gedanke, wie Du ihn hier äußerst, durchaus erschreckend wirken.

Vor ein paar Wochen habe ich hier: http://www.astronews.com/forum/showpost.php?p=65730&postcount=36 mal versucht diese Entfernungen etwas anschaulicher zu beschreiben.

Jonas‘ Beispiel mit der Wollmaus, die im Nachbarhaus Angst vor Deinem Staubsauger hat, war also keineswegs eine Verharmlosung der Gefahr, sondern im Gegenteil, sogar eine geradezu maßlose Übertreibung.

Daß wir alle uns hier so schwer damit tun zu sagen: ‚Nein es gibt keine Gefahr!‘ liegt daran, daß wir es gewohnt sind, sowohl mit sehr großen und als auch sehr kleinen Zahlen umzugehen. Und wenn wir sagen: Da gibt es keine Gefahr! Dann muß die Gefahr 0% sein, und auch nicht nur eine Winzigkeit größer als 0. Das hat nichts mit der ‚Großzügigkeit‘ zu tun, wie wir sie in unserer Alltagssprache normalerweise verwenden.


Du fährst pro Jahr vielleicht 15000 km mit dem Auto (selber oder als Beifahrer) und gehst zu Fuß oder mit dem Fahrrad durch Gegenden, in denen auch Autos fahren. Du riskierst dabei Dein Leben mit einer Chance von 4000/80.000.000. (Viertausend Menschen von 80 Millionen Menschen sterben jedes Jahr durch einen Verkehrsunfall in Deutschland).

Wenn ich an diese Tatsache den Selben Maßstab ansetze wie im Absatz davor (nur 0% ist keine Gefahr), dann ist die Gefahr durch den Straßenverkehr und auch durch jede andere Art vorzeitig zu Tode zu kommen, geradezu grauenhaft hoch. Dennoch machen weder Du, noch ich uns ernsthafte Gedanken darüber, daß uns z.B. ein Kleinkind, daß in diesem Moment irgendwo auf der Welt mit einem Revolver spielt, versehentlich erschießen könnte, obwohl auch diese Gefahr grauenhaft viel größer ist, als die Gefahr vor der Du Dich gerade fürchtest.


Es gibt in unserer Milchstraße rund 400.000.000.000 Sterne verschiedenster Größen. Unser Sonnensystem existiert seit etwa 4.500.000.000 Jahren. Kein einziger davon ist uns in dieser Zeit auch nur so nahe gekommen, daß er es geschafft hätte die Planetenbahnen nennenswert zu stören.

Mit unseren normalen, alltäglichen Maßstäben gemessen, erzählt Dir Dein Bekannter also groben Unfug. Noch wesentlich gröberen Unfug, als wenn er Dir damit Angst machen wollte, daß Du, 'bubuli' übermorgen aus Versehen vom japanischen Thronfolger (http://www.sueddeutsche.de/panorama/338/377145/text/) erschossen werden wirst.

Herzliche Grüße

MAC

jonas
11.04.2010, 23:03
habe aber noch keinen gesehen, der von einem Meteoriten erschlagen wurde. Werde zwar die Quellen nicht mehr finden, aber dazu gibt es nach meiner Kenntnis nur drei Fälle von Meteoriten-Encounter :D
Eine Kuh - tot
Eine Frau schlafend im Bett (USA) - verletzt (glaube am Bein)
Und kürzlich (letztes Jahr, Australien (?)) ein Schuljunge - Kratzer an der Hand

jonas
11.04.2010, 23:12
Jonas‘ Beispiel mit der Wollmaus, die im Nachbarhaus Angst vor Deinem Staubsauger hat, war also keineswegs eine Verharmlosung der Gefahr, sondern im Gegenteil, sogar eine geradezu maßlose Übertreibung.Mac, ich sprach von der Wollmaus in der Nachbarstadt ;)

mac
11.04.2010, 23:18
Hallo Jonas,


Mac, ich sprach von der Wollmaus in der Nachbarstadt ;)Ja, stimmt! :o Macht aber nix. Dein Staubsauger ist bestimmt größer, als meine Gartentischsonne :D Du bist also immer noch viel zu nahe dran :p

Herzliche Grüße

MAC

jonas
11.04.2010, 23:49
Um bubuli mal einen Grund zu geben sich vor kosmischen Gefahren zu fürchten, mal folgende anstehende Katastrophen:

Apophis: ca. 300 Meter großer Asteroid, der in rund 20 Jahren die Chance hat einen der TV Satelliten zu Klump zu schlagen (was bestimmt für viele eine Katastrophe wäre :D).

Beteigeuze: Ein Riesenstern im Orion, der jeden Moment zur Supernova werden müsste (die nächsten 1.000 - 100.000 Jahre), vielleicht sogar als Hypernova (Entfernung ca. 500 LJ). Ergebnis: Strahlenbelastung durch Röntgenstrahlung, wie sie aus einem Krankenhaus in Kapstadt zu uns kommt :)

Eta Carinae: Ein wahnsinns großer Stern, der mit großer Wahrscheinlichkeit demnächst zur Hypernova wird (Entfernung ca. 7.000 LJ). Ergebnis: Siehe Beteigeuze.

Gliese 710: Ein Stern, der genau auf uns zuhält und uns in etwa 1 million Jahren erreicht. Allerdings verfehlt er uns um etwa 1 Lichtjahr, bringt also nur die Oortsche Wolke in Aufruhr.

Unsere eigene Sonne: Ihre Phase zum Roten Riesen brauchen wir nicht abwarten, sie verbrennt uns schon viel früher. Sie wird immer heißer und in 500 millionen Jahren verkocht sie unsere Ozeane. Wenn das Leben 3,5 milliarden Jahre alt und in 0,5 milliarden Jahren definitiv Schluss ist, so wäre das Leben, auf ein Menschenalter bezogen - bei Lebenserwartung von 85 Jahren - heute gut 74 Jahre alt, also schon fein im Rentenalter :D

FrankSpecht
12.04.2010, 00:29
Moin, jonas,

Und kürzlich (letztes Jahr, Australien (?)) ein Schuljunge - Kratzer an der Hand
Du meinst aber nicht dieses Ereignis?
Schüler trifft Meteorit (http://www.kosmologs.de/kosmo/blog/himmelslichter/streulichter/2009-06-15/sch-ler-trifft-meteorit)

Dieses "Ereignis" fand nämlich in Deutschland statt :eek:

Die meisten Internetseiten (vor allem die der berichtenden Tageszeitungen) zu dem Thema existieren bereits nicht mehr.
Dass dieses "Ereignis" letztendlich eine Ente war, ist eine andere Geschichte. ;)

jonas
12.04.2010, 00:50
@FrankSpecht

Genau diese Geschichte meinte ich. Dachte das wäre in Ganzweitfort gewesen, und jetzt lese ich, daß es in D war. Naja :D Aber nach den updates am Ende des von Dir verlinkten Artikels ist es nicht wirklich raus ob es eine Ente war oder nicht. Zumindest wird dort gesagt, daß die Aussage des Jungen von ihm so glaubhaft vorgetragen wurde.

Sissy
12.04.2010, 00:57
Hi Bubuli,

hab erst jetzt Deine ursprüngliche Frage entdeckt und möchte Dich nachträglich auch im Forum begrüßen :)

Ich kann nachvollziehen, daß Du Dich vor Kometen, Asteroiden, schwarzen Löchern und sonstigen Körpern aus dem All fürchtest. In der Presse und im Internet steht da jede Menge Blödsinn dazu.

Mach Dir bitte bewußt, daß eine Schlagzeile wie "Asteroid kollidiert mit Erde" viel Aufmerksamkeit (= Verkaufte Zeitung) bringt. Und damit dem Verlag Knete. Also werden solche Schlagzeilen gedruckt.

Die Schlagzeile "Alles in Ordnung da draußen, keine Gefahr für uns" dagegen ist todlangweilig und wegen der kauft kein einziger die Zeitung.

Internetseiten, die mit Katastrophennachrichten aus dem All aufwarten, gehören sehr oft zum Dunstkreis von Menschen/Verlagen, die Bücher oder Magazine mit entsprechendem Inhalt verkaufen möchten, oder sind geschickte Werbung für Kinofilme ;)

Sodele, und jetzt zu Deinen Ängsten:

Die Wahrscheinlichkeit, daß Dir zu Deinen Lebzeiten ein Brocken aus dem All auf den Kopf fällt, ist gleich Null.

Die Wahrscheinlichkeit, daß sich ein schwarzes Loch unbemerkt nähert und die Erde samt Dir verschlingt, ist während Deiner Lebenszeit auch gleich Null.

Die Wahrscheinlichkeit, daß Dir ein Flugzeug (-teil) auf den Kopf fällt, ist während Deiner Lebenszeit größer Null.

Die Wahrscheinlichkeit, daß Du während Deiner Lebenszeit irgendwann einmal von einem Blitz getroffen wirst, ist größer Null.

Die Wahrscheinlichkeit, daß Du während Deiner Lebenszeit im Lotto einen 6er mit Zusatzzahl gewinnst, ist ebenfalls größer als Null.

Die Wahrscheinlichkeit, daß Du im Straßenverkehr verletzt wirst, ist während Deiner Lebenszeit viel größer als Null.



schwarze löcher "saugen" ja alles in ihrer umgebung auf?! dann muss doch irgendwann alles aufgesaugt sein oder nicht? oder hören schwarze löcher auf, werden also mal "satt?"


so ein schwarzes Loch "saugt" alles an, was ihm zu nahe kommt. Im Inneren des Schwarzen Loches wird das angesaugte Material so zusammengequetscht, daß man es nicht mal mit nem Mikroskop sehen könnte. Durch das angesaugt Material wird die Masse des schwarzen Loches größer, dadurch hat es mehr Anziehungskraft (Hunger).

Wenn im Umkreis des schwarzen Loches nix mehr zum Ansaugen da ist, dann hat das schwarze Loch zwar noch immer "Hunger", kriegt aber nix mehr zu futtern.

Weil das schwarze Loch aus einem großen Stern entstanden ist, folgt es der ursprünglichen Umlaufbahn des Sterns um das Zentrum unserer Milchstraße. Es kann net einfach seine Bahn verändern. Und schon garnet im "Zickzack-Kurs" durchs All düsen, um nach "Nahrung" zu suchen...

Wenn wir von der Erde aus mit unseren Augen in den Nachthimmel schauen, können wir maximal 5.000 Sterne sehen. Mit einem Fernglas oder einem Teleskop noch viel mehr.

Die Positionen von über 100.000.000.000 Sternen zueinander sind mittlerweile gut vermessen. Wenn jetzt ein schwarzes Loch in unsere Richtung fliegen würde, würden sich die gemessenen Positionen der Sterne verändern.

Diese Positionen werden aber laufend von Satelliten vermessen. Entweder als Hauptzweck (um noch genauere Sternkataloge zu bekommen), oder als Nebenprodukt, weil man die Eigenschaften der Sterne vermessn tut.

Bis jetzt gibt es kein einziges Anzeichen dafür, daß sich ein schwarzes Loch in Richtung Sonnensystem bewegt.



und es ist also auszuschließen, dass ein solches loch mal zu nah an unsere erde kommt?


Ja

Daß Du hier in der Diskussion auch andere Aussagen lesen kannst, liegt daran, daß Astronomen ein anderes Zeitgefühl haben. Uns get es wie den Geologen. Für die sind 1 Million Jahre auch "vor kurzem" oder "bald"...

Irgendwann in den nächsten 5-15 Milliarden Jahren wird unsere Milchstraße mit der Andromedagalaxie "zusammenstoßen". Dabei werden sich die Gaswolken in den beiden Galaxien vermischen können und einige Sterne werden ihre Umlaufbahnen verändern. Aber selbst da wird es nicht zu direkten Zusammenstößen von Sternen kommen.

Das Weltall ist LEER. Auf sehr großen Bereichen völlig leer. Und dazwischen gibt es ein paar Sterne mit Planeten, die drum rum fliegen, oder ein paar Gaswolken :)

Mach Dir keinen Kopf wegen den Schlagzeilen in den Zeitungen. Geniese lieber ganz entspannt die Wunder, die uns das Weltall bietet. Z.B. Sternschnuppen am Nachthimmel.

Eigentlich sind das winzige Staubkörnchen aus dem Schweif eines Kometen, die in die Erdatmosphäre reinfliegen. Denen wird durch Reibung warm und sie verglühen meist in der Atmosphäre. Was wir als leuchtende Sternschnuppe sehen, das sind die heißen Gase, die durch die Reibung entstehen. Das Staubkörnchen ist kleiner als ein Millimeter, das können wir selber net sehen...

Hast weitere Fragen?

Grüße
Sissy

galileo2609
12.04.2010, 01:02
aber ich werde ständig gefragt ob ich hier schon einmal mit anderem nick registriert war.
Meinst du hier (http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/03/jetzt-gehts-los-kollisionen-bei-7-tev-am-lhc.php)?

Grüsse galileo2609

Bynaus
12.04.2010, 09:08
Apophis: ca. 300 Meter großer Asteroid, der in rund 20 Jahren die Chance hat einen der TV Satelliten zu Klump zu schlagen (was bestimmt für viele eine Katastrophe wäre :D).

Nicht einmal das - Apophis wird uns zwar näher kommen als die Höhe des geostationären Orbits. Da sich die Satelliten dort aber auf ein schmales Band in der Höhe des Äquators beschränken und Apophis mit einer deutlichen Neigung zum Äquator an der Erde vorbeifliegen wird, ist die Chance, dass er einen Satelliten aufgabelt gleich Null.

Orbit
12.04.2010, 14:14
Ist bubuli bei ScienceBlogs.de gesperrt? Ihr Nick wird dort nicht mehr angezeigt.

Orbit

bubuli
12.04.2010, 20:04
was ist science blogs???
ich bin nur hier registriert :confused:

galileo2609
12.04.2010, 21:40
was ist science blogs???
Ein Blog, auf dem ein Troll seit langem auf "panische Angst" macht.

Grüsse galileo2609

Bernhard
12.04.2010, 21:47
was ist science blogs???
Hallo bubuli,

guggst Du hier: http://www.scienceblogs.de/. Dort kann man auch "Fragen" stellen ( :D ).

BTW: Wer ausschließlich Fragen stellt und die gleiche Frage auch immer wiederholt, wirkt nach einiger Zeit normalerweise ziemlich unglaubwürdig. Ich persönlich möchte Dir das momentan (noch) nicht unterstellen, aber Orbit ist vermutlich schon etwas "angefressen", angesichts Deiner apokalyptischen (?) Ängste.
MfG

ZA RA
14.04.2010, 15:13
Hallo bubuli, :D

hier mein letzter Tip.... ;)

http://de.wikipedia.org/wiki/Golem

Zitat Link...
......dass erst ein Zettel oder Plättchen unter der Zunge den Golem zum Leben erwecke. Z.Ende

Lieben Gruss und viel Erfolg im Forum...
herzlich z.....der Golem......

Hallo
Man verzeihe das Eigenzitat...aber wenn ich hier so beobachte wie lange man gebraucht hatt einen.. d...r...o...l....l...igen nick zu identifizieren...
reitzs mich meinen Senf nochmal dazu zu....mitlesender weis! ;)

Gruesse
z

besonders an Bernhard und Chrischan

g.k.
06.05.2010, 14:47
hallo,
auch wenn dieses Thema ein "drolliges Thema" sein könnte,finde ich ihn gar nicht so schlecht.
ich habe jetzt nicht so eingehende erfahrungen in astrologie,dennoch ist ein reges interesse da.
so schaue ich mir auch gerne dokomentationen an,so wie vor ein paar wochen,wo es um dieses thema hier ging.
die doku handelte von einem impakt,der so groß ist,das eine gigantische feuerwalze die erde verbrennen ließ(die animation war schon eindrucksvoll).frage war dabei,ob leben im inneren der erde in kleinster form überleben könnte.
nun kann ich mir schon vorstellen,das das bei einigen menschen so was wie panik auslöst,und sie danach in foren,wie z.b. diesem hier ihrer angst luft machen.leider wird in solchen doku´s ja die warscheinlichkeit eines solchen einschlags nicht so sonderlich diskutiert.
meine frage nun,wie groß müßte ein solcher astroit oder komet wirklich sein,um so allesvernichtend zu sein?(rein interessehalber)

lg gaby

Orbit
06.05.2010, 15:00
auch wenn dieses Thema ein "drolliges Thema" sein könnte,finde ich ihn gar nicht so schlecht.
ich habe jetzt nicht so eingehende erfahrungen in astrologie,dennoch ist ein reges interesse da
Drollig mag es sein, das Thema, doch astrologisch ist's bestimmt nicht:

http://de.wikipedia.org/wiki/Astrologie
http://de.wikipedia.org/wiki/Astronomie


meine frage nun,wie groß müßte ein solcher astroit oder komet wirklich sein,um so allesvernichtend zu sein?
Schau hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Impakt


Global gefährlich sind Objekte mit einem Durchmesser von mehr als 500 m

Orbit

g.k.
06.05.2010, 19:39
hallo Orbit,
mit "drolligem Thema" meinte ich nicht die astrologie im eigentlichem sinne,sondern bezog sich auf den verdacht den ZARA vor mir äußerte,und ich vermutete,das darum auch niemand mehr in diesem thema weiterschireb.

danke für den link.
ich meinte jetzt aber einen so verherrenten einschlag,das sich eine feurige druckwelle über den ganzen planeten ausbreitet(so wurde es in der doku gezeigt) und das leben auf der oberfläche direkt nach dem einschag auslöscht.
oder würde das objekt so groß sein müssen,das dann auch gleich die umlaufbahn verändert werden müßte?
oder ist das kompletter unsinn gewesen,was gezeigt worden ist?
ich glaube die doku lief im zdf.
lg gaby

jonas
06.05.2010, 20:08
Hi g.k.

TV Dokus wollen in der Regel in erster Linie unterhalten und nur in zweiter Linie informieren. Manchmal geht das mit der Unterhaltung und der Visualisierung von Effekten so weit, daß die Information so verzerrt wird, daß sie nicht mehr erkennbar ist.

Ein globale Feuerwalze ist eigentlich nur dann zu erwarten, wenn so etwas wie der Mond mit uns kollidiert. Du kannst ja mal mit verschiedenen Parametern auf dieser (http://www.lpl.arizona.edu/impacteffects/) Seite rumexperimentieren.

Was die globale Feuerwalze betrifft, so ist damit eher ein Effekt gemeint, der kürzlich in der Diskussion um das Aussterben der Dinos aufgeflammt ist: Ein genügend großer Asteroid schleudert eine signifikante Masse in suborbitale Bahnen, die dann überall auf der Erde wieder herunterregnet. Diese heißen Bruchstücke heizen die Erdatmosphäre auf Backofentemperatur auf.

Diese Theorie ist jedoch noch höchst umstritten. Und ein Impakt, der so viel Masse aus der Erde herausschlägt und sie auf suborbitale Geschwindigkeit beschleunigt, ein solcher Impakt ist schon auf der Oberfläche heiß genug. Da braucht es keine atmosphärische Hitze mehr um als global Killer zu wirken, denn wenn die Erdkruste aufgeschmolzen ist überlebt nichts mehr.

Sissy
07.05.2010, 00:05
Hi Gaby,



ich meinte jetzt aber einen so verherrenten einschlag,das sich eine feurige druckwelle über den ganzen planeten ausbreitet(so wurde es in der doku gezeigt) und das leben auf der oberfläche direkt nach dem einschag auslöscht.


die Doku hab ich net gesehen, daher kann ich dazu nix sagen. Aber Jonas hat recht, das ist reine Unterhaltung, mit Wisenschaft hat das nicht viel zu tun.

Solche verherenden Enschläge gab es in der Frühzeit unseres Sonnensystems des öfteren. Das war vor rund 4,5 bis 4,2 Milliarden Jahren. Die dunklen Flecken auf unserem Mond (Maare) entstanden zu der Zeit, weil große Brocken die feste Kruste unseres Trabanten durchschlugen und von innen heißes Mondgestein als Lava die Einschlagkrater ausfüllte. Seither sind die großen Brocken im All durch Zusammenstöße untereinander und Einschläge auf alle Planeten weitgehendst "verschwunden". Kleinere (so um 2 km und kleiner) schwirren noch ein paar durchs All. Das "Bombardement" der Erde aus dem All wurde immer weniger. Manche dieser heute noch im All vorhandenen Brocken kreuzen die Erdbahn. Die meisten dieser Brocken kennt man samt ihrer Umlaufbahn. Für die nächsten 100 Jahre kann man einen Einschlag dieser bekannten Brocken ausschließen. Brocken unter 500 Meter kennt man noch nicht alle. Wenn so einer die Erde trifft, gibt es lokal (im Umkreis von mehreren hundert km) sehr große Zerstörungen, aber eine globale Auslöschung der Menschheit hätte das nicht zur Folge.

Hast weitere Fragen?

Grüße
Sissy

galileo2609
07.05.2010, 00:19
Hast weitere Fragen?
Garantiert. :)

Grüsse galileo2609

g.k.
07.05.2010, 08:05
hallo,
vielen dank jonas für den link.
und auch an sissyi für die antwort.
ich habe schon in den programmlisten gestöbert,habe aber die sendung nicht mehr gefunden.aber fernsehen neigt zu wiederholungen...

galileo,
ist es nicht normal,wenn man das bedürfnes hat,über gesehenes zu diskutieren,wenn einem das hintergrundwissen fehlt,und man im fernsehen nicht alles blind glauben kann?
in der kindheit wurde mir beigebracht zu fragen,wenn man was wissen möchte.

lg gaby

galileo2609
07.05.2010, 23:19
Hallo g.k.,

galileo,
ist es nicht normal,wenn man das bedürfnes hat,über gesehenes zu diskutieren,wenn einem das hintergrundwissen fehlt,und man im fernsehen nicht alles blind glauben kann?
in der kindheit wurde mir beigebracht zu fragen,wenn man was wissen möchte.
frag mal weiter. Schliesslich sollst du nicht 'ahnungslos' sterben. :)

Grüsse galileo2609

wrentzsch
10.05.2010, 14:03
Wenn die Wissensentwicklung des Menschen so weiter geht wird sein Wohnsitz beweglich werden, und kann damit vor der Bedrohung fliehen.

Orbit
10.05.2010, 14:13
Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie ein Wohnsitz flieht.
:D
Orbit

ralfkannenberg
11.05.2010, 18:03
galileo,
ist es nicht normal,wenn man das bedürfnes hat,über gesehenes zu diskutieren,wenn einem das hintergrundwissen fehlt,und man im fernsehen nicht alles blind glauben kann?
in der kindheit wurde mir beigebracht zu fragen,wenn man was wissen möchte.

Hallo Gaby,

und später lernt man dann auch mal Methodiken, wie man selber etwas finden kann. Google und Wikipedia sind - zumindest mal als erster Anlauf - mittlerweile recht gut. Und wenn Du was findest, wo "arXiv" vorkommt, hast Du sogar Chancen auf ausgezeichnete und aktuelle Informationen.


Freundliche Grüsse, Ralf

bubuli
02.06.2010, 10:25
hallo ihr lieben...
vielen dank für die zeit, die ihr für die beantwortung meiner fragen investiert.
zusammengefasst kann man also sagen:

ein schwarzes loch kann nicht so mir nichts dir nichts der erde gefährlich werden, da selbst wenn es der erde gefährlich nahe käme, dies "einige" (verharmlost) jahre benötigen würde und man dies dann schon jahre im vorraus sehen könnte? also unmöglich, dass dies ganz unerwartet plötzlich schwupps aus dem nichts auftaucht?!
sprich, zu meinen lebzeiten unmöglich, da ein solches loch schon jetzt gesichtet wäre? soweit richtig?
und wie wir bzw ihr bereits erklärt habt befindet sich kein stern in unserer nähe der in absehbarer zeit zu einem schwarzen loch werden könnte.
hab ich das soweit, auch wenn arg laienhaft ausgedrückt richtig erfasst?

ich danke euch so sehr, dass ich dieses forum hier so zweck entfremden darf ;)

vielen dank, liebe grüße

Schmidts Katze
03.06.2010, 01:09
dass ich dieses forum hier so zweck entfremden darf ;)

vielen dank, liebe grüße

Hallo bubuli,

was meinst du mit "zweckentfremden"?
Ich denke, astronews ist auch da, um Fragen wie deine zu beantworten.

Wenn du Lust hast, beteilige dich ruhig weiter hier im Forum.
Ich bin auch kein Wissenschaftler, aber das macht nichts.

^_^

=^.^=

bubuli
03.06.2010, 10:46
danke dir ;)

ja ich schreibe das alles was ich hier an infos aufnehme auch nochmal so für mich daher um das ganze klar zu kriegen.

ein schwarzes loch entsteht durch eine supernova. ein stern der "stirbt".
doch auch danach verfolgt er als SL die gleiche bahn weiter wie zuvor und kann von diesem kurs nicht plötzlich abkommen, sprich in unsere nähe.

heisst die einzige möglichkeit, dass ein SL für uns bedrohlich wird wäre, dass ein stern in unmittelbarer nähe zu einem SL wird.
da sich bereits vorhandene löcher nicht einfach so unkontrolliert im all bewegen, dass sie mal auf die erde treffen?!

solch einen stern gibt es aber in erdnähe nicht, und ebenso kam es noch nicht vor, dass sich ein solcher stern unserem sonnensystem näherte?!

heisst aber könnte passieren. und heisst doch auch wenn ein stern das kann ändert er ja seine bahn???
sonst könnte er nicht plötzlich in unserer nähe sein.
wieso kann dann ein solcher stern plötzlich in unserer nähe auftauchen und ein SL angeblich nicht?

also das ist die einzige angst noch von mir. was heisst angst, aber entschuldigt

ein stern müsste sich in unserer nähe befinden und dann durch eine supernova zu einem SL werden?! wobei alleine die wahrscheinlich, dass ein solcher stern auftaucht gleich 0 ist, und die wahrscheinlichkeit, dass ein solcher dann noch zu einem SL wird nochmals um einiges geringer?

also um vorhandene schwarze löcher, die aufeinmal zu nah an uns rankommen brauch man sich keine gedanken machen ???

das war meine zusammenfassung, soweit ich das ganze verstanden habe...
vielen dank

bubuli
03.06.2010, 10:48
für ein letztes feedback und berichtigung meiner zusammenfassung wäre ich sehr dankbar. dann lasse ich euch auch in ruhe ;)

Orbit
03.06.2010, 12:32
heisst die einzige möglichkeit, dass ein SL für uns bedrohlich wird wäre, dass ein stern in unmittelbarer nähe zu einem SL wird.
Und der Stern müsste mindestens die 8fache Masse unserer Sonne haben; denn kleinere Sterne werden am Ende ihrer Entwicklung nicht zu einem SL kollabieren. Und so einer ist weit und breit nicht in Sicht. Der am nächsten liegende Kandidat ist Eta Carinae:
http://de.wikipedia.org/wiki/Eta_Carinae
Der ist 7000 bis 10'000 Lichtjahre entfernt. Das ist 467 bis 667 Millionen mal die Distanz Erde-Sonne.


solch einen stern gibt es aber in erdnähe nicht, und ebenso kam es noch nicht vor, dass sich ein solcher stern unserem sonnensystem näherte?!

heisst aber könnte passieren.
Erst in 2 bis 3 Milliarden Jahren, wenn die Milchstrasse mit der Andromeda-Galaxie kollidieren wird. Und selbst dann wird die Wahrscheinlichkeit sehr klein sein. Die Abstände zwischen den Sternen sind einfach zu gross.
Und somit ist deine Logik, ...

wieso kann dann ein solcher stern plötzlich in unserer nähe auftauchen und ein SL angeblich nicht?
...die auf einer falschen Prämisse aufbaut, absurd!


also um vorhandene schwarze löcher, die aufeinmal zu nah an uns rankommen brauch man sich keine gedanken machen ???
Ja.

@all
Aber eines ist mir nun klar: Entweder ist 'bubuli' identisch mit 'nuri', was sie zwar abstreitet, oder dann leidet sie an derselben Phobie wie jene; denn erstens konstruiert sie wie jene aus unwahrscheinlichsten Szenarien Bedrohliches und zweitens zeigen die beiden heutigen Posts exakt dasselbe Verhaltensmuster, wie wir es von 'nuri' seinerzeit kennen gelernt haben:
1. Alle Ängste sind nach stichhaltigen Argumenten von Usern unbegründet
2. Sie fragt nach, ob das nun wirklich so sei und setzt mehrere Fragezeichen hinter ihre Frage
3. Kurz darauf die Bitte, man möchte ihr diese letzte Frage doch noch beantworten, dann gebe sie Ruhe.
...
Und nach einiger Zeit geht alles von vorne los.

Orbit

Bernhard
03.06.2010, 14:07
wieso kann dann ein solcher stern plötzlich in unserer nähe auftauchen und ein SL angeblich nicht?

Hallo bubuli,

da ich momentan nicht weiß, ob das hier schon erwähnt wurde: Stellare SL sind sehr starke Quellen von Röntgen- und Radiostrahlung, da die eingefangene Materie beim Sturz in das SL sehr stark beschleunigt wird. Es sind sozusagen natürliche Röntgenstrahler und das kann auch gemessen werden. Da es im Orbit um die Erde schon mehrere (?) Röntgenobservatorien gab, sollte ein vagabundierendes SL eigentlich recht schnell auffallen und deswegen mache ich mir persönlich von der Seite her keine ernsthaften Sorgen :) .
MfG

Sissy
03.06.2010, 18:26
Hi bubuli,



ein schwarzes loch entsteht durch eine supernova. ein stern der "stirbt".
doch auch danach verfolgt er als SL die gleiche bahn weiter wie zuvor und kann von diesem kurs nicht plötzlich abkommen, sprich in unsere nähe.


das ist richtig



heisst die einzige möglichkeit, dass ein SL für uns bedrohlich wird wäre, dass ein stern in unmittelbarer nähe zu einem SL wird.
da sich bereits vorhandene löcher nicht einfach so unkontrolliert im all bewegen, dass sie mal auf die erde treffen?!


das hast Du ebenfalls richtig verstanden



solch einen stern gibt es aber in erdnähe nicht, und ebenso kam es noch nicht vor, dass sich ein solcher stern unserem sonnensystem näherte?!


Ja



heisst aber könnte passieren. und heisst doch auch wenn ein stern das kann ändert er ja seine bahn???


Nein :)

Die Sterne in unserer Umgebung laufen wie unsere Sonne in der Milchstraßenebene und mit ähnlichen Geschwindigkeiten ums Zentrum. Von diesen Sternen geht keinerlei Gefahr für uns aus. Die sind nicht massereich genug, um zu einem Schwarzen Loch zu werden.

Es gibt aber Sterne, die laufen nicht in der Ebene der Milchstraße um das Zentrum der Milchstraße. Sie haben Bahnen, die sogar senkrecht zur Milchstraßenebene stehen können. So ein Stern oder ein Schwarzes Loch, das aus ihm entsteht, könnte irgendwann in die Nähe unserer Sonne kommen.

Er/es wird aber nicht mit unserer Sonne zusammenstoßen!
Und ein solcher Stern oder Schwarzes Loch wird auch nicht plötzlich seine Flugrichtung ändern. Das geht nicht.

Hast Du schon mal den Begriff Massenträgheit (http://de.wikipedia.org/wiki/Tr%C3%A4gheit) gehört?

Das ist etwas, was uns eigentlich täglich begegnet. Stell Dir vor, Du wirfst einen Ball in die Luft. Du versuchst, einen Basketballkorb zu treffen. Was macht der Ball? Er fliegt in die Richtung, in die Du zielst. Wenn Du gut gezielt hast, triffst Du den Korb. Der Ball macht nicht mitten im Flug eine 90 Grad Kurve. Das ist die Auswirkung der Massenträgheit.

Auch für Sterne und Schwarze Löcher gilt die Massenträgheit. Die bleiben auf ihrer Bahn und schlagen keine Haken. :D



also um vorhandene schwarze löcher, die aufeinmal zu nah an uns rankommen brauch man sich keine gedanken machen ???


ganz genau. Du brauchst wirklich keine Angst zu haben. Ich kann schon verstehen, daß Dich all das fremde, unbekannte im All ängstigt. Weil Du nicht weißt, wie es funktioniert. Ich denke, es gibt 3 Möglichkeiten, mit Deiner Angst umzugehen:

- Du stellst Fragen nach dem "Funktionieren" da draußen und lernst aus unseren Antworten ein bisschen was über Physik und das Weltall. Das bedeutet erst mal ein bisschen Arbeit mit Deinem Hirn. Aber je besser Du die Vorgänge verstehst, desto kleiner wird dann Deine Angst.

- Du machst es Dir einfach und "glaubst" uns. Dazu ist kein Lernen (Arbeit) nötig, aber eine große Portion Glauben und Vertrauen. Mit dieser Einstellung könntest Du aber bei einem Schwindler auf die Nase fallen.

- Du ignorierst die Antworten von uns und hast weiterhin (unbegründet) ANGST.

Welchen Weg Du wählst, ist Deine Entscheidung. ;)

Grüße
Sissy

bubuli
03.06.2010, 21:24
also wow... danke sissy für deine stets ausführlichen antworten...
nein ich mache mir da nun wirklich keinen kopf mehr drum...

kann mir jemand denn vielleicht das oben angeschnittene thema mit der röntgenstrahlung nochmal näher erklären?
hört sich ja auch recht gefährlich an... könnte ja auch die erde treffen, was sicher nicht sehr angenehm wäre :eek: (nein ich fange nicht schon wieder von vorne an, ist nun tatsächlich rein interessehalber in meinem bekanntenkreis sind schon alle ganz begeistert was ich aufeinmal weiss ;) )

und schade, dass ich verwechselt werde mit einem ehemaligen? user, der vielleicht die selben ängste whatever hatte...
ich kann nur versichern ich bin wirklich das erste mal hier angemeldet und war auch zuvor nie in einem anderen bzw ähnlichen forum!

das zu glauben bleibt nun euch überlassen ;) :)

ganz liebe grüße und danke danke nochmal

Orbit
03.06.2010, 21:48
kann mir jemand denn vielleicht das oben angeschnittene thema mit der röntgenstrahlung nochmal näher erklären?
Röntgenstrahlung ist absolut tödlich, und weil auch unsere Sonne welche abgibt, sterben wir leider so jung!

Im Ernst: So lange du jede Frage mit einer weiteren Angst verknüpfst, mag ich dir nicht mehr antworten. Ausserdem könntest du ja mal selber ein wenig googeln, bevor du uns weiterhin mit aus deinen Ängsten erwachsenden Fragen löcherst.
Hier findest du eine Antwort:
http://de.wikipedia.org/wiki/Röntgenstrahlung#Nat.C3.BCrliche_R.C3.B6ntgenstrah lung

Orbit
P.S. Wie wär's, wenn du dich mal mit deinen Ängsten an einen Psychiater wenden würdest?

Schmidts Katze
03.06.2010, 23:00
kann mir jemand denn vielleicht das oben angeschnittene thema mit der röntgenstrahlung nochmal näher erklären?
hört sich ja auch recht gefährlich an... könnte ja auch die erde treffen, was sicher nicht sehr angenehm wäre

Ja, da kommt natürlich Röntgenstrahlung aus dem All, aber lass deine Bleischürze mal ruhig liegen.

1) Die Strahlung ist so gering, daß absolutes HighTech nötig ist, um sie überhaupt zu messen.
Das kannst du mit der Strahlung bei deinem Orthopäden gar nicht vergleichen

2) Die Atmosphäre absorbiert Röntgenstrahlen, deshalb wird sie von Satelliten aus gemessen.
Auf der Erde kommt so gut wie nichts an.

SK

Und lies den Link von Orbit, bei Wiki findest du einiges, das du dann hier nicht mehr fragen musst.
Ansonsten möchte ich mich zu Orbits Post nicht weiter äussern.

Sissy
04.06.2010, 01:24
Hi Bubuli,



kann mir jemand denn vielleicht das oben angeschnittene thema mit der röntgenstrahlung nochmal näher erklären?
hört sich ja auch recht gefährlich an... könnte ja auch die erde treffen, was sicher nicht sehr angenehm wäre


Ja, Röntgenstrahlung ist gefährlich. Sie trifft dauernd die Erde und sie kommt von überall im Weltraum zu uns. Von unserer Sonne, von fremden Sternen, von anderen Galaxien, von schwarzen Löchern... Aber es kommt auf die Dosis an. Unsere Lufthülle ist ca. 300 km dick. Atmen können wir nur in den untersten 6-8 km. Da drüber wird die Luft recht schnell sehr dünn (siehe die Bergsteiger am Mount Everest, die Sauerstoff brauchen :)...), ist aber vorhanden. Und diese Luft dämpft sehr wirkungsvoll die Röntgenstrahlung aus dem All...

Weil die Luft die Röntgenstrahlung aus dem All so wirkungsvoll dämpft, müssen die Röntgenteleskope alle per Rakete ins All geschossen werden und machen dann "da draußen" ihre Bilder...

Wenn Du eine (altmodische) Armbanduhr mit Leuchtziffern hast, gibt die mehr Röntgenstrahlung ab, als uns am Erdboden aus dem All erreicht.

Wenn Du in ein Flugzeug steigst und dann in 10 km Höhe fröhlich Richtung Urlaub fliegst, bekommst ne gewisse Dosis Strahlung ab. Schau jetzt mal die Stewardessen oder Piloten an, die das schon ihr ganzes Leben machen. Die leben immernoch, obwol deren Strahlenbelastung deutlich höher ist, als Deine am Erdboden...

Oder geh mal in ein Bergwerk. Z. B. ein Schaubergwerk im Schwarzwald oder Erzgebirge. Da drinn ist die Strahlenbelastung auch etwas höher, weil eine winzige Menge an radioaktiven Atomen sehr fein verteilt im Gestein der Erde sitzt...

Wir begegnen Strahlung eigentlich fast überall in unserem Leben. Sogar Dein Fernseher (falls das noch ein altes Röhrengerät ist) gibt Röntgenstrahlun ab. Aber soooo wenig, daß man das fast nicht messen kann.

Unsere Meßgeräte sind mittlerweile sooo gut, daß wir nen Zuckerwürfel im Bodensee aufgelöst nachweisen könnten, wenn wir wollten :D

Es besteht kein Grund, sich Sorgen über die einzelnen Bestandteile der kosmischen Strahlung zu machen...



ist nun tatsächlich rein interessehalber in meinem bekanntenkreis sind schon alle ganz begeistert was ich aufeinmal weiss ;) )


hey, das ist doch ein toller Effekt. Es macht wirklich Spaß, mal was zu wissen und vor den anderen dann gut da zu stehen :)

Grüße
Sissy

bubuli
04.06.2010, 11:45
jap das las ich im internet.
richtig "gefährliche" strahlung ensteht allenfalls durch eine hypernova.
eine solche ereignet sich äußerst selten.
ein potenzieller kandidat sei der stern eta carinae, der aber weit genug weg ist :)

schön wenn man ein wenig lernt wie das universum funktioniert und sich das ganze somit viel besser vorstellen kann.

hut ab. es begeistert mich wirklich was ihr alles wisst.

und orbit es tut mir leid, dass du so angefressen wegen mir bist.
jemand der absolut keine ahnung von dem hat was da oben so vor sich geht macht sich halt so seine gedanken, in die man sich ganz schön reinsteigern kann, solange man sich nicht mit den fakten befasst.

ich bin aber nun wirklich zufrieden ;)

euch allen ein schönes wochenende

StarWolf
04.06.2010, 13:52
@bubuli

Wenn du mehr wissen willst:

Kleines Lehrbuch der Astronomie und Astrophysik Band 1 - 15 kannst du

HIER (http://www.scribd.com/search?cat=redesign&doclength=large&q=astronomie&x=34&y=10) downloaden, gratis, aber Anmeldung erforderlich.

Viel Spass beim Lesen :D

StarWolf

bubuli
15.12.2010, 16:50
hallo...

ich mal wieder! ein halbes jahr lang habe ich es nun geschafft beruhigt mein leben zu leben bis ich auf diesen artikel stieß :

Wissenschaftler meinen, dass angesichts von Milliarden von Sternen in der Milchstraße die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass ein massiver Stern in relativer Nähe zur Erde explodiert ist und Gammastrahlen in unsere Richtung geschickt hat.

Statistisch gesehen müsste die Erde während der letzten Jahrmilliarde mindestens einmal von einem Gammablitz aus einer Entfernung von weniger als 6000 Lichtjahren getroffen worden sein.

Ergebnis: Das Leben auf der Erde kann durch einen Gammablitz vollständig ausgelöscht werden, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit nicht extrem hoch.

Mir wird richtig schlecht wenn ich das lese!
Entschuldigt, dass ich schon wieder nerve.
Aber könnte man es nicht vorher schon irgendwie messen, wenn so ein gammablitz sich nähert? oder ist er dafür zu schnell?

Kibo
15.12.2010, 18:05
Hallo Bubuli,

natürlich sieht man das Jahrtausende vorraus. So ein Gammablitz kommt ja nicht vom Ottonormalstern sondern von einer Supernova. Einen sehr alten Stern, der bald zu einer Supernova wird, erkennt man an seiner Farbe relativ leicht.
Schau mal Wikipedia hier (http://de.wikipedia.org/wiki/Stern)

mfg

bubuli
15.12.2010, 18:12
danke kibo, doch wie schauts mit den sternen aus, die eventuell vor jahren schon explodierten und schon lange einen solchen blitz ausgesendet haben, der nun auf dem weg ist`?
diese möglichkeit ist ja im artikel den ich kopierte erwähnt!

lieben gruß

Bynaus
15.12.2010, 18:53
danke kibo, doch wie schauts mit den sternen aus, die eventuell vor jahren schon explodierten und schon lange einen solchen blitz ausgesendet haben, der nun auf dem weg ist`?

Dem eigentlichen Blitz fliegt ja die ganze Vorgeschichte voraus. Wir wären also gewarnt.

Bernhard
15.12.2010, 20:52
danke kibo, doch wie schauts mit den sternen aus, die eventuell vor jahren schon explodierten und schon lange einen solchen blitz ausgesendet haben, der nun auf dem weg ist`?
Hi bubuli,

diese Überlegung enthält den Fehler, dass man vor dem Blitz immer noch den Vorgängerstern sehen würde und solche "Kandidaten" würde man inzwischen kennen. Meines Wissens gibt es da nämlich nur Eta Carinae am Südhimmel und Beteigeuze im Orion, die uns als große Supernovae überraschen könnten und bei beiden geht man davon aus, dass die entsprechende Supernova keine größere Gefahr für die Erde bedeuten würde. Bei allen anderen Sternen kann man diese Gefahr ebenfalls ausschließen und aus heiterem Himmel wird uns sowas bekanntlich auch nicht treffen, auch wenn man Dir das gerade einreden will.

Es gab genau die gleiche Frage übrigens auch mal im Nachbarforum http://www.astrotreff.de, allerdings finde ich das Thema dort leider nicht mehr. Die Suche ergab nur diesen Beitrag (http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=96532&SearchTerms=Supernova%20AND%20Gefahr) des Astronomen DK279 und der gab auch die Entwarnung in dem Thema, das ich momentan nicht finden kann. Dort wurde aber ebenfalls über Eta Carinae und Beteigeuze und deren Auswirkungen auf die Erde diskutiert.
Gruß

bubuli
15.12.2010, 20:58
dass man vor dem blitz noch den vorgängerstern sehen würde, obwohl dieser womöglich schon explodierte???

Bernhard
15.12.2010, 21:50
dass man vor dem blitz noch den vorgängerstern sehen würde, obwohl dieser womöglich schon explodierte???
Alles andere ist unlogisch, weil es die Kausalität verletzen würde und damit den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung.

Ein Beispiel: Beteigeuze, der Schulterstern des Orion (s. Wikipedia) (http://de.wikipedia.org/wiki/Beteigeuze) ist ein roter Riesenstern und steht somit astronomisch gesehen kurz vor einer Supernova. Der Stern selbst ist rund 600 Lichtjahre von der Erde entfernt und deswegen ist ein Gammablitz von Beteigeuze entsprechend 600 Jahre zu uns unterwegs. Wenn sich die Supernova also im Jahr 1700 ereignet hat, so erreichen uns deren Auswirkungen erst im Jahr 2300. Bis dahin sieht man aber noch den Stern selbst ganz normal am nächtlichen Himmel leuchten und weiß aufgrund von Messungen, dass er eben am Ende seines Fusionszyklusses steht. Klar soweit?
Gruß

mac
15.12.2010, 22:02
Hallo bubuli,


dass man vor dem blitz noch den vorgängerstern sehen würde, obwohl dieser womöglich schon explodierte???Ja!

Nichts kann sich schneller bewegen als Licht. Auch wenn ein solcher, mehr oder minder weit entfernter Stern schon als Supernova explodiert ist, können wir ihn immer noch so lange als Stern sehen, wie sein Sternenlicht, das ja vorher abgestrahlt wurde noch bei uns ankommt. Erst wenn das danach abgestrahlte Licht der Explosion endlich auch bei uns eintrudelt, sehen wir was da passiert ist. Vorher passiert hier gar nichts.



Da es, wie schon gesagt nur zwei potentielle Kandidaten für eine Supernovaexplosion in ‚brauchbarer‘ Entfernung von uns gibt, wissen wir, was auf uns zu kommt. Keiner von Beiden wird uns grillen.

Wenn Du nochmal den Bericht ohne Angst liest, wird Dir nicht entgehen, daß man dort, rein statistisch davon ausgeht, daß uns das in den vergangenen 4,5 Milliarden Jahren im Durchschnitt einmal passiert sein könnte.

Na und?

Supernovaexplosionen gibt es in unserer Milchstraße alle paar Jahre.

Als Ursache für einen solchen Gammablitz wird wohl vermutet, daß sich beim Kollaps des Vorläufer-Sterns, ein sehr starker bipolarer Jet bildet, erzeugt durch das extrem starkes Magnetfeld, das sich durch die blitzartige Zunahme der Rotationsgeschwindigkeit der Sternmaterie beim Kollaps bildet (der berühmte Pirouetten-Effekt)

Zielt ein solcher Jet zufällig genau in Richtung Sonnensystem, dann reichen 50 bis 60 Lichtjahre Entfernung als Sicherheitsabstand von einer Supernovaexplosion nicht mehr aus, dann braucht’s mehrere tausend Lichtjahre.

Nun ‚zielt‘ aber Eta-Carina nicht in unsere Richtung. Das kann man an dem, von ihr erzeugten, Homunkulus-Nebel erkennen.
Die Kegel sind in Richtung der Rotationsachse des Sterns ausgerichtet. http://de.wikipedia.org/wiki/Eta_Carinae#Homunkulusnebel
damit hat sie keine Chance uns zu treffen.

Für Beteigeuze gilt genau das Gleiche

Da die Rotationsachse des Sterns nicht Richtung Erde zeigt, wäre der Gammablitz nicht so stark, dass die Biosphäre in Mitleidenschaft gezogen würde.aus http://de.wikipedia.org/wiki/Beteigeuze#Zukunft_als_Supernova.
Und einen anderen Kanditaten gibt es nicht in ‚brauchbarer‘ Entfernung

Herzliche Grüße

MAC

jonas
16.12.2010, 18:37
Ich glaube Bubuli hat einen Bericht gelesen, der auf einer "Doku" Sendung basiert, die in den letzten Wochen auf n-tv herumgeschwirrt ist. Falls dem so ist, dann, Bubuli, lass Dir gesagt sein, dass diese Doku nur so gestrotzt hat von Fehlern, Ungenauigkeiten und unbelegten Behauptungen.

Das ist die Masche bei solchen "Dokumentationen". Sie nehmen einen Kern Wahrheit, verdrehen ihn so, damit es passt und einen Angsteffekt erzeugt. Damit macht man Einschaltquote bzw. Auflage. Mit der Wahrheit hat so etwas dann nichts mehr zu tun.

Schau Dir mal diese Sendung von Alpha Centauri an (15 min): Was passiert, wenn eine Supernova explodiert (http://www.br-online.de/br-alpha/alpha-centauri/alpha-centauri-supernova--2005-ID1207917163577.xml?_requestid=71491)
Diese Sendung ist viel seriöser.

FrankSpecht
17.12.2010, 01:05
Moin, zusammen!

Da es, wie schon gesagt nur zwei potentielle Kandidaten für eine Supernovaexplosion in ‚brauchbarer‘ Entfernung von uns gibt, wissen wir, was auf uns zu kommt. Keiner von Beiden wird uns grillen.
Ich will nun, weiß Gott nicht, das Thema verschärfen. Aber: Es gibt da auch einen Wolf-Rayet-Stern, der es eine zeitlang, gerade medial, in sich hatte:
Keine Gefahr für die Erde durch Gammastrahlen-Bombe WR 104 (http://www.astronomie-heute.de/artikel/978285&_z=798889)

Anhand der Bilder des rotierenden Systems schlossen Astronomen, dass ein Pol des Wolf-Rayet-Sterns direkt zur Erde weist. Ein Forscherteam um Grant Hill am Keck-Observatorium auf Hawaii untersuchte nun das System von WR 104 genauer und konnte feststellen, dass die ersten Annahmen trogen. Die Pole des Sterns weisen um mindestens 30 Grad an der Erde vorbei. Unser Sonnensystem liegt also nicht in der Schusslinie von WR 104.Bubulis scheinbare Angst hängt offensichtlich mit Veröffentlichungen dieser Art zusammen:
"gammablitz massensterben (http://www.google.de/search?q=gammablitz+massensterben&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a)"

bubuli
17.12.2010, 16:42
ja ... ganz genau auf artikeln bzw. berichten dieser art beruht meine angst.
ich danke euch für eure antworten.

_Mars_
18.12.2010, 22:34
ja ... ganz genau auf artikeln bzw. berichten dieser art beruht meine angst.
ich danke euch für eure antworten.

Da hättest du besser mal nichts dazu gelesen - damit lebt es sich leichter.

Wie geschrieben, bevor ein Gammastrahlenblitz käme, würde ein weißer Stern vom Nachthimmel über orange nach rot werden, und dann erst, Jahre später würde uns evt. ein Gammastrahlenblitz treffen.

Dazu muss aber der Abstand und die Achse des Sternes stimmen...

Und wenn du dich im Keller versteckst, wenn die Medien warnen, hast du auch gute Überlebenschancen:

-Es könnte eine Ente sein
- Der Blitz könnte ein Blitzchen sein, der nur die Ozonschicht etwas in Mitleidenschaft zieht.
Wenn er stärker ist, durchdringt er vielleicht den Dach, aber dann nicht den Dachboden-Boden, und die Raumdecken.

Allerdings ist ein GRB so unwahrscheinlich, dass du dich nicht zum Sklaven deiner Ängste machen solltest. Meistens ist die Angst vor einem Ereignis schlimmer als das wass dann passiert.

Naja, und selbst wenn uns in 5 Jahren sicher ein Gammastrahlenblitz treffen würde - würdest du dich deswegen lieber jetzt gleich erschießen?
Also ich würde mein Leben erst recht genießen. Und dem verdammten Blitz nicht die Genugtuung geben, dass er mich verzweifelt.

Und am Ende ist es sowieso, wie es ist. Er trifft dich - dann ist es egal ob du Angst hattest oder ein schönes Leben gelebt hast. Darum - lebe!
Oder er trifft dich nicht, dann hast du dein Leben ständig in Angst gelebt - und das umsonst...

Infinity
18.12.2010, 22:47
Allerdings ist ein GRB so unwahrscheinlich, dass du dich nicht zum Sklaven deiner Ängste machen solltest. Meistens ist die Angst vor einem Ereignis schlimmer als das wass dann passiert.

Genau. So, wie es sich auch mit anderen Gefühlen wie Vorfreude verhält.;)
Alles halb so wild.

bubuli
20.12.2010, 20:12
also werden wir zu unseren lebzeiten nicht von einem gammablitz getroffen, da vorzeichen jetzt schon zu sehen wären?!
es verwirrt mich nur, weil es einerseits heisst das kann ja gar nicht sein wovor du da angst hast... weil dann würde man jetzt schon das und das sehen und andererseits heisst es dann es sei "bloß" unwahrscheinlich... was wiederrum nicht ausgeschlossen ist!

vielen dank ihr lieben

ZA RA
20.12.2010, 20:56
Hallo Bubuli,

sehr viel und zwar ziemlich viel wahrscheinlicher, sind im Moment ja auch die zu erwartenden heftigen Sonnenstürme. Gerade "kürzlich" hat man beobachtet wie ein gewaltiger S-Sturm ausbrach und entsprechend heftige Sonnen-Beben komplett um die Sonne gerast sind. :eek:
http://nachrichten.freenet.de/wissenschaft/paranormal/gewaltige-sonneneruption-erschuettert-theorien_2230626_533376.html

Und zudem gibt es auch allg. so einiges was einem oder einer, echt Angst machen könnte. ZB. :eek:
http://www.wetter24.de/de/home/wetter/wetter_news/news/archive/2010/april/ch/960aa5094e/article/super_sonnensturm_2012.html

Ganz schön Grund, vor solcher Strahlung, irgendwie Angst zu haben, find ich bzgl. Threadthema.......Besonders noch vor Weihnachten!? :eek:

Achtung Links, von verdächtig "Populärwissenschaftlicher" Natur :cool: Bitte Nasa-Artikel beachten.

Na dann, die Gans vlt. mal in frischer Luft gegrillt?
Gruss
z

bubuli
21.12.2010, 14:24
aha ... ^^

_Mars_
23.12.2010, 19:54
Naja, wie geschrieben, müsste sich das Spektrum eines Sterns innerhalb von Jahrzehnten verändern.

Wir beobachten den Himmel schon ziemlich lange.

Nun könnte es theoretisch sein, dass uns einer entgangen ist. Mit den neuen Computermethoden aber ziemlich sicher nicht.

Und wenn uns wirklich einer entgangen wäre, dann wäre er vermutlich so weit weg, dass uns gerade mal ein 'zweiter Mond' für die Dauer von ein paar Jahren erreicht.

Also keine Panik auf der Titanic im sicheren Hafen ;)

ZA RA
27.12.2010, 01:32
Aha, sicherer Hafen.
Meinst Du etwa den hier?
Achtung Lautsprecher bitte leise: Soundwave
http://www.youtube.com/watch?v=_a17vl5q3Yc&feature=related

Den Tag danach sah es dann ungefähr so aus.
http://www.youtube.com/watch?v=l7BfrmeI8q0

Das ist nicht gerade beruhigend oder :confused:

Gruß
z

Ps. Aber besser aufgeklärt und intelligent vorbereitet ist immer Gut, stimmt! Danke. :-)
http://www.youtube.com/watch?v=I86V6AJuPVU&feature=related

ZA RA
07.01.2011, 02:57
Ach hatte ich ja ganz vergessen Bubuli, Hallo.

http://science.nasa.gov/science-news/science-at-nasa/2008/16dec_giantbreach/

Das wär natürlich dann ganz schön drastisch, wenn so ein gewaltiger Sonnensturm, mit sowas wie den "gigantischen Brüchen im Erdmagnetfeld" zusammenkäme, die die NASA da im Dezember 2008 beobachtet hat!?
Wie gesagt alles Nasa Daten da is nix mit Verschwörung und so.
Entschuldige, aber ich denke es ist besser man weiß was los ist.

Aktuell wird auch gerade, zwar von je Regional begrenztem, Massentiersterben sozus. Weltweit berichtet. Millionen Vögel, Fische, Krabben, was weiß ich noch alles, fallen in den letzten Tagen vom Himmel, oder werden angeschwemmt. USA, Schweden, England....
Von Enten hab ich aber noch nichts gehört. Schau doch mal ob`s vielleicht einen Zusammenhang gibt?

Na dann auf ein gesundes neues Jahr, vorsorglich.
Gruss
z

Infinity
07.01.2011, 04:14
Die Angst, die bubuli mit seinem Anliegen verspürt, ist - für mich zumindest hat es den Anschein - schon recht auffallend, ja sogar extravagant. Natürliche Todesfälle durch Einschläge vom Weltall aus oder Gammablitze sind vergleichsweise zu Ereignissen auf irdischer Ebene dennoch sehr bis zu selten. Mein nicht fachmännischer Rat: Sollte die Angst trotz dieser Schlussfolgerung bestehen bleiben oder gar noch steigen, wäre es nicht von Unnöten, medizinische Hilfe in Betracht zu ziehen.

Davon abgesehen etwas anderes: So in etwa (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/01/Todesursachen_01.svg) sieht das Diagramm für die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Jahre 2007 aus. Rund achtzig Prozent beschränken sich auf eigene körperliche beziehungsweise gesundheitliche Ursachen. Über das ganze Jahr sind laut Diagramm über 820.000, also täglich über 2.200 Menschen verstorben. Und die gesundheitlichen Ursachen schränken nicht nur die im hohen Alter ein.

Ich würde mir also wesentlich mehr darum Gedanken machen, hin und wieder mal gesunde Nahrung zu sich zu nehmen oder Sport zu treiben. Denn sonst würde ich ja schon mit Mitte dreißig, wenn's hoch kommt, ständig Organbeschwerden bekommen und wie ein Krüppel rumlaufen.



Hallo, ZA RA,

danke noch für die Posts, insbesondere für den mit dem Asteroiden Vesta.
Gute Nacht!

ZA RA
07.01.2011, 20:05
Hi Infinity,

so komplex individuelle Bewertungen auch ausfallen mögen, zumindest sind wir aktuell, wie "immer". ;) Und wie man sieht, besteht allg. einiger Aufklärungsbedarf. Gerade bei äusserst aktuellen und bedrohlich wirkenden Themen, denen es ja meist an Hintergrundinfo fehlt. Da bleibt vieles erstmal spekulativ und man hat Fragen. Insofern denke ich ist´s kein Wunder, wenn der "unbelastete" Leser sich zB. Sorgen macht, seine Bedenken mitzuteilen versucht, indem er sich an´s Forum wendet. In diesem imho doch speziellen, "intensiven" Fall, ging es mir darum, die vermeintliche Intention des Fragestellers in den Vordergrund zu rücken. Dh. möglichst aktuelle Daten, die später irgendwo gelesen, ähnliche Reaktionen erzeugen könnten, rechtzeitig wiederzugeben, um evtl. resultierenden Ängsten vorzubeugen.

Erweitert man das Thema, könnte man feststellen, dass für diese Art der Aufklärung ganz allg., wachsender Bedarf besteht. In Zeiten "rigoroser" Vermarktung von Information und reisserischer Aufmachung, um sich von der Menge anderer abzuheben. Stell Dir mal vor es gäbe nun wirklich was Akutes!

Ich fänds toll wenn wir vlt., einen "Sonderthread" einrichten ;-), der sich mit solch aktuellen, auf viele vlt. bedrohlich wirkende, Themen beschäftigt. Als Anlaufpunkt für sozus. angehend, "Wildzeitungsstil" geschädigte, wenn ich´s mal allgemein so formulieren darf. Natürlich ein schwieriges Unterfangen, bei dem Spektrum an astronomisch physikalisch, reisserisch Vermarktbarem, aber sicher hilfreich. Man kann sonst nur hoffen, dass der durch "übertrieben" dargestelltes oder "lückenhaft" aufbereitetes Themengut, übersensibilisierte Leser, nicht in etwa "falsche Hände" gerät. Im Netz gibt es ja mehr und mehr sog. "Institutionen", die es imho darauf absehen, aus bestehenden Ängsten irgendwie Kapital zu schlagen!?
Die Idee mit dem sicheren Hafen von Mars, war demnach ziemlich gut!

Lieben Gruß
z

Ps. Gerne geschehen.

Emily
13.01.2011, 17:53
Also ich hätte derzeit weitaus mehr Bedenken über das was auf der Erde passiert,. z.B. wenn der Supervulkan unterm Yellowstone Park demnächst mal Silvester feiert.... und dann wäre ja noch 2012 ;)
Sonnenfleckenmaximum ist übrigens auch nicht so schlecht, das gibt sicher wieder nette Funk-Weitverbindungen.

ZA RA
13.01.2011, 18:25
Also ich hätte derzeit weitaus mehr Bedenken über das was auf der Erde passiert,. z.B. wenn der Supervulkan unterm Yellowstone Park demnächst mal Silvester feiert...

Oh man Emily,

danke, da hat ich ja garnichtmehr dran gedacht. :(
Ist das Schlimm?

Spass beiseite.:)
Ich halte die Magnetfeldschwäche, schon für ein interessant aktuelles "Problem". Yellowstone wird sich wohl noch etwas Zeit lassen, zumindest ist rein statistisch dort nichts wirklich Akut.

Lieben Gruss und herzlich Willkommen im Forum
z

frosch411
14.01.2011, 08:24
Hochwasser in Deutschland, Hochwasser in Australien, Erdrutsch in Brasilien - Hab ich was verpasst? Hätte ich eine Arche bauen sollen? :o

_Mars_
14.01.2011, 11:09
Hab ich was verpasst? Hätte ich eine Arche bauen sollen?

Besser nicht, denn dann kommen Plünderer, halten dir eine Kanone an den Kopf und sagen 'Das ist jetzt unser Schiff'.

In der Geschichte der Menschheit war das schon immer so :(

ZA RA
14.01.2011, 11:53
Hallo

Ja mein lieber Mars, so ist das.
http://www.youtube.com/watch?v=lVJTt4s1yDg

Liebe Grüsse
z

Emily
23.01.2011, 16:20
Was wäre eigentlich mit folgender Theorie:
Aphopis oder ein anderer Brocken, schön massiv aus Eisen, donnert direkt auf die Magmakammer da am Yellowstone Supervulkan.
Würde das evtl. ausreichen, um das Feuerwerk auszulösen :rolleyes:

Sissy
24.01.2011, 02:28
Hallo Emily,


Was wäre eigentlich mit folgender Theorie:
Aphopis oder ein anderer Brocken, schön massiv aus Eisen, donnert direkt auf die Magmakammer da am Yellowstone Supervulkan.
Würde das evtl. ausreichen, um das Feuerwerk auszulösen

Wenn der Brocken so groß ist, daß er einen 8 km tiefen Krater schlagen kann (so tief unter der Erde ist die obere Decke der Magmakammer im Yellowstone), dann hat die Menschheit auch ohne Magmakammer ein massives Problem.

Dann ist es nämlich echt wurscht, wo der Brocken draufknallt. Ob er ins tiefe Meer plumpst, in die Sahara oder auf Paris fällt, die Folgen werden auf jeden Fall immer mehrere Milliarden Menschen töten. Entweder sofort (Paris und halb Frankreich verdampft, durch den Luftdruck beim Feuerball sterben noch Menschen im Umkreis von 3-5.000 km), wenige Stunden später durch Tsunamis alle Menschen an den Küsten aller Meere bis 1.000 km landeinwärts (wenn es flaches Land ist), durch herabregnende Trümmer, innerhalb von Wochen wegen fehlender Elektrizität, Lebensmitteln, Gewaltakten verzweifelnder Mitmenschen oder nach Monaten wegen dem eisigen Klima des folgenden "Nuklearen Winters" ...

Damit ein Asteroid einen solchen Krater in die Erdkruste schlagen kann, muß er aber mindestens 500 Meter im Durchmesser haben. Eher mehr. Und viele, aber leider noch nicht alle Asteroiden dieser Größenordnung kennen wir...

Sissy

mac
24.01.2011, 23:24
Hallo Sissy,

wenn ich so lese, wie Du nicht nur hier, geradezu lustvoll in solchen Katastrophenszenarien schwelgst, wird mir allmählich klarer, wieso so viele Menschen geradezu danach lechzen. ;)

Gruselnde Grüße

MAC

Bernhard
24.01.2011, 23:47
wenn ich so lese, wie Du nicht nur hier, geradezu lustvoll in solchen Katastrophenszenarien schwelgst, wird mir allmählich klarer, wieso so viele Menschen geradezu danach lechzen. ;)
Hi mac,

das war mir am Rande auch etwas aufgefallen und deshalb Danke für den Kommentar. Ich wollte ursprünglich schreiben, dass man sich da keine Sorgen machen muss, weil die entsprechende Katastrophe sicher einige Menschen überleben würden :D .

"schwarzhumorige" Grüße