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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nanobots für Terraforming



_Mars_
03.10.2009, 13:06
Obwohl ich nicht so ein großer Fan von Nanobots bin (da sie mir zu utopisch erscheinen, vlt in 100 Jahren...)
Habe ich mich trotzdem mal gefragt:


Welche Vorraussetzungen bräuchten Nanobots, um die Venus zu terraformiern?

Sie müssten

a) 470°C locker aushalten (also Bots nicht aus Blei machen, das schmilzt bekanntlich :D )

b) Gegen Säure resistent sein

c) CO2 is Oberflächengestein einbauen, um Karbonate zu erzeugen und dmit Atmosphäre zu binden.

d) sich selber replizieren können... Das ist wohl eine der größten Herausforderungen. Denn sie müssten dann doch nen Ofen eingebaut haben, um Teile zu machen, und diese dann zusammenzusetzen. (Der neue Nanobot braucht auch wieder nen Ofen, und dieser müsste genau so groß sein, drum kann man ihn nicht in einem Stück erzeugen)

e) Sonnenenergie für all das nutzen können (sprich man braucht Mikro-Solarzellen, die hohe leistung erbringen sollten...)



Ergänzend dazu könnte man noch Bots bauen, die zu den Asteriden fliegen (glaube aber nicht dass sich das ohne elektrokinetischen Antrieb lohnt...)
und dort sich replizieren. Ein Teil der Population fliegt in den Venusorbit und reicht sich dort die Arme - macht also ein Sonnenschild, während die anderen sich weiter replizieren usw....

pauli
03.10.2009, 13:35
Obwohl ich nicht so ein großer Fan von Nanobots bin (da sie mir zu utopisch erscheinen, vlt in 100 Jahren...)
Nanobots sind utopisch aber Terraforming nicht :)

Terraforming ist nur eine Gedankenspielerei, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit nie funktionieren wird. Das gilt für sich selbst replizierende Nanobots auch.

Auf die Venus bezogen fällt mir noch der extrem hohe Druck ein, und ich bezweifle, dass dort Sonnenenergie vernünftig genutzt werden kann.

ispom
03.10.2009, 15:25
mit all den Ansprüchen...was diese nanobots so alles können und aushalten müssen, um die venus zu terraformen, wird es sie wohl nie geben :rolleyes:

da es erst in tausend Jahren soweit sein wird, daß wir den Mars terraformen,
obwohl heute schon die Technologie dazu durchdacht ist,
wird man vielleicht in 10 000 Jahren noch einmal über das Venusterraforming nachdenken....ob dann Nanobots eine Rolle spielen???

aber, was sind schon 10 tausend Jahre....
vor diesem Zeitraum sind unsere vorfahren mit Speeren auf die Mammuts losgegangen,
so wie sie sich keinen computer vorstellen konnten, sowenig haben wir eine Vorstellung von der Technik dereinst...

Bynaus
03.10.2009, 17:03
so wie sie sich keinen computer vorstellen konnten, sowenig haben wir eine Vorstellung von der Technik dereinst...

Möglicherweise haben die Menschen jener Zeit auch keine Vorstellung von einem Computer, und jagen wieder Mammuts. Okay, keine Mammuts. Aber vielleicht den einen oder anderen Hasen.

Enas Yorl
03.10.2009, 17:41
Zum einen ist es bis heute vollkommen ungeklärt, bis zur welcher Größe und Komplexität man in Zukunft Nanobots wird bauen können. Oder wie der Effizienz- und Verschleißfaktor dieser Maschinen sein wird. In der SF werden dies ja gerne als Alleskönnende Wundermaschinen dargestellt, aber wie realistisch ist das denn?
Auf der Venus herrschen recht unfreundliche Bedingungen (92 bar, 737 Kelvin), diese sind schon für normal große Maschinen eine außerordentliche Herausforderung (und das auch nur wenn sie gekühlt werden). Für Maschinen in Nanogröße wo einzelne Komponenten nur aus ein paar Molekülen bestehen, dürfte dies noch viel schwerer erträglich sein.

galileo2609
03.10.2009, 19:47
Möglicherweise haben die Menschen jener Zeit auch keine Vorstellung von einem Computer, und jagen wieder Mammuts. Okay, keine Mammuts. Aber vielleicht den einen oder anderen Hasen.
Hoffen wir's mal nicht. Wissenschaftshistorisch richtig ist aber wohl, dass unser technologischer Stand heute auf der Grundlagenforschung derjenigen Giganten basiert, die vor einem Jahrhundert die Naturwissenschaften revolutionierten.

Die naturwissenschaftlichen constraints sind heute wesentlich besser verstanden als noch in der Steinzeit. Der zu erwartende technologische Fortschritt wird insofern zwar atemberaubend sein, aber die Naturgesetze nicht verletzen können. Alles was dem widerspricht, muss den Künstlern überlassen bleiben.

Grüsse galileo2609

_Mars_
03.10.2009, 22:06
dass dort Sonnenenergie vernünftig genutzt werden kann.

Im Gegenteil:
Dort ist die eingestrahlte Energie viel größer, ausserdem erinnere ich mich daran gelesen zu haben, dass eine theoretische Flugsonde die Solarzellen sowohl nach unten als auch nach oben (dank der Albedo oder so) richten könnte, und würde nahezu den selben Strom gewinnen.
Beides -> doppelte Energie



Für Maschinen in Nanogröße wo einzelne Komponenten nur aus ein paar Molekülen bestehen, dürfte dies noch viel schwerer erträglich sein

In Molekülgröße? Sind dann künstliche Proteine gemeint, oder wie? Auf jeden Fall nicht dass, was ich unter einer 'Maschine' verstehe...

Enas Yorl
03.10.2009, 22:32
In Molekülgröße? Sind dann künstliche Proteine gemeint, oder wie? Auf jeden Fall nicht dass, was ich unter einer 'Maschine' verstehe...

Nein, ich meine schon Maschinen. Was denkst du denn wie groß die Bauteile einer komplexen Maschine sein dürfen, damit diese den Namen Nanobot noch verdient?

_Mars_
04.10.2009, 21:39
Ja - Nano hatte für mich nur mehr die Bedeutung 'sehr klein'

Früher hatte ich darüber mehr gelesen, aber jetz fällt es mir wieder ein - Milliardstel...
Schon ziemlich klein...

Ist sowas denn überhaupt möglich??

Enas Yorl
04.10.2009, 22:20
Ist sowas denn überhaupt möglich??

Jetzt bin ich aber etwas verwundert, du eröffnest einen Thread mit den Thema ohne eine Vorstellung von Nanobots zu haben? Ob man tatsächlich so kleine Roboter bauen kann, ist bis heute ungeklärt. Man kann bis jetzt schon recht komplexe Strukturen in Nanogröße bauen. Selbst Nanomotoren (http://de.wikipedia.org/wiki/Nanomotor) hat man schon gebaut, aber bis zu echten Nanorobotern ist es noch ein langer Weg. Und selbst dann stellt sich noch die Frage, wie effizient solche Maschinen eigentlich sein können.

_Mars_
06.10.2009, 20:08
Naja, drum frage ich ja.
Um wieer eine Vorstellung zu bekommen, und ob sich die Möglichkeiten inzwischen geändert haben, ob ein Quantensprung gelungen oder ein Ei des Kolumbus gefunden worden ist...

pauli
06.10.2009, 22:51
nein, kein Quantensprung, kein Ei

esperanto
13.10.2009, 22:33
das terraformen des mars wäre sinnlos da wir dort nicht leben können
wegen der anziehungskraft das macht unser organismus nur mit wenn er genverändert wird also wir nicht aussehen wie menschen...

bei der venus schon eher vorstellbar aber durch nanobots?
holen die auch das nötige wasser dorthin?

ich hab allerdibngs mal auf der website der eso oder nase gelesen das man nicht im traum daran denkt etwas derartiges in den nächsten 100 jahren in unserem sonnensystem zu machen wenn nur ein fehler passsiert könnte das die erde zerstören

daher lieber in anderen sternsystemem testen... oder vielleicht gleich ne 2te erde finden ^^

hier im forum hab ich gerad irgendwo gehört das die erde nur leben hat weil sie die richtige grösse hat mars zu klein und doppeltsogross wäre auch nicht möglich
wegen der plattentektonik die es sonst nicht gäbe...

also brauchen wir so ungefair n planni zwischen 9-18.000 km durchmesser für plattentektonik und leben

wir dürfen so 15% von der schwerkraft abweichen um dauerhaft leben zu können was das leben für uns auf anderen planeten dann wieder einschränkt...

die zahlen sind nur geschätzt beruhen aber auf wissenschaftlichen pergamenten :)

also statt 15 vielleicht 22 oder 10 deswegen 15% als durchschnittswert z.b.

Orbit
13.10.2009, 22:47
wir dürfen so 15% von der schwerkraft abweichen um dauerhaft leben zu können was das leben für uns auf anderen planeten dann wieder einschränkt...

die zahlen sind nur geschätzt beruhen aber auf wissenschaftlichen pergamenten
Und wo sind die Links zu diesen 'Pergamenten'?

esperanto
13.10.2009, 22:59
hab ja gesacht nur ungefair

hier wird z.b. die erde als kleinste möglichkeit für einen PLANETEN mit plattentektonik gekennzeichnet und die doppelte grösse als maximum erdähnlicher planeten dargestellt wo plattentektonik allerdings aktiv ist

der andere beitrag dazu war gleub ich bei diesem exoplaneten der super heiss ist und doppeltsogross wie die erde wo das stand das der zu gross wäre und irgendeine kraft die tektonik verhindert bei plannis in der grösse

mfg

den andern link such ich noch für was der mensch aushällt aber den hab ich damals schon mehrere tage *wieder*gesucht...

http://www.astris.de/news/1133.html
such
http://www.fu-berlin.de/presse/publikationen/fundiert/2004_02/04_02_gunga_kirsch/index.html
nicht das wahre aber erklärt die umstände

genehmigt?